Hallo,
Zitat: „Eltern sollten ihre Rechte im Bezug auf die Mitbestimmung kennen. Ein Blick ins Schulgesetz hilft...“
Es haben ja auch alle Eltern die BASS im Schrank.
Während die Lehrkräften in NRW nach §3(6) ADO den Inhalt der BASS und des Amtsblatt NRW kennen müssen. Die Schulleitung muss den Lehrkräften die Möglichkeit geben, davon Kenntnis zu erlangen.
Und zur Chancengleichheit, dürfen Eltern keine Person des Vertrauens mitnehmen, die im Schulrecht fit sind. (§2(3) Satz 3 VwVfG NRW)
Und die Komplete BASS ist auch nicht für all im Internet zu finden.
Wenn schulintern keine Änderung/Verbesserung herbeizuführen ist und eigentlich engagierte Eltern keine Solidarität in der Gesamtelternschaft der Schule erreichen können, gibt es die Möglichkeit, sich an Stadtschulpflegschaften, Landeselternräte oder an den Bundeselternrat zu wenden!
Wie heisst es?
Viele gemeinsam können viel bewirken.
Viel Glück!
In den Schulpflegschaften sitzen logischer Weise Eltern, die sich engagieren wollen und denen die Kinder (nicht nur die eigenen) nicht egal sind.
Leider ist es aber so, dass dieses Terrain sehr diffizil ist - so wie es in diesem Thread auch schon anklang. Alles, was die Pädagogen Zeit kostet ist von vornherein zum Scheitern verurteilt an unserer Realschule.
Dabei ist ganz egal, worum es geht.
Am liebsten wäre es sowohl den Lehrern, als auch der Schulleitung, wenn die Eltern sich komplett aus dem Geschehen heraushalten würden und auf Abruf stünden, wenn Hilfe gebraucht wird. Personell und vor allem: finanziell!
Und dann auch ohne großes Hinterfragen oder gar mitreden zu wollen. Sozusagen als kostenneutrale Mitarbeiter und Sponsoren.
Wenn Elter nicht so funktioniert, ist man ganz schnell unten durch und leider in einigen Fällen das Kind auch.
Da kommt man irgendwann in die Position, dass man nur noch sagt: Macht doch was ihr wollt - aber fragt bloß nicht um Hilfe oder Unterstützung wenn mal wieder was nicht läuft!
Man hat noch nicht mal 'ne Handhabe, wenn ewig und 3 Tage Unterricht ausfällt, weil dauernd angeblich zu viele Lehrkräfte krank sind. Und ab Sommer werden wir Gebundene Ganztagsschule - na herzlichen Glückwunsch! Ich weiß jetzt schon, in welchen Klassen die Stunden alle ausfallen um den Nachmittagsplan zu gewährleisten, ohne den es die viele Knete von Papa Staat nicht gegeben hätte. Aber wie sprach unsere Schulleiterin so schön in der örtlichen Presse: Sie ist sehr zuversichtlich, dass auch der Nachmittagsunterricht vom momentan bestehenden Personal ausreichend bedient werden kann. Die können ja seit Jahren noch nicht mal den Vormittagsunterrichten gewährleisten. Es ist ja nicht umsonst, dass da kaum noch Kinder angemeldet werden. Aus dem eigenen Ort von über 40 Grundschulabgängern waren es gerade mal 4 Kinder! Die anderen fahren lieber über eine halbe Stunde morgens mit dem Bus in die andere Realschule. Ich könnte k.....!
Grüße
Vielen dank, das du uns als Eltern, die sich für das Schulleben Ihres Kindes interessieren, Erfahrung und Verständnis der Materie absprechen willst.
Selbst du als SV-Schülervertreterin bekommst nicht immer mit welche Vorschläge der Elternvertretung abgeschmettert werden.
Natürlich kann nicht jeder Vorschlag oder Wunsch realisiert werden, ich glaube das wissen alle, denn das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert.
