Es gibt nicht die "richtige Schule" in unserem Schulsystem

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Welche Grundschule in Geesthacht ist die richtige?
von dine21502 (Eltern), 08. Nov 09:40
Hallo!

Unsere Tochter kommt nun bald zur Schule. Nun haben wir die Qual der Wahl. Waldschule, Buntenskamp oder Silberberg? Welche dieser Einrichtungen ist die empfehlenswerteste?
korrupte schule
von Willichdas (Eltern), 28. Okt 11:45
Ja, Miguel,
du hast so recht!!
Wer den Lehrer nicht hofiert, bekommt keine guten Noten.
Was im Klassenzimmer passiert darf nicht dokumentiert werden, weder mit Mikrofon, noch mit Kamera. Der Lehrer darf sich im Klassenzimmer benehmen wie er mag, wehren sich Schüler dagegen, so sind sie nicht teamfähig, oder eben aufsässig und von den Eltern schlecht erzogen, grad als ob Kinder ferngesteuerte Automaten sind und nur wiedergeben, was Eltern vorleben und sich nicht auf ungezogene Erwachsene, sprich Lehrer, einstellen könnten.

Den Rest machen Geschenke und Vorteile, durch den Beruf der Eltern, oder eben durch Geldspenden und Klassenspenden, z.B. Malerarbeiten und Handwerkerdienste direkt im Klassenzimmer.
Die intelligenteren Kinder wehren sich dagegen, aber ein Kind mundtot zu machen, das man noch die nächsten Jahre in einer absoluten Abhängigkeitsstellung hat, ist leicht.
Ich rate dir daher, lerne(!), zusätzlich,über Internet z.B. damit du Wissen über die kommenden Schulthemen in deinem Kopf hast, das kann dir keiner wegnehmen und du kannst es in jedem ausserschulischen Test abrufen, wenn du dich nach dieser Schule anderswo bewirbst.
Nur auf das, was in deinem Kopf ist kommt es an, nicht darauf, wie deine jetzigen Lehrer es bewerten.
Auf das Morgen, auf den Schulwechsel mußt du vorbereitet sein.
Laß dich nicht auf das Niveau deiner Lehrer herabziehen, geh deinen eigenen Weg. Der ist steinig, aber er will gegangenm sein. Und er fängt in diesem Moment an, nicht erst, wenn du die Schule wechselst. Deine Straße ist noch niemand gegangen, dein Leben ist in deiner Hand, gib es nicht weg!
Unsere Schulen werden von zu vielen echt miesen, voruteilsbeladenen, unzufriedenen Leuten dominiert, bewahre dir deinen Abstand dazu und stolpere nicht in die Fallen, die sie überall ausgelegt haben, damit sich die intelligenten,die selbstständig denkenden Kinder darin verfangen sollen. Pass gut auf dich auf!
Es sind nur einige wenige Jahre, die das jetzt noch dauert, sei vorsichtig...:)
korrupte schule
von miguel000 (Schüler), 26. Okt 15:51
Obwohl korruption eine straftat ist, ist unsere schule korrupt ohne ende...

leute bekommen gute noten in den arsch geschoben, weil die eltern mit lehrer reden und den sonst was vom pferd erzählen...

korrupt ohne ende.... jedes jahr werden umschläge mit "spenden" geldern an die schule gegeben... klar, dass genau die schüler großen einfluss auf die lehrer haben und alles in den arsch geschoben bekommen.... man kann die straftat als spendenaktion natürlich verdecken... super schulsystem -.-'

unsere schule ist total angewiesen auf die spenden.. ohne diese spenden läuft gar nichts... deswegen sind sie gleichzeitig gezwungen diese schüler besser zu behandeln als andere....

Arggh! bin so wütend

ach und gedemütigt werd ich auch von lehrern... die haben mein gesamtes leben in der hand... sowas darf nicht sein... ein lehrer darf nicht über die zukunft eines schülers entscheiden können.. das DARF nicht sein... das ist schon tyrannisch
lg miguel
Es gibt nicht die "richtige Schule" in unserem Schulsystem
von Willichdas (Eltern), 14. Jan 11:52
Eltern geben ihre Kinder an der Schule ab, und dann "rutscht" es in die eine oder andere Richtung, ohne das Eltern irgendwelchen Einfluß haben, die "Rutschrichtung" zu beeinflußen.
Und je nach Niveau der einzelnen Lehrer wird es ignoriert, oder beobachtet, aber eingegriffen wird selten.

Versuche der Eltern, etwas zu bewegen scheitern immer wieder an der Zuständigkeit des Schulleiters, egal, was immer sie auch veranlassen wollen, der Schulleiter muß die Genehmigung erteilen.
Und der(oder die) wird sich schwer hüten, gegen seine Lehrkräfte zu agieren, schließlich müssen die sich die kommenden Jahre noch weiter vertragen und zusammen arbeiten.
Auch muß man nicht alles tun, was so Vorschrift ist.
Schulakten, z.B. müssen immer überarbeitet und gelöscht werden, doch wo kommen wir denn hin, wenn man das "auch noch" machen müßte.
Ich weiß nicht, wie die Arbeitszeiten der Lehrer sind, doch ich arbeite ganzjährig, bis auf 7 Wochen im Jahr.Und ich fange nicht mit jedem neuen jahrgang wieder da an, was ich letztes Jahr tat.
Das Kind allerdings wird in 2-3 Jahren von selber verschwinden.

Renitente Eltern kann man einfach ignorieren, und auf die Erziehung im Elternhaus schimpfen.
Doch das schlimmste, was passieren kann ist, das ein Kind seine Eltern schwach erlebt. Und das passiert in de Schule immer.
"Erziehung"? Was ist das eigentlich?
Hatte meine Mutter Einfluß auf mein Benehmen der "echt blöden" Lehrerin gegenüber?
Die sowieso nur glücklich ist, wenn ich nicht antworte? Und die nie zustimmt, wenn ich etwas sage?
Habe ich als Eltern Einfluß auf das Benehmen meines Kindes einer Lehrkraft gegenüber, die das Kind beim besten Willen nicht ernstnehmen kann?
Wie Kinder mit mir als Erwachsener umgehen liegt immer in meiner eigenen Hand.
Autorität und Respekt wird jeden Tag neu festgelegt. Auch daheim Überall.

Es ist schlimm, wenn man sieht, wie das eigene Kind in die "falsche Richtung" rutscht, und man als Eltern bis zum Sommer warten muß, um es zu halten und ihm zu helfen. Als Eltern gibt man sein Kind am Schultor ab und hofft und betet,das bis zum nächsten Sommer alles gut gehen mag.
Den Schulleiter aus dieser "Entscheidungs-Misere" zu befreien und eine zuatändige Mediationsstelle zu gründen wäre der erste Schritt.
Denn letztendlich kann auch der Schulleiter fst gar nichts tun, de muß für Ruhe im Lehrerzimmer sorgen.

Und der schulpsychologische Dienst soll laut Gesetz die Schulen beraten, nicht die Eltern. Die Eltern soll er nur "betratschen" diverse Einveständnisse zu erteilen. Aber um ein Agieren der Schuel zu ermöglichen, nicht um den Eltern zu helfen.
Da ist das Schulgesetz sehr eindeutig.
~ Bezug: vorheriger Beitrag
von Anonym, 06. Jun 13:55
Um konstruktive Kritik an unseren Schulen möglich zu machen bräuchten wir ein Organ, dass die Interessen unserer Eltern und Schüler professionell vetritt und als Vermittler zwischen Eltern und Lehrern fungieren würde.

Leider sind die Schoolworker an unseren Schulen genauso überlastet, wie der schulpsychologische Dienst.

