Ich habe vor 2 Jahren einen Schüleraustausch nach Frankreich gemacht und eigentlich nur, weil meine ganzen Freunde auch mitgefahren sind. Damals hat mich Französisch überhaupt nicht interessiert, ich fand die Sprache einfach schrecklich und dementsprechend waren auch meine Noten. Aber die Zeit dort war wunderbar. Ich habe heute noch Kontakt zu meiner Austauschschülerin und wir schreiben uns regelmäßig. Es war total interessant zu sehen, wie das Schulsystem in Frankreich funktioniert. Mir hat der Austausch gut getan. Jetzt schreibe ich nur noch zweien in Französisch und werde das Fach wohl nächstes Jahr als LK wählen. Alles nur, weil ich für 10 Tage in Frankreich war :)
Deshalb würde ich sagen, dass es absolut interessant und lehrreich ist, eine Zeit lang im Ausland zur Schule zu gehen und wenn auch nur für wenige Tage, so wie ich es gemacht habe.
Ja, ich denke schon, dass ein Schüleraustausch etwas bringt. Wenn man denn überhaupt mitmachen darf. Leider ist es an unserem Gymnasium so, dass die französischen Austauschschülerinnen unter den deutschen Bewerberinnen ausgewürfelt wurden. So dürfen nun Schülerinnen am Austauschprogramm teilnehmen, die 4-er und 5-er haben, aber unsere Tochter,die in Französisch auf 2 steht (seit 2 Jahren), darf nicht daran teilnehmen! Ja, mit solchen "Niederlagen" müssen die Schüler lernen, fertig zu werden, so die Aussage des Direktors. Dabei interessiert es keinen, ob sich die Schüler sehr für Sprachen interessieren, nebenbei in ihrer Freizeit Sprachkurse für andere Sprachen an der VHS besuchen, schon seit der Grundschule später mal "etwas mit Sprachen" machen wollen...
Die Schule verlangt unseren Kids so viel ab, wäre da eine Honorierung guter Leistungen nicht auch mal angebracht? Aber was kann man tun? Nicht viel, wenn man nicht unbedingt die Schule wechseln möchte! (Ja, wir hätten "vielleicht die falsche Schule ausgesucht", hat uns der Direktor mitgeteilt, nachdem wir ihn auf die Fehler bei der Auswahl angesprochen haben!) Lehrer sind Pädagogen? Na bravo! Also, ich kann nur sagen, dass unsere Tochter diese "Fehlentscheidung" ganz schön getroffen hat! Als einzige(!!!) ihrer Freundinnen keine Austauschpartnerin zu bekommen und daheim bleiben zu müssen, wenn alle nach Frankreich fahren! Und eine(!)weitere französische Austauschschülerin ist, laut organisierendem Lehrer, nicht aufzutreiben! Das motiviert eine 13-jährige ungemein! Na ja, nun wissen wir wenigstens woran wir an unserer Schule sind!
Also liebe Eltern: Aufgabe der Schule ist es anscheinend nicht, die Kinder zu unterstützen und zu fördern, sondern sie rechtzeitig auf´s wirkliche Leben vorzubereiten! Und das ist leider nicht immer gerecht!
Ich kann nur positives über einen Schüleraustausch bzw. Auslandsaufenthalt sagen. Ich bin selbst im Februar aus Frankreich zurückgekommen (ich war 6 Monate in Lyon (Voltaire-Programm)) und ich muss echt sagen, dass ich deutlich erwachsener und offener geworden bin, Außerdem bin ich weniger zurückhaltend als früher. Um nicht die ganzen neuen Freunde zu vergessen!! Dasselbe habe ich auch bei meinem Bruder bemerkt, der vor zwei Jahren in Neuseeland war (ebenfalls für 6 Monate).
Dort werde ich auch nächstes Jahr hingehen, leider nur für 6 Monate, denn ich habe in Frankreich gelernt, dass sechs Monate letztendlich doch sehr wenig sind. Auch wenn es für die Eltern manchmal sehr schwierig ist: man muss auch mal loslassen können und gerade durch Internet und Telefon ist man ja imer noch sehr gut miteinander verbunden.
Der einzige negative Aspekt sind wirklich die Kosten. Man sollte sich als erstes nach Stipendien umsehen (auch bei nicht ganz so guten Schülern!), wie z.B. das Voltaire-Programm für Frankreich, das ich wirklich sehr empfehlen kann. Oder - wenn man es sich zutraut - direkt die Schule im Ausland anschreiben und nicht über eine Organisation Kontakt aufnehmen, da kann man auch nochmal ein paar Tausender sparen.
Naklar ist die trennung vor allem in den ersten 1-2 Monaten besonders schwer, aber am Ende ist es meistens noch mal genauso - das ist ja eigentlich ein gutes Zeichen, aber trotzdem nicht so schön für den Schüler =(. Außerdem kann es ein bisschen schwierig mit den alten Freunden werden, da man sich doch stark entwickelt und verändert und die Freunde, die in Deutschland geblieben sind, meistens noch wie vorher sind. Das ist sehr merkwürdig und selten gehen Freundschaften daran kaputt.
Trotz alledem kann ich einen Auslandsaufenthalt nur in den höchsten Tönen empfehlen!! (Man sollte sich aber sicher sein, dass das Kind reif genug ist und auch Deutschland gut repräsentieren kann - das klingt aber wilder, als es eigentlich ist).
Grüße, MilaNaomi
Ich kann zwar selbst keine Erfahrungen mitbringen, die Mitschüler von mir, die an einem Austausch teilgenommen haben wurden aber wesentlich erwachsener und vorallem selbstständiger, oftmals auch offener gegenüber anderen Kulturen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass - wie ich finde - die beste Prävention gegen Rassismus und Ausländerhass der Kontakt mit ausländischen Jugendlichen ist.
ich bin grade auf einem auslandsjahr...und ich muss sagen es ist super und ich bin mir SICHER, dass es mir was für meine weitere Schullaufbahn bringt. Z.B. werde ich den Englisch LK hoffentlich ohne größere Probleme bewältigen können.
Generell denke ich dass ein Auslandsaufenthalt, egal welcher Länge, jeden Schüler in seiner Persönlichkeit positiv weiterentwickelt und einen erwachsener werden lässt ;)
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Deshalb würde ich sagen, dass es absolut interessant und lehrreich ist, eine Zeit lang im Ausland zur Schule zu gehen und wenn auch nur für wenige Tage, so wie ich es gemacht habe.