Bewertung der Schulen im SchulRadar

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Werner Seelenbinder Schule Lübbenau
von Anonym, 14. Nov 14:59
Mein Sohn Geht in die 2 Klasse der Werner Seelenbinder Schule in Lübbenau und ich muss sagen das die Kompetenz der Lehrer zu wünschen übrig lässt. Mein Sohn musste die 1. Klasse wiederholen und ist auch nur mit hängen in die 2. Klasse gekommen. Wenn mein Sohn mir mitteilt das die Lehrer ihm nicht helfen und auch nie dran nehmen dann sag ich nur" dann kann es ja auch nichts werden". Die Lehrer scheinen mir überfordert und nicht ausgebildet genug. Ich lerne mit meinen Sohn zuhause auch aber ich bin nun mal kein Lehrer und wenn die meinen Sohn nichts beibringen wer denn dann?
Gute Mischung von Negativ und Positiv wäre wünschenswert
von EMi79 (Eltern), 16. Mär 21:34
Ich hoffe, dass sich die Seite auch noch mit positiven Beiträgen füllt. Klar, meistens schreibt man schnell drauf los, wenn man sich ärgert - menschlich. Es ist doch immer weider zu beobachten, dass es anscheinend schwerer ist, ein Lob auszusprechen. Die Kritik ist sicherlich auch berechtigt, nur fehlen mir die postiven Gegenargumente für eine halbwegs realistische Einschätzung. So ist mir z.B. aufgefallen, dass eine Schule, die mir durchaus positiv aufgefallen ist (und somit in die engere Auswahl der Entscheidung gefallen ist), eine Bewrtung 4,0 bekommen, auf Grund 1 Bewertung. Da hat sich jemand mächtig geärgert, sicherlich nicht unberechtigt, aber deswegen hoffe ich, dass hier bald sowohl + und - geschrieben wird und sich die Bewertungen gut füllen. Eine Mischung aus Schüler/Eltern und Lehrerbeiträgen wäre natürlich super. Wenn eine solche Plattform von allen vernünftig genutzt wird, kann diese Seite hier sicherlich irgendwann als ergänzende Informationsquelle für eine Entscheidung herangezogen werden. Letztendlich zählen an erster Stelle doch, das Angebot bzw. die fachlichen Zweige, sowie Kriterien ob Mittagsbetreuung notwendig oder nicht und ob sich das Kind spontan in dieser Schule wohlfühlt.
In der Entscheidungsfindung, in der sich ja momentan wieder viele Grundschuleltern und Kinder befinden hilft wohl doch nur alle Infoabende mitnehmen und das "Schönreden", was sicherlich jede Schule tut, um genügen Eingangsklassen zu bekommen selbst nach unten zu korrigieren und hoffen, dass die Entscheidung nicht vollkommen falsch war.
Fragen Sie mal nach einem guten Handwerker, da bekommen Sie auch hauptsächlich die genannt zu denen man NIE mehr hin gehen würde....nur den falschen Handwerker ist man zum Glück nach ein paar Stunden wieder los. In diesem Sinne wünsche ich allen bei denen es ansteht eine gute Entscheidung:)
So gehts normaler Weise
von Nie-Auslernerin (Eltern), 22. Sep 17:23
Hallo Ratlos,
die entsprechende Schule Ihres Kindes suchen und dann gibt's unten eine Funktion "Bewerten".
Dann müssten Sie auf eine Seite kommen, wo Sie die unterschiedlichen Bereiche bewerten und kommentieren können.
Wenn sich seit meiner Bewertung nichts geändert hat - ist schon eine Weile her.
Grüße

Nie-Auslernerin
Wie kann ich eine Schule hier bewerten?
von Ratlos (Eltern), 18. Sep 11:46
Wie kann ich eine Schule hier bewerten?
@ cheffe
von Nie-Auslernerin (Eltern), 17. Sep 11:53
Prinzipiell haben Sie sicherlich Recht. Ich glaube aber nicht, dass das an unserer Schule das Problem darstellt. Ich bekomme es bei den Elternabenden, -sprechtagen, -stammtischen und Pflegschaftssitzungen immer wieder mit, dass die Mehrheit der Eltern durchaus die Arbeit der überzeugten Pädagogen zu würdigen weiß. Aber genau wie 3 Rabauken eine ganze Klasse in Verruf bringen können, so können wenige richtig miese Lehrkräfte das ganze Kollegium schädigen. Und ähnlich wie bei der Klasse der Klassenlehrer, ist beim Kollegium der Schulleiter in der Pflicht, diese Kandidaten in den Griff zu kriegen. Sowohl die Mitschüler als auch die Kollegen sind damit überfordert, weil sie moralisch zwischen den Stühlen sitzen.
Das Problem ist, dass um den vermeintlich guten Ruf zu wahren vieles unter den Tisch gekehrt wird (auch die Kollegen petzen nicht gerne), was eigentlich auf ein Kehrblech und dann in die Tonne gehört, wenn Sie verstehen, was ich meine.
Neulich habe ich erfahren, dass eine Elternbefragung in unserer Schule stattgefunden hat, die auch in der Presse Erwähnung gefunden hat - mit dem Vermerk "kein einziger negativer Kommentar von den Eltern". Das war jedoch - schlichtweg gesagt - eine faustdicke Lüge! Das kam übrigens nicht bei einem Stammtisch zur Sprache, sondern bei einer Pflegschaftssitzung ans Licht (jedenfalls so weit es mich betrifft). Das bekommt dem guten Ruf natürlich außerordentlich gut.
Es bedeutet schon einen außerordentlichen Kraftakt für die wirklich guten Pädagogen an dieser Schule, solche Fehltritte der Schulleitung oder auch einzelner Lehrkräfte immer wieder aufzufangen. Es scheint sich auch in den Anmeldezahlen nieder zu schlagen, denn dieses Jahr gibt es erstmals nur eine einzige 5er Klasse. Das wird einzig daran festgemacht, dass wir keine Ganztagsschule sind - deshalb sollen angeblich die meisten Leute ihre Kinder bei den Gesamtschulen der Umgebung angemeldet haben. Dieser Gedanke ist offensichtlich wesentlich bequemer, als die Beschäftigung mit den wirklichen Knackpunkten an dieser Schule. Ist offensichtlich ein großer Teppich, wo viel drunter passt.
Die Wahrheit wird sich dann zeigen, wenn die Schule tatsächlich Ganztagsschule werden sollte. Ob die Anmeldezahlen dann wie erhofft in die Höhe schnellen werden, wage ich zu bezweifeln. Die andere Realschule im Ort ist nämlich auch keine Ganztagsschule und hat als einzige Schule im Kreis Zuwächse bei den Anmeldezahlen gehabt. Die Zahlen standen groß und breit mit Vergleichszahlen des Vorjahres in der Presse. Praktisch wird den Gesamtschulen die "Schuld" für die fehlenden Anmeldungen zugeschoben.
Es gibt da einen passenden Witz über einen Tennisspieler, der immer wieder die Aufschläge verhaut und nach etlichen Versuchen immer wieder die Bälle wechselt - um wieder daneben zu liegen. Ein Zuschauer spricht ihn an und sagt "Vielleicht hat es ja gar nicht am Ball gelegen?". Da stutzt der Spieler, überlegt und meint erleichtert "Klar - bestimmt liegt es am Schläger!"
So kommen mir die momentanen Rettungsversuche hier vor. Unterhält man sich im Ort mit den Eltern, die Kinder da haben/hatten, dann sind sich 80 % einig: Man kann diese Schule einfach keinem Bekannten mehr guten Gewissens für seine einzuschulenden Kinder empfehlen. Und das wird auch niemand nur der Schulleitung zu Liebe tun. Denn wenn die eigenen Kinder aus der Schule sind, dann interessiert einen diese Schule und was draus wird nicht mehr. Aber seinen Bekanntenkreis behält man in der Regel.
In der gleichen Sitzung wurde auf den nach wie vor hohen Unterrichtsausfall angesprochen. Antwort: Was meinen Sie, wie schlimm das in anderen Schulen hier im Ort ist - da sind wir noch harmlos!
Verstehen Sie, was ich meine?
Stellt man als Vater oder Mutter diese oder ähnliche Fragen öfter, ist man gleich im Kollegium als störendes Elternobjekt ausgemacht und glauben Sie's mir: von dem ein oder anderen Kollegen bekommen es die Kinder zu spüren! Also stellt man irgendwann solche Fragen nicht mehr. Was anderes ist ja auch nicht beabsichtigt gewesen. Man (die Eltern) soll sie doch in Ruhe ihren Job erledigen lassen, weil man ja doch kein Pädagoge ist und eh keine Ahnung hat.
So - und jetzt haben Sie als Direktor die Gelegenheit, mich vom Gegenteil zu überzeugen, dass es sich lohnt, sich trotz Nachteilen für das eigene Kind weiter gegen Windmühlen zu stemmen und Teppiche aufzurollen, damit der ganze Mist dadrunter raus kommen kann.
Wenn Sie mich fragen, dann wartet das gesamte Kollegium einfach manchmal darauf, dass störende Elemente endlich die Schule nach der 10 verlassen, damit sie schön bequem weitermachen können wie bisher, ohne dass es auffällt. Es ist so frustrierend und ermüdend mit der Zeit. Neulich wunderte sich in einer Pflegschaftssitzung der Lehrer darüber, dass die Zahl der Teilnehmer mit jedem Jahr geringer wird. Mich nicht!
Grüße

Nie-Auslernerin
@Diavola
von Lieschen (Eltern), 01. Sep 11:53
@Diavola

Sie schreiben mir in Ihrem Beitrag Aussagen zu, die zwar nicht von mir stammen, denen ich aber vorbehaltlos zustimme ;-)

@Wie kann es angehen, dass eine so junge Lehrerin nicht die Symptome einer Teilleistungsstörung zumindestens erkennt?! Das ist unglaublich. Für mich ist das ein Mangel in der Ausbildung, ganz klar.@

Die Lehrerausbildung bezieht sich meist nur auf fachliche Kompetenzen, psychologische und pädagogische Aspekte werden meist nur in Crashkursen vermittelt, so hat es mir eine Referendarin mal erklärt. Die Weiterbildungsangebote gerade auch im Hinblick auf Dyskalkulie bestehen auf freiwilliger Basis, Lehrer können scheinbar nicht verpflichtet werden, daran teilzunehmen. In einem Gespräch mit einer Seminarleiterin, die Fortbildungskurse für einen besseren Umgang mit Dyskalkulie leitet, erfuhr ich, dass leider auch vielen Lehrern, die das Angebot nutzen, weil sie vom Schulleiter dazu aufgefordert waren, trotzdem das Verständnis für rechenschwache Schüler fehlt. Vielleicht liegt das aber auch an der gängigen Meinung, Teilleistungsstörungen würden von einem „kranken“ Gehirn verursacht. Mittlerweile gibt es aber Gegenmeinungen, zu denen auch ich persönlich mehr tendiere und durch die Erfahrungen mit meinen eigenen Kindern voll und ganz bestätigen kann. Da wird nämlich nicht von „kranken“ Gehirnen gesprochen, sondern einfach von einem anderen Denken: Du lehrst in Worten – ich lerne in Bildern.
Aber dieser Ansatz setzt sich erst langsam durch, denn ein Umdenken in unserer Gesellschaft und besonders im Hinblick auf Schule und Kinder fällt oft deshalb schwer, weil davon ausgegangen wird, dass das, was bisher immer gut funktioniert hat, auch weiterhin gut sein muss, das ist ein großes Dilemma unseres Schulsystems. Wirft man mal einen Blick auf die Situation der letzten 15 Jahre, stellt man fest, dass gerade solche erfundenen Begriffe wie Dyskalkulie, Legasthenie, ADS usw. zu einem Schubladendenken geführt haben nach dem Motto: Alles was „anders“ ist, wird aus der Schule ausgelagert und lieber Therapeuten überlassen. Ein Umdenken in der Richtung, dass man Kindern und Lehrern in der Schule wieder mehr Zeit geben muss, um von vornherein das Basiswissen zu festigen, würde hier sehr helfen.

@Die Dame kommt auch nicht auf die Idee, sich selber zu hinterfragen - Stichwort menschliche Schwächen.@

Besonders die engagierten Lehrkräfte identifizieren sich sehr mit ihrem Beruf und Kritik wird deshalb von ihnen auch meist sehr schnell als persönlicher Angriff aufgefasst. Menschliche Schwächen stellen ja im Grunde eine Chance zum persönlichen Wachstum dar, wenn man sie denn erkennt. Wenn auch vielleicht diese Erkenntnisfähigkeit vorhanden ist, braucht es dennoch Mut zur Überwindung und ein verständnisvolles Umfeld. Das ist oft leider in den Schulen nicht gegeben, weil hier eher Konkurrenzdenken vorherrscht oder jeder Lehrer der Meinung ist, nur er allein wüsste, was gut ist.
Die Lehrerausbildung umfasst ja auch die Referendarzeit in der Schule und hier wäre es gut, wenn ältere Lehrer den jungen angehenden Lehrern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Statt dessen werden Referendare oft als Lückenfüller eingesetzt, weil es an Personal mangelt und die Begleitung durch einen Mentor ist zeitlich sehr begrenzt. Bei allen Themen und Schwierigkeiten, die Schule betreffen, zeigt sich letzten Endes immer wieder, dass das große Manko „ZEIT“ ist.

@Ich würde gerne wissen, was man denn dagegen/dafür tun könnte? Jeder Mensch im normalen Wirtschaftsleben muss sich weiterbilden und hinterfragen lassen und es gibt Wege dafür, das zu tun (Coaching, etc.).
Es geht mir hier nicht darum, jemanden einen "auszuwischen", es geht mir darum, dass mein Kind noch eine schöne oder zumindestens erträgtlich Restschulzeit hat. Ein Schulwechsel kommt für mich auch nicht mehr in Frage, da sie in der 4. Klasse ist.@

Dieses Anliegen verstehe ich gut, aber ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass man als Eltern nur wenig Einflussmöglichkeiten hat, besonders dann, wenn es um menschliche Schwächen geht. Der beste Weg besteht vielleicht darin, sich Gleichgesinnte zu suchen und gemeinsam einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, wo wir als Eltern Verbesserungsbedarf sehen und der ist nun mal denfinitiv in der Lehrerausbildung zu sehen, in einem psychologischen Eignungstest und später durch kompetente Begleitung.

Wenn Sie möchten, schauen Sie gerne mal in folgende Links, die habe ich auf meiner eigenen Suche gefunden und vielleicht hilft Ihnen das ein bisschen weiter:

http://home.arcor.de/fuer--dich/Gedanken.htm (humane Kompetenz)

http://www.highsensitive.com/4.html

Mängel in Ausbildung & menschliche Schwächen
von Diavola (Eltern), 31. Aug 11:21
Zitat von lieschen:
"Die Frage, die mir aber immer auf der Seele brennt ist die, warum es absolut verpönt und sträflich ist, auf diese menschlichen Schwächen zu sprechen zu kommen? Sicher ist es unangenehm, wenn man zugeben muss, dass man irgendwo ein Manko hat. Es gibt sie natürlich die Lehrkräfte, die diese Probleme erkennen und sich dann selbst auf die Finger schauen und auch selbst Fragen stellen, ob sie dieses oder jenes wirklich klar und unverfälscht beurteilen oder ob nicht doch die Sympathie bei x oder y liegt, weil der immer so wissbegierig oder meinetwegen auch keck ist. Aber wieso können diese vielen Lehrer etwas, was eben auch vielen Lehrern fehlt? Ich würde es für ein Problem mangelbehafteter Ausbildung halten. Es wird das Hauptaugenmerk auf die fachliche Qualifikation gelegt. Wie wäre es z.B. mit einer Art psychologischem Ausbildungs- und hinterher auch Testverfahren für angehende Pädagogen? Das ist keinesfalls ironisch oder böse, sondern wirklich ernst gemeint!"

auch ich bin von einer sehr netten, 31 -jährigen engagierten Lehrerin "betroffen".
Seit drei Jahren quält mein Kind sich durch die Schule (mit Bauchschmerzen u. ä. körperlichen Symptomen) und die ganze Zeit über wird an meinem Kind herumtherapiert und die Schuld für ihre schlechte Leistung wahlweise bei mir oder bei meinem Kind gesucht. Da diese Lehrerin von Teilleistungsstörungen wie Dyskalkulie etc. scheinbar noch nie gehört hat, eröffnete sie das Sonderschul-Verfahren für mein Kind - zum Glück erfolglos. Die Dyskalkulie-Therapie war zwar richtig für mein Kind, brachte aber nicht sooo den gewünschten Erfolg.

Wie kann es angehen, dass eine so junge Lehrerin nicht die Symptome einer Teilleistungsstörung zumindestens erkennt?! Das ist unglaublich. Für mich ist das ein Mangel in der Ausbildung, ganz klar. Die Dame kommt auch nicht auf die Idee, sich selber zu hinterfragen - Stichwort menschliche Schwächen.

Ich würde gerne wissen, was man denn dagegen/dafür tun könnte? Jeder Mensch im normalen Wirtschaftsleben muss sich weiterbilden und hinterfragen lassen und es gibt Wege dafür, das zu tun (Coaching, etc.).
Es geht mir hier nicht darum, jemanden einen "auszuwischen", es geht mir darum, dass mein Kind noch eine schöne oder zumindestens erträgtlich Restschulzeit hat. Ein Schulwechsel kommt für mich auch nicht mehr in Frage, da sie in der 4. Klasse ist.
Bewertung durch Ehemalige
von Filippa05 (Ehemalige), 26. Aug 21:37
Schade, dass Ehemaligen keine eigene Bewertung zusteht. Fände dies sehr sinnvoll, elf Jahre nach dem Abitur sieht man alles häufig anders. Die Lehrer, die man zur Schulzeit noch toll und fähig/ nett fand, entpuppen sich z.B. im Nachhinein doch eher als fachlich inkompetent.
Gerade, wenn man verschiedene Schulen besucht hat, ist eine Bewertung als Ehemalige durch die Vergleiche noch aussagekräftiger.
@ checker
von NoraMaite (Ehemalige), 07. Aug 18:38
Wir haben beim Schulradar die Anzahl der Mindestbewertungen für Schulen hochgesetzt um eine noch höhere Objektivität gewährleisten zu können. Daher kann es sein, dass manche Bewertungen nun vorerst nicht mehr sichtbar sind.

Nora - Schulradar
Endlich kann man auch als Eltern bewertungen abgeben
von Betty (Eltern), 15. Jul 14:40
Die Schule hier im Schulsprengel, eine Katastrophe.
Aber anscheinend hat das mit der Schulleitung viel zu tun. Ich wünsche den Schülern dieser Schule, dass wenn nächstes Jahr der Rektor in den Ruhestand geschickt wird, dass was viel besseres nachkommt. Den schlechter kanns nicht mehr werden.
Schulbewetungen
von checker (Eltern), 01. Jul 08:36
Wohin sind denn bei vielen Schulen die Bewertungen verschwunden? Bei den betreffenden Schulen steht jetzt als Note 0,0.
@ cheffe (Direktoren)
von Stimo (Eltern), 14. Jun 12:19
Sie haben mir mit Ihrem letzten Beitrag direkt aus der Seele gesprochen und ich kann Ihren Ausführungen nur voll und ganz zustimmen! Es reichen nur ganz wenige "schwarze Schafe" aus (egal ob Schüler, Lehrer oder Eltern), um die Stimmung kippen zu lassen ... das Hauptaugenmerk richtet sich dann nur noch auf diesen "Brennpunkt" und die wirklich gute Arbeit, die die anderen leisten (egal ob Schüler, Lehrer oder Eltern) gerät dadurch oft total in den Hintergrund. Das ist sehr schade. Leider ist es aber in unserer Gesellschaft inzwischen so üblich: Gemeckert wird sofort und oft auch reichlich und unsachlich - aber ein Lob austeilen, und zwar u.U. auch schriftlich und sich dafür die entsprechende Zeit nehmen, dass macht kaum jemand. Auch an "meiner" Schule gibt es manchmal Ärger (egal ob mit Schülern, Lehrern oder Eltern) und das ist auch im Alltag ganz normal - es gibt im (all-)täglichen Zusammenleben und -arbeiten nun mal nicht immer nur "Eitel-Freude-Sonnenschein" - wer das behauptet sagt nicht die Wahrheit. Wichtig ist dabei immer, dass über die Konflikte gemeinsam gesprochen und an Lösungen gearbeitet wird.
Ich jedenfalls bin mit "meiner Schule" hoch zufrieden und habe hier im Schulradar eine entsprechende Wertung abgegeben. Das hat mich einige Zeit und Mühe gekostet - aber das war es mir wert !!!
@ Nie-Auslernerin
von Lieschen (Eltern), 30. Mai 12:29
@Lehrer können keine umfassend objektiven Benotungen machen, weil sie eben auch nur Menschen sind. Mit menschlichen Stärken und Schwächen.
Die Frage, die mir aber immer auf der Seele brennt ist die, warum es absolut verpönt und sträflich ist, auf diese menschlichen Schwächen zu sprechen zu kommen? Sicher ist es unangenehm, wenn man zugeben muss, dass man irgendwo ein Manko hat. Es gibt sie natürlich die Lehrkräfte, die diese Probleme erkennen und sich dann selbst auf die Finger schauen und auch selbst Fragen stellen, ob sie dieses oder jenes wirklich klar und unverfälscht beurteilen oder ob nicht doch die Sympathie bei x oder y liegt, weil der immer so wissbegierig oder meinetwegen auch keck ist. Aber wieso können diese vielen Lehrer etwas, was eben auch vielen Lehrern fehlt? Ich würde es für ein Problem mangelbehafteter Ausbildung halten. Es wird das Hauptaugenmerk auf die fachliche Qualifikation gelegt. Wie wäre es z.B. mit einer Art psychologischem Ausbildungs- und hinterher auch Testverfahren für angehende Pädagogen? Das ist keinesfalls ironisch oder böse, sondern wirklich ernst gemeint!@

Ihren Ausführungen kann ich voll und ganz zustimmen!
In einem anderen Beitrag schrieb ich von der Problematik in der Leistungsbewertung introvertierter Schüler und hier zeigt sich meiner Ansicht nach nicht nur die fehlende psychologische Ausbildung, sondern eben auch die persönlichen menschlichen Schwächen, die wir ja alle haben dürfen und die uns doch eigentlich helfen sollen in der Reflexion.
Beispiel:
Eltern, die um wohlwollende Unterstützung für einen von Natur aus introvertierten und stillen Schüler bitten, treffen auf Lehrer, die oft hilflos sind und auch offen zugeben, dass sie nicht wissen, wie sie mit den Stillen umgehen sollen. Sie treffen auf Lehrer, die vielleicht zwar erkennen, dass man bei einem stillen Schüler einen anderen Maßstab in der aktiven mündlichen Mitarbeit anlegen müsste, die sich aber nicht trauen, das zu tun, weil sie (lt. eigenen Aussagen) befürchten
a.) dass die Mitschüler das nicht verstehen würden und sich ungerecht behandelt fühlen könnten
b.) dass die Mitschüler dann auch nicht mehr mündlich mitarbeiten würden

Diese beiden Aussagen, die hier nur stellvertretend für viele ähnliche Aussagen stehen, sind für mich ganz eindeutige Mängel in Bezug auf Selbstbewußtsein. Die oben erwähnte Hilflosigkeit im Umgang mit den Stillen verstehe ich als Hilferuf, der aber dann letzten Endes an den Schüler weitergegeben wird, indem man ihm sagt, sich durch ein fachärztliches (psychologisches) Gutachten bescheinigen zu lassen, dass man ihn anders bewerten darf als die anderen.
Die Angst um die Zensuren trägt dann dazu bei, dass diese Schüler sich selbst als verhaltensgestört abstempeln lassen; und ist es da verwunderlich, dass der Anteil der angeblich verhaltensgestörten Kinder in den letzten Jahren so stark gestiegen ist?
Vielleicht sollten die Verantwortlichen mal über mögliche Zusammenhänge nachdenken und schnellstens Hilfestellung leisten.
Wahrnehmungsfehler
von cheffe (Direktoren), 18. Mai 17:38
Lieschen schrieb: "Wohlgemerkt: es geht mir damit nicht um die 80-90 % Lehrkräfte, die guten Willens sind. Eher um die paar Prozent, die eben nicht die richtige Einstellung haben. Wie im Unterricht ein paar Querköpfe als Schüler können auch ein paar Querköpfe als Lehrer eine Schule qualitativ kopfstehen lassen."

Ich glaube, das ist das Hauptproblem in diesen sich ewig hinziehenden Auseinandersetzungen und gegenseitigen Vorwürfen (die leider nur selten so gut und konstruktiv auslaufen wie hier dank Joachim Wahl und den anderen aufmerksamen Diskutanten):

In jeder Gruppe (Schüler, Eltern, Lehrer) gibt es die große Mehrzahl der guten, vernünftigen, tüchtigen und umgänglichen Menschen - und die kleine Minderzahl derjenigen, die das leider nicht sind. Diese kleine Minderheit schiebt sich aber (wegen des unendlichen Ärgers, den man mit ihr hat) in den Vordergrund der Aufmerksamkeit und bestimmt schließlich (schlimmstenfalls) die Wahrnehmung der ganzen Gruppe. Dann sind plötzlich die Lehrer faul, gemein und ungerecht, die Schüler dumm, faul und gewalttätig und die Eltern anmaßend, desinteressiert und nervig.

Liebe Eltern, liebe Schüler: Werden nicht die meisten von Ihnen und euch (wenn sie ehrlich sind) zugeben, dass die Lehrer Ihrer Kinder bzw. eure Lehrer größtenteils ihre Arbeit ordentlich machen und einige auch sehr gut? (Das wurde ja auch in einer ganzen Reihe von Diskussionsbeiträgen hier ausdrücklich gesagt - und die Überzahl der guten Bewertungen bei spickmich bestätigt es.) Aber wenn man anfängt, über die Probleme der Schule zu reden, fallen einem sofort die paar "Schwarzen Schafe" ein, die ihrer Aufgabe in der einen oder anderen Weise wirklich nicht gewachsen sind und so unendlich viel Frustration, Zorn und schließlich Resignation über die Schule hinterlassen.

Liebe Lehrer, liebe Kollegen: Sind nicht die Mehrzahl unserer Schüler und ihrer Eltern unproblematisch und häufig sehr nett und liebenswert? Aber mit wem müssen wir uns Tag für Tag auseinandersetzen, den größten Teil unserer Erziehungszeit opfern, uns sorgen und ärgern? Die Minderheit der Problemkinder und der uneinsichtigen und/oder desinteressierten Eltern.

Und so kommt es dann zu den ebenso leidenschaftlichen wie fruchtlosen gegenseitigen Anschuldigungen - weil es immer nur 10% der Menschen sind, die uns 90% unserer Zeit und Energie kosten, beherrschen diese 10% unsere Wahrnehmung. Unsere daraus entspringenden Vorwürfe treffen aber die anderen 90% mit, und die fühlen sich dann mit Recht ungerecht behandelt, falsch beurteilt und verkannt.

Speziell im Schulbereich kommt noch etwas anderes hinzu: Fehlleistungen des Gegenübers, aber auch Kritik (ob berechtigt oder unberechtigt) treffen jeden an einer besonders empfindlichen Stelle.

Schüler verbringen einen großen Teil ihrer Zeit in der Schule und können sich dem nicht entziehen. Ein ungerechter, unfairer, angsteinflößender Lehrer, aber auch der Vorwurf des Versagens und der Unfähigkeit trifft sie deshalb schlimmer als etwa ein blöder Nachbarsjunge.

Eltern haben (im Normalfall) nichts, was ihnen wichtiger und wertvoller wäre als das Wohl ihrer Kinder. Wenn ihr Kind unter der Schule leidet oder versagt oder wenn sie sich dem Vorwurf ausgesetzt sehen, sich nicht genug oder nicht richtig um ihr Kind zu kümmern, trifft sie das tiefer als etwa ein Strafzettel oder eine Steuererhöhung.

Der Lehrerberuf ist ein Beruf, der in viel höherem Maße als andere Berufe verlangt, die eigene Person, den ganzen Menschen einzubringen, tagtäglich anderen nicht nur auf einer fachlichen, sondern auch auf einer menschlichen Ebene zu begegnen. (Man kann vielleicht von einem Ingenieur oder einem Verkäufer sagen: "Der ist beruflich ein Ass, aber menschlich ein A*loch" - von einem Lehrer kann man das nicht sagen.) Durch Desinteresse oder Aggression von Schülern (auch wenn der Lehrer gar nicht daran schuld ist) oder Kritik von Elternseite (oder eine schlechte Bewertung bei spickmich) fühlt sich ein Lehrer deshalb viel tiefer getroffen und im Kern seiner Persönlichkeit in Frage gestellt als etwa durch ein Eigentor beim Fußball.

Was hilft? Zum einen erfordert es eine bewusste Anstrengung, sich klar zu machen, dass nicht alle, bei weitem nicht alle Schüler/Lehrer/Eltern so sind, wie die wenigen, über die wir uns (oft mit Recht) so sehr ärgern, und das wir alle dazu neigen, darüber die guten, vor allem aber diejenigen zu übersehen, die einfach unauffällig in Ordnung sind. Wir sollten uns angewöhnen, lieber denen mehr Anerkennung zu geben, als uns über die wenigen Negativbeispiele zu ereifern.

Zum anderen sollten wir daran denken, was wir mit unserer (vielleicht unbedachten) Kritik im Gegenüber auslösen und anrichten, und uns bewusst sein, dass es viel mehr auf das "Wie" als auf das "Was" der Kritik ankommt. (Ich habe in meiner Arbeit als Schulleiter die Erfahrung gemacht, dass die wirklich schlimmen Konflikte nie auf der fachlichen Ebene entstehen, sondern immer auf der menschlichen.) Dazu genügt die einfache Frage: Wie würde ich mich fühlen, wenn mir das jemand sagen würde, was ich da gerade sage?

Sicher, damit schaffen wir die Unfähigen, Unwilligen und Unleidlichen und unseren Ärger über sie nicht aus der Welt. Wenn nichts anderes hilft, muss ihnen mit Beschwerden, Verweisen und disziplinarischen Maßnahmen begegnet werden. Aber wir müssen uns nicht ausschließlich auf sie fixieren und können Kraft und Energie gewinnen, mit den vielen Freundlichen, Fähigen und Gutwilligen gemeinsam Schule besser zu machen.
Sehr interessant
von Nie-Auslernerin (Eltern), 09. Mai 19:20
Weiß gar nicht, wo ich in diesem Thread noch anfangen soll, so viele Themen wurden hier angeschnitten.
Nehmen wir mal aus dem letzten Beitrag die Stellen mit den geschlechts-typischen Kriterien. Die Differenzen, die daraus entstehen, waren ja schon immer in gewissen Maßen ein Problem, seit es keine reinen Jungen- oder Mädchenschulen mehr gibt. Auch nach der Schulzeit wird sich das sowohl durchs Berufs- als auch durchs Privatleben ziehen. Solange das ausgeglichen stattfindet, sehe ich da wenig Probleme - bereitet es doch eher auf das "richtige Leben" vor.
Bei manchen Lehrkräften nimmt es allerdings manchmal Züge an, die mich doch etwas zweifeln lassen. Wenn z.B. prinzipiell Mädchen bessere Noten in Sport bekommen, weil der Lehrer ganz offensichtlich eine Schwäche für's schwache Geschlecht hat? Wenn seit Jahren diese Umstand auffällt und immer wieder darauf angesprochen wird und immer nur seitens der Schulleitung oder der Lehrerkollegen geantwortet wird "Kann ich mir nicht vorstellen - das ist doch nur üble Nachrede weil einige Jungen sich ärgern, dass sie nicht besser benotet werden", dann lässt man in Zukunft das Ansprechen des Kollegiums/der Schulleitung und hofft darauf, dass der eigene Sohn im nächsten Jahr vielleicht einen anderen Sportlehrer bekommt. Und wenn nicht, dann zieht er seine 3 eben durch bis zur 10 und stirbt auch nicht daran - was solls also, wird mancher an dieser Stelle denken.
Was es soll ist Folgendes: Den Kindern wird auf diese Art beigebogen, dass es vollkommen egal ist, wie sportlich sie sind - ob sie in Leichtathletik- oder Schwimm-Vereinen sind oder auch bei den anderen Sportarten glänzen und schon seit Jahren das goldene Sportabzeichen ihr eigen nennen. Ganz egal, ob die weibliche 1 überhaupt gar nichts sportliches an sich hat. Sie haben das falsche Geschlecht und Punkt!
Oder ein Physiklehrer, der im Unterricht meinte, Mädchen hätten eh von Physik keine Ahnung. Das wäre eben ein Jungenfach. Pädagogisch sehr wertvoll! Da werden die meisten Mädchen sich förmlich auf das Fach Physik stürzen und büffeln was das Zeug hält. Na ja... so gleicht es sich wenigstens hin und wieder aus.
Lehrer können keine umfassend objektiven Benotungen machen, weil sie eben auch nur Menschen sind. Mit menschlichen Stärken und Schwächen.
Die Frage, die mir aber immer auf der Seele brennt ist die, warum es absolut verpönt und sträflich ist, auf diese menschlichen Schwächen zu sprechen zu kommen? Sicher ist es unangenehm, wenn man zugeben muss, dass man irgendwo ein Manko hat. Es gibt sie natürlich die Lehrkräfte, die diese Probleme erkennen und sich dann selbst auf die Finger schauen und auch selbst Fragen stellen, ob sie dieses oder jenes wirklich klar und unverfälscht beurteilen oder ob nicht doch die Sympathie bei x oder y liegt, weil der immer so wissbegierig oder meinetwegen auch keck ist. Aber wieso können diese vielen Lehrer etwas, was eben auch vielen Lehrern fehlt? Ich würde es für ein Problem mangelbehafteter Ausbildung halten. Es wird das Hauptaugenmerk auf die fachliche Qualifikation gelegt. Wie wäre es z.B. mit einer Art psychologischem Ausbildungs- und hinterher auch Testverfahren für angehende Pädagogen? Das ist keinesfalls ironisch oder böse, sondern wirklich ernst gemeint! Es kann doch nicht sein, dass ein/e Referendar/in auf Jugendliche losgelassen wird (oder eher: die wurden auf sie losgelassen), die es nicht schafft, eine Klasse auch nur annähernd unter Kontrolle zu bringen. Ein Unterricht fand praktisch gesehen nicht statt. Es flog nach vorne, was greifbar war - während sie vorne stand und verzweifelt bemüht war, etwas an die Tafel zu bringen. Es war Chaos pur! Sogar rohe Eier flogen - ohne, dass es irgendwelche Konsequenzen für den Unterricht gegeben hätte. Gut - diese Referendarin hat, soweit ich informiert bin, auch nicht das Ziel erreicht. Aber ist so etwas überhaupt nötig? Gerade heutzutage ist es doch extrem wichtig, dass die angehenden Lehrkräfte "stabil" und psychisch belastbar sind - gerade in extremen Stresssituationen. Die Jugendlichen lernen als erstes, mit welchem Lehrer sie was und wie oft machen können. Und nicht nur das: es verbreitet sich in Windeseile, wer ein schönes Opfer hergibt.
Das Ergebnis ist, dass ein ganzer Kurs in jenem Jahr so gut wie keinen Chemieunterricht erhielt, weil er zwar auf dem Stundenplan stand, aber tatsächlich nie wirklich stattfand.
Und ich möchte gar nicht wissen, wie oft diese arme Frau nachmittags am Ende ihrer Kräfte war und zu Hause dem Zusammenbruch nahe, weil sie total überfordert war.
Das ist kein Problem der jeweiligen Schule, sondern ein Problem bei der Lehrerausbildung.
Sie war übrigens kein Einzelfall an unserer Schule. Ein weiterer Lehrer hatte wohl ganz ähnliche Probleme, sich vor den älteren Schülern zu behaupten. Ein ebenso bedauernswerter Mann, der seit langen Jahren seinen Dienst verrichtete - wenn man ihn denn ließ.
Andererseits gibt es Kolleg(inn)en, die von den Schülern nie in Frage gestellt werden. Nicht immer die beliebtesten, aber sie werden respektiert. Weil sie konsequent sind. Weil sie stabil sind. Nein - sie schreien nicht die Klasse zusammen, sondern sie reden wie mit erwachsenen Menschen. Das ist jedenfalls das, was viele Kinder dazu sagen, wenn man nach den beliebtesten Lehrkräften fragt (die Wortwahl ist natürlich anders, aber man kann ja zwischen den Worten lesen).
Dann gibt es noch die, die der Meinung sind, dass man mit Strenge am weitesten kommt. Sie ahnden alles und jedes kleinste Vergehen. Manches mal kommen da am Ende der zweiten Unterrichtsstunde 12-15 Abschreibarbeiten für eine einzige Klasse heraus. Das führt dazu, dass die Kinder diese Lehrkraft überhaupt nicht mehr ernst nehmen. "Hast du ne Strafarbeit auf? Ach von der - das heißt ja nix - da darfste ja nicht mal nen Radierer fallen lassen, ohne dass du Strafarbeit aufbekommst."
Das ist eine Art von Multi-Kulti in der Schule. Ist auch gut so, denn so lernen Kinder auch gleich, dass jeder anders ist - auch jeder Lehrer.
Solange es nicht die Notengebung beeinflusst, womit das leidige Thema nochmal zur Sprache kommt.
Es geht weniger um Noten in Mathe oder Englisch. Dazu sind diese Noten viel zu sehr nachvollziehbar. Anders sieht es in den Nebenfächern aus, wo vielleicht noch nicht einmal Tests geschrieben werden: Kunst, Musik, Religion, Erdkunde, Geschichte, Sport! Niemand kann da die Noten ernsthaft offiziell anzweifeln, wenn es keine schriftlichen Überprüfungen gibt. Auch das Fach Deutsch fällt - zumindest in den höheren Klassen - u. U. darunter. Wer kennt das nicht aus seiner eigenen Schulzeit? Welche Mühe gab man sich bei der Interpretation und wieviel hat man geschrieben und begründet. Aber unglücklicher Weise hat man anders interpretiert, als der Lehrer. Dann hat man Glück, wenn man ein 4 bekommt.
Der Sohn einer Bekannten hatte auf dem Gymnasium immer "schlechte" Noten in Kunst (befriedigend - ausreichend). Irgendwann hörte er auf, kreativ seine Werke zu gestalten sondern spitzte die Ohren, wenn die Pädagogin z.B. bei der Kollage erwähnte "das ist ja schon schön geworden - hier oben fehlte noch etwas grünes" und zack, sofort etwas Grünes da rein. Auch, wenn er lieber Gelb genommen hätte, weil er es besser gefunden hätte. Aber das war nicht wichtig in ihrem Unterricht. So lehrt man Kreativität in der Kunst.
Wenn man diese Bewertungsart irgendwann auch nur vage infrage stellt, erreicht man nicht damit, dass die jeweilige Lehrkraft in einer ruhigen Minute einmal in sich geht und versucht, sich selbst zu betrachten, sondern man erreicht in der überwiegenden Zahl der Fälle eine schlichte Abwehrhaltung und regelrecht aggressives Verhalten, was durchaus auch zu weiteren Schwierigkeiten des Kindes führen kann.
An einer solchen Stelle kommt dann gerne in diesem Forum der Hinweis (gerne auf Lehrerseite) "Ja wenn man dann kein Rückgrat hat und dagegen was unternimmt, dann lebt man seinem Kind ja gleich Duckmäusertum vor!" So einfach kann das Leben sein, wenn man am längeren Hebel sitzt.
Es sind natürlich immer nur einige Prozent der Lehrerschaft. Niemand würde behaupten, dass ein komplettes Kollegium so seinen Unterricht gestaltet.
Es müsste doch irgendwie möglich sein, die Qualifikation einer Lehrkraft auch nach Beendigung der Ausbildung regelmäßig zu überprüfen. Das findet in nahezu allen Berufsgruppen statt. Notfalls tatsächlich mittels Fragebögen, die am Ende eines Schuljahres von jedem Schüler ausgefüllt werden müssen - natürlich anonym. Vielleicht heutzutage via web, damit auch die Erkennbarkeit der Handschrift wegfällt. Wenn da vereinzelte zum Racheakt blasen, wird es schnell durchschaubar sein, weil ja der Großteil der Schüler Gegenteiliges geschrieben hat.
Wohlgemerkt: es geht mir damit nicht um die 80-90 % Lehrkräfte, die guten Willens sind. Eher um die paar Prozent, die eben nicht die richtige Einstellung haben. Wie im Unterricht ein paar Querköpfe als Schüler können auch ein paar Querköpfe als Lehrer eine Schule qualitativ kopfstehen lassen.
Grüße

