Nur die Guten haben eine Lobby

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Rechtschreibfehler
von Michelin (Eltern), 30. Jun 20:43
sorry, natürlich heißt es

Gräuel

in diesem Forum achtet ja jemand genau auf die Schreibweise....deshalb verbesser ich mich da gleich selbst...

lol
Epo
von Michelin (Eltern), 30. Jun 20:40
Hallo Lieschen,

ich habe meinem Sohn geraten, sich sein weiteres Vorgehen genau zu überlegen und abzuwägen.

1. Er spricht die Lehrkraft an und riskiert genau die Situation, die sie beschreiben ("unbequem" zu sein).

Er könnte höflich nachfragen, was er hätte besser machen können, und dass er sich ungerecht behandelt fühlt. Auch wenn es nichts mehr an der Note ändert, er hätte es wenigstens versucht.

2. Er schweigt und steckt es weg ohne einen ständigen Gäuel zu hegen.

Ich bin sehr gespannt, für was er sich entscheidet.
Rat
von Lieschen (Eltern), 30. Jun 10:52
@Michelin@

""Sollte man den/die Lehrer/in ansprechen oder hat man dann genau das, was sie so gut beschrieben haben?""

Die Probleme kenne ich nur zu gut, weil meine Tochter in ähnlicher Situation war. Nach meiner "Einmischung" bekam meine Tochter das Unverständnis, das Nicht-Wollen und auch die Hilflosigkeit mancher Lehrer zu spüren. Hierbei ging es nicht mehr um Zukunftschancen, sondern um persönliche Überzeugungen und die Unfähigkeit, einen "schüchternen" Schüler so anzunehmen wie er ist: gute schriftliche Leistungen, aber er redet eben nicht viel. Genau damit haben viele Lehrer Probleme, weil Psychologie nicht auf ihrem eigenen Stundenplan in der Ausbildung stand. Und die Konsequenzen finden sich nicht in einer Nachschulung für Lehrer, sondern darin, dass Schüler schließlich völlig demotiviert sind und das Handtuch werfen, weil alles keinen Sinn mehr macht oder sie in extremen Fällen sogar zum Psychologen geschickt werden, weil Lehrer aus ihrem eigenen Unverständnis heraus diesen Schüler als verhaltensgestört be(ver)urteilen.

""Ich habe meinem Sohn geraten, in Zukunft den Mund aufzumachen, wenn ihm was nicht passt, das muss er für sein Leben lernen, doch er ist dazu NOCH zu schüchtern.""

Das habe ich meiner Tochter auch geraten und als sie sich dann überwunden hat, wurde sie als 'unbequem' empfunden. Sie hat lange Diskussionen geführt und hat ihren eigenen Standpunkt vertreten mit dem Ergebnis, dass Lehrer ihr zu verstehen gaben: Tu doch einfach, was ich von dir verlange!


@Nie-Auslernerin@

Danke für Ihren excellenten Beitrag, er spricht mir aus der Seele!
Zusatz EPO-Note
von Michelin (Eltern), 30. Jun 09:23
Ob ne 1 oder 2 .....ist vielleicht ein Luxus-Problem, jedoch nicht, wenn man die 2 bräuchte zum Ausgleich eines anderen Faches.

Ich finde, diese Note solle nicht so viel negatives Gewicht für ein Zeugnis haben. ODER?
EPO-Note
von Michelin (Eltern), 30. Jun 09:08
Liebe Nie-Auslernerin,

danke für Ihre interessante Ausführung, bei der sie meine Zustimmung finden. Vielleicht können sie auch meinen Beitrag hilfreich kommentieren, dafür schon im Voraus besten Dank.

Meine beiden Söhne (15 J.,gleiche Klasse)beschwerten sich (zu Hause) über ihre EPO-Noten.
Einer meiner Söhne tut sich leichter in der Schule schrieb im Fach Physik durchweg die 1, der andere stünde auf 2 (was ich auch prima finde).

Jetzt schreibe ich, was mich richtig auf die Palme bringt.

Beide bekamen als Epo-Note eine 4 mit der Begründung - sie seien im Unterricht zu ruhig.

Ich muss anmerken, dass meine Söhne zu Hause sehr lebhaft und auch sehr sportlich sind. Also keine Musterschüler, die nur hinter ihren Büchern sitzen.
Wir haben lediglich versucht ihnen beizubringen, dass man sich in der Schule zu benehmen hat, wenn möglich nicht viel schwätzt, die Lehrer und Mitschüler respektiert.

Mir wurde bei Elternabenden immer mitgeteilt, dass beide beliebt und hilfsbereit seien und sehr sozial eingestellt wären. Man merke, sie folgen dem Unterricht, aber in manchen Fächern seien sie etwas zurückhaltend.

Aber wer ist schon vollkommen? Eigentlich kann ich doch richtig stolz auf meine Kinder sein, oder wie sehen sie das? Bin ich auch.

Nur, mich nervt es, dass mein Sohn jetzt schon zum 2. Mal keine 1 ins Zeugnis bekommt (nur wegen EPO), nicht weil ICH das gerne so hätte.....sondern..... die Lehrerin hat damit erreicht, ihn total zu demotivieren.
Zum Halbjahr sehe ich das noch ein, zum Ansporn für das Ganzjahreszeugnis, doch jetzt?

