Offene Gewalt an Schulen und Ignoranz der Lehrkräfte

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Eltern graben das Kriegsbeil aus!
von Anonymus (Ehemalige), 24. Jun 09:28
Es ist wirklich erstaunlich in welcher Rechtschreib- und Formulierungsqualität Forenbeiträge veröffentlicht werden.
Hoffentlich entspricht die Leistungsfähigkeit der Beitragsschreiber nicht den Fähigkeiten ihrer Sprösslinge!
Für seine Kinder sollte man als Elternteil die volle Verantwortung übernehmen und diese nicht, wie so häufig an die Lehrerschaft abschieben als beginne die elterliche Verantwortung erst dann, wenn die Kinder nach der Schule wieder zu Hause sind.

Das Benehmen der Kinder in der Schule ist ein Spiegel der erzieherischen Fähigkeiten ihrer Eltern!

Eltern die an ihren Arbeitsstätten ungerechtfertigt unter unangemessenem Leistungsdruck leiden müssen, suchen sich die Lehrerschaft ihrer Kinder als Überdruckventil. Kein Aufwand ist zu hoch und keine Mühen werden gescheut um hier nun die Macht zu demonstrieren, die diesen "schwachen" Menschen am Arbeitsplatz versagt bleibt. Aber schauen Sie sie sich doch einmal auf einem Elternabend um. Dort finden sie immer die gleichen Eltern (eine Hand voll), nämlich die, für die Kindeserziehung aus Eigenverantwortung und Selbstkritik besteht! Deren Kinder sind in aller Regel nicht in ihrem Sozialverhalten eingeschränkt.
Zu meiner Schulzeit haben Eltern für ihre eigenen erzieherischen Fehlleistungen keine Anwaltskanzleien damit beauftragt, Lehrer juristisch zur Rechenschaft zu ziehen. Meine Eltern waren instinktiv dankbar für die erzieherische Unterstützung durch die Lehrer. Denn auch meine Eltern waren Schüler und konnten sich noch bewußt machen von wem Störungen und soziales Fehlverhalten ausgingen, nämlich von den Schülern. Ihre Kinder werden anstatt Erziehung nur die Gewissheit mitnehmen, das Lehrer juristisch belangt werden können. Also werden Grenzen überschritten anstatt diese einzuhalten!
Lehrer machen professionell ihren Job!!! Die Zeit ihre Kinder zu schikanieren bleibt wirklich nicht, machen sie sich nichts vor. Nicht alles dreht sich um ihr Kind. Noch nicht einmal ihnen geht es um ihr Kind, wenn sie juristisch vorgehen. Sie wollen Macht demonstrieren und behindern dadurch die wirklich wichtige Erziehung ihres Kindes statt diese zu fördern.
Ich kann hier nur die Anregung geben, Lehrer als Teil einer notwendigen Erziehung für ihre Kinder anzusehen. Bekämpfen sie diese nicht, sondern unterstützen sie deren Entscheidungen und Maßnahmen. Hören sie auf Pädagogen eines besseren belehren zu wollen. Es sind Profis, die Jahre studiert haben um es besser als sie zu können! Ihr Kind hat garantiert etwas verbrochen wenn es von Lehrern eingebremst wird.
Hören sie auf nach anderen Verantwortlichen zu suchen.
Sehen sie in den Spiegel bevor sie auf Lehrer losgehen oder Anwälte einschalten.

Mischen sie sich nicht in Erziehung ein, wenn sie nicht die Verantwortung dafür tragen wollen. Oder aber tragen sie die Verantwortung und erziehen sie verantwortungsvoll!
Die Generation die jetzt aufwächst ist nicht belastbar und damit zum scheitern verurteilt wenn sie weiterhin den einfachen Weg wählen. Selbstkritik fängt bei ihnen an, nicht bei anderen.
Falsche Prioritäten
von Hilde (Eltern), 19. Feb 21:04
[QUOTE]Wahrscheinlich gibt es auch nicht mehr die klassische Klassen,,gemeinschaft", in der die Kinder zusammenstehen für ein Ziel, weil auch sie nur noch dem Erfolg nachjagen, den ihre Umgebung von ihnen erwartet. Und sie wägen ab, ob der Einsatz sich lohnt oder eher schadet -- wie ihre Eltern.[/QUOTE]