Nie-Auslernerin
@Herr Wahl
von Lieschen (Eltern), 07. Mai 17:16
@Ich habe die Erfahrung gemacht, dass schlichtweg die Mischung das Richtige ist: Erfahrung heißt nicht immer, diese umsetzen zu können, Jugend nicht zwangsläufig Innovation. Wenn im Kollegium alle Alters- und Erfahrungsstrukturen zusammenarbeiten, hat man die perfekte Mischung. Das läuft aber wiederum nur, wenn alle bereit sind, an einem Strang zu ziehen. @
Sehr schön! Könnte man doch glatt in den Lehrerzimmern als Sinnspruch aufhängen ;-)

@Die Kinder lernen mehrheitlich nicht – ebenso wie wir in dem Alter -, weil sie motiviert wären durch Zukunftspläne oder so. Sie lernen, weil es zwischen den Menschen „funkt“. Und als Lehrer gehe ich gerne in eine Klasse, die mir freundlich und humorvoll und respektvoll, manchmal frech, aber korrekt begegnet. Ist doch klar!@
Ja, das kann ich gut verstehen. Was die Motivation und den „Funken“ angeht.....das sehe ich auch so. Mir ist gerade in den letzten Jahren aufgefallen (evtl. durch den Pisa-Druck?), dass in der Schule nicht mehr im „Jetzt“ gearbeitet wird, sondern dass alles rein zukunftsorientiert ist. In der Unterstufe wird auf die Mittelstufe vorbereitet, in der Mittelstufe wird noch mal Druck gemacht, weil man ja auf die Oberstufe vorbereitet usw. Das muss ja nun auch nicht alles negativ zu sehen sein, aber irgendwie macht das auf mich den Eindruck, dass hier nur noch Angst im Spiel ist, etwas nicht zu schaffen, und zwar bei Schülern und Lehrern.

@In der Tat ist das häufig so. Aber ich habe – vor allem im Internat, aber auch als Trainer von Basketball-Jugendmannschaften und sonst in der Schule - die Erfahrung gemacht, dass die Jungs schlichtweg benachteiligt sind. Ja, echt; ich weiß, das ist nicht political correct, solches zu behaupten. Aber ehrlich, girl`s day und so weiter gibt es zuhauf; Bevorzugung von Mädchen in Ausbildung und Schule ebenfalls; Themenauswahl in der Schule zum Beispiel im Deutschunterricht („Der Pferdehof“, die „Rote Zora“, aber nicht „Ich, der Fußballer“ und so weiter). Mit dem Mädchenkram können die Jungs nichts anfangen; aber diese Themen und Titel werden oft bevorzugt unter anderem deshalb, so meine Vermutung, weil Frauen überdurchschnittlich vor allem die unteren Klassen haben. @
Könnte das vielleicht ein Grund sein, warum die Jungs sich so oft langweilen oder zappelig werden? Ich kann mich an eine Lehrerin erinnern, die das ganz elegant gelöst hat, sie hat sich wirklich noch die Zeit genommen und ist zweigleisig gefahren, die Jungs bekamen ihr Thema und die Mädels ein eigenes und das hat sehr gut funktioniert. Im Sportunterricht kommt es auch immer darauf an, ob weibliche oder männliche Lehrkraft und es ist bestimmt nicht immer einfach, allen gerecht zu werden. Abstimmung unter den Schülern funktioniert immer dann nicht, wenn ein Geschlecht überwiegt......dann wurde meist nur Fußball gespielt ;-)

@Kloppen sie sich mal im Schulhof, ist gleich die Hölle los, von wegen „Gewalt an der Schule“; als Mann ehe ich da viele Dinge anders.@
Nicht nur Sie als Mann! ;-)

@ „So, du hast Paul geschubst und zu Boden gedrückt!“ „Ja, Herr Wahl, aber der hat meine Yu-gi-yo- Karte zerdrückt und die ist eine rare card und die habe ich bei René gewonnen.“ „Na, dann ist doch alles bestens: Karte kaputt, zu Boden geschubst, Rangordnung geklärt. Gebt euch die Hand wie Männer … Alles wieder gut?“ „Ja, Herr Wahl“. Gibt es sehr oft, solche Abläufe. Viele Kolleginnen sehen hier soziale Inkompetenz, sehen Gewalt, sehen auf andere Weise Handlungsbedarf.@
Ja, das ist ein schwieriges Thema, aber wenn ich Ihre Vorgehensweise hier lese, dann möchte ich Sie ermutigen, dabei zu bleiben und ich denke, der Erfolg gibt Ihnen ja auch Recht.

@ Jungs sind aber anders als Mädchen und Mädchen anders als Jungs. Wir alle wissen das, handeln aber eher nach weiblich – vermeintlich – geschlechtstypischen Kriterien, die allgemein als softskills bezeichnet werden. @
Ja, gerade das Akzeptieren des Anderssein ist heute wohl ein schwieriges Lernthema und spiegelt sich ja auch in der Gesellschaft wider. Und ist nicht gerade das die Herausforderung für uns alle? Dass wir jeden so sein lassen wie er ist, dass wir nicht immer nur andere verändern wollen, um es selbst leichter zu haben, sondern dass wir lernen, was wirkliches Miteinander bedeutet?

@Wir brauchen VIEL mehr Lehrer, Pädagogen, Psychologen und gute Rahmenbedingungen von Mensa über Sportplatz. Jeder Politiker, der behauptet, dass mit den bestehenden Mitteln sinnvoll weiterzuarbeiten möglich sei, lügt schlichtweg.@
Uneingeschränkte Zustimmung!

@Stellen Sie sich einen Streik als Ergebnis eines Schulterschlusses von Eltern und Lehrern vor!@
Traumhaft! ;-)

@ Das wollen Politik und Dienststellen unter allen Umständen und um jeden Preis verhindern.@
Das ist aber leider nicht nur im schulischen Bereich so.

@Beamte kann man auch nach dem Beamtengesetz zu unbezahlter Mehrarbeit in gewaltigem Umfang verpflichten, was seit Jahren geplant und effektiv immer mehr stattfindet.@
Ja, und meistens auch noch so ganz leise und unbemerkt wird z.B. über die Kürzung der Beihilfe auch noch ein bisschen eingespart. ;-) Haben Sie sich mal überlegt, wie mit der Alimentationspflicht umgegangen wird? Und wo sind bitte die Rücklagen für die zu erwartenden Pensionen? Huch! Hat man ja ganz vergessen, dass da noch was fällig wird. Und dann kann man sich ja auch so schön den Konsequenzen entziehen, indem eine Regierung der nächsten die Altlasten zuschiebt. Ganz ehrlich.......wenn ein Wirtschaftsunternehmen so haushalten würde, hätten wir gar keine Wirtschaft mehr, da würden nur noch die Pleitegeier kreisen.

@ Die Eltern haben die Macht: Wenn einmal viele, viele … gaaaaanz viele Eltern in Stuttgart oder Berlin auf die Straße gingen, wenn Wählerinnen und Wähler Politikern vorhalten würden, dass sie vorrangig Bildung und Familie zu beachten hätten und nicht Autobahnen und Kriegsschiffe weiß die Hölle wo … Da wäre was zu holen.@
Ja, viele denken so..............aber wie kriegen wir die von den Talkshows auf die Straße? ;-)

Ich danke Ihnen für den netten und informativen Austausch und natürlich auch dafür, dass Sie sich die Zeit nehmen und vor allem.....für Ihre Ehrlichkeit!
Ich wünsche Ihnen einen entspannenden Abend.
Lieschen
@anker
von Lieschen (Eltern), 07. Mai 16:04
Was zählt dann alles in die mündliche Note? Nur die Anzahl der vom Schüler per Handzeichen erfolgten Meldungen? Kann man die mündliche Note nicht durch Kurztests (wie 10 Aufgaben des kleinen Einmaleins mündlich, 10 mündlich erfragte Vokabeln, Aufsagen eines Gedichts, Referat, Diskussionsdurchführung usw.) präziser bestimmen?@

Bei uns ist es so, dass lt. Schulgesetz zur mündlichen Leistung ‚außer den mündlichen Beiträgen zum Unterrichtsgespräch alle Leistungen, die außerhalb der Klausur abverlangt werden’, gehören.
Dazu zählen Referate, schriftliche Tests mit weniger als 20 Minuten Arbeitsdauer, Hausaufgaben usw.

Nun könnte man ja meinen, dass wäre dann also gar kein Problem, hier auch den Introvertierten gerecht zu werden, denn es wird ja deutlich, dass die reine mündliche Beteiligung nur einen kleinen Teil des Kriterienkataloges ausmacht. Aber so einfach ist das leider nicht, weil das Schulgesetz hier den Lehrern die Freiheit lässt, die Kriterien auszuwählen und nach ihrem eigenen Ermessen zu gewichten, was ja auch für die Mehrheit der Schüler eigentlich ganz sinnvoll ist. Das Problem ist nur, dass die Introvertierten eben in der Minderheit sind und wenn sie aus dem üblichen (Ansichts)-Rahmen fallen, kommt die schon erwähnte Denkblockade ins Spiel. Die Zeugnisnote wird z.B. nach fachlicher und pädagogischer Abwägung (abwägen - gewichten!) gebildet und dabei soll ‚im allgemeinen’ die mündliche Leistung den Ausschlag geben (i.d.R. 70%).
Hier wird von Lehrern etwas verlangt, das sie nicht gelernt haben, weil die meisten gar keine fundierte pädagogische Ausbildung genossen haben und das ist ja nun nicht den Lehrern anzulasten, sondern der Politik, die das zulässt. Tragisch ist dabei nur, dass dieses Ungleichgewicht dann auf die Schüler zurückfällt, denen und unter Umständen die beruflichen Chancen vermasselt werden. Naja, und wenn man dann als Mutter versucht, zu vermitteln und auf sehr junge Lehrer trifft, dann kommt vielleicht auch ein bißchen der Generationenkonflikt zum Tragen und das Ende vom Lied ist dann das, was Herr Wahl so schön beschrieben hat: Da kann man dann nur das Netz aufhalten.
@ Lieschen (Eltern)
von anker (Eltern), 07. Mai 12:34
Ihrem Beitrag ist NICHTS hinzu zufügen. Ich stimme Ihnen in diesem Fall komplett und ausnahmslos zu!!!
interessante Diskussion
von anker (Eltern), 07. Mai 12:31
Sehr geehrter Herr Wahl,

ich danke Ihnen, dass Sie sich hier für uns Eltern die Zeit nehmen (obwohl wir uns nicht kennen), um auf unsere Fragen sehr sachlich zu antworten.

"Diese Evaluation fand schon letztes Schuljahr bei uns statt und war ein Vorgriff auf das, was ohnehin in Ba-Wü kommen wird, und zwar flächendeckend." -- Ich wünschte, eine solche Evaluation würde flächendeckend in Deutschland stattfinden, so dass alle was davon haben.

"Ich meine, dass es zum Teil zu meiner Arbeit gehört. Aber - ehrlich gesagt - ist das alles meine Freizeit, nachdem ich eben Arbeiten korrigiert und für morgen eine entworfen habe. Vergütet kriege ich das nicht. Aber ich sehe das hier im Forum als eine Art "privat-dienstliche" Fortbildung." --> Sicherlich bekommen Sie diese Arbeit nicht finanziell vergütet. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Sie für die Eltern und ihre Schüler eine sehr wichtige Ansprechperson sind, und sie von daher mit dem Dank der Schüler und Eltern belohnt werden. Ich wünschte, ich würde viel öfter auf solche Lehrer/innen treffen, die einen derartigen Umgang mit uns pflegen.

"Ich sehe das ebenso. man muss nun nur noch schauen, dass das Kind nach seiner Begabung die bestmögliche Ausbildung und Bildung erhält. Dazu müssen Eltern und Unterrichtende zusammenarbeiten, sonst klappt das nicht." Genau diese Haltung nehme ich im Prinzip auch ein. Nur habe ich Schwierigkeiten damit, dass vom Schulpersonal Kritik am Unterrichtssystem und Bildungssystem oft zu persönlich betrachtet wird. Daraus folgt dann wieder das 'Beleidigtsein' und die falsche Schlussfolgerung: 'mit der kann man ja nicht reden.'

"Tja, das ist ein Problem. Aber andererseits gibt es wieder Kinder, die "zu laut" sind; dabei ist gerade das Meerschweinchen gestorben, die Schwester im Krankenhaus oder Schlimmeres. Will heißen: Wenn dem so ist, ist wiederum Information von Seiten der Eltern notwendig und förderlich." --> Manchmal hilft es leider auch nichts wenn man dem Lehrer/in diese Information gibt. Ich habe es leider erlebt, dass teilweise diese Informationen dann wiederum gegen den Schüler und die Eltern eingesetzt wurden, aber eben nicht zur Verbesserung der Gesamtsituation. Und leider bin ich mir auch nicht schlüssig darüber, wie man das ändern kann bzw. was man dagegen (gegen diese falschen Auswirkungen) vornehmen kann.

"Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, die Kriterien in Elternabenden und auch den Kindern zu nennen. Wir Lehrer sind dazu verpflichtet (Transparenz). Aber letztlich, das sollte man nicht vergessen, sind wir Lehrer es, die die Spezialisten auf diesem Gebiet sind. Man könnte auch diesen Leuten unterstellen, dass sie zunächst alles nach bestem Wissen und Gewissen regeln. Diesen Vorschuss aber erhalten wir zu selten; das war es, was ich mit meiner Bemerkung zu bedenken geben wollte." --> Sicher ist mir klar, dass viele Ihrer Kollegen/innen die Notengebung nach bestem Wissen und Gewissen durchführen. Wäre dem (auch in der Mehrzahl aller existierenden Fälle) nicht so, so würde ja mittlerweile jedes Elternteil gegen jeden Lehrer/in vorgehen. In bestimmten Fällen kommen (leider) doch Zweifel auf (oft auch begründeter Art). In diesen Fällen mangelt es eben doch an Transparenz.
"Hier möchte ich Ihnen sehr bestimmt widersprechen. Der Lehrer ist verpflichtet, auf Nachfrage des Kindes ("Wie stehe ich denn mündlich zur Zeit?") in angemessener Zeit verbindliche Auskunft zu geben. Er muss dann tun, in dem er Tendenzen angibt, die seinen begründeten eindruck spiegeln (Transparenzerlass)." --> Das wiederum finde ich ist mehr eine Holschuld als eine Bringschuld. Der Lehrer ist, so kann man es folglich auch ausdrücken, nur dann verpflichtet, dem Schüler die Noten zu offenbaren, wenn der Schüler dies vorher 'beantragt'. Da aber Lehrer generell und durchweg mündliche Noten geben, warum sind sie dann (als im Übrigen ERWACHSENE und REIFE Menschen) nicht eher in der Pflicht?? - Das ist aber sicher auch wieder Sache des Gesetzes, was hier nicht präzise genug angenommen wurde. Schließlich kann man nicht davon ausgehen, dass ein 6- oder 11-jähriger genauso viel Wissen, Lebenserfahrung und Professionalismus besitzt, wie ein ausgebildeter Lehrer(in).
"Was sie beschreiben ist laut Notenerlass alles als schriftliche Leistung einzstufen. Nur eine rein mündliche Leistung ist eine mündliche." -- Was zählt dann alles in die mündliche Note? Nur die Anzahl der vom Schüler per Handzeichen erfolgten Meldungen? Kann man die mündliche Note nicht durch Kurztests (wie 10 Aufgaben des kleinen Einmaleins mündlich, 10 mündlich erfragte Vokabeln, Aufsagen eines Gedichts, Referat, Diskussionsdurchführung usw.) präziser bestimmen?
"In der tat: Aber das wir immer schon so. Was nichts entschuldigen soll, aber die Frage stellt, ob dann nicht ein neuer Weg beschritten werden könnte, der gleichermaßen alle zufrieden stellt." --> Wie könnte solch ein neuer Weg, der alle gleichermaßen zufrieden stellt aussehen?

Aus einem weiteren Ihrer Beiträge, sowie aus dem was ich bereits von anderen Lehrern gehört und gelesen habe, erwächst in mir die Frage: Warum müssen immer die Eltern versuchen, etwas zu bewegen. Es wird ja immer gesagt: 'Die Beamten dürfen nicht.'. Beamte dürfen also keinen Willen haben, und sie sind auch vom Grundgesetz und der Meinungsfreiheit ausgenommen? Das kann irgendwo nicht sein! So lange diese Art von Gängelung existiert, so lange ist auch nichts zu erreichen. Wir können als gesamte Elternschaft einer KLasse nichts erreichen, wir können auch stadt- oder landesweit nichts erreichen, so lange alle und jeder in kleinen Extragruppen handelt und agiert.
Was würde denn passieren, wenn alle Lehrer sich einig sind und streiken? Wo will man denn sofort und auf Anhieb eine solche Anzahl von Lehrern anwerben, dass dieser Streik beendet würde?! Oder will man dann alle Lehrer kündigen? - Das geht doch auch nicht. Ich sehe das Problem viel eher in der allgemeinen Uneinigkeit. Die Eltern sind sich nicht einig, die Lehrer nicht, und die Schüler auch nicht. Ich sehe die reale Chance auf Veränderung allein darin, dass von ALLEN GEMEINSAM etwas unternommen werden müsste (d.h. gemeinsame Ziele erarbeiten und dann auch gemeinsam handeln).
@Anker
von Lieschen (Eltern), 07. Mai 12:09
@Aber Zweifel kommen da auf, wo eine zwielichtige Bewertung erfolgt. Zweifel kommen z.B. häufig bei mündlichen Noten auf (die kann man ja nicht nachvollziehen - es sei denn man hospitiert jede einzelne (fragliche) Stunde). Nun hat sich hier im Forum schon ein Kollege sehr eingehend mit den mündlichen Noten befasst, und die Verteilung dieser, die Vorgaben dazu etc. sehr ausgiebig erläutert. Das ist alles logisch und einleuchtend. Trotz allem gibt es nach wie vor (m.E., wie auch nach Meinung vieler anderer Eltern/Schüler) Kollegen/-innen, deren Bewertungen sehr zweifelhaft erscheinen und für niemanden nachvollziehbar sind.@

Lange Zeit habe ich darauf vertraut, dass Lehrer die Experten sind und wissen, was sie tun. Wenn Lehrer eine schlechte mündliche Note damit begründeten, dass mein Kind eben mündlich besser mitarbeiten müsse und sich mehr melden müsse, dann war das für mich nachvollziehbar, aber ich war mir auch immer bewusst, dass ein introvertierter Mensch hier eben auch eigene persönliche Grenzen hat, die es zu berücksichtigen gilt. Natürlich hat jeder Lehrer eine andere Erwartungshaltung in Bezug auf Meldeverhalten oder allgemein auf „Aktivität“ und dementsprechend fällt dann auch die Bewertung aus, aber die wenigsten Lehrer sind in der Lage, zu erkennen, dass man einen introvertierten Schüler in Bezug auf „mündlich und aktiv“ nicht mit dem gleichen Maßstab messen kann wie die anderen Schüler.
Hier besteht eine regelrechte Denkblockade in Bezug auf Gleichbehandlung, Gerechtigkeit und Chancengleichheit.
Man kann doch einen stillen Schüler nicht zu mehr mündlicher Mitarbeit motivieren, indem man ihm ein scheinbares „Versagen“ quittiert durch schlechte mündliche Noten; wenn man ihm immer nur sagt, dass es noch nicht reicht, dass es noch viel besser und viel mehr werden muss. Außerdem ist es auch so, dass durch solche schlechten mündlichen Noten die schriftlichen Leistungen ja auch runtergezogen werden. Da folgt dann irgendwann Resignation und Rückzug und dann fangen die Probleme erst richtig an, dann heißt es Leistungsverweigerung.
@Lieschen
von Joachim Wahl (Lehrer), 07. Mai 11:45
“Nun ja, wenn 16 Jahre zu „altgedient“ zählen, dann bin ich wohl dabei ;-) In dieser Zeit habe ich gelernt, den Standpunkt der Mitte einzunehmen, mir aus den geschilderten Beobachtungen und Eindrücken meiner Kinder und auch durch den persönlichen Kontakt zu ihren Lehrern ein eigenes Bild zu machen. Und dieses Bild hat sich im Laufe der Zeit natürlich auch immer wieder verändert. Je älter meine Kinder wurden, (das jüngste befindet sich in der Oberstufe) umso jünger wurden die Lehrer ;-)“

Bei mir ist das merkwürdigerweise anders: Die Eltern werden immer jünger … Seltsam … ;-)

„Grundsätzlich kann ich meine Eindrücke natürlich nur von der Schule meiner Kinder wiedergeben, von den anderen Schulen habe ich ja nur die Eindrücke der befreundeten Eltern. Aber mir ist schon aufgefallen, dass die „gestandenen“ Lehrer, also diejenigen, die altersmäßig über eine gewisse Lebenserfahrung verfügen, die selbstbewusst auftreten und einen gut strukturierten Unterricht anbieten, bei dem die Kinder einfach gute Rahmenbedingungen finden, um sich auf allen Ebenen entwickeln zu können, von den oft sehr jungen und ja, leider auch wenig selbstbewussten Lehrkräften, die sich starr und ängstlich an ihre Vorgaben halten und die „Freiheiten“ eines Lehrers noch nicht richtig handhaben können, abgelöst wurden. Und gerade da gibt es dann manchmal Probleme, weil Jugendliche von 18 oder 19 Jahren das natürlich reflektieren, sich in ihrer eigenen Freiheit eingeschränkt fühlen und so manche Frage nach Sinn und Zweck vor allem in Sachen Anpassung stellen.“

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass schlichtweg die Mischung das Richtige ist: Erfahrung heißt nicht immer, diese umsetzen zu können, Jugend nicht zwangsläufig Innovation. Wenn im Kollegium alle Alters- und Erfahrungsstrukturen zusammenarbeiten, hat man die perfekte Mischung. Das läuft aber wiederum nur, wenn alle bereit sind, an einem Strang zu ziehen.

“Im Grunde gebe ich Ihnen da Recht. Bei meiner Jüngsten ist es allerdings so, dass sie sehr stark differenziert zwischen der Person der Lehrkraft und deren Unterricht. Da kommen dann schon mal Kommentare wie: Die macht einen sauguten Unterricht, tolle Struktur, kann man echt drauf aufbauen, aber ich find`s schon ein bisschen peinlich, wenn sie uns ihre Eheprobleme erzählt.........naja, wir haben eben alle so unsere Probleme, ;-)“

Ich sehe das so, dass das dann eine Ausnahme darstellt. Wenn mich die Kinder mögen- weshalb auch immer- dann werden sie eher bereit sein für das unterrichtete Fach zu arbeiten. Je jünger, desto eher. Die Kinder lernen mehrheitlich nicht – ebenso wie wir in dem Alter -, weil sie motiviert wären durch Zukunftspläne oder so. Sie lernen, weil es zwischen den Menschen „funkt“. Und als Lehrer gehe ich gerne in eine Klasse, die mir freundlich und humorvoll und respektvoll, manchmal frech, aber korrekt begegnet. Ist doch klar!

“Meine Jüngste war meistens in Klassenverbänden mit einer Überzahl an Jungs und darunter waren einige, die Lehrkräfte wohl echt an den Rand der Verzweiflung brachten, die permanent den Unterricht störten, die wenigen Mädchen mobbten und die nie wirklich Konsequenzen zu befürchten hatten, außer dass sie die Schulordnung ein paar Mal abschreiben mussten. Einige Lehrer kamen morgens in die Klasse und meinten: 'Ok. ich mache hier jetzt meinen Unterricht, mir ist es egal, ob ihr mitmacht oder nicht, Hauptsache ist, ich komm hier schnell wieder raus.’ Das soll jetzt keine Bewertung sein und ich kann einen solchen Lehrer gefühlsmäßig auch gut verstehen, aber letztendlich waren die Mädchen die Leidtragenden, die immer stiller wurden, weil sie einfach auch keine Lust mehr hatten, sich gegen die Jungs behaupten zu müssen.“

In der Tat ist das häufig so. Aber ich habe – vor allem im Internat, aber auch als Trainer von Basketball-Jugendmannschaften und sonst in der Schule - die Erfahrung gemacht, dass die Jungs schlichtweg benachteiligt sind. Ja, echt; ich weiß, das ist nicht political correct, solches zu behaupten. Aber ehrlich, girl`s day und so weiter gibt es zuhauf; Bevorzugung von Mädchen in Ausbildung und Schule ebenfalls; Themenauswahl in der Schule zum Beispiel im Deutschunterricht („Der Pferdehof“, die „Rote Zora“, aber nicht „Ich, der Fußballer“ und so weiter). Mit dem Mädchenkram können die Jungs nichts anfangen; aber diese Themen und Titel werden oft bevorzugt unter anderem deshalb, so meine Vermutung, weil Frauen überdurchschnittlich vor allem die unteren Klassen haben. Seit ihrer Kindheit haben Jungs „weibliches“ Verhalten gelehrt bekommen: als Säugling, im Kindergarten, in der Grundschule, in der Hausaufgabenbetreuung, in der weiterführende Schule. Kloppen sie sich mal im Schulhof, ist gleich die Hölle los, von wegen „Gewalt an der Schule“; als Mann ehe ich da viele Dinge anders. „So, du hast Paul geschubst und zu Boden gedrückt!“ „Ja, Herr Wahl, aber der hat meine Yu-gi-yo- Karte zerdrückt und die ist eine rare card und die habe ich bei René gewonnen.“ „Na, dann ist doch alles bestens: Karte kaputt, zu Boden geschubst, Rangordnung geklärt. Gebt euch die Hand wie Männer … Alles wieder gut?“ „Ja, Herr Wahl“. Gibt es sehr oft, solche Abläufe. Viele Kolleginnen sehen hier soziale Inkompetenz, sehen Gewalt, sehen auf andere Weise Handlungsbedarf. Jungs sind aber anders als Mädchen und Mädchen anders als Jungs. Wir alle wissen das, handeln aber eher nach weiblich – vermeintlich – geschlechtstypischen Kriterien, die allgemein als softskills bezeichnet werden.
Wir brauchen VIEL mehr Lehrer, Pädagogen, Psychologen und gute Rahmenbedingungen von Mensa über Sportplatz. Jeder Politiker, der behauptet, dass mit den bestehenden Mitteln sinnvoll weiterzuarbeiten möglich sei, lügt schlichtweg. Die Lösung der Politik ist zum Beispiel die Verbeamtung: Die dürfen dann nicht mehr streiken. Stellen Sie sich einen Streik als Ergebnis eines Schulterschlusses von Eltern und Lehrern vor! Das wollen Politik und Dienststellen unter allen Umständen und um jeden Preis verhindern. Beamte kann man auch nach dem Beamtengesetz zu unbezahlter Mehrarbeit in gewaltigem Umfang verpflichten, was seit Jahren geplant und effektiv immer mehr stattfindet. Die Eltern haben die Macht: Wenn einmal viele, viele … gaaaaanz viele Eltern in Stuttgart oder Berlin auf die Straße gingen, wenn Wählerinnen und Wähler Politikern vorhalten würden, dass sie vorrangig Bildung und Familie zu beachten hätten und nicht Autobahnen und Kriegsschiffe weiß die Hölle wo … Da wäre was zu holen.

“@ Und: Ich denke, dass "ein Problem haben" sehr individuell zu definieren ist. Wenn ich "ein Problem habe" mit einem Kind, dann kann das nur persönlich sein, denn das andere sind Leistungen des Kindes, betreffen also nicht mich und das Kind persönlich.@
Kann man das IMMER so trennen? Kann es nicht auch sein, dass hier manchmal eine Verquickung stattfindet zwischen Persönlichkeitsaspekten und Leistung?“

Nein, kann man nicht trennen. Nicht immer. Aber, wie ich schon sagte, das Entscheidende ist, dass ein Profi eben das zu tun versucht, mindestens. Und dann ist das eben viel mehr, als auf solchen Foren wie hier oder spickmich.de in der Mehrheit stattfindet.

Schönen Tag, Ihr Joachim Wahl

@anker
von Joachim Wahl (Lehrer), 06. Mai 18:32
nteressante Beiträge
von anker (Eltern), 06. Mai 15:47
@ all:

Wenn man diese Diskussion hier eine Weile aus dem Hintergrund verfolgt, so findet man doch einige interessante Beiträge.

Speziell

Herrn Wahl
möchte ich hier mal danken, für die Sichtweise, die er hier darlegt. Man kann ja immer nur dazu lernen, und mit dieser Diskussion ist das endlich mal möglich.
Zu einigen von Ihnen geschilderten Angaben hätte ich jedoch fragen:
- Sie meinen, dass die Eintragungen hier meistens von Menschen getätigt werden, die einen Grund (oft Frust) gemacht würden. Das wüssten Sie, weil @ Das weiß ich, weil viele Eltern mir eben solches gesagt haben, als eine schulinterne Evaluation gestartet wurde, bei der Eltern und vor allem Schüler nach einem von allen 3 Parteien zusammen ausgearbeiteten Bewertungsfragebogen vorgegangen sind.@ -- In meinem Falle kann ich nur sagen, dass ich als Elternteil noch nie einen solchen Fragebogen vorgelegt bekommen habe. Kann es sein, dass so etwas nur sporadisch und/oder an einzelnen Schulen auftritt?

Diese Evaluation fand schon letztes Schuljahr bei uns statt und war ein Vorgriff auf das, was ohnehin in Ba-Wü kommen wird, und zwar flächendeckend.

Mit Ihrer Aussage @"In meiner Lehrerlaufbahn sind folglich die "Danke, das haben Sie gut gemacht, Herr Lehrer" - Bemerkungen gegen null aufgetreten".@ -- Dem kann ich nur zustimmmen. Wer sich ehrlich selbst reflektiert, der wird sich im seltensten Falle dabei 'ertappen', dass er/sie zum Lehrer geht und sagt "Danke Herr/Frau XY für Ihre tolle Arbeit." -- Nur kann es nicht auch sein, dass wenn man dieses tut, es (ggf.) wieder als Heuchelei aufgefasst wird? Kann es nicht sein, dass der Lehrer (weibliche Personen mit einbegriffen) sich dann fragt 'Was will er denn jetzt von mir...??'

nein, kaum. Wissen Sie, das ist das Beste und das Größte, sozusagen die beste Note, die ein Lehrer erhalten kann, wenn er das gesagt bekommt ... und umso besser, wenn das nicht erst 10 Jahre nach dem Abi erfolgt.