Bei meinem Sohn zum Beispiel auf der Schule sind die meisten Eltern dafür das es wieder mehr Doppelstunden geben sollte.
Auf dem Versammlungsabend der Elternvertreter der Schule ließ der Rektor dann verlauten das er vor Jahresbeginn das Kollegium fragt wer Doppelstunden geben möchte. Angeblich keiner. Die Elternvertreter der einzelnen Klassen befragten dann noch mal die Eltern, der mehrheitliche Teil stimmte für Doppelstunden.
Jetzt auf der zweiten Sitzung wurde das Thema gemieden, wenn nicht die Vertreter darauf aufmerksam gemacht hätten.Auf die Frage , wie es mit Doppelstunden aussähe, ging der Rektor direkt zum nächsten Thema.
Aber die Elternverteter wollen dranbleiben.
Schulmitwirkung ist sinnvoll bzw. wäre, denn sie ist nicht umsetztbar. Bei Problemen verweist der Klassenlehrer an den Schulleiter und der an die Bezrksregierung und die entweder an das Ministerium für Bildung oder zurück an die Schule, respektive Schulkonferenz!!
Und in der Sache geschieht nichts. Denn spätestens nach mehrmaligem Durchlauf aller dieser Instanzen ist man als Eltern einfach zermürbt und den Kampf gegen die massive Wand leid!
Schulmitwirkung,reger Austausch?Welche Fremdwörter in der heutigen Zeit.Und wenn es hart auf hart kommt,ziehen sich viele Eltern lieber zurück.Gesetz ist eh das was Lehrer und Schulleitung besprechen.Und wenn man denn mal wagt auf Missstände hinzuweisen,werden die eigenen Kinder von Lehrern gemobbt.Das ist nun also aktive Elternarbeit wert.
Schade sowas zu lesen.
An unserer Schule ist es recht stimmig.
Sowohl Schüler als auch Eltern haben Anspruch auf Versammlungen.
Die Schüler haben SV-Sitzungen in denen sich konkrete Vorschläge und Ideen entwickeln, die dann anschließend von dem jeweiligen Schülersprecher + Vertreter in die Elternpflegschaftssitzung getragen werden.Ich spreche aus Erfahrung da ich dieses Jahr das Amt des Schuldersprechers übernommen habe.
In den Elternpflegschaftssitzungen sitzen angagierte und sehr fürsorgliche Eltern die mit Rat und Tat zur Seite stehen und nicht nur ''Kuchen backen'' .
Alle 3 Parteien(Schüler/Lehrer/Eltern) treffen sich dann auf der Schulkonferenz um zu disskutieren und sich auszutauschen.
Selbstverständlich wird nicht jeder Vorschlag angenommen und natürlich können manche Entscheidungen nicht aktiv auch von den Eltern mitbestimmt werden, da ihnen das Verständnid oder die Erfahrung mit der Materie fehlt.
@balu666
Zitat: „Aber das Schulmitwirkungsgesetz“
http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/Verordnungen/Schulmitwirkung/index.html
Leider gibt es das von dir genante Gesetz nicht mehr.
Ist jetzt im Schulgesetz eingearbeitet. Siehe Link.
Die einzigste Möglichkeit den Schulleiter zu bewegen ist ein Brief an die Presse und an die Staatsanwaltschaft, wenn man strafbare Handlungen nachweisen kann. Den eine Dienstaufsichtsbeschwerde ist absolut fruchtlos.
Leider scheint es wirklich so zu sein, dass insbesondere die Schulleiter immer die Richtlinien parat haben, an die sich Eltern und Schüler halten müssen. Aber das Schulmitwirkungsgesetz können diese "Beamten" leider nicht lesen -oder verstehen! In wichtigen Punkten werden die Mitwirkungsorgane einfach übergangen/ignoriert oder in Selbstherrlichkeit übersehen.
Vielleicht sollten die Eltern häufiger Dienstaufsichtsbeschwerden bei den zuständigen Bezirksregierungen erstatten, um diese "Minidiktatoren" auf den Boden der Wirklichkeit zu holen.