Das finde ich bene genauso die falsche Einstellung wie das Kopfeinziehen oder das Draufhauen. Jeder für sich oder sein Kind und gegen den Rest der Welt. Ich habe auch schon erlebt, wie auf Elternabenden von Eltern andere Kinder bewusst schlecht gemacht wurden, nur um von den Verfehlungen des eigenen Kindes abzulenken. Oder ganz engagierte junge Referendarinnen übelst verleumdet wurden um die schlechten Noten des eigenen Kindes durch Druck zu ändern. Wie im internet Kinder gemobbt und verspottet wurden und daran waren Eltern (!) beteiligt! Und so weiter. Die Skrupellsoigkeit liegt auf beiden Seiten der Schultische verteilt und von beiden Seiten ist es destruktiv.
Genau wie in der Schule andere Arbeitsbedingungen herrschen sollten, für die Kinder aber auch für die Lehrer (!), als man sie derzeit vorfindet, genau so müssen viele Elternhäuser wieder zur Wertevermittlung und zum Reden statt zu (ver-)Klagen zurückfinden. Zur Not auch mal zurück zum Klartextereden mit den eigenen Kindern. Das geht auch irgendwie den Bach runter, habichso das Gefühl. Emgs ist jedenfalls kein gutes Beispiel für Dialog. Ich kenne kein Elternforum in dem der Ton derart aufgeheizt und polemisch und hasserfüllt ist. Da guck ich bestimmt nicht wieder rein.

Sind Mütter Löwinnen?
von schulfairsuch (Eltern), 19. Feb 12:58
@Hilde (Eltern)
Ja, Du hast ganz Recht, mit Hass und Kampf erreichen wir Eltern nichts; meiner Erfahrung nach aber auch nicht mit Gesprächen. Wir hatten mit LehrerInnen und SchulleiterInnen unserer Kinder so viele Gespräche im Guten, die ins Nichts geführt haben. Und die von unserer Seite immer freundlich aber bestimmt. Dabei ist uns so viel Ignoranz und Arroganz von Seiten der Schulen begegnet, dass wir eigentlich mehr oder weniger resigniert haben. Und dabei ging es nie, nie um die Leistungen unserer Kinder, sondern immer um soziale Belange, sei es Gewalt, sei es Mobbing einer Lehrerin oder Ungereichtigkeiten der Klasse gegenüber. Da hätten sich auch alle anderen Eltern einsetzen können, haben sie aber nicht, weil den meisten nur das Fortkommen ihrer Kinder wichtig ist und nicht, dass sie Zivilcourrage durch das Vorbild ihrer Eltern (und LehrerInnen) lernen. Deshalb wehren sich die Kinder ja auch nicht selber in den Klassen, weil sie sich ducken müssen, damit die Noten stimmen. Manchmal greife ich mir an den Kopf, was 8Klässlerinnen sich gefallen lassen (z.B. zum Abprüfen vor der Klasse auf den Stuhl stellen ...). Wahrscheinlich gibt es auch nicht mehr die klassische Klassen,,gemeinschaft", in der die Kinder zusammenstehen für ein Ziel, weil auch sie nur noch dem Erfolg nachjagen, den ihre Umgebung von ihnen erwartet. Und sie wägen ab, ob der Einsatz sich lohnt oder eher schadet -- wie ihre Eltern.
Auf emgs findet mensch Dinge, die so krass sind, dass sie fast nicht sein können. Das kann ich auch nicht jeden Tag lesen, weil manches so ungeheuerlich zu sein scheint. Aber da kommt dann auch der Löwinnencharakter der Eltern (oft Mütter) zum Vorschein, die ihr Kind um alles in der Welt verteidigen wollen.
Wir sollten unser Kinder doch zu widerstandsfähigen und selbstbewußten Menschen erziehen, die fähig sind zu Empathie und Zivilcourrage.
Wir arbeiten noch dran!
bedenkliche Quelle
von Hilde (Eltern), 18. Feb 18:39
Ich habe mich in dieses hier so oft verlinkte emgs Forum jetzt einmal eingelesen und muss sagen, dass mir graust. Das ist ja nun eine Ansammlung von vor Hass schäumenden Kampfeltern. Zu diesen zähle ich mich nicht und glaube auch nicht, dass das für meine Kinder gut gewesen wäre. Da wird genau die Spaltung betrieben, die ich so problematisch finde.
Ich habe bisher über freundlichen Dialog immer etwas erreicht und dem Gegenüber immer den Respekt gezeigt, den ich gern für meine Kinder hätte. Hat immer geholfen. Es kommt auch darauf an, wie man den Menschen gegenüber tritt. Wer gleich loskrakeelt, bekommt das entsprechende Echo. So ist es in unseren Berufen jenseits von Schule ja auch.
Ich finde diese Haltung bedenklich und traurig, diese Grabenkämpfe Eltern gegen Lehrer gehen zu Lasten unserer Kinder, denen wir damit auch eine komplett falsche Haltung anerziehen (erst der Anwalt, dann der Dialog). Das ist sowieso etwas, was auch außerhalb von Schule immer mehr Mode wird. Eine ganz widerliche Entwicklung.
Gewalt unter Schülern
von Isabell (Eltern), 15. Feb 13:58
Sammel gerade die selben Erfahrungen,,mein Kind(3 Klasse)wird seid längerer Zeit von einem Mitschüler geschlagen,ein Gespräch mit den Eltern und Lehrern fand auch schon statt,aber leider ohne Erfolg.
Fühle mich ziemlich hilflos.
Pflichten von Lehrkräften
von astra150 (Eltern), 17. Nov 14:40
Hallo Ilupeju, ein Schulleiter kann auch wegen Strafvereitlung im Amt angezeigt werden.
Ansonsten lest doch mal diesen Link:
http://www.emgs.de/downloads/olgzw.pdf