@(auch die Tatsache, dass ich hier im Forum bin, ist in diesem Sinne Arbeit).@ - Danke dafür, es ist andernfalls leider zu selten, dass Lehrer(innen) sich diesen o.ä. (teils außerschulischen) Fragen stellen.

Ich meine, dass es zum Teil zu meiner Arbeit gehört. Aber - ehrlich gesagt - ist das alles meine Freizeit, nachdem ich eben Arbeiten korrigiert und für morgen eine entworfen habe. Vergütet kriege ich das nicht. Aber ich sehe das hier im Forum als eine Art "privat-dienstliche" Fortbildung.

@Und das für alle (an unserer Schule 700) Schüler gleichermaßen und freilich zum Nulltarif; egal, ob weniger begabt, teilbegabt, hochbegabt, sozial intelligent, wohlerzogen, Rabauke, Schläger, lernwillig oder nicht und so weiter. Deshalb ist es selbstverständlich, dass ein/e Unterrichtende/r sich voll und ganz auf die Kinder und ihre Eltern einlässt; keinesfalls kann eine Verfehlung an der Erziehung oder eine weniger gute Note an der Begabung oder Faulheit des jungen Menschen liegen, denken wohl viele.@ - Ich wünschte, jeder Lehrer/Lehrerin würde so denken, dass man die Kinder (egal wer/woher/warum etc.) auf höchsten Niveau unterrichten sollte. Sie alle wollen und müssen was lernen. Da führt kein Weg dran vorbei. Wer Lehrer/in wird, der/die sollte sich über eben diese Tatsache bereits weit vorher im Klaren sein.
Dass es sowohl faule wie auch fleißige Schüler gibt, muss folglich wohl allen klar sein (ob Eltern oder Lehrer spielt dabei keine Rolle). Ist ein Kind faul, wird es auch nicht der/die Klassenbeste sein.

Ich sehe das ebenso. man muss nun nur noch schauen, dass das Kind nach seiner Begabung die bestmögliche Ausbildung und Bildung erhält. Dazu müssen Eltern und Unterrichtende zusammenarbeiten, sonst klappt das nicht.

@"wird dasjenige Kind wenig Schwierigkeiten in der Schule haben, das von Haus aus erzogen wurde zu Rücksicht, Toleranz und Disziplin, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit"@ -- wenn das Kind mit diesen Eigenschaften dann auch nicht als zu ruhig und zu leise eingestuft werden würde [...] Aber leider ist auch dies zu oft der Fall.

Tja, das ist ein Problem. Aber andererseits gibt es wieder Kinder, die "zu laut" sind; dabei ist gerade das Meerschweinchen gestorben, die Schwester im Krankenhaus oder Schlimmeres. Will heißen: Wenn dem so ist, ist wiederum Information von Seiten der Eltern notwendig und förderlich.

@Dass wir Lehrer nicht anonym nach völligem Belieben, wie in spickmich.de, Noten vergeben, sondern oft mit individualisierten Zusatzkommentaren unter Arbeiten Hilfestellung geben (wollen)@ -- In einigen Fällen habe ich das erlebt, aber leider gibt es auch hier eine große Anzahl von Lehrer/innen, die einfach nur die erreichte und ggf.(auch nicht immer) die zu erreichende Punktzahl unter die Arbeit schreiben, dazu ihr Kürzel und dann ist Schluss.

Das ist schade und sicher nicht der Sinn der Sache.


@Die Schwierigkeiten sind aber nicht die Noten [...], sondern die Tatsache, dass meine Würdigung einer Schülerleistung immer grundsätzlich (außer, wenn es eine 1 oder 2 ist) in Zweifel gezogen wird@ -- Das würde ich persönlich nicht unbedingt so sehen. Wenn die Note begründet ist (in Mathe, Physik, Bio etc. ist das sicher leichter nachzuvollziehen als in Sprachen, Musik oder Kunst). D.h. wenn ein Schüler (Schülerin) eine logische Aufgabe nicht begreift/rechnen / lösen kann, dann sollte das in der Regel auch den Eltern einleuchten, dass es da am Können bzw. Nichtkönnen liegt. Aber Zweifel kommen da auf, wo eine zwielichtige Bewertung erfolgt. Zweifel kommen z.B. häufig bei mündlichen Noten auf (die kann man ja nicht nachvollziehen - es sei denn man hospitiert jede einzelne (fragliche) Stunde). Nun hat sich hier im Forum schon ein Kollege sehr eingehend mit den mündlichen Noten befasst, und die Verteilung dieser, die Vorgaben dazu etc. sehr ausgiebig erläutert. Das ist alles logisch und einleuchtend. Trotz allem gibt es nach wie vor (m.E., wie auch nach Meinung vieler anderer Eltern/Schüler) Kollegen/-innen, deren Bewertungen sehr zweifelhaft erscheinen und für niemanden nachvollziehbar sind.

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, die Kriterien in Elternabenden und auch den Kindern zu nennen. Wir Lehrer sind dazu verpflichtet (Transparenz). Aber letztlich, das sollte man nicht vergessen, sind wir Lehrer es, die die Spezialisten auf diesem Gebiet sind. Man könnte auch diesen Leuten unterstellen, dass sie zunächst alles nach bestem Wissen und Gewissen regeln. Diesen Vorschuss aber erhalten wir zu selten; das war es, was ich mit meiner Bemerkung zu bedenken geben wollte.

@"Wenn sie als Eltern ein Kind haben, mit dem sie zufrieden sind und das weiß, dass Sie es lieben, wird dieses ihr Kind durch die Schule kommen, auf welcher Schulart auch immer"@ -- Wenn das Gelingen an der Schule für meine Kinder nur davon abhängig wäre, dann hätte ich mich sicher auch nie mit irgendwelchen Problemen selbst (egal ob große oder kleine Probleme) befassen müssen... -- Und das kann sicher und getrost die Mehrzahl der Mütter / Väter /Eltern von sich behaupten. :-)

Ganz sicher. Ich meinte damit nur, dass der "Akrobat Schüler" in seinem Schulleben dann immer in ein Netz fallen wird, wenn die Eltern in diesem, von uns einig erwähnten Punkt, "da" sind, aber das heißt nicht, dass das der alleinige Faktor ist für gute Noten oder Erfolg, klar. Aber es ist der bestimmende, meine ich.


zur Hol- und Bringschuld: @die Verpflichtung des Schülers ist, seine mündliche Noten angemessen zu erfragen@ - Diese Pflicht kenne ich, wenn nicht die Pflicht des Schülers, dann eben der Eltern. Aber: @die Pflicht des Unterrichtenden, in angemessener Zeit diese zu nenne.@ -- das davon auch 'Gebrauch' gemacht wurde, habe ich nur in wenigen seltenen Fällen gesehen. Hängt nicht über den meisten mündlichen Noten (deren Fragwürdigkeit ich ja oben bereits erwähnt habe) so lange der Mantel des Schweigens, bis der Elternsprechtag bzw. die Zeugnisvergabe stattfindet? Leider geben nur sehr wenige Lehrer/-innen in regelmäßigen Abständen Einblick in die mündlichen Noten.

Hier möchte ich Ihnen sehr bestimmt widersprechen. Der Lehrer ist verpflichtet, auf Nachfrage des Kindes ("Wie stehe ich denn mündlich zur Zeit?") in angemessener Zeit verbindliche Auskunft zu geben. Er muss dann tun, in dem er Tendenzen angibt, die seinen begründeten eindruck spiegeln (Transparenzerlass).

(Deren Begründbarkeit übrigens per Gesetz besser geregelt sein müsste. Kleine Vokabeltests, kurze Abfragen an der Tafel bzw. als Minitest auf einem Blatt wären ja nachvollziehbar, ggf. ist dies auch die Gestaltung der Mappen und Hefte (besser wäre da auch die Bewertung des Inhalts und nicht der Malereien, wenn es nicht gerade die Kunstmappe betrifft).

Was sie beschreiben ist laut Notenerlass alles als schriftliche Leistung einzstufen. Nur eine rein mündliche Leistung ist eine mündliche.
Das heißt nicht, dass die Tafel nicht als "öffentlicher Notizblock" genutzt erden könnte!

Aber alles andere ist leider häufig (nicht immer!! - man sollte die fairen Lehrer/-innen hier nicht ins falsche Licht rücken) immer eine Gradwanderung, die als Elternteil nicht nachvollziehbar ist (meine Kinder müssen sich zu Hause eben nicht melden, so dass ich zählen könnte wer von ihnen das wie oft tut) usw. Und daraus resultiert dann eben immer dieses Misstrauen in dem dann folglich generell Aussage gegen Aussage steht.

In der tat: Aber das wir immer schon so. Was nichts entschuldigen soll, aber die Frage stellt, ob dann nicht ein neuer Weg beschritten werden könnte, der gleichermaßen alle zufrieden stellt. Ich glaube nicht, dass, wo zwischenmenschliche Aspekte betroffen sind wie an einer Schule, gesetzliche Regelungen und Verordnungen entscheidend weiterhelfen.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, sollten Sie, lieber Herr Wahl, Zeit und Gelegenheit finden, auf meine Fragen und Anliegen zu antworten (sicher können Sie nicht für alle Ihrer Kollegen/innen gleich sprechen, aber dennoch mit Ihren Beiträgen eine Einsicht gewähren, die man als Elternteil -und auch Schüler- so nicht hat).

Dann haben wir uns ja nun gefunden und ausgetauscht. Ich betone nochmals, dass ich das im Forum hier sehr bereichernd finde und Auswirkungen haben wird über mein weiteres Vorgehen mit Eltern und Kindern. Jeder neue Kommentar fügt eine Facette bei, die es zu bedenken gilt.
Danke.
Kritikfähigkeit
von anker (Eltern), 06. Mai 18:22
@Unser Schuleiter hat dafür gesorgt das die ganzen bewertungen verschwinden da sie sehr schlecht ausgefallen sind von den schülern ich weiß nicht ob er angst vor der wahrheit hat oder warum er sowas macht@
... da werden die Kinder aber besonders viel Kritikfähigkeit lernen... Wie beispielgebend. - Das ist unser Bildungssystem. Dieses erweckt zudem nicht den leisesten Anschein von Demokratie, sondern klingt fast nach diktatorischen Verhältnissen. (§1. Der Direktor hat Recht. §2. Sollte der Direktor einmal nicht Recht haben, so tritt automatisch §1 in Kraft.)
Ich verstehe unseren Schuleiter nicht
von nikiundmario (Eltern), 06. Mai 16:08
Unser Schuleiter hat dafür gesorgt das die ganzen bewertungen verschwinden da sie sehr schlecht ausgefallen sind von den schülern ich weiß nicht ob er angst vor der wahrheit hat oder warum er sowas macht
Interessante Beiträge
von anker (Eltern), 06. Mai 15:47
@ all:

Wenn man diese Diskussion hier eine Weile aus dem Hintergrund verfolgt, so findet man doch einige interessante Beiträge.

Speziell

Herrn Wahl
möchte ich hier mal danken, für die Sichtweise, die er hier darlegt. Man kann ja immer nur dazu lernen, und mit dieser Diskussion ist das endlich mal möglich.
Zu einigen von Ihnen geschilderten Angaben hätte ich jedoch fragen:
- Sie meinen, dass die Eintragungen hier meistens von Menschen getätigt werden, die einen Grund (oft Frust) gemacht würden. Das wüssten Sie, weil @ Das weiß ich, weil viele Eltern mir eben solches gesagt haben, als eine schulinterne Evaluation gestartet wurde, bei der Eltern und vor allem Schüler nach einem von allen 3 Parteien zusammen ausgearbeiteten Bewertungsfragebogen vorgegangen sind.@ -- In meinem Falle kann ich nur sagen, dass ich als Elternteil noch nie einen solchen Fragebogen vorgelegt bekommen habe. Kann es sein, dass so etwas nur sporadisch und/oder an einzelnen Schulen auftritt?

Mit Ihrer Aussage @"In meiner Lehrerlaufbahn sind folglich die "Danke, das haben Sie gut gemacht, Herr Lehrer" - Bemerkungen gegen null aufgetreten".@ -- Dem kann ich nur zustimmmen. Wer sich ehrlich selbst reflektiert, der wird sich im seltensten Falle dabei 'ertappen', dass er/sie zum Lehrer geht und sagt "Danke Herr/Frau XY für Ihre tolle Arbeit." -- Nur kann es nicht auch sein, dass wenn man dieses tut, es (ggf.) wieder als Heuchelei aufgefasst wird? Kann es nicht sein, dass der Lehrer (weibliche Personen mit einbegriffen) sich dann fragt 'Was will er denn jetzt von mir...??'

@(auch die Tatsache, dass ich hier im Forum bin, ist in diesem Sinne Arbeit).@ - Danke dafür, es ist andernfalls leider zu selten, dass Lehrer(innen) sich diesen o.ä. (teils außerschulischen) Fragen stellen.

@Und das für alle (an unserer Schule 700) Schüler gleichermaßen und freilich zum Nulltarif; egal, ob weniger begabt, teilbegabt, hochbegabt, sozial intelligent, wohlerzogen, Rabauke, Schläger, lernwillig oder nicht und so weiter. Deshalb ist es selbstverständlich, dass ein/e Unterrichtende/r sich voll und ganz auf die Kinder und ihre Eltern einlässt; keinesfalls kann eine Verfehlung an der Erziehung oder eine weniger gute Note an der Begabung oder Faulheit des jungen Menschen liegen, denken wohl viele.@ - Ich wünschte, jeder Lehrer/Lehrerin würde so denken, dass man die Kinder (egal wer/woher/warum etc.) auf höchsten Niveau unterrichten sollte. Sie alle wollen und müssen was lernen. Da führt kein Weg dran vorbei. Wer Lehrer/in wird, der/die sollte sich über eben diese Tatsache bereits weit vorher im Klaren sein.
Dass es sowohl faule wie auch fleißige Schüler gibt, muss folglich wohl allen klar sein (ob Eltern oder Lehrer spielt dabei keine Rolle). Ist ein Kind faul, wird es auch nicht der/die Klassenbeste sein.
@"wird dasjenige Kind wenig Schwierigkeiten in der Schule haben, das von Haus aus erzogen wurde zu Rücksicht, Toleranz und Disziplin, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit"@ -- wenn das Kind mit diesen Eigenschaften dann auch nicht als zu ruhig und zu leise eingestuft werden würde [...] Aber leider ist auch dies zu oft der Fall.

@Dass wir Lehrer nicht anonym nach völligem Belieben, wie in spickmich.de, Noten vergeben, sondern oft mit individualisierten Zusatzkommentaren unter Arbeiten Hilfestellung geben (wollen)@ -- In einigen Fällen habe ich das erlebt, aber leider gibt es auch hier eine große Anzahl von Lehrer/innen, die einfach nur die erreichte und ggf.(auch nicht immer) die zu erreichende Punktzahl unter die Arbeit schreiben, dazu ihr Kürzel und dann ist Schluss.
@Die Schwierigkeiten sind aber nicht die Noten [...], sondern die Tatsache, dass meine Würdigung einer Schülerleistung immer grundsätzlich (außer, wenn es eine 1 oder 2 ist) in Zweifel gezogen wird@ -- Das würde ich persönlich nicht unbedingt so sehen. Wenn die Note begründet ist (in Mathe, Physik, Bio etc. ist das sicher leichter nachzuvollziehen als in Sprachen, Musik oder Kunst). D.h. wenn ein Schüler (Schülerin) eine logische Aufgabe nicht begreift/rechnen / lösen kann, dann sollte das in der Regel auch den Eltern einleuchten, dass es da am Können bzw. Nichtkönnen liegt. Aber Zweifel kommen da auf, wo eine zwielichtige Bewertung erfolgt. Zweifel kommen z.B. häufig bei mündlichen Noten auf (die kann man ja nicht nachvollziehen - es sei denn man hospitiert jede einzelne (fragliche) Stunde). Nun hat sich hier im Forum schon ein Kollege sehr eingehend mit den mündlichen Noten befasst, und die Verteilung dieser, die Vorgaben dazu etc. sehr ausgiebig erläutert. Das ist alles logisch und einleuchtend. Trotz allem gibt es nach wie vor (m.E., wie auch nach Meinung vieler anderer Eltern/Schüler) Kollegen/-innen, deren Bewertungen sehr zweifelhaft erscheinen und für niemanden nachvollziehbar sind.

@"Wenn sie als Eltern ein Kind haben, mit dem sie zufrieden sind und das weiß, dass Sie es lieben, wird dieses ihr Kind durch die Schule kommen, auf welcher Schulart auch immer"@ -- Wenn das Gelingen an der Schule für meine Kinder nur davon abhängig wäre, dann hätte ich mich sicher auch nie mit irgendwelchen Problemen selbst (egal ob große oder kleine Probleme) befassen müssen... -- Und das kann sicher und getrost die Mehrzahl der Mütter / Väter /Eltern von sich behaupten. :-)


zur Hol- und Bringschuld: @die Verpflichtung des Schülers ist, seine mündliche Noten angemessen zu erfragen@ - Diese Pflicht kenne ich, wenn nicht die Pflicht des Schülers, dann eben der Eltern. Aber: @die Pflicht des Unterrichtenden, in angemessener Zeit diese zu nenne.@ -- das davon auch 'Gebrauch' gemacht wurde, habe ich nur in wenigen seltenen Fällen gesehen. Hängt nicht über den meisten mündlichen Noten (deren Fragwürdigkeit ich ja oben bereits erwähnt habe) so lange der Mantel des Schweigens, bis der Elternsprechtag bzw. die Zeugnisvergabe stattfindet? Leider geben nur sehr wenige Lehrer/-innen in regelmäßigen Abständen Einblick in die mündlichen Noten. (Deren Begründbarkeit übrigens per Gesetz besser geregelt sein müsste. Kleine Vokabeltests, kurze Abfragen an der Tafel bzw. als Minitest auf einem Blatt wären ja nachvollziehbar, ggf. ist dies auch die Gestaltung der Mappen und Hefte (besser wäre da auch die Bewertung des Inhalts und nicht der Malereien, wenn es nicht gerade die Kunstmappe betrifft). Aber alles andere ist leider häufig (nicht immer!! - man sollte die fairen Lehrer/-innen hier nicht ins falsche Licht rücken) immer eine Gradwanderung, die als Elternteil nicht nachvollziehbar ist (meine Kinder müssen sich zu Hause eben nicht melden, so dass ich zählen könnte wer von ihnen das wie oft tut) usw. Und daraus resultiert dann eben immer dieses Misstrauen in dem dann folglich generell Aussage gegen Aussage steht.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, sollten Sie, lieber Herr Wahl, Zeit und Gelegenheit finden, auf meine Fragen und Anliegen zu antworten (sicher können Sie nicht für alle Ihrer Kollegen/innen gleich sprechen, aber dennoch mit Ihren Beiträgen eine Einsicht gewähren, die man als Elternteil -und auch Schüler- so nicht hat).
@Joachim Wahl
von Lieschen (Eltern), 06. Mai 12:51
@Tut gut.@
Alles Gute kommt von Herzen ;-)

@ Oder hören Sie ein wenig auf "altgediente" Eltern, die Ihnen, wenn Sie nicht nur subjektive Erfahrungen schildern, durchaus einen Eindruck vermitteln können.@
Nun ja, wenn 16 Jahre zu „altgedient“ zählen, dann bin ich wohl dabei ;-) In dieser Zeit habe ich gelernt, den Standpunkt der Mitte einzunehmen, mir aus den geschilderten Beobachtungen und Eindrücken meiner Kinder und auch durch den persönlichen Kontakt zu ihren Lehrern ein eigenes Bild zu machen. Und dieses Bild hat sich im Laufe der Zeit natürlich auch immer wieder verändert. Je älter meine Kinder wurden, (das jüngste befindet sich in der Oberstufe) umso jünger wurden die Lehrer ;-) Grundsätzlich kann ich meine Eindrücke natürlich nur von der Schule meiner Kinder wiedergeben, von den anderen Schulen habe ich ja nur die Eindrücke der befreundeten Eltern. Aber mir ist schon aufgefallen, dass die „gestandenen“ Lehrer, also diejenigen, die altersmäßig über eine gewisse Lebenserfahrung verfügen, die selbstbewusst auftreten und einen gut strukturierten Unterricht anbieten, bei dem die Kinder einfach gute Rahmenbedingungen finden, um sich auf allen Ebenen entwickeln zu können, von den oft sehr jungen und ja, leider auch wenig selbstbewussten Lehrkräften, die sich starr und ängstlich an ihre Vorgaben halten und die „Freiheiten“ eines Lehrers noch nicht richtig handhaben können, abgelöst wurden. Und gerade da gibt es dann manchmal Probleme, weil Jugendliche von 18 oder 19 Jahren das natürlich reflektieren, sich in ihrer eigenen Freiheit eingeschränkt fühlen und so manche Frage nach Sinn und Zweck vor allem in Sachen Anpassung stellen.

@Oder aber in der einen Klasse sitzen viele aus dem Sportverein; der Lehrer, der die hat, ist auch Mitglied in eben jenem Verein und rumms!-schon ist das ein toller Hecht, was aber eventuell mit seinem Unterricht nichts zu tun hat. Und bei der anderen Kollegin mag es heißen, dass man da "Vokabeln lernen " muss. Was, wenn das nicht seit 2 Jahren ebenso war, schlicht in der Sache als Überforderung empfunden wird.@
Im Grunde gebe ich Ihnen da Recht. Bei meiner Jüngsten ist es allerdings so, dass sie sehr stark differenziert zwischen der Person der Lehrkraft und deren Unterricht. Da kommen dann schon mal Kommentare wie: Die macht einen sauguten Unterricht, tolle Struktur, kann man echt drauf aufbauen, aber ich find`s schon ein bisschen peinlich, wenn sie uns ihre Eheprobleme erzählt.........naja, wir haben eben alle so unsere Probleme, ;-)
Dass auch das Lehrerkollegium in der Klasse keinen Hehl daraus macht, was der eine vom anderen hält, findet sie zwar manchmal ganz witzig, aber sie meint auch oft, dass man so etwas einfach nicht macht. Meine Kinder haben manchmal bemängelt, dass es an Disziplin fehlt und zwar auf beiden Seiten und dass es eben auch oft an Konsequenz fehlte. Meine Jüngste war meistens in Klassenverbänden mit einer Überzahl an Jungs und darunter waren einige, die Lehrkräfte wohl echt an den Rand der Verzweiflung brachten, die permanent den Unterricht störten, die wenigen Mädchen mobbten und die nie wirklich Konsequenzen zu befürchten hatten, außer dass sie die Schulordnung ein paar Mal abschreiben mussten. Einige Lehrer kamen morgens in die Klasse und meinten: 'Ok. ich mache hier jetzt meinen Unterricht, mir ist es egal, ob ihr mitmacht oder nicht, Hauptsache ist, ich komm hier schnell wieder raus.’ Das soll jetzt keine Bewertung sein und ich kann einen solchen Lehrer gefühlsmäßig auch gut verstehen, aber letztendlich waren die Mädchen die Leidtragenden, die immer stiller wurden, weil sie einfach auch keine Lust mehr hatten, sich gegen die Jungs behaupten zu müssen.

@In der Tat. Aber bedenken Sie: Es gibt zum Beispiel Kollegen, die ein- oder zweistündig ein Nebenfach unterrichten. Bis denen bei etwa (6 Stunden / Tag /30 Kinder)180 Kindern oder bis zu 300 in der Woche in allen möglichen Stufen etwas auffällt ... oh je. Wie soll das gehen? Wir Lehrer sind da ja selbst oft verzweifelt.@
Ja, ich weiß, dass es so ist. Sind Sie auch der Meinung, dass sich daran zukünftig etwas ändern muss, dass wieder mehr Zeit und natürlich Kapazitäten zur Verfügung stehen müssen, um hier dem Individuum, und zwar beiden, Lehrern und Schülern bessere Rahmenbedingungen zu schaffen?

@ Und: Ich denke, dass "ein Problem haben" sehr individuell zu definieren ist. Wenn ich "ein Problem habe" mit einem Kind,dann kann das nur persönlich sein, denn das andere sind Leistungen des Kindes, betreffen also nicht mich und das Kind persönlich.@
Kann man das IMMER so trennen? Kann es nicht auch sein, dass hier manchmal eine Verquickung stattfindet zwischen Persönlichkeitsaspekten und Leistung?

@ Ich habe das Glück als KL mit Eltern zusammenarbeiten zu können, über die ich auch über "Kleinkram" in der Familie informiert bin, sofern die Eltern es wünschen. Das wirkt sehr vertrauensbildend und ermöglicht mir als KL ein schnelles Handeln. @
Ja, das nenne ich einen Idealfall.

@Nach meinem Erleben ist das größte Problem in der Schule das Misstrauen zwischen Lehrerschaft und Eltern, oder umgekehrt, oder gegenseitig, oder alles gleichzeitig. Viele Eltern vergleichen traditionell ihre Schulzeit mit der der Kinder; spätestens seit G8 und mehreren Reformen aller Art sollte aber klar sein, dass das 2 völlig andersartige (verschiedene ohnehin) Veranstaltungen sind und waren. Manche/r Kollegin/e vergisst oder hat vergessen, wie die eigene Schulzeit empfunden wurde.@
Ja, auch hier stimme ich Ihnen zu. Meine eigene Schulzeit liegt ja nun schon lange zurück, aber ich habe sie in positiver Erinnerung und natürlich gab es auch mal Probleme, aber damals war eben auch ein anderer Zeitgeist. Trotzdem vergleiche ich unwillkürlich und frage mich, warum heute vieles so schwierig geworden ist und das ist oft keine Sache des Leistungswillens, sondern es sind meist zwischenmenschliche Probleme, wo es um Verständnis und Toleranz geht und da habe ich -bitte verzeihen Sie- manchmal den Eindruck, dass unsere Kinder uns da ein gutes Stück voraus sind in ihrem klaren Denken und ihren konkreten Fragen in Bezug auf unsere Gesellschaft und nicht zuletzt bei einigen Jugendlichen auch in ihrer klaren Haltung zu Ehrlichkeit, Authentizität und der Ablehnung, einfach erwartungsgemäß zu funktionieren, um die Illusion von Schein und Sein aufrecht zu erhalten.

@ Letztlich hilft uns allen nur - und das nicht im Sinne von "Friede, Freude, Eierkuchen - für und im Sinne der Kinder ein gegenseitiges Grundvertrauen und allgemeine Gesprächsbereitschaft. @
Wir arbeiten dran! ;-)

@Na, ich hoffe, dass das nun keine Predigt wurde, ich merke gerade, dass die Worte etwas salbungsvoll wirken. @
Nun ja, es ist ja auch durchaus wohltuend, wenn Salbe ein paar schmerzende Schrammen lindert und in diesem Sinne kann eine Predigt vielleicht sogar ganz heilsam empfunden werden ;-)
Einen schönen Tag wünscht Ihnen
Lieschen
Aussagekraft
von willi2wichtig (Eltern), 05. Mai 21:40
Ich habe mich eben auf dieser Seite registriert und muss gestehen, ich bin enttäuscht. Ich finde die Bewertungen der Schulen nicht wirklich aussagekräftig. Es geht nach wie vor nichts darüber, sich selbst ein Bild zu machen!
Auch wenn diese Einsicht nicht überraschend sein mag, so stellt sich doch die Frage nach dem Sinn einer solchen Seite!
Dank zurück
von Joachim Wahl (Lehrer), 05. Mai 16:58
@Lieschen:
So sollte es sein: Einander Respekt zollen und sachlich sein, danke dafür.
"Ein herzliches Dankeschön für Ihren Beitrag, den ich als sehr wohltuend empfinde, weil hier das ehrliche Bemühen um Aufklärung sichtbar wird."
Tut gut.

"@Diese Kollegen werden aber auch nie von Eltern befragt, ob denn das Kind wirklich eine 2 habe; ob es denn nun etwas gelernt habe, etwas geleistet, oder ob sich da jemand gerade einen faulen Lenz macht. Die Probleme treten erst dann auf, nach 2 Jahren ein Lehrerwechsel stattfindet und die Kinder nun vielleicht von jemanden mit realistischen Anforderungen arbeiten dürfen (ja, dürfen!).@

Dem kann ich zustimmen! Naja, bei der Benotung ist es aber schon oft so, dass die Kinder durch Vergleich mit anderen Klassen sehr genau wissen, dass sie da einen sehr großzügigen Lehrer erwischt haben ;-)
Es geht hier aber oft nicht nur um die milde Benotung, sondern auch darum, dass die Kinder dann manchmal nach dem Lehrerwechsel im „Schweinsgalopp“ Stoff nachholen müssen, weil der neue Lehrer höhere Ansprüche hat. Ließe sich das nicht irgendwie schulintern regeln?"
Schulintern hieße: Die "engagierten" Lehrer, oder besser die realistisch bewertenden, werden eingesetzt in Klassen, die vorher von bestimmten Kollegen/innen besetzt waren. Wenn Sie wollen, achten Sie mal darauf, ob bestimmte Damen oder Herren in einer Schule jahrelang immer ein Klasse nur ein Jahr haben und nie zwei. Das kann zwar alle möglichen Gründe haben, aber ein hinweis könnte es sein. Oder hören Sie ein wenig auf "altgediente" Eltern, die Ihnen, wenn Sie nicht nur subjektive Erfahrungen schildern, durchaus einen Eindruck vermitteln können. Mit dem Stoff ist das so eine Sache: Als Lehrer werde ich faktisch und de jure fast nur an der Erfüllung der für dieses Schuljahr definierten Ziele gemessen. Sind die erreicht (heißt: wurden im Unterricht "durchgemacht", ist alles zunächst mal gut). Ich kann nicht in Klasse 10 eine Klasse übergeben und sagen: " Tut mir Leid, aber in der 7ten hatten die Frau/Herrn X, deshalb sind wir nun 3 Lektionen hinterher." Da hagelt es Rüffel von oben und von unten und von überall. Das mit dem Klassenvergleich ist ein wenig schwierig, denn wo die eine Klasse im Durchschnitt gewitzt und engagiert ist, ist die andere schlapp oder träge. Oder aber in der einen Klasse sitzen viele aus dem Sportverein; der Lehrer, der die hat, ist auch Mitglied in eben jenem Verein und rumms!-schon ist das ein toller Hecht, was aber eventuell mit seinem Unterricht nichts zu tun hat. Und bei der anderen Kollegin mag es heißen, dass man da "Vokabeln lernen " muss. Was, wenn das nicht seit 2 Jahren ebenso war, schlicht in der Sache als Überforderung empfunden wird.

@"So, ich hoffe, dass das zur Begriffsklärung beigetragen hat.@

Vielen Dank für die Erklärungen, das ist sehr nett von Ihnen. Solche Begriffe wie Holschuld und Bringschuld kannte ich nur aus dem Finanzsystem und ich muss ehrlich sagen, dass ich sie in Bezug auf Schule und Kinder etwas unpassend finde und sie dann eher in Hol-pflicht und Bring-pflicht umwandeln würde."
Klar, bloß haben wir (Sie und ich und alle anderen Leute, die wir damit arbeiten) diese Begrifflichkeiten nicht zu verantworten. Wir müssen damit arbeiten, ob es uns gefällt oder nicht. Wenn ich das richtig weiß, sind das letztlich juristische Begriffe.

"@Es ist aber auch die Verpflichtung von Eltern, über ihre Kinder Informationen einzuholen.@

Ist es aber nicht umgekehrt auch so, dass Lehrer sich bei Eltern Informationen einholen sollen, wenn sie selbst ein Problem mit dem Kind haben, ist das nicht auch eine Verpflichtung? Wäre nett, wenn Sie mich auch da ein bisschen aufklären könnten."
In der Tat. Aber bedenken Sie: Es gibt zum Beispiel Kollegen, die ein- oder zweistündig ein Nebenfach unterrichten. Bis denen bei etwa (6 Stunden / Tag /30 Kinder)180 Kindern oder bis zu 300 in der Woche in allen möglichen Stufen etwas auffällt ... oh je. Wie soll das gehen? Wir Lehrer sind da ja selbst oft verzweifelt. Und: Ich denke, dass "ein Problem haben" sehr individuell zu definieren ist. Wenn ich "ein Problem habe" mit einem Kind,dann kann das nur persönlich sein, denn das andere sind Leistungen des Kindes, betreffen also nicht mich und das Kind persönlich. Dann wird der erfahrene Kollege gewiss auf die Eltern zukommen, denn das ist ein ganz spezieller und selten vorkommender Fall. Aber seien Sie versichert: Ich habe viel zu oft die Erfahrung gemacht, dass mich "das nichts angeht, wann und ob mein Kind raucht / auf Feten ist / müde ist / bauchfrei trägt / der BH oben oder unten ist / der Hintern im Unterricht halb oder nur bedingt bedeckt ist, und so weiter..." Oft höre ich dann, dass ich doch wohl in der Lage sein könnte und sollte (in den 4 Stunden in der Woche), hier klare Worte zu sprechen. Insofern sollten über den Klassenlehrer/die Klassenlehrerin die Informationen weitergegeben werden an die Kollegen in der Klasse. Das muss zunächst als Info von den Eltern ausgehen. Der Klassenlehrer (ab jetzt KL, meint weiblich UND männlich) sammelt im Idealfall von den Kollegen Informationen und gibt sie an Eltern weiter. Eine wichtige Information solcher Art ist die Halbjahresinformation. Dort steht auch zum Beispiel, ob ein Gespräch erwünscht ist von Seiten der Schule und so weiter. Nach meinen Erfahrungen als KL werden aber bis zu 30 Prozent der Gesprächsangebote/-aufforderungen/-einbestellungen einfach nicht oder zu spät erfolgen. Eine Notiz erfolgt dann in der Regel, dass dem so war. Und wieder das alte Spiel: Die Problemfälle fressen Zeit auf, die für alle sinnvoller eingesetzt wäre. Ich habe das Glück als KL mit Eltern zusammenarbeiten zu können, über die ich auch über "Kleinkram" in der Familie informiert bin, sofern die Eltern es wünschen. Das wirkt sehr vertrauensbildend und ermöglicht mir als KL ein schnelles Handeln. Für beide Seiten gilt schlicht m. E. die goldene Regel "Wie man in den Wald ruft, schallt es heraus". Wenn Sie als Eltern gegenüber KL signalisieren, dass KL nicht der Feind, sondern der Partner in Dingen Kind ist und wenn Sie in "Vorlage" gehen mit Vertrauensbeweisen, müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn das in die falsche Richtung läuft. Und selbst wenn: Dann ist immer noch Zeit für SL oder Borstigkeit oder rechtliche Schritte und so weiter. Und umgekehrt gilt das ebenso für KL. Nach meinem Erleben ist das größte Problem in der Schule das Misstrauen zwischen Lehrerschaft und Eltern, oder umgekehrt, oder gegenseitig, oder alles gleichzeitig. Viele Eltern vergleichen traditionell ihre Schulzeit mit der der Kinder; spätestens seit G8 und mehreren Reformen aller Art sollte aber klar sein, dass das 2 völlig andersartige (verschiedene ohnehin) Veranstaltungen sind und waren. Manche/r Kollegin/e vergisst oder hat vergessen, wie die eigene Schulzeit empfunden wurde. Letztlich hilft uns allen nur - und das nicht im Sinne von "Friede, Freude, Eierkuchen - für und im Sinne der Kinder ein gegenseitiges Grundvertrauen und allgemeine Gesprächsbereitschaft.
Na, ich hoffe, dass das nun keine Predigt wurde, ich merke gerade, dass die Worte etwas salbungsvoll wirken. In diesem Sinne: Ich freue mich auf weitere Diskussionen.
Ihr Joachim Wahl
Danke an Joachim Wahl
von Lieschen (Eltern), 05. Mai 09:54
Ein herzliches Dankeschön für Ihren Beitrag, den ich als sehr wohltuend empfinde, weil hier das ehrliche Bemühen um Aufklärung sichtbar wird.

