Städt. Montessori-Grundschule - Primarstufe

Am Pistorhof 11
50827 Köln
Grundschule
Öffentliche Schule
Schüler: ca. 370

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Teilleistungsstörungen können nicht gehandelt werden
von Diavola (Eltern), 30. Nov 15:45
Ich meldete meine Tochter an der Monte am Pistorhof (ehemals Rochusstraße) an und das 1. Schuljahr verlief ok. Probleme gab es ab der 2. Klasse. Die junge engagierte Lehrerin stellte fest, dass mein Kind undefinierbare Probleme hat und ein spezieller Förderbedarf von nöten wäre. Ein sog. AOSF-Verfahren wurde eingeleitet. Zeitgleich ließ ich meine Tochter auf Teilleistungsstörungen testen: Dyskalkulie und leichte LRS waren das Ergebnis, IQ jenseits der 100 (völlig normal also). Der Kinderpsychologe empfahl mir eine Dyskalkulie-Therapie und verwies auf eine Therapeutin. Daraufhin begann das Drama erst richtig, denn die Lehrerin wollte einfach einen "Problemfall" loswerden und meine Tochter unbedingt an eine Förderschule abspielen. Meine Einwände, dass Therapeut, Kinderpsychologe und auch das Jugendamt, dass die Dyskalkulie-Therapie bewilligte, der Meinung wären, dass meine Tochter ganz normal an der Schule weiterteilnehmen könnte, wurden ignoriert (ich solle mich nicht so anstellen...).
Mein Kind wurde nachmittags von einer Tagesmutter betreut, die selber schon eines ihrer Kinder von dieser Schule abgemeldet hatte, da sie Probleme mit dieser Schule/Lehrerin hatte. Das war der Lehrerin meiner Tochter sowieso schon ein Dorn im Auge.
Als die Schule dann die sog. OGTS für den Nachmittag einrichtete, schilderte diese Lehrerin die "tollen" Vorteile der OGTS beim Jugendamt und ich fühlte mich unter Druck gesetzt, sodass ich mein Kind bei der OGTS anmeldete.
Die Gruppenstärke bei den Hausaufgaben liegt zwischen 20-28 Kindern - ein Horror für Kinder mit Teilleistungsstörungen.
Die Materialien, die von der Dyskalkulietherapeutin zur Verfügung gestellt wurden (speziell für meine Tochter/LRS), kamen im Förderunterricht Deutsch nie zum Einsatz. Kommentar der Lehrerin: immer diese Individualisierung...
Meine Tochter wurde ohne Absprache einfach in den Förderunterricht Mathe/Deutsch eingeteilt. Der Unterricht bestand darin, dass die Hausaufgaben gemacht wurden. Von Förderung keine Spur.
Teilleistungsstörungen gehen grundsätzlich mit sozialen Problemen einher, meine Tochter wird seit Jahren von ihren Mitschülern gemobbt. Auch die OGTS-Gruppenleiter geraten da an ihre Grenzen und wissen nicht mehr weiter.
Mein Verweis, dass sie jederzeit bei der Therapeutin meiner Tochter anrufen und um Rat fragen könnten, wurde bis heute nicht angenommen.
Das Jugendamt riet mir dazu, die Schulaufsichtsbehörde einzuschalten und einen Klassenwechsel anzustreben.
Aus Berichten mit anderen Eltern, die ebenfalls Kinder mit Teilleistungsstörungen haben, weiß ich jedoch, dass ein Klassenwechsel nicht immer erfolgreich ist. Ein Kind wechselte bereits dreimal innerhalb dieser Schule die Klasse.
Einer Klassenlehrerin werden die ganzen "Problemfälle" abgespielt - Pech für die "normalen" Kinder, wenn sie in diese Klasse eingeschult werden.
Teilleistungsstörungen können auch erst frühestens in der zweiten Klasse festgestellt werden. Allerdings wird Lehrern im Studium wohl nichts zu Teilleistungsstörungen vermittelt. So wußte auch unsere relativ junge (Anfang 30) Lehrerin überhaupt nichts darüber.
Unsere Klassenlehrerin empfinde ich schon als sehr engagiert. So berichtet sie z. B. von ihren fachlichen Fortbildungen (z. B. Musik), pädagogisch scheint sie es jedoch nicht für nötig zu befinden, sich zu hinterfragen.

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