Dass alle Sechs- bis 14-Jährigen in die Schule gehen sollen, ist in Indien neu. Anders als in Deutschland, wo es die Schulpflicht seit Ende des 18. Jahrhunderts gibt, wird sie in dem asiatischen Schwellenland gerade erst eingeführt. Doch zwischen dem Anspruch auf einen kostenlosen Schulbesuch und der Wirklichkeit ist ein großer Unterschied.
Die Gegensätze in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt sind groß. Auf der einen Seite bringt Indien jährlich weltweit die meisten hoch qualifizierten Ingenieure hervor. Anderseits gehen mindestens 59 Millionen Kinder nicht auf eine Schule – die Dunkelziffer dürfte wohl weit höher liegen.
Ebenso wie in Deutschland gibt es in Indien ein föderales Schulsystem. Das heißt, dass die einzelnen 28 Bundesstaaten (ähnlich den deutschen Bundesländern) für die Bildung der Kinder verantwortlich sind. Doch nicht alle Verantwortlichen setzen die Vorgaben um, wie "DRadio Wissen" berichtet.

Zudem sind die staatlichen Schulen oft schlecht. Die Lehrer kommen selten zum Unterricht, weil sie noch andere Jobs haben. Ihr Lehrergehalt reicht nicht zum Leben.
Zum Teil werden Klassen mit 300 Schülern von zwei Lehrern unterrichtet. Fremdsprachen wie Englisch spielen in den indischen Lehrplänen meist eine sehr untergeordnete Rolle. Oft wird nur eine der 22 anerkannten indischen Landessprachen gelehrt.
Deshalb schicken viele Eltern ihre Kinder nicht zur Schule. Sie lassen ihre Kinder lieber arbeiten, weil sie Schule als Zeitverschwendung ansehen.
Für den sozialen Aufstieg ist Bildung aber sehr wichtig. Doch gute Privatschulen, an denen die Schüler unter anderem auch gutes Englisch lernen, sind meist teuer. Diese Schulgebühren können sich viele Inder nicht leisten.
Die Gegensätze in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt sind groß. Auf der einen Seite bringt Indien jährlich weltweit die meisten hoch qualifizierten Ingenieure hervor. Anderseits gehen mindestens 59 Millionen Kinder nicht auf eine Schule – die Dunkelziffer dürfte wohl weit höher liegen.
Ebenso wie in Deutschland gibt es in Indien ein föderales Schulsystem. Das heißt, dass die einzelnen 28 Bundesstaaten (ähnlich den deutschen Bundesländern) für die Bildung der Kinder verantwortlich sind. Doch nicht alle Verantwortlichen setzen die Vorgaben um, wie "DRadio Wissen" berichtet.

Zudem sind die staatlichen Schulen oft schlecht. Die Lehrer kommen selten zum Unterricht, weil sie noch andere Jobs haben. Ihr Lehrergehalt reicht nicht zum Leben.
Zum Teil werden Klassen mit 300 Schülern von zwei Lehrern unterrichtet. Fremdsprachen wie Englisch spielen in den indischen Lehrplänen meist eine sehr untergeordnete Rolle. Oft wird nur eine der 22 anerkannten indischen Landessprachen gelehrt.
Deshalb schicken viele Eltern ihre Kinder nicht zur Schule. Sie lassen ihre Kinder lieber arbeiten, weil sie Schule als Zeitverschwendung ansehen.
Für den sozialen Aufstieg ist Bildung aber sehr wichtig. Doch gute Privatschulen, an denen die Schüler unter anderem auch gutes Englisch lernen, sind meist teuer. Diese Schulgebühren können sich viele Inder nicht leisten.
