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Bei meinen 35 Jahren Recherchen für die neue Ich-kann-Schule ist mir extrem aufgefallen, dass man in unseren Schulen zum ErZIEHen DRUCK macht; diese Verwechslung von Gas- und Bremspedal fällt aber niemand mehr auf, sie ist quasi obligatorisch.
DRUCK kann Probleme (und Menschen) aber nur komprimieren - das ist das exakte Gegenteil von Lösung. Unter DRUCK wächst nichts, auch keine Persönlichkeit; die muss dafür gegen den DRUCK aufbegehren und das wird ja von der Pädagogik nicht als sinnvolles Lebenszeichen gesehen sondern als pathologisches.
Unter DRUCK lernt man logischerweise BEDRÜCKT. Daraus resultieren schnell Trotz-, Wut-, Ohnmachts-, Minderwertigkeits-, Angst-, Versagens- u.ä. Gedanken und Gefühle. Und nun kann unser Gedächtnis nicht auswählen. Es muss immer ALLES speichern in der Qualität, wie es kommt.
Wenn Otto bei seiner Diktatübung "alles Scheiße und zum Kotzen" findet, wenn er voll aufgestauter Aggression ist, wenn er resigniert und Angst hat,..... dann speichert sein Gedächtnis die Merkwörter in einem riesigen Misthaufen von Kotze und Scheiße und Aggression und Angst und Resignation. Wie soll er die Wörter beim nächsten Diktat in diesem Misthaufen finden?????
Unsere Pädagogen sind durch Ausbildung und Dienstvorschrift geblendet und abgelenkt von der Realität, die sie selbst ständig zu ihren eigenen Ungunsten produzieren. Man lernt gar nicht Schreiben & Lesen bei ihnen, nein! Man lernt mit Hilfe von Schreib- und Leseübungen, dass Schreiben & Lesen zum Kotzen ist.
Man übt nicht Lesen & Schreiben sondern sich den Lese/Schreibübungen zu UNTERWERFEN.
Ein natürlicher, sinnvoller, im Idealfall beglückender Lernprozess wird durch Unterrichtsvollzug pervertiert und neurotifiziert. Dass die Rechtschreib- und sonstig beteiligten Talente damit in die Flucht geschlagen werden, stört im blinden Eifer niemand. Man frönt dem Wahn, die Kinder könnten es IMMER NOCH NICHT und manche lernten es nie, dabei können sie es infolge dieser Barbarei NICHT MEHR.
Wenn ich den barbarischen Umgang mit den Talenten durch Achtung, Anerkennung, wohlwollendes Interesse austausche, kehren die verprellten Kräfte bei Stärkung, respektvollem Umgang und guter Pflege zurück und wachsen. Das lässt sich ggf. sehr einfach und schnell demonstrieren.
Die sog. Legastheniker können oft viel besser schreiben als ihre nicht so sensiblen Mitschüler. Wenn ich mit ihren FEINEN Talenten FEIN umgehe, zeigt sich das in der Regel sehr bald.
TALENTE sind MENSCHLICHE Kräfte und brauchen MENSCHLICHE Qualität im Umgang; genau hier hat die Pädagogik mit ihrem "objektiven Getue" nichts zu bieten. Menschlich verhungern die Talente bei ihr. Ich gebe ihnen dagegen reichlich Stärkung und dadurch bekomme ich andere Ergebnisse. Interessanterweise erreichen die betroffenen Kinder ihre Verbesserung ohne weiteres auch ohne und notfalls sogar während schlechter Behandlkung durch die Schule. Es muss nur etwas Entscheidendes auf der MENSCHLICHEN Ebene geschehen.
Legasthenie ist nur die äußere Erscheinungsform des inneren Problems; das tatsächliche Problem ist nicht die sog. Legasthenie. Indem die Pädagogik dauernd diese Legasthenie umtanzt wie das Goldene Kalb, widmet sie ihre Kräfte dem verkehrten Problem und missachtet das tatsächliche. Genau deshalb wird es immer schlimmer je besser sie es macht.
Es macht Freude, die Lese- und Schreibtalente der Kinder hervorzurufen, zu entfalten und zum Wachsen zu bringen. Ohne den üblichen Unterrichtsvollzug geht das einfach und ganz praktisch. Man muss nur durch sein Tun bestätigt bekommen, dass man gebraucht wird und geschätzt wird. Das soll hier als Anregung genügen. Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe