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Dass alle Sechs- bis 14-Jährigen in die Schule gehen sollen, ist in Indien neu. Anders als in Deutschland, wo es die Schulpflicht seit Ende des 18. Jahrhunderts gibt, wird sie in dem asiatischen Schwellenland gerade erst eingeführt. Doch zwischen dem Anspruch auf einen kostenlosen Schulbesuch und der Wirklichkeit ist ein großer Unterschied.

Die Gegensätze in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt sind groß. Auf der einen Seite bringt Indien jährlich weltweit die meisten hoch qualifizierten Ingenieure hervor. Anderseits gehen mindestens 59 Millionen Kinder nicht auf eine Schule – die Dunkelziffer dürfte wohl weit höher liegen.

Ebenso wie in Deutschland gibt es in Indien ein föderales Schulsystem. Das heißt, dass die einzelnen 28 Bundesstaaten (ähnlich den deutschen Bundesländern) für die Bildung der Kinder verantwortlich sind. Doch nicht alle Verantwortlichen setzen die Vorgaben um, wie "DRadio Wissen" berichtet.



Zudem sind die staatlichen Schulen oft schlecht. Die Lehrer kommen selten zum Unterricht, weil sie noch andere Jobs haben. Ihr Lehrergehalt reicht nicht zum Leben.

Zum Teil werden Klassen mit 300 Schülern von zwei Lehrern unterrichtet. Fremdsprachen wie Englisch spielen in den indischen Lehrplänen meist eine sehr untergeordnete Rolle. Oft wird nur eine der 22 anerkannten indischen Landessprachen gelehrt.

Deshalb schicken viele Eltern ihre Kinder nicht zur Schule. Sie lassen ihre Kinder lieber arbeiten, weil sie Schule als Zeitverschwendung ansehen.

Für den sozialen Aufstieg ist Bildung aber sehr wichtig. Doch gute Privatschulen, an denen die Schüler unter anderem auch gutes Englisch lernen, sind meist teuer. Diese Schulgebühren können sich viele Inder nicht leisten.
Die Landesregierung in Hessen plant Kürzungen bei der Lehrerausbildung. Ab Februar würden dann 75 von circa 740 Stellen wegfallen, ab August weitere 75. Ausbilder sollen zudem für die Betreuung der Referendare weniger Zeit bekommen und dafür sechs Stunden pro Woche selbst unterrichten.

Kritiker sehen dadurch die Gefahr, dass Hessen schlechtere neue Lehrer bekommt. Zu den Kritikern zählen Vertreter der Lehrerverbände und Personalräte sowie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Auch Politiker der Opposition fordern die Landesregierung auf, die geplanten Kürzungen zurückzunehmen, wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet.

Angehende Lehrer würden schlechter auf das Unterrichten vorbereitet. Konfliktbewältigung und Unterrichtsgestaltung lerne man nicht im Studium, sondern im Referendariat. Wenn Referendare in ihrer praktischen Ausbildung nicht mehr ausreichend unterstützt würden, führe das dazu, dass sie keinen guten Unterricht machen und schlechte Noten verteilen würden.

"Rechentricks"?

Hessen brauche bessere Bedingungen in der Lehrerausbildung und nicht schlechtere, sagte der GEW-Vorsitzende Jochen Nagel. Die Sparvorhaben der Regierung seien deshalb das falsche Signal.

Außerdem werfen die Kritiker den Mitarbeitern des Kultusministeriums vor, durch "Rechentricks" falsche Tatsachen vorzutäuschen. Die Zahl der Lehrer würde nur rechnerisch um 150 Stellen steigen. Doch die Ausbilder, die demnächst mehr unterrichten sollen, würden aufgrund von Zeitüberschneidungen nicht alle vorgesehenen Unterrichtsstunden leisten können.



Weitere 300 Stellen würden zudem nur statistisch geschaffen. Doch in Wirklichkeit kämen kein neuer Lehrer und keine zusätzliche Unterrichtsstunde an die hessischen Schulen, meinen die Kritiker.

Ein Sprecher des zuständigen Ministeriums wies die Vorwürfe zurück. Die Ausbildung würde praxisorientierter und qualitativ sogar besser werden. Außerdem verwies er darauf, dass die Referendarzeit nur noch 21 Monate statt einst 24 Monate beträgt. Das würde den Ausbildungsaufwand um ein Achtel reduzieren.
Sind die Eltern arm, bekommen die Kinder selten gute Noten. Das ist das Fazit einer aktuellen Studie im Auftrag der Vodafone Stiftung. Forscher aus drei Universitäten werteten dafür Bildungsstudien aus Deutschland und der Schweiz aus.

Dabei fanden sie heraus, dass Kinder aus sozial schwachen Familien bei gleicher Leistung durchschnittlich schlechter bewertet werden als Kinder aus Akademikerfamilien. Das gilt sowohl in der Grundschule als auch im Gymnasium.

Bei der Empfehlung, auf welche Schule Schüler nach der Grundschule gehen sollen, wirkt sich die soziale Herkunft besonders gravierend aus, wie "Welt online" berichtet.

Der Bildungshintergrund macht laut der Studie 19,4 Prozent der Benotung aus. Die (eigentlich ausschließlich entscheidenden) kognitiven Grundfähigkeiten der Schüler 21 Prozent. 23,4 Prozent der Schüler hatten trotz gleicher Ergebnisse in standardisierten Leistungstests unterschiedliche Schulempfehlungen erhalten.

Auf Gymnasien sind momentan 19,2 Prozent Kinder aus Arbeiterfamilien. Wenn es nur nach Leistung gehen würde, müssten 31,7 Prozent Arbeiterkinder auf Gymnasien sein, meinen die Wissenschaftler.


Bildquelle: colourbox.com

In der Studie wurden auch Lehrer befragt. Dabei kam heraus, dass rund jeder 20. Schüler eine Empfehlung fürs Gymnasium erhalte, auch wenn der Lehrer diese nicht wirklich für angemessen hält.

Dass Arbeiterkinder schlechtere Noten bekommen, weil sie weniger engagiert in der Schule sind, konnten die Forscher nicht nachweisen. Viel mehr achten Lehrer darauf, wie das soziale Umfeld ihrer Schüler ist. Ob es beispielsweise in den Familien der Kinder Bücher gibt.

Oft sprechen Lehrer bei Schülern mit sozial schwacher Herkunft keine Empfehlung für das Gymnasium aus, obwohl die Leistung der Kinder dafür reichen würde. Hinzu kommen Eltern, die ihre Kinder trotz Gymnasiumsempfehlung der Lehrer nicht auf das Gymnasium schicken.

Die Eltern, die nicht so viel Geld zur Verfügung haben, interessieren sich teilweise nicht für den Bildungsweg ihrer Kinder, sind sich bei der Wahl der Schule nicht sicher oder befürchten finanziellen Mehraufwand.

Soziale Herkunft spielt die Hauptrolle

Während die soziale Herkunft der entscheidende Faktor bei der Benotung sei, spiele ein Migrationshintergrund kaum eine Rolle. Schüler aus Einwandererfamilien würden bei gleicher Leistung auch gleich benotet, meinen die Studienleiter.

Individuelle Förderung sozial schwacher Kinder sei wichtig. Nur so könne verhindert werden, dass gute Schüler nur wegen ihrer sozialen Herkunft schon zu Beginn ihrer Bildungslaufbahn abgehängt würden, meinen Experten.

Deshalb fordern einige Bildungsforscher standardisierte (anonymisierte) Leistungstests. Dabei ist dem Lehrer nicht bekannt, welcher Schüler den Test gemacht hat.
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Jungen und Mädchen in Deutschland getrennt voneinander unterrichtet. Im Gebiet der ehemaligen DDR lernten sie seit 1945 gemeinsam. In der BRD wurde der gemeinsame Unterricht erst Ende der 1960er Jahre flächendeckend eingeführt. Doch ob gemeinsames Lernen besser oder schlechter ist, ist bis heute nicht geklärt.

Denn eindeutige wissenschaftliche Ergebnisse fehlen. In den 1970er und 1980er Jahren kritisierten einige Frauen, dass Mädchen durch den Lehrplan diskriminiert würden. In den 1990er Jahren wurden die Jungen zum "benachteiligten Geschlecht". Viele Schüler hatten schlechtere Noten als Schülerinnen.

Heute wird häufig versucht, Mädchen und Jungen gleichberechtigt miteinander lernen zu lassen. Dabei soll das angelegte Verhaltenspotenzial beider Geschlechter unterstützt und entwickelt werden. Lehrer sollen Geschlechterhierarchien gezielt abbauen, wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet.

In manchen deutschen Schulen werden Jungen und Mädchen in einigen Fächern in bestimmten Klassenstufen getrennt unterrichtet. Manchmal wechseln sich dabei auch der gemeinschaftliche und getrennte Unterricht in bestimmten Fächern ab.



Besonders oft werden Naturwissenschaften nach Jungen- und Mädchengruppen getrennt unterrichtet. Jungen und Mädchen lernten gerade in der Pubertät unterschiedlich und bräuchten aufgrund ihrer unterschiedlichen Entwicklung eine geschlechtsspezifische Förderung, meinen Befürworter.

In dem getrennten Naturwissenschaftsunterricht würden sich beispielsweise Mädchen aktiver und motivierter am Unterricht beteiligen. Beim gemeinsamen Unterricht würden häufig die Jungen den Ton angeben.

Doch die Klassentrennung kann auch negative Folgen haben. So würden Mädchen stereotypisches Rollenverhalten zeigen und Jungen sich in einer reinen Jungengruppe aggressiver verhalten. Wissenschaftler stehen bei Studien oft vor dem Problem der Vergleichbarkeit. Schulischer Erfolg lässt sich zudem nicht an einem bestimmten Kriterium belegen.

Außerdem gibt es auch innerhalb der Geschlechter Unterschiede. Nicht jeder Junge interessiert sich beispielsweise für Fußball und nicht alle Mädchen lieben Pony-Geschichten. Doch solche Rollenmuster würden in getrennten Klassen verstärkt, meinen die Kritiker.

Jedes Kind solle lieber individuell gefördert werden. Eine generelle Geschlechtertrennung sei schlecht, eine teilweise manchmal hilfreich. Eine Mischung aus gemeinsamen und getrennten Unterricht scheint die beste Form zu sein. Doch um das wissenschaftlich zu beweisen, bedarf es weiterer Forschung.
Gerade eben noch die Schulbank gedrückt und schon im nächsten Moment den Chefsessel erobert. Warum nicht.

Der Deutsche Gründerpreis für Schüler macht es möglich. Schüler können zeigen, was sie drauf haben und die Business-Welt erobern. Denn Schüler wollen ganz gern mal ihr eigener Chef sein und beweisen, dass sie gute Ideen haben, die für Geschäfte großes Potenzial aufweisen. Gerade wenn die Schüler ein wirtschaftliches Profil anstreben oder an Themen rund um BWL und VWL interessiert sind, ist die praktische Erfahrung, die der Deutsche Gründerpreis bietet, als Chance zu verstehen. Denn in der Schule wird oft nur die Theorie vermittelt.

Arbeiten im Team

Mit einem Planspiel können Schüler ihr theoretisch angeeignetes Wissen endlich einmal praktisch umsetzen. Um Teil eines Planspiels zu werden, braucht der einzelne Schüler aber erst einmal ein Team. Teamwork soll groß geschrieben werden und ein Team aus drei bis sechs Mitgliedern bestehen. Alle Mitglieder müssen aber mindestens 16 Jahre alt sein und von derselben Schule stammen.

In der ersten Aufgabe muss das Schüler-Team in vier Monaten einen Businessplan erstellen, der die Grundlade eines jeden Unternehmens ist. Dann erhält das Schüler-Unternehmen innerhalb einer bestimmten Zeit nach und nach neun Aufgaben, die in einem Zeitfenster bearbeitet werden müssen. Keine Zeit für Langeweile also.

Anmeldung bis Mitte Februar

Werden die Aufgaben fristgerecht und vollständig erledigt, bekommt das Schüler-Team von der Jury ein Teilnehmer-Zertifikat und erhält zugleich einen Überblick über die Chancen und Stärken ihrer eigenen Geschäftsidee.

Um beim Deutschen Gründerpreis mitzumachen, muss sich jedes Team im Internet bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 13. Februar 2012. Weitere Informationen zum Projekt sind der Homepage zu entnehmen. Mit dem Deutschen Gründerpreis hat man als Schüler die Chance zum Chef aufzusteigen oder zumindest doch einmal Unternehmensluft zu schnuppern und zu zeigen, dass eine Unternehmerseele in einem steckt.
Das Online-Netzwerk SchülerVZ baut schon seit mehreren Monaten um. Mit seinem Relaunch will es die Schüler wieder zu sich ziehen, die in den Weiten des Facebook-Imperiums verschwunden sind. Mit einer neuen Funktion für eben diesen Zweck handelte sich das Netzwerk allerdings großen Ärger ein. Im "VZ-Pausenhof" konnte man seine Mitschüler nämlich einteilen in "Top" oder "Flop".

Kritiker sahen darin eine Aufforderung zum Cyber-Mobbing und der Ansturm auf SchülerVZ begann. Die Buttons, mit denen die Schüler sich gegenseitig bewerten können, ähneln dem "Like"-Button auf Facebook. Nur, dass man eben auch "disliken" kann. Daumen runter für andere Schüler? In Blogs wurde die neue Funktion scharf kritisiert und Eltern wollten ihre Kinder nicht mehr in SchülerVZ wissen.

Mobbing oder harmloses Spiel?

Die Betreiber des Schüler-Netzes schmetterten die Kritik zuerst allerdings ab. Die Anwendung sei nämlich so aufgebaut, dass nur Mitglieder bewertet werden können, die selbst Mitglied im "VZ-Pausenhof" sind. Wer das nicht möchte, muss ja nicht. Außerdem gäbe es eine Ignorier-Funktion, mit der man dann seine potenziellen "Schulhof-Feinde" einfach ignorieren könne.

Tobias Scheiba, der Marketing-Chef der VZ Netzwerke, erklärt in der Süddeutschen Zeitung, dass man sich am "Hot or not"-Spiel orientiert habe. Die Zahl der negativen Bewertungen, also der "Flops", werde nirgends angezeigt und man kann sie auch nicht über Umwege herausfinden.

Button nach nur zwei Wochen entfernt

Dennoch wurde der angeblich ungefährliche Button nach nur zwei Wochen wieder entfernt. Einen Imageschaden hat das VZ-Netzwerk dadurch aber behalten. Viele Eltern werden ihre Kinder wohl nicht mehr auf die Plattform lassen, die sich für viele fast zu einer offiziellen Mobbingplattform degradiert hat.

Ob die Vorwürfe gegenüber den Betreibern der Plattform oder der Plattform selbst gerechtfertigt sind, muss jeder selbst wissen. Einen Flop-Button wird es im Netz aber so schnell wahrscheinlich auf keiner Plattform mehr geben.
Im PISA-Ranking sind die Schüler aus Südkorea regelmäßig ganz weit oben. Doch die fleißigsten Schüler der Welt sind auch die unglücklichsten.

In ihrem letzten Schuljahr lernen sie bis zu 16 Stunden am Tag. Auch am Wochenende büffeln sie bis tief in die Nacht, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Das südkoreanische Bildungssystem verlangt besonders Abiturienten außergewöhnlich viel ab.

Dafür werden am Tag der Abiturprüfung aber auch einige Regeln für die Schüler eingeführt beziehungsweise außer Kraft gesetzt. Beispielsweise dürfen Schüler, die befürchten, zu spät zur Abschlussprüfung zu kommen, eine Polizeistreife rufen. Die fährt sie dann mit Blaulicht in die Schule.

Außerdem dürfen Berufstätige am Tag des nationalen Abiturs eine Stunde später zur Arbeit gehen – damit sie die Straßen für die Abiturienten nicht blockieren. Zu bestimmten Prüfungszeiten dürfen Flugzeuge in Südkorea nicht starten – um die Abiturienten nicht zu stören.

Das zentrale Abitur besteht vor allem aus Multiple-Choice-Fragen, die sich eine Kommission in wochenlanger geheimer Arbeit ausgedacht hat. Mehrere Abi-Prüfungen finden an einem Tag hintereinander statt.


Bildquelle: Getty Images

Für diesen ganz besonderen Tag in ihrem Leben müssen die Schüler monatelang hart arbeiten. Ein typischer Tag für südkoreanische Schüler sieht dann wie folgt aus: Unterricht von Montag bis Samstag von acht Uhr früh bis vier Uhr nachmittags. Danach drei Stunden lernen im Lesesaal. Dann eine Stunde Abendessen. Und dann noch einmal bis zwei Uhr nachts in den Lesesaal. Urlaub und Wochenende sind die totale Ausnahme.