Ich finde das nicht so clever von der Lehrerin. Die Kids sind gerade in der Pubertät, was uns als Eltern sowieso schon fordert, damit sie in der Schule am Ball zu bleiben.

Er sieht nun keinen Sinn mehr darin noch großartig zu lernen. Er nimmt sich vor, im nächsten Jahr etwas lauter im Unterricht zu sein, da er sieht wie einige Mitschüler, die seiner Meinung nach den Unterricht mehr stören als hilfreich nach vorne zu bringen, eine 3 bekommen.
Er würde jedoch nie zum Ausdruck bringen, dass der oder die Schüler/in diese Note nicht verdient, man ist ja schließlich loyal. Aber er ist unzufrieden.

Mein anderer Sohn bekommt nun eine 3 statt eine 2 in Zeugnis. Er nimmt es lockerer und sagt den entscheidenden Satz: "die kann mich halt nicht leiden."
Er könnte eine 2 im Zeugnis gut gebrauchen, sie müsste ihn noch nicht mal bevorzugen, könnte doch einfach die Epo außer Acht lassen.

Wenn ich mal meine Meinung dazu schreiben dürfte:

EPO-Noten sollten dazu da sein, um Schüler, die z. B. Prüfungsängste etc. haben, die Möglichkeit zu geben ihre Note mündlich zu verbessern. EPO könnte eine Chance sein.

Nur in den Fällen, in denen Schüler den Unterricht stören bzw. mehrfach negativ auffallen, sollte die EPO-Note greifen.

Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, ich fordere keine EPO-1 für meinen Sohn, aber ne 4??? Gerade so, dass er keine 1 ins Zeugnis mehr bekommt.

EPO ist in meinen Augen schon immer so ne Sympathie-Note gewesen auch zu meiner Zeit. Die Lehrer haben es sicher auch nicht leicht diese gerecht zu vergeben. Aber lt. der Klassenleiterin stünde es ihnen frei, sie zu geben oder nicht.

Sollte man den/die Lehrer/in ansprechen oder hat man dann genau das, was sie so gut beschrieben haben?

Ich habe meinem Sohn geraten, in Zukunft den Mund aufzumachen, wenn ihm was nicht passt, das muss er für sein Leben lernen, doch er ist dazu NOCH zu schüchtern.
Vielleicht werden sich irgendwann Lehrer beschweren über sein vorlautes Mundwerk, dann werde ich wohl auf diese nette, von mir eine 5 in EPO bekommende Lehrerin verweisen :o)

mfg
eine etwas "angefressene" Mutter

Wessen Kriegsbeil???
von Nie-Auslernerin (Eltern), 25. Jun 16:43
Mir kommt es eher momentan so vor, als grübe hier ein ehemaliger Schüler und jetziger Lehrer sein ganz privates Kriegsbeil aus. Interessant wäre noch, ob es sich ebenfalls um einen (ehemaligen) Elter handelt?

Ich bin sicher der Handvoll Eltern zugehörig, die auf jedem Elternabend zu finden ist. Ich bin und war immer der Meinung, dass auch unsere Kinder sicherlich alle ihre Schwachpunkte haben und auch wie alle anderen Kinder ab und an gegen gewisse Regeln verstoßen. Wer hat schon Engel zum Kind? Wir haben mehr als einmal mit dem jeweiligen Pädagogen an einem Strang gezogen und durchgehalten, auch wenn es alles andere als einfach und angenehm war.
Auch wir verdrehen die Augen und stöhnen über manche Eltern, die immer nur ihre Kinder durch eine rosa Brille betrachten und deren Kinder niemals etwas verschuldet haben. Aber so einfach wie Sie kann man es sich gewiss nicht machen!

