deutlich erschwerte Bedingungen durch G8

« Zurück zum Forum "Niedersachsen"
dito
von Laika (Eltern), 26. Mär 09:24
es gibt immer "ausnahmekinder" und "ausnahmeeltern", die gut zurechkommen mit dem neuen G8 (nicht das seit jeher in sachsen und thüringen). die mehrheit leidet unter der völlig überhasteten einführung und deren auswirkungen. man muss sich mal vorstellen: selbst jetzt noch nach 5 jahren G8 ist diese reform (so wie sie umgesetzt wurde) extrem umstritten. kinder, eltern und lehrer gehen immer noch auf die barikaden, die stimmen sind nicht leiser geworden. der höhepunkt ist die verkürzung der schulzeit an den gesamtschulen! die oberstufen der gesamtschulen und wahrscheinlich auch fachgymnasien (bisher kl. 11-13) werden dann von klasse 10 bis 12 gehen. die gesamtschüler werden bereits nach der 9. klasse sortiert, wer in die oberstufe wechseln kann und wer die 10. klasse zum realschulabschluss macht. sollte dort der erweiterte sek. I erreicht werden, können diese schüler dann in die 10. klasse der oberstufe wechseln.

die angepriesene "Flexibilität bei der Fachleistungsdifferenzierung in den Jahrgängen 5 bis 8" von frau heister-neumann ist ja wohl ein hohn! man lese hier (besonders den unteren abschnitt): http://www.gesamtschule-stade.de/pdf/Galas090305.pdf

unser sohn geht seit letztem schuljahr auf eine IGS, mit gymnasialempfehlung, aus gutem grund. die erzählungen anderer eltern und kinder, die sich für's gym entschieden haben, bestärken uns immer wieder, die richtige schulform gewählt zu haben.
was unseren sohn durch das G8 an gesamtschulen nun erwartet und ob er davon betroffen sein wird - ich kann das nicht absehen. ich bin über alle maßen wütend und entsetzt mit welcher ignoranz eltern, kindern und lehrern gegenüber die politiker ihren ideologischen machtkampf weiter fortführen und durchsetzen. so nach dem motto: das volk wird sich mit der zeit schon dran gewöhnen und die klappe halten...

Laika
Wenn mein Kind hat, welches unbedingt sudieren möchte
von Sasapi (Eltern), 25. Mär 13:20
und mit 16, denke ich, wissen die Kids das ganz gut selber, ist es ok. Obwohl - 30 Stunden Schule und noch 10 Stunden Nachhilfe finde ich schon viel. Entspricht einem Vollzeitjob..

Ich finde, man muß auch unterscheiden, was man unter Nachhilfe versteht. Einige Schüler wiederholen mit ihrem Nachhilfe einfach nur den gerade gelernten Stoff, alleine kriegen sie das nicht so gut hin, andere machen mit ihrem Nachhilfelehrer die Hausaufgaben, und wieder andere pauken für ihr Problemfach.
Was ich -persönlich - nicht gut finde, ist etwas, was bei einem ehemaligen Nachhilfeschüler meiner Großen der Fall war: Er kam mit Hauptschulempfehlung auf die Realschule. Mittlerweile ist er in Klasse 6, steht in Mathe, Englisch und Deutsch zwischen 4 und 5 (eigentlich schon seit der fünften Klasse) und alles Lernen - 5 Nachhilfelehrer verschliss er schon- half nichts.Er tut sich einfach unheimlich schwer- es ist eine Quälerei für Schüler und Nachhilfe-Schülerin. Darum hat unsere Tochter auch gesagt, sie hört auf.

Was die Lehrstellensituation angeht: Nur wegen der besseren Chancen würde ich kein Kind auf Gedeih und Verderb durch eine Schule "prügeln" wollen. Auch das Handwerk braucht Azubis- und die Handwerksberufe bspw. sind bei den Abiturienten nicht so beliebt.
Bei unseren Mittleren, Klasse 4, ist es so, daß sie gerne Landwirtin oder Gärtnerin werden möchte. Sie hat eine Empfehlung für das Gymnasium bekommen- wegen des Notenschnitts - will dort aber absolut nicht hin. Sie ist auch Eine, die nicht gerne freiwillig lernt.
Darum denke ich - ebenso wie die Lehrerin- wäre sie auf dem Gym auch verkehrt.
Wer weiß, wie es aussieht, wenn sie 16 ist- dann kann man immer noch weitersehen.
mausi
von gesche (Eltern), 25. Mär 09:26
Und meine Tochter ist 13, in der 7. Klasse und hat 32 Stunden.
Was hat denn das mit den Lehrern zu tun ? Oder mit deren Qualität ??

