Wer jahrelang in Salem zur Schule gegangen ist oder dort Lehrer war, kannte die Kopfnüsse und Ohrfeigen verteilende methodisch-didaktische Null Dr. S.! Immerhin war er über 20 Jahre bis vor etwa 10 Jahren Lehrer in Salem! Wer heute dort zur Schule geht kann ja mal bei den altgedienten Lehrern nachfragen. Wie mir soeben versichert wird, wusste das jeder und jeder - auch Bueb - hat so lange geschwiegen, bis es nicht mehr anders ging, weil sich die Eltern der Schülerin über einen herausgerissenen Ohrring beschwerten.
Ich stelle fest, dass keine der Antworten auf meine konkreten Argumente eingeht. Kein einziges Argument wird widerlegt oder wenigstens mit einem Gegenargument relativiert.<br />
"Meine" Schule ist nicht deshalb gut, weil sie sich die Schüler nach finanziellen Kriterien aussuchen kann oder danach, ob begabte Schüler von einer Staatsschule bis zur 10. Klasse so gut ausgebildet werden, dass sie mit Hilfe des Blenninger-Stipendiums den Abischnitt heben können. "Meine" Schule ist deshalb gut, weil sie sich mit dem realen Leben abgibt und mit einer unter allen Gesichtspunkten heterogenen Schülerschaft auch bei benachteiligten Kindern gute Arbeit leistet. Aber auch hier höre ich schon das "Argument": Sozialneid! Nein, es handlt einfach nur Empathie für benachteiligte Kinder!
Wenn ich mir die Kommentare vieler Leute hier anschaue die diese Schule kritisieren erkennt man, dass sie größtenteils darauf basieren, dass sich diese Leute nicht informiert haben über die Schule und deren Ziele.
Ich lese hier etwas über "Drogenkarrieren" und "gekauftes Abitur", was in mienen Augen fast schon eine Frechheit ist, da einfach aufgeschnappte Klischees in den Raum geworfen werden ohne sie zu belegen.
Ich selbst bin nun mehrere Jahre Schüler dieser Schule und habe nichts dergleichen gesehen oder feststellen können.
Ich habe das Gefühl es wird von einigen Leuten hier versucht, die Schule in ein schlechtes Licht zu rücken. Ein typischen Phänomen in Deutschland; der Sozialneid. Natürlich kann man wie immer nicht alle über einen Kamm scheren, jedoch habe ich dies in Deutschland mehrfach beobachten können.
Ich persönlich bin sehr zufrieden mit der Schule und musste noch nie meine Zigaretten abgeben oder Kopfnünne von der Schulleitung einstecken. (siehe Beitrag von "grimmi (Eltern)")
Es ist schade, dass diese Art von Bildung nicht jedem in Deutschland ermöglicht werden kann, aber die zu verurteilen, die es ihren Kindern ermöglichen ist vollkommen unangebracht. Dem, der es sich leisten kann, kann ich die Schule nur ans Herz legen.
Zu dem voranstehenden Kommentar von "Grimmige Eltern" kann ich nur bedauernd feststellen, dass die angeführte Kritik an der Person von Herrn Bueb, an seiner Lehrerlaufbahn oder an seinen Anichten über Pädagogik nicht auf faktischen Erkenntnissen, sondern nur auf Neid beruht. Schade, aber so einfach darf man es sich nicht machen. Zumindestens sollte man/frau sich einmal mit seinen Ansichten auseinandersetzen, die treffen meiner Meinung nach nämlich nicht nur auf Eliteschhulen zu, sondern können als wichtige Anregungen (wenn auch nicht ganz neue) die Orientierungslosigkeit in der heutigen Schulpädagogik bekämpfen helfen. Und nicht nur in der Schule sondern auch in vielen Familien traf ich als Familienberaterin immer wieder auf Eltern die keine Richtung mehr in ihrer Erziehung haben und nicht mehr wußten, was sie ihrern Kinder abverlangen oder zumuten sollten oder was nicht.
Ich habe Salem nur ein Jahr besucht und damals ein Stipendium erhalten, obwohl ich keine durch gute Leistungen hervorstechende Schülerin war. Leider konnte ich dieses aus familiären Gründen nicht annemen. Meine Schulkariere ist sicher alles andere als ein Paradebeispiel einer wohlbehütenden Schullaufbahn einer Schülerin aus wohlhabenden Hause, sondern ist mit 10 verschiedenen Schulen bis zum Abitur eher das Gegenteil. Salem war "nur" eine "Station" in meiner Schulzeit aber mit Sicherheit das Beste was mir in meiner Jugend passiert ist. Herr Bueb schreibt nämlich nicht nur über Pädagogik, er lebt sie auch. Und der Erziehungsstil in Salem hat mir damals nicht nur einen Sinn für Gerechtigkeit vermittelt sondern auch die Bedeutung von Disziplin für das eigene Weiterkommen näher gebracht. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt elitär gefühlt und ich hatte auch nicht das Gefühl einem zu altmodischen, militärischen Drill zu unterliegen in puncto Disziplin. Ich fühlte mich eher wahrgenommen und spürte ein Interesse an meiner Person und meiner Entwicklung, dass mir aus allen anderen Schulen, die ich vorher oder danach besucht habe, weitgehend fremd war und blieb.