und hier für NRW:
http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Erziehung/Gewalt_Medien/Gewaltpraevention/index.html
4. Rechtlicher Rahmen
Das neue Schulgesetz stärkt in verschiedener Hinsicht die Gewaltpräventionsarbeit in den Schulen. So sind die Schulen in § 42 (6) aufgefordert, jedem Verdacht auf Kindesmisshandlung und Vernachlässigung nachzugehen. Hierzu gehört nicht nur die Misshandlung durch Erwachsene, sondern auch durch andere (meist ältere) Schülerinnen und Schüler oder andere Jugendliche. Hier besteht eine Verpflichtung für Lehrkräfte, auf Abhilfe zu dringen.
oder hier für Hessen:
http://lernarchiv.bildung.hessen.de/erziehung/schulleben/konflikt/edu_1718.html
Ich denke, dass dies für alle Bundesländer ähnlich geregelt ist.
Aber wenn es um die Dienstpflichten von Lehrkräften geht, wird leider von einigen Lehrkräften die Dienstpflichten vergessen.


Richtig beschweren
von Ilupeju (Eltern), 17. Nov 02:20
Wenn Schüler in der Schule von anderen Schülern gemoppt, beschimpft, geschlagen oder sonst irgendwie misshandelt werden, dann wenden Sie sich als erstes an den Lehrer. Meist kommt nur ein Schulterzucken. Wenden Sie sich dann sofort an den Rektor. Erklären Sie in ruhig und zusammenhängend das Problem. Der wird die Augen verdrehen, aber in den meisten Fällen tut er was. Ist die Angelegenheit gestoppt, dann ist alles in Ordnung. Wenn nicht, dann gehen sie zu Polizei. Eine Anzeige gegen den schlagenden Schüler wegen Körperverletzung, Nötigung und eine gegen den Rektor wegen Aufsichtspflichtverletzung.

So und spätestens hier sollte auch ein Brief an das Kultusministerium geschrieben werden mit den Schritten die sie eingeleitet haben. Der Brief landet nicht im Papierkorb. Denn schon die beigefügte Kopie ihres Briefes an den Rektor auf den sie natürlich noch keine Antwort erhalten haben verärgert das Kultusministerium sehr.

Werden aber die Schickanen vom Lehrer begangen, dann wird als erstes der Rektor mit einem Brief bedacht, den der nicht sehr ernst nimmt. Ist ja bloss eine blöde Mutter die sich um ihren eigenen Kram kümmern soll.

Nach 12 Tagen gibt es also ein Schreiben an das Kultusministerium inkl. der Kopie an das Rektorat der Schule. Hier setzt also der Ärger des Ministeriums ein, weil sie arbeiten müssen.

Mein Kampf mit Schule und Kultusministerium ging 1 Jahr. Dann wurde ein Lehrer, der bereits seit 10 Jahren seine Klassen als Dreck, Unrat, Abfall der zu nicht gebraucht werden kann, Looser usw.betitelt nach Landshut versetzt.

Gut, mir hat das Kultusministerium dann auch geschrieben, dass sie den Kontakt mit mir abbrechen, da ich nur die Großmutter bin.

Mein Rat an alle, die um etws kämpfen wollen. Beginnt es nur, wenn ihr sicher seid, dass ihr das durchhalten könnt.

Ansonsten geht lieber einen Vergleich ein.