Ja,so ist das leider. Viele regen sich auf das dies und jenes nicht funktioniert,wenn es aber darum geht mit Aktionen Zeichen zu setzen, dann sind sie ganz schnell weg.
Viele halten sich lieber raus. Sie haben immer noch nicht begriffen das wir Eltern, wenn wir zusammenhalten die größere Lobby hätten.
Alleine geht das nun mal nicht.Man muß schon seine Bequemlichkeit aufgeben, Einsatz zeigen und sich nicht immer darauf verlassen das andere unbequeme bezüglich Schule regeln.
Schade, dass es bei Ihnen auch nicht anders zugeht. Man hofft irgendwie immer ein wenig, dass man selbst in einer Ausnahmesituation ist.
Es kommt ja auch nicht von ungefähr, dass die Abstimmungsverhältnisse in der Schulkonferenz derart geändert wurden, dass Eltern sich die Abstimmung auch sparen können. Ihre Stimme zählt allenfalls dann noch etwas, wenn die Lehrerschaft uneins ist - und das wird ja meist schon in der Lehrerkonferenz geklärt, dass das nicht auftritt.
In der hiesigen Grundschule war zumindest einmal geschlossene Front gegen die Schulleiterin. Alle Klassen hatten zwar Elternvertreter, unter diesen fand sich aber niemand, der sich in die Schulkonferenz wählen ließ. Da kam die Frau in arge Erklärungsnot ihrem Dienstherren gegenüber, weil dieses Gremium nicht ordnungsgemäß existierte. Wie ich schonmal erwähnte, wurde sie einige Monate später zwangsversetzt bzw. erst einmal suspendiert, bis man eine neue Schulleiterstelle für sie gefunden hatte. Die arme Schule tut mir jetzt noch leid!
...und die armen Eltern dort erstmal!
Grüße
Wie schön wäre es, wenn gerade zu diesem Thema die Eltern zusammenhalten würden. Aber das klappt so gut wie nie,diese Erfahrung mussten ich und eine kleine Anzahl anderer Eltern leider machen.
Elternmitwirkung so haben wir den Eindruck, ist auf der Schule meines Sohnes auch nicht so gefragt.
Die Eltern sollen dann immer parat stehen,wenn es um eine Anhöhrung ihres Kindes geht und dabei am besten
auch noch still sein. Dann natürlich noch zum Kuchenbacken für diverse Schulveranstaltungen.
Wenn man sich dann doch mal vorwagt auf einem Elternpflegschaftsabend sachlich Verbesserungsvorschläge macht, werden diese tunlichst abgeschmettert.
So geschehen als wir wieder mehr Doppelstunden gefordert haben,damit nicht soviele Bücher geschleppt werden müssen.
Die Antwort: Ist nicht vorgesehen.
Nun kam heraus, das bei der Stundenplan Planung die Lehererschaft
vom Rektor gefragt worden ist, welcher Kollege denn Doppelstunden geben möchte und da haben sich wohl keine gemeldet.
Ich hätte auch gern einen Job wo mich der Chef fragt wozu ich Lust hätte.
Aber darum kümmern sich jetzt die Plegschaftsvertreter der einzelnen Klassen. Mal schauen was dabei herauskommt.
Aber Elternmitwirkung leider Fehlanzeige. Erstens nicht wirklich von Schulen gewünscht und zweitens zu wenig Eltern die sich damit sachlich auseinandersetzen wollen.
Wenn man es organisiert bekäme, sollten sich alle Eltern einfach mal quer stellen und die Wahl der Elternvertreter verweigern. Wenn Eltern ohnehin nur "beraten" sollen und ansonsten fein stillschweigen müssen, dann wäre das doch mal ein deutliches Signal an das Schulministerium, dass man diese Pseudomitarbeit nicht weiter mittragen möchte.
