Die Lehrerin trinkt, die Schüler leiden

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Alkoholproblem mit Folgen
von Mütterchen (Eltern), 22. Mai 04:06
@bettemidler:

Schön wäre es, wenn Sie etwas bewegen könnten.

Zu den möglichen Konsequenzen: Wenn Frau xy bemerkt, dass da etwas "am Laufen" ist und sie - von wem auch immer - erfährt, dass Ihre Kinder bzw. Ihre Familie "dahinter steckt", dann kann sich das auf das auf ihr Verhalten den Kindern gegenüber auswirken. Das zeugt zwar von unprofessionellem Verhalten, aber erstens wundert das dann ja auch nicht weiter bei der Vorgeschichte, zweitens ist sie auch nur Mensch und wird versuchen sich zu wehren, herauszureden...

Es gibt ein weiteres Forum (neben vielen anderen, denke ich), in dem Eltern, Lehrer und Schüler miteinander ins "Gespräch" kommen. Es ist zu finden unter

www.schulthemen.de

(Dies gehörte ursprünglich zu einem Lehrerforum und bildete da ein Unterforum. Aber es gibt Überschneidungen, sprich einige User, die bei lehrerforen.de schreiben, sind auch bei schulthemen.de aktiv). Die anderen Foren, in denen ich mich "herumtreibe" sind meist anders sortiert: nur Lehrer oder Referendare, nur Eltern, nur Schüler (da kenne ich mich aber nicht aus!)

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und viele Unterstützer an Ihrer Seite,
liebe Grüße von mütterchen (aktive Mutter und Lehrerin)
Viele wissen es, keiner handelt
von bettemiddler (Eltern), 18. Mai 09:04
Vielen Dank "Mütterchen", für Ihren verständnisvollen Beitrag. Ich vermute Sie sind ehemalige? Lehrerin?, dann freue ich mich um so mehr über Ihre Worte.
Man sagt ja: "Eine Krähe hackt der Anderen ...."
Aber darum geht es mir auch überhaupt nicht. Ich suche tatsächlich Unterstützung bei dieser Thematik.

Ja, es gibt mehr als "nur" Schüleraussagen, die darauf schließen lassen, dass Frau X ein Alkoholproblem hat. Nur Beweise in dem Sinne hat man leider nicht. Es findet sich ja auch niemand in deren Kollegenkreis, der dem Thema etwas befügen möchte. Das kann ich einerseits auch verstehen, aber hier zeigt sich doch wieder die fehlende Courage in unserem Land.