Auch hierfür wäre eine entsprechend organisierte Stelle vom Kultusministerium erforderlich. Vielleicht weiß ja jemand, wie man einen Antrag auf eine derartige Stelle einreichen kann. Ich bin ja politisch nicht aktiv.
Sich arrangieren statt engagieren
von schulfairsuch (Eltern), 13. Feb 14:47
Ich möchte micht meinen zwei Vorschreiberinnen anschließen.
Als engagierte Eltern stoßen wir immer wieder an die Grenzen, die uns von Lehrerinnen und Schulleitung gesetzt werden. Konstruktive Kritik wird nicht als konstruktuv sondern als Kritik aufgefasst; Angebote unsererseits abgeschlagen, weil sie nicht in den schulischen Alltag passen; die Mehrzahl der Eltern findet sich mit den Gegebenheiten ab, vermittelt ihren Kindern, sie müssen sich mit den Lehrkräften und Umständen arrangieren, bloß nicht gegen den Strom schwimmen, anders sein.
Mir ist es auch lieber, meine Kinder beide FahrschülerInnen, die einen 1stündigen Nachhauseweg haben) kommen früher nach Hause als dass sie Zeit in der Schule absitzen. Zu Hause gibts immer was Sinnvolles zu tun, in der Schule oft nicht.
Statt am staatlich verordneten Lernstoff fehlt es unseren Kindern durchweg an Sozialkompetenz, Empathie und Freude am Neugierigsein. Das sind leider keine Schulfächer und nebenbei ist da kein Platz für.
Ich habe Erfahrung sowohl mit staatlichen als auch (katholischen) Privatschulen, also mit beamteten LehrerInnen/Schulleitern und quasi-beamteten, aber doch nicht beamteten. Ich sehe da keinen Unterschied. Und den Beruf haben sich alle selber und freiwillig gewählt.
@Nie-Auslernerin
von Lieschen (Eltern), 09. Feb 23:29
Mir geht es ähnlich und ich kann das nachfühlen. Vielleicht sollten wir überhaupt mal mehr über Gefühle reden, auch die Lehrer, das würde sicher allen gut tun.
Dann wird aus Frust keine Resignation.
Ich wünsche Ihnen ein gutes Gefühl.
Verfahrene Situation
von Nie-Auslernerin (Eltern), 09. Feb 14:01
Insgesamt betrachtet ist die Situation zum Haare raufen!
In unserer Schule fand vor 2 oder 3 Jahren auch bereits eine Unterschriftenaktion statt, weil sehr viel Unterricht ausfiel. Die Schulleitung hat sich zuerst mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, weil es den Anschein erwecken könnte, dass sie überfordert sei. Erst als die Eltern nicht klein beigaben sondern darauf bestanden, sich an die Bezirksregierung zu wenden, hat sich die Schulleitung dem Protest angeschlossen.
Der Effekt war: eine zusätzliche Stelle durfte ausgeschrieben werden.
Nur war nach 1 Jahr alles wieder beim alten, weil die Lehrerschaft wieder klammheimlich angepasst wurde, da mehr Klassen die Schule verließen, als neue hinzu kamen.
Irgendwann resigniert man und man denkt "es ist eh nur noch 1 Jahr, dann ist deine Tochter hier fertig" und die nachfolgenden Jahrgänge dürfen sich weiter ärgern.
Mir drängt sich immer mehr folgender Eindruck auf: Die Politik will sparen wo sie nur kann! Die Schulleitungen und Lehrkräfte bekommen immer mehr aufs Auge gedrückt, was früher nicht in ihren Aufgabenbereich fiel. Die Eltern sind unzufrieden, weil ganz offensichtlich nicht mehr der Stoff vermittelt wird, der eigentlich vermittelt werden sollte (durch z. B. Stundenausfall, schlechter Unterricht in überfüllten Klassen, Fächer fallen einfach weg). Bei Beschwerden reagieren die Schulleiter empfindlich, weil sie ihre Kompetenz infrage gestellt sehen. Versuchen sie hingegen mit den Eltern gemeinsam etwas zu erreichen, werden sie von oben gedeckelt und bekommen einen Maulkorb an.
Letztlich stehen die Eltern alleine da, um einen ungleichen Kampf aufzunehmen - und das auch noch an verschiedenen Fronten, da ja in diesem unserem Lande keine einheitliche Bildungspolitik vorhanden ist sondern jeder Bundesstaat sein eigenes Süppchen kocht. Man wirbt sich sogar gegenseitig die Lehrkräfte ab!
Die Erfahrungen an dieser Schule haben mir vor allem klar gemacht, dass es gar nicht gerne gesehen wird, wenn Eltern versuchen etwas zu erreichen. Letztlich immer mit der Gefahr für die Eltern, dass das eigene Kind darunter zu leiden hat. Wer will das seinem Sprössling schon antun?
Ich empfinde das als absolut furchtbar! Und glauben Sie mir: es ist mir völlig egal, ob meine Kinder 2 Std. früher aus der Schule kommen oder nicht. Meine Kinder stören mich nicht (jedenfalls in der Regel ;-).
Mich stört viel mehr, wenn so getan wird, als würde der Unterricht vertreten und die Kiddies bleiben zwar in der Schule, lernen aber trotzdem nichts! Ausgefallene Stunden, die angeblich nachgeholt werden - bloß findet das nie statt und kann auch nie nachgewiesen werden. Wer will das über Jahr hinweg nachhalten?
Aber was will man denn tun, um Himmels Willen? Beschwert man sich mit Unterschriftenlisten bei der Bezirksregierung, dann tönt die Schulleitung, dass es gar nicht so schlimm ist, wie die Eltern das hinstellen. Ja was soll denn da passieren? Mit wem soll man denn zusammen kämpfen? Von anderen Eltern (anderer Schulen) hört man immer wieder "Ja glaubst du, das wäre auf unserer Schule anders?"
Man ruiniert sich die Nerven, ärgert sich schwarz, schadet im Endeffekt seinen eigenen Kindern noch und erreicht doch nichts. Im bin wirklich langsam am Ende mit meinem Latein!
Frustige Grüße

Nie-Auslernerin
Ein herzliches Dankeschön zurück
von Lieschen (Eltern), 08. Feb 23:18
Lieber Herr Wahl,

seien Sie bitte versichert, dass ich Ihre Position sehr gut verstehe und ich möchte Ihnen danken, dass Sie hier das Risiko eingehen, einen Maulkorb verpasst zu bekommen. Durch die Diskussion mit Ihnen ist hoffentlich auch vielen anderen Eltern klar geworden, dass nur gemeinsam etwas erreicht werden kann. Wenn wir politisch tätig werden, wird es noch lange dauern, bis sich etwas ändert, denn die Machtstrukturen sind so fest, dass man sich daran die Zähne ausbeißt. Eine bessere Lösung wäre, wenn die Schüler in der Schule wahre Demokratie lernen würden, wenn sie lernen dürften, was Mitbestimmung heißt und wie man sich auch für andere einsetzt. Solche Grundwerte können doch auch gut im Ethikunterricht vermittelt werden als fächerübergreifender Unterricht. Leider machen aber auch hier viele Lehrer nicht mit und die Kinder lernen nicht, wie sie Politik aktiv leben können. Klassensprecher zu sein, ist oft nur eine Formsache und die Schülervertretungen sind ja im System Schule eingebunden und auf gute Noten angewiesen und auch für sie gibt es dann einen Maulkorb, wenn sie sich zu weit vorwagen.
Und leider ist es ja auch bei Elternvertretern oft so, dass sie schnell einen Rückzieher machen, um das eigene Kind nicht zu gefährden, ist zwar menschlich verständlich, dient aber der Sache und der Gemeinschaft nicht. Es wäre gut, wenn in den Schulen unabhängige Mediatoren wären, die von Eltern, Schülern und Lehrern angesprochen werden können. Die Vertrauenslehrer können diese Aufgabe oft nämlich auch nicht erfüllen, weil auch sie eingebunden sind ins System ebenso wie auch Schulpsychologen, die oftmals mehr dem System dienen als den Kindern. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Woche!