So braucht sich auch kein einzelnes Elternteil in die Nesseln setzen und die Schule hat bestenfalls das Problem, vor der nächsthöheren Behörde zu erklären, warum die vorgeschriebenen Schul-Gremien nicht vollständig gebildet werden können.
Wäre so eine Art Stiller Protest aller Eltern gegen diese fortschreitende Art der Entmündigung in Fragen, wo es schließlich eindeutig um deren Kinder geht.
Alleine die jetzigen Pläne, eine Mittelschule zu bilden und den Gesamtschulen auch noch die Oberstufengarantie zu verweigern sind doch wieder herrliche Beispiele für verbohrte Politikerköpfe! Dann gibts das Abi demnächst nur noch für Überflieger bzw. die Kinder, deren Eltern sich die teuren Nachhilfestunden leisten können. Da wird einem bei mancher Partei wieder klar, wessen Interessen hier vertreten werden. Hoffentlich vergisst der Wähler das nicht bis zur nächsten Wahl!
Grüße
Ich kann diesen Eindruck nur bestätigen. Es scheint sogar so zu sein, dass diese Form der Nicht- Information sich immer mehr verfestigt und sich immer häufiger so ausdrückt, dass Eltern- und Schülervertretung immer häufiger erst dann in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, wenn es um gesetzlich vorgeschriebene Abstimmungen geht. Warum, wieso und worüber genau abgestimmt werden soll wird oft erst so spät mitgeteilt, dass die Möglichkeit zur umfassenden Information so gar nicht mehr gegeben ist. Bei "Informationsveranstaltungen" wird dann jede Form der Fragstellung an die Schulleitung als Majestätsbeleidigung empfunden und dementsprechend geht man dann auch mit Schülern und Eltern um.
Bei Schulfesten und ähnlichem sind wir dann aber wieder alle gut genug um auszuhelfen, Kuchen zu backen usw.
Ich Diskussionen im Bekanntenkreis weiß ich, dass mittlerweile sehr viele Schüler und Eltern den Eindruck haben, dass unsere Mitbestimmungsrechte immer häufiger eingeschränkt oder sogar übergangen werden. Ganz unabhängig davon, von welcher Schulform gesprochen wird. Dies scheint sich in letzter Zeit an nahezu allen Schulen mehr oder weniger abzuspielen.
In NRW sollen Eltern und Schüler mitwirken an der Gestaltung der Schule und des Unterrichts.
So heißt es im Schulgesetz, das Klassensprecher ab der siebten Klasse an den Klassen/Jahrgangskonferenzen teilnehmen mit beratender Stimme.
An der Schule, an die mein Sohn geht z.Z. 7. Klasse, findet dies nicht statt.
Die Klassensprecher waren nie dazu eingeladen worden. Und wir Eltern?
Auch nicht wirklich. Es entsteht bei mir der Eindruck, dass Eltern gern gesehen werden
zum Kaffee kochen, Kuchenbacken, Umbauen, Aufräumen nach Schulveranstaltungen, Renovieren und sonstigen Handwerklichen Tätigkeiten.
Es mag Schulen geben wo dies anders ist. Ein Respektvolles Miteinander kann ich hierbei nicht erkennen. Vielleicht melden sich hier mal Eltern, die dies anders Erlebt haben.
Ich würde mich freuen.
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Zitat: „Eltern sollten ihre Rechte im Bezug auf die Mitbestimmung kennen. Ein Blick ins Schulgesetz hilft...“
Es haben ja auch alle Eltern die BASS im Schrank.
Während die Lehrkräften in NRW nach §3(6) ADO den Inhalt der BASS und des Amtsblatt NRW kennen müssen. Die Schulleitung muss den Lehrkräften die Möglichkeit geben, davon Kenntnis zu erlangen.
Und zur Chancengleichheit, dürfen Eltern keine Person des Vertrauens mitnehmen, die im Schulrecht fit sind. (§2(3) Satz 3 VwVfG NRW)
Und die Komplete BASS ist auch nicht für all im Internet zu finden.
Gruß
astra