Ich bin heute selbst als Pädagogin tätig (Sozialpädagogin) und hatte in meiner Zeit als Familienhilfe überwiegend mit Familien zu tun, die am Rand unserer Gesellschaft stehen. In meiner Arbeit und auch im Privatleben leitet mich immer noch der Gedanke und Glaube an eine notwendige Disziplin im Leben, gerade auch für diejenigen, die sich in einer schwierigen Lage befinden. Damit meine ich keine Disziplin, die jemandem wie eine Zwangsjacke übergestülpt wird um damit alles zu einem Besseren zu wenden, sondern der Glaube an die Entwicklungsfähigkeit jedes Menschen, egal welche Bildung oder Erziehung er/sie bisher genossen hat. Aber Entwicklung aus einer schwierigen Lebenslage ist meist nicht ohne Arbeit möglich und die kann sehr unbequem sein und braucht Disziplin zur Bewältigung.
Mich hat der Glaube an meine Entwicklungsfähigkeit, der mir durch die Bewilligung des Stipendiums in Salem unter Bernhard Bueb und dem damaligen Leiter von Hohenfels, Herrn Schramm, entgegengebracht wurde, in manchen schwierigen Lebenssituationen wieder ein Stück aufgerichtet. Das ist gelebte Pädagogik.
Skandale gibt es an jeder Schule, genauso wie schlechte Lehrer, das kann ich nach 10 verschiedenen Schulen wahrlich bestätigen. Deshalb wird eine pädagogische Ausrichtung oder ein pädagogisches Ideal, durch das man sich als Lehrer, Sozialpädagoge, Schulleiter oder Eltern leiten läßt nicht automatisch schlecht. Zumindestens verdient es aber, dass man sich inhaltlich damit auseinandersetzt und es nicht mit einer polemische Fliegenklatsche einfach erschlägt. Das löst die Probleme an deutschen Schulen und ich möchte auch behaupten in der Gesellschaft in Erziehungs- oder besser "Nicht-Erziehungsfragen" nicht. So einfach ist es nicht !
Vorab, keines meiner Kinder hat diese Schule besucht. Aber wir haben uns darüber informiert. Wir konnten feststellen, dass es für interessierte begabte Kinder Stipendien gibt. Also nicht nur eine Schule für Reiche. Unsere Kinder haben letzendlich allgemeine Gymnasien besucht und es auch geschafft. Aber was hier so ein Neid abläuft, finde ich ätzend. Erst informieren, dann meckern.
Ich habe mit Interesse alle Meinungen und Kommentare durchgelesen und wieder das übliche festgestellt.
Mal zu den Kosten: Ja, sie sind hoch und nein, nicht jeder kann es sich leisten. ABER: im Schnitt sind 33% der Schüler der Schule Schloss Salem Stipendiaten, was bedeutet, dass nicht das volle Schulgeld anfällt (leider kann ich hier momentan keine genauen Zahlen liefern, wie viele Eltern von Stipendiaten noch welchen Anteil bezahlen). Ich schreibe bewusst "Schulgeld", weil unter dieses Nebenkosten, wie Taschengeld und Arbeitsblöcke, usw. ausschließt.
Weiterhin möchte ich auf die Grundidee der Schule Schloss Salem eingehen. Die Schule hat sich nicht auf die Fahne geschrieben, die besten Notendurchschnitte zu erzielen, sonder eine ganzheitliche Erziehung des Menschen zu unterstützen.
Ich danke dem Beitrag, der besagt, dass man sich in Salem nichts erkauft, denn ich für meinen Teil habe mir erarbeitet, was mich an eine gute Universität gebracht hat und nebenbei habe ich Dinge für mein Leben gelernt, von denen ich nicht glaube, dass ich diese auch in meinem kleinen Heimatort gelernt hätte.
Aber alles möchte ich nicht schön reden, denn es gibt sicher auch Schüler an dieser Schule, die den Eindruck erwecken sich alles zu erkaufen, die ein schlechtes Außenbild bestärken. Dennoch bitte ich Sie alle sich zu fragen, ob dies nicht an jeder Schule der Fall ist, man jedoch an bestimmten Schulen genauer hinschaut.
Um eines bitte ich Kritiker, wie Fürsprecher: Aus einem Bericht, oder durch eine Homepage, oder durch einzelne Erzählungen, kann man sich nie -bzw. sollte man sich nie- ein Bild schaffen, denn es hat immer eine Prägung. Ebenso hat auch min Kommentar eine Prägung, denn ich war 9 Jahre lang Schüler an dieser Schule und bin sehr froh über diese Zeit, wenn es auch nicht immer eine himmlische Zeit war.