Meine andere Tochter ist 16 und geht in die 10. Klasse, sie hat 34 plus eine Förderstunde wegen G8.

Da bleibt nicht viel Freizeit übrig, das ist nun mal so. Schließlich wird ein ganzes Jahr nun irgendwie verteilt. Und das geht zu Lasten der Schüler. Dummerweise kann man auch mit einem guten Realschulabschluss nicht studieren, was meine Kinder aber wollen.

Noch hinzu kommt, dass im Jahr 2011 zwei Jahrgänge in Niedersachsen entlassen werden, und dann in den folgenden Jahren auch zwei Jahrgänge in Hamburg und Schleswig-Holstein. Alle diese doppelten Jahrgänge drängen in die Unis und auf den Lehrstellenmarkt. Es wird also noch strengere NCs geben, es wird ein noch schärferes Aussieben bei der Lehrstellenvergabe geben - da hast du dann als Realschüler über Jahre hinweg hier im Norden nur noch halbierte Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
Das alles hat nichts mit Lehrern zu tun, sondern mit verfehlter Bildungspolitik.
Ich frage mich ...
von Nick Knatterton (Eltern), 25. Mär 09:06
und sicher viele der Leser: Warum steht mir an meinem Arbeitsplatz niemand zur Seite, z.B. ein 1-Euro-Jobber, der mir hilft, dass ich noch mehr leisten kann, als ich eigentlich leisten kann?

ich frage mich aber auch: warum macht man nicht 'ne tolle Lernsoftware, und die Kinder könnten bequem und in viel besserer, mit präsziser Rückmeldung verbundener Weise zu Hause arbeiten. Dann könnte man die Schulen abreißen und die Lehrer könnten was praktisches machen? Die Nachbereitung könnten - wie jetzt auch schon - die Nachhilfelehrer leisten, die sind viel billiger, da häufih schwarz bezahlt.

Ineressant übrigens das Wort NACHHILFE, wie wenn ein Pferd den doppelten Ochser verweigert und man ein bisschen nachhelfen muss.
Hallo
von mausi12 (Eltern), 24. Mär 21:40
Also meine älteste ist 14 und besucht die 9. Klasse und Sie hat eine 30 h Woche an Schule plus 10 h Nachmittags Nachhilfe und ich muss sagen es funktioniert. Wir Eltern suchen oft nur die Schuld bei den Lehrern dabei sollten wir auch mal bei uns anfangen und uns fragen wie oft helfe ich meinen Kind beim lernen, da fängt es doch oft schon an. Ich finde wenn mein Kind den Druck und der zu erbringenden Leistung nicht gewachsen ist dann sollte man sich ersthaft überlegen es vom Gym. runter zu nehmen. Lieber einen guten Realschulabschluß und ein zufriedenes Kind was gerne lernt als einen schlechten Gym.abschluß und ein trauriges Kind. Es gibt nun mal Kinder die Wesensstark sind und schwächere. Wir sind früher sogar jeden Samstag zur Schule gegangen und war das schlecht, nein. Aber heute regen sich immer nur alle auf und meckern anstatt eine Besserung herbei zu führen.
Tja, sieht leider so aus....
von Sasapi (Eltern), 24. Mär 15:33
Ja, im Moment sieht es so aus...Ich hoffe aber, es tut sich noch was- mal soll ja die Hoffnung nie aufgeben...
Unsere Älteste besucht nach der Gesamtschule jetzt seit Sommer 08 das Fachgymnasium. Das läuft noch -noch!!!- von Klasse 11 bis 13, und schließt mit einem vollwertigen Abitur ab, allerdings hat ja jedes Fachgym einen Schwerpunkt, in unserem Fall Oekotrophologie, und dieser Schwerpunkt ist dann als Profilfach fürs Abi schon vorgegeben...Bisher kommt sie gut zurecht, leistungsmäßig kann sie mit ihren Klassenkameraden vom klassischen Gym absolut mithalten.
Bisher ist auch noch keine Rede davon, die Fachgyms auch noch zu verkürzen. Könnte auch eine Alternative darstellen...aber natürlich nicht für jedes Kind.
Ich finde es nur schrecklich, was den Kindern schon im Alter von 10-11 Jahren zugemutet wird, daher kommt für uns das klassische Gym nicht in Frage...
Allerdings, im Verhältnis zu Schulzeit unserer Großen, da gab es die Orientierungsstufe noch, setzt der Leistungsdruck auch schon wesentlich früher ein- teilweise schon in Klasse drei. An unserer Grundschule ist es so, wenn man einen Notenschnitt von 2,3 ( aus den Fächer Mathe, Deutsch, Sachkunde) oder schlechter hat, gibt es nur noch eine Empfehlung für die Hauptschule. Deshalb werden schon 3.Klässler regelmäßig zur Nachhilfe geschickt- ich frage mich, ob die Kindheit nun schon mit 8-9 Jahren aufhören soll??
Wenn schon G8, dann aber auch so, daß der Lehrplan mal entrümpelt und abgespeckt wird und nicht einfach ein Jahr durch erhöhtes Tempo eingespart werden soll....
G8 kommt aber
von gesche (Eltern), 24. Mär 09:56
Hallo, leider ist es aber mittlerweile so, dass auch für Gesamtschulen das G8 eingeführt wird, ich glaube schon ab 2010. Dann ist dieser Weg auch gestorben.