So ist es leider!
von Nie-Auslernerin (Eltern), 06. Nov 16:33
Leider ist das häufig der Gang der Dinge. Das ist auch der Grund, warum die Pflegschaftssitzungen mit zunehmendem Schuljahr immer geringer besucht werden. Wozu auch?
Das Mitspracherecht ist gleich Null - sich wehren kann man auch nur, wenn man absolut stichfeste Beweise (wie auch immer sich die Behörden dies vorstellen) in der Hand hat - die Lehrkräfte (allen voran die Schulleiter) sitzen immer am längeren Hebel und die Kinder baden es letztlich aus.
Wenn jemand auf der Abschussliste steht, ist es außerordentlich schwer, dagegen anzukämpfen. Noch dazu, wenn man keine Zeugen findet, die sich trauen, gesehenes auszusagen. Und wer wollte es ihnen verübeln? Wie schnell kommen sie selbst auf die Abschussliste - sei es von Seiten der Mitschüler oder Eltern, sei es von Seiten der Pädagogenschaft. Es wird immer Zivilcourage gefordert, aber letztendlich soll die immer nur bei anderen gezeigt werden - nie im eigenen Stall!
Grüße
Nie-Auslernerin
Zivilcourage unterm Teppich
von schulfairsuch (Eltern), 05. Nov 11:58
Auch wir haben einige Erfahrungen mit Gewalt an Schulen und der Reaktion von involvierten LehrerInnen und Rektoren. Der betreffenede Vorfall liegt schon einige Jahre zurück, wir als Eltern haben alles getan, um eine Verarbeitung mit der Klasse, der Klassenlehrerin und dem Schulleiter in Gang zu bringen. Letzterer hat alles dazu getan, den Gewaltvorfall unter den Teppich zu kehren, den Ruf der Schule zu erhalten und uns als hysterische Eltern abzustempeln; in der Klasse haben weder wir noch unser Sohn mehr einen Fuß auf den Boden bekommen, die Gewalttäter blieben unbehelligt, ihre Eltern ebenso und die Schule trägt ihre Nase als humanistisches Gymnasium immer noch oben. Nur inzwischen hat unser Sohn zur 11. die Schule gewechselt und jetzt gehts ihm richtig gut.
Den im vorangehenden Beitrag geforderten Mut -- ich würde es Zivilcourage nennen -- haben wir gehabt, nur genützt hat es nix.
Auf der Schule unserer Tochter haben wir uns für eine sowohl von wenigen Eltern als auch vom Schulleiter gemobbte Lehrerin eingesetzt, aber auch da konnten sich die mobbenden Eltern durchsetzen, sie wurde unter Druck gesetzt und nach den Sommerferien aus der Klasse herausgenommen, obwohl die Mehrzahl der Schülerinnen (25 gegen 6) sie gerne behalten hätte. Ein Brief der 15 an die Schulleitung noch vor den Ferien verschwand unkommentiert in der Ablage.
Das Ergebnis: Die Klassengemeinschaft ist zerstört, die Eltern wollen nix mehr miteinander zu tun haben und die neue Lehrerin betont dauernd, dass sie die Klasse wieder auf einen normalen Stand bringen muss, sie deshalb soviel arbeiten müssen und versucht durch ,,Psychospielchen" die Klassengemeinschaft wieder herzustellen. Und wiedereinmal stehen die, die Courage bewiesen haben am Rand.
In beiden Fällen wurden uns Gespräche mit den übergeordneten Behörden verweigert, bzw. verschleppt.
Es ist also gar nicht so einfach, das Richtige zu tun.
"Alltagsproblem"?
von Annoholic (Schüler), 22. Okt 21:50
Mich persönlich würde interessieren, auf was für eine Schule ihre Kinder den gehen? Mobbing ist gewiss ein Problem, mit dem sich jeder Schüler mal auseinandersetzen muss. Allerdings kommen Gewalttaten an unserer Schule nicht vor. Ich besuche seit 9 Jahren ein öffentliches Gymnasium in BW und bin selber seit Jahren Streitschlichter. Von daher wage ich zu behaupten, dass sich Gymnasiasten in solchen Fällen reifer und durchaus selbstbewusster benehmen. Selbstverständlich wird es Ausnahmen geben und nur die Wenigsten können einfach mal so auf ein Gymnasium wechseln.

Mein Rat an die Eltern: Wenn Lehrer und Schulleitung nicht helfen ist es einfach selber aktiv zu werden. Rufen sie die anderen Eltern an. Nehmen sie Kontakt auf und reden sie über die Gewaltprobleme ihrer Kinder. Das erfordert vielleicht Mut, aber im Notfall können sie immernoch auf einen Rechtsanwalt zurückgreifen, der ihnen Ratschläge gibt und auch selber einen Brief an die betroffen Eltern schicken kann.
Wenn es zur Gewalt kommt haben entweder die Lehrer oder die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt und das ist, wenn man es nachweisen kann, strafbar!