Zustimmung
von Joachim Wahl (Lehrer), 08. Feb 21:56
In der Tat: So wie Sie es schildern, ist es. Was man tun kann: Ich weiß es nicht; außer, dass man politisch tätig ist.
Seien Sie versichert: Wenn ich als Beamter nur pupse, kriege ich einen Maulkorb verpasst; und dass ich das hier so schreibe, könnte schon ein Problem für mich sein/werden.
Gepupst habe ich schon, Maulkorb auch. Gleichwohl hebt das ja die Verantwortung nicht auf, die wir alle haben. Immerhin sehe ich mich den Kindern, der Gesellschaft gegenüber in der Pflicht und nicht alle 4 Jahre einer/m neuen, großartigen, alles versprechenden, nichts haltenden Möchtegernfachfrau oder -mann.
Ich jedenfalls habe in diesem Forum bislang eines gelernt: Es gibt viele, die so denken wie ich und auch unter den Eltern gibt es eine Reihe von Leuten, die differenziert mit mir gemeinsam weiterdenken wollen. Künftig werde ich auch noch differenzierter als bisher "meine" Eltern anschauen und versuchen, mit den bescheidenen Spielräumen, die wir haben, konstruktiv umgehen.
danke für´s Mut machen.
Joachim Wahl
---
von Lieschen (Eltern), 08. Feb 14:50
@ Herr Wahl

Ihr Beispiel zum Unterrichtsausfall kann ich gut nachvollziehen, diese Herumhockstunden dienen einzig und allein der Statistik der Schule und ist reine Augenwischerei. Selbst die Kinder nehmen das so wahr und stellen den Sinn in Frage.
Auf Ihre Frage, wo denn die Eltern sind, um etwas zu bewegen, hier ein Beispiel:
Engagierte Elternvertreter, die sehr wohl auch die Not der Lehrer zur Kenntnis nahmen, haben durch eine großangelegte Unterschriftenaktion beim Kultusministerium auf die Unterrichtsausfälle aufmerksam gemacht und um Abhilfe gebeten. Was ist dabei herausgekommen? Genau das, was Sie in Ihrem Beitrag schildern. Es blieb letztlich wieder an den Lehrern hängen. Was kann man aber tun, wenn Lehrer in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen und sich nicht trauen, den Mund aufzumachen? Was kann man tun, wenn Schüler in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen und sich nicht trauen, den Mund aufzumachen? Was kann man tun, wenn Eltern sich ihrer Verantwortung zwar bewusst sind, aber bei ihrem Protest bewirken, dass entweder die eine Seite (Schüler) oder die andere Seite (Lehrer) unangemessen belastet wird? Es gäbe sicher auch andere Lösungen, z.B. wenn Schüler aus den höheren Jahrgängen hier eine Art freiwilliges Ehrenamt übernehmen dürften und die Jüngeren beaufsichtigen, um die Fachlehrer zu entlasten. Das würde die Gemeinschaft stärken, aber ich höre schon den Protest der Eltern, die so etwas als Ausbeutung sehen würden und den Protest der Lehrer und Schulleiter, die meiner Erfahrung nach eh wenig Vertrauen zu den Schülern haben.
Und ist es wirklich im Interesse ALLER, wenn Eltern z.B. private Nachhilfe unterstützen? Es geschieht doch aus der Angst heraus, dass das eigene Kind sonst die Leistungsanforderungen nicht erfüllen kann. Hier müssten sich Eltern zusammentun und von der Schulpolitik auf die Erfüllung ihrer Aufgabe pochen, denn Bildung gehört in die Schule. Und diese Angst nimmt manchmal Formen an, die hinterfragt werden müssen. Wenn z.B. nicht genug Schulbücher gestellt werden können, weil nun gerade ein geburtenstarker Jahrgang an der Reihe ist und Eltern aus ihrer Sorge heraus schleunigst loslaufen und Bücher für die Schulbibliothek kaufen. Es gäbe da noch mehr Beispiele, wo Angstreaktionen und falschverstandenes Gutmeinen dazu führen, dass letztlich die Verantwortlichen für solche Missstände gar kein Bewusstsein dafür entwickeln können, weil Eltern ihnen die Konsequenzen abnehmen.
WAS können wir also tun? Müssten wir uns nicht Lösungen überlegen, die vielleicht auch mal etwas unkonventionell sein können? Wie bekommen wir es hin, dass die Basis zusammenarbeitet?

@Hilde

Hier im Forum lassen nicht nur Eltern Dampf ab und schimpfen über unfähige Lehrer, sondern auch Lehrer schimpfen über unfähige Eltern, also ist das Gleichgewicht des Dampfablassens hergestellt.;-)Es geht ja aber im Grunde gar nicht um Schuldzuweisungen, sondern um fehlende Gemeinsamkeit. Jeder sieht die Dinge immer nur aus seiner eigenen Perspektive und hier fehlt einfach das Bewusstsein für gemeinsame Verantwortung, finde ich. Und wenn Sie meinen, dass das alles in einer Katastrophe endet, dann haben wir auch ALLE daran mitgewirkt..................und können vielleicht tatsächlich mal ganz von vorne anfangen.
@Lieschen
von Hilde (Eltern), 08. Feb 13:24
Die Ohnmacht etc kann ich gut verstehen aber die Reaktion des Dampfablassens über Lehrer nicht. Es muss doch allen klar sein, dass Lehrer und Eltern zusammenarbeiten müssen. Es geht nicht gegeneinander. Wenn dann in solchen Foren imme rnur wütende Beiträge über die Lehrer stehen, die angeblich an allem Schuld sind, dann wird der Graben imme rgrößer. Die beschimpften Lehrer ziehen sich immer weiter vor den Eltern zurück, anstatt auf sie zuzugehen. Oder lassen an den Schülern den Dampf ab, der durch die ständige Beschimpfung zustande kommt. Die Spirale geht immer weiter.
Und ich empfinde es schon als aufgestauten Hass. Es ist alles ziemlich undifferenziert. Ich arbeite auch in einem "Servicebereich" und weiß, wie bitter das ist, wenn die Schuld für fehlerhafte Verwaltung oder idiotische Verordnungen der Mensch zugeschoben bekommt, der halt vor dem Klienten steht und das vertreten muss.

So wie das im Moment läuft läuft das auf ein ganz große Katastrophe zu. Und da sind die Eltern, die solche Fronten aufbauen anstatt sich mal öffentlich FÜR die Lehrer UND die Schüler einzusetzen, genauso mit dran Schuld wie die Politik, schlechte Schulen und wenig Geld.