Eins meiner Kinder ist in der 7. Klasse, gerade 13 Jahre alt. Zweimal in der Woche 7 Stunden, also erst um kurz vor drei zu Hause, Hausaufgaben sollen nicht länger als 2 Stunden (!)dauern, für Arbeiten muss natürlich noch extra gelernt werden, gern dann mal am Wochenende, weil Arbeiten gern am Montag oder Dienstag geschrieben werden. Ferien dienen dazu, den durch Unterrichtsausfall nur dürftig oder gar nicht bearteiteten Stoff zu vertiefen. Mit jedem Schuljahr wird das natürlich schlimmer. In der 10. Klasse dann (15, 16 Jahre) viermal 8 Stunden, einmal 7 Stunden. Für Fahrschüler bedeuten 8 Stunden Schule, dass man morgens um sieben im Bus sitzt und abends um fünf wieder zu Hause ist. Schularbeiten, Lernen für Klausuren usw. ist natürlich trotzdem noch nötig. Da bleibt keine Zeit mehr für anderes. Mein G9 Kind hat es da deutlich leichter gehabt und macht jetzt ganz enspannt Abitur.

Und wofür das ganze ? Jetzt wird auch noch so nach und nach das Einschulungsalter 'runtergesetzt, der ganze Stress fängt dann noch früher an.

Der Weg über die Realschule scheint nur einfacher zu sein, tatsächlich muss man aber ja mindetens 3.0 erreichen, um weitermachen zu können. Auf dem Gymnasium muss man 'nur' versetzt werden in die 11. Klasse, das geht auch mit einem Schnitt von 4. Und mit Realschulabschluss sind leider etliche Defizite aufzuarbeiten, besonders in den Naturwissenschaften und in Mathe, aber auch in anderen Fächern.

Gesamtschule ? Mit G8 macht die dann auch kaum noch Sinn - und deswegen kommt es eben an diesen Schulen auch. Gesamtschulen sind nicht gewünscht.

Es ist unglaublich...
von Sasapi (Eltern), 23. Mär 20:14
was Schülern der 5ten Klasse auf dem Gymnasium zugemutet wird. Unsere Mittlere besucht die 4. Klasse.

Auf dem Infoabend der weiterführenden Schulen erklärte der Direktor des örtlichen Gymnasiums: "Pro Tag sollte man 2 Stunden für Hausaufgaben einplanen, dazu noch ca. 1 Stunde für Vorbereitung für Klassenarbeiten. Außerdem einen ganzen Tag am Wochenende- sonst packt man das Pensum nicht!"
Bitte?? Er redet von 10 jährigen, die eigentlich noch spielen sollten- aber durch Busfahren etc. sind die Kinder im Schnitt erst gegen 14 Uhr zu Hause. Wann sollen sie dann noch Zeit für Hobbies etc. haben??

