LehrerInnenarbeit in Beruflichen Schulen

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Faule Lehrer in der Schulze-Delitzsch-Schule (Berufliche Schule)
von greymouse (Ehemalige), 04. Jan 15:29
Hallo willichdas!

Es ist schon komisch, das all diese, interessanten Argumente nur auf diese eine Berufliche Schule in Wiesbaden zutreffen (die Argumente sind bereits erwähnt worden).

Nur wenige 100m Luftlinie von dieser Schule (inkl. unmögliche Schüler und Lehrer) ist eine andere Berufliche Schule (namentlich Kerschensteinerschule) die etwa 2 Noten beliebter abschneidet untergebracht.

Also kann das Problem schlecht am Schulsystem (großzügige Lehrer der Realschule) liegen, sondern eher an den dortigen Lehrern!
Faule (?) Lehrerinnen ?
von Willichdas (Eltern), 31. Okt 16:44
Diese Antwort geht dermaßen an dem zur Diskussion gestellten Beitrag vorbei, das der Beitrag in der Tat nur bestätigt wird.
Lassen wir das Kindergeld mal ganz aussen vor, es zu erwähnen ist wirklich nicht relevant,
doch kann ich nur bestätigen, was der Beitragsschreiber sagen will:
Es brauchen weiterführende Schulen einen gewissen Grad an Vorbildung der Schüler, um überhaupt mit den Schülern arbeiten zu können. Doch ist diese Vorbildung schlichtweg oft nicht vorhanden, obwohl unsere Kinder in dem Alter schon viele Schuljahre hinter sich haben.
Ich kann dem Beitrag nur zustimmen.
Doch ist der allgemeine Wissensverfall unserer Kinder noch nicht gravierend genug.
Wir werden das noch einige Jahre ertragen müssen.
Solange Kinder anstandslos mit 5-ern und auch 6-ern im Zeugnis in die nächste Klasssenstufe aufsteigen,
und weitergereicht werden dürfen, ohne das das Schülerwissen hinterfragt wird, solange wird sich daran nichts ändern.

Faule Lehrer/innen in Beruflichen Schulen
von greymouse (Ehemalige), 31. Okt 13:30
An manchen Beruflichen Schulen gibt es Lehrer/innen die sich über den mangelnden Grad an Intellekt Ihrer Schüler beklagen (sie würden nur auf längere Kindergeldzahlung spekulieren).

Hierbei wird vergessen, das diese Personen ungefähr das doppelte Netto verdienen als Ihre erfolgreichen Azubis, und vergessen haben, das es ihre Aufgabe ist, den Schülern den Stoff zu vermitteln (dies ist in der Berufsschule wie auch in der FOS eine Katastrophe).
LehrerInnenarbeit in Beruflichen Schulen
von Welfenstraße (Lehrer), 09. Apr 12:26
Die politischen Diskussionen in Hessen drehten sich in den letzten Jahren, insbesondere im hessischen Vorwahlkampf, ausschließlich um das Allgemeinbildende Schulwesen (Gesamtschulen, G 8, Vollzeitschule, u.ä.).
Völlig außer acht blieb die Berufliche Schule, die für Viele, die nach Abschluss der Haupt- oder Realschule keinen Ausbildungsplatz erhielten, das Auffangbecken ist, um nicht gleich auf der Straße zu stehen. Ein Großteil dieser jungen Menschen sehen im Besuch einer Weiterführenden Schule die Chance, ihre Basis für einen Ausbildungsvertrag zu verbessern.
So weit - so richtig.
Was hierbei oft übersehen wird, ist, dass viele deshalb keinen Ausbildungsplatz erhielten, weil sie selbst schlichtweg nicht die Voraussetzungen mitbringen, die ein Unternehmen von seinen Azubis erwartet. Das beginnt mit Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Ordnungssinn - ja sogar Sauberkeit - und endet mit den oft fehlenden intellektuellen Fähigkeiten. (Betriebliche Ausbilder können schon lange die Eingangstests, die sie vor Jahren benutzten, nicht mehr verwenden - die Ergebnisse wären schlicht zu katastrophal!)
Seit vor Jahren die Eingangstests für die Fachoberschulen ersetzt wurden durch die Mindestnoten-Kombination von 3 - 3 - 4 für die "Hauptfächer" Deutsch, Englisch und Mathematik (Zuordnung der Noten ist beliebig), erleben die Schulen das Phänomen, dass SchülerInnen, die eigentlich eine "5" erhalten würden, in diesem Fach noch die "4" bekommen, weil ihre LehrerInnen ihnen ja nicht "im Weg stehen" wollen. Desgleichen die Verbesserung von einer "4" auf die "3" und schon hat der/die KandidatIn die Voraussetzung erfüllt, um auf die Fachoberschule (FOS) aufgenommen zu werden.
Konsequenz: In den 11. Klassen der FOS tummeln sich reichlich junge Menschen, die in keinster Weise die intellektuellen Voraussetzungen erfüllen, um nach 2 Jahren die Fachhochschulreife-Prüfung zu bestehen.
Abgesehen davon, dass in einzelnen Klassen die Nicht-Versetzung in Klasse 12 an die 50 % reicht, sind, nach eigenen Angaben, nicht wenige SchülerInnen nur deshalb auf der FOS, weil dadurch das Kindergeld weiter gezahlt wird. Eine Nicht-Versetzung ist unter solchen Voraussetzungen dann auch nicht weiter tragisch! Im Gegenteil: Selbst die Wiederholung auch der 12. Klasse führt im Extremfall zu einer 4-jährigen FOS-Zeit - heißt: 4 Jahre zusätzliches Kindergeld.
Aus der Sicht der SchülerInnen und ihrer Eltern verständlich - aber was heißt das für die Arbeit der KollegInnen?
Sie arbeiten Jahre lang mit jungen Menschen zusammen, deren einzige Motivation darin besteht, die Zeit zu überbrücken, bis sie einen Ausbildungsplatz erhalten und/oder weiter Kindergeld erhalten und/oder einfach nur nicht auf der Straße stehen wollen.
Vor vielen Jahren wollten die meisten SchülerInnen, die die FOS besuchten, im Anschluss daran tatsächlich an den Fachhochschulen studieren. Die heutigen SchülerInnen sind dazu nur in sehr beschränktem Maß in der Lage und willens.
Es wäre sehr hilfreich, wenn sich die KollegInnen der Allgemeinbildenden Schulen, die ihre SchülerInnen nach der "Mittleren Reife" entlassen, dessen bewusst wären und die Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen enger verzahnt würde. Vielleicht wären dann solche Auswüchse eher zu vermeiden und die inhaltliche Arbeit könnte wieder qualifizierter ausgeübt werden. Geholfen wäre nicht nur den KollegInnen im Beruflichen Schulwesen sondern auch denen in den Fachhochschulen, die die jungen Menschen dann mit dem Abschlusszeugnis der 12. Klasse von uns übernehmen.

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