Für Sie sind Lehrkräfte studierte Alleskönner und Niemalsirrer, denen man blind vertrauen muss, wenn man die Ausbildung seines Kindes nicht total versauen möchte. Was studiert man denn, wenn man Lehramt studiert? Das wissen Sie doch sicherlich gut zu berichten ;-)
Ich kenne zumindest einige Pädagogen persönlich und gerade die Bereiche, auf die es im Umgang mit Kindern ankommt, die lernt man im Studium eben viel zu wenig - oft erst, wenn man zum ersten Mal als Referendar vor einer Klasse steht und es eigentlich schon zu spät ist.
Wie viele Semester Psychologie stehen denn so auf dem Programm während der Ausbildung zur Lehrkraft? Wie viele Kinder hat man denn im Durchschnitt während der Studienzeit schon großgezogen, dass man wenigstens eigene Erfahrung einbringen könnte? Warum sind ausgerechnet Pädagogenkinder in Schulklassen oft so fürchterlich "beliebt" - und das nicht nur bei Schülern und Eltern, sondern auch bei den unterrichtenden Lehrkräften?
Interessant auch Ihr Ansatz, dass Selbstkritik bei uns Eltern anfangen muss - niemals würde jemand auf die weltfremde Idee verfallen, dass ein Pädagoge selbstkritisch sein könne! Nein, nein.... sowas lernt man im Lehramtsstudium nicht - da bin ich ganz sicher!
...und hinterher auch nicht mehr, wenn aus Hänschen Hans und ein aufrechter Lehrer geworden ist. Dann weiß er nämlich alles besser als alle Eltern, weil er es nämlich studiert hat und nicht so dumm und unwissend wie alle Eltern ist. Die sollen sich gefälligst nicht einmischen, wenn zumindest ER sich aufopfernd und selbstlos um die Erziehung ihrer Kinder kümmert. Einer muss es ja schließlich tun, wenn die Eltern schon versagen.
Nun drängt sich mir die Frage auf: Übernimmt Hans die Verantwortung für das, was aus den Kindern dann letztendlich wird? Übernimmt er die Verantwortung, wenn die Kinder sitzen bleiben? Oder wenn sie sich auf dem Schulhof prügeln? Oder sonst irgendwie abrutschen ins falsche Milieu??? Oder soll DIE Verantwortung dann doch plötzlich wieder alleine bei den Eltern liegen - die sich ja vorher nicht mal einmischen durften? Übernimmt er nicht nur die Verantwortung dann, wenn der Musterschüler mit einem Notenschnitt von 1,6 seine Abschlussprüfung besteht? Damit prahlt man dann gerne - und vergisst die 15 oder 20 %, die vielleicht keinen Abschluss geschafft haben. Das war dann ja eindeutig die Schuld der Eltern, nicht wahr?
Wie schön, dass Hans so einen Rasterblick beherrscht! Das hat er bestimmt im Studium gelernt. ;-)

Jetzt mal weg von der Satire ins reale Leben: Wollen Sie allen Ernstes behaupten, dass Lehrer nicht kritisierbar sein dürfen? Wie geht nun der Otto-Normal-Pädagoge mit offen geäußerter Kritik um? Es wird doch von sämtlichen Lehrerverbänden immer so vehement im Spick-Mich-Streit gefordert, dass Kritik nicht anonym geäußert werden dürfe, sondern man die Lehrkraft offen ansprechen solle. Und so ähnlich, wie Sie reagiert haben, reagieren die allermeisten Pädagogen: Sie haben kein Recht.... Sie können das nicht beurteilen.... Ich habe die bessere Ausbildung.... Erziehen Sie doch erstmal Ihr Kind vernünftig - bestimmt kommen dessen Schwierigkeiten nicht von ungefähr... Mischen Sie sich nicht in meine Erziehung ein.... (ein Satz, der eigentlich den Eltern wesentlich eher anstehen würde, oder?)
Und wie oft kommt es vor - auch wenn Sie genau das vehement bestreiten werden - dass das Kind dann die Offenheit der Eltern büßen muss? Jedes Elternteil, das jemals mit dem Gedanken gespielt hat, etwas Unbequemes während eines Pflegschaftsabends oder eines Sprechtags anzusprechen, kennt dieses Bauchweh: Gehst du das Risiko ein, deinem Kind alles noch schwerer zu machen? Lohnt es sich für diese oder jene Angelegenheit, den Unmut der Lehrkraft auf dein Kind zu ziehen?

Ich kann mir schon Ihre hämische Antwort vorstellen, dass das alles nur eingebildet und höchstes Zeugnis von Feigheit ist. "Wie soll was aus Ihrem Kind werden, wenn Sie ihm vorleben, dass man sich ducken muss um es einfacher zu haben." Nur... nicht die Eltern haben jeden Tag mit den Lehrern zu tun, sondern die Kinder! Und denen kann man als Eltern während des Schulalltags nicht zur Seite stehen und dem Pädagogen die einzig richtige Entgegnung auf diese oder jene spitze Bemerkung, Verhöhnung oder Ungerechtigkeit sagen. Da steht das Kind alleine da und ist der Macht des Schulalltags ausgeliefert.

Und dann werfen Sie den Eltern vor, sie wollten nur ihre Macht demonstrieren, wenn sie sich gegen Willkür und tlw. unglaubliche Ignoranz bei einzelnen Lehrkräften zur Wehr setzen? Welche Macht um Himmels Willen???
Seit Generationen heißt die Schul-Devise "Alle Macht dem Lehrer!" und die lebt ein gewisser Teil der Pädagogen vollkommen ungeniert nach Herzens Lust aus. Ich will diesen Anteil gar nicht höher ansetzen als vielleicht 10 % der Lehrerschaft. Aber von den restlichen 90 % halten 99 % die Klappe wenn sie es sehen statt einzuschreiten, weil das ja das größte Vergehen unter der Sonne ist, wenn man ein Kollegenschwein ist. Sowas sollte eines studierten Menschen unwürdig sein - aber auch studierte Menschen sind eben leider nur Menschen, die Fehler machen.
Wenn jeder Pädagoge sich nur hin und wieder daran erinnern würde, dass ausgerechnet sie es sind, die eine wahnsinnig große Vorbildfunktion für alle Kinder haben! Eltern sind heute nicht mehr die, die in Augen der Kinder nur als Respektsperson anzusehen sind. Kinder kennen heutzutage ihre Eltern als normale Menschen mit Fehlern, Ecken und Kanten. Lehrkräfte und Schulleiter hingegen sind für sie erstmal der personifizierte Respekt. Und dann sehen sie, wie ungerecht sie sein können, wie sie Fehler machen, wie sie zu spät zum Unterricht (natürlich ungestraft) erscheinen, eine ganze Unterrichtsstunde einfach vergessen, eine ganze Klasse einfach vor der Turnhalle im Nachbarort ohne Geld und Handy stehen lassen, weil sie zum xten Mal den Schlüssel vergessen haben (natürlich auch wieder ungestraft) und einfach alleine nach Hause fahren, wie sie geschlechtsabhängig benoten, sich nicht an getroffene Vereinbarungen halten, etc., etc. - einfach mindestens so menschlich und fehlbar sind, wie alle übrigen Menschen die sie kennen. Nur dass niemand drüber reden, geschweige denn das ein oder andere beklagen darf. Weil sie trotz dieser Makel und tlw. noch viel schlimmerer Verfehlungen (die man nur überhaupt niemals öffentlich erwähnen darf) immer die kritikfreie Respektsperson bleiben muss: Fehlerfrei und nicht diskutabel!
Was sollen Kinder von diesen Vorbildern lernen? Dass man nur den richtigen Posten haben muss um sich alles erlauben zu können, ohne eine Strafe fürchten zu müssen? Nicht mal bei notorischer Faulheit droht eine Kündigung, wo bei jedem Schüler ein Aufstand stattfindet, wenn er mehr als 3mal die Hausaufgaben vergessen hat.
Und kommen Sie erst gar nicht auf die Idee, dass ich über alle Lehrer pauschal urteile. Ich habe meine geschätzten Prozentanteile oben angeführt. Und wenn die übrigen 90 % Klasse-Lehrer endlich mal die Courage aufbrächten, gegen die in jeder Schule vorkommenden faulen Äpfel und Wanderpokale entsprechend anzustinken und diese zügig in ihre Schranken zu verweisen, dann könnten sowohl die Schüler als auch die Eltern sich solche Plattformen wie diese hier und Spickmich komplett sparen!

Ich hoffe sehr, dass mein Forenbeitrag Ihren Rechtschreib- und Formulierungsansprüchen ansatzweise genügt und bitte, meinen zugegebenermaßen sarkastischen Stil in diesem Falle zu entschuldigen - Ihr Beitrag hat mich einfach etwas auf die Palme gebracht.
Grüße

Nie-Auslernerin
Eltern graben das Kriegsbeil aus!
von Anonymus (Ehemalige), 24. Jun 09:41
Es ist wirklich erstaunlich in welcher Rechtschreib- und Formulierungsqualität Forenbeiträge veröffentlicht werden.
Hoffentlich entspricht die Leistungsfähigkeit der Beitragsschreiber nicht den Fähigkeiten ihrer Sprösslinge!
Für seine Kinder sollte man als Elternteil die volle Verantwortung übernehmen und diese nicht, wie so häufig an die Lehrerschaft abschieben als beginne die elterliche Verantwortung erst dann, wenn die Kinder nach der Schule wieder zu Hause sind.

Das Benehmen der Kinder in der Schule ist ein Spiegel der erzieherischen Fähigkeiten ihrer Eltern!

Eltern die an ihren Arbeitsstätten ungerechtfertigt unter unangemessenem Leistungsdruck leiden müssen, suchen sich die Lehrerschaft ihrer Kinder als Überdruckventil. Kein Aufwand ist zu hoch und keine Mühen werden gescheut um hier nun die Macht zu demonstrieren, die diesen "schwachen" Menschen am Arbeitsplatz versagt bleibt. Aber schauen Sie sie sich doch einmal auf einem Elternabend um. Dort finden sie immer die gleichen Eltern (eine Hand voll), nämlich die, für die Kindeserziehung aus Eigenverantwortung und Selbstkritik besteht! Deren Kinder sind in aller Regel nicht in ihrem Sozialverhalten eingeschränkt.
Zu meiner Schulzeit haben Eltern für ihre eigenen erzieherischen Fehlleistungen keine Anwaltskanzleien damit beauftragt, Lehrer juristisch zur Rechenschaft zu ziehen. Meine Eltern waren instinktiv dankbar für die erzieherische Unterstützung durch die Lehrer. Denn auch meine Eltern waren Schüler und konnten sich noch bewußt machen von wem Störungen und soziales Fehlverhalten ausgingen, nämlich von den Schülern. Ihre Kinder werden anstatt Erziehung nur die Gewissheit mitnehmen, das Lehrer juristisch belangt werden können. Also werden Grenzen überschritten anstatt diese einzuhalten!
Lehrer machen professionell ihren Job!!! Die Zeit ihre Kinder zu schikanieren bleibt wirklich nicht, machen sie sich nichts vor. Nicht alles dreht sich um ihr Kind. Noch nicht einmal ihnen geht es um ihr Kind, wenn sie juristisch vorgehen. Sie wollen Macht demonstrieren und behindern dadurch die wirklich wichtige Erziehung ihres Kindes statt diese zu fördern.
Ich kann hier nur die Anregung geben, Lehrer als Teil einer notwendigen Erziehung für ihre Kinder anzusehen. Bekämpfen sie diese nicht, sondern unterstützen sie deren Entscheidungen und Maßnahmen. Hören sie auf Pädagogen eines besseren belehren zu wollen. Es sind Profis, die Jahre studiert haben um es besser als sie zu können! Ihr Kind hat garantiert etwas verbrochen wenn es von Lehrern eingebremst wird.
Hören sie auf nach anderen Verantwortlichen zu suchen.
Sehen sie in den Spiegel bevor sie auf Lehrer losgehen oder Anwälte einschalten.