Für mich steht fest, daß unsere Mittlere die gleiche IGS besuchen wird ( möchte sie auch) wie unsere Große. Die hat im vergangenen Sommer dort ihren erw. Sek. I gemacht und besucht nun das Fachgymnasium. Sie kommt gut zurecht, hat gute Noten, ohne so viel zu lernen, wie es unser Gymnasium von Kindern verlangt, die noch wesentlich jünger sind.
Dann dauert der Schulbesuch halt ein Jahr länger- wo ist das Problem???
stimme dir zu
von Anonym, 10. Feb 23:17
@ Jungsmama

du hast völlig Recht, es ist eine Schande, was den jetzigen 10ten zugemutet wird....und mich regt das jeden Tag auf neue auf.

Die 7tn, dort habe ich ja auch ein Kind, haben auch schon keine Freizeit mehr und die sind 12, höchstens 13 Jahre alt. Was ist das denn für eine Kindheit, die man fast ausschließlich mit Schule verbringt ?

Ich bin gespannt, wie viele der jetzigen 10ten nachher tatsächlich das Abi schaffen...da kommt zu all dem Unterricht dann noch das Seminarfach dazu mit kleiner und grosser Facharbeit, Leistungskursen und 4stündigen Klausuren, für die man ja auch irgendwann noch lernen muss - nachts vermutlich.
die Leittragenden sind die Schüler der jetzigen10.Klassen
von Jungsmama (Eltern), 10. Feb 09:30
Nicht nur, daß sie es viel schwerer haben, als die jetzigen 11.Klässler(obwohl gleicher Stoff, weil sie irgenwie "ganz plätzlich" dieses eine Jahr aufholen sollen, nein sie können auch nicht das Jahr wiederholen, weil die jetzigen 9. Klassen auch schon zum Teil den gleichen Stoff durchnehmen, wie die jetzigen 10.u. 11. Klassen. Tja und wenn sie dann mit dem Stress nciht mehr klarkommen und aufs Fachgymnasium wechseln möchten, fehlen ihnen die guten Noten, die die 11Klässler problemloserreichen können, da sie ja ein Jahr länger Zeit hatten für den gleichen Stoff. Dieses G( wird einfach nur auf dem Rücken der Kinder ausgetragen (besonders dem der jetzigen 10. Klassen) und wenn es dann Probleme gibt, ist immer das Elternhaus Schuld....
Aufstand (wäre schön)
von Anonym, 05. Feb 13:05
Zusätzlich zu dem Stress in den weiterführenden Schulen ist auch die Grundschule mittlerweile eine Stress-Schule.
Spätestens in der 3. Klasse, wenn es Zensuren gibt, geht es nur noch um die Empfehlung. Leistungsdruck, Stress und kaum noch Freude an der Schule. Kreativität wird nicht mehr gewünscht, nur noch angepasstes Funktionieren.
Das war zu G9 Zeiten lange nicht so schlimm, da es damals zum 'Sortieren' noch die OS gab. Die Abschaffung wurde als grosser Fortschritt gefeiert. Nur hat sich wohl kaum jemand Gedanken um die Auswirkung gemacht, wie eben so üblich in unserer völlig desolaten Bildungspolitik.
Aufstand
von känguru (Eltern), 04. Feb 12:43
Am G8 scheitern in aller erster Linie die Lehrer.Unklare Erwartungen von oben,der Quelle
der Reform,führt bei Lehrer/innen
zu erhöhten Ausfallzeiten.Das
wiederum baden Schüler/innen und Eltern aus. Die Leistungen meines Sohnes fielen in der 7.
Klasse ab,allerdings kam er zwei mal die Woche erst um 16 H nach Hause und war körperlich einfach zu klein für
die Anstrengungen einer 33 H Woche.Übrigens wird in Ländern
mit Schulabschluss mit 18 auch dementsprechend weniger Wissen
vermittelt.In Schottland wählen 12jährige bereits Kurse ab.Die Anpassung an internationale Standards sollte etwas genauer recherchiert werden.
deutlich erschwerte Bedingungen durch G8
von Anonym, 01. Feb 17:20
Vielleicht liegt das auch daran, dass man als Eltern (und natürlich als Schüler) Schwäche eingegestehen müsste ? Dass man einfach mal ganz laut sagen müsste, dass das eigene Kind überfordert ist ? Damit allerdings setzt man sich dann gleich Kommentaren wie: 'dann ist es auf der falschen Schule' aus und das Argument ist ein Todschlagsargument.
Meine Kinder sind sicher nicht auf der falschen Schule, sie wollen lernen, sie wollen ihr Abi machen, sie wollen sich auch anstrengen, aber der Tag hat nur 24 Stunden und die Anforderungen sind mittlerweile teilweise utopisch hoch. Aber niemand gibt das zu, alle tun so, als hätte nur 'geringer begabte Kinder' diese Schwierigkeiten.
So ändert man natürlich gar nichts.
deutlich erschwerte Bedingungen durch G8
von llamedos (Eltern), 01. Feb 15:51
Scheinbar ist der Leidensdruck den die Kinder teilweise haben bei uns Eltern noch nicht deutlich angekommen, sprich noch nicht groß genug, sonst würden sich Eltern endlich mehr um ihre Kinder und deren Ausbildung kümmern.
Nicht einfach nur abgeben und zu Schule sagen:"Mach mal!"
Interesse steuert Handeln!
Bei vielen Eltern heißt es doch:
"Wasch mich, aber mach mich nicht nass."
deutlich erschwerte Bedingungen durch G8
von Anonym, 01. Feb 14:01
Mich regt im Moment das G8 ziemlich auf.
Mein Kind ist in der 10. Klasse Gym und muss am Ende dieses Schuljahres versetzt werden, um den Sek. Abschluss 2 zu schaffen.
Dieser Abschluss ist allerdings nicht vergleichbar mit dem, den alle vorher machen mussten. Denn der Stoff, der jetzt gelernt werden muss, ist identisch mit dem, den jetzige 11-Klässler lernen. Das heisst konkret, jetztige 10-Klässler machen ihren Sek II Abschluss mit dem Stoff der vorherigen Oberstufe. Wer jetzt in der 11. Klasse ist, hat den Sek II Abschluss schon - aber mit wesentlich geringerem Anspruch. Dies ist besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern zu spüren. War Physik bisher noch eher einfach (letztes Thema war Radioaktivität, Castor-Transporte usw.)muss in diesem Schuljahr Stoff gepaukt werden, der auf einen deutlich zu hohen Niveau liegt. Die einzige Klassenarbeit im Halbjahr fiel mit einem Schnitt von 4,2 aus.
Fazit: Wäre mein Kind ein Jahr früher eingeschult worden, dann hätte es jetzt den Sek II Abschluss ganz locker erreicht - eben auf Mittelstufen-Niveau. Statt dessen dürfen sich die Schüler anhören, ihnen fehle es an Reife und Willen zum Lernen und das bei Schülern, die teilweise 40 (!) Wochenstunden haben.