Viele Schüler gehen zusätzlich an private Institute, wo ihnen Nachhilfelehrer den Schulstoff immer wieder einbläuen. Denn fast jeder braucht ein Super-Abi, um an guten Universitäten studieren zu dürfen.

Und 95 Prozent der südkoreanischen Schüler wollen das. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat vor einigen Jahren ermittelt, dass der sonstige OECD-Schnitt bei circa 50 Prozent liegt.

Die Studiengebühren in Südkorea kosten bis zu 6000 Euro pro Semester. Der Mindestlohn liegt bei knapp drei Euro. Doch die Eltern investieren in die Bildung ihrer Kinder. Zudem beten sie am Prüfungstag in den vielen buddhistischen Tempeln für ein perfektes Abitur ihrer Sprösslinge. Denn ihre Kinder sollen den wirtschaftlichen Fortschritt ihres Landes weiter vorantreiben.

In Südkorea herrscht unter Schülern und Studenten eine starke Hierarchie. Ältere haben das Sagen und die Jüngeren gehorchen. Kreatives und kritisches Denken wird meist gehemmt. Reines Auswendiglernen und Gruppenunterordnung werden hingegen gefördert. Es gibt sogar noch die Prügelstrafe an den Schulen. Viele Schüler und Studenten sind unglücklich, manche nehmen sich sogar das Leben.

Zwischen Abitur und Uni ein Jahr zur Selbstfindung einzulegen, ist in Südkorea kaum denkbar. Denn dann verliert man den Anschluss zu den anderen Bewerbern. Nach dem Uni-Abschluss geht der Konkurrenz-Kampf weiter. Die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch. Gute Jobs sind schwer zu bekommen.
Nicht immer kommen neue Lehrmethoden gut bei Schülern und ihren Eltern an. In einer katholischen Privatschule in Frankreich eskalierte schließlich die Situation und die Eltern griffen zu einer ungewöhnlichen Maßnahme.

Durch einen neuen Junglehrer an der katholischen Privatschule Notre-Dame de Caderot herrschten chaotische Zustände im Unterricht: Weinende Kinder, totaler Lärm und Kinder, die plötzlich Angst davor hatten, in die Schule zu gehen. Der neue Lehrer schaffte es scheinbar nicht, die Klassen zu disziplinieren.

Weil sie die Situation ändern wollten, griffen fünfzehn Eltern zur Selbstjustiz: Letzten Dienstag nahmen sie kurzerhand zwei Lehrerinnen und eine der Schulleiterinnen gefangen und hielten sie als Geiseln fest. Die Forderung war eindeutig: Der neue Lehrer muss weg!

Schulrektorat entlässt Lehrer

Eine Nacht und einen halben Tag hielten die erbosten Eltern die Lehrerinnen, die Schulleitung und noch zwei andere Angestellte fest, bevor sie die Gefangenen freiließen. Das Rektorat hatte nämlich schriftlich zugesichert, dass der umstrittene Lehrer entlassen werde. Damit war die Geiselnahme erfolgreich und es bestand kein Grund mehr, sie weiter fortzusetzen.

Zwar fiel die Geiselnahme human aus, mit Essen und einem halbwegs bequemen Schlaflager, aber Geisel bleibt Geisel. Die Schule in Marseille blieb den Mittwoch über geschlossen und als besetzt gekennzeichnet. Am Donnerstag wurde allerdings schon ein Vertretungslehrer eingesetzt.

Der Erziehungsminister Luc Chatel gab an, dass der Fall des Lehrers geprüft werden würde. Dennoch müsse es andere Wege und Mittel geben. Lehrer und Schulleitung als Geisel zu halten, sie nicht besonders vorbildhaft, auch wenn es in diesem Fall funktioniert hatte.
Besser lernen durch 3D-Elemente, oder nur wieder ein neuer Technik-Hype? Visuelles soll im Unterricht ja generell groß geschrieben werden, weil sich der Mensch einfach sehr stark am Optischen orientiert - heute mehr als früher. Aber bringt 3D außerhalb des Kinos wirklich viel?

Für die Studie von texas instruments wurden insgesamt 740 Schüler zwischen 10 und 13 Jahren aus 15 Schulen Europas einem 3D-Unterricht ausgesetzt - und zwar für ein halbes Jahr. Während eine Klasse normalen Unterricht mit 2D-Methoden erhielt, bekam eine andere futuristischen Unterricht mit dreidimensionalen Unterrichtstechniken. Der Lehrinhalt blieb dabei der Gleiche. Das Ergebnis: Die Lernerfolge der "3D-Schüler" waren höher.