Mischen sie sich nicht in Erziehung ein, wenn sie nicht die Verantwortung dafür tragen wollen. Oder aber tragen sie die Verantwortung und erziehen sie verantwortungsvoll!
Die Generation die jetzt aufwächst ist nicht belastbar und damit zum scheitern verurteilt wenn sie weiterhin den einfachen Weg wählen. Selbstkritik fängt bei ihnen an, nicht bei anderen.
Früer dachte ich...
von HappyGirl071 (Ehemalige), 24. Jun 04:17
... sowas gibt es nur an meiner Schule...
Ich besuchte damals gemeinsam mit meiner Schwerster auf eine Realschule.. ok, die ''Bester'' war ich nicht aber auch ich gehörte zu denen die es gespürt haben das meine Eltern nicht gut betucht waren. Meine Freundin sitzt neben mir, schreibt ab, werden erwischt.... (2 mal raten wer die 6 und wer die 3 bekommen hat..) Natürlich habe ich die 6 bekommen ich habe ja abgeschrieben außerdem würde ein so relativ guter Text nicht von mir kommen können... Klar meine Mutter musste arbeiten wenn ihre in der Schule geholfen hat und ihr Vater? Der war ''Übergutverdiener'' in einer riesen Firma in der Stadt... Anderes Beispiel: Wir sollen um die Talsperre laufen, die Hitz war unerträglich (und das schon am Mittag) wir kommen zu 5. zusammen an... Na klar ich bekam die ''6'' die anderen max.4 als ich meinen Sportlehrer vor allen angesprochen habe sagte er mir:'' Ja, die Note ist berechtigt, du bist FETT!'' Hallo?? Ich war bei 1.74m 65kg schwer also alles anderer als Fett!! Ich könnte noch viele Beispiele nennen die mir das Leben auf dieser Schule vermiesten bis ich Ende 9. Klasse die Schule gewechselt habe und sie (freiwillig) wiederholt habe... Neue Schule und siehe da die 2en regneten!
Zur ''Lobby'': Ich finde es richtig wenn gute Schüler für ihre Mühen belohnt werden nur sollte es von den Eltern gemacht werden. Das dann schon Mobbing in der Schule anfängt ist doch klar. Lehrer sollten nicht einen Job machen den sie nicht können! ''Man kann seinen Job nur dann gut machen wenn man ihn liebt'' ist was dran.. ich liebe meinen Job, er ist mir auch ernst, bilde mich weiter und besuche Kurse. Ich bin in meinem Job ''Vorgesetzte'' keine ''Machtgierige Tussi''. Ich arbeite nicht gegen alle sondern mit. Ich wollte nie Lehrer werden ich weiß das ich das nicht kann. 20 quatschende Jugendliche würde ich (aus Überfordeung) auch Strafarbeiten machen lassen... Und wie war das?? Kuchen backen? Wenn sie einen essen möchte soll sie ihn sich doch selber backen! Ich war immer eine der ruihgsten... würde aber heute meinen Mund aufmachen und mir nichts gefallen lassen und wehe dem der Lehrer lässt seine Wut an meinem Kind aus... Ich würde wieder kommen! Bis er begreift dass das nicht der richtige Weg ist einem ''KIND'' etwas bei zu bringen!
Das hört sich vielleicht alles etwas hart an aber das ist meine Meinung! Und notfalls würde ich die sogar öffentlich machen...
Es gibt gute Schulen und gute Lehrer nicht alle sind schlecht nur sie zu finden sind um einiges schwieriger!

Alles Gute und liebe Grüße
fragwürdige Evaluation?
von 55wolf (Lehrer), 03. Mär 20:23
Hmm, nur ein kurzer comment. Auch ich hatte damals große Probleme meine Fragebögen an Schulen unter zu bekommen, so dass ich mich dann auf zwei von 450 beschränken musste und eben dies in der E.-Arbeit be- und hinterleuchtet habe.
Ich finde aber die Bitte um Eltern-Erfahrungsberichte in einem Internet-Forum etwas fragwürdig.
Bin selbst "erst" seit 6 bzw.4 Jahren dabei und könnte dir locker 200 Elterngespräche plus Protokoll aus den Akten wühlen. Aber bedenke, wirklich passiert und was dann vermeintlich zu hause landet, plus die verschiedenen Kommunikationsebenen etc. Dat is hart zu trennen.
Destruktives Lehrerverhalten
von Birgit-Katharina (Ehemalige), 31. Okt 18:56
destruktiv ist das Gegenteil von produktiv... destruktives Lehrerverhalten reicht von schlechtem Unterricht, über verbale Attacken (beleidigen, bloßstellen,etc.) bis hin zu körperlichen und sexuellen Übergriffen oder Verfehlungen.