Von meinem 7-Klässler Kind will ich gar nicht reden, Freizeit bleibt kaum noch, 32 Wochenstunden plus Hausaufgaben für 12jährige Kinder, die teilweise auch noch Fahrtzeiten von fast zwei Stunden haben.
Ob ich meinem Kind das dauerhaft zumuten will, weiss ich noch nicht, ich spiele schon mit dem Gedanken, es auf die Realschule zurückzustufen.

Dagegen hat mein 13-Klässler ein ruhiges Leben, 28 Stunden in der Woche, viel Freizeit, so dass nebenbei noch gejobbt werden kann und ein Abischnitt in Aussicht, der durchaus mit einer eins anfangen kann.
Voll gechillt, wie sich die Schüler ausdrücken.

Wir Eltern müssten eigentlich auf die Barrikaden gehen wegen des G8 in Niedersachsen - es ist so besch.... umgesetzt worden, dass man den Schülern, unseren Kindern, teilweise Kindheit und Jugend und nicht zuletzt auch die Zukunft versaut.

Ich bin einfach nur wütend.

Schulsuche

Merkliste

  • Um Ihre Merkliste zu sehen, müssen Sie sich einloggen.

Fragen zum Schulrecht?

0900-1875 123 101

(1,99 €/min)

Die Schulradar-Anwaltshotline hilft Ihnen weiter (Mo-So 8.00 - 24.00 Uhr).

Dieses Angebot wird durch unseren Partner Deutsche Anwaltshotline bereitgestellt und kostet 1,99 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Ggf. abweichende Preise aus Mobilnetzen.