@Diese Kollegen werden aber auch nie von Eltern befragt, ob denn das Kind wirklich eine 2 habe; ob es denn nun etwas gelernt habe, etwas geleistet, oder ob sich da jemand gerade einen faulen Lenz macht. Die Probleme treten erst dann auf, nach 2 Jahren ein Lehrerwechsel stattfindet und die Kinder nun vielleicht von jemanden mit realistischen Anforderungen arbeiten dürfen (ja, dürfen!).@

Dem kann ich zustimmen! Naja, bei der Benotung ist es aber schon oft so, dass die Kinder durch Vergleich mit anderen Klassen sehr genau wissen, dass sie da einen sehr großzügigen Lehrer erwischt haben ;-)
Es geht hier aber oft nicht nur um die milde Benotung, sondern auch darum, dass die Kinder dann manchmal nach dem Lehrerwechsel im „Schweinsgalopp“ Stoff nachholen müssen, weil der neue Lehrer höhere Ansprüche hat. Ließe sich das nicht irgendwie schulintern regeln?

@So, ich hoffe, dass das zur Begriffsklärung beigetragen hat.@

Vielen Dank für die Erklärungen, das ist sehr nett von Ihnen. Solche Begriffe wie Holschuld und Bringschuld kannte ich nur aus dem Finanzsystem und ich muss ehrlich sagen, dass ich sie in Bezug auf Schule und Kinder etwas unpassend finde und sie dann eher in Hol-pflicht und Bring-pflicht umwandeln würde.

@Es ist aber auch die Verpflichtung von Eltern, über ihre Kinder Informationen einzuholen.@

Ist es aber nicht umgekehrt auch so, dass Lehrer sich bei Eltern Informationen einholen sollen, wenn sie selbst ein Problem mit dem Kind haben, ist das nicht auch eine Verpflichtung? Wäre nett, wenn Sie mich auch da ein bisschen aufklären könnten.
Nochmal als Antwort auf WANDA
von Joachim Wahl (Lehrer), 04. Mai 20:03

@Wanda (für viele)
von Joachim Wahl (Lehrer), 02. Mai 09:05
@von Wanda (Eltern), 30. Apr 22:31
Lieber Herr Joachim Wahl,sie machen es sich sehr einfach, zu behaupten "Die meisten Eintragungen werden wohl vorgenommen, weil jemand einen Grund dazu hat; will heißen, frustriert ist, Rache nehmen will, Dampf ablassen - aus welchen Gründen auch immer".Woher haben sie dieses Wissen?@
Das weiß ich, weil viele Eltern mir eben solches gesagt haben, als eine schulinterne Evaluation gestartet wurde, bei der Eltern und vor allem Schüler nach einem von allen 3 Parteien zusammen ausgearbeiteten Bewertungsfragebogen vorgegangen sind.
@Dann schreiben sie: "In meiner Lehrerlaufbahn sind folglich die "Danke, das haben Sie gut gemacht, Herr Lehrer" - Bemerkungen gegen null aufgetreten". Haben sie sich mal gefragt, woran es liegen kann und ob sie daran was ändern können?@
Daran arbeite ich jeden Tag, manchmal fast rund um die Uhr (auch die Tatsache, dass ich hier im Forum bin, ist in diesem Sinne Arbeit). Die meisten meiner Schülerinnen und Schüler sind mir freundlich gestimmt, aber das ist nicht der entscheidende Punkt. Dass wenig Dank erfolgt, ist glaube ich, auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Allgemeinheit Schule als selbstverständliche Dienstleistung ansieht, die auf höchstem Niveau arbeiten muss/sollte. Und das für alle (an unserer Schule 700) Schüler gleichermaßen und freilich zum Nulltarif; egal, ob weniger begabt, teilbegabt, hochbegabt, sozial intelligent, wohlerzogen, Rabauke, Schläger, lernwillig oder nicht und so weiter. Deshalb ist es selbstverständlich, dass ein/e Unterrichtende/r sich voll und ganz auf die Kinder und ihre Eltern einlässt; keinesfalls kann eine Verfehlung an der Erziehung oder eine weniger gute Note an der Begabung oder Faulheit des jungen Menschen liegen, denken wohl viele.
@Sie erwarten von ihren Schülern:"wird dasjenige Kind wenig Schwierigkeiten in der Schule haben, das von Haus aus erzogen wurde zu Rücksicht, Toleranz und Disziplin, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit" Wird in ihren Wunschkindern überhaupt keine Kreativität und Persönlichkeit erwartet?
Das sind nicht meine "Wunschkinder", sondern das beschreibt eine Sammlung von Eigenschaften, die nach meiner Erfahrung immer dann mehrheitlich festzustellen waren und sind, wenn das Kind keine oder wenige Schulprobleme hat/te. Wie schon gesagt, gibt es derer eine nicht unerhebliche Anzahl, aber die Minderheit, die das nicht mit von den Eltern mitbringt, steht sich meist selbst im Weg und nimmt den allergrößten Anteil des laufenden Zeitangebots eines Schulbetriebs in Anspruch.
@Kein Betrieb möchte heute Duckmäuser haben.Sind aber für einen Schulbetriebb einfacher.@
Durchaus sind sie das nicht. Mit Duckmäusern tritt die Langeweile ein, die geistige Verkümmerung, also genau das Gegenteil von dem, was Schule leisten will. Ich kann, mit Verlaub, nicht sehen, weshalb nach Ihrer Auffassung Kinder, die über Rücksicht, Toleranz und Disziplin, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit verfügen, zwangsläufig Duckmäuser sein sollen.
@Sie schreiben weiter:"Beurteilungen- hier wie dort - sind immer fragwürdig, unterliegen häufig persönlichen Befindlichkeiten und von außen unmöglich zu beurteilenden Faktoren." Ist es möglich, das auch Lehrer nach"persönlichen Befindlichkeiten" benoten? Och.@
Sicher, selbstverständlich! Der Unterschied aber zu einer im Internet vorgenommenen Bewertung ist etwa der, dass wir uns professionell dieser Tatsache bewusst sind und deshalb in unsere Bewertungen einarbeiten. Dass wir Lehrer nicht anonym nach völligem Belieben, wie in spickmich.de, Noten vergeben, sondern oft mit individualisierten Zusatzkommentaren unter Arbeiten Hilfestellung geben (wollen) und im Vorfeld und nach einer Arbeit uns selbst und anderen gegenüber Rechenschaft ablegen über die Kriterien, unter denen eine Benotung vergeben wurde. Die Schwierigkeiten sind aber nicht die Noten (die Abkürzungen sind eines längeren Textes im Sinne einer Definition, die in der "Notenverordnung" zu finden ist), sondern die Tatsache, dass meine Würdigung einer Schülerleistung immer grundsätzlich (außer, wenn es eine 1 oder 2 ist) in Zweifel gezogen wird; keineswegs scheint die Mehrheit auch von Eltern der Auffassung zu sein, dass das von einem Fachmann vorgenommen wurde, der das Wohl des Kindes im Auge hat und der in bestem Sinne Profi ist in diesen Dingen. Wissen Sie, als Lehrer hätte ich den Traum"job" (es ist kein "Job", sondern Berufung, meine ich), wenn ich allen Kindern die Noten Eins bis 3 vergeben würde. Diese Leute gibt es an jeder Schule und sie haben ein herrliches Leben: Keine Termine, keine Elterngespräche, keine Schullaufbahnberatungen für die Kinder, keine Anfeindungen, keine Termine bei der Schulleitung und so weiter. Diese Kollegen werden aber auch nie von Eltern befragt, ob denn das Kind wirklich eine 2 habe; ob es denn nun etwas gelernt habe, etwas geleistet, oder ob sich da jemand gerade einen faulen Lenz macht. Die Probleme treten erst dann auf, nach 2 Jahren ein Lehrerwechsel stattfindet und die Kinder nun vielleicht von jemanden mit realistischen Anforderungen arbeiten dürfen (ja, dürfen!).
@Zum Schluß. Mit ihrem Satz:"Wenn sie als Eltern ein Kind haben, mit dem sie zufrieden sind und das weiß, dass Sie es lieben, wird dieses ihr Kind durch die Schule kommen, auf welcher Schulart auch immer", können sie Eltern nicht wirklich ein schlechtes Gewissen einreden.@
Ich weiß nicht, wie Sie auf die Idee kommen, dies sei mein Anliegen gewesen. Wenn eine Interpretation meines kleinen Textes Sie zu dieser Auffassung veranlasst hat, tut es mir ehrlich Leid.
@Ich finde schon bemerkenswert mit welch einer Selbstsicherheit Lehrer eigene eventuelle Unvollkommenheit ausschließen.@
Gar nicht und keineswegs. Eben WEIL ich als Mensch unvollkommen bin, unterliegen meine Bewertungen [s.o.] schwierigen Kriterien, die auszuschließen ich nicht versprechen kann, richtig sicher bin ich mir auch nur selten. Deswegen fallen alle Bewertungen immer vorsichtig formuliert und im Zweifelsfall etwas besser aus.
@allgemein: Hol- und Bringschuld ist ein Begriff, der auch schulrechtlich relevant ist. er umfasst etwa Bereiche wie Information und Termine. Damit ist gemeint, dass es die Verpflichtung des Schülers ist, seine mündliche Noten angemessen zu erfragen und die Pflicht des Unterrichtenden, in angemessener Zeit diese zu nenne. Es ist aber auch die Verpflichtung von Eltern, über ihre Kinder Informationen einzuholen. Andererseits wiederum hat eine Schule die Pflicht, vor z.B. Versetzungszeugnissen im Vorfeld zu informieren, dass die Versetzung gefährdet sein könnte in gewisser Zeit, wenn die Leistungen so weiter gehen.
So, ich hoffe, dass das zur Begriffsklärung beigetragen hat. Im Übrigen denke ich nicht, dass Taipan irgend jemanden hatte beleidigen oder angreifen wollen, sondern lediglich einen gängigen Begriff verwendet hat.
Prophezeiungen
von Lieschen (Eltern), 03. Mai 12:58
@Wann sollen diese Kinder lernen, sich zu öffnen, wenn nicht in der vertrauten "Klassengemeinschaft"?@

Das sehe ich nicht so einseitig, sondern eher als ein soziales Lernen auf Gegenseitigkeit. Wie lernt die Klassengemeinschaft, sich für 'diese' Kinder zu öffnen, sie zu integrieren? Durch das Beispiel des Lehrers!

@Das spätere Leben nimmt darauf keinerlei Rücksicht!@

Nun ja, schon Nostradamus hat seinerzeit den Weltuntergang vorhergesagt, und? Wir leben noch und hat er sich deshalb nun geirrt? Oder hat er einfach nur etwas "gesehen", das in sein Weltbild passte und nicht an die Möglichkeit geglaubt, dass es anders kommen könnte? ;-)
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von Lieschen (Eltern), 03. Mai 11:08
@So liest es sich, wenn ein Lehrer mal wieder seine doch so tolle Bildung und Überlegenheit raushängen läßt.@

Ich meine nicht, dass das etwas mit Bildung oder Überlegenheit zu tun hat, sondern dass es oft nur am achtsamen und aufmerksamen Umgang miteinander fehlt. Wenn ich voraussetze und erwarte, dass mein Diskussionspartner sich in meinem Metier genausogut auskennt wie ich selbst, dann bin ich entweder grundsätzlich nicht bereit, mein eigenes kleines Universum zu öffnen und anderen einen Einblick zu gewähren oder es ist mir zu mühsam. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Eltern oft der Ansicht sind, dass Lehrer lieber unter sich bleiben. Schade eigentlich, denn wir könnten alle davon profitieren.
@Taipan
von Hannah (Eltern), 02. Mai 20:24
Zitat:

>Und wenn Sie hier mit diskutieren wollen, setze ich eine gewisse Kenntnis im schulischen und pädagogischen Vokabular voraus, so dass nicht jeder Begriff (und von denen wimmelt es ja in der Pädagogik) eigens erklärt werden muss.<


Schade, dass einige wenige Lehrer hier wirlich jedes billige Klischee bedienen müssen.


Hannah


Bildung
von Wanda (Eltern), 02. Mai 18:19
Ja genau. So liest es sich, wenn ein Lehrer mal wieder seine doch so tolle Bildung und Überlegenheit raushängen läßt.Ob ich mich wohl mit diesem Lehrer über Bergbau in seiner (Bergbau) eigenen Sprache unterhalten kann. Kann mal wohl doch erwarten.
Toleranz ist ein Fremdwort, welches dieser Lehrer wohl auch nur als Wort kennt.
jawoll!
von Lieschen (Eltern), 02. Mai 16:18
Der Ton macht die Musik, aber da wir beide hier nur "lesen", dürfen Sie gerne in meinen geschriebenen Worten Agressionen "hören", das gestehe ich Ihnen zu. Scheinbar liegen wir nicht auf der gleichen Wellenlänge, aber das müssen wir ja auch nicht. Dass ich in gewissen Dingen nicht so versiert bin wie Sie, stimmt - und dass ich deswegen kein geeigneter Diskussionspartner für Sie bin, akzeptiere ich.
@ Lieschen: Nachtrag
von TAIPAN (Lehrer), 02. Mai 15:17
Da plötzlich der Text weg.... und einen Satz wollte ich doch noch zu Ende bringen:

Und wenn Sie hier mit diskutieren wollen, setze ich eine gewisse Kenntnis im schulischen und pädagogischen Vokabular voraus, so dass nicht jeder Begriff (und von denen wimmelt es ja in der Pädagogik) eigens erklärt werden muss.

@ Lieschen: Der Ton macht die Musik
von TAIPAN (Lehrer), 02. Mai 15:12
Nein, Fragen klingen anders!
In Ihrem Statement steckt Aggression.
Lesen Sie dieses nochmals in aller Ruhe durch!

"Hol- und Bringschuld" sind Begriffe, die in der Pädagogik oft gebraucht werden - beide werden nicht nur von mir als Lehrer sondern auch von den Kindern erwartet.

Und wenn Sie hier mit diskutieren wollen,

Ich kopiere Ihnen mal einen Ausschnitt aus dem Elternbrief des Gymnasiums Fürstenried vom 21.September 2006.

3.10 „Hol- und Bringschuld" in der Frage der Leistungserhebungen

Im Hinblick auf das Schüler-Lehrerverhältnis gibt es zwischen den beiden eine (hoffentlich
ausgewogene) „Hol- und Bringschuld", die eine Voraussetzung für eine transparente Notengebung ist. Sowohl die Pflicht zur Leistung als auch zur Transparenz gilt für beide Seiten - es
gibt ein Recht auf Information und eine Pflicht zur Information bzw. auf eine Einzelnote oder ein abgerundetes Notenbild im Hinblick auf die einzelne Arbeit als auch die Zeugnisse. Eltern
sind gut beraten, sich nicht nur bei ihrem Sohn oder ihrer Tochter nach der Entwicklung schulischer Leistungen zu erkundigen, sondern durch die Wahrnehmung von Sprechstunden oder
an Elternsprechtagen sich zu vergewissern, dass sie nicht mit „Überraschungen" zu rechnen
brauchen. Eine natürliche Skepsis gegenüber allzu großer Ruhe im Spiel hilft hier sehr
schnell.
typisch!
von Lieschen (Eltern), 02. Mai 14:50
Zum Erkennen bedarf es Klarheit!
Und zum Verstehen gehört auch ein achtsamer Umgang mit der Sprache! Wenn ich nun nachfrage und Sie das zum Anlass nehmen, die Diskussion als sinnlos zu betrachten, dann darf ich vielleicht fragen, ob Sie mit den Schülern auch so verfahren?
@Lieschen: Jetzt wird´s kindisch!
von TAIPAN (Lehrer), 02. Mai 14:37
Also wenn Sie diese Ausdrücke jetzt falsch verstehen und deren Sinn nicht erkennen, tun Sie mir Leid!

Und so muss auch ich erkennen, dass es eigentlich sinnlos ist in solchen Foren zu diskutieren!
@Taipan
von Lieschen (Eltern), 02. Mai 14:10
@Auch diese Kinder haben neben ihrer Holschuld auch eine Bringschuld!@

eine SCHULD?
Sehen Sie die Kinder als Ihre Schuldiger? Und in welcher Rolle sehen Sie sich selbst?
@Taipan
von Lieschen (Eltern), 02. Mai 11:51
@Ja, es gibt die Eltern, die dem Lehrer vorwerfen: Sie nehmen mein Kind immer dran, obwohl es sich nicht meldet!@

Solche Eltern mag es sicher geben, aber oft ist es eben der umgekehrte Fall. Wenn mein Sohn, der sehr introvertiert ist, sich gemeldet hat, (was für ihn eine beachtliche Leistung war) wurde das oft nicht bemerkt und wenn mein Sohn sich gegen eine schlechte mündliche Zensur z.B. in Deutsch wehrte, wurde ihm gesagt, ER müsse an seiner Wahrnehmung arbeiten, es wurde ihm einfach nicht geglaubt. Solche Unterschiede in den Wahr-nehmungen hatte leider immer mein Sohn zu verantworten, selbst ein sicher gutgemeinter Vorschlag, eine Meldeliste zu führen, ging in die falsche Richtung, denn ihm wurde vorgeworfen, er hätte da eigennützig ein paar Striche zu viel gemacht, um zu einer besseren mündlichen Zensur zu kommen. Können Sie sich vorstellen, dass da das Vertrauen in die Objektivität des Lehrers abhanden kommt?
Da vermisse ich dann eben das "schülerpro".
@Wanda (für viele)
von Joachim Wahl (Lehrer), 02. Mai 09:05
@von Wanda (Eltern), 30. Apr 22:31
Lieber Herr Joachim Wahl,sie machen es sich sehr einfach, zu behaupten "Die meisten Eintragungen werden wohl vorgenommen, weil jemand einen Grund dazu hat; will heißen, frustriert ist, Rache nehmen will, Dampf ablassen - aus welchen Gründen auch immer".Woher haben sie dieses Wissen?@
Das weiß ich, weil viele Eltern mir eben solches gesagt haben, als eine schulinterne Evaluation gestartet wurde, bei der Eltern und vor allem Schüler nach einem von allen 3 Parteien zusammen ausgearbeiteten Bewertungsfragebogen vorgegangen sind.
@Dann schreiben sie: "In meiner Lehrerlaufbahn sind folglich die "Danke, das haben Sie gut gemacht, Herr Lehrer" - Bemerkungen gegen null aufgetreten". Haben sie sich mal gefragt, woran es liegen kann und ob sie daran was ändern können?@
Daran arbeite ich jeden Tag, manchmal fast rund um die Uhr (auch die Tatsache, dass ich hier im Forum bin, ist in diesem Sinne Arbeit). Die meisten meiner Schülerinnen und Schüler sind mir freundlich gestimmt, aber das ist nicht der entscheidende Punkt. Dass wenig Dank erfolgt, ist glaube ich, auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Allgemeinheit Schule als selbstverständliche Dienstleistung ansieht, die auf höchstem Niveau arbeiten muss/sollte. Und das für alle (an unserer Schule 700) Schüler gleichermaßen und freilich zum Nulltarif; egal, ob weniger begabt, teilbegabt, hochbegabt, sozial intelligent, wohlerzogen, Rabauke, Schläger, lernwillig oder nicht und so weiter. Deshalb ist es selbstverständlich, dass ein/e Unterrichtende/r sich voll und ganz auf die Kinder und ihre Eltern einlässt; keinesfalls kann eine Verfehlung an der Erziehung oder eine weniger gute Note an der Begabung oder Faulheit des jungen Menschen liegen, denken wohl viele.
@Sie erwarten von ihren Schülern:"wird dasjenige Kind wenig Schwierigkeiten in der Schule haben, das von Haus aus erzogen wurde zu Rücksicht, Toleranz und Disziplin, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit" Wird in ihren Wunschkindern überhaupt keine Kreativität und Persönlichkeit erwartet?
Das sind nicht meine "Wunschkinder", sondern das beschreibt eine Sammlung von Eigenschaften, die nach meiner Erfahrung immer dann mehrheitlich festzustellen waren und sind, wenn das Kind keine oder wenige Schulprobleme hat/te. Wie schon gesagt, gibt es derer eine nicht unerhebliche Anzahl, aber die Minderheit, die das nicht mit von den Eltern mitbringt, steht sich meist selbst im Weg und nimmt den allergrößten Anteil des laufenden Zeitangebots eines Schulbetriebs in Anspruch.
@Kein Betrieb möchte heute Duckmäuser haben.Sind aber für einen Schulbetriebb einfacher.@
Durchaus sind sie das nicht. Mit Duckmäusern tritt die Langeweile ein, die geistige Verkümmerung, also genau das Gegenteil von dem, was Schule leisten will. Ich kann, mit Verlaub, nicht sehen, weshalb nach Ihrer Auffassung Kinder, die über Rücksicht, Toleranz und Disziplin, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit verfügen, zwangsläufig Duckmäuser sein sollen.
@Sie schreiben weiter:"Beurteilungen- hier wie dort - sind immer fragwürdig, unterliegen häufig persönlichen Befindlichkeiten und von außen unmöglich zu beurteilenden Faktoren." Ist es möglich, das auch Lehrer nach"persönlichen Befindlichkeiten" benoten? Och.@
Sicher, selbstverständlich! Der Unterschied aber zu einer im Internet vorgenommenen Bewertung ist etwa der, dass wir uns professionell dieser Tatsache bewusst sind und deshalb in unsere Bewertungen einarbeiten. Dass wir Lehrer nicht anonym nach völligem Belieben, wie in spickmich.de, Noten vergeben, sondern oft mit individualisierten Zusatzkommentaren unter Arbeiten Hilfestellung geben (wollen) und im Vorfeld und nach einer Arbeit uns selbst und anderen gegenüber Rechenschaft ablegen über die Kriterien, unter denen eine Benotung vergeben wurde. Die Schwierigkeiten sind aber nicht die Noten (die Abkürzungen sind eines längeren Textes im Sinne einer Definition, die in der "Notenverordnung" zu finden ist), sondern die Tatsache, dass meine Würdigung einer Schülerleistung immer grundsätzlich (außer, wenn es eine 1 oder 2 ist) in Zweifel gezogen wird; keineswegs scheint die Mehrheit auch von Eltern der Auffassung zu sein, dass das von einem Fachmann vorgenommen wurde, der das Wohl des Kindes im Auge hat und der in bestem Sinne Profi ist in diesen Dingen. Wissen Sie, als Lehrer hätte ich den Traum"job" (es ist kein "Job", sondern Berufung, meine ich), wenn ich allen Kindern die Noten Eins bis 3 vergeben würde. Diese Leute gibt es an jeder Schule und sie haben ein herrliches Leben: Keine Termine, keine Elterngespräche, keine Schullaufbahnberatungen für die Kinder, keine Anfeindungen, keine Termine bei der Schulleitung und so weiter. Diese Kollegen werden aber auch nie von Eltern befragt, ob denn das Kind wirklich eine 2 habe; ob es denn nun etwas gelernt habe, etwas geleistet, oder ob sich da jemand gerade einen faulen Lenz macht. Die Probleme treten erst dann auf, nach 2 Jahren ein Lehrerwechsel stattfindet und die Kinder nun vielleicht von jemanden mit realistischen Anforderungen arbeiten dürfen (ja, dürfen!).
@Zum Schluß. Mit ihrem Satz:"Wenn sie als Eltern ein Kind haben, mit dem sie zufrieden sind und das weiß, dass Sie es lieben, wird dieses ihr Kind durch die Schule kommen, auf welcher Schulart auch immer", können sie Eltern nicht wirklich ein schlechtes Gewissen einreden.@
Ich weiß nicht, wie Sie auf die Idee kommen, dies sei mein Anliegen gewesen. Wenn eine Interpretation meines kleinen Textes Sie zu dieser Auffassung veranlasst hat, tut es mir ehrlich Leid.
@Ich finde schon bemerkenswert mit welch einer Selbstsicherheit Lehrer eigene eventuelle Unvollkommenheit ausschließen.@
Gar nicht und keineswegs. Eben WEIL ich als Mensch unvollkommen bin, unterliegen meine Bewertungen [s.o.] schwierigen Kriterien, die auszuschließen ich nicht versprechen kann, richtig sicher bin ich mir auch nur selten. Deswegen fallen alle Bewertungen immer vorsichtig formuliert und im Zweifelsfall etwas besser aus.
Die Qual der Wahl
von TAIPAN (Lehrer), 01. Mai 18:43
Zunächst die Bitte an den Betreiber dieses Forums, die Schreibfläche zu vergrößern. Momentan ist die Kontrolle des Geschriebenen unheimlich erschwert!!

Wer also Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!!!

Ja, MaxL.,Sie sehen das vollkommen richtig - Schrotkugeln streuen nun mal sehr weit und schlagen auch dort ein, wo es nicht sein soll und darf.

Deshalb sollten manche Eltern (um bildlich zu bleiben) ihre Munition für die entsprechende Situation genau auswählen!

Zum Teil stimmt es, dass der Erwartungshorizont bei vielen Lehrkäften ein anderer ist, aber dennoch sind bestimmte Kriterien maßgebend und zu beachten.

Wenn ich z.Zt. in der 8. Klasse das Bewerbungsschreiben und den Lebenslauf einübe, gibt es gewisse Vorgaben, die einfach einzuhalten sind. Dann gibt es welche, an die an keinen so engen Maßstäben gemessen werden und dann natürlich solche, die frei gestaltbar sind.

Und das Gemenge aus diesen Kriterien ist die Grundlage für meine Bewertung!!!!

Und da ich fair und schülerpro an die Begutachtung gehe, siegt die Objektivität.

So bleibt für die subjektive Bewertung beispielsweise noch die Handschrift.
Aber auch hier traue ich mir eine Wertung zu, weil ich halt erkenne, ob sich ein Schüler trotz seines Mankos Mühe gegeben hat...
Und dies beurteilen zu können, muss man mir halt mal zugestehen!

Ich arbeite täglich mit ca. 30 Kollegen/ Kolleginnen zusammen und möchte behaupten, dass bei denen die gleiche Denke vorherrscht.

Auch wenn ein Kind introvertiert ist, muss man nicht auf diese Wesensgabe pochen!
Auch diese Kinder haben neben ihrer Holschuld auch eine Bringschuld!

Nicht umsonst steht in unserem Schulgesetz: Der Schüler ist zur Mitarbeit verpflichtet.

Und dazu gehört nicht nur die bloße Anwesenheit und die Übernahme des Tafelbildes sondern auch die aktive Mitgestaltung des Unterrichts.

Ja, es gibt die Eltern, die dem Lehrer vorwerfen: Sie nehmen mein Kind immer dran, obwohl es sich nicht meldet!

Wann sollen diese Kinder lernen, sich zu öffnen, wenn nicht in der vertrauten "Klassengemeinschaft"?

Das spätere Leben nimmt darauf keinerlei Rücksicht!

Übrigens, der drastische Schluss ist bis auf die geänderten Namen Tatsache.

Deshalb zur Sinnigkeit einer Bewertung folgender Sachverhalt:

Ich unterrichte mittwochs in der 1. Stunde die 9 c und in der zweiten die 9 b jeweils in Geschichte.
Mit der 9 c kann ich toll arbeiten - meine Arbeitsblätter, Texte, Karten und Bilder werden gut angenommen und bilden die Grundlage für einen motivierenden Unterricht.
Dann geht der gleiche Lehrer mit den gleichen Materialien nebenan in die Nachbarklasse..... und muss zunächst einmal 5 - 8 Minuten warten, bis Ruhe eingekehrt ist.
Die Schüler sind desinteressiert, störrisch.....

Was wurde nicht schon versucht: Gespräche mit der Klasse, Gespräche mit den Eltern und einzelnen Schülern, Gruppen wurden innerhalb der Klassen ausgetauscht usw.

Der Erfolg > NULL!

Vielleicht liegt es an mir - das frage ich mich natürlich auch.
Aber wenn ich überlege, dass in dieser Klasse 4 Kinder morgens ihre Tabletten brauchen, 2 mehr oder weniger sporadisch den Unterricht besuchen und 6 schon eine Lehrstelle haben (uns kann ja eh nichts mehr passieren!!!!) schütte ich mich nicht mit dem Bade aus!
INTROVERTIERT?
von MaxL. (Ehemalige), 01. Mai 15:22
introvierte Schüler sind zu 90% genauso wie die "extrovertierten" nur das sie halt nicht anzulaut schreiend durch die Schuler pilgern....
Sie fallen halt nicht auf, ok, manche sehen das als Schwäche, besonders in bezug auf die heutige Gesellschaft.
Ich denke das man ruhig introvertiert sein kann, aber man sollte wenigsten ab und an wissen das die Ellenbogen nichtnur zum Arm festhalten da sind ;)


Aber sorry, was sie über die "introvertierten Schüler" sagen ist schlichtweg nicht wahr, das mag vielleicht auf ihre Kinder zutreffen ( jetzt nicht böse gemeint oder so) aber das gro der introvertierten Schüler reagiert sich nur woanders ab.
.
von MaxL. (Ehemalige), 01. Mai 15:18
Also in diesem Thema hier muss ich mal den Lehrern recht geben, zumindest teilweise.

Ich denke nicht das die der überwiegende Teil der Bewertungen nur aus Frust o.ä. erfolgen, kann aber aufjeden Fall der Argumentationkette folgen und denke das sie eigentlich bis auf den etwas zu drastischen Schluss richtig ist.

Ich frage mich aber ehrlich ob jemand hier je ANGEZWEIFELT hat das Lehrer subjektiv beurteilen?

Selbst der angeführte, vorher gemachte, feste Erwartungshorizont ist ja "nur" eine subjektive Feststellung die andere Lehrer anders sehen.

So sind ein Fehlerquotient von 10,0 für eine Deutschlehrer in einer Klausur, einen Physiklehrer im Abitur stört das wohl nur marginal, zu recht finde ich.
Ich habe selbst mal wieder meine alten Klausuren rausgeholt und durchgelesen und da ist mir genau dasselbe passiert wie es von der "Elternfraktion" ab und an praktiziert wird, ich wunderte mich warum die Klausuren so schlecht waren obwohl sie doch eigentlich schön Inhaltsreich etc. war, leider ist mir nach genaueren Betrachten erst klar geworden das das nen Fq von 14 war ( Englisch 9.Klasse) und irgendwie war das ganze auch am Thema vorbei.
Da dämmerte mir dann doch das die Note eigentlich nicht total daneben war.

Und ganz ehrlich, die beiden Eltern Beiträge waren echt nen Schrottschuss in die Menschenmenge, sicher jemanden getroffen....
(Nein ich plane keinen Amoklauf) bevor jetzt hier auf solche Ideen kommt.

Aber ich denke was "Unfreundlichkeit" Schüler vs. Lehrer betrifft,so liegt der Hund genau da begraben, die meisten Schüler verstehen nicht das der Lehrer nicht immer nur als der Feind gesehen muss, genauso wie viele Schüler nicht denken müssen das der Lehrer sie nur aufgrund seiner sadistischen Züge zu Hausaufgaben verdonnert hat.
Genauer zielen!
von TAIPAN (Lehrer), 01. Mai 12:33
Das ist alles zu pauschal:

"Es gibt viele.... denen...." (somit: also all den vielen)

Wer unterstellt?
DIE Lehrer oder Herr K., der Mathematiklehrer Ihres Kindes?

Dann aber schleunigst mit GENAU diesem reden!

....
von Lieschen (Eltern), 01. Mai 11:52
@Kann ein Kind, das zur Hilfsbereitschaft, Rücksicht, Toleranz, Disziplin und Freundlichkeit erzogen wurde, nicht doch Kreativität zeigen und seine Persönlichkeit zur Geltung bringen.
Das schließt sich doch nicht gegenseitig aus!
Gäbe es nur noch mehr von solchen Schülern!@

Es gibt viele.......vornehmlich unter den ruhigen introvertierten......denen es dann als "Schwäche" unterstellt wird, weil sie eben nicht ihre Ellenbogen benutzen.....oder "den Mund nicht aufkriegen"!
Es ist schon eigenartig....
von TAIPAN (Lehrer), 01. Mai 08:42
Ich beziehe mich zunächst auf den Text von J. Wahl und kann diesem fast uneingeschränkt zustimmen - so wie es auch andere Eltern getan haben.

Lese ich im Gegenzug den Text von Wanda, kommen mir Zweifel....und es ist schon eigenartig, dass einfach unterstellt wird, der Schreiber wisse um seine Ausführungen nicht Bescheid.

Trauen Sie doch zunächst einmal der Mehrheit der Lehrerinnen und Lehrern zu, dass sie ihren Beruf nach bestem Wissen und Gewissen ausüben.
Und wenn Ihnen schwarze Schafe unter kommen (bestimmt gibt es diese in ihrem Beruf/ dem ihres Partners ebenso und vielleicht sind dort auch Arbeitskollegen, die an Wanda dies oder jenes.... usw.)dann zeigen sie Mut und sprechen mit denen, statt in irgendeiner Form Rundumschläge auszuteilen!

Woher haben wir wohl unser Wissen, dass Dampf abgelassen wird?
Ganz einfach, weil wir dies von unseren Schülern erfahren!
Könnte man sich doch wohl denken!

Köstliche Frage, die mit dem Danke!
Ja, woran könnte dies wohl liegen?
Selbst wenn ich einem Schüler die Tür aufhalte oder ihm den Füller aufhebe, der ihm gerade von der Bank gefallen ist, kommt nicht zwangsläufig ein Danke.
Können mich diese Schüler nun nicht leiden?
Vielleicht bringen sie dieses Defizit auch von zu Hause mit?!
Wäre doch auch möglich?

Kann ein Kind, das zur Hilfsbereitschaft, Rücksicht, Toleranz, Disziplin und Freundlichkeit erzogen wurde, nicht doch Kreativität zeigen und seine Persönlichkeit zur Geltung bringen.
Das schließt sich doch nicht gegenseitig aus!
Gäbe es nur noch mehr von solchen Schülern!

Lassen Sie doch endlich mal die Benotung aus dem Spiel!
Ein leidiges Thema, auch für uns Lehrer, das uns doch nicht weiter bringt!
Schreibe ich einen Sachtest oder eine Mathematikarbeit, arbeite ich nach einem "Punkte-Noten-System".
14 Punkte sind eine Drei, egal ob bei Fritz oder Wanda.
Selbstverständlich kann ich nun mein persönliches Empfinden einfließen lassen, wenn beispielsweise nach den "pysikalischen/ elektronischen Ausstattungsmerkmalen eines Computers" gefragt wird und ich erhalte als Antwort "Hartware".
Ist diese nun richtig oder falsch?
Sie ist falsch, weil man Hardware halt anders schreibt.