Nicht der Lehrinhalt wird spannender, sondern die Darbietung

Dass man den Zuhörern mehr Interesse entlocken kann, wenn man ein trockenes Thema zum Beispiel mit etwas fürs Auge aufpeppt, ist klar. Aber kann man das Ergebnis der Studie wirklich ernst nehmen? Immerhin wurde die Studie von einem Unternehmen durchgeführt, das die entsprechende Technik herstellt. Ein schlechtes Ergebnis wäre so wahrscheinlich gar nicht denkbar gewesen.

Sinnvoll für den Unterricht und die Schüler könnte 3D im Klassenzimmer dennoch sein, und die Idee wird wahrscheinlich auch in den Köpfen bleiben. Es ist ja auch nichts Schlechtes daran zu erkennen, die Technik, die für die Bildung förderlich sein könnte, weiter auszubauen.

Kommt Zeit, kommt 3D

Ob die Lernerfolge durch 3D-Methoden im Unterricht aber wirklich besser werden, bleibt fraglich. Zumindest diese Studie kann das nicht wirklich beweisen. In einigen Fächern wird es mit der Zeit sicher sinnvoll sein, immer modernere Technik einzusetzen, dazu gehört eben auch das Dreidimensionale.

Im Moment sieht es aber eher noch nicht danach aus, als würde man in Klassenräumen bald alles in 3D sehen, nicht nur den Klassenlehrer und die Mitschüler. Denn eine flächendeckende Ausstattung von Schulen wäre im Moment einfach schlichtweg zu teuer. Da lieber erstmal viele Schulen mit dem Normalstandart ausstatten, als nach den 3D-Sternen zu greifen.
Gesunde Ernährung kann man lernen. Das meinen zumindest die Wissenschaftler der Uniklinik Heidelberg. Sie starteten ein Präventivprogramm mit teilweise übergewichtigen Grundschülern.

444 Erst- und Zweitklässler aus neun Grundschulen im Rhein-Neckar-Kreis nahmen an der Studie teil. Zu Beginn erfassten die Kinderärzte des Universitätsklinikums Heidelberg Größe, Blutdruck, Gewicht sowie den Taillen- und Hüftumfang der Kinder.

Danach teilten sie die Schüler in zwei Gruppen ein. 249 Kinder durchliefen das Präventionsprogramm. Das heißt: Diese Schüler hatten das Unterrichtsfach "Gesundheit". 195 Schüler hatten es nicht, wie die "Ärzte Zeitung" berichtet.

Nach einem Jahr wurden die Schüler erneut untersucht, ebenso nach zwei Jahren. Um fünf Prozent sank der Anteil der übergewichtigen Kinder, wenn sie das Unterrichtsfach "Gesundheit" besucht hatten. Genauer gesagt: Der Anteil der übergewichtigen Kinder sank von 18 auf 13 Prozent in der Gruppe mit Zusatzwissen über gesunde Ernährung.


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In der anderen Gruppe stieg hingegen die Anzahl der übergewichtigen Kinder im Untersuchungszeitraum an. Damit wurde erstmals wissenschaftlich nachgewiesen, dass das Risiko bei Grundschülern, Übergewicht zu entwickeln, anhaltend gesenkt werden kann, wenn man die Kinder in gesunder Ernährung unterrichtet.

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass zwischen Bildungsgrad und Ernährungsverhalten ein Zusammenhang besteht. Demnach waren 70 Prozent der Hauptschüler übergewichtig. Bei den Abiturienten war es nur die Hälfte, wie "Focus Schule online" berichtete.

80 Prozent der Deutschen wollen, dass "Gesundheit" auf dem Stundenplan steht. Das ergab eine repräsentative Online-Umfrage von "Johnson & Johnson Consumer Health Care Germany", wie die "Ärzte Zeitung" bereits 2010 berichtete. Sogar 93 Prozent der Befragten erachten einen gesunden Lebensstil insbesondere für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen als entscheidend.

Es wäre bestimmt sehr gut, wenn das Unterrichtsfach "Gesundheit" in ganz Deutschland verpflichtend eingeführt werden würde.

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