Unterrichtsausfall
von Joachim Wahl (Lehrer), 08. Feb 10:21
Vielen Dank für die positive Bemerkung.
Ja, "Ausdruck von Ohnmacht und Hilfslosigkeit"; das empfindet man manchmal. Und ohne Zweifel ist das berechtigt, Dampf abzulassen, und auch wichtig. Anschließend sollte man dann aber konstruktiv nach Lösungen und weitergehenden Schritten suchen.
Aber ich frage mich, wo die Eltern sind. SIE sind die einzigen Parameter in diesem "Kuddelmuddel", die wirklich etwas bewegen können; sei es durch Kundgebungen, sei es durch "druckvolle" Eingaben und Nachfragen bei Behörden, und so weiter.
Als Beispiel mag das Folgende genannt sein: Bekanntermaßen fällt immer wieder Unterricht aus. Unabhängig von den Gründen dafür sind wir verbeamtete Lehrer verpflichtet, bei vollem Deputat eine gewisse Anzahl an Stunden davon ohne Vergütung zu übernehmen. Den meisten Eltern, so jedenfalls meine Erfahrungen, genügt es, dass eine Stunde nicht ausfällt. Freilich findet das nur auf dem Papier statt. Viel zu selten fragen Eltern nach, ob der auf dem Papier nicht ausgefallene Unterricht denn auch Fachunterricht war, sprich von einer entsprechend ausgebildeten Fachkraft unterrichtet wurde.
Vertretung ist ja nicht gleich Unterricht; aber da liegt der Hase im Pfeffer: Wenn ein Kind viele Sunden Ausfall hatte, also keinen Unterricht, bleibt Stoff auf der Strecke, der irgendwann nachgeholt werden muss. Dafür ist aber de facto keine Zeit. Ich als Deutsch-, Französisch- und Ethiklehrer kann aber keinen Unterricht in Physik geben in z.B. einer 9. Klasse; das geht nur, wenn ich mich mit einem gewaltigen Pensum an Zeit darauf vorbereiten könnte. Die ich nicht habe, bzw. die gar nicht geplant ist. Also heißt das, dass die so genannten Vertretungsstunden in Wirklichkeit meist Betreuungs- und Herumhockstunden sind, wenn sie nicht von einer Fachkraft gehalten werden. Daraus folgt, dass der Unterrichtsausfall, vom inhaltlichen Geschehen her betrachtet, viel höher ist, wenn nicht ein Vielfaches von dem ist, was offiziell angegeben wurde. Das liegt nicht an den Schulen, sondern daran, das diese Augenwischerei politisch gewollt ist, denn sie kostet kein Geld. Wenn nun Eltern auf stattfindenden Unterricht, auf den ihre Kinder ein (einklagbares) Recht haben im Sinne von Inhalt drängen oder klagen würden, wäre viel für die Kinder geschehen. Meistens aber bescheidet man sich damit, dass ja wenigstens die Kinder nicht plötzlich 1 oder 2 Stunden früher nach Hause geschickt wurden. Ich als Beamter kann nur weiterhin übergeordnete Dienststellen darauf aufmerksam machen, dass es hier einen Missstand gibt, was bislang dazu geführt hat, dass man mich und andere (im übertragenen Sinne) ausgelacht hat; aber interessant ist das nur, wenn es auf politischer Ebene und juristischer Ebene ein Unwetter gibt, das letztlich nur Eltern losbrechen lassen können.
@Hilde
von Lieschen (Eltern), 07. Feb 20:42
Dass hier nicht immer nur sachlich diskutiert wird, wird wohl daran liegen, dass eben jeder Forumsteilnehmer seine eigene "Geschichte" hat, die ihn dann dazu veranlaßt, hier auch mal Dampf abzulassen........ist das nicht völlig menschlich? Kann man deshalb gleich von aufgestautem Hass reden? Ist das nicht eher ein Ausdruck von Ohnmacht und Hilfslosigkeit? Und ist es da nicht verständlich, dass man sich nicht mehr so alleine fühlt, wenn man liest, dass andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben - und vielleicht ergibt sich gerade daraus auch der Mut, aufzustehen und etwas zu bewegen.
endlich ein kosntruktiver Beitrag
von Hilde (Eltern), 07. Feb 11:41
Danke Herr Wahl. Ich verfolge die Diskussionen hier seit langem mit Entsetzen. Der aufgestaute Hass auf Lehrer, die für viele Eltern als Blitzableiter für verfehlte Politik herhalten müssen, ist erschreckend und beschämend.
Divide et impera - das hat schon bei Caesar funtioniert: spalte und herrsche.
Würden sich Lehrer und Eltern zusammentun und geschlossen gegen die Ausbeutung und Verwirtschaftlichung von Kindern, Lehrern und Schule stehen, wäre der ganze bildungspolitische Wahnsinn nicht möglich. Stattdessen hackt man sich gegenseitig die Augen aus, auf dem Rücken unserer Kinder. Weil wir alle zu feige sind, gegen die falschen politischen Entscheidungen zusammenzstehen (zum Beispiel in landesweiten Schulstreiks), weil schlussendlich doch jeder seine eigene Suppe kochen will.
So wird das nix in Deutschland.
Gesamtschule
von Joachim Wahl (Lehrer), 07. Feb 09:21
Ich denke, dass die Diskussion am Wichtigsten vorbei geht. Der Punkt ist doch der, dass die Frage nach der Substanz gestellt werden müsste; also danach, was die zu vermittelnden Inhalte sein sollen an einer Schule; gleich, welche Bezeichnung sie trägt.
Die Schwierigkeit ist aber dabei, dass die Politik letztlich nichts anderes will, als möglichst viele gute Noten mit möglichst vielen Abiturienten und möglichst keine Sitzenbleiber (die kosten nämlich Geld!). Deshalb werden solche lustigen Dinge erfunden wie die Verordnung "Versetzung eines nicht versetzten Schülers" (sic!) in Baden-Württemberg.
M.E ist das Niveau an Gymnasium seit 10 - 15 Jahren wegen o.g. Gründen faktisch gesenkt worden. Die Inhalte wurden pauschal, global, allgemein; Überblick vor Einblick.
Nach meinen Erfahrungen wissen eigentlich alle, was das Problem lösen helfen könnte: Kleine Klassen, mehr Lehrer, mehr Zeit; Arbeitszeit anerkannt, auch wenn sie pädagogisch ist, mehr vertrauensbildende Maßnahmen (Landheime, etc). Es liegt doch auf der Hand, dass das Geld kostet. Da man das nicht zahlen will, erfindet man Wortkonstruktionen wie "Qualitätsoffensive", zum Beispiel. Sie als Eltern(vertreter) mögen einmal zu "ihrem" Direktor gehen und fragen, was konkret in den letzten beiden Jahren finanziell/strukturell/inhaltlich an der Schule ihres Kindes sich im Rahmen dieser Wortwurst denn geändert hat. Sie werden über den verblüfften Ausdruck im Gesicht des Direktors erstaunt sein.
Gleiches für die Kinder: Nichts, aber rein gar nichts, hat sich zum Positiven gewendet für die Kinder. Denkbar wären mehr (oder überhaupt) Schulpsychologen, fachlich betreute Hausaufgabenbetreuung, etc. gewesen.
Eines aber hat funktioniert: Ein Schulterschluss für mehr und bessere Bildung von Eltern und Lehrern hat nicht stattgefunden; nicht zuletzt, denke ich, deshalb, weil es der Politik gelungen ist, von ihrer Verantwortung abzulenken und uns in 2 Lager zu spalten; denn: Wo 2 sich streiten, .... Wir reden über, von und mit Worthülsen, aber nicht darüber, wie wir Sachverhalte verbessern und sinnvoll und nachhaltig verändern können. Wir lassen es zu, anstatt unsere gemeinsame Verantwortung für unsere Kinder zusammen wahrzunehmen, dass die Taktik "von oben" aufgeht. Ich wünschte mir, wir würden uns dieser Tatsache bewusst. Dann ginge es endlich wieder schwerpunktmäßig um Inhalte, nicht um Verpackungen.
Liebe Grüße, Ihr Joachim Wahl
Gesamtschule - man muss nicht ins Ausland schauen
von johjoh (Ehemalige), 05. Feb 21:04
Gesamtschulen gab es meines Wissens in Ostdeutschland schon und dort gab es keine Schüler, die nicht lesen, schreiben oder rechnen konnten. Und das Abitur wurde auch in 12 Jahren geschafft... Wie haben die das nur gemacht?
Zukunftsprojekt: "Richtige Schule"
von chickenfeet (Eltern), 13. Jun 18:00
Wir haben nicht genügend Studenten, Hauptschüler bekommen keine Lehrstellen, die soziale Herkunft beeinflusst die Schulwahl,hochbegabten Kindern wird auch das Gymnasium nicht gerecht, usw.usw...
Es ist doch offensichtlich etwas faul im deutschen Schulsystem.
Kinder müssen individuell gefördert werden, brauchen gutes Schulmaterial, fähige motivierte und motivierende Lehrer.
Es muss sich etwas ändern am Lehrangebot.
Wir müssen die Kinder dort abholen wo sie stehen und jedes soweit begleiten wie es gehen kann.
Wir benötigen kreative Ideen für die Zukunft unserer Kinder und keine Betonköpfe, die auf Kosten unserer Kinder ihr politisches Süppchen kochen.
Mehr Geld für die Bildung wäre auch nicht schlecht usw., usw.....
Die Frage ist doch gar nicht ."Welches ist die "richtige Schule"?", sonderm "Wie muss die "richtige Schule" sein und wie komm ich dorthin. Eine Schule in einer Großstadt mit hohem Ausländeranteil hat eine andere Problemstellung zu bewältigen als eine Schule in einer ländlichen Gegend und entsprechend flexibel muss doch unser Bildungssystem reagieren.
Nicht auf den gemeinsamen Pott kommts an...
von Nie-Auslernerin (Eltern), 08. Mai 18:13
sondern darauf, dass man flexibler reagieren kann. Das ist einem im 3gliedrigen Schulsystem verwehrt - mit Einführung von G8 erst recht!
Selbst wenn nach dem 6. Schuljahr erst entschieden würde, welche weiterführende Schule das Kind besuchen soll: danach ist der Weg erstmal gebucht bis zum Ende der 10. Nur der absolute Über-Über-Flieger hat zwischendurch noch die Chance von der Realschule auf Gymnasium zu wechseln und dann müsste er praktisch 1 Jahr wiederholen - also für ihn gesprochen: sitzenbleiben! - um überhaupt eine faire Chance zu bekommen.
Das Konzept der Gesamtschulen ist m. E. prinzipiell richtig. Es greift nur in Deutschland nicht, weil eben nicht alle Kinder dorthin gehen, sondern weil besonders gerne die Kinder dort angemeldet werden, bei denen nicht sicher ist, ob sie z.B. die Realschule schaffen werden. Ein Kind, das eine Empfehlung zum Gym bekommt, wird auch da angemeldet und nicht auf der Gesamtschule. Die wenigen, bei denen das anders ist, bilden eine rühmliche Ausnahme aus anderen, meist privaten Beweggründen (berufstätige Mutter, Schulentfernung z.B.).
Es sollen ja nicht alle das Gleiche lernen, es sollen nur alle die gleichen Chancen haben und flexibel reagiert werden können. Ein Kind, das super Englisch kann, braucht kein Mathe-Genie zu sein. Warum kann es in Englisch kein Gym-Niveau und Mathe meinetwegen Real- oder Hauptschulniveau erreichen?
Das passt nur leider gar nicht ins Schubladendenken. Da müssten die Verantwortlichen sehr dran arbeiten!
Grüße