Aber seien sie getrost, meist wird positiv gewertet, weil "man das Wort halt noch erkennen kann" und das Kind nun mal kreativ ist.
Aber kreiden Sie es keinem Lehrer an, wenn er den Punkt hierfür versagt!

Ob Sie bei der Bewertung von Aufsätzen mitreden können, wage ich noch mehr zu bezweifeln.
In meiner Hinführung und Vorbereitung zu einem Aufsatzthema werden bestimmte Kriterien erstellt, die dann auch im Aufsatz gefordert werden.
Und was sich für Sie zu Hause dann vielleicht achso schön und flüssig liest, muss noch lange nicht den gestellten Kriterien entsprechen.

Ich denke, dass eine "fruchtbringende" Diskussion anders verlaufen kann und muss.

Ich greife deshalb am Schluss nochmals die Frage auf: Woher haben Sie dieses Wissen?
Dies habe ich von Eileen und Annika, die sich nicht genieren, laut zu verbreiten, dass sie der Frau L. bei Spickmich mal "eins reingewürgt haben".

Unsere Probleme sind andere.....
Bewertung der Schulen im SchulRadar
von Wanda (Eltern), 30. Apr 22:31
Lieber Herr Joachim Wahl,sie machen es sich sehr einfach, zu behaupten "Die meisten Eintragungen werden wohl vorgenommen, weil jemand einen Grund dazu hat; will heißen, frustriert ist, Rache nehmen will, Dampf ablassen - aus welchen Gründen auch immer".Woher haben sie dieses Wissen? Dann schreiben sie: "In meiner Lehrerlaufbahn sind folglich die "Danke, das haben Sie gut gemacht, Herr Lehrer" - Bemerkungen gegen null aufgetreten". Haben sie sich mal gefragt, woran es liegen kann und ob sie daran was ändern können?
Sie erwarten von ihren Schülern:"wird dasjenige Kind wenig Schwierigkeiten in der Schule haben, das von Haus aus erzogen wurde zu Rücksicht, Toleranz und Disziplin, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit" Wird in ihren Wunschkindern überhaupt keine Kreativität und Persönlichkeit erwartet? Kein Betrieb möchte heute Duckmäuser haben.Sind aber für einen Schulbetriebb einfacher.
Sie schreiben weiter:"Beurteilungen- hier wie dort - sind immer fragwürdig, unterliegen häufig persönlichen Befindlichkeiten und von außen unmöglich zu beurteilenden Faktoren." Ist es möglich, das auch Lehrer nach"persönlichen Befindlichkeiten" benoten? Och.
Zum Schluß. Mit ihrem Satz:"Wenn sie als Eltern ein Kind haben, mit dem sie zufrieden sind und das weiß, dass Sie es lieben, wird dieses ihr Kind durch die Schule kommen, auf welcher Schulart auch immer", können sie Eltern nicht wirklich ein schlechtes Gewissen einreden.
Ich finde schon bemerkenswert mit welch einer Selbstsicherheit Lehrer eigene eventuelle Unvollkommenheit ausschließen.





Beeindruckend
von MaxL. (Ehemalige), 30. Apr 15:59
Ein Lehrer der im SR der bisher nicht ausschliesslich polemisch geantwortet hat, nein scherz beiseite, ich finde den Beitrag super, ich hab das vorher garnicht aus der Perspektive betrachtet, andererseits würden sich solche Probleme vielleicht auch bessern wenn man verpflichtene schulinterne Beurteilungen durchführen würde, weil dann würden sie auch die Leute erfassen die eigentlich zufrieden sind.

Und so wie ich bereits woanders erwähnte, wenn es da unter 500 Schülern die man in evtl. 5 Jahren hatte 10 negativ Bewertungen gibt, wäre das sicher nicht tragisch und dennoch hätte es was gebracht.


Leider lässt sich kein Lehrer mit dem ich darüber gesprochen habe mal auf eben jenes längerfristige Modell ein.

Ein Versuch wäre es auf jeden fall einmal wert, auch ohne das das von oben herab von der Schulleitung befohlen wird.
@ Joachim Wahl
von Nie-Auslernerin (Eltern), 28. Apr 11:36
Vielen Dank für Ihren Beitrag! In den allermeisten Punkten stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Lediglich in der Beurteilung des Sinns einer solchen Plattform vertrete ich eine andere Auffassung, aber das stellt für mich kein Problem dar.
Ich kenne das Ihrerseits beschriebene Problem mit den wenigen auffälligen Kindern, die den sinnvollen Unterricht einer ganzen Klasse gefährden können, aus mehrfacher eigener Erfahrung, und zwar insofern, dass meine Kinder auf Seiten der Lernwilligen standen. Ich kenne auch den Effekt, dass natürlich gerade die Eltern, die auf Elternpflegschaftsabenden hätten erscheinen sollen, in den allermeisten Fällen natürlich nicht kamen. Das war für mich immer die traurigste Erfahrung, dass es offensichtlich Eltern gibt, die es überhaupt nicht interessiert, was in der Schule ihrer Kinder vorgeht.
Das ist eine Situation, der Pädagogen oft hilflos gegenüber stehen. Und leider die Mitschüler/innen genauso. Was war früher anders, dass es so etwas kaum einmal gab?
Grüße

Nie-Auslernerin
Dankeschön
von Joachim Wahl (Lehrer), 27. Apr 18:10
Herzlichen Dank. Ja, vielleicht denkt der Eine oder der Andere darüber nach. Aber ich freue mich auch, andere Sichtweise kennen zu lernen. Also: Immer feste druff ... ;-)
interessanter Beitrag
von Rudolf Bayer (Eltern), 27. Apr 17:54
Lieber Herr Wahl, das ist, aus Elternsicht, nun wirklich mal ein ganz differenzierter und guter Beitrag, der mir viel zu denken gibt. Hoffentlich nicht nur mir.
Dafür danke ich Ihnen.
Bewertungen: völlig beliebig
von Joachim Wahl (Lehrer), 27. Apr 08:43
Viele Eltern haben sich gefragt, ob und wie überhaupt sinnvoll eine Auswahl einer Schule für ihr Kind - auch mit Hilfe von Schulradar - möglich ist.
M.E. ist das nicht möglich. Nahezu ausnahmslos sind sowohl SR als auch Spickmich der uneingeschränkten Beliebigkeit unterworfen. Die meisten Eintragungen werden wohl vorgenommen, weil jemand einen Grund dazu hat; will heißen, frustriert ist, Rache nehmen will, Dampf ablassen - aus welchen Gründen auch immer. Wenn nämlich alles gut verläuft in einer Schule und/oder mit der Schullaufbahn des Kindes, wird man sich kaum mit ellenlangen Bewertungen und so weiter beschäftigen: Man hat nämlich Wichtigeres zu tun. In meiner Lehrerlaufbahn sind folglich die "Danke, das haben Sie gut gemacht, Herr Lehrer" - Bemerkungen gegen null aufgetreten, aber die negative Kritik, auch wenn oft völlig unberechtigt, massenhaft. Dabei wurde sehr oft die Kritik am System oder eigene Unzufriedenheit allgemein mit meiner Person oder meiner Tätigkeit verwechselt. Dann kommt es zu Bewertungen von Schüler- oder Elternseite, die oft Schulen oder Unterrichtende diffamieren, beleidigen oder bloßstellen; in selteneren Fällen findet man qualifizierte Äußerungen, die sich mit dem Schulalltag beschäftigen und mit den uns alle umgebenden Realitäten. Und eben weil das so ist, sollte man nicht viel auf solche Bewertungen geben; weder hier in SR noch anderswo.
Jedes Kind ist anders als ein anderes. Logischerweise wird es anders reagieren als das andere. Anders regieren auf Lehrerinnen oder Lehrer, die Innengestaltung einer Schule, die Klassenzimmer, die Mitschüler ... Nach meiner Erfahrung, die ich sowohl auf einer der renommiertesten Privatschulen Deutschlands, als auch an 3 verschiedenen staatlichen Gymnasien machen konnte, wird dasjenige Kind wenig Schwierigkeiten in der Schule haben, das von Haus aus erzogen wurde zu Rücksicht, Toleranz und Disziplin, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit. Das ein durchschnittliches Maß an Begabung hat und für das von Haus aus ein Buch ein bekannter Gegenstand ist. Ein Kind, das körperlich durchschnittlich gesund ist und dabei bereit ist, zusammen mit seinen Eltern Schule nicht als kurzfristige Unterbrechung der Freizeitgestaltung zu sehen und als Feindesland, sondern als grundsätzliche Pflicht, die manchmal gar Freude machen kann (nicht "Spaß"). Diese Kinder gibt es reichlich; aber deren Eltern melden sich eher selten zu Wort. Man hat als Lehrer kaum Möglichkeiten, auf diese Kinder einzugehen, denn die anderen, die "Problemfälle" fressen einem die Zeit auf. Eltern, die der Auffassung sind, ihre Kinder müssten keineswegs durchschnittlichen Anforderungen genügen, genau ihr Kind sei die Ausnahme, habe das Recht auf vollständige Aufmerksamkeit der Lehrer und so weiter machen mir oft das Leben schwer. Nicht mir persönlich; dazu sehe ich das zu professionell. Aber sie nehmen den anderen Kindern die Zeit weg, sie stellen sich selbst und ihr Kind auf eine Weise in den Mittelpunkt, die die Beschäftigung mit der ansonsten eher positiven Masse kaum mehr möglich machen. Und das Schlimmste: Wir haben Lehrer haben gar nicht die Möglichkeit, uns den 20 positiven Erscheinungen von 33 in unseren Klassen zu widmen. Wir sind von der gesamten Struktur unseres Systems her verdammt, uns genau mit dem einen zu beschäftigen. Wenn zum Beispiel Schüler X unangemessenen Schabernack oder Schlimmeres getrieben hat, dann wird eventuell eine Klassenkonferenz fällig, ein Gespräch mit Klassenlehrer und / oder Eltern, der Schulleitung, pädagogische Gespräche mit X und so weiter. Konsequenz also: X merkt, dass das Prinzip ist: Schlechte Noten und/oder schlechtes Verhalten heißt Aufmerksamkeit, heißt im Mittelpunkt stehen. Und die anderen Kinder? Sie müssen sich damit begnügen, dass ihre 2-3 in der Deutscharbeit Motivation genug sein muss. Das ein freundliches Lächeln bei der Klassenarbeitsrückgabe Lohn genug sein muss. Beurteilungen- hier wie dort - sind immer fragwürdig, unterliegen häufig persönlichen Befindlichkeiten und von außen unmöglich zu beurteilenden Faktoren.
Wenn sie als Eltern ein Kind haben, mit dem sie zufrieden sind und das weiß, dass Sie es lieben, wird dieses ihr Kind durch die Schule kommen, auf welcher Schulart auch immer.
Liebe Grüße, Joachim Wahl
Gibts doch schon
von Nie-Auslernerin (Eltern), 24. Apr 15:31
Diese Selbstbeschreibungen gibt es doch schon auf jeder HP einer Schule zu finden. Sind sie nicht aussagekräftig genug, muss man halt nachhaken. Die Mühe, das bei den in Frage kommenden Schulen raus zu suchen, kann sich wirklich jeder selbst machen.
Anders sieht das mit den tatsächlichen Erfahrungen aus. Wenn es um eine Schule im Nachbarort oder einer weiter entfernteren Stadt geht, dann muss man ja erstmal Eltern und Schüler kennen, die man befragen könnte.
Das ist doch hier viel einfacher. Und wenn man nur 5 Beiträge zu einer Schule stehen hat, kann man die Kommentare studieren und sich dann in etwa zumindest ein kleines Bild über das wahre Leben in dieser Schule machen - egal ob auf Spickmich oder Schulradar. Für Eltern ist letztere Seite interessanter, für Schüler wahrscheinlich erstere. Für Lehrkräfte und Schulleitungen sollten beide höchst interessant, weil aufschlussreich sein.
Im Normalfall reicht natürlich der persönliche Austausch mit Eltern, die schon Erfahrungen haben mit einer Schule. Aber es soll sich doch bitte keiner der Hoffnung hingeben, dass diese Beurteilungen auch nur annähernd so freundlich ausfallen, wie die negativen Bewertungen hier auf dieser öffentlichen Plattform! Da wird noch ganz anders erzählt und geredet. Schließlich sind das dann vertrauliche Gespräche, die geführt werden. Das natürlich nur, wenn man Probleme in einer Schule sieht - wenn alles ok ist, wird selbstverständlich auch das weitergegeben.
Grüße

Nie-Auslernerin
Macht das Beste draus
von coolcat (Eltern), 23. Apr 17:21
Eine Übersicht weiterführender Schulen mit geographischen Suchmöglichkeiten finde ich klasse. Als "Zugezogener" kann ich mir so schnell einen Überblick verschaffen, welche Schulen überhaupt für meinen Nachwuchs in Frage kommen.

Dazu hätte ich noch gerne prägnante Selbstbeschreibungen der Schulen mit besonderen Schwerpunkten, Sprachenfolge, AG-Angebot usw. Wäre auch klasse, wenn man danach suchen könnte.

Die Bewertungen bringen meines Erachtens nichts. Bestenfalls sind sie amüsant.
...
von MaxL. (Ehemalige), 23. Apr 09:02
Leider muss ich sagen das ich es generel nicht aussagekräfig finde was Eltern über Schulen sagen, über die Lehrer ok, aber spätestens bei der Ausstattung o.ä können die Eltern wo ziemlich schlecht mitreden.
Eltern werten auch anders als ihre Kinder
von cieloazul (Eltern), 23. Apr 08:54
Eine unterschiedliche Bewertung von Schulen durch Eltern und Schüler halte ich übrigens für normal. Ich bin auch nicht immer derselben Ansicht wie unsere Kinder.

Bei denen kommen oft Lehrer gut an die "locker" sind, zunächst wenig fordern, wenig oder keine Hausaufgaben geben, im Unterricht oft sachfremde Diskussionen zulassen. Auch wenn dabei der Unterricht leidet.

Leider übersehen sie dabei, dass diese Lehrer ihren Job teilweise an die Eltern und Schüler (und an nachfolgende Kollegen) delegieren, denn die Schüler müssten eigentlich zu Hause selbständig lernen, um mitzukommen. Da sie es in den unteren Klassen (sagen wir mal bis zu 10. Klasse ) seltenst freiwillig tun, bleibt es schließlich an den Eltern hängen.


Ich dagegen mag den Lehrertyp den man oft erst in der Oberstufe oder manchmal auch erst nach dem Abitur zu schätzen weiß. Fachlich und didaktisch kompetent, aber eben auch anspruchsvoll, genau und sehr durchsetzungsfähig, natürlich nicht ganz humorlos.

Der wird sicher von den Schülern meist keine Spitzennoten bekommen. Seltene Ausnahmen scheint es aber auch dort zu geben.
Notengebungn allgemein und hier
von cieloazul (Eltern), 22. Apr 11:53
Noten sollte man bestenfalls als generelles Indiz für Leistungen ansehen, bei den Kindern und auch hier.
Die Eltern-Noten für Schulen und Lehrer sind hier ohnhin aus statistischen Gründen nicht aussagekräftig, da zu wenige vorliegen, die Site ist ja noch in der Startphase.

Viel wichtiger als die einzelnen Noten sind mir persönliche Bemerkungen -sei es die der Lehrkraft über das Kind oder eben die der Eltern über die Schule. Wer sich die Mühe macht, eine solche zu verfassen, der hat sich meist gut damit auseinandergesetzt, ist differenzierter und man kann mehr herauslesen als aus einer summarischen Zahl. Die Summe solcher Mosaiksteine wird dann irgendwann einmal - hoffentlich - ein rundes Bild über die jeweilige Schule ergeben. Das wird allerdings noch einige Monate dauern und erfordert viel Engagement der Eltern. Daher sollte sich auch niemand von den Schnellschüsslern entmutigen lassen, die der Seite jetzt schon die Daseinsberechtigung absprechen. ;)
Beliebig
von pst15 (Eltern), 22. Apr 11:24
Im Netz macht jeder, was er will. Es gibt Online-Foto-Wettbewerbe, da gewinnt ein schlechtes Motiv, weil positive Bewertungen aus dem Umfeld aktiviert werden. Nicht anders kann es auch bei Schulradar laufen. Das ist eine neue Spielwiese, die der Beliebigkeit Tür und Tor öffnet - nützt niemandem wirklich, kann aber schaden.
Ich finde, dass alle am Schulwesen Beteiligten sich wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren sollten.
Es gibt vielen Möglichkeiten, die Schule kennenzulernen
von Muddi (Eltern), 22. Apr 09:26
Den Tag der offenen Tür an den weiterführenden Schulen kann man auch schon während der gesamten Grundschulzeit seines Kindes mehrmals besuchen. So hat man einen noch besseren Überblick. Auch persönliche Gespräche mit verschiedenen Eltern und Schülern können aufschlussreich sein. Die Homepage der Schulen können über längerem Zeitraum ausgiebig begutachtet werden. Auch sonstige Angebote der Schulen wie z.B. Theateraufführungen, Ausstellungen etc. können besucht werden.
@ Sabine
von Lieschen (Eltern), 22. Apr 09:14
@Wessen Urteil soll man glauben? @

Wenn Sie mir einen gutgemeinten Rat erlauben: Glauben Sie grundsätzlich nicht dem Urteil anderer, auch nicht den Bewertungen hier auf dieser Seite. Um sich ein Bild machen zu können, ist es unterläßlich, sich eine Schule anzuschauen, mit den Lehrern zu sprechen, Schüler und deren Eltern in einem persönlichen Gespräch zu fragen, wie zufrieden oder unzufrieden sie mit der betreffenden Schule sind. In meinem Umkreis wird das so gehandhabt und wir haben gute Erfahrungen damit gemacht. Die richtige Schulwahl ist auch abhängig von der Persönlichkeit des Kindes und Sie werden feststellen, dass es in Ihrem Umfeld sicher Vergleichsmöglichkeiten gibt. Selbst die Info-Veranstaltungen der Schulen sind oft nicht sehr aussagekräftig, denn jede Schule ist bemüht, sich im besten Licht zu zeigen, aber der Schulalltag sieht dann doch oft etwas anders aus.

Liebe Betreiber
von Sabine (Eltern), 21. Apr 21:35
Die Noten basieren also auf den Schülerbewertungen bei Spickmich.

Und die Noten der Eltern unterscheiden sich massiv von diesen Schülernoten.

Was macht das denn für einen Sinn? Wessen Urteil soll man glauben?

Und Sie haben auch noch nicht die Frage beantwortet, wieso es ein und dieselbe Schule zwei Mal gibt, mit ganz unterschiedlichen Noten (1,9 und 3,5)?? Was soll das aussagen??

Und außerdem gibt es mindestens eine Schule, bei der sich unter ELTERNBEWERTUNGEN 21 Schüler, die sich auch als Schüler ausgeben, eingeloggt haben und diese Schule bewerteten, mit teuils sehr kindischen Kommentaren. Das macht doch alles keinen SINN!

Ich finde Ihren Beitrag keine befriedigende Antwort auf meinen Beitrag. Bitte äußern Sie sich doch noch mal!!
@Pazienza
von Nie-Auslernerin (Eltern), 21. Apr 13:48
sehr aufschlussreich, was Sie da schreiben.
Ich wage jetzt auch mal eine Ferndiagnose: Vermutlich sind Sie vom Leben frustriert, weil Sie einen Beruf ausüben mussten, den Sie sich so nicht vorgestellt hatten.
Schön viel Urlaub, 6 Stunden Arbeiten am Tag und mittags frei und dann noch gesellige Klassenfahrten wo alle singen und Spaß haben. Dazu Eltern, die genau wie die Kinder mit leuchtenden Augen Ihren weisen Reden lauschen und nicken, wenn Sie etwas anordnen. Ja - so hatten Sie es sich vorgestellt. Diese Vorurteile sind ja häufig zu finden. Aber die Realität ist leider anders.
Und irgendwann war es dann einfach zu spät, um Ihren Beruf zu wechseln und etwas Sinnvolles zu tun, wo Sie sich nicht mit Nervensägen (egal ob Schüler oder Eltern) hätten rumschlagen müssen.
Vertrauen Sie mir: diese Nervensägen finden Sie überall! Mal heißen sie Schüler, mal Kunde, mal heißen sie Eltern, mal Handwerker und mal Lehrer. Ich könnte da Sachen schreiben....

Wer hat eigentlich das Gerücht hier verbreitet, dass sich die Eltern hier größtenteils über ungerechte Notengebung ärgern? Das ist mir überhaupt nicht bewusst geworden in den zahlreichen Beiträgen hier. Höchstens die Befürchtung, dass die Kinder es auszubaden haben, wenn Eltern hin und wieder unbequem (manche sagen auch: Nervensägen) werden.
Grüße

Nie-Auslernerin

...deren Mann schonmal Probleme bei der Schulmitwirkung hat, weil da nämlich die allermeisten Pädagogen gerne um 14 Uhr das Feld räumen und er da leider, leider noch arbeiten muss.
Top 10
von Schulradar Team (Ehemalige), 21. Apr 10:58
Hallo zusammen,

die Top 10 Platzierungen basieren auf den Schülernoten.
Dies ist auch oben rechts auf den Seiten mit "Notenbasis: spickmich-Schülernote" markiert.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Dicks
- Schulradar Team

bernd.dicks@schulradar.de
@ Pazienza
von anker (Eltern), 21. Apr 10:21
- "Ich stelle eine Ferndiagnose" -das sollten Sie besser nicht tun, es könnte blamabel für Sie sein, falls Sie jemand kennt...

- Universitäten: Da gibt es gute und schlechte, genau wie die Dozenten, da gibt es ebenfalls gute und schlechte. -- Das ist also nicht anders, wie bei den Schulen.

- "Ich glaube, dass Sie Noten einen zu hohen Stellenwert im Leben beimessen" --Noten spiegeln, nicht immer aber in einigen Fällen das Verhältnis Lehrer - Schüler /Schüler - Lehrer wider. Und genau dieses Verhältnis ist, worauf ich anspiele.
Genauso wie das Verhältnis Lehrer - Eltern / Eltern - Lehrer [das ja von Ihnen mit dem Begriff "Nervensägen" deutlich gekennzeichnet wurde].

- Die Ausbildung kostet für alle genügend Nerven nicht nur für die Lehrer. Sie werden es nicht glauben, aber auch der Maurer oder Koch hat genauso nervlichen Stress, wie der Dolmetscher oder Ingenieur oder eben der Lehrer.

- Druckschrift: Meinen Sie, die handgeschriebene Druckschrift ist nicht dem entsprechenden Schüler zu zuordnen? - Für jeden Lehrer sollte dies ein Leichtes sein!

- Alkoholpegel: weiß ich, welche/r Lehrer/in wie viel trinkt, oder ggf. täglich mit einer Fahne in der Schule erscheint?
(Ich selbst habe so etwas noch nicht erlebt, aber sicher scheinen solche Fälle schon aufgetreten zu sein, umsonst ist die Idee nicht entstanden.)

- "Muttersein als einen 24h-Job zu bezeichnen" -- Haben Sie selbst Kinder? [Falls ja, dann wünsche ich denen einen lieben Vater... wenn sich die Mutter nicht kümmert, wer ist dann für sie da? ...]

[Zitat von Lieschen (Eltern):]
"Danke auch für diese Aussage, denn sie macht so schön deutlich, welchen Stellenwert Sie Müttern zugestehen."
-- Diese Aussage trifft hierbei wirklich den exakten Punkt!!

Pazienza:
Neben der Frage, ob sie Mutter sind, wüsste ich dann auch gern, ob sie selbst unterrichten oder Lehrerin sind. Oder schreiben Sie nur das ab, was Ihre Eltern Ihnen erzählt haben (als Gründe, warum sie keine Zeit für Sie hatten)??

Und nochmal zu dem Vergleich mit dem Dolmetscher und dem Ingenieur:
Sicher kann der Dolmetscher nicht dieselbe Arbeit leisten, wie der Ingenieur. Aber, sofern beide über eine gewisse Zeit zusammen arbeiten, kann es jeweils von der anderen Seite gute Vorschläge geben. Und genauso sollte es mit den Lehrern und den Eltern sein: Lehrer und Eltern gehen mit den Schülern/Kindern den Weg über ein paar Jahre zusammen. Und daraus können ebenfalls konstruktive Vorschläge entstehen.
Dabei ist es natürlich generell von Vorteil, sein Gegenüber als Partner und nicht als 'Nervensäge' anzusehen.

Warum ich den Lehrerberuf nicht gewählt habe? - Weil ich den Beruf ergriffen habe, der von Anfang an mein Ziel gewesen ist!
Um Lehrer zu sein, benötigt man MEINES ERACHTENS, neben den speziellen Fähigkeiten des Unterrichtens und Lehrens auch genügend Engagement und Motivation (eben im Bereich Schüler und Eltern). Wenn man das nicht hat, dann sollte man am besten gleich einen anderen Beruf ergreifen!!
Mir würde hierbei das nötige Engagement und vor allem die Motivation fehlen, da ich mich in meinem jetzigen Beruf wesentlich wohler fühle!


Warte noch auf Erklärung
von Sabine (Eltern), 20. Apr 15:01
Ich habe - auch seitens der Betreiber - immer noch nicht meine Frage beantwortet bekommen:
ich habe mir eben aus Interesse die Bewertungen der beiden besten Schulen in der Topliste (Schloss Salem und ein Norbert Gymnasium) angesehen.
Diese sind wegen der sehr guten Schülerbewertungen ganz oben in der Liste, so um die 1,7. Ich habe aber gestaunt, als ich gesehen habe, dass die Eltern beide Schulen mit Zahlen um die 4,0 oder jedenfalls richtig schlecht bewertet haben. Das hatte keinen Einfluss auf die Gesamtwertung, wie es scheint. Das ist doch komisch oder?

Wonach richtet sich jetzt bitte hier die Wertung? Schüler oder Eltern? Ich dachte Schulradar wäre für die Eltern.

Noch viel interessanter ist, wie kommt das zustande, dass über hundert Schüler eine Schule so gut finden und die Eltern sie so furchtbar schlecht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schüler in der hohen Anzahl so falsch liegen, die gehen da ja jeden Tag hin. Und die erzählen ihren Eltern dann ja nicht zushause, was ganz anderes. Ich glaube da eher dem Schülerurteil.

Also wer hat sich da dann eingeloggt und die Schule als Eltern so runtergewertet? Mir sieht das fast so aus, als würde sich da eine wütende Person mehrfach einloggen und bewerten.

Kann das sinnvoll sein??? Wem sollen Eltern die dann hier eine Schule suchen, vertrauen, wenn so ein Schmufix betrieben wird?

Ich finde das schon alles ziemlich merkwürdig. Bei den Schulen meiner Kinder stimmt das Urteil zum Glück überein, aber bei diesen beiden Top-??-Schulen ja gar nicht, das finde ich schon sehr seltsam. Das hätte ich gerne mal erklärt, macht mich sehr misstrauisch dem Ganzen gegenüber.

Und ich habe eine und dieselbe Schule zweimal gefunden, die einmal mit 1,9 und einmal mit 3,5 bewertet wurde. Wie sollen wir uns da ein Bild machen???
Bewertung
von finswimmer (Ehemalige), 20. Apr 14:52
Eine Objektive Bewertung der Schulen und Lehrer ist doch über schulradar und spickmich gar nicht möglich.

Eltern bilden sich ihre Meinung über die Schule durch die Aussagen ihrer Kinder zu Hause.
Schüler bewerten aus dem Bauch heraus. Die besten Lehrer sind oftmals die, die ein hartes aber dennoch faires Regime führen. Das kapiert man als Schüler aber erst sehr viel später. So kommt es, dass der Lehrer zum jetzigen Zeitpunkt als mies bewertet wird.

tschau

finswimmer
@ Pazienza
von Lieschen (Eltern), 20. Apr 12:26
@Ich sage nur: Mütter, lebt euer eigenes Leben! Arbeitet, trefft euch mit Freundinnen, habt Hobbies @

Danke für den guten Tipp ;-)

@Ich finde es geradezu herrlich, Muttersein als einen 24h-Job zu bezeichnen (Aufgabe an Fünftklässer: Definiere Job! - Richtige Antwort: Tätigkeit, für die man Geld bekommt @

Danke auch für diese Aussage, denn sie macht so schön deutlich, welchen Stellenwert Sie Müttern zugestehen.

@Solche kenne ich zur Genüge, es sind die Nervensägen, die meine Eltern abends anriefen, wenn endlich alle Korrekturen fertig waren und sie nach (in der Summe) 150 pubertierenden Kindern, mit denen sie beruflich zu tun haben, auch mal für ihre eigenen Zeit haben wollen!@ ......

.......... und die anscheinend noch nicht der Pubertät entwachsen sind.
Ein guter Psychologe kann ich Ihnen sicher helfen, Ihren Frust auf solche „Nervensägen“, die ihren Eltern keine Zeit für Sie ließen, zu bearbeiten.
Vergleichbarkeit nicht gegeben
von Gytha (Lehrer), 20. Apr 10:32
Ich habe bisher an drei Schulen unterrichtet und habe mit meiner jetzigen Stelle "das große Los" gezogen. Hierher würde ich meine Kinder sofort schicken - was an einer meiner vorigen Schulen definitiv nicht der Fall gewesen wäre.
Trotzdem schneidet diese Schule schlechter ab.
Grund dafür ist, daß die Bewertungen der Schüler von spickmich.de zugrunde gelegt wurden und Schüler eben in den meisten Fällen keine Vergleichsmöglichkeit haben. Dadurch kommen Bewertungen zustande, die nicht mit dem gleichen Maß messen. Innerhalb einer Schule wird das Kollegium von den gleichen Schülern bewertet und dies sichert einen einheitlichen Bewertungsmaßstab.
In der momentanen Form erfüllt SchulRadar seinen Zweck nicht.
@ nicht-auslernerin
von Pazienza (Ehemalige), 20. Apr 02:08
Was mich einfach traurig stimmt, ist das auch von Ihnen verwendete Argumentationsmuster der besorgten Mutter. Ich sage nur: Mütter, lebt euer eigenes Leben! Arbeitet, trefft euch mit Freundinnen, habt Hobbies. Aber hört auf, euch den ganzen Tag nur um eure Kinder und ihre Noten zu drehen! Oder schickt doch einfach mal die Väter los, wie wär das?
@ anker
von Pazienza (Ehemalige), 20. Apr 01:53
Ich stelle eine Ferndiagnose: Ihr Kind ist schlecht in der Schule und Sie kommen damit einfach nicht klar. Es ist einfach lächerlich, dass LehrerInnen Noten nach Sympathie vergeben, wie Sie in einem Beitrag unterstellen. Auch ich habe an der Schule nicht engagierte LehrerInnen gehabt und habe dennoch gute Leistungen erbracht. Wenn Sie an den Schulen so viel auszusetzen haben, was sagen Sie dann zu den Universitäten? Und dennoch wird man als leistungsfähiger Studierender trotz Widrigkeiten immer einen guten Abschluss machen. Ich glaube, dass Sie Noten einen zu hohen Stellenwert im Leben beimessen und ihr Kind damit ganz fürchterlich unter Druck setzen könnten. Ich hatte eine Freundin, die für das Gymnasium einfach nicht gut genug war. Das ist hart, aber teilweise wirklich so (ob die Dreiteilung des Schulsystems gerechtfertigt ist, steht auf einem anderen Blatt). Nach der 10 hat sie den Realabschluss gemacht und ist in ihrem jetzigen Beruf sehr glücklich. Bis dahin aber saßen ihr die Eltern im Nacken und sie einfach völlig überfordert. Man sollte bei dem ganzen Notengerangel das Wohl der eigenen Kinder nicht aus den Augen verlieren. Es wird einmal eine Drei statt einer Eins? So what! Wenn sie ihrem Kind zeigen, dass die Note nicht entscheidend ist für ihre Wertschätzung, wird es damit leben können und zwar besser, als wenn es zuhause immer Lehrerschelte leisten muss. Ich habe jahrelang in Mathe Fünfen geschrieben, weil es mich einfach nicht interessiert hat. Mein Drittfach im Abi war Mathe, es wurde eine glatte Eins. Und das ganz ohne Stress von zuhause. Das ist einfach kontraproduktiv, was jedeR weiß, der/die mal von intrinsischer Motivation gehört hat :-.
Und ganz ehrlich: Die Bewertung des Sozialverhaltens ist sinnvoll. LehrerInnen sind sonst der Schülerschaft hilflos ausgeliefert. Und ich frage Sie: Wenn Sie das alles so viel besser könnten, wieso haben Sie den Lehrerberuf nicht selbst gewählt? Man muss doch nur das Abitur haben, ein erstes Staatsexamen, zwei Jahre Referendariat mit ständiger Kontrolle, ein zweites Staatsexamen, Nerven wie Drahtseile, 26 Stunden die Woche unterrichten, diese vor- und nachbereiten, Klausuren korrigieren (so z.B. 30 im Matheleistungskurs), zu Schulkonferenzen gehen (die regelmäßig in der letzten Ferienwoche beginnen), Beurteilungen von Referendaren einreichen, Abiturvorschläge einreichen, Prüfungen abhalten - hat zwar einen vergleichsweise sicheren Job, aber keine Aufstiegschancen und verdient deutlich weniger als in der freien Wirtschaft, wie ich bei Freunden und Freundinnen feststellen kann. Und nebenbei darf man abends um 8 noch die aufgelöste Mutter trösten, deren Kind gerade Läuse hat. Aber das Sahnehäubchen sind Leute wie sie, die meinen, sie wüßten alles besser. Solche kenne ich zur Genüge, es sind die Nervensägen, die meine Eltern abends anriefen, wenn endlich alle Korrekturen fertig waren und sie nach (in der Summe) 150 pubertierenden Kindern, mit denen sie beruflich zu tun haben, auch mal für ihre eigenen Zeit haben wollen! Stellen Sie sich mal vor, ein Dolmetscher geht zu einem Ingenieur und erklärt dem, wie das auf der Arbeit läuft - Sie lachen? Genauso geht es mir bei Ihren Beiträgen! Und der Glaube, dass handschriftliche Antworten nicht ehrlich sind, ist fast schon paranoid. Ich jedenfalls traue mich an der Universität, zu meiner Meinung auch zu stehen (zur Not gibt es ja die Druckschrift). Und das SchülerInnen den Alkoholpegel an ihrer Schule bewerten, sagt schon viel über die Aussagefähigkeit von spickmich und dieser Seite. Ich finde es geradezu herrlich, Muttersein als einen 24h-Job zu bezeichnen (Aufgabe an Fünftklässer: Definiere Job! - Richtige Antwort: Tätigkeit, für die man Geld bekommt)und Lehrpersonen die Schwierigkeit ihres Jobs abzusprechen.
@sabine
von Sabine (Eltern), 19. Apr 22:18
hallo sabine-1, ich habe einfach meinen Vornamen genommen, es wurde mir nicht angezeigt, dass es den Nick schon gab. Das ist ja jetzt blöd. Ich kann's auch nicht ändern...
zu Anker
von thoka (Eltern), 19. Apr 18:39

Hallo Anker,
noch keine Schule bewertet, aber große Töne spucken zum Thema öffentlich bewerten.
Wo lassen Sie sich denn öffentlich bewerten?
Wo werden Schüler öffentlich bewertet?
Sind Sie bereit sich in Ihrer Elternrolle öffentlich, z.B. im Internet beurteilen lassen? Wie wärs mit: www.?ickmich.de
???
von Sabine (Eltern), 19. Apr 15:37
Wer postet hier unter meinem Nick?
Eltern- und Schülerbewertungen??
von Sabine (Eltern), 19. Apr 11:58
Guten Tag,
ich habe mir eben aus Interesse die Bewertungen der beiden besten Schulen in der Topliste (Schloss Salem und ein Norbert Gymnasium) angesehen.
Diese sind wegen der sehr guten Schülerbewertungen ganz oben in der Liste, so um die 1,7. Ich habe aber gestaunt, als ich gesehen habe, dass die Eltern beide Schulen mit Zahlen um die 4,0 oder jedenfalls richtig schlecht bewertet haben. Das hatte keinen Einfluss auf die Gesamtwertung, wie es scheint. Das ist doch komisch oder?