Sie haben mir wertvolle Tipps gegeben, die ich nun Schritt für Schritt befolgen will. Nur werde ich wohl darauf verzichten bei der Schulleiterin mein Anliegen vorzubringen. Entgegen meiner Einschätzung ihres kompetenten Wesens scheint diese nämlich geradezu ein Schutzmäntelchen um Frau X zu legen. Ich bin überzeugt, das hat mit der extrem schlechten Personalsituation an dieser Schule zu tun. Es fehlen ständig so viele Fachlehrer, dass der Leitung bestimmt daran gelegen ist keine weiteren Verluste zu machen.
Wobei gerade bei Frau X der Krankenstand enorme Ausmaße erlangt, immer wieder ( vor und nach Wochenenden )hat die Dame seltsame Unfälle und ist dann tagelang nicht anwesend. Das wäre nur mal ein Hinweis auf meinen Verdacht.
Dann prasseln kurz nach ihrer Wiederkehr Test auf die Schüler ein, wovon so manche einfach verschwinden, ohne dass man eine Benotung vorgelegt bekommt. Frau X erklärt das mit den schlechten Ergebnissen der Tests.
Die Frau ist für die Schüler gar nicht einzuordenen, ihre Launen sind so schwankend, dass sie mal als Engel, mal als sadistische Furie beschrieben wird. Einmal bedankt sie sich bei meiner Tochter für das Aufhalten der Türe, das nächste Mal bricht eine Donnerwetter los, weil meine Tochter Frau X nicht am Platz sitzend erwartet.
Sie macht den Schülern gegenüber auch kein Geheimnis daraus wie sehr sie alles "ankotzt" und sie den Tag ihrer Pensionierung herbeisehnt. (O-Ton)
Oft hat sie ihr Unterrichtsmaterial nicht dabei und muß von Schülern ausleihen, was sie aber bei ihnen selbst immer zum Anlaß nimmt eine 6 für die Benotung mit einfließen zu lassen. Ich denke als pflichtbewusster Erwachsener sollte man da ein anderes Vorbild sein.
Frau X hat leider auch kein Gefühl dafür wen sie unterrichtet. Bei ihren schriftlichen Kommentaren spricht sie die Schüler als "ihr Kinder" an. Das sind sie ja nun nicht mehr in diesem Maße, sollte man den Jugendlichen nicht zeigen, dass man sie ernst nimmt?
Wissen Sie, meine Tochter war immer eine sehr gute Schülerin in den Fremdsprachen. Gerade strenge Lehrer empfand sie da als sehr hilfreich und konnte unter deren Bedingungen gute Ergebnisse erreichen.
Frau X hat es geschafft meiner Tochter eine 4- zu attestieren. Wenn die Leistung wirklich zu dieser Note geführt hätte wäre es auch nicht mein Problem. Hier geht es aber darum, was Frau X zu verantworten hat, dass meine Tochter den Spaß und die Freude an ihrer Begabung verloren hat.
Das finde ich wirklich schlimm.
Ich hoffe in dieser Sache nun endlich einen Stein ins Rollen bringen zu können. Nicht ohne meine erwähnten Ängste. Sie haben ja auch von eventuellen Konsequenzen für meinen Sohn geschrieben.
Wie könnten die eigentliche konkret aussehen?
Denn bevor ich hier doch etwas unternehme muss ich mir sicher sein meinen Sohn schützen zu können. Er ist von einer ganz sensiblen Art und würde unter ungerechten Attacken sehr leiden.
So, nun danke ich Ihnen nochmals. Gerne werde ich meine Fortschritte hier vermelden.
Übrigens wundere ich mich, dass es so wenig Beteiligung zu diesem Thema gibt. Ist ausser Schulradar möglicherweise noch ein anderes Forum zu empfehlen? ( Ich komme aus Rlp)
Alkohol und Schule
von Mütterchen (Eltern), 14. Mai 01:35
@bettemidler:

Ich bin entsetzt!
Alkohol und Schule: das geht nicht! Weder für Schüler noch für Lehrer, gerade für Lehrer ganz bestimmt nicht.
Wir reden hier ja sicher nicht von gelegentlichem Alkoholgenuss bei reinen Lehrerveranstaltungen, oder? Es geht um ein Alkoholproblem einer Kollegin?! Das heißt, der Alkoholgenuss der guten Frau hat Auswirkungen auf ihre Arbeit in der Schule?!

Die von Ihnen angesprochenen Kollegen scheuen sich (aus meiner Sicht verständlich) der Kollegin in den Rücken zu fallen. Was ich aber ganz dringend erwarte, ist, dass diese Lehrer dann wenigstens die Informationen (das heißt, wenn sie vorher auch selbst noch nichts bemerkt haben - nur in ganz großen Schulsystemen vorstellbar) an die Schulleitung weiterzugeben. Nein, sie sollen der Kollegin nicht in den Rücken fallen, sondern ihr helfen, zu ihrem eigenen Schutz. So sehe ich auch die Rolle der Schulleitung. Gegen unberechtigte Vorwürfe gegen Kollegen erwarte ich die Stärkung des Kollegen durch die Schulleitung. Bei solchen Vorkommnissen aber gebietet gerade die Fürsorgepflicht für den Kollegen ein schnelles Eingreifen. Es sind zwar in erster Linie die Kinder als Leidtragende zu sehen, aber selbst die Kollegin benötigt Hilfe.

In einem ersten Schritt müsste sie zur Bekämpfung ihrer Alkoholsucht eine entsprechende Therapie machen, über einen Wiedereinstieg nach erfolgreicher Therapie wäre gesondert nachzudenken.