Nie-Auslernerin
.
von MaxL. (Ehemalige), 27. Apr 21:19
Wie ich woanders schonmal sagte denke ich das die 4 / 6te Klasse eigentlich zufrüh ist, anderseits habe ich einfach aufgrund meiner Persöhnlichen Erfahrungen eine gewissen Aversion gegen den Gedanken ( und damit die Idee)das alle in einen Pot geworfen werden und wenn man ordenltich umrührt wirds austomatisch gut.
@eisbär
von Woher (Eltern), 27. Apr 20:45
Ich weiß ihr Lehrer tut euch herb mit Kritik. Ich weiß auch, dass überfüllte Klassenzimmer keinen Spass machen(unser Kumi meint übrigens dies würde keinen Einfluß auf das Leistungsniveau machen) Aber mal ehrlich ists den wirklich richtig 10jährige zu Sortieren nach sehr gut - mittel - schlecht? Wenn jemand von sich behauptet von Pädagoik Ahnung zu haben kann nur eine Antwort parat haben. Also Eisbär oder Flocke Knuth?
@nie-auslernerin und ?spickmich?
von Stoffel (Schüler), 23. Apr 19:29
ZICKENKRIEG!!!!!!!!^^
@Muddi (Eltern)
von MaxL. (Ehemalige), 21. Apr 15:21
Es ging dabei um eine gezielte Übertreibung des vielzitierten Dogmas " spätere Selektion, bessere Ergebnisse"

Heißt ja nicht umsonst

"Übertreibung veranschaulicht"

Ich selbst bin sicher kein Hochbegabter, der Definition zufolge bin ich nur wirklich ein wenig besser als der Durchschnitt in meinem Alter, dennoch hatte ich massivste Problem in der Schule um mich zum zuören zu motivieren, mit dem geschilderten Ergebniss, irgendwan fehlten mir die Grundlagen und ab dann ging es dann erstmal nurnoch bergab.
@spickmich
von Nie-Auslernerin (Eltern), 21. Apr 13:58
Na dacht ich es mir doch! So ist brav abgestimmt!
Wie hieß es andernorts noch: Wer's nötig hat....
Und diese Schule hat es offensichtlich sehr nötig!
Alles Einsteine???
von Muddi (Eltern), 21. Apr 11:38
Wer sagt denn, das alle Schüler zu "Einstein" werden, wenn sie alle in einer Schule unterrichtet werden? Das ist etwas sehr weit hergeholt.
Bitte WAS ?!
von MaxL. (Ehemalige), 21. Apr 10:07
Werft alles in einen Topf und juhu raus kommen millionen Einsteine?!

Ich bitte euch diese Vorstellung ist absolut lächerlich!

Die genannten Länder bei denen diese Individual-förderung funktioniert sind im vergleich zu Deutschland sehr sehr sehr kleine bzw Bevölkerungsarme Lände.
Von den Ausgrenzungen aufgrund von Sprache o.ä. nmal nicht zu sprechen!

Ich glaube wenn wir uns grenztechnisch genauso wie die nordischen Länder abschotten und dann noch z.B. diese Sprachregeln einführen würde das auch sicher einiges Verändern und vorallem wäre das absolut nicht wünschenswert, aber gut, ziehen wir uns an Pisa und anderen auf und denken das nur durch die anpassung des Schulsystems alle aufeinmal intelligent werden.

Also ich empfinde eine Aufteilung ab der 4 bzw 6 Klasse auch zufrüh, ich wäre ebenfalls für 8 oder 9, ich meine man könnte das ja erstmal als Zwischenphase eingliedern.

Aber nein, die Individualität wird doch eh immer weiter beschnitten,Abi in 12 Jahren, Glanzleistung, ein sehr sehr sehr wichtiges Jahr, was vielen Menschen geholfen hat wieder einmal weggestrichen.
s.o.
von anne.a (Ehemalige), 20. Apr 01:03
Mmh, man kann sich ja lange über den Sinn und Unsinn von mehrgliedrigen Schulsystemen unterhalten, aber bei PISA ist nicht herausgekommen, dass mehrgliedrige Schulsysteme schlechter sind - zumindest nicht, wenn man sich an die Regeln der statistischen Auswertung hält. :) (Ähnlich der Statistik, die zu belegen scheint, dass Treckeraufkommen und Nachwuchszeugung in einem Zusammenhang stehen - tun sie auch nicht ;))

Und es gibt durchaus Otto-Nomral-Lehrer/-Schulen, in denen der Gruppenunterricht durchaus differenziert, d.h. mit unterschiedlichen Noten für die einzelnen Schüler, abgehalten wird. Problem bei der Sache ist natürlich auch die Größe der einzelnen Gruppen bzw. der zur Verfügung stehende Raum, um überhaupt einigermaßen arbeiten zu können. Ich weiß zwar nichts von diesem Herrn mit dem Prinzip "Schüler arbeiten zu wenig", aber die Tendenz weg vom Frontalunterricht hat auch den Vorteil, dass mensch besser lernt, wenn er selbst aktiv wird und nicht nur zum Zuhören verdammt ist (weg vom Faktenlernen hin zur Ausbildung von Fähigkeiten, den so hübsch genannten Kompetenzen). Dafür müssen die Schüler aber auch Verantwortung übernehmen, weil sie nicht mehr alles vorgesetzt bekommen. Sowohl Schüler als auch Lehrer müssen das teilweise erst einmal lernen und vielleicht würde eine elterliche Anregung wie "bei jeder neuen Aufgabe auch neue (zufällige) Gruppenzusammenstellungen bilden" etwas zu einer Qualitätssteigerung beitragen? (Hat in der Berufsschule Wunder gewirkt :)) Und natürlich die Kinder darauf impfen, dass sie petzen, wenn einer sich einfach auf Kosten der anderen ausruht.