Wer wie ich eine langjährige Lehrerin kennt, weiß natürlich wie Abischnitte zustande kommen. Man muss wissen, dass der größte Teil der Abinote vor den schriftlichen Zentralabitursprüfungen in allen geprüften Fächern durch die Noten der Lehrer entsteht. Es ist gerade in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern nicht selten, dass die Note in der Prüfung dann deutlich nach unten abweicht oder diese Fächer, sofern möglich gar nicht erst gewählt werden. Außerdem muss sich Salem natürlich nicht mit den Problemen herumschlagen, die sich in unserer Gesellschaft gerade für Kinder durch immer größer werdende soziale Deklassierung ergeben. Deshalb soll auch der Ex-Leiter Bueb zum Thema "Schule" die Klappe halten, er hat nämlich von all diesem überhaupt keine Ahnung.
Daran ändern auch die paar Alibi-Stipendiaten nichts, die vielleicht wenig Geld haben aber nach ihren bisherigen Noten ausgewählt werden und sich dann allerdings oft über das erbärmliche intellektuelle Niveau speziell in der Mittelstufe wundern. Diese nicht "auf Salemer Mist gewachsenen", in der 10. oder 11. Klasse meist von einer öffentlichen Schule nach Salem gekommenen Schüler heben dann die Abi-schnitte noch zusätzlich.
Zur Pädagogik: Jahrelang wurde in Salem ein Lehrer von der Leitung gedeckt, der seine Schüler mit Kopfnüssen bearbeitete, einem Mädchen den Ohrring heraus riss oder ihnen die Zigaretten abnahm, um sie dann selber zu rauchen. Die Geschichte mit dem Ohrring sollte vertuscht werden, erst der massive und Protest der Eltern verhinderte dies.
für einen abischnitt von 1,7 braucht man so einen krims krams überhaupt nicht! hier bei uns gibt es schulen, die bei über 100 abiturienten einen schnitt von 1,7 geschafft haben. das sind keine privatschulen, bei denen man täglich kontrolliert wird und einen teil seiner eigenen freiheit aufgibt sondern normale gymnasien, die ohne sonderzahlung und schülerselektion gute leistungen schaffen.
Wie ich soeben gelesen habe, hat manch anderer Nutzer dieses Internetportals ein Problem mit dieser Schule... Um es jedoch klar zu stellen, man kann auf Salem sich nichts erkaufen, man lernt für die guten Noten und zeigt was man kann. Außerdem gibt es auf Salem keine Schüler die eine "Drogenkarriere" hinter sich haben, da es dort täglich Drogentests gibt. Wenn es irgendwann einmal so sein sollte, dass einer positiv sein sollte, wird dieser Schüler sofort von der Schule "geschmissen" und muss innerhalb von 24 Stunden abreisen.
Salem fördert und motiviert seine Schüler, damit best möglichen Noten erreicht werden können. Dies sieht man auch an den Abiturnoten der Schüler, der Durchschnitt liegt bei 1,7.
Was du sagst mag in england oder amerika der fall sein, aber nicht in deutschland. hier sind die öffentlichen gymnasien den privaten schulen weit überlegen.
sie sind gut für faule, sich schwierig tuhende oder eine drogenkarriere habende schüler, die es auf einer öffentlichen schule nicht geschafft haben und sich nun ihren abschluss dank der kohle von mami und papi kaufen.
Das kann doch nicht wahr sein. Ihr diskutiert hier auf so einem niedrigen Niveau, dass es fast schon wieder weh tut.
Stereotypen und Stammtisch-Argumente gehören hier nicht rein.
Nur kein Neid !
Aber kann mir irgendjemand erklären, warum Schüler-und Elternmeinungen hier so derart auseinander klaffen (Schüler- 1-2; Elterndurchschnitt 4,5 aktuell)???
Weg genug Geld hat kann sich eine Villa hinstellen, Luxusautos kaufen etc. das ist alles in Ordnung und wird akzeptiert. Sobald jemand sein Geld in die Bildung der Kinder investiert erfolgt ein Aufschrei durch die ganze Republik. Wenn das staatliche Bildungssystem besser wäre, bräuchten wir die Privatschulen nicht. Wer genug Geld hat, hat in unserem politischen System mehr und bessere Möglichkeiten (medizinische Versorgung, Bildung ...)Und wie es besser geht, hat uns die DDR gezeigt ;-) (ich musste mich selbst durchs staatliche Schulsystem quälen.
Diese Schule ist ein typischer Beweis dafür, dass diejenigen die genug Geld haben, sich auch weiterhin ihre eigene Elite züchten. Anders ausgedrückt: wer zu dumm ist, dem wird wenigstens das Abitur erkauft. Entsprechende Pöstchen sind später dann für Salem-Absolventen reserviert. Unter Garantie
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