Gruß
Annoholic
Keine Besserung?
von Nie-Auslernerin (Eltern), 22. Okt 11:35
Hallo,
verstehe ich das richtig, dass sich die Umstände nicht änderten, obwohl Ihr Kind mehrfach die Schule wechselte?
Grüße

Nie-Auslernerin
Mobbing ,schwere Gewalt,Aufsichtspflichtverletzungen
von Naturmedi (Eltern), 03. Okt 23:49
Hallo,mein Sohn hat in seinen 7 Jahren Schulzeit in Dithmarschen und Nordfriesland ca. 70 Schulverletzungen ( teils Schwer)erlitten. Gewaltübergriffe durch Mitschüler,Messerattacken,Schutzgeld und schweres Mobbing der Schüler und Lehrer erlebt.Es war ein Alptraum für meinen Sohn und uns als Eltern.Interessenlosigkeit der Rektoren ,Lehrer und der Behörden war der größte Schock für uns.Auch unzählige Strafanzeigen gegen Jugendliche und div.Lehrer waren erfolglos,laut Staatsanwaltschaft ,nicht strafmündig oder kein öffentliches Interesse waren die Einstellungsgründe.Wie kann man Kindern in solchen Momenten helfen???
Nach unzähligen vergeblichen Gesprächen in den Schulen haben wir mehrfach umgeschult. Leider mit mäßigem Erfolg....Mittlerweile ist er Diabetiker ,hat Wirbelsäulenverletzungen davongetragen. Warum tut niemand etwas für das Kindeswohl in diesem Land ???Haben alles versucht,...leider will es hier nur niemand hören....Werden den " Norden " verlassen und eine Kinderfreundlichere Umgebung suchen damit sich mein Sohn endlich "sicher" entwickeln kann. Ich habe die Leserbriefe mit Interesse gelesen und kann diese Misstände nur bestätigen....Man darf nur nicht aufgeben. In der Hoffnung auf bessere Zeiten für unsere Kinder.....
Repressalien
von Superdad (Eltern), 15. Sep 09:02
Das große Problem an der Sache sind auch die "Nebenwirkungen". Steht man zur eigenen Meinung und schützt sein Kind (notfalls auch durch Briefe an Schulleitung und Schulamt), können die Folgen vielschichtiger Art sein: willkürliche Notengebung der betreffenden Lehrer, somit eine schlechtere Empfehlung für die weiterführende Schule etc., etc. Haben wir alles erlebt mit unserem Kind. Unser Kind wurde massiv in der Schule gemobbt, ging in der letzten Klasse nur noch widerwillig zur Grundschule. Das Kind, das Initiator des Mobbings war, wurde nicht nur von den eigenen Eltern und von dem Lehrer gedeckt, auch die Eltern des Kindes, das regelmäßig Zeuge der Übergriffe wurde, "deckten" die ganze Angelegenheit, indem sie ihrem Kind Redeverbot in der Sache auferlegten.

Von einem Grundschüler kann man mit Sicherheit nicht verlangen, von sich aus die Vorfälle zu schildern. Aber was sind das für Eltern, denen es wichtiger ist, sich aus allem herauszuhalten, nur um in der Umgebung nicht aufzufallen? Soll man denn seinen Kindern beibringen, wegzusehen, wenn jemand anderem etwas passiert? Und wo ist für solche Leute hier die Grenze? Bei "nur" seelischen Übergriffen - oder sieht man auch weg, wenn jemand Prügel bezieht ?

Was bei den "Opfern" bleibt, ist Hilflosigkeit, Wut und Angst.

Unser Sohn besucht glücklicherweise inzwischen auch gegen die Empfehlung der Grundschullehrerin ein Gymnasium - und das mit sehr gutem Erfolg. Es hat uns alle viel Kraft und Nerven gekostet, aber der Erfolg spricht für sich!
noch nicht genug passiert
von anker (Eltern), 20. Mai 16:53
Diese Reaktionen seitens der Behörden zeugen dann davon, dass noch nicht genug passiert ist. Die Beamten (was sie ja alle sind) kassieren nach wie vor ihr Geld für's Nichtstun. Darunter leiden tun am Ende nur unsere Kinder. Wahrscheinlich sollte in der Tat mehr gegen dieses Beamtentum unternommen werden, und eine Art Leistungsprinzip eingeführt werden. So lange es jedoch möglich ist, sein Geld auch ohne wirklich zu arbeiten in der Lohntüte zu haben, so lange wird dafür keiner auch nur einen Finger krumm machen!
Brief an die Behörden????
von Marotte (Eltern), 20. Mai 12:16
Zum Thema: dann sollte man sich an die Behörden wenden:

Ich habe im vergangenen Jahr einen Brief an den Leiter des Schulamtes geschrieben, in dem ich massive Vorwürfe gegen 2 Lehrkräfte und die Schulleitung erhob. Die Antwort des Schulamtes war: wir haben den Brief an die Schulleitung weiter geleitet, die sich mit Ihnen diesbezüglich in Verbindung setzen wird.

Auf die Antwort der Schulleitung warte ich bis heute..