Wonach richtet sich jetzt bitte hier die Wertung? Schüler oder Eltern? Ich dachte Schulradar wäre für die Eltern.

Noch viel interessanter ist, wie kommt das zustande, dass über hundert Schüler eine Schule so gut finden und die Eltern sie so furchtbar schlecht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schüler in der hohen Anzahl so falsch liegen, die gehen da ja jeden Tag hin. Und die erzählen ihren Eltern dann ja nicht zushause, was ganz anderes. Ich glaube da eher dem Schülerurteil.

Also wer hat sich da dann eingeloggt und die Schule als Eltern so runtergewertet? Mir sieht das fast so aus, als würde sich da eine wütende Person mehrfach einloggen und bewerten.

Kann das sinnvoll sein??? Wem sollen Eltern die dann hier eine Schule suchen, vertrauen, wenn so ein Schmufix betrieben wird?

Ich finde das schon alles ziemlich merkwürdig. Bei den Schulen meiner Kinder stimmt das Urteil zum Glück überein, aber bei diesen beiden Top-??-Schulen ja gar nicht, das finde ich schon sehr seltsam. Das hätte ich gerne mal erklärt, macht mich sehr misstrauisch dem Ganzen gegenüber.

Und ich habe eine und dieselbe Schule zweimal gefunden, die einmal mit 1,9 und einmal mit 3,5 bewertet wurde. Wie sollen wir uns da ein Bild machen???
zu Hope43
von anker (Eltern), 18. Apr 09:01
Dem ist nichts hinzuzufügen. Sie sprechen mir mit Ihrem Beitrag aus der Seele!!
Wer schweigt und schmiert liegt vorne. Wer versucht, konstruktiv(!) Kommunikation ins Spiel zu bringen bzw. etwas zu verändern, der hat es schon recht schwer (und die Kinder dazu erst Recht).
Wollen die Schulen nicht immer die Kommunikation mit den Schülern und Eltern? So wird es jedenfalls immer geschrieben und gesagt. Wenn dem tatsächlich so ist, dann sollte man dazu auch bereit sein.
Nicht jede Frage/ jeder Satz ist gleich ein Angriff auf das Lehrpersonal oder die Schulleitung.

Eine vernünftige Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und Schülern funktioniert eben nur mit und durch Kommunikation.
Angst vor schlechten Noten?;)
von HOPE43 (Eltern), 18. Apr 00:00
Hallo,
hier geht es ja heiss zu - und das ist GUT SO! In einem anderen Forum wird schulradar und spickmich, bzw. der spo-Artikel diskutiert. Meinen Beitrag dort kopiere ich einfach mal hier herein:
"Ich bin auf Umwegen auch gerade zufällig auf schulradar.de gestoßen und kann Herrn Peter Silbernagel nur ausdrücklich zustimmen:
"Die Benotung im Internet sei eine Abkapselungsstrategie - wenn Eltern dort aktiv würden, sei doch schon etwas "grundsätzlich verkümmert", so Silbernagel."

Die Frage ist nur: WER kapselt sich ab und auf welcher Seite verkümmert etwas grundsätzlich???

Ich freue mich über diese Sites, weil sie nur dann Erfolg haben können, wenn ein Bedarf besteht. Wenn an den Schulen alles in Ordnung ist, dann werden diese Sites doch kaum Traffic haben - und bald einschlafen. Wozu also die Aufregung? Wenn den Eltern "Abkapslungsstrategie" und "grundsätzliches Verkümmern" unterstellt wird, dann ist denen die Schule doch völlig wurscht. Warum sollten sie dann den Wunsch haben eine Schule zu bewerten?

Lehrkräfte mit "reinem Gewissen" freuen sich über gute Benotung auf spickmich.de - Kinder sind fair! Schulen mit Engagement und guter Pädagogik freuen sich ebenfalls über gute Noten und dadurch langfristig mehr Zulauf - auch Eltern sind fair! - Genauso wie Lehrkräfte, die den Kindern Noten geben und damit Weichen für ihre Zukunft stellen - die sind doch auch fair, nicht?
Warum also Angst und Abwehr?"

Ich habe bislang auch blauäugig den Pädagogen mein Kind anvertraut, will auch nicht verallgemeinern, denn die LehrerInnen meines Sohnes sind allesamt engagiert und jederzeit offen für eine sachliche Lösung, und: Ich KANN kommunizieren und ich tue es, wenn nötig. Trotz dieser Fähigkeit musste ich gerade erleben, wie meine Tochter vor versammelter Klasse von einer Lehrkraft aufgefordert wurde, sich eine neue Schule zu suchen. Sie ist ERSTKLÄSSLERIN!! Meine ganzen "Fähigkeiten" erzeugten nur noch mehr Angst und Abwehr - dabei griff ich gar nicht an sondern stellte nur Fragen! Die "pädagogische" Lösung war es, meine Tochter rauszumobben???
Es stimmt absolut, dass Eltern aus Angst vor Nachteilen für ihre Kinder schweigen! Den anderen Eltern geht es wie mir, aber sie schweigen und nur meine Tochter muss sich in einer neuen (besseren, zum Glück) Schule zurechtfinden - weil ich "kommuniziert" habe.
Seitdem trete ich dafür ein, dass so etwas sich nie wiederholen darf! Damit die "Kommunikation" wegkommt von der persönlichen Ebene, muss diese professionalisiert werden! Es muss ein Qualitätssystem und ein transparentes Bewertungssystem innerhalb der Schulen geben. Beamtenstatus und hierarchische Strukturen sind dem nicht dienlich, basta! Ich kenne viele tolle Lehrer - und die sind bei spickmich durch die Bank weg fair benotet worden. So what?
Ich bin jedenfalls froh über diese Sites und ich bin überzeugt, dass die Macher nach und nach das Bewertungssystem immer weiter verbessern werden.
Ein Dank
von Schäfchen (Eltern), 17. Apr 10:57
...ich möchte gern ein riiiiesengroßes Dankeschön an ying yang und Nie-Auslernerin aussprechen.Ihre Beiträge haben zu tiefst aus meiner Seele gesprochen!

Liebe Grüße Schäfchen

Mehr Fälle als man sich vorstellen kann
von Schäfchen (Eltern), 17. Apr 10:42
Hallo Anker,

...es sind leider keine Ausnahmefälle oder gar Einzelfälle....

Es gibt dafür sogar eine Zahl(Deutschland liebt eben die Statistik),ich habe sie nur leider nicht zur Hand,es war mal ein Bericht darüber in Focus "Schule",die habe ich einer Bekannten ausgeliehen,weil der Sohn gemobbt wird.Sobald ich die Zeitschrift zurück erhalten habe,stelle ich die Zahl der Opfer mal ein.

Liebe Grüße Schäfchen
Beobachtung
von GLehrer (Lehrer), 16. Apr 15:12
Hallo Zukunft(Eltern),

bis auf Ihren 5. Punkt kann ich von meiner Schule her sagen, dass wir Lehrer all Ihre genannten Beispiele vertreten und engagiert sind - in Zusammenarbeit mit Schülern und Eltern.

Mir fällt auf, dass die Beschwerden seitens der Eltern kommen, die mit uns nicht zusammen arbeiten, die sich über sog. Dritte ein Bild machen, doch an der Wahrheit nicht interessiert sind. Das erkenne ich daran, dass sie mit Behauptungen zu uns kommen, die sie "gehört" haben, Vorwürfe uns machen, statt einfach einmal anzufragen, was vielleicht vorgefallen ist, ob an einem Gerücht etwas dran ist und ob die Wahrheit aus der Sicht des "Erzählers", von dem sie die Nachricht haben, so stimming ist.

Lg GLehrer
Nachdenklichkeit 2
von Zukunft (Eltern), 16. Apr 14:38
Hallo GLehrer (Lehrer),

was muss man tun... Da fällt mir Einiges ein.

1. Lernen am Beispiel
Schulen können schauen: "Was machen andere Schulen, die gut bewertet werden? Wie machen die das praktisch?"
2. Transparenz
Gut für Vertrauensaufbau. Bspw. mit einem Info-Emailverteiler?
Je mehr die Schule über Ihr Tun, jenseits der üblichen schulischen Veranstaltungen, informiert, umso eher wissen Schüler und Eltern ob/warum Vertrauen gerechtfertigt ist.
3. Praktische und inhaltliche Unterstützung der Elternarbeit
(EV sind lt. Forschung in Bayern meist nur Vermittler von Schule Richtung Eltern, anstatt umgekehrt)
4. Beteiligung
Schulen können beschlussfassende Gremien einführen mit echter Gleichberechtigung.
5. Gemeinsame Schulungen (Schüler, Lehrer, Eltern)
Kommunikation (bspw. Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg, Gesprächsmoderation, Konfliktbewältigung...)
Nachdenklichkeit
von GLehrer (Lehrer), 16. Apr 12:06
Ich habe mir Ihre Beiträge gründlich durchgelesen und aus jeder Sichtweise verstehe ich Ihren Ärger, Ihren Frust, Ihre Ent-Täuschung und Ihre Hilflosigkeit; Hilflosigkeit ist stark, sonst müsste es eine Seite, wie diese nicht geben.

Was ist passiert, dass sich v.a. Eltern und Schüler nun über das Internet "beschweren", statt ihre Probleme mit den Betroffenden sachlich und respektvoll zu klären?

Ich bin nachdenklich und traurig darüber, denn scheinbar ist das staatliche Schulsystem nicht mehr in der Lage, allen Seiten (Lehrern, Schülern und Eltern) gerecht zu werden.

Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma?

Privatschulen sind im Kommen, doch ist das die Lösung des Problemes? Nein, denke ich. Es ist eine Flucht.

Was müsste passieren, damit Eltern und Schüler auf uns Lehrer zugehen, in RESEPEKT und Würde, v.a. dann, wenn es Probleme gibt?

Mit freundlichen Grüßen GL

PS:
@von TAIPAN (Lehrer), 13. Apr 21:03
Ich habe großes Interesse, an Ihrem Buch mitzuwirken.
Zustimmung?
von anker (Eltern), 15. Apr 23:36
Hallo Muddi,
wie viel Zustimmung gibt Ihr Kind zu seiner Bewertung? Wie viel Zustimmung geben andere (Personen, Berufsstände) zu ihrer öffentlichen Bewertung?

In einem anderen Beitrag wurde hier in diesem Forum ein Link erwähnt (www.emgs.de), dem ich jetzt aus Neugierde und Interesse mal nachgegangen bin... Ich bin entsetzt!! Dass es so etwas überhaupt gibt /bzw. geben muss. Spätestens da gibt es meine volle Zustimmung für Bewertung und absoluter Kontrolle. Wir geben schließlich unsere Kinder in die Schule, im Glauben, es sei eine Obhut. Sicher geht es hier (oder ich hoffe dies zumindest sehr) um Ausnahmefälle, aber man wird schon sehr sehr kritisch und skeptisch, wenn man das liest. Deshalb gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist aber deutlich besser.
Bewertung Schulen - Lehrer
von Muddi (Eltern), 15. Apr 22:35
Selbstverständlich finde ich es in Ordnung, wenn sich Eltern über die Qualität der Schulen austauschen. Und dazu gehören auch die Lehrer. Denn schließlich müssen wir unsere "Schätze" jahrelang in die Obhut derselben geben. Es gibt eine allgemeine Schulpflicht in Deutschland. Und die Schulen können wir Eltern uns in der Regel nicht aussuchen.
Dennoch finde ich, dass eine öffentliche Bewertung Ihre Grenzen haben sollte. Es ist unfair, die Lehrer im weltweiten Netz zu be(ver)urteilen, wenn diese hierzu nicht ihre Zustimmung gegeben haben.Schließlich können wir Eltern auch bestimmen, ob und wieviel wir von uns auf diesen Seiten preisgeben.
Lehrer unkritisch und lernunfähig?
von Anonym, 15. Apr 14:35
Sehr geehrter LG2008 (Lehrer),
wenn Sie die Benotung der Lehrer bei „spickmich“ anschauen und mit der Art, dem Verhalten und der Kompetenz Ihrer Kollegen (damit meine ich auch Kolleginnen) vergleichen, in wieweit liegen da die Schüler daneben?

Dass Lehrer in Ihrer Notengebung einen (ich meine großen) Spielraum haben, ist ja bekannt. Wird dieser Spielraum grundsätzlich im Sinne der Kinder ausgenutzt, oder gibt es da nicht auch Kollegen, die manchen Schülern im Einzelfall das Leben schwer machen, weil vielleicht die S…….. nicht stimmt? (das ist leider zwischen Lehrer und Schülern nicht ausgeschlossen). Was wäre los, wenn alle Eltern, die es für notwendig halten, von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen würden? Und glauben sie ja nicht, dass es da keine Berichtigungen gäbe. Und dann möchte ich mal sehen, wie der Lehrer, der in einem solchen Verfahren unterliegt, sich dem betreffenden Schüler gegenüber verhält. Der braucht diesen nur kühl und auf eine Art behandeln, dass dem betreffenden Schüler schon alleine Angst und bange wird, wenn er den Namen „Schule“ hört. Das ist aber nicht das Hauptproblem.

Was geschieht in Ihrem Lehrerkollegium oder an Ihrer Schule eigentlich, wenn sich in Ihrem Kreise eine zwar fachlich kompetente aber in menschlicher Hinsicht unmögliche Lehrkraft befindet, bei der der Unterricht nicht nur fad ist, sondern die alleine durch ihren Umgang mit den Schülern bei diesen mehr Frust hervorruft als Motivation und damit im Vorfeld schon für schlechtere Bedingungen sorgt? Sagt eigentlich dem Kollegen (Kollegin) jemand deutlich, dass da etwas nicht so läuft, wie es eigentlich laufen sollte?

Mir hat ein Lehrer erklärt, dass er einmal kurzzeitig einen Test in zwei für ihn vergleichbaren Klassen durchgeführt hat. Die Schüler einer Klasse hat er kühl behandelt, seinen Unterricht sachlich aber ohne Zuwendung an die Schüler durchgezogen. Und jetzt dürfen Sie mal raten, wie die Leistungen beider Klassen sich entwickelt haben. Das beweist schlichtweg, dass für gute Leistungen und Noten nicht nur die Schüler, sondern auch das Verhalten der Lehrer von eminenter Bedeutung sind.

Alle Lehrer haben es in der Hand, sich den Kindern gegenüber so zu verhalten, dass Leistung gefördert und gestärkt wird. Das geht nicht, wenn man lediglich fachlich qualifiziert aber pädagogisch eine Niete ist. Vielleicht gäbe es „spickmich“ überhaupt nicht (und ich bin auch der Meinung, dass man so etwa gar nicht benötigt) wenn Lehrer, für die es notwendig ist, von sich aus erkennen, dass sie etwas ändern müssen. Lehrer sollen nun mal nicht rumjammern wegen „spickmich“, sondern ihr Fazit ziehen. Das wäre besser im Interesse aller.
Verärgert und frustriert
von LG2008 (Lehrer), 14. Apr 23:49
Warum ärgere ich mich als Lehrer über "Bewertungen" im Internet? Hier mal ein paar Gründe zum Nachdenken:

1. Ja, auch ich gebe Noten. Wie ich diese zu geben habe, ist durch Schulgesetze und Verwaltungsvorschriften festgelegt. Es gibt also Kriterien, an die ich bei meiner Notengebung gebunden bin. Solche Kriterien gibt es hier sowie auch bei Spickmich oder Schuelervz nicht. Es kann also jeder über die Schule oder mich behaupten, was er gerade will.
2. Ich weiß: Auch Lehrer sind in ihrer Notengebung weit davon entfernt, objektiv und unfehlbar zu sein, und irren mitunter in ihrer Notengebung. In diesem Fall kann man als Schüler bzw. Eltern Widerspruch gegen eine Bewertung einlegen. Dieser wird auf der Ebene der Bezirksregierungen geprüft, Lehrer müssen dann sämtliche Aspekte der Note offenlegen und Begründen, und zwar in einer schriftlichen Stellungnahme. Was passiert, wenn ich mich hier ungerecht beurteilt fühle? Genau: Gar nichts. Die Bewertung bleibt bestehen, für jeden einsehbar, und Gerichte urteilen, dass ich damit als Lehrer leben muss. Da komme ich mir vor wie Freiwild.
3. Foren wie dieses sind öffentlich. Namentlich werden hier Informationen über Menschen abgegeben, die sich dagegen nicht einmal wehren können. Und wenn schon immer der Vergleich herangezogen wird, dass wir Lehrer ja auch Noten geben, so muss man doch klarstellen: Wir tun dies eben nicht öffentlich. Wir stellen keine Bewertungen ins Netz (und dürfen das zum Glück auch nicht). Ich gebe keine Noten, um jemanden an den Pranger zu stellen, ich suche das persönliche Gespräch und berate. Denn meine Note ist tatsächlich als Rückmeldung an meine Schüler gedacht und dient nicht der Belustigung der Öffentlichleit.

Bevor nun jemand unterstellt, ich sei ein alter, ausgebrannter, frustrierter Lehrer: Ich bin in den 30ern und brenne noch. Aber der Umgang mit meinem Berufsstand frustriert mich tatsächlich.

Ach so, und falls sich das noch jemand fragen sollte: Bei Spickmich werden fast alle 60 Kolleginnen und Kollegen meiner Schule bewertet. Ich belege dabei meist den ersten oder zweiten Platz - ich bin also aus Prinzip verärgert, nicht etwa, weil ich schlechte Erfahrungen gemacht habe.
Nachdenklich
von Anonym, 14. Apr 20:57
Der letzte Beitrag von „Nie-Auslernerin“ hat mich beeindruckt. Es geht hier nicht um die Lehrer, die Ihre Arbeit pflichtgemäß und gewissenhaft erfüllen, sondern um die, die offenbar ihren Beruf verfehlt haben. Leider Gottes ergeht es den Lehrern schlechthin so, wie allen Beamten. Es ist es nun mal so, dass eben Beamte generell pauschal als faul bezeichnet werden, weil es unter diesem Berufsstand offenbar zu viele von dieser Sorte gibt. Ich bin mir aber sicher, dass es mehr tolle, gerechte und motivierende Lehrer gibt als andere. Wenn ich Lehrer schreibe, meine ich auch Lehrerinnen.

Ich habe mir die Mühe gemacht, die Noten der Lehrer anzuschauen, die am Gymnasium meines Kindes unterrichten. So schlecht und vor allen Dingen so unfair beurteilen die Schüler ihre Lehrer gar nicht, wie manche Lehrer es vereinzelt Schülern gegenüber sind. Ich kenne vereinzelt die Lehrer dieses Gymnasium und bin der Auffassung, dass die Schülernoten schon allgemein die Eigenschaften der Lehrer reflektieren. Was ist daran schlimmes? Immerhin hängen die Leistungen unserer Kinder maßgeblich auch von den Leistungen ihrer Lehrer ab. Schön wäre, wenn betroffene Lehrkräfte so lernfähig wären, wie sie es von ihren Schülern fordern. Leider ist es aber so, dass gerade die Lehrer (und da nehmen vor allen Dingen Lehrerinnen einen größeren Anteil ein), die an ihre Schüler höchste Anforderung stellen, selbst aber nicht kritik- und lernfähig sind. Damit meine ich nicht ihre fachliche Qualifikation (die ich nicht außer Frage stelle), sondern ihre menschlichen Defizite, mit denen unsere Kinder zu recht kommen müssen. Es sind die Lehrkräfte, für die das Wort „Pädagogik“ offenbar ein Fremdwort ist. Lehrer haben die verdammt Pflicht, Unterricht interessant zu gestalten, und mit Pädagogik (was ist das?) Menschlichkeit und sauberem anständigem Verhalten (kurz gesagt mit Fairneß) auf die Schüler einzugehen. Immerhin befinden sich die Schüler in einem Abhängigkeitsverhältnis ihren Lehrern gegenüber.

Am Gymnasium, das unser Kind besucht, unterrichten ausgesprochen tolle Lehrer. Aber einige wenige schwarze Schafe (und da reichen schon drei oder vier an einer Schule) können der gesamten Lehrerschaft schaden. Mein Kind hat leider auch Lehrkräfte bei denen man so richtig spürt, dass es deren Ziel nicht ist, Kinder zu fördern, sondern mit fadem Unterricht Höchstleistungen verlangen und dann noch davon überzeugt sind, gute Arbeit zu leisten. Ja sie geben sich nicht einmal Mühe, auf gefährdete Kinder einzugehen (jetzt kann die tolle Ausrede kommen von wegen „keine Zeit“). Wenn Schüler die Versetzung nicht schaffen sind sie zwar selbst dafür verantwortlich, aber unfähige Lehrer haben in vielen Fällen daran einen nicht unbeträchtlichen Anteil.

In einem Einzelfall habe ich erlebt, was dabei heraus kommt, wenn Eltern geschlossen Fehlverhalten eines Lehrers thematisieren. Der kriegt es gesagt, reißt sich dann etwas (aber ja nicht zuviel) zusammen, treibt aber (wenn ich das so salopp ausdrücken darf) weiter sein Unwesen (bis zur Pensionierung). Die Schüler sind aber im Ende die Leidtragenden, denn es geht um ihre Noten und um ihre Zukunft. Wohlgemerkt möchte ich dabei ausdrücklich betonen, dass es sich Gott sei Dank um Einzelfälle handelt.

Und da ich die wenigen „wenig konstruktiven und lernunfähigen“ Lehrkräfte meines Kindes einschätzen kann, werde mich hüten, gemeinsam eine Lösung zu suchen. Ich weiß, dass dabei nichts herauskommt und mein Sprössling meine Einmischung letztendlich auszubaden hat. Da muss mein Kind alleine durch und bekommt (leider) schon jetzt die Schwierigkeiten eines eigentlich „Erwachsenenlebens“ (und es ist eben doch noch ein Kind) hautnah zu spüren. Und wenn das Lehrer für in Ordnung halten, dann lebe ich auf einer verkehrten Welt.

Grundsätzlich möchte ich die Arbeit der Lehrerschaft ausdrücklich loben und anerkennen, bin mir aber ebenso sicher, dass die schwarzen Schafe unter ihnen weiterhin gut bezahlt ihr „Unwesen“ treiben dürfen.





Nachdenklich
von Nie-Auslernerin (Eltern), 14. Apr 14:03
Es stimmt mich doch sehr nachdenklich, wie stellenweise argumentiert wird. Es scheinen inzwischen mehr Lehrer als Eltern in diesem Forum aktiv zu sein. Wenn eine Schule eher negativ bewertet wird findet sich alsbald der ein oder andere Lehrer ein und gibt eine Superbewertung ab, um den Durchschnitt zu heben.
Für einen Berufsstand, der sein halbes Leben damit verbringt, andere Menschen zu benoten (und damit teilweise deren gesamten Lebenslauf zu beeinflussen) scheint die umgekehrte Situation ausgesprochen problematisch zu sein. Das ist zwar nachvollziehbar, wird dadurch aber nicht besser.
Von jedem Kind wird verlangt, dass es aus schlechten Noten lernt, dass es was falsch gemacht hat und an sich arbeiten muss. Von einem erwachsenen Menschen sollte man zumindest annähernd das Gleiche erwarten können - aber das ist wahrscheinlich zu viel verlangt.
Da wird einem unterstellt, man tätige lediglich Rachebewertungen und habe einen Hass auf Schule und Lehrpersonal. Die Schüler werden hier teils mit allerlei Spitznamen belegt, die ich mir gar nicht merken möchte, die mir trotzdem eine Gänsehaut machen. Sollte es sich hierbei um genau die Lehrkräfte handeln, bei denen man besser nie ein Wort der Kritik öffentlich aussprechen sollte? Könnte es sein, dass mancher so frustriert von seinem Beruf ist, dass er evtl. besser sein Arbeitsfeld wechseln sollte? Oft scheint es so, als betrachte mancher hier seine Schüler und deren Eltern nicht als Partner sondern als Gegner. Es lässt sich nur etwas erreichen, wenn ALLE an einem Strang ziehen. Aber wenn manche nicht dran ziehen wollen, dann stören sie die Entwicklung. Und das betrifft einzelne Schüler, Eltern aber eben auch Lehrer oder Schulleiter!
Ich gehöre absolut NICHT zu den Lehrerhassern! Sind denn alle Lehrer, die 5en vergeben, Kinder- oder Schülerhasser? Gibt es keine guten und schlechte Lehrer? Werden die alle im nächsten Leben Papst, weil unfehlbar?
Nein - Lehrer sind keine notorischen Faulpelze und auch beileibe nicht überbezahlt. Ganz im Gegenteil!
Warum um Himmels Willen ist es so fürchterlich, wenn Schüler oder Eltern mal die eine oder andere Erfahrung mit einer Schule oder einem Lehrer weiter geben? In nahezu jedem Beruf findet Kontrolle statt und gerade Hausfrauen und Mütter scheint ja jeder Pädagoge hier absolut treffsicher diagnostizieren zu können. Die eine kümmert sich ja wirklich gar nicht um ihre Kinder, die andere muss ihre Nase in alles stecken, wo sie keine Ahnung von hat. Gehts auch ein bisschen kleiner?
Es ist traurig, wie blindlings mancher Pädagoge hier um sich schlägt, nur weil es ja sein KÖNNTE, dass jemand was Böses über IHN schreibt.
Es wird sich lustig gemacht, weil sich manche Eltern nicht mehr trauen, mit Namensnennung ihre Meinung kund zu tun. Das wird als feige und hinterrücks tituliert. Glauben Sie, das macht man zum Spaß? Da wird reichlich Lehrgeld für gezahlt worden sein, da kann man ziemlich sicher sein.
Meiner Meinung nach haben manche Herren und Damen Pädagogen ganz schön Muffensausen bekommen, denn sonst würden sie nicht so wütend und aggressiv reagieren. Die Klagen gegen SpickMick sprechen hier schon Bände!
Wahrscheinlich ist nur ein verschwindend geringer Teil der Schüler/Eltern so drauf, dass er Rachebenotungen geben wird. Z.B. an unserer Schule haben bei SpickMich die Schüler kaum Lehrer bewertet, dass eine Note angezeigt wird. Aber der einzige, der vergangene Woche angezeigt wurde, war ein Lehrer mit einer ausgesprochen positiven Bewertung. Das straft doch alle Kritiker schon Lügen!
Da werde ich ziemlich angriffslustig von irgendeinem Lehrer hier gefragt, ob ich denn wirklich meine Schule so gut zu kennen, dass ich ein Urteil abgeben könnte. Ich kenne sie jedenfalls 100mal besser, als dieser Lehrer mich kennt und trotzdem meint, sein Urteil über mich bilden zu können.
Mir ist hier bisher nirgends aufgefallen, dass verunglimpfende Aussagen über Schulen oder gar Lehrkräfte geschrieben wurden. Warum reagieren die Pädagogen derart krass? Vielleicht haben sie mehr Angst, als alle Mütter, die ihre Kinder vor Denkzetteln der Lehrer schützen möchten, zusammen?
Grüße

Nicht-Auslernerin
...und ausgesprochene Pädagogen-Freundin!
Danke, für die offene Diskussion
von anker (Eltern), 14. Apr 09:02
Sehr geehrter Herr Lupin,

zunächst möchte ich Ihnen danken, dass Sie sich hier der offenen Diskussion stellen. Es trägt sicher zum besseren Verständnis der Tatsachen bei. Schließlich ist es immer wichtig, die Geschehnisse von allen Seiten zu betrachten.

Die Bewertungsliste ist sicher noch nicht sehr objektiv. Meistens kann man ja auch sehen, von wie vielen Personen eine Schule /ein(e) Lehrer(in) bewertet wurde. Man sollte folglich mehr Personen animieren, ihre -nach Möglichkeit OBJEKTIVE Bewertung (sowas kann man gerade von Eltern verlangen)- abzugeben.
Die Schule nur aus dem Internet heraus zu finden, meine ich, ist auch nicht die optimale Gelegenheit. Man sollte (so sehe ich das) ggf. die Schule selbst aufsuchen, und sich umsehen. Schon am Schulhof, Gebäude wie auch im Inneren erkennt man oft, wie gut oder schlecht eine Schule ist (gibt es Sportplatz, Turnhalle, Mensa, Spielplatz, welche AG's und Aktivitäten stehen am Plan, hat die Schule PC's usw.) Das alleine spricht schon von selbst für oder gegen die Schule selbst.

Als Außenstehender könnte ich sehr wohl Probleme erkennen, wenn gerade in einem Forum, wie hier, bzw. bei einer Bewertungsmöglichkeit (diese müsste etwas ausgedehnt werden) ersichtlich würde: Wie schätzen die Eltern die Kommunikation Schüler-Lehrer-Eltern ein. Ein solcher Punkt wäre für mich sehr wichtig.

Nein, Reflexionsstunden kannte ich bis dato noch nicht. Meine Kinder hatten bisher leider nicht die Möglichkeit, sich objektiv zu äußern, wie ihnen der Unterricht gefällt bzw. irgendwie dabei mitzuwirken, wie das System disziplinarischer Maßnahmen funktioniert.
Als Elternteil würde ich mir hier ein Mitspracherecht einfordern. Schließlich geht es um unsere Kinder. Und leider (vielleicht nicht bei Ihnen selbst, aber immerhin anderswo) gibt es leider immer noch den extrem großen Mangel an Kommunikation. D.h. es gibt genügend solcher Fälle, in denen eine Schlägerei nicht geschlichtet wird, sondern es sich das Lehr- und Aufsichtspersonal sehr einfach macht und alle bestraft (EINSCHLIESSLICH DER OPFER). Diese mangelnde Kommunikation (ist es Faulheit, Bequemlichkeit oder die Unfähigkeit zur Diskussion??) nehmen dann (leider) die Kinder auch wieder mit, und handeln somit weiterhin so falsch, wie sie es bei der Schlägerei selbst getan haben.

Für NAIV halte ich mit Sicherheit niemanden. Nur leider gibt es -wie Sie selbst wissen- ja auch die schwarzen Schafe...

Ich unterstelle im Übrigen auch NICHT GRUNDSÄTZLICH ALLEN LEHRERN, dass sie irgendwo subjektiv in ihrem Handeln und Tun (und gerade bei Bewertungen) vorgehen.
Da sind wir eben wieder bei den schwarzen Schafen.

Ihre Berufsgruppe ist im Moment gerade durch diese SCHWARZEN SCHAFE arg in die Öffentlichkeit und den Mittelpunkt aller Diskussionen gerückt.
Es gibt diese Kollegen, die allen/bzw. den meisten dieser Vorurteile in ihrem Handeln und tun gerecht werden. Und eben diese Kollegen rücken den gesamten Berufsstand in ein sehr negatives Licht.

Dass es in der Tat sehr gute Lehrer gibt, die sich für ihre Klasse/auch einzelne Schüler einsetzen, die ihrer Arbeit korrekt und sehr sorgfältig und zudem mit sehr viel Engagement nachgehen, bezweifle ich keinesfalls. Auch ich durfte solche Kollegen bereits kennen lernen. Nur musste ich leider feststellen, dass deren Anzahl noch weit unter dem ist, was man als Elternteil gern im Umfeld seiner Kinder sehen würde (schließlich vertrauen wir den Lehrern und Aufsichtspersonal unsere Kinder für jeweils einen halben Tag lang an).

Es wäre und ist in jedem Falle sehr schade, wenn gerade die guten Lehrer ihre Arbeitsweise aufgeben. Vielmehr sollte ein fleißiger, engagierter und fairer Kollege das Vorbild für alle seine/ihre Mitstreiter sein. [Ein fleißiger Schüler wäre den Lehrern als Vorbild für die anderen doch auch lieber, als der Faule?).

Im Übrigen ist es mir als Elternteil immer sehr wichtig, dass ein Lehrer seine Noten (eben auch die Kopfnoten) begründen kann sehr wichtig. Dies schafft gegenseitiges Vertrauen und bietet auch die nötige Transparenz. Bei Kollegen wiederum, die meinen, ich müsste ihnen da halt BLIND vertrauen, werde ich von Anfang an skeptisch.
Dass sich natürlich meine Kinder in der Schule durchaus anders verhalten können als zu Hause, ist eine Tatsache, die mir nicht neu ist. Aber, ob mein Kind, z.B., Hausaufgaben macht oder nicht, sehe ich u.U. besser, als ein Kollege, der ggf. nach einem halben Tag schon nicht mehr weiß, was er überhaupt aufgegeben hat. Und dass man nach gewissen Erfahrungen skeptisch und/oder misstrauisch wird (solche Erfahrungen gibt es leider zu viele -und nicht nur bei mir, sondern bei sehr vielen Eltern, auch bei denen, die nicht darüber reden, oder nur hinter vorgehaltener Hand), dies bitte ich die Lehrer den betreffenden/betroffenen Eltern nicht zu verübeln. Solange man gegenseitig zu einem fairen Gespräch (Diskussion) auf gleicher Ebene bereit ist, so lässt sich eben doch alles bereinigen und (er-)klären.

Dass Sie mir den Rat geben, ein persönliches Gespräch zu suchen, ist richtig.
Auch ich möchte den Tipp an alle die mitlesen gern weitergeben. Ein dringender Wunsch von mir ist es, dass eben alle Beteiligten, nämlich SOWOHL LEHRER ALS AUCH ELTERN zu einem vernünftigen(!!) Gespräch bereit wären.

[Wobei ich durchaus meine, dass es sicher Eltern gibt, deren Erfahrungen schlecht bis sehr schlecht waren. Ein anonymes Forum und ein Gesprächspartner wie Herr Lupin wären gerade für diese Eltern m.E. ein guter erster Schritt für den nächsten Weg zur Schule zwecks der nötigen Klärung der bestehenden Probleme. Von daher bin ich überzeugt davon, dass ein solches Forum, wie hier, ZWINGEND ERFORDERLICH ist, um eben eine vernünftige Kommunikation anzuzetteln!]
Nachtrag zu: Na, was sind denn wohl unsere (Lehrer-) Sorgen?
von TAIPAN (Lehrer), 13. Apr 21:11
Oh, Herr, da muss ich wohl noch lernen, meine Texte zu formatieren!
Na, was sind denn wohl unsere (Lehrer-) Sorgen?
von TAIPAN (Lehrer), 13. Apr 21:03
Eigentlich ist mit dem gestrigen Beitrag von Remus Lupin ALLES gesagt.
Nach 34 Jahren Schuldienst, davon 15 Jahren in der Schulleitung (verbundene Grund- und Hauptschule, in den letzten Jahren Regionale Schule, also mit Haupt- und Realschulklassen, dazu mit engagierten Kolleginnen und Kollegen) kann ich über Spickmich oder den SchulRadar nur müde lächeln.

