Wenn man Schüler während ihrer Schulzeit danach fragt, was denn ihr Lieblingsfach in der Schule ist, so hört man oftmals die Antwort: Sport. Der Sportunterricht ist in der Tat sehr wichtig für die Schüler, denn er soll einen Ausgleich zu anderen Fächern, wie Mathematik, Deutsch oder den Fremdsprachen, schaffen. Die Kinder sollen im Sportunterricht nicht überstrapaziert werden, sondern sich spielerisch bewegen und so ihre sozialen Kompetenzen erweitern. Im Sportunterricht wird viel Wert auf Gemeinschaft gelegt, was auch für den Klassenverbund wichtig ist.

Viele Politiker sehen im Sportunterricht jedoch ein eher unnötiges Fach, da man ihrer Meinung nach nichts Relevantes für den Bildungsweg lernt. Doch das ist ganz und gar nicht der Fall. Die eben angesprochenen Sozialkompetenzen werden durch den gezielten Unterricht geschult und auch die Motorik und Koordination der Schüler werden trainiert. Gerade für die Entwicklung der Kinder ist das sehr wichtig. Ebenfalls wird der stetig wachsende Bewegungsmangel bei den Kindern bekämpft, sodass Schüler im Idealfall eine Affinität zum Sport entwickeln.

Der ehemalige Brandenburger Bildungsminister Steffen Reiche führte aus diesem Grund und um den Ehrgeiz der Schüler zu wecken, im Schuljahr 2000/2001 den Wettbewerb „Die sportlichste Schule Brandenburgs“ ein, der auch gleich Anklang bei den Schulen fand. Auch sein Nachfolger, Holger Rupprecht, legt viel Wert auf den sportlichen Ausgleich und führt diesen Wettbewerb deshalb fort. Schulen aus ganz Brandenburg können an diesem Wettstreit teilnehmen und mit Bewerbungsvideos auf sich aufmerksam machen. In diesem Jahr hatten die Schüler der Waldgrundschule Hohen Neuendorf die Nase gegenüber ihren Mitstreitern im Kampf um den Titel vorn. In einer offiziellen Mitteilung erklärte die Jury die Titelvergabe an die Waldgrundschule: „Im jährlich stattfindenden Wettbewerb des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport überzeugte die Grundschule die Jury unter anderem mit ihrem Engagement beim Wettbewerb `Jugend trainiert für Olympia‘ und mit ihrer breiten Palette von schulsportlichen Aktivitäten. Vorbildlich ist auch die Kooperation mit den Sportvereinen der Stadt.“

Doch die Schüler der Waldgrundschule Hohen Neuendorf überzeugten nicht nur mit den Vorträgen in ihrem Bewerbungsvideo. Die Schüler, die übrigens Landesmeister im Zweifelderball sind, stellten ihre Sportbegeisterung auch bei der Preisverleihung unter Beweis. Unter Anleitung ihres Sportlehrers zeigten die Zweit- und Drittklässler dem Publikum um Bildungsminister Rupprecht einen Tanz zum Pop-Hit „Pokerface“, der eigens für die Zeremonie einstudiert worden war. Auch andere Klassen wussten mit akrobatischen Sportvorführungen und diversen Tänzen zu begeistern. Ein großer Tag für die Kleinen der Waldgrundschule Hohen Neuendorf.