Wir haben uns entschlossen, dieses Schuljahr (das letzte für meine Tochter) nun einfach auszusitzen - es bringt mehr, wenn ich meiner Tochter den Rücken stärke, als weiter meine Energien im Kampf gegen diese Seilschaften zu verschwenden.
@ anker (Eltern)
von nikiundmario (Eltern), 10. Mai 10:38
Danke wie gesagt ich versuche mein möglichstes um das alle mal an die öffentlichkeit zu bringen Der Schulleiter meint ja mein sohn würde den Ruf seiner Schule Ruinieren aber ich denke eher das er es selber ist der den ruf der Schule Ruiniert

LG
@nikiundmario (Eltern)
von anker (Eltern), 09. Mai 16:42
Sie sollten in jedem Falle am Ball bleiben. Erklären Sie zunächst Ihrem Sohn, dass es zwar solche Idioten und Spinner gibt, die meinen andere erpressen zu müssen. Sagen Sie ihm auch, dass DIE im Unrecht sind, nicht er. Aber diese Idioten und Spinner gibt es auch nicht überall. In einer anderen Klasse (besser: anderen Schule) wird das möglicherweise ganz anders sein. Ich bin zufällig auf einen anderen Link gestoßen: http://www.mobbing-help-desk.de/pages/posts/mobbing-und-schulwechsel14.php

Ich weiß nicht inwieweit auch diese Leute weiterhelfen können. Aber einen Versuch ist es sicher wert. Und wie gesagt, würde ich an Ihrer Stelle entsprechende Schreiben an Lehrer, Schulleitung ggf. Schulbehörde versenden. Irgendwer muss ja was tun können, und irgendwas muss schließlich gegen offene Gewalt unternommen werden. Ich wünsche Ihnen viel Glück dabei!
....
von nikiundmario (Eltern), 09. Mai 11:00
Danke @ anker (Eltern) ich werde da mal rein schauen da mein sohn gestern schon sagte er habe jetzt angst vor der anderen klasse da er sowas nicht mehr tun will und aber angst hat das er wieder mit schläge und so gedroht wird ich finde es toll das es hier leute gibt mit denen man sich ausstauschen kann

LG
die Schulleitung sieht auch weg?
von anker (Eltern), 07. Mai 22:14
Dann hilft wohl nur noch der Brief an die Behörde. Ein guter Tipp ist für solche Fälle wohl der Link /www.emgs.de
Die wissen dort meistens Rat, bzw. können empfehlen, was man wie wo und wann tun könnte. Ich wünsche Ihnen viel Glück, und hoffe dass das Problem bald eine friedliche Lösung findet.
Das kenne ich alzu gut
von nikiundmario (Eltern), 06. Mai 16:12
bei meinem sohn auf der schule werden sie erpresst zu klauen und wenn man was sagt als eltern teil wird einem nichtmal richtig zugehört und alles beschönigt und behauptet der eigene sohn wäre der drahtzieher mein sohn ist in der 5.klasse wird von einem jungen aus der paralell klasse erpresst und mußte für ihn klauen gehen als mein sohn das in der schule erzählte wurde er nur angegriffen und es wurde nur gesagt jaja halt jetzt deinen mund ist das die feine art eines Schuleiters?
Prävention ... dafür ist es zu spät...
von anker (Eltern), 29. Apr 16:35
... wenn nämlich bereits die Drohung schon läuft. Prävention hätte die besagte Erzieherin (im u.g. Fall) schon längst bei ihrem Schützling leisten müssen. Das scheint sie aber verpasst zu haben (und die dazugehörigen Eltern definitiv auch).

Im Falle der Drohung würde ich selbst den Klassenlehrer, die Schulleitung benachrichtigen, wenn das Jugendamt schon 'in der Sache drin ist' ebenfalls dort ein Schreiben hin senden (gerade bei diesem Fall scheint ja die Schulleitung und der Lehrer/die Lehrerin außer Stande, Sanktionen gegen den Täter zu erlassen) und bei erster negativer Reaktion des Täters (ggf. mit ärztlichem Attest): das Anliegen dem Klassenlehrer, der Schulleitung und als Anzeige der Polizei zustellen. -- Alles natürlich in Schriftform (mit Kopie, die man ggf. als Nachweis hat).

Sollten die Lehrer und die Schulleitung einigermaßen den Auswüchsen dieser Gewalt gewachsen sein, dann werden sie sofort was unternehmen. Um die Freizeit des eigenen Kindes (also außerhalb des Schulhofes) abzusichern gibt es wirklich nur die Anzeige.

In jedem Falle ist es wichtig sich zu wehren.

