Mieserables Schulsystem

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Unser Schulsystem ist gar kein Schulsystem
von f.j.neffe (Lehrer), 01. Mär 14:44
SCHOLAE bedeutet: innehalten, zu sich kommen, zur Besinnung kommen, wieder mit sich eins werden.
In meinen Ich-kann-Schule-Vorträgen halte ich das immer wieder vor Augen.
Stell Dir vor, ein Kind wollte in unseren Lehrplanvollzugsanstalten tatsächlich SCHULE machen! Stell Dir vor, der Lehrer will Unterricht abwickeln und das Kind lässt ihn damit allein, kommt zu sich und wird mit SICH eins!
Unser Unterrichtungswahn verlangt Kinder, die zugunsten der Unterrichtsvorbereitung des Lehrers auf ihr originales Leben verzichten und sich in den Unterrichtsablauf willig einfügen und mitmachen.
LERNEN bedeutet EINE FÄHRTE VERFOLGEN, eigene ErFAHRungen sammeln.
Ein Blinder kann nicht übersehen, dass Unterrichten, Beibringen, Vermitteln und all das Übliche LERNEN VEREITELT.
Es vereitelt auch KONZENTRATION. Für Konzentration müsste der Mensch ja IN SEIN ZENTRUM gehen, der Lehrer aber will ihn ganz woanders haben, wenn er "Konzentration" verlangt. Nun stell Dir mal ein Kind vor, dass sich verabschiedet: "Hallo, Lehrer, ich gehe jetzt man in mein Zentrum! Ich konzentriere mich wirklich."
Vor zweitausend Jahren hat Jesus schon am Kreuz gestöhnt: "Herr, sie wissen nicht, was sie tun." Wir sind heute keinen Schritt weiter.
In Deutschland herrscht Schulpflicht. Die Eltern müssen dafür sorgen, dass ihr Kind in die SCHULE geht. Wenn sie es in die Bäckerei oder ins Schwimmbad oder in die Eisdiele schicken, bestraft man sie und die Polizei fährt das Kind ggf. in die Schule. So möchte das der Gesetzgeber.
Hunderttausende Eltern verstoßen täglich gegen dieses Gesetz, weil sie ihre Kinder in chaotische, völlig unpädagogsche Unterrichtsvollzugsanstalten schicken, die ziemlich das Gegenteil von Schule sind. Da alle diesen Irrsinn mitmachen, fällt die Schusselei nicht auf. Als Ich-kann-Schule-Lehrer finde ich es aber doch erstaunlich, dass niemand von SCHULE verlangt, dass SCHULE SCHULE ist. Großbäckereien werden ohne weiteres geschlossen, wenn dort gegen die Grundlagen des Berufes verstoßen wird, Schulen nie. Wenn ein Auto in der Werkstatt nicht sorgfältigst behandelt wird, gibt es größte Probleme. Was wir uns bei unserem Auto nie bieten lassen: bei Kindern stecken wir alles weg als wären wir noch in Zeiten der Leibeigenschaft, wo man für einen "eigenen Kopf" in den Schuldturm geworfen wurde.
Es ist doch interessant, was wir uns für LERNGELEGENHEITEN selbst erschaffen.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
Bestechlichkeit der Lehrer - größtes Problem!
von Mediator (Eltern), 29. Feb 12:30
Das größte Problem ist und bleibt die Bestechlichkeit der Lehrer.Solange der Beamtenstatus erlaubt, hervorragende Schüler durch Notenbetrug vom Gymnasium zu vertreiben und Sechserschüler auf Dreien hochzupuschen (in Niedersachsen scheinbar alles legal...)muss man sich nicht wundern, wenn hier bald alles zusammenbricht. Vielleicht ist die Idee nach Schweden auszuwandern gar nicht schlecht - zumindest wenn man Kinder hat.
Lehrer wendeten schnell die Jacke!!!
von Emsland71 (Ehemalige), 27. Feb 11:49
Hallo,
ich bin ein vorwiegend Ruhiger und disziplinierter Schüler gewesen,in der DDR gerade richtig!!!NUN KAM DIE WENDE UND ES WURDE ALLES ANDERS,DAMIT KAM UND KOMME ICH BIS HEUT NICHT KLAR!!!
WENDE WURDE ICH DURCH LEHRER MASSIV GEMOPT,IN DEM MAN MICH VOR DER GANZEN KLASSE MASSREGELTE!D.h.,ICH MUSS LAUTER WERDEN SONST KOMME ICH NICHT WEITER IM LEBEN,DAS GANZE ZOG SICH BIS ZUR BERUFLICHEN REHA IM JAHRE 2003 IN BAD OENHAUSEN HIN!
ICH FÜHLTE MICH DADURCH SEHRRRRRRRR EINGESCHÜCHTERT!
Das ganze führte wohl auch zu meiner Persönlichkeitveränderrung!
Da kann ich nur sagen Deutschland mit seinem Bildungswesen muss Preussischer werden!!!
Ich bedaure die Lehr nicht die sich ausgebrannt fühlen,Sie sind selbst Schuld denn die Schüler müssen ja unbedingt auf den Tischen tanzen!!!
Vorschlag von Bulgur (Schüler)
von greymouse (Ehemalige), 08. Feb 14:21
Diese Schule existiert schon (zumindest in der Mehrzahl der Bundesländer). Sie heißt Gesamtschule!
Vorschlag
von Bulgur (Schüler), 17. Jan 23:50
Hallo :)
Ich ich finde das Schulsystem in Deutschland sehr verbesserungswürdig und habe mich deshalb entschlossen ein paar Ideen und Anregungen zu geben.