Ich bin Studentin für das Lehramt an Realschulen und schreibe meine Examensarbeit über das Thema: "Destruktives Lehrerverhalten und die Auswirkungen auf Erziehung und Unterricht"

Bei meiner Umfrage zu diesem Thema bin ich - wie ich erwartet hatte - auf Unverständnis und Ablehung seitens der Schulen gestoßen. Es gab auch positive Reaktionen, aber die waren in der Minderheit...

Ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn sich die Eltern hier, die sich angesprochen fühlen, mir erzählen würden, was sie mit den Lehrern so alles erlebt haben. Die Erfahrungsberichte senden Sie bitte an: Birgit.Schmuhl@gmx.de

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Arbeit, die dieses Problem beleuchten soll. Die Anonymität der Personen wird selbstverständlich gewahrt.

Nach Beendigung meines Studiums habe ich vor, darüber ein Buch zu schreiben. Das Thema lässt mich nicht mehr los und ich kann nicht verstehen, warum ein Tabu darüber liegt! Dieses will ich versuchen zu brechen...

Herzliche Grüße
Birgit-Katharina
noch vergessen...
von Nie-Auslernerin (Eltern), 17. Sep 13:25
Ein mit mir bekannter Lehrer sagte einmal, dass er der Meinung sei, jeder, der Lehrer werden wolle, solle zu Anfang des Studiums grundlegend psychol. untersucht werden, ob er auch wirklich genügend belastbar wäre um den täglichen Situationen vor überfüllten Klassen mit unruhigen Kindern bestehen zu können. Viele sind einfach damit überfordert und klappen regelrecht zusammen.
Ich wäre das auch - aber ich bin ja auch kein Lehrer geworden aus diesem Grunde. Wenn ich kein Blut sehen kann, ist Chirurg ein denkbar schlecht gewählter Beruf und bei Schwindel würde ich auch kein Dachdecker werden. Und wenn ich keine Kinder mag, sollte ich vielleicht lieber in die Altenpflege gehen als Erzieherin oder Lehrer zu werden. ;-)
@Tusnelda
von Nie-Auslernerin (Eltern), 17. Sep 13:19
Sie haben da sicher nicht ganz Unrecht. Aber es gibt einen Unterschied: Weder habe ich mir den Lehrberuf ausgesucht, noch werde ich dafür bezahlt, wenn ich einen Kindergeburtstag feiere.
Wenn ich Pädagoge werde, dann absolviere ich doch ein Studium. Wenn alles nur auf Fachwissen ausgerichtet ist, dann kann ich ja auch einen Bau-Ing. Mathe unterrichten lassen und eine Dolmetscherin Englisch. Dem ist aber doch nicht so, denn eigentlich sollte ein großes Augenmerk auf Pädagogik liegen. War nun die Reaktion des vorbeschriebenen Einschulungstests irgendwie pädagogisch wertvoll? Ich erinnere mich auch noch gut an den meines Sohnes: "Dann schreib doch mal deinen Namen auf" "Ich kann aber noch nicht schreiben" "Ach - du kannst noch gar nicht schreiben?" Ich: "Ich dachte, dass soll er eigentlich hier lernen?"
Verlegenes Räuspern des testenden Schulleiters und betretenes Dreinschauen meines Sohnes, ob seiner offensichtlich mangelhaften Fähigkeiten. Seiner Einschulung stand trotzdem nichts im Wege.
Beim nächsten Sohn war das nun nicht mehr so einfach - obwohl er sogar schon lesen konnte beim Einschulungstest. Aber da waren die Interessen eher so, dass man zu viele Schüler hatte und lieber welche in den Schulkindergarten hätte tun wollen. Also wurde mit Engelszungen auf uns eingeredet, dass wir doch einen Antrag auf spätere Einschulung stellen sollten, weil er sonst überfordert wäre. Wir taten es nicht und er hat die komplette Grundschulzeit unter diesem Schulleiter als Klassenlehrer gelitten. Fast hätte er ihm komplett den Spaß an der Schule genommen. Zum Glück änderte sich mit dem Schulwechsel dann alles und vergangenes Jahr (schon einige Jährchen weiter) hat er als Klassenbester sein Zeugnis erhalten.
So viel zur tlw. pädagogischen Kompetenz des Fachpersonals in Schulen.
Soll aber nicht zur Verallgemeinerung missbraucht werden, denn es gab auch ganz hervorragende Kräfte an dieser Schule. Leider sind sie z. T. inzwischen an andere Schulen gewechselt. Warum wohl?
Grüße