Zivilcourage ist ein gutes Wort. Nur kann das nicht jeder, und es traut sich auch nicht jeder zu. Wer weiß, ob man als Zeuge ggf. noch selbst geschlagen und gemobbt wird? Wenn im Umfeld Erfolge zu sehen sind (d.h. dass das Verfahren mit Ahndung der Straftaten z.B. nach der Schulordnung fruchtet), dann wird sicher eine größere Anzahl an Schülern zur Zivilcourage übergehen, als wenn der Täter unbestraft bleibt, und weitere Straftaten begeht (begehen kann).

In solchen Fällen sind also m.E. alle gefragt: Opfer, Mitschüler, Lehrer, Schulleitung UND die Eltern.
Schön und gut...
von Nie-Auslernerin (Eltern), 28. Apr 11:56
nur hilft das der Fragestellerin in keiner Weise weiter, wenn generell ihr Erziehungsstil infrage gestellt wird. Heißt das, sie hat ihr Kind nicht richtig zum aufrechten und selbstbewussten Kind erzogen, dass zur rechten Zeit einfach auch eins austeilen und sich damit die Gewaltnickel vom Leib halten kann? Es gibt unterschiedliche Kinder bei gleicher Erziehung - ich kann ein mehrfaches Lied davon singen...
Es gibt immer Kinder, die sich nicht extrem gut wehren können (da ist auch nichts Schlimmes dran - lassen Sie sich das nicht einreden!) oder einfach etwas schmächtiger von Statur sind. Was soll also der Erziehungsberechtigte tun? Darauf vertrauen, dass er da schon alleine durchkommt und wenn nicht, dann muss er also damit leben, alle paar Tage dran glauben zu müssen oder abgezockt zu werden?

Wenn keine direkte Schädigung (Verletzung o. ä.) vorliegt, würde ich erstmal auf eine Anzeige verzichten. Erst muss eine unmittelbare Kontaktaufnahme zur Schulleitung erfolgen - selbst, wenn es "nur" auf dem Nachhauseweg stattfindet. Machen Sie deutlich, dass ihr Kind von dem anderen bedroht wird und Angst hat, die Schule zu besuchen, weil dort so etwas möglich ist. Sprechen Sie zeitgleich Ihre Pflegschaftseltern an, dass auch diese sich einschalten können. Wenn Sie warten, dass die Schulleitung von sich aus verlautbaren lässt, was unternommen wurde, dann können Sie lange warten. Das ist einfach Negativpropaganda für die ganze Schule, wenn so etwas vorkommt.
Wenn die Schulleitung was auf sich hält, dann wird sie zügig aktiv und dann passiert auch was! Kann ja sein, dass da schon was passiert ist - dann sollten Sie persönlich Aufklärung verlangen, da Ihr Kind ja schließlich bedroht wurde. Vielleicht reicht das Drohverhalten schon für die nächste Strafstufe aus.
In unserer Schule funktioniert das System wirklich ausgesprochen gut! Ich bin ja wirklich nicht begeistert von der Schule, aber in diesem Punkt leistet die Schulleitung ganze Arbeit!
Grüße

Nie-Auslernerin
@Gudrun Schrank
von Lieschen (Eltern), 28. Apr 08:54
@Indem wir unsere Kinder von Anfang an zur Selbständigkeit erziehen und sie nicht jahrelang wie unmündige Blödis behandeln und meinen, ihnen aus lauter Gluckerei und Über-Mutterei (ja, ich weiß, das Wort gibt es nicht) alles nur ansatzweise Negative aus dem Weg räumen zu müssen?@

Und damit wir gar nicht erst in unbequeme Situationen kommen, heißt das Modewort "Prävention"!
Gewaltprävention, Drogenprävention usw......alles ganz tolle theoretische Aufklärungsarbeit, die eines zum Ziel hat: Angst verbreiten zur Abschreckung.
Prävention - vorbeugende Maßnahme
Zu viel vor-beugen kann auch bedeuten, das Gleichgewicht zu verlieren.........vielleicht lieber mal den Rücken gerade machen, um eine bessere Übersicht zu haben? ;-)
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Die verweigerte Zukunft
Miguel Benasayag u. Gérard Schmit
ISBN: 3888974925
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.
von MaxL. (Ehemalige), 27. Apr 21:26
Vielleicht sollten sich besonders die Eltern einfach mal klar machen das wir dennoch in einem Rechtsstaat leben, wenn soetwas passiert, dann wird angezeigt und zwar ohne wenn und aber.

Mir wurde auch in der Schule zweimal ins Gesicht gehauen und das war ein Gymnasium, nach dem ersten mal, kamen "streitschlichter" und all solch kram, resultat, es passierte nichts...
Beim zweiten mal gabs ne Anzeige, dann bekam ich ne Drohung, dann hab ich gleich weiter angezeigt, irgendwann hats dann gefruchtet...