Mein Vorschlag:

Erst einmal muss man das Ziel dieses Schulsystems festlegen.
Meiner Meinung nach sollte es das Ziel des Schulsystems sein, den Schülern bei ihrer Entwicklung zu helfen und ihnen die Dinge zu vermitteln, die sie benötigen um in dieser Gesellschaft bzw. diesem System glücklich leben zu können.
Allerdings ist das jetzige Schulsystem meiner Ansicht nach sehr auf wirtschaftliche Fähigkeiten fixiert, obwohl doch die wirtschaftliche Ebene genauso wichtig ist wie die Soziale. Ein Mensch hat sowohl soziale Bedürfnisse und Probleme mit denen er sich auseinandersetzen muss, wie auch wirtschaftliche. Meiner Meinung nach sollte die soziale Ebene genau so wichtig sein wie die wirtschaftliche, da sie im gleichem Maße für ein glückliches Leben wichtig ist.

Soziale Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung
Hierfür einige sinnvolle Fächer:
Therapeutische Ausdrucksmalerei und Landart um persönliche Fragen und Probleme zu behandeln und generell die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

Ein paar neue Themen in Philosophie und Psychologie Sinnvolle Themen könnten hier sein: existenzielle Fragen, Beziehungen, moralische Fragen, den Umgang mit Gefühlen, psychologische Probleme* bzw. wie geht man mit verschiedenen Situationen sinnvoll um, was man mit dem Leben anfangen will, wie man dies angeht...

Zusammenarbeit: Hier könnte man Zusammenarbeit trainieren. Ein Beispiel hierfür ist es z.B. Gruppen zu bilden und in ihnen mit verbundenen Augen ein Zelt aufzubauen.

Meditation und Joga
Um 1. den Schülern Stress zu nehmen und Ruhe zu geben 2. die Entwicklung des Gehirns und der Persönlichkeit durch diese Besinnung und Ruhe unterstützen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, das Meditation sehr zu seelischen Gesundheit beiträgt und es scheint auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns und teilweise des Körpers zu steigern.


*Ein Beispiel:
Bei manchen Diskussionen geht es irgendwann nicht mehr wirklich um das Thema, sondern darum, wer sich dem anderen über/unterordnet – ein sozialer Konflikt.
Dieses Problem kann meiner Meinung nach z.B. dadurch gelöst werden, dass man den Diskussionspartner darauf hinweist, dass man ihm in einigen Punkten zustimmt und immer betont wo er nach eigener Meinung richtig liegt ( und wenn es nur das übereinkommen ist, dass ein Mensch Nahrung braucht.). So zeigt man dass man den anderen respektiert und ihn ernst nimmt (Achtung vor der Person hat) in Folge davon kann der Diskussionspartner leichter in bestimmten Punkten nachgeben, ohne sich selbst unterzuordnen. Es besteht auch nicht (oder fast nicht) mehr der Druck des Über/Unterordnens – das Hinterfragen der eigenen Meinung fällt leichter.



Nun zu dem Grundkonzept meines Vorschlags:

1. Gemeinschaftsschulen
( + weniger Schulen mit mehr Schülern )

2. In diesen Gemeinschaftsschulen gibt es verschiedene Leistungsstufen (z.B. 1,2,3,4,5 ) pro wirtschaftlichen Fach.
Die Schüler werden ab dem 3* Schuljahr nach ihrer Stärke aufgeteilt und können bei Änderungen jeder Zeit wechseln.

In sozialen Fächern und Fächern wie Sport/ Kunst/ Handwerkliche Fächer/ Religion/ Theater...
gibt es keine Leistungsunterteilung sondern es werden Klassengemeinschaften gebildet, welche auch zusammen Dinge Unternehmen. Diese Klassengemeinschaften werden während der ganzen Schulzeit erhalten.

Es gibt 2 Teile:

1 Teil: Die Schüler lernen in allen Leistungsstufen den gleichen Stoff und haben jedoch unterschiedlich lange/ oft das entsprechende Fach. Gute Schüler müssen und können nun gewisse andere Fächer dazu nehmen, z.B. eine neue Sprache. Und es gibt verschiedene Angebote diese gewonnene Zeit zu nutzen.