Ich nehme meinen Beruf und die Schüler/ Schülerinnen sehr, sehr Ernst und pflege einen intensiven Kontakt zu (den) Eltern......

Mich stören aber:

- die Schüler/ Schülerinnen, die NUR drei Heftseiten für den nächsten Test lernen müssen und dennoch eine Sechs schreiben (Tenor: Ich habe ja eh keine Perspektive!),

- die Schüler/Schülerinnen,die morgens vor der seit zwei Wochen angesagten Mathematikarbeit durchs Haus hetzen, um sich bei einem Mitschüler noch schnell einen Taschenrechner auszuleihen(Pech, wenn man dann ein Geschenk der Lieblingstankstelle erwischt, auf dem kein Wurzelzeichen zu finden ist),

- Eltern, die sich das ganze Jahr über nicht bei mir melden und vier Wochen vorm Zeugnis die Noten ihre Kindes telefonisch erfahren und dann das Dilemma mit einem erfrischenden "O´leck" kommentieren,

- Eltern, die dann massiv und frech intervenieren, wenn ihr Kind entgegen der Schulordnung das Handy im Unterricht benutzt und dieses dann einbehalten wird (vorher habe ich von diesen Eltern nie etwas gehört!),

- Eltern, denen ich erklären muss, dass das Handy nun mal nicht als Taschenrechner taugt (Wieso darf mein Kind nicht mit dem Handy rechnen?)

Also, was soll´s!
Das sind doch unsere Sorgen!!

Bei dieser Gelegenheit:
Ich bin Buch-/ Fachartikelautor bei verschiedenen Verlagen und suche momentan eine/n kompetente(n) Mitstreiterin/ Mitreiter für mein Buch "Macht Euch doch NICHTS vor" (Untertitel in etwa: Los Eltern, rudert mit im pädagogischen Boot.

Wer hätte Interesse?
@annoyed und andere Lehrer: Aller Anfang ist Anfang...
von Zukunft (Eltern), 13. Apr 14:27
Die meisten bisherigen Lehrerbeiträge, nehme ich sowohl verteidigend als auch angreifend wahr. Das kann ich verstehen. Als Lehrer sitzt man zwischen vielen Stühlen. Viele geben ihr Bestes. Und den Sündenbock für Schülerdefizite abzugeben, wird zu Recht abgelehnt.

Halten Sie aber doch bitte für möglich, dass es auch andere Erfahrungen gibt!
Kinder und Eltern erleben durchaus, dass ihre Kritik oder Anliegen unangenehme Reaktionen provoziert und/oder nichts bewirkt.
Wo sollen die denn ihre Meinung äußern?

Eine Abwertung der Motive von Beurteilenden (Frustablass, Rache, Lehrermutter, u.ä.) zeigt mir, dass in Sachen Kommunikation und Kritik noch viel zu tun ist.
Warum nicht öffentlich?
Chancen durch Schulradar
von Picasso (Eltern), 13. Apr 14:06
Den gutgemeinten Ratschlag von Remus Lupin sich persönlich und direkt mit dem oder den betroffenen Lehrern in Verbindung zu setzten kann ich grungsätzlich absolut bejahen. Wunderbar auch wenn man mit einem Lehrer zu tun hat der Kritik prinzipiell offensteht - aber was macht man eben genau in dem Fall, wo der mehrfache direkte Versuch durch verschiedene Personen Dinge an einer Schule zu verändern schlichtweg am Desinteresse des betroffenen Lehrers scheitert?
Was macht man wenn eine - wie in diesem Falle - Schuldirektorin den Eltern mehr oder minder deutlich zu verstehen gibt, dass Sie das alles nicht interessiert, ob es dadurch wesentliche Verbesserungen für die Schüler gäbe?
Was macht man wenn man an eine Schulleitung gerät, die ihr Beamtentum gleichsetzt mit " Dienst nach Vorschrift ",und jedwedes Engagement im Keim erdrückt ?
Was macht man wenn die wenigen engagierten Lehrer sich versetzten lassen,und selbst Schulsekretärinnen einen Fluktuationsgrad erreichen, der mehr als bemerkenswert ist - übrigens oft genug mit dem Hinweis auf die unfähige Schulleitung.
Wenn ihr Rat , lieber Herr Lupin wäre, " ja , dann geht man ans Schulamt ran!"
Schön, aber leider umsonst.
In Düsseldorf sucht man vergebens Lehrer, die diese Aufgabe an Grundschulen freiwillig übernehmen. Nur leider nimmt man aus diesem Grunde alles und unterlässt bedauerlicherweise die Überprüfung, ob es sich dabei um geeignete Personen handelt.
Und so stehen dann unverhofft Eltern vor einem echten Problem, vor dem man Sie eben auch durch genau so ein Forum warnen kann.Ich sehe darin eine echte Chance eventuell doch die Verhältnisse an Schulen zu verändern.
Ich habe hohen Respekt vor dem Beruf des Lehrers, vor allem in Zeiten wo oft genug Lehrer auf Eltern treffen, die kein Interesse an Erziehung haben oder auch Komplizen Ihrer Kinder sind - aber ich verachte zutiefst den Teil der Lehrerschaft, der sein Beamtentum als gemütliche Matraze betrachtet und sich eigentlich weder für die Kinder, noch die Schule an sich,geschweige denn die Eltern interessiert.
(Korrektur)
von Remus Lupin (Lehrer), 12. Apr 10:03
(Leider kann man seinen eigenen Beitrag hier NICHT korrigieren - ich habe der Übersichtlichkeit den Beitrag von Herrn/Frau Anker in das Beitragsfenster kopiert und nun leider den Schluss nicht mehr gelöscht. Schande über mich. *g*)
@ Herrn/Frau Anker
von Remus Lupin (Lehrer), 12. Apr 10:02
Sehr geehrtes Elternteil (ich weiß leider nicht, ob Sie eine Dame oder ein Herr sind),

was die Bewertungsliste und ihre "Objektivität" angeht, ist dies doch sehr leicht ersichtlich: Wenn eine geringe Anzahl Schüler - aus welcher Motivation heraus auch immer! - hier bewertet, ist sie NICHT objektiv, da nicht repräsentativ, erweckt aber einen repräsentativen Anschein, da Eltern ja ihre mögliche Schulentscheidung AUCH auf Grund der Bewertungen hier fällen, wie weiter unten spezifiziert wurde.

Die Möglichkeit, eine schlechte (oder auch gute) Bewertung zu revidieren werden diese Schüler, die Wut auf ihre Schule haben (und ich spreche hier von meiner Schulart, nämlich der Hauptschule) sicherlich NICHT nutzen, da sie (und auch hier muss ich leider aus Erfahrung sprechen...) meistens einen Text NICHT zu Ende lesen / ihn nicht verstehen. Lustige Noten geben ist schon eher ihr Ding. So kommt es dann, dass gute Hauptschulen hier im Umkreis, deren Arbeitsbedingungen, Kollegium und Schüler mir teilweise persönlich bekannt sind, auf Noten um die 4.0 kommen - was wiederum Eltern abschreckt, ihre Kinder dorthin zu schicken.

Man sieht als Außenstehender eben NICHT, ob es Probleme gibt, wenn nur eine Handvoll schlechtgelaunter Schüler ihren Frust - möglicherweise konzertiert in einer LAN-party-ähnlichen Stimmung - ablassen.

Reflexionsstunden sind Ihnen unbekannt? Das sind Stunden, in denen nicht unterrichtet wird, sondern mit den Schülern zusammen über Unterricht gesprochen wird! Dies tun viele Kollegen regelmäßig - und weil es getan wird, sind die Schüler auch in der Lage, Kritik zu äußern. Wir sprechen über Unterricht in einer Metaebene und jeder sagt, warum er was gut oder auch schlecht findet. Der Lehrer begründet seine Methoden / den Stoff (so lange er nicht vom Lehrplan vorgeschrieben ist), auch seine pädagogischen und disziplinarischen Maßnahmen, die Schüler sprechen darüber, wie sie es empfinden. Im Optimalfall ist ein akzeptierendes Klima innerhalb einer Klasse, in der Schüler und Lehrer sich gegenseitig respektieren und jeder offen weiß, was auf ihn zukommt, wenn dies oder jenes geschieht. So praktiziere ich es seit Jahren in meinen Klassen (Hauptschule, Kl. 8 und 9), und ich brauche kein Spick-mich, um zu wissen, was die Schüler von mir halten und welchen Erfolg die Schüler davontragen.

Dass Fragebögen HANDSCHRIFTLICH ausgefüllt werden und daran der entsprechende Schüler natürlich identifiziert werden kann ist auch mir bekannt - selbstverständlich handelt es sich bei diesen Fragebögen um Ankreuzfragen, die sogar alle nur mit Bleistift bearbeitet werden dürfen, damit ich JA nicht an einem Stift einen Schüler entlarven kann! ;-)
(Für wie naiv halten Sie uns in Wirklichkeit?)


Zu den von Ihnen angesprochenen weiteren Einflussfaktoren auf die entsprechende Sachnote kann ich Ihnen Folgendes sagen: Mitarbeit und Verhalten sind zwei Dinge, die an den Hauptschulen als sogenannte "Kopfnoten" von allen Lehrern, die in der Klasse unterrichten, ausgesprochen werden und im Zeugnis extra vermerkt werden. Auch hier gibt es objektive Kriterien wie z.B. Hausaufgaben, aktives Einbringen in den Unterricht, selbstständiges Übernehmen von Aufgaben in der Klasse und in der Gruppen- und Partnerarbeit,..., ebenso wie im Verhalten. Dass Lehrer in der Lage sind, Mitarbeit und Verhalten zu beurteilen, ist ebenfalls ihre berufliche Qualifikation. Dass sich Ihre Kinder zu Hause manchmal komplett anders verhalten als in der Schule ist hin und wieder durchaus beobachtbar. Um diese Differenzen anzusprechen bestehe ich darauf, dass bei jedem Elterngespräch an der Schule der entsprechende Schüler mitanwesend ist. Es kommt dabei hin und wieder zu interessanten Erkenntnissen auf allen drei Seiten. :-) Hier können Sie also auch beruhigt werden, dass es nicht darauf ankommt, ob ein Kind dem Lehrer sympathisch ist oder nicht - es verhält sich so und so und dafür bekommt es eben auch eine gewisse Bewertung.

Dass Sie grundsätzlich Lehrern unterstellen, Noten nach Sympathie zu machen, muss eine schlechte Erfahrung von Ihnen sein - für meinen Teil kann ich von den Kollegen, mit denen ich zusammen arbeite, dies auf keinen Fall bestätigen - auch Lehrer haben eine Professionalität, die es ihnen ermöglicht, jenseits ihrer möglichen persönlichen Gefühle objektiv zu urteilen. (Sollte dies bei einigen "schwarzen Schafen", die es sicherlich auch gibt, nicht der Fall sein, bitte ich doch sehr stark, dies nicht auf alle Kollegen zu übertragen, die ihre Arbeit gewissenhaft und sachlich und mit Engagement verrichten, denn genau diese ständige Pauschalisierung führt schlussendlich dazu, dass auch die "guten" Kollegen sich fragen: Warum soll ich denn meine Arbeit so gewissenhaft und ordentlich verrichten, wenn ich doch schon vorverurteilt bin? Dann kann ich es ja auch schleifen lassen, die Strafe habe ich ja schon bekommen, wozu strenge ich mich an?)

(Ja, auch solche unterbewussten Mechanismen werden durch solche oberflächlichen Foren wie diesem hier in Gang gesetzt und das genaue Gegenteil von dem, was eigentlich bezweckt wird, wird erreicht - nämlich richtiger Unmut - Sie müssten mal hören, was bei uns im Kollegium über diese Foren gesagt wird - auf jeden Fall nichts, was in irgendeiner Form der gegenseitigen Kommunikation zuträglich wäre.)

Deshalb noch mal mein Tipp: Suchen Sie im Bedarfsfall das PERSÖNLICHE Gespräch mit dem entsprechenden Lehrer und bringen Sie UNBEDINGT Ihr Kind mit - es wird auf jeden Fall fruchtbarer als Gerüchteküchen über drei Ecken oder gar anonyme Internetschelte.


Herzlichst, Ihr Remus Lupin









Zur Bewertung der Schülerleistungen: Geschwindigkeit ist Weg mal Zeit und 1+1 ist nach wie vor 2. Das ist für alle Eltern (hoffentlich) auch nachvollziehbar.
Dass in mündlichen Prüfungen Gremien sitzen, ist mir ebenfalls bekannt. Ich meinte mit den mündlichen Noten viel mehr diese Bewertungen wie:
-Mitarbeit im Unterricht
-Sozialverhalten
-Arbeitsverhalten
und dergleichen Dinge mehr.
Das, so meine ich, ist von außen nicht nachvollziehbar, aber es zählt in jede Note (Zeugnisnote) mit hinein. Natürlich ist die Kontrolle, ob der Schüler aufmerksam ist, ob er im Unterricht aufpasst und auch aktiv teilnimmt, ob er sich Mitschülern und Lehrern gegenüber angemessen verhält usw. sehr wichtig. Aber wer sagt mir, als Mutter, dass mein Kind nicht eventuell nur die schlechtere Note hat, weil es dem Lehrer nicht ganz so sympathisch ist?


... und noch ein Wort zu
>Annoyed<

Sie kennen also zwei Seiten: die des Schülers und des Lehrers, so meinen Sie. Aber wie kennen Sie bitte die Sicht des Lehrers (ich will Ihnen damit nicht zu nahe treten!)? Die erwähnte Lehrerin/Direktorin ist Ihre Mutter. Und das ist der springende Punkt: Eine Mutter, die sicher nichts anderes tut, als ihrem Kind das Beste zukommen zu lassen!! (mit Recht, sie ist ja Mutter). Wäre meine Mutter Lehrerin, ich würde sie ebenfalls gegen alle und jeden bis auf's Äußerste bezüglich der Ausführung ihres Jobs verteidigen.
Aber: Sind sie selbst Mutter? Sind Sie selbst Lehrer?

Ich finde gerade diese Diskussionsmöglichkeit sehr gut. Besten Dank an die Macher! Es ist sehr gut, dass somit überhaupt die Diskussion erst einmal ins Rollen kommt (die vorher wohl meist aus Angst) leider Gottes verstummt war.

Und ich bin mir sicher, dass hier viele Unbeteiligte mitlesen. Außerdem hoffe ich, dass mit diesen Diskussionen eine Platform und ein Fundament (ob als aktiver User oder passiver Leser) entsteht, auf dem in naher Zukunft von Angesicht zu Angesicht offen (und nicht angreifend und verletzend) geredet werden kann.
Fragen und Antworten
von anker (Eltern), 11. Apr 18:17
Sehr geehrter Herr Lupin,

meine Antwort auf die Frage nach der Kontrolle der Arbeit der Eltern steht in einem Beitrag, der ein Stück weiter unten ist. Die Antwort, auf die Sie eingingen, war die Antwort auf die Frage eines Lehrerkollegen, der fragte, ob die Arbeit einer Mutter im Haushalt auch durch 3 Instanzen kontrolliert wird.

WIE OBJEKTIV diese Bewertungsliste ist, kann ich nicht definitiv aussagen. Aber jeder der/die hier hinein sieht sollte schon im Hinterkopf haben, dass auch frustrierte Leute hier ihre Aggressionen ablassen. D.h. man sollte, sofern man über diesen Weg eine Schule für seine Kinder sucht, nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Aber gleich ob objektiv oder subjektiv beurteilt (im Übrigen lassen sich die Beurteilungen hier verändern, d.h. wenn man doch mal aus Wut auf die Note 6.0 gedrückt hat, kann man das - in verzeihender Stunde- auch wieder rückgängig machen), sieht man als Außenstehender daran trotzdem, ob und im Groben wie viele Probleme es an der einen oder anderen Schule gibt.

Was wird unter einer 'Reflexionsstunde' verstanden? -- Leider ist mir dieser Begriff unbekannt.

Wenn die Fragebögen nicht im Unterricht und dazu noch handschriftlich von ihren Schülern ausgefüllt werden, sondern zu Hause mit dem PC oder der Schreibmaschine (so dass die Schrift nicht kenntlich ist), dann können sie dabei auch auf EHRLICHE Antworten hoffen.

Hier kann man (ich hoffe, ich darf das nennen) die Arbeit der Schule (als Ganzes) und die Aktivität der Schule (als Ganzes) ebenfalls bewerten. Das finde ich auch nicht schlecht, denn schließlich ist es für mich als Elternteil von großem Interesse, ob und welche Chancen und Möglichkeiten meinen Kindern neben dem Pflichtprogramm >Unterricht< noch geboten werden.

Zur Bewertung der Schülerleistungen: Geschwindigkeit ist Weg mal Zeit und 1+1 ist nach wie vor 2. Das ist für alle Eltern (hoffentlich) auch nachvollziehbar.
Dass in mündlichen Prüfungen Gremien sitzen, ist mir ebenfalls bekannt. Ich meinte mit den mündlichen Noten viel mehr diese Bewertungen wie:
-Mitarbeit im Unterricht
-Sozialverhalten
-Arbeitsverhalten
und dergleichen Dinge mehr.
Das, so meine ich, ist von außen nicht nachvollziehbar, aber es zählt in jede Note (Zeugnisnote) mit hinein. Natürlich ist die Kontrolle, ob der Schüler aufmerksam ist, ob er im Unterricht aufpasst und auch aktiv teilnimmt, ob er sich Mitschülern und Lehrern gegenüber angemessen verhält usw. sehr wichtig. Aber wer sagt mir, als Mutter, dass mein Kind nicht eventuell nur die schlechtere Note hat, weil es dem Lehrer nicht ganz so sympathisch ist?


... und noch ein Wort zu
>Annoyed<

Sie kennen also zwei Seiten: die des Schülers und des Lehrers, so meinen Sie. Aber wie kennen Sie bitte die Sicht des Lehrers (ich will Ihnen damit nicht zu nahe treten!)? Die erwähnte Lehrerin/Direktorin ist Ihre Mutter. Und das ist der springende Punkt: Eine Mutter, die sicher nichts anderes tut, als ihrem Kind das Beste zukommen zu lassen!! (mit Recht, sie ist ja Mutter). Wäre meine Mutter Lehrerin, ich würde sie ebenfalls gegen alle und jeden bis auf's Äußerste bezüglich der Ausführung ihres Jobs verteidigen.
Aber: Sind sie selbst Mutter? Sind Sie selbst Lehrer?

Ich finde gerade diese Diskussionsmöglichkeit sehr gut. Besten Dank an die Macher! Es ist sehr gut, dass somit überhaupt die Diskussion erst einmal ins Rollen kommt (die vorher wohl meist aus Angst) leider Gottes verstummt war.

Und ich bin mir sicher, dass hier viele Unbeteiligte mitlesen. Außerdem hoffe ich, dass mit diesen Diskussionen eine Platform und ein Fundament (ob als aktiver User oder passiver Leser) entsteht, auf dem in naher Zukunft von Angesicht zu Angesicht offen (und nicht angreifend und verletzend) geredet werden kann.
@Zukunft
von Annoyed (Eltern), 11. Apr 17:13
Ich denke dafür ist aber SchulRadar oder Spick mich nun wirklich nicht die richtige Plattform. Kommunikation zur Vebesserung sollte direkt an der Schule betrieben werden, und nicht auf einer total verallgemeinernden Internetplatform, die alle Schulen in einen Topf schmeißt und eindeutig Partei für Schüler und Eltern ergreift (auch wenn es positive Bewertungen von denen gibt).
Eine wirklich differenzierte und an die jeweilge Schule angepasste Kommunikation wird es auf solchen Plattformen nie geben, nur an den Schulen selbst!
Aller Anfang ist Anfang...
von Zukunft (Eltern), 11. Apr 15:06
Mir gefällt, dass Schulradar überhaupt existiert. Bei aller Subjektivität, kann die Bewertung ein Anlass und Einstieg in Kommunikation und Verbesserungen sein. Schulen können dabei Schulradar ebenso nützen ("Schauen Sie, so schlecht schneiden wir bei xyz doch gar nicht ab") wie Eltern/Schüler ("Schauen Sie, bei Punkt xyz gibt es Unzufriedenheiten"). Wichtig ist, gemeinsam nach Veränderungsmöglichkeiten zu suchen. Das dürfte in manchen Schulen und mit manchen Lehrern schwierig sein, bei anderen rennt man offene Türen ein. Ich habe die Erfahrung an den Schulen unserer Kinder gemacht, dass mit wertschätzender Kommunikation, Geduld (und etwas Moderationsknow-how!) Einiges möglich wird. Allerdings wünsche ich mir die Bewertungskriterien in Schulradar differenzierter. Eben um dem Dampfablassverdacht entgegenzutreten und die Bereitschaft der Beurteilten zum Dialog zu erhöhen.
Bewertung, Beurteilung, Evaluation
von Remus Lupin (Lehrer), 11. Apr 14:12
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich nehme nur kurz zu einigen Punkten Stellung, da teilweise wieder alte Vorurteile aufgewärmt wurden...

mit der Beurteilung der Elternarbeit meinte ich nicht, ob Sie Ihren Kindern täglich frische Unterwäsche anziehen, sondern, was Sie persönlich beruflich machen. Durch meine Tätigkeit als Lehrer in der Schnittstelle Schule/Beruf habe ich Einblick in zig Unternehmen in der Ortenau und deren Arbeitsbedingungen - gewisse Supermärkte, die momentan durch die Gazetten geistern, mal ausgenommen, sehe ich nirgends, weder in der Arztpraxis nebendran noch in dem Buchladen in der Stadt irgendwelche öffentlichen Kontrollen oder Internet-Pranger.

Zu der Beurteilung der Schülerleistungen: Vielen Schülern und leider auch Eltern ist nicht bewusst, dass ein Lehrer seinen Beruf studiert hat, durch ein Referendariat gegangen ist und dann jahrzehntelang Erfahrungen mit Hunderten von Schülern und dessen Leistungen hat. Ich verstehe die Eltern durchaus - sie haben ein, zwei Kinder, die sie optimal fördern wollen - dies ist absolut natürlich! Nur hat ein Lehrer nicht ein, zwei Schüler, sondern eine Klasse mit 20 - 30 Schülern, denen er nicht nur den Stoff vermitteln muss, sondern auch grundsätzliche Erziehungsaufgaben angedeihen lassen sollte (die meisten meiner Schüler wissen ehrlich gesagt nicht, wie man sich benimmt, sie müssen meist erst einen Höflichkeits- und Benimmkurs durchlaufen, der an vielen Schulen mittlerweile angeboten wird / werden muss - traurig, finde ich übrigens.)

Die Leistungsbeurteilung selbst findet nach der Leistung statt und nicht, wie viele meinen, nach dem Gutdünken und der Sympathie des jeweiligen Lehrers. Es gibt klare Kriterien, z.B. in Physik: Wird die Formel für Arbeit W = F x s falsch aufgeschrieben und falsch angewandt, gibt es eben keinen Punkt, ob der Schüler dem Lehrer sympathisch ist oder nicht. :-) - so einfach ist das. Und so objektiv nachprüfbar! Die Arbeiten werden an unserer Schule nicht dreifach nachkorrigiert (dies ist bei Prüfungen allerdings der Fall), sie können jederzeit mit dem entsprechenden Schüler und seinen Eltern nachvollzogen und durchdiskutiert werden - aber falsche Antwort bleibt falsche Antwort.

Die Arbeit, die ein Lehrer leistet, erschöpft sich keinesfalls im Unterrichten, sondern umfasst auch das Vorbereiten, Nachbereiten, Korrigieren, die Elterngespräche, außerunterrichtliche Tätigkeiten, Recherchen, Verwaltung, ... - und leider ist es eine Arbeit, die in der Öffentlichkeit keinerlei Anerkennung findet, wie man auch hier zum großen Teil sieht. Ich persönlich freue mich darüber, wenn Ehemalige aus unserer Schule die Schule besuchen kommen, uns erzählen, was aus ihnen geworden ist - und diese Art von Rückmeldung ist für uns Lehrer wichtiger als Internetschimpfe und angeblich objektive Bewertung unserer Arbeit in Internetplatformen wie dieser hier oder Spickmich.

Leider gingen Sie nicht darauf ein, WIE OBJEKTIV diese Bewertungen sind - wo sie von einem kleinen, oft frustrierten Anteil der Schüler- und Elternschaft gemacht wurden und eben nicht von einer gesamten Schule.

Die Bewertung unserer Arbeit durch die Schüler erfolgt hin und wieder übrigens tatsächlich - in Reflexionsstunden und mit Hilfe von Fragebögen (die selbstverständlich anonym gehalten sind). Das Wort "Evaluation" geistert auch schon etwas länger durch die Presse und geht in die selbe Richtung - dass nämlich durchaus auch Schüler und auch Eltern die Arbeit einer Schule (nicht eines einzelnen Lehrers, dies ist NICHT Aufgabe von Eltern und Schüler, sondern der jeweilig höheren Dienststelle) beurteilt werden. Damit ist aber keinesfalls der Internetauftritt dieser Homepage oder Spick-mich gemeint, sondern eine ernsthafte Umfrage, die eben eine ganze Schule und deren Arbeit umfasst.

So ein Quatsch!_die Zweite
von Annoyed (Eltern), 11. Apr 14:01
Ich kann mich meinen Vorrednern gruene und Remus Lupin nur anschließen.

Ich bitte Sie, Sie wollen wirklich eine Schul/Lehrerbewertung, die auf der Bewertung von ein paar einzelnen erzürnten Eltern/Schülern erstellt wurde, ernst nehmen??? Wie bereits schon vor mir gesagt, das ist keine Demokratie, das ist auch kein der Realität entsprechendes Ergebnis, dass ist nur die Meinung von Einzelnen. Danach kann man keine fundierte Entscheidung treffen...einfach lächerlich!

Wie sogar schon in einigen Beiträgen erwähnt, geht es hier nur ums anonyme "mal ein wenig "Dampf" ablassen".

@Nie-Auslernerin
Sie sagten: "Es dauert meiner Erfahrung nach immer so um die 2 Jahre, bis man hinter die Kulissen schaut."
Wow, wieviele Kinder haben Sie denn auf wievielen Schulen, dass Sie schon so reichlich Erfahrungen machen konnten, um darüber ein Urteil zu fällen???
Desweiterne gefällt mir Ihr Absatz über: "dass sie im Unterricht von dem und dem Lehrer nicht mehr dran genommen werden oder von einem anderen ständig, obwohl sie gar nicht aufgezeigt haben (wollen wir doch mal sehen, was die Tochter des Klugscheißers sich ein bissl blamieren kann...), oder im Treppenhaus (!!!) vom Lehrer angesprochen werden, sie sollten sich doch im Unterricht mal etwas mehr anstrengen und gleich mal ein Referat schreiben zu dem und dem Thema. Ja, sowas gibts!". Man könnte meinen Sie zitieren wortwörtlich Ihr Kind/Ihre Kinder. Haben Sie sich eigentlich als Erwachsene auch mal Ihre eigenen Gedanken zu diesen anscheinlichen Problemen gemacht, oder schmollen Sie lieber einfach mit Ihren "ach-so-unfair" behandelten Kindern und lästern 'ne Runde über die doofen Lehrer und die blöde Schule??? Außerdem, was ist denn das Problem dabei im Treppenhaus angesprochen zu werden? Dürfen Lehrer nur mit Schülern im Klassenzimmer reden??? Vermutlich wollte der Lehrer das Thema nicht vor der ganzen Klasse besprechen und Ihrem Kind die Peinlichkeit ersparen, als Einziges nach dem Unterricht zu einem Gespräch dableiben zu müssen. Außerdem ist es doch gut, dass der Lehrer Ihrem Kind mit einem Referat die Chance geben will, die scheinbar schlechte mündliche Beteiligung im Unterricht zu verbessern. Besser als ein böses Erwachen bei der Zeugnisausgabe, und dann heißt es wahrscheinlich wieder "Warum hat denn keiner was gesagt?".
Aber am besten fand ich immer noch Ihre Ausführungen zu der Teilnahme der Eltern an Pflegschaftssitzungen usw.: "Aber wer will schon der erste sein, der sich zu Wort meldet und kritisiert? Die Angst, den eigenen Kindern zu schaden oder es ihnen zumindest unnötig schwer zu machen, ist einfach zu groß". Wie wollen Sie Ihre Kinder zu selbstbewußten Menschen erziehen, wenn Sie sich nicht einmal selbst trauen Ihre Meinung gegen ein paar Lehrer zu vertreten? Sie tun ja gerade so, als müßten Sie gegen Ungeheuer kämpfen, die Ihre Familie auffressen, wenn Sie nur einmal aufmucken...grooaaar. Ich kann echt nur den Kopf schütteln! Wie können Sie Verbesserung erwarten, wenn Sie nicht den Mund aufmachen? Das sind für mich alles feige Ausreden! Natürlich dann lieber mal ganz anonym im Internet über die Schule und die Lehrer herziehen...! Denken Sie allen Ernstes SO ändern Sie etwas??? Die Schulen konkurieren nicht wie E-bay Seller in der freien Wirtschaft, sie sind einem Ministerium unterstellt. Ihre Vorstellung von "belebener Konkurrenz" ist im Fall der Schulen einfach nur lächerlich und unrealistisch.

Das führt mich auch direkt zu dem nächsten Thema: der Kontrolle. Meine Schulzeit ist auch noch nicht so lange her, und auch ich haben manchen schlechten Unterricht und scheinbare Willkür der Lehrer ertragen müssen und mir mehr Kontrollen dieser gewünscht. Kontrolle wir mein Vorredner sagt gibt es wohl, ob diese mittlerweile ausreichend sind, kann ich nicht beurteilen. Ich befürworte sehr die Kontrolle, allerdings durch unabhängige und FACHLICH geschulte Leute. Nicht durch Eltern, die in vielen Fällen nur durch Hören-Sagen zu ihren Informationen gekommen sind. Sie würden doch auch kein Auto auf Anraten eines Metzgers kaufen???!!! Schülerbewertungen fände ich sinnvoll, wenn Sie in den Schulen selbst durchgeführt werden würden, und dort ausgwertet und umgesetzt.

Ich kenne immerhin 2 Seiten in dieser Thematik. Denn ich bin vor nicht allzu langer Zeit noch selbst Schüler gewesen, und ich bin Tochter einer Lehrerin/ mittlerweile Schulleiterin. Wieviele Seiten kennen Sie, liebe Eltern? Ihren "Blick hinter die Kulissen" zweifel ich doch sehr an, wer von Ihnen hat schon wirklich Ahnung von Schulpolitik??? Sie stellen die Lehrer hier so dar, als ob sie keinen Richtlinien und Gesetzen unterstehen würden und schalten und walten könnten, wie sie wollten. Sie haben tatsächlich keine Ahnung. Ihre Lehrer müssen viel Zeit damit verbringen sich mit den angeblich nicht existierenden Kontrollinstanzen der Bezirksregierung etc. auseinander zu setzen, und für Fortschritt und guten Unterricht kämpfen. Das sehen Sie natürlich nicht.

Dass Ihr Lehrer vielleicht manchmal keine Zeit für Sie hat, könnte auch an u. a. folgenden Dingen liegen:
1. Ihr Lehrer geht seinem Beruf nach und muß Unterricht vor-/nachbereiten und unterrichten (oops, ja auch das müssen Lehrer manchmal tun...)
2. Ihr Lehrer muß sich mit einem einzelnen Elternteil rumschlagen, der diesem Lehrer den persönlichen Krieg erklärt hat, und nun nichts unversucht lässt, trotz mehrfacher Abschmetterung bei verschiedenen Instanzen, dem Lehrer mit Androhungen von rechtlichen Schritten etc. das Leben schwer zu machen (ja, auch sowas gibt es, und garnicht so selten wie sie meinen)
3. Ihr Lehrer versucht kleine und große Probleme mit Schülern in seinen Klassen durch zahlreiche Gespräche mit Schülern und Eltern zu lösen (tja, Sie sind nun mal nicht allein auf der Welt mit Ihren Problemen)
4. oder oder oder...

Außerdem würde ich gerne auch noch eine Bewertung über bestimmte Eltern abgeben, die ja "nur das Beste" für ihre Kinder wollen. Eltern, die Empfehlungen für Real-/Gesamt-/oder Hauptschule aus gekränktem Stolz ignorieren, und mit aller Macht versuchen ihr Kind auf ein Gymnasium zu zwingen. Die schlechte Bewertungen ignorieren, obwohl zig mal gesprüft und immer noch eindeutig schlecht. Dann toben und wüten sie bis zum Äußersten, um Ihren Willen zu kriegen, und halten somit die Schulleitung etc. von wirklich wichtigen Dingen ab. Da kann man ja auch mal fragen, wo hier das Wohl des Kindes geblieben ist???

Gekränkter Stolz ist für mich sowieso das Schlagwort überhaupt, um diese Art der Bewertung im Internet zu beschreiben. Mein Apell lautet: Seien Sie nicht feige und bemühen Sie sich um Objektivität. Nicht hinter jedem Referat verbirgt sich ein hasserfüllter Lehrer, und nicht hinter jedem terminlich ausgebuchtem Lehrer ein Desinteressierter. Treten Sie auf Lehrer und Schulleitung zu, und sehen Sie auch mal ihr Kind/Ihre Kinder mit kritischen Augen!!!
Kontrolle...
von Peter27 (Eltern), 11. Apr 14:00
Aber sicher werden ALLE Arbeiten mindestens dreifach geprüft.

Jede Prüfung und der ganze zu vermittelde Schulstoff wird individuell auf den Notendurchschnitt der Klasse überprüft und dem Wissen der Schüler angepasst, immer überprüft von der Schulleitung und vom Fachbetreuer und zum Schluss vom Ministerium. Dies ergibt dann auch einen Teil der Beurteilung des/der LehrersIn. Übrigens, in Sachen mündliche Prüfung. Auch da wird anhand der Noten überprüft, auch da gibt es keine "willkürlichen" Noten.

Nun ist es auch noch so, dass der Lehrer eine absolute Vorbildfunktion hat und dies in seinem Arbeitsvertrag auch klar definiert ist. Sollte er sich z. B. in der Öffentlichkeit die Kante geben, sprich sich mit Alkohol zuschütten, dann hat er ein Disziplinarverfahren am Hals. Dies sollte man in jeder Berufsgattung einführen!!!

Und schlussendlich muss hier auch mal betont werden, dass die grosse Mehrzahl der Lehrer diesen Beruf mit grossem Engagement und persönlichem Einsatz leistet und ihn gewählt haben, weil sie Freude daran haben, Kinder Wissen zu vermitteln. Tagtäglich hat sich der/die LehrerIN, von verzogenen Saugören bis zum Schläger, mit allen Kindern auseinander zu setzen und dies zu einem Lohn, der den Herrgott graust!
Kontrolle
von anker (Eltern), 11. Apr 13:31
Auch hier wieder ein klares "Ja". Die Arbeit der Eltern wird kontrolliert. Sicher gibt es viele, die das nicht sehen. Aber wer die Augen öffnet, liest auch unsere neuen Gesetze und Gesetzesvorschläge, in denen steht, wie die Eltern zu überwachen sind, oder werden sollten.
Und jeder sieht, ob das Kind in sauberen oder dreckigen Sachen zur Schule kommt. Ob die Wäsche gebügelt ist, oder nicht. Ob das Kind ein Schulbrot im Ranzen hat, oder ob sich die Eltern gar keine Sorgen um die Verpflegung ihrer Kids machen. Man merkt doch, ob das nötige Arbeitsmaterial da ist, oder ob das Kind vielleicht gar keinen Ranzen, sondern nur eine PVC - Tüte hat. usw. Das alles (und noch soooo vieles mehr) ist der Inhalt des 24-h-Jobs "Mutter".
Kontrolliert werden wir aber nicht nur durch die Blicke/ ggf. Beurteilungen der Lehrer. Auch vom Arzt, vom Jugendamt, vom Schulamt, Ordnungsamt (gehen die Kinder regelmäßig zur Schule oder schwänzen sie?) und noch vieles mehr.

Kurze Frage zwischendurch:
Wird wirklich jede vom Lehrer durchgesehene Arbeit von den 3 genannten Gremien korrigiert?

Ich weiß, dass früher (könnte auch zu 'früher war die Schule besser' zählen) solche Kontrollen in unregelmäßigen Intervallen durchgeführt wurden. Wir (damals noch) Schüler haben davon in aller Regel profitiert.

Zu den Vätern: auch die legen abends nicht unbedingt die Füße auf's Sofa. Ich kenne eine ganze Reihe Väter, die nicht abends um 20.00 Uhr schon den Fernseher einschalten können.
Bewertung der Lehrer...?
von Peter27 (Eltern), 11. Apr 12:27
Ich staune! Da gibt es doch tatsächlich noch Eltern, und noch schlimmer Schüler, die glauben, dass Lehrer Noten nach der "Nase" verteilen! Seid ihr alle wirklich so dämlich oder nur einfach etwas beschränkt in der Denke? Wie setzt sich eine Note denn zusammen? Aus Fehlern, ganz einfach. Je mehr Fehler, umso schlechter die Note. Was ist daran so schwierig? Und, liebe Eltern, wer den eigenen Kindern nicht auf die Finger schaut in Sachen Hausaufgaben, der sollte die Schuld nicht dem Lehrer oder dem System geben. Aus einer Pfeiffe wird nie ein ein Student. Ach ja, zurück zu den Noten. Wenn dann die Noten vergeben sind, werden sie vom Fachbetreuer überprüft. Dann werden sie der Schulleitung zur weiteren Begutachtung eingereicht und schlussendlich ans Ministerium weitergegeben. So, und jetzt möchte ich mal wissen, welcher Beruf dermassen genau durchleuchtet wird in Sachen Bewertung des Mitarbeiters. Egal welche Branche, wenn es solche Arbeitsqualitätskontrollen geben würde, dann hätten die Gewerkschaften längst protestiert.

Und da gibt es scheinbar noch Eltern, die glauben, nur weil Lehrer Beamte sind, dass sie nicht kontrolliert und benotet werden? Unangemeldete Schulstundenbesuche des Fachbetreuers, der Schulleitung und des Ministeriums, Kontrolle der Korrekturen, der Prüfungen ebenfalls wieder über drei Gremien. Liebe Mütter, falls ihr Zuhause arbeitet, wird eure Hausarbeit auch täglich von drei Kontrollstellen durchleuchtet?

Zusammenfassend: Liebe Eltern, wenn euer Kind statt Hausaufgaben lieber in die Glotze starrt, Gameboy und Playstation spielt, dann lebt der/die VersagerIn in der eigenen Familie!

Bevor ihr über Lehrer wettert und das System, informiert Euch, wie eine Schule strukturiert ist und funkioniert, denn dann wird`s plötzlich ruhig.

Und hier noch ein kleiner Hinweis in Sachen Arbeitsaufwand: Wenn in anderen Branchen die Väter abends längst die Beine hochgelagert haben, dann ist der Lehrer frisch, froh, fröhlich, frei munter am korrigieren... Fragen Sie doch einfach mal ein Kind eines Lehrers... und von den Lehrerinnen mit Haushalt und eigenen Kindern wollen wir schon gar nicht erst reden!
Kooperation statt offener Krieg
von anker (Eltern), 11. Apr 08:44
Sehr geehrter Herr Lupin,

ich (als Elternteil) freue mich persönlich über Beiträge der Lehrer. Dies schafft eine Möglichkeit mit einander zu diskutieren anstatt gegeneinander zu argumentieren.
Leider musste auch ich schon des öfteren die Erfahrung machen, dass viele Ihrer Kollegen zu Diskussionen nicht willens oder in der Lage waren. Und dieser Punkt ist es, der die Masse der Leute so auf die Palmen bringt.
Ein vernünftiges Gespräch würde vieles bereinigen, was andernfalls nur Missmut und Ärger stiftet.
(Und gerade diese Tatsache finde ich immer dann bestätigt, wenn man wirklich einen Lehrer findet, der sich zu einem solchen Gespräch bereit findet.)

Ob wir -als Eltern- kontrolliert werden, bei unserer Arbeit? "Ja". Im Internet - es gibt so etwas (bezogen auf meinen Job in jedem Fall und nicht erst seit jetzt): also - wieder ein klares "Ja"! Nebenbei bemerkt, es ist nicht nur mein Job, und damit ich selbst, der kontrolliert wird (bzw. sich sogar freiwillig kontrollieren lässt). Sehen Sie bitte auch Portale wie Myhammer, ebay und dergleichen: Sie werden staunen, wie viel Kontrolle von wem wo möglich ist. Zudem wird jeder Arbeiter in der Produktion kontrolliert, und sein Endprodukt auch (das ist sicher allen bekannt) usw. usf. Diese Aufzählung könnte ich jetzt beliebig weit fortsetzen. Und Vieles oder das Meiste davon findet sich dann sogar im Internet wieder.

Versuchen Sie in Ihrer Arbeit einmal für eine Woche/einen Monat die Schüler nicht zu kontrollieren (weder schriftlich noch mündlich usw.). Was glauben Sie was passiert? -- Wer nicht kontrolliert wird, der hört auf zu arbeiten, oder arbeitet schlechter (und dies ist eben nicht nur auf Schüler zutreffend). Wenn man einen Job hat, wo man weiß, dass man ihn sowieso nicht verlieren wird, und auf Lebenszeit Beschäftigung und Gehalt bezieht ohne großartige Kontrollen dazu bzw. auch ohne Leistungsdruck, ist es dann nicht so, dass man irgendwann anfängt, der Tätigkeit etwas lascher nachzugehen?

Im Übrigen habe ich bei den Bewertungen der Lehrer seitens der Schüler nicht nur Schlechtes gesehen. Schulen, die ich einst selbst besuchte, wurden bereits bewertet, und auch Lehrer, die ich kenne. Da sind bei einigen Kollegen sehr gute Bewertungen zu finden (ich hätte sie selbst so bewertet). Neuere Kollegen kann ich nicht einschätzen, weil ich sie nicht kenne. Und dass der eine oder andere Lehrer in der Beliebtheitsskala der Schüler weiter unten ist, ist auch nichts Neues mehr. Das gab es (auch ohne Internet) zu Großmutters Zeiten schon.

Beklagenswert finde ich persönlich, dass es eben viel zu wenig Lehrer gibt, die zum Gespräch und/oder zur Diskussion bereit sind; sei es mit Eltern oder Schüler. Und da ein Gespräch zu finden (ohne dabei vor einer Person zu sitzen, die meint, dass alles was sie behauptet grundsätzlich richtig sei [Meinungen mit einbezogen!] und alle anderen Aussagen, egal von wem, grundsätzlich falsch wären -- genau das ist nämlich kein wirkliches Gespräch und keine echte Diskussion), ist leider wirklich nur in sehr guten und sehr nennenswerten Ausnahmefällen [d.h. aber auch extrem selten] möglich.
Kooperation oder offener Krieg?
von Remus Lupin (Lehrer), 11. Apr 07:50
Auch ich bin in den letzten Tagen auf "Schulradar" gestoßen und wenn ich die Beiträge durchsehe und auch die Bewertungen mancher Schulen hier im Umkreis, die mir persönlich bekannt sind, komme ich zu dem Schluss, dass es sich bei "Schulradar" leider eben NICHT um ein demokratisches Mittel der Meinungsäußerung handelt, sondern eher um ein Ventil, um diverse Aggressionen abzulassen. Dies gilt sowohl für die Schulbewertungen von Seiten der Schüler als auch für die Diskussionsbeiträge in den Foren.

Was hier teilweise von Elternseite geäußert wird, hört sich für mich an wie Dampfablassen, weil man es an der richtigen Stelle nicht sagen konnte oder sich nicht zu sagen traute. Leider ist meine eigene Schule noch nicht "bewertet", es hätte mich sehr interessiert, wie die Schüler dieser Schule mit so einem Instrument umgehen, ich kann es Ihnen aber auch gleich sagen: "Oh, der Idiot hat mir grad 2 Stunden Nacharbeiten / Arrest / sonst was aufgebrummt, JETZT geh ich ins Internet und verpass dem und der ganzen sch... Schule ne ordentliche Ohrfeige!" - *einlogg* - *richtig Dampf ablass*. So kommt man dann auf die richtig guten Bewertungen und die Eltern, die möglicherweise wie Sie vor der Entscheidung stehen, auf welche Schule Ihr Kind einst gehen soll, lesen diese "Bewertungen" und entscheiden möglicherweise deshalb falsch... nun ja, Demokratie sieht für mich anders aus. Dieses Instrument hier hätte durchaus Sinn, wenn es JEDER Schüler, JEDES Elternteil UND JEDER LEHRER (ja, auch die sollten ihre Schule, ihre Eltern, ihre Arbeitsmöglichkeiten bewerten dürfen! Wo bleibt denn die Demokratie hier?) es nutzen würde. Dann könnte man ein wirkliches Bild der derweiligen Schule erhalten und keine Stimmungsmache einiger Schüler, denen ein böser Lehrer eine gemeine Strafarbeit aufgebrummt hat. ;-)

Wenn Sie als Eltern kooperieren möchten, täte ich Ihnen noch einen guten Rat geben: Angriff ist nicht die beste Kooperation! Ein Gespräch suchen, es auf jeden Fall finden (ich habe noch kein Elterngespräch abgelehnt, wenn es mir sachlich angetragen wurde - allerdings lehne ich Elterngespräche ab, die mir gleich im Brüllton oder mit Beleidigungen verknüpft, und dann auch noch zu Hause nach 20.00 Uhr an meinem Telefon in meiner eigenen Wohnung aufgenötigt werden) und in diesem Gespräch sachlich und fördernd über das jeweilige Kind diskutieren - dies verstehe ich unter Kooperation.

Bitte denken Sie über solche Möglichkeiten auch einmal nach, bevor Sie wieder Lehrer verteufeln oder ihnen Dinge unterstellen, die sich nicht so verhalten.

Noch etwas zur geforderten "Kontrolle" der Lehrer: Was machen Sie eigentlich beruflich? Werden Sie da auch öffentlich kontrolliert, im Internet bewertet, wird über Sie auch ständig in den Medien hergezogen und jeder meint, über Ihren Beruf mitreden zu können, weil er vielleicht mal was mit Ihnen zu tun hatte?


Herzlichst - Ihr Remus Lupin (der sich phasenweise gerne auch mal in einen Werwolf verwandelt - nämlich immer dann, wenn er solche Beiträge zu lesen bekommt)
Schulwahl - Qual
von schwarzgranat (Eltern), 10. Apr 11:15
Schulradar ist eingeschlagen! Gut so. Was mich immer wieder wundert ist, dass Eltern z.T. sehr auf Seiten der Schulen und damit der Lehrer stehen. So abgedroschen das auch klingt, unsere Kinder sind unsere Zukunft, sie müssen im Zentrum aller unserer Vorstellungen stehen, wenn es um Schule geht. Wir leben in einer demokratischen Gesellschaft, von daher müssen auch unsere Kinder in einem solchen Sinn sozialisiert werden. Gerade der zu bewertende Punkt der Mitbestimmung ist für mich deshalb besonders wichtig: Wir als Eltern haben gemäß Schulrecht das Recht, den Unterricht unserer Kinder mit zu bestimmen, d.h. wirklich Einfluss zu nehmen. Außerdem haben Kinder das Recht auf interessanten Unterricht. Also los! Lasst uns nicht demotivieren und lasst uns von unseren Rechten Gebrauch machen. So viel Souveränität traue ich der Lehrerschaft schon zu, dass sie wirklich konstruktive, sachliche Kritik von Werturteilen unterscheiden kann und dann auch zur Kooperation mit uns bereit ist. Ich hätte es sehr begrüßt, wenn es, als wir uns für eine Schulform entscheiden mussten, so etwas wie Schulradar gegeben hätte. Unsere Entscheidungen wären dann wahrscheinlich anders ausgefallen, denn ich glaube, dass Schüler und Eltern schon ziemlich genau erspüren, worauf es im Schulalltag ankommt.
@gruene die Zweite
von Nie-Auslernerin (Eltern), 10. Apr 09:08
Wirklich beneidenswert, wenn Ihre Erfahrungen bisher so positiv waren. Ich weiß ja auch nicht, wie lange Ihr Kind die jetzige Schule schon besucht. Es dauert meiner Erfahrung nach immer so um die 2 Jahre, bis man hinter die Kulissen schaut.
Oft sind es 2 Paar Schuhe, was in Konferenzen oder pers. Gesprächen gegenüber den Eltern geäußert wird und was dann hinterher auch geschieht, bzw. was dann offiziell draus wird. Diese Erfahrung habe ich mehrfach machen dürfen - und nicht nur ich!
Wenn ich es mal so sagen darf: Etwas blauäugig Ihr Vertrauen in die Fairness der Pädagogen! Ich kenne auch Lehrkräfte, die das nie auf die Kinder übertragen würden, bzw. die es rechtzeitig merken und sich dann zurücknehmen. Aber der weitaus größte Teil lässt es, wenn auch sicher überwiegend unbewusst, die Kinder spüren. Das erfährt man dann, wenn die Kinder - die über die Diskussionen nicht informiert wurden - plötzlich berichten, dass sie im Unterricht von dem und dem Lehrer nicht mehr dran genommen werden oder von einem anderen ständig, obwohl sie gar nicht aufgezeigt haben (wollen wir doch mal sehen, was die Tochter des Klugscheißers sich ein bissl blamieren kann...), oder im Treppenhaus (!!!) vom Lehrer angesprochen werden, sie sollten sich doch im Unterricht mal etwas mehr anstrengen und gleich mal ein Referat schreiben zu dem und dem Thema. Ja, sowas gibts!
Glauben Sie mir, es kommt nicht von ungefähr, dass viele Eltern nicht mal mehr zu den Pflegschaftsabenden gehen. Im ersten Jahr nach der Einschulung kommen noch viele und dann kann man zuschauen, wie es immer weniger werden. Dass man so nichts erreichen kann, leuchtet wohl jedem ein. Aber wer will schon der erste sein, der sich zu Wort meldet und kritisiert? Die Angst, den eigenen Kindern zu schaden oder es ihnen zumindest unnötig schwer zu machen, ist einfach zu groß. Und obwohl ich lange dafür gebraucht habe, muss ich anerkennen, dass diese Leute generell Recht haben. Obwohl jede meiner Grundeinstellungen sich vehement dagegen wehrt. Aber man macht irgendwann nur noch eine Faust in der Tasche und denkt sich "Es sind nur noch 1 oder 2 Jahre an dieser Schule".
Und da finde ich es doch gut, dass man wenigstens durch die faire Bewertung der entsprechenden Schule etwaige Neuanmelder warnen kann. Vielleicht merken es die Schulen dann ein wenig an den Anmeldezahlen. Gerade die Grundschulen, wo ja die Zuständigkeitsbereiche aufgehoben wurden. Konkurrenz belebt auch das Schulgeschäft!
@ gruene
von anker (Eltern), 10. Apr 08:25
Schön, dass sie in der Klasse Ihres Kindes einen Ausnahmefall von Lehrer gefunden haben. Ich gehöre zu den jenigen Eltern, die auch vor Lehrer und Schulleitung offen ihre Meinung äußern. Für die Lehrer ist das oft nicht angenehm (denn leider sind die positiven Ausnahmen wirklich ein extrem seltenes Phänomen). Aber dennoch bin ich der Meinung, dass die Eltern kein Mitspracherecht haben (oder wie würden Sie es sehen, wenn eine geschlossene Elternschaft einer gesamten [!] Klasse ERFOLGLOS versucht sich gegen entprechende Missstände zu wehren -- Wir bekommen dann nur erzählt, dass die KLASSE daran Schuld sei...).
Einheitliche Lehrpläne und unangekündigte, unregelmäßige (nicht angemeldete!) Kontrollen wären wirklich sehr hilfreich für unsere Kinder.
So ein Quatsch!
von gruene (Eltern), 10. Apr 07:59
> Kritik an Schule und Lehrern innerhalb des Elternabends etwa stellt sich i. a. R. als eher gefährlich für die Kids heraus.

Tolle Einstellung - dann reden Sie sich also im Internet und außerhalb der Schule den Frust von der Seele, und gegenüber der Schule wird eine heile Welt vorgespielt. Das ist Ihr Vorstellung von "Mitwirkung"? Derlei feige und unfaire Eltern sind wirklich nicht hilfreich.

Kritik in der Schule ist in erster Linie nicht für die Kids gefährlich, sondern vor allem für die Eltern: Man muss dann ja zu seiner Meinung stehen und kann nicht anonym über die Lehrer herziehen.

Ich bin froh, dass in der Klasse meines Sohnes eine andere Grundhaltung herrscht. Natürlich gibt's auch da Eltern, die nicht begreifen, dass nicht immer die Lehrer das Problem sind, sondern vielleicht tatsächlich das Kind Probleme hat (bei solchen Eltern vielleicht auch kein Wunder) - aber eine offen Aussprache und die Suche nach vernünftigen ösungen verlangt zwar deutlich mehr Mut als in spickmich oder schulradar mal eben ein paar 6en zu verteilen, ist aber in den allermeisten Fällen weitaus hilfreicher.
dringend notwendig
von anker (Eltern), 09. Apr 16:01
Die Bewertung der Schulen finde ich dringend notwendig.
Am besten können die Schulen natürlich durch die Schüler selbst bewertet werden (die sitzen schließlich tagein tagaus in den Gebäuden, und sehen am ehesten welche Vor- und Nachteile die jeweilige Schule zu bieten hat).
Das Beamtentum für Lehrer würde ich, wie hier bereits schonmal angesprochen wurde, ebenfalls gern abgeschafft wissen. Mit etwas Leistungsdruck wäre da sicher schon viel geholfen. Regelmäßige Kontrollen (auch der Lehrer) wären sicher für viele Schüler (vielleicht auch für manche Lehrer und Schulen?) von großem Vorteil.
Was die Teilnahme der Eltern am Schulleben der Kinder angeht, bin ich der Meinung, dass wir als Eltern kaum mehr ein Mitspracherecht haben. Äußern wir unsere offene Meinung, dann leiden generell (Ausnahmen bestätigen die Regel) unsere Kinder. Und wenn die Elternschaft einer ganzen Klasse versucht etwas zu unternehmen -auch dies habe ich schon erlebt- so ändert sich dennoch nichts, denn Lehrpersonal und Schulleitung sitzen zu deutlich am längeren Hebel.
Schlussendlich würden hier nur mehr Mitspracherecht, Kontrolle und offenere Gesetze (im Hinblick auf die Beteiligung seitens der Eltern und Schüler an den Vorgängen in den Schulen) eine große Hilfe darstellen.
Bin gespannt auf die Reaktion seitens der Schulen!
von Trullala (Eltern), 09. Apr 15:46
Natürlich ist meine Meinung subjektiv, allerdings habe ich bislang auch noch keine weitere Möglichkeit zur Auseinandersetzung bekommen und freue mich daher, mal ein wenig "Dampf" ablassen zu können. eMails an die Schule werden nicht beantwortet, angekündigte Telefonate werden einfach nicht getätigt - so sehe ich die Bewertung der Schule wenigstens ein bisschen zur Bereinigung meiner persönlichen Aufgewühltheit. Um Sachlichkeit habe ich mich dennoch bemüht.
Schulbewertung und Aussagekraft
Habe heute über Schulradar gelesen und meiner Neugierde freien Lauf gelassen. Ich denke Schulradar kann uns als Eltern keine Entscheidung abnehmen. Jedoch ist Schulradar ein weiterer Baustein, der uns die Entscheidungsfindung erleichtern kann.
Ich freue mich auf den Tag, an dem auch die letzte Schule von Hochbegabten- bis Sonderschule erfasst ist.
Schulbewertung - ja bitte!
von schwarzgranat (Eltern), 09. Apr 13:23
Endlich eine Möglichkeit des zwar subjektiven, jedoch für die Öffentlichkeit und damit auch jede einzelne Schule sichtbaren Feedbacks. Vielleicht gibt Schulradar zumindest klitzekleine Impulse für eine klitzekleine konstruktive Veränderung verkrusteter schulischer Strukturen. Welche Schule will schon schlecht positioniert dastehen? Selbst wenn nur in den Lehrerzimmern über diese Seite geredet wird, ist schon viel erreicht...
Schulbewertung - Je mehr desto besser
von Muddi (Eltern), 09. Apr 12:00
Ich kann als Elternteil natürlich nur von Erfahrungen aus den eigenen Reihen berichten. Die Schulqualität hängt von vielen Faktoren ab. Je mehr Informationen wir Eltern hier zusammentragen, desto wertvoller sind sie.
Aussagekraft oder Sinn von SchulRadar
von bleiblocker (Eltern), 09. Apr 11:42
Ich fand die Info über Schulradar , heute in den Nachrichten ,ganz witzig.
Eines hat sie jedenfalls gebracht.
So wie ich, beschäftigen sich wieder viele die es von der Zeit her können, mit dem so wichtigen Thema Schule.
Ich kann in diesem Forum, mit Eltern, Schülern und Lehrern, Bundesweit meine Erfahrungen austauschen .
Die Bewertungen die hier abgegeben werden, sehe ich schon als subjektive Einzelmeinungen und sollten bei der Schulauswahl für die Kinder nicht unbedingt die Rolle spielen.
Da geht es doch insbesondere um die Nähe zur schulischen Einrichtung und den guten Kontakt zum verantwortlichen Lehrerpersonal, für den jeder in Eigenregie verantwortlich ist.
Den Sinn von Schulradar sehe ich persönlich viel mehr darin, die Hemmschwelle bei offener Kritik zu senken, und dadurch Veränderungen, die vermutlich ohne diese Anonymität nicht diskutiert würden, zu beginnen.
Letztendlich kann ich mir für meine Elternarbeit vor Ort, nie genug Anregung und Bestätigung holen.
Ich hoffe also auf eine rege Beteiligung und werde die Seite regelmäßig besuchen.
Vielleicht höre ich ja auch mal was von den Initiatoren von SchulRadar.
Keine andere Möglichkeit der Mitteilung
von Nie-Auslernerin (Eltern), 09. Apr 11:17
...hat man oft als Elternteil, wenn man über gewisse Missstände an einer Schule sprechen will. Wie schon angedeutet ist es ein Tanz auf sehr dünnem Eis, wenn man offen Kritik übt an einer Schule oder einer Lehrerin. Auch, wenn es von allen Pädagogen immer vehement bestritten wird: die Kinder müssen es ausbaden!
Natürlich gibt es auch eine ordentliche Anzahl Lehrer/innen, die es schaffen, dem Kind gegenüber objektiv zu bleiben. Aber leider weiß man das als Elter nicht vorher. Daher ist es ein regelrechter Eiertanz, wenn Missstände auftreten, ob man darauf ansprechen soll oder nicht. Der Vorwurf wurde auch hier laut, dass sich Eltern meist viel zu wenig um die Schulzeit ihrer Kinder kümmern. Das trifft sicher auf eine Großzahl Eltern zu. Fakt ist aber auch, dass Eltern eine fruchtbringende Zusammenarbeit oft nahezu unmöglich gemacht wird. Und damit wir uns richtig verstehen: unter Zusammenarbeit verstehe ich hier nicht nur die Erledigung von nützlichen Arbeiten, die der Schule Vorteile bringt oder die regelmäßig Abgabe von Spenden. Ein wenig Kritikfähigkeit auch der Schulleitung und vor allem der Lehrkräfte ist hier nötig. Schließlich müssen sich Eltern auch an allen Ecken Vorwürfe und auch Vorurteile seitens der Lehrer (s.o.) gefallen lassen - und sie bekommen nicht mal Geld dafür ;-)
Die Bereitschaft, Eltern mit in die schul. Prozesse einzubinden, wäre wünschenswert. Statt dessen wurde ihr Mitspracherecht in den Entscheidungsgremien auch noch deutlich beschnitten bzw. unmöglich gemacht, nämlich die Mitbestimmung in der Schulkonferenz. Deutlicher als mit dieser Gesetzesregelung kann man Eltern nicht zu verstehen geben, dass sie in der Schule nichts verloren und erst recht nichts mit zu reden haben. Genau genommen sitzen Eltern und Schüler nur noch in dieser Konferenz, um den Anschein von Mitbestimmung zu wahren.
Wenn es diese Seite früher gegeben hätte, hätte ich sie sicherlich zur Entscheidung für die Wahl der weiterführenden Schule heran gezogen. Die Infoabende aller Schulen haben in etwa die Qualität einer Bin-Doch-Blöd-Werbesendung. Es wird das erzählt, was alle hören wollen und obendrein noch so getan, als ob alles rosarot wäre in dieser Schule. Nach dem ersten halben Jahr holt einen dann meist die Realität ein: Unterrichtsausfall wegen dauerkranker Lehrer, nicht unterrichtete naturwissenschaftliche Fächer mangels Lehrpersonal, ständig irgendwelche Kräfte im Sabbatjahr... Man könnte diese Liste noch jederzeit verlängern. Wer es offen in Konferenzen ausspricht, macht sich Feinde beim Personal. Dies wohl wissend, sagen 95 % der Eltern nichts - und kriegen den Vorwurf gemacht, sie kümmerten sich nicht um die schul. Angelegenheiten ihrer Kinder. Den meisten der mir bekannten Eltern sind schon Leserbriefe in der örtlichen Zeitung zu riskant. So was nannte man mal Meinungsfreiheit.
Wenn man schon nicht offiziell daran was ändern kann, dann ist es durchaus sinnvoll, an einer Stelle wie dieser die Eltern infrage kommender Neuanmelder über den Umgang in der jeweiligen Schule zu informieren. Vielleicht merkt dann die ein oder andere Schule endlich, dass es an der Zeit ist, etwas zu ändern im zwischenmenschlichen Umgang Lehrer/Schüler/Eltern.
Interessant sind übrigens die Erzählungen von Eltern, die selber Lehrkraft an anderen Schulen sind. Plötzlich haben sie die gleichen Probleme mit den Lehrern, wie wahrscheinlich die Eltern ihrer Schüler mit ihnen haben. Aber: das ist natürlich dann ganz etwas anderes...
Grüße

Nie-Auslernerin
absolut notwendig
von freundlHi (Eltern), 09. Apr 10:40
Eine Site wie diese halte ich für absolut notwendig. Kritik an Schule und Lehrern innerhalb des Elternabends etwa stellt sich i. a. R. als eher gefährlich für die Kids heraus. Die Politik kümmert sich aus mehr oder weinger offensichtlichen Gründen mehr um Nebenschauplätze. Der Unterricht steht und fällt nun mal mit dem "eingesetzten Personal", da gibt es, bis auf rühmliche Ausnahmen, seit ich zurückdenken kann, so gut wie keine positive Entwicklung.
Hilflos
von Jolante (Eltern), 09. Apr 10:12
Wenn ich mir vorstelle, welche Informationen wir als Eltern durch so eine Seite erfahren, dann habe ich echt ein Problem mit dem Wissen, wo die angeblich besten Schulen sind.
Was machen wir denn, wenn die für uns beste Einrichtung mindestens 100 Kilometer entfernt liegt? Umziehen etwa?

Ich glaube das Kernproblem liegt doch eigentlich ganz woanders. Viele Eltern nehmen fast gar keinen Anteil am Schulleben ihrer Kinder. Allenfalls lassen sie sich 2mal im Jahr beim Elternsprechtag blicken. Ansonsten, treu dem Motto, da mußt du durch.
Würden sich aber viel mehr Mütter und Väter engagieren, gäbe es eine rechtzeitige Rückkopplung zum Lehrpersonal,(für Kritik sind doch manche offen) und man könnte viel mehr erreichen. Es müßte mehr Mitbestimmung geben seitens der Elternschaft und auch seitens der Schüler, die schließlich die meiste Zeit in der Schule sitzen.
Außerdem würde ich das Beamtentum an den Schulen abschaffen und eine reine Leistungsbewertung der Lehrer, die regelmäßig überprüft wird.Die Ausbildung der Lehrer müßte verbssert werden und die daraus resultierenden Prüfungen bevor jemand auf eine Klasse losgelassen wird. Dann wären wir schon eine Ecke weiter.
Eine Seite wie Schulradar zeigt mir persönlich wie dringend Handlungsbedarf besteht am jetztigen Schulsystem etwas zu ändern, damit unsere Kinder wieder gerne dahin gehen, wo sie sowieso hin müssen.
Statistik
von Anonym, 09. Apr 08:16
Ganz so einfach, wie in einigen Beiträgen angeklungen, ist es mit der Repräsentativität nicht: Nicht die Anzahl der abgegebenen Stimmen ist entscheidend, sondern die repräsentative Auswahl der befragten Personen. Deshalb können die Stimmen von 2000 Personen sehr genau das Ergebnis einer Wahl wiedergeben. Dabei findet jedoch statistische Vorarbeit statt! Die Ergebnisse auf Seiten wie Schulradar oder SpickMich können nie den Anspruch einer objektiven Untersuchung erheben, müssen sie auch nicht. Jedoch sollte allen Nutzern und Besuchern dieser Seite das auch klar sein und gemacht werden !!!
Bleibt chillig
von besserwisser (Eltern), 09. Apr 05:13
Ob die Bewertungen nun statistisch relevanz sind (na, es dürfen ja auch 2000 Wahlberechtigte den Trend für die ganze Republik bestimmen) oder wie objektiv die Bewertungen sind,da kann man auf gute deutsche Art sich zu Tode debattieren. Natürlich sind es meistens die, die mit einer Situation unzufrieden sind bzw.die sich über irgendetwas ärgern. Die Zufriedenen sind meistens still. Aber das kann doch nur gut sein, wenn die Schulen über die Missstimmungen etwas wissen. Und zur öffentlichen Kritikfähigkeit leider noch zu vieler Lehrer/innen bleibt nur festzuhalten: Bleibt ganz ruhig und lasst die Sorgen und Nöte vieler Eltern und Schüler nicht unbeachtet. Im Grunde wollen wir doch alle Stolz sein auf die Schule auf die wir als Schüler gehen bzw. auf die wir als Eltern unsere Kinder schicken.
Kinderkrankheiten
von ekki77 (Eltern), 08. Apr 23:22
Na klar: Die Rangliste kann noch gar nicht aussagekräftig sein. "Schulradar" ist ja auch ein neues Angebot. In einem Monat oder so sind hoffentlich die meisten Kinderkrankheiten geheilt. Die Bewertungen von Schülern (auf spickmich.de) und Eltern (hier) sollten in zwei unterschiedliche "Noten" einfließen, die auch in der Rangliste nebeneinander stehen können.

Dass die Bewertungen auf spickmich.de anonym abgegeben werden, kann ich gut verstehen. Schließlich sind Schüler/innen immer in der schwächeren Position. Mal ehrlich: Welcher Lehrer kann unbeeinflusst weiter unterrichten und benoten, wenn er sich von einzelnen Schülern ungerecht bewertet fühlt? Nicht alle Pädagogen können so souverän mit Kritik umgehen.

Natürlich können anonyme Bewertungen weder objektiv noch repräsentativ sein - weder auf spickmich.de noch auf schulradar.de. Sie weisen bestenfalls in eine Richtung. Die Gefahr von Mobbing oder Rufschädigung lässt sich nur vermeiden, indem möglichst viele Menschen ihre Bewertungen abgeben.
Bewertungsmaßstab
von Murky (Eltern), 08. Apr 22:39
Die Bewertungen erfolgen zurzeit teilweise auf der Grundlage von einem geringen Bruchteil der Schülerschaft. Das Urteil von 59 aus 900 Schülern (oder 69 aus 1400 Schülern) hat nicht die solide Aussagekraft, die das Erscheinen in einem landesweiten Vergleich rechtfertigen könnte. Ganz klar: Schulen sollten einem Vergleich ausgesetzt und Beurteilungen möglich gemacht werden - aber bitte fair und valide!
Woher die Bewertungen stammen !
von habakuktib (Eltern), 08. Apr 21:58
Die Bewertungen kommen von der Internetseite spickmich.de! Nur haben die Macher dieser Seite uns so "interessante" Bewertungsmaßstäbe wie: Flirt-Faktor , Party-Faktor, Faust-Faktor, Alk-Faktor verheimlicht.(War Ihnen wahrscheinlich selber zu peinlich, wie ihre "Schulnoten" zustande kommen.)
Der Alk-Faktor einer Schule kann z.B. in den Stufen Komasaufen oder Alkopop angegeben werden !!!!
Wer es nicht glaubt kann sich ja bei spickmich.de anmelden und die Noten mit Schulradar vergleichen. Außerdem kann man/frau gleich den Lehrkörper des Kindes fürs letzte Zeugnis bestrafen und ihm ein lächerliches Zitat anhängen. Nie war Mobbing sooo einfach.
Es wird höchste Zeit, dass der Gesetzgeber die Leute die in unserem Auftrag unsere Kinder erziehen besser schützt und diese Seiten verbietet. Eine Website die Richter, Staatsanwälte, Justizvollzugs- oder Finanzbeamte in diesem Stil an den Pranger stellen würde wär schon längst unter Beifall aller Beteiligten vom Netz genommen.
Doppel-Schule?
von schul-de (Eltern), 08. Apr 21:50
Bitte korrigieren Sie die doppelten Einträge für die Comenius-Realschule in Wertheim, einmal 2,4 und einmal 3,3.
Bin gespannt, wie aussagekräftig die Daten werden!
Rangliste der Schulen auf SchulRadar nach den Beurteilungen auf spickmich.de?!?
von Radarwarner (Eltern), 08. Apr 21:36
Sauber ist das (derzeit wohl mangels Masse) geübte Verfahren nicht. Bitte sortieren Sie die Ranglisten zukünftig nach den Elternbewertungen.
Die Spickmich-Bewertungen sind bestenfalls als zusätzliche Information
sinnvoll.
Bitte sauber arbeiten
von robber (Direktoren), 08. Apr 17:46
Sehr geehrte Damen und Herren
Ich betreue die Volksschule Hirschaid. Leider sind wir keine Privatschule sondern eine vollgegliederte Volksschule mit M-Zug und Ganztagesklasse.
Das Bild stammt wohl von unserer homepage - auch nicht ganz die feine Art!

robber
Bewertung der Schulen im SchulRadar
von Dienstagskind (Eltern), 08. Apr 16:31
Nach welchen Kriterien werden die Schulen bewertet. Wie kann es angehen, daß eine Schule eine 4,4 als Bewertung erhält wenn noch überhaupt keine Bewertungen stattgefunden haben. Wer stellt die Schulen bei SchulRadar ein? Derjenige sollte sich erst einmal über die Schulformen erkundigen und nicht eine Wahlersatzschule zu einer Privatschule erheben. Ein wenig mehr Recherche wäre nicht schlecht. So jedenfalls kann man mit dieser net-Seite nichts anfangen.

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