Nie-Auslernerin
Konstruktive Kritik?!?! So, so ...
von TheWall (Eltern), 27. Aug 00:48
An dem ersten Probeschultag meines Kindes (noch vor der eigentlichen Einschulung) brachte ich ein fröhliches Kind in die Klasse und holte ein fröhliches Kind wieder ab.
Dann folgte die Nachbesprechung. Anwesend hier die beiden Lehrkräfte, meine Tochter und ich. Kaum hatte sich die Türe hinter uns geschlossen, hielten mir die beiden Lehrkräfte, eifrig auf mich einredend, die von meinem Kind bearbeiteten Blätter eines nach dem anderen wedelnd vors Gesicht um mir zu erklären, bei welchem Arbeitsblatt meine Tochter welchen Fehler gemacht hat: "Dies geht ja noch ... aber hier ein Fehler ... dort eine kleine Unaufmerksamkeit ... hier nicht entlang der Linie geschnitten und war dann darüber auch noch traurig ... die Aufmerksamkeit war auch nicht so toll ..." usw. Ich habe die beiden Lehrkörper ohne Unterbrechnung ausreden lassen. Während dieser Zeit wurde mein Kind immer ruhiger, klammerte sich an mein Bein, der Druck der Arme an meinem Bein wurde immer fester, den Kopf dann auch noch hinter meinem Bein versteckt, und als ich gelegentlich runter nach hinten blickte, schauten mich zwei weit aufgerissene ängstliche Augen an.
Ich fragte die beiden dann, ob sie fertig seien, was sie bejaten.
"Schade!" sagte ich. "Ich und mein Kind haben bis jetzt nur Kritik Ihrerseits über die Arbeitsleistung meines Kindes gehört, und der Klammergriff an meinem Bein wird immer fester. Und wenn Sie möchten, dass mein Kind am Tag der Einschulung nicht die gleiche Verhaltenweise an den Tag legt, sollten Sie sich jetzt was einfallen lassen!"
Betretene Stille, blöde Blicke und nichts passierte.
Es kann doch nicht sein, dass ich der pädagogisch minderbemittelten Sippe von Lehrkräften erst vorschlagen muss, mein Kind auch mal zu loben - denn irgendetwas positives hat es mit Sicherheit auch vollbracht.
Meine Güte, dass ist das klitzekleine Einmaleins für Menschen mit gesundem Menschenverstand, und wenn das die pädagogisch auf dem neuesten Stand geschulten Lehrkörper nicht drauf haben ... oh je ...
Dann ist mir auch klar, was erst in Klassen mit mehr als 20 SchülerInnen passieren muss.
selbst mal machen
von Tusnelda (Eltern), 29. Jul 10:41
... vielleicht sollte sich auch mal ein Elternteil vor eine Klasse von 25 bis 30 Kindern stellen. Da sieht die Sache nämlich anders aus.
Warum bloß werden Gruppengrößen im privaten Bereich (z.B. bei Kindergeburtstagen, Kommunionunterricht, ...) auf max. 8 - 10 Kinder begrenzt. Denkt mal drüber nach!
Es ist einfach nicht alles zu schaffen, wenn so viele Kinder in einer Klasse sind. Jeder mit anderen Problemen und Sorgen; jeder mit anderer Persönlichkeit.
Dazu kommt ein Bildungsauftrag. Man geht nicht zum Spaß in die Schule. Und wehe, wenn das Kind nicht genügend lernt. Wobei es auch nicht in Arbeit ausarten darf. Ich denke, Lehrer machen - in Augen vieler Leute - grundsätzlich alles falsch. Und jeder denkt, er könne mitreden, weil eben jeder mal in der Schule war.

Hier hilft keine destruktive Kritik, die übrigens häufig auch vor den Ohren der Kinder geäußert wird. Und das hat nichts mit freier Meinungsäußerung mehr zu tun, sondern untergräbt die letzte vorhandene Autorität.

In diesem Sinne:
Verständnis füreinander bringt eher weiter und Kritik muss konstruktiv sein!
Außnahmen gibt es!
von Meistertroll (Eltern), 04. Jul 21:19
Mein Sohn hatte jetzt eine Klassenlehrerin über zwei Jahre hinweg und ich musste wegen ihr meine Meinung über einzelne Lehrer grundlegend revidieren. Mein Sohn hat ADHS ist also alles andere als einfach.Den Verdacht auf diese Krankheit geäußert, hat diese Lehrerin, nicht etwa ein Arzt oder zahlreiche Therapeuten die ihn in Behandlung hatten. Diese Lehrerin hat uns über zwei Jahre hinweg massiv geholfen. Bei Problemen war sie unsere beste Ratgeberin überhaupt. Zum Schluss haben wir fast nur noch auf sie gehört, nicht mehr auf die Therapeuten. Die waren vollkommen überfordert. Sie hat nun die Schule gewechselt, mal sehen wie es weiter geht.
Ich auch!
von Nie-Auslernerin (Eltern), 28. Apr 11:21
Leider kenne ich das auch zur Genüge. Aber ich weiß, dass es auch anders geht. Es gibt eine Reihe Lehrkräfte, die sich in so weit unter Kontrolle haben oder vielleicht tatsächlich erst gar nicht die Tendenz dazu zeigen. Die ganz genau trennen können zwischen Kind und Elternteil als separater Persönlichkeit. Leider reicht es vollkommen aus, wenn an einer Schule nur 10 % der Lehrkräfte nicht so sind. Wie es im Unterricht ausreicht, wenn man 2 Dauerstörenfriede in der Klasse hat. Auch das kenne ich. Und da bin ich auch der Überzeugung, dass es einfach Kinder gibt, die nahezu nicht "beschulbar" sind, wie es so schön in der Fachsprache heißt. Jedenfalls nicht bei einer Klassenstärke von über 20 Kindern. Warum diese Kinder so geworden sind, kann man nur im Einzelfall untersuchen. Ich glaube abe nicht, dass die Schuld hauptsächlich in der Schule zu suchen ist. Oft sind das Kinder, die schon als 4jährige im Kindergarten auffällig waren und alle Erzieherinnen 3 Kreuze schlugen, als es endlich in die Schule kam.
Ich kenne aber auch aktuelle Berichte aus der Klasse eines meiner Kinder, dass das früher schon beliebte "Einschleimen" bei mancher (vornehmlich) Lehrerin auch heute noch zieht und deutlich zur Aufwertung der Noten (vor allem der mündlichen) führt. Es gibt immer Sachen, die ändern sich auch nach 40 Jahren nicht und die werden auch in 30 Jahren nicht anders sein.
Grüße