Die hier bereits genannte Gesamtschule war übrigens ein Versuch mit Schülern, sie sollte eigentlich gar nicht in Konkurrenz zu "den anderen Schulen" stehen, sondern Unterschiede abbauen und die Entscheidung erleichtern, ob wir in ein derartiges Schulsystem mit längerem gemeinsamen Unterricht umsteigen.
Versuchsobjekt Schüler
von Hannah (Eltern), 16. Apr 14:53
Zitat:

...Ich warte nur auf den nächsten "Feldversuch am lebenden Kind",..

Der ist bereits da und zwar in Form von "Unterrichtsentwicklung und Methodentraining) à la Heinz Klippert. Herr Klippert, interessanterweise Wirtschaftswissenschaftler, servierte überforderten Lehrkräften eine Universallösung für all ihre Probleme. Seine Verkaufsstrategie lag im Publizieren einer Monografie mit der Hauptaussage: Lehrer arbeiten zuviel, Schüler zuwenig. Und siehe da, ganze Hundertschaften von Lehrern stürzten sich auf dieses Opus und Schulen begannen damit Klipperts Methodentraining wie ein Evangelium zu preisen.
Der Lehrer fungiert nur noch als Moderator, die Kinder sollen in von ihm zusammengestellten Gruppen alles selbstständig erarbeiten, autodidaktisch sozusagen. Alle Schüler einer Gruppe erhalten für ihre Ausarbeitung dieselbe Note. Da die sogenannten Stammgruppen aber immer so zusammengesetzt werden, dass auf einen sehr leistungsstarken Schüler 5-6 versetzungsgefährdete Schüler fallen, lässt sich erahnen, wie sich der Schulalltag des erstgenannten gestaltet. Die anderen hingegen erfreuen sich plötzlich akzeptabler Noten.
Wozu benötigen unsere Kinder eigentlich noch Lehrer?


M.f.G.
Nachtrag
von Muddi (Eltern), 15. Apr 22:18
Vorgenanntes Zitat von Peter27.- Einheitsbreischule
Abi für Alle
von Muddi (Eltern), 15. Apr 22:16
Zitat:

"Zurück zum Abi für alle. Die Friseuse und der Verkäufer als Student von BWL? Der Automechaniker in der Vorlesung der Philosophie??? Werdet endlich erwachsen und akzeptiert die geistige Differenz in der Gesellschaft und zwar weltweit und in jeder Kultur."

Zitat Ende.

Ja, genau so meine ich das! Ein Abitur für ALLE kann nur nützlich für die Gesellschaft sein. Eine breite Allgemeinbildung und die Fähigkeit zum steten selbständigen Aneignen von Wissen und Verhalten kann jeder Mensch lernen. Voraussetzung ist natürlich, dass jeder die gleichen Chancen hat. Natürlich gibt es verschiedene Interessen, Neigungen, Fähigkeiten, Fertigkeiten usw. Und die Lernfähigkeit und Lerngeschwindigkeit bzw. die Arten zu lernen sind sicherlich auch unterschiedlich. Ein Handwerker kann zum Beispiel durchaus intellektuelle Fähigkeiten besitzen und diese nutzen. Er kann aber auch "nur" ein guter Handwerker sein und ist trotzdem allgemein gut gebildet. Ein Intellektueller kann technisch und/oder handwerklich begabt sein oder auch "zwei linke Hände" haben.

Ja, es gibt Unterschiede in der Gesellschaft. Und genau das gilt es zu berücksichtigen. Genau deshalb: Gleiche Chancen für Alle! Gleiches Ziel für Alle! Eine Schule für Alle. Und dennoch: Individuelle Förderung für ALLE!

Und: Die Wertigkeit der handwerklichen und geistigen Fähigkeiten sollten gleich sein.
@spickmich die Zweite
von Nie-Auslernerin (Eltern), 14. Apr 15:46
Übrigens:
Wenn Sie schon nachschauen, wie ich unsere Schule bewertet habe, dann ist Ihnen doch sicherlich nicht entgangen, dass meine Kritik einige Punkte betraf und ich nicht zum Rundumschlag ausgeholt habe.
Werfen Sie mir hier vor, dass ich diese Schule nur "schlechtmachen" möchte? Bin ich also nur eine Rachebewerterin? Dann hätten meine Kommentare sicherlich noch ganz anders ausgesehen. Ich habe mich bemüht, wirklich objektiv zu bewerten.
Obwohl ich natürlich längst nicht so gut über Interna der Schule informiert bin, wie das Schul-Personal (Lehrerfortbildung für PC-Raum, Hilfsbereitschaft der Schüler etc.). An welcher Schule arbeiten Sie denn in Stolberg?
Grüße

Nie-Auslernerin
Wohl wahr
von Nie-Auslernerin (Eltern), 14. Apr 14:05
Da haben Sie leider Recht!
Die Klassengröße ist für einen vernünftigen Unterricht das A und O.
Grüße

Nie-Auslernerin
Bildung ohne Loo
von Sabine (Eltern), 14. Apr 13:44
Zuerst einmal Danke für den differenzierten und interessanten Beitrag von "Ein Elternteil".
Leider hat für mich die Diskussion um die Schulform allerdings keine Priorität vor der Diskussion um die Wertikeit von Bildung in unserem Land.
So lange 33 Kinder in der 5. Klasse täglich bis zu 7 Stunden in zu kleinen Klassenräumen unterrichtet werden, brauche ich mich über eine Reform der Schulform nicht zu streiten. Ich warte nur auf den nächsten "Feldversuch am lebenden Kind", der uns als Reform verkauft wird: Einheitsschule unter den oben genannten Bedinungen bringt leider auch nichts.
Danke der Nachfrage
von Nie-Auslernerin (Eltern), 14. Apr 13:16
Auf der Gesamtschule ist ja nicht so einfach ein Plätzchen zu bekommen wie in den hiesigen Realschulen - da gibt es ja doch deutliche Überkapazitäten in letzter Zeit und in Zukunft sowieso.
Aber bis zum vergangenen Jahr war auch keine Gleichheit in der Bewertung der Abschlüsse. Seit den zentralen Prüfungen ist das zumindest nicht mehr der Fall! Lassen wir doch mal ein paar Jahr abwarten, wo es mehr Anmeldungen geben wird. Die Tendenz ist ja jetzt schon ganz deutlich erkennbar. Aber das liegt sicher nur am Ganztagsbetrieb der Gesamtschule, oder???
Grüße

Nicht-Auslernerin
Antwort auf Bravo!
von Spickmich (Eltern), 11. Apr 18:09
Mich wundert jetzt nicht, dass Nie-Aussteigerin die Realschule ihres Kindes schlecht bewertethat, wo sie doch die Gesamtschule als fördernde Schule sieht. Hat ihr Kind dort keinen Platz erhalten? Schade, dass sie nun andere Schulformen schlecht redet!
Einheitsbreischule
von Peter27 (Eltern), 11. Apr 13:24
Da staune ich wirklich! Abi für alle? Und was machen wir mit all den Dumpfbacken? Schauen Sie sich doch in ihrem eigenen Umfeld um und stellen Sie sich vor, dass alle ihre Bekannten Abi hätten. Mir graust. Es gibt halt einfach verschieden begabte oder unbegabte Menschen, das schleckt keine Geiss weg! Ich bin zufällig Schweizer und wir sind ja anscheinend am Ende der Statistik in Sachen Abiabschluss. Naja, die Schweiz veröffentlich weltweit am meisten Patente und hat mitunter die begehrtesten Uni`s, auch für Deutsche. Letztes Jahr haben sich 70'000 Deutsche bei uns einbürgern lassen. Ob die wohl ihre Kinder bei uns in die Schule schicken? Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast...