Was kann man tun?
Vorausgesetzt, dass Ihre Annahme stimmt (woher wissen Sie das? welche Anzeichen gibt es? gibt es mehr als "nur" Schüleraussagen? sind die Auffälligkeiten eine Bedrohung oder Gefährdung für die Schüler?)

Dann würde ich
a) mit den Vorsitzenden der Schulpflegschaft sprechen, sie informieren, falls sie das noch nicht wissen (aber ich glaube, dass Sie geschrieben haben, das Problem sei bekannt?) - als Thema für die nächste Schulkonferenz benennen

(in NRW gibt es auch eine Ad-hoc-Entscheidungsgruppe, die vor einer Schulkonferenz eilige, nicht aufschiebbare Entscheidungen treffen kann, die dann von der nachfolgenden Schulkonferenz bestätigt werden - in der Regel, oder eben neu abgestimmt werden - wenn das dann noch Auswirkungen hat ... Dies scheint mir in diesem Fall aber nicht unbedingt angesagt, vor allem, wenn das Problem schon länger bekannt ist)

b) mit der Schulleitung sprechen, vielleicht da auch schon ein Weiterleiten an das Schulamt/Bezirksregierung ankündigen (ein bisschen Druck kann da nicht schaden)
(Schulamt für Hauptschulen, Bezirksregierung für die anderen weiterführenden Schulen)

c) Beschwerde beim Schulamt/bei der Bezirksregierung einreichen

Natürlich kann das in der "Bearbeitungszeit" Konsequenzen für Ihren Sohn haben, aber ohne Handeln? Suchen Sie sich eine breite Unterstützung in der Elternschaft.

Diese Tipps setzen voraus, dass ein echtes Alkoholproblem vorliegt, bei einem Verdacht, würde ich viel vorsichtiger vorgehen, es gibt manchmal auch andere Ursachen für merkwürdiges Verhalten (ein falscher Verdacht kann verhehrende Auswirkungen haben, aber auch da wären ja Ursachen zu klären - innerschulisch, vielleicht gibt es dann keine Informationen an die Eltern, aber das Problem mit seinen Auswirkungen wird "behoben")

Diese Tipps gelten (vor allem die Bezeichnungen für die Instanzen) für NRW.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn eine gute schulische Zukunft. Vielleicht lassen Sie uns (mir und den anderen Mitlesern) wissen, wie Sie das Problem "angehen".
Die Lehrerin trinkt, die Schüler leiden
von bettemiddler (Eltern), 12. Mai 16:11
Seit meine Tochter 2004 in die weiterführende Schule kam hatte sie immer wieder Unterricht bei einer Lehrerin, die mit neagtivem Trinkverhalten auffällt. Erst begriff ich das gar nicht, nach der 6./7. Klasse unterhielt man sich dann mal unter Eltern und so kam heraus, dass ihr Alkoholproblem schon seit Jahren wohl bekannt ist, aber einfach niemand etwas unternimmt. Ich muss mich da anschließen und bin darüber beschämt. Meine Tochter klagte zwar viel, aber bat auch immer wieder, dass ich bloß nichts unternehmen sollte, weil sie Angst vor dieser Frau und ihrer Rache hat.Auf einen lange geplanten Ausflug nach Frankreich verzichtete mein Kind, nachdem sie erfuhr, dass diese Lehrerin auch daran teilnimmt. Nun verlässt meine Tochter diesen Sommer die Schule, aber.......
Mein Sohn tritt ein. Ich habe einfach keine andere Schule für ihn bekommen können.
Mir ist ganz schlecht, wenn er dieser Frau ausgesetzt sein sollte, dann kann ich für nichts mehr garantieren.
Ich muss endlich Mittel und Wege finden, um ihrer Willkür und ihrer Suchtfrustriertheit zu entkommen.
Welche Rechte haben wir Eltern denn hinsichtlich solcher Problematik?
Durch die Schule werde ich bestimmt nicht unterstützt, diverse Gespräche mit anderen Lehrkräften haben gezeigt, dass sich niemand mit diesem Thema auseinander setzen oder besser keiner damit in Konflikt geraten will.
Ich freue mich auf Antworten, gerne auch von Lehrern, die hierfür Verständnis aufbringen.

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