Sind die Eltern arm, bekommen die Kinder selten gute Noten. Das ist das Fazit einer aktuellen Studie im Auftrag der Vodafone Stiftung. Forscher aus drei Universitäten werteten dafür Bildungsstudien aus Deutschland und der Schweiz aus.
Dabei fanden sie heraus, dass Kinder aus sozial schwachen Familien bei gleicher Leistung durchschnittlich schlechter bewertet werden als Kinder aus Akademikerfamilien. Das gilt sowohl in der Grundschule als auch im Gymnasium.
Bei der Empfehlung, auf welche Schule Schüler nach der Grundschule gehen sollen, wirkt sich die soziale Herkunft besonders gravierend aus, wie "Welt online" berichtet.
Der Bildungshintergrund macht laut der Studie 19,4 Prozent der Benotung aus. Die (eigentlich ausschließlich entscheidenden) kognitiven Grundfähigkeiten der Schüler 21 Prozent. 23,4 Prozent der Schüler hatten trotz gleicher Ergebnisse in standardisierten Leistungstests unterschiedliche Schulempfehlungen erhalten.
Auf Gymnasien sind momentan 19,2 Prozent Kinder aus Arbeiterfamilien. Wenn es nur nach Leistung gehen würde, müssten 31,7 Prozent Arbeiterkinder auf Gymnasien sein, meinen die Wissenschaftler.

Bildquelle: colourbox.com
In der Studie wurden auch Lehrer befragt. Dabei kam heraus, dass rund jeder 20. Schüler eine Empfehlung fürs Gymnasium erhalte, auch wenn der Lehrer diese nicht wirklich für angemessen hält.
Dass Arbeiterkinder schlechtere Noten bekommen, weil sie weniger engagiert in der Schule sind, konnten die Forscher nicht nachweisen. Viel mehr achten Lehrer darauf, wie das soziale Umfeld ihrer Schüler ist. Ob es beispielsweise in den Familien der Kinder Bücher gibt.
Oft sprechen Lehrer bei Schülern mit sozial schwacher Herkunft keine Empfehlung für das Gymnasium aus, obwohl die Leistung der Kinder dafür reichen würde. Hinzu kommen Eltern, die ihre Kinder trotz Gymnasiumsempfehlung der Lehrer nicht auf das Gymnasium schicken.
Die Eltern, die nicht so viel Geld zur Verfügung haben, interessieren sich teilweise nicht für den Bildungsweg ihrer Kinder, sind sich bei der Wahl der Schule nicht sicher oder befürchten finanziellen Mehraufwand.
Soziale Herkunft spielt die Hauptrolle
Während die soziale Herkunft der entscheidende Faktor bei der Benotung sei, spiele ein Migrationshintergrund kaum eine Rolle. Schüler aus Einwandererfamilien würden bei gleicher Leistung auch gleich benotet, meinen die Studienleiter.
Individuelle Förderung sozial schwacher Kinder sei wichtig. Nur so könne verhindert werden, dass gute Schüler nur wegen ihrer sozialen Herkunft schon zu Beginn ihrer Bildungslaufbahn abgehängt würden, meinen Experten.
Deshalb fordern einige Bildungsforscher standardisierte (anonymisierte) Leistungstests. Dabei ist dem Lehrer nicht bekannt, welcher Schüler den Test gemacht hat.
Dabei fanden sie heraus, dass Kinder aus sozial schwachen Familien bei gleicher Leistung durchschnittlich schlechter bewertet werden als Kinder aus Akademikerfamilien. Das gilt sowohl in der Grundschule als auch im Gymnasium.
Bei der Empfehlung, auf welche Schule Schüler nach der Grundschule gehen sollen, wirkt sich die soziale Herkunft besonders gravierend aus, wie "Welt online" berichtet.
Der Bildungshintergrund macht laut der Studie 19,4 Prozent der Benotung aus. Die (eigentlich ausschließlich entscheidenden) kognitiven Grundfähigkeiten der Schüler 21 Prozent. 23,4 Prozent der Schüler hatten trotz gleicher Ergebnisse in standardisierten Leistungstests unterschiedliche Schulempfehlungen erhalten.
Auf Gymnasien sind momentan 19,2 Prozent Kinder aus Arbeiterfamilien. Wenn es nur nach Leistung gehen würde, müssten 31,7 Prozent Arbeiterkinder auf Gymnasien sein, meinen die Wissenschaftler.

Bildquelle: colourbox.com
In der Studie wurden auch Lehrer befragt. Dabei kam heraus, dass rund jeder 20. Schüler eine Empfehlung fürs Gymnasium erhalte, auch wenn der Lehrer diese nicht wirklich für angemessen hält.
Dass Arbeiterkinder schlechtere Noten bekommen, weil sie weniger engagiert in der Schule sind, konnten die Forscher nicht nachweisen. Viel mehr achten Lehrer darauf, wie das soziale Umfeld ihrer Schüler ist. Ob es beispielsweise in den Familien der Kinder Bücher gibt.
Oft sprechen Lehrer bei Schülern mit sozial schwacher Herkunft keine Empfehlung für das Gymnasium aus, obwohl die Leistung der Kinder dafür reichen würde. Hinzu kommen Eltern, die ihre Kinder trotz Gymnasiumsempfehlung der Lehrer nicht auf das Gymnasium schicken.
Die Eltern, die nicht so viel Geld zur Verfügung haben, interessieren sich teilweise nicht für den Bildungsweg ihrer Kinder, sind sich bei der Wahl der Schule nicht sicher oder befürchten finanziellen Mehraufwand.
Soziale Herkunft spielt die Hauptrolle
Während die soziale Herkunft der entscheidende Faktor bei der Benotung sei, spiele ein Migrationshintergrund kaum eine Rolle. Schüler aus Einwandererfamilien würden bei gleicher Leistung auch gleich benotet, meinen die Studienleiter.
Individuelle Förderung sozial schwacher Kinder sei wichtig. Nur so könne verhindert werden, dass gute Schüler nur wegen ihrer sozialen Herkunft schon zu Beginn ihrer Bildungslaufbahn abgehängt würden, meinen Experten.
Deshalb fordern einige Bildungsforscher standardisierte (anonymisierte) Leistungstests. Dabei ist dem Lehrer nicht bekannt, welcher Schüler den Test gemacht hat.