Zurück zum Abi für alle. Die Friseuse und der Verkäufer als Student von BWL? Der Automechaniker in der Vorlesung der Philosophie??? Werdet endlich erwachsen und akzeptiert die geistige Differenz in der Gesellschaft und zwar weltweit und in jeder Kultur.
elite-einheits- gesamt- gemeinschaftsschule????? is doch egal
von eisbär (Lehrer), 10. Apr 23:33
Egal welche Schulform man nun favorisiert, solange 30-33 Kinder in einer Klasse sitzen kann von individueller Förderung eh keine Rede sein.
In einem der Ländern die uns in Deutschland als Beispiel vorgehalten werden (Finnland)sitzen maximal 20 Kinder im Unterricht und wer nicht fließend die Landessprache spricht wird überhauptnicht aufgenommen sonder in sogenannten "Sprachförderschulen" die von Pisa nicht efasst werden unterrichtet.
Von doer könnten wir noch lernen wie man Statisken frisiert... sonst nix....
(und einige Bundesländer mit gegliedertem Schulsystem haben die gleichen Ergebnisse wie Finnland... nur mal als Denkanstoß für die Freunde des Einheitsbreis...)
Bravo!
von Nie-Auslernerin (Eltern), 09. Apr 10:44
Was soll man diesem Beitrag noch hinzufügen? Recht hat der Mann!
Der Begriff "Einheitsschule" soll schon alleine negative Empfindungen wecken. "Gemeinschaftsschule" würde genau das Gegenteil erreichen: als eine Gemeinschaft durch den größten Teil der Jugend gehen, denn die verbringen Jugendliche ja nun mal in der Schule.
Seit der Einführung des Abiturs nach 12 Jahren ist nun vollends Schluss damit, nach der Erprobungsstufe noch auf ein Gymnasium wechseln zu können. Gleiche Chancen bietet bisher lediglich die heutige Gesamtschule. Es wird Zeit, dass sie sich endlich durchsetzt auch in den Köpfen der konservativen Politiker. Aber solange die christlichen Parteien zu großen Teilen das Sagen haben, sehe ich da leider schwarz.
Grüße

Nie-Auslernerin
Was ist eine Einheitsschule ?
von Ein Elternteil (Eltern), 08. Apr 22:02
Würde man den von der CDU stilisierten Begriff der "Einheitsschule" folgen, würde dies bedeuten, das wir alle "Einheitskinder" hätten. Dies kann wohl niemand ernsthaft behaupten. Die sind so individuell wie die Wellen im Meer. Ich habe eine interessante Abhandlung gefunden, die ich hier zum besten geben möchte.

Von Robert Giese und Lothar Sack

Wir brauchen eine Schule für alle!
Das gegliederte Schulsystem ist nicht wettbewerbsfähig. Es ist weder leistungsfähig noch gerecht. Nirgendwo sonst ist der Erfolg in der Schule derart abhängig von der Herkunft.

Die Schule für alle, egal, wie sie heißt, folgt der Idee, dass nur eine gemeinsame Schule für alle Kinder einer demokratischen Gesellschaft angemessen ist, dass nur so die Idee der Chancengleichheit realisierbar ist, dass nur so handelnd gelernt werden kann, mit der Verschiedenheit der Menschen konstruktiv umzugehen. Viele in unserem Land sahen bisher diesen Zusammenhang nicht oder fanden ihn nicht wichtig und setzten ihre Prioritäten anders. Der Glaube, dass nur Unterricht in Gruppen von Gymnasiasten, Realschülern, Hauptschülern, Sonderschülern zu guten Ergebnissen führe, kommt einem religiösen Dogma nahe. Dieses Festhalten an der Ständeschule des Kaiserreiches unterscheidet uns von den meisten europäischen Nachbarn.

Dass unser Schulsystem dabei weder besonders leistungsfähig noch gerecht ist, zeigen vielfältige nationale und internationale Untersuchungen. Sie zeigen sogar, dass die Gruppe der Schüler, die besonders wenig lernen, bei uns besonders groß ist und dass nirgendwo in den Industriestaaten der Schulerfolg stärker von der Herkunft abhängig ist.

Für die absehbare wirtschaftliche Entwicklung bringt unser Bildungssystem nicht genügend Jugendliche zu höheren Bildungsabschlüssen. „Wenn man berücksichtigt, dass künftig geburtenschwache Jahrgänge die Schule verlassen, wird Deutschland den steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften so nicht befriedigen können“, sagt die OECD in ihrem Bericht „Education at a Glance 2006“. Für die vielen Minderqualifizierten wird es nicht ausreichend Arbeitsplätze geben. Mittlerweile ist unsere Schule zu einem Risikofaktor für die wirtschaftliche Prosperität, ja zu einem Armutsfaktor geworden.

Genauer: In Deutschland erlangen knapp 40 Prozent der Schüler eine Berechtigung zum Hochschulstudium. Damit belegt Deutschland den drittletzten Platz der OECD. Mexiko und die Schweiz kommen auf weniger, die Spitzenreiter Irland, Israel, Finnland, Polen und Schweden erreichen 80 bis 90 Prozent. Der Verdacht, dass diese Ergebnisse mit einem geringeren Niveau erkauft sind, wird durch Studien wie TIMSS und Pisa widerlegt.

Qualität und Struktur zusammen denken

Man mache sich Folgendes klar: Um zur Spitze aufzuschließen, müssten bei uns alle Schüler des Gymnasiums (einschließlich der rund 30 Prozent, die es heute aus Leistungsgründen verlassen müssen), alle Realschüler, ein großer Teil der Hauptschüler und alle Gesamtschüler ein Abitur machen. Glauben Sie, dass dies mit dem gegliederten Schulsystem gelingt? Und wenn es gelänge, hätten wir kein gegliedertes System mehr! Qualität und Struktur des Schulsystems sind auf enge Weise verkoppelt.

Damit man einen so großen Anteil hoher Qualifikation erreicht, muss sich die Schule von Anfang an um jeden Einzelnen kümmern, so wie er da ist. Wir können Kinder und Jugendliche schließlich nicht umtauschen. Wir brauchen also eine Pädagogik, die jedes Kind, jeden Jugendlichen anerkennt, wertschätzt, respektiert, unterstützt und bestärkt, nicht beschämt oder demütigt. Eine Pädagogik, die in jedem Kind eine Hochbegabung vermutet und ihm hohe Leistungen zutraut. Wie verträgt sich aber diese Pädagogik mit Sitzenlassen, Probehalbjahr, Abschulen, Abstufen im leistungsdifferenzierten Unterricht oder mit Bemerkungen wie, dass ein Schüler „hier wohl nicht hingehört“?

Wir brauchen eine Schule, in der genau das nicht stattfindet. Als Konsequenz darf es keine ungleichwertigen Bildungsgänge und erst recht keine ungleichwertigen Schularten geben. Eine anerkennende Pädagogik muss das Lernen des einzelnen Schülers in den Vordergrund stellen. Lernerfolg entsteht nur, wenn jeder Schüler die Möglichkeit der selbstständigen, aktiven Auseinandersetzung mit den Gegenständen hat in einer Atmosphäre, die ihn ermutigt und in der Lernfreude und Leistungswille entstehen. Dafür müssen individuelle Lernwege zugelassen werden. Das Unterrichten und Belehren als Tätigkeit des Lehrers muss zurücktreten zugunsten seiner Tätigkeit als Lernbegleiter, Lernberater und Gestalter von Lernmöglichkeiten. Mit der Wahl des Verbs – lernen oder unterrichten – rücken wir das jeweilige Subjekt – Schüler oder Lehrer – in den Blickpunkt. Wir müssen uns mehr um die Tätigkeit des Schülers, das Lernen kümmern. Also mehr Lernen und weniger Unterricht. Übrigens, als eine Konsequenz dieses Paradigmenwechsels sollten wir den Lernausfall zum Skandal erklären – auch den mit Anwesenheit des Lehrers –, weniger den Unterrichtsausfall.