Nie-Auslernerin
kenn ich...
von Bombie (Eltern), 26. Apr 01:36
...alles sehr gut.
In der Grundschule wird gesiebt was das Zeug hält,da wird (war bei uns so...) haste was dann hat dein Kind gute Chancen,haste nix(und wehe du bist alleinerziehend...) hat dein Kind eben auch nix.Eltern werden als Hilfsarbeiter der Lehrer mißbraucht und obendrein dürfen sie dann freundlicherweise reichlich spenden und schöne Feste mitgestalten.Mitspracherecht im Elternbeirat?Fehlanzeige.Heb zur rechten Zeit bei der rechten Person deinen (Wahl)Zeigefinger,ansonsten schweig,weil.....Eltern sind doof da sie keine pädagogische Ausbildung vorweisen können.Wenn man es dennoch wagt den Mund zu öffnen,erzeugt das Frust beim Lehrkörper,der unreflektiert an den Schüler ausgelassen wird...ganz unpädagogisch...
Natürlich haben nur die "Guten" eine Lobby!
von TheWall (Eltern), 23. Apr 23:06
Ist doch selbstredend klar. SchülerInnen die nicht fließend mitkommen oder Solche, die in ihrem Verhalten auffälliger sind, bremsen die Lehrkörper natürlich aus, die vorgegebenen Lehrpläne durchzuziehen. Und seit Pisa sind ja alle Schulen erpicht darauf, in diesem Punkt besonders gut dazustehen. Und aufgrund meiner Erfahrungswerte lautet die Devise verstärkt: alles weg was ausbremst. Und wenn ich mir den $ 2 Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule (neues Schulgesetz) anschaue, kann ich nur gequält lachen. Wo finde ich die Schule, die das umsetzt?
Die Schule möchte bequeme Kinder die ruhig sind und brav zu allem nicken, und keine selbstbewußten und kritischen Kinder. Und genau solche nickenden Eltern wünschen sich die Schulen auch. Machen die Eltern den Mund zu weit auf, weil sie mit Entscheidungen der Lehrkörper oder Schulleitung nicht einverstanden sind, wird der Bummerung aus Richtung Schule mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ihr Kind treffen. Ich habe es erlebt.
Auch in der Schulpflegschaft etc. hat man als gewählter Vertreter bei grundlegenden Entscheidungen überhaupt kein Mitspracherecht. Alles Wichtige ist schon entschieden und in trockenen Tüchern. Sie dürfen sich dann gerade noch freiwillig melden, um irgendein Fest oder irgendeinen Basar unterstützend vorzubereiten. Geld, Kuchen und Sonstiges, was Geld in die Schulkasse bringt, dafür sind wir gerade gut genug. Und wie großzügig die Schulen dann noch über meine Zeit verfügen (wenn es großzügig bemessen ist bekommt man 5-7 Tagen vorher die Mitteilung über den nächsten Elternabend etc.), und über mein Geld (hier 5 Euro, da 10 Euro, nochmal 15 Euro und wieder 3 Euro mal für Kopiergeld - ist übrigens verboten, da die Schule extra einen Etat dafür bekommt, oder Bastelgeld oder Klassenkasse oder irgendein Unterrichtslesebuch aus dem Jahr 1972). Ja, die Schule hat eine Macht, die einen schon erschaudern läßt. Und wer gibt ihnen diese Macht? Wir! Das sollte man doch langsam mal ändern, oder? Wie die Art und Weise der Beschulung unserer Kinder auch.
Nur die Guten haben eine Lobby
von Windelpupser (Eltern), 09. Apr 09:42
In der Schule unseres Sohnes gibt es eine Lehrerin bei der nur gute Schüler eine Lobby haben, die schwächeren und denen es schwerfällt werden gemobbt.
Wir mußten das am eigenen Leibe erfahren.Diese wollte unseren Sohn in eine Förderschule schicken. Wir haben gekämpft und gewonnen, weil wir auch Unterstützung einer sehr lieben und veständnisvollen Lehrerin hatten.Seit unser Sohn eine andere lehrerin hat, haben sich seine Leistungen sehr verbessert.

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