Man sollte aufhören nur so zutun als ob und so, spätestens wenn sie aufeinmal vor der Jugendrichter stehen und die Eltern auch nichtmehr helfen können werden bei den meisten die Knie weich.
Zivilcourage
von Gudrun Schrank (Eltern), 26. Apr 22:20
"Wie wollen wir sonst unseren Kindern Zivilcourage vermitteln?"

Indem wir sie vorleben? Indem wir unsere Kinder von Anfang an zur Selbständigkeit erziehen und sie nicht jahrelang wie unmündige Blödis behandeln und meinen, ihnen aus lauter Gluckerei und Über-Mutterei (ja, ich weiß, das Wort gibt es nicht) alles nur ansatzweise Negative aus dem Weg räumen zu müssen? Indem wir ihnen von Anfang an Verantwortung für ihr eigenes Leben beibringen (ja, klar, passend zum jeweiligen Alter).
Es gibt Unmengen von Eltern, die gar nicht wissen (wollen), wie viel so ein "Zwerg" bewältigen kann. Man muss ihn aber auch lassen. Und man muss sich selbst beiseite nehmen und ein Gespür dafür entwickeln (wollen).
Ich kenne so viele Kinder, die nichts, aber auch gar nichts, selbst entscheiden dürfen; und urplötzlich sollen sie sich dann erwachsen" verhalten. Ja, WIE denn? Es hat ihnen (verallgemeinert) doch keiner beigebracht.
Kinder sind kein Spielzeug, sind keine Anziehpuppen, keine kleinen Befehlsempfänger, sondern vom ersten Atemzug an Individuen. Und wir als Eltern haben die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, darauf einzugehen - egal, wie unbequem es ist. Nur dann erhalten sie das Selbstbewusstsein, das sie in Krisensituationen benötigen.
Anzeige -ja
von ghettokid (Eltern), 26. Apr 20:36
Eine Anzeige sollte bei einer (beweisbaren) Straftat grundsätzlich erfolgen. Auch wenn nicht unmittelbar eine Bestrafung erfolgt, ist der Täter bei der Polizei aktenkundig. Untätigkeit oder Wegsehen ist das falsche Mittel. Wie wollen wir sonst unseren Kindern Zivilcourage vermitteln?
Eltern, dann habt doch endlich einmal Mut!!!
von TAIPAN (Lehrer), 25. Apr 19:38
Zunächst einmal stört mich die Polemik in der Überschrift.

Auch uns Lehrern geht es doch so wie Ihnen: Was können wir tun, was dürfen wir unternehmen, wann kann welche Maßnahme eingeleitet werden, welche Teile des Maßnahmenkatalogs (bei Vergehen gegen die Schulordnung usw.) sind schon "abgearbeitet? (Schritt 4 kann nicht vor Schritt 3 gemacht werden...)

Weggucken geht natürlich nicht!!!!!!!!

Deshalb die Forderung an die Eltern:

Zeigt nicht nur Mut sondern zeigt auch mal an!
Kommt in die Schule und stellt die zur Rede, die belästigen, schlagen, mobben usw.

Nur so können wir gemeinsam der Lage Herr werden.

Es kann Wunder wirken!

Uns Lehrern ist es doch nicht egal, wenn (wie geschildert) solche "Sachen laufen".


Offene Gewalt an Schulen und Ignoranz der Lehrkräfte
von Kywalda (Eltern), 25. Apr 12:09
Mein Kind geht zur Hauptschule Niederkrüchten. Dort ist in dieser Woche ein Mitschüler von einem offenkundig gewaltätigen Schüler krankenhausreif geschlagen worden. Jochbeinbruch und offene Platzwunde im Gesicht sind die Verletzungen. Die Eltern (so hört man )überlegen noch ob eine Anzeige erstattet wird, da sie schlimmeres im Anschluß für ihr Kind befürchten müssen.Die Reaktion der Schulleitung bleibt abzuwarten, bis jetzt ist der Schläger sanktionsfrei geblieben, da er sich im Schutz von einer Erziehungshilfe befindet. Eine weitere Mitschülerin wurde von diesem Jungen im "Gerangel" mal gewürgt und mein Kind hat auch verbale Drohungen erhalten. Ein Gespräch mit der Erzieherin hatte den Effekt, daß ebensolcher Schüler im Anschluß daran ganz massiv meinem Kind verdeutlichte, falls nochmals solch eine Anhörung stattfindet, er die Fäuste sprechen läßt. Ich habe angst mein Kind zur Schule zu schicken. Gibt es irgendeine Möglichkeit eine Anzeige direkt bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten?

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