Vorbilder braucht man nicht im Ausland suchen

Es gibt in Deutschland Schulen, die diese Pädagogik vorbildlich praktizieren, etwa die Preisträger des deutschen Schulpreises; sie erzielen überdurchschnittliche Ergebnisse, und keine von ihnen sortiert die Schüler in Gymnasiasten, Realschüler usw. Viele der Schulen, die niemanden als „ungeeignet“ an andere Schularten abgeben können oder wollen, haben sich längst auf den Weg gemacht und entwickeln eine Pädagogik der Anerkennung. Die Diskussion um die Gemeinschaftsschule bietet die Chance des notwendigen Umdenkens und Umsteuerns. Es ist an der Zeit, dass sich alle Schulen – und hier sind zuvorderst die Gymnasien aufgefordert – auf die Verschiedenheit der Menschen einlassen und lernen, damit konstruktiv umzugehen; auch sie müssen letztlich den Schritt zur Gemeinschaftsschule gehen. Anders werden wir Gerechtigkeit und Qualität in unserem Schulsystem nicht nachhaltig verbessern. Es gibt viel zu tun, packen wir es an!

Lothar Sack ist Vizevorsitzender des Gesamtschulverbands.
Gesamtschule - eine gute alternative
von Angel (Schüler), 08. Apr 21:38
Ich bin 11 besuch die 6. Klasse einer Gesamtschule.
Meine Schulempfehlung war eigentlich Sekundarstufe. Bisher stellte sich raus, dass dies eine Fehlentscheidung gewesen wäre. Ich mache mittlerweile eine 2. Fremdsprache und bin mit die beste in der Klasse.
Gesamtschule ist eine alternative und einfach nur zu empfehlen.
"Einheitsschule" ist missverständlicher Begriff
von Radarwarner (Eltern), 08. Apr 21:31
Die OECD kritisiert zu Recht das dreigliedrige Schulsystem. Es gibt weltweit überhaupt nur (noch) 25 Länder, die an diesem überholten und laut PISA-Ergebnissen unsozialen, Begabungsreserven vernichtenden System festhalten: 16 davon liegen in Deutschland ;-) [der Rest in Österreich...].
Modern konzipierte eingliedrige Schulsysteme sind eben gerade nicht Einheitsschulen sondern Schulen mit
Blick auf jedes einzelne Kind mit seinen Begabungen und Fertigkeiten, losgelöst vom jeweiligen Bildungs-, Herkunfts- und Geldbeutelhintergrund
der Elternhäuser.
Einheitsschule
von Veilchenblau (Eltern), 08. Apr 20:51
eine Einheitsschule empfänd ich als Katastrophe. Schon jetzt wird oft genug der Standard einer Klasse nach dem schwächsten Glied ermittelt. Entsprechend haben schulisch begabtere Kinder Langeweile, passen nicht mehr auf u scheitern u U in der Schule. Es ist nicht hinnehmbar, dass die zukünfitgen möglichen Leistungsträger, die bei uns etwas erforschen, erfinden oder entwickeln könnten, nicht ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden können. Im globalen Wettbewerb könnten wir unseren wirtschaftlichen Standard u unseren Wohlstand ohne diese Erfinder u Entwickler nicht mehr halten. Wir klagen nämlich immernoch auf hohem Niveau, auch was unser Gesundheitssystem u unsere Rentenleistung angeht. Gute Köpfe sind unsere Kapital von morgen. Nicht umsonst haben die Staaten aus Fernost extra Leute, die auf unseren Patentämtern nach auslaufenden, oft ungenutzten Patenten suchen um die dann im Reich der Mitte oder anderen fernöstlichen Staaten weiter zu entwickeln.Mit etwas weniger zementierten Vorstellungen wäre es sicher möglich die besondere Begabung eines jeden Menschen zu finden u die separat zu fördern. Dazu müsste das 3gliedrige System nicht abgeschafft sondern nur ergänzt werden durch AGs, nachmittägliche Angebote und nicht durch Verwahranstalten. Wenn man sich seiner Leistung nicht mehr schämen muss dann macht es wieder Spass Leistung zu bringen. Wenn alle gleich sein sollen,dann verstecken sich die"andersartigen". Gleichmacherei = Stillstand.
bloß keinen Einheitsbrei - Individuelle Forderung nur an Iindividuellen Schulfor
von eisbär (Lehrer), 08. Apr 19:06
Die Einheitschule wäre der Untergang aller Schüler.Egal ob Begabte oder Schüler die mangels Begabung mehr Förderung brauchen.
Begabte langweilen sich, klinken sich aus vom Unterricht und stürzen leistungsmäßig ab.
Schwächere Schüler können dem Unterricht nicht mehr folgen, klinken sich ebenfalls aus, werden kaum etwas lernen und stürzen ab.
Vernünftiger wäre es die landesweiten standartisierten Einheitstests an den Grundschulen wieder einzuführen um einen einheitlichen Wissensstandart nach 4 Jahren Grundschule zu sichern.
Und wenn dort alle 4 Jahre lang, die gleichen Chancen hatten müssten ja auch alle gleich gut sein, oder????
Sind sie aber nicht, und darum brauchen wir ein mindestens 3 gliedrigs Schulsystem um allen Begabungsformen gerecht zu werden.
Sonst wird ein Teil der Schüler unterfordert und der andere teil wird überfordert, und beides führt nicht zum Erfolg.
Eine Einheitsschule wäre richtig klasse
von Lotta (Eltern), 08. Apr 17:29
Wenn alle Kinder auf eine Schule gehen würden,gebe es vermutlich weniger Kids die auf der Strecke blieben.Wichtig wäre es auch speziell für meine Kinder,dass sie nicht von ihren Freunden getrennt wären.Alle wären Gleich!
Die Lösung lautet eine Schule für alle
von Jolante (Eltern), 08. Apr 16:31
Ich kann mich im Prinzip nur der Aussage meiner Vorrednerin anschließen.
Eine Trennung der Kinder nach der Grundschule halte ich für völlig falsch.
Denn nicht jedes Kind hat in den 4 Jahren schon zeigen können was in ihm steckt und so mancher Grundschuleinserkandidat ist im Gymnasium ziemlich schnell untergangen.
Außerdem sollten auch die Freundschaften nicht durch den dreigliedrigen Zweig abgerissen werden.
Es gibt nicht die "richtige Schule" in unserem Schulsystem
von Muddi (Eltern), 08. Apr 15:34
Ich habe meine drei Kinder durch "ihre" drei verschiedenen Schulen Hauptschule, Realschule und Gymnasium begleitet. Obwohl wir die jeweilige Schulempfehlung befolgt haben, wurde keins der Kinder entsprechend richtig gefordert und gefördert. Entsprechende Noten in einzelnen Hauptfächern reichen offensichtlich für die Festlegung und Zementierung der "richtigen" Schule. Die individuelle Förderungungen einzelner Stärken und Schwächen blieben auf der Strecke. Nach unseren Erfahrungen kann ich sagen, dass alle meine Kinder auf jeder Schulform etwas hätten lernen können. Jede Schule bietet etwas, was es an der anderen Schule nicht gibt. Fazit: Wir brauchen eine Einheitsschule für alle vom 1. bis zum 9. Schuljahr mit dem Ziel einer Fachoberschulreife, wobei die handwerklichen und geistigen Fähigkeiten gleichberechtigt sind. Im Anschluss sollte es verschiedene Möglichkeiten zur schulischen Berufsausbildung incl. schulischer Allgemeinbildung bis zum Abitur FÜR ALLE geben. Eine Einheitsschule bietet gleiche Chancen. Die Kinder könnten sich gegenseitig helfen und alle voneinander lernen. Toleranz und das "Wir-Gefühl" hätte einen anderen Stellenwert.Die Gesellschaft sollte nicht getrennt sein. Fangen wir mit der Schule an.

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