Durch dieses System erreicht man einen sehr einfachen Wechsel zwischen den verschiedenen Leistungsstufen.

So bleibt dass System bis z.B. zur 5* Klasse , dann tritt der 2. Teil in kraft.

2. Teil
Nun wird der Lernstoff bei den besseren Leistungsgruppen mehr und bei den Schwächeren weniger, die Zeiten gleichen sich mehr an und es geschieht eine Ausrichtung in die Zukunft. Hierzu nimmt man den Nachteil in kauf, dass nun ein Wechsel der Leistungsstufe schwieriger ist. Deshalb muss man u.a. die Pubertät bei dem Wechsel von Teil 1 zu Teil 2 und die Wahrscheinlichkeit des Wechsels mit in die "Festsetzung" der richtigen Zeit für diesen Wechsel einbeziehen.

Nun kann man noch anhand der Leistungen bei schwächeren Schülern mehr handwerkliche, praktische Fächer einführen bzw. berufsorientierte Fächer und die normalen Fächer mehr auf die Praxis beziehen.
(z.B. Mathematik) .

Ein Vorteil der Leistungsstufen ist eine individuellere Förderung, bei im Optimalfall gleicher Lehrerzahl ( Die Kurse sind gleichgroß aber auf einem Niveau).
Ein Nachteil bei Leistungsstufen ist die Gefahr einer Distanzierung der Schüler, der einzelnen Leistungsstufen und somit vielleicht eine Gesellschaft, die sich schon in den Leistungsstufen der Schule zu einer „Schichtengesellschaft“ entwickelt, bei der die obere Schicht kein Verständnis für die Untere hat und umgekehrt.
Dieser Gefahr kann jedoch durch den gemeinsamen Unterricht in anderen Fächern sowie vor allem durch die gemeinsamen sozialen Fächer entgegengewirkt werden.An dieser Stelle können natürlich auch andere Werte besser sein.

3.Ständige Verbesserung durch
a) Bewertungen
Ein Ziel des Unterrichts sollte es zudem sein den Schülern selbstständiges Denken und das hinterfragen von Dingen beizubringen. Hiermit könnte man eine Bewertung des Unterrichts mit Verbesserungsvorschlägen kombinieren. So wird in meinem Vorschlag jede Stunde anschließend im Kurzverfahren ( ankreuzen und mit einem Satz was verbessert werden sollte oder was besonders gut ist) bewertet und es werden als Aufgabe ausführliche Verbesserungsvorschläge 1-4 mal im Jahr aufgegeben.
Um so viele Bewertungen gut bearbeiten zu können, könnte man das auswerten der Bewertungen gemeinsam im Unterricht durchführen und anschließend die besten Vorschläge und wichtigsten Punkte Zusammenfassen und an die Schulleitung und den „Klassensprecher-Rat“ weitergeben.

b) Prüfungsvergleichen und Studien
Durch Studien könnte man auch wissenschaftlich versuchen den Unterricht aufzuwerten und zu verbessern. Prüfungsvergleiche und die Suche nach den Hauptproblemen in Prüfungen sind weitere Mittel.

Schüler helfen Schülern:
Insgesamt ist es sehr von Vorteil wenn man insgesamt mehr Schüler anderen Schülern etwas beibringen. So könnte man z.B. auch regelmäßig Stunden einführen, in denen eine höhere Klasse oder ein höherer Kurs einem niedrigeren Kurs etwas beibringt. Dabei bekommt dann ein Schüler des höheren Kurses eine Leitfunktion als Lehrer und die anderen Schüler des höheren Kurses helfen den
Schülern einzeln. Dabei verinnerlichen zudem auch die Schüler des höheren Kurses den Inhalt des Unterrichts noch weiter.

Weitere Punkte sind:
1. Ein angenehmes Lernklima durch z.B. Raumgestaltung schaffen. Hier könnten auch wissenschaftliche Studien sinnvoll sein.
2. Von Schülern auch das Unterrichtsmaterial bewerten lassen und Verbesserungsvorschläge entgegennehmen oder direkt umsetzen und digitalisieren.
3. Schüler könnten selbstständig Projekte vorschlagen und evtl. etwas Geld dafür bekommen, so dass der Anreiz steigt und Konkurrenz bei den Vorschlägen entsteht.
4. Man könnte den „Klassensprecher-Rat“ mehr Mitgestaltungs- und Verwaltungsaufgaben zukommen lassen, um die Schule beweglicher zu machen.

Dieses System hätte den Vorteil, dass man eine individuellere Förderung bei ähnlicher Anzahl von Lehrern erreicht und einen erhöhten Austausch der "Schichten" hat, so dass diese meiner Meinung nach ein