Manche/r muß sich ein schier unendlich dickes Fell wachsen lassen,wenn er/sie ohne größere Blessuren durch die Schullaufbahn (Arbeitsleben einschl.) kommen will.
Ich denke hierbei an körperlich Behinderte mit entsprechenden Deffiziten gegenüber Ihren Mitschüler/innen (und Arbeitskollegen).
Ja, Mobbing ist subjektiv. Manche haben ein "dickes Fell", andere nicht. Aber irgendwann ist das Mass voll. Wenn Lehrer permanent Schüler (Opfer ist nicht nur einer)verbal attackieren, sich zu lauten Äußerungen hinreißen lassen, die wiederum die Schüler so einschüchtern, dass sie sich gar nicht mehr melden. Wenn sie beschuldigt werden bei dem Tischnachbarn abzuschreiben, dies aber wirklich glaubhaft versichern, dass es nicht der Fall ist. Dann, spätestens dann, fragt man sich als Eltern, was kann man machen? Was können wir machen? Unser Sohn besucht die 12.Jahrgangsstufe, der Stress ist groß, Punkte zählen, bei der Fächerwahl wurde nach Neigung und Interesse gewählt (soweit dies nach den Vorgaben mgl. war) In einem Fach, hier ursprünglich ein guter Schüler, immer begeistert mitgemacht, die Facharbeit soll ebenfalls in diesem Fach geschrieben werden und ist als 4. Abiturfach vorgesehen, herrscht nun völlige Rat- und Hilflosigkeit bei ihm. Und nicht nur bei ihm! Bei dem letzten Elternsprechtag haben wir bereits das Gespräch mit dem Lehrer gesucht. Der vorsichtige Hinweis "könnte es sein, dass die Schüler sich nicht trauen etwas zu sagen, da sie Angst haben?", wurde mit einer Handbewegung hinweggefegt. Als Schüler und auch als Eltern sehen wir uns hilflos. Wir sollen und wollen nicht zuviel sagen, da, so der Wunsch unseres Sohnes, er die Schullaufbahn (hoffentlich) nächstes Jahr abschließt und nicht den Unmut der Schule und der Lehrkräfte auf sich ziehen möchte. Einen Schulwechsel möchte er ebenfalls jetzt nicht mehr vornehmen, er hat die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, aber sie schwindet. Was können wir machen?
wenn Deine Tochter wirklich erst seit der 6. Klasse"keine Lust mehr hat", wird die Pubertät wohl eine Rolle spielen. Hat sie denn Hobbies, liest sie, macht Musik, irgendwas anderes? Versuche, ihr da Angebote zu machen, so dass sie über einen Umweg vllt noch mal Neugier entwickeln kann.. auch wenn sie schon in der Achten ist. Zu spät muss es nicht zwangsläufig sein.
Hast Du sie mal gefragt, weswegen sie nicht mehr lernen will? Vielleicht ist sie ja über-oder unterfordert. Nachhilfe ist da auch nicht die schlechteste Idee. Vllt geht das ja auch im Klassenverband untereinander.. zumindestens kann es ja mal angeregt werden in einer Elternversammlung.
Und eben immer wieder gebetmühlenartig betonen, wie wichtig das Lernen für die Berufswahl und Ausbildung ist. Auch wenn es ermüdend ist, patzige Antworten kommen, oder sie dann die Türen hinter sich zuknallt.. nicht locker lassen. Ist eben unser Part als Eltern (bzw Mutter oder Vater, wenn allein erziehend), dieses Verhalten geduldig auszuhalten und trotzdem immer mit Nachdruck aufs Lernen (bzw auch das Einhalten der sonstigen Normen) zu bestehen.
Hab ähnliches grad selber mit meinem Sohn (auch Achte Klasse), der ohne Probleme Klassenbester sein koennte, aber eben einfach zu faul ist. Da sinds (seiner Meinung nach) die Lehrer, die am Abrutschen in sonst guten Fächern schuld sind.. aber auch bei Lehrern die er nicht mag hat er zu lernen. Letzten Endes muss er ja auch lernen, mit Frust umzugehen, ohne deswegen gleich alles hinzuwerfen.
Wichtig ist jedenfalls, im Gespräch zu bleiben, nicht aufzugeben und geduldig dran zu bleiben. Vielleicht reicht ja schon Nachhilfe.
Meine Maja geht in die 8. Klasse. Ich kann mein Mädchen einfach nicht zum Lernen motivieren. Seit der 6. Klasse schon habe ich mit ihr Probleme. Ich versuche sie immer wieder mit der Methode „gute Noten= Geschenke“ zu motivieren, aber das klappt nicht mehr. Vielleicht liegt es an der Pubertät? Das kann aber nicht so weiter gehen. Ihre Noten sind schon jetzt sehr schlecht, ich will gar nicht daran denken, was später kommt. Ich brauche Hilfe!
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Ich denke hierbei an körperlich Behinderte mit entsprechenden Deffiziten gegenüber Ihren Mitschüler/innen (und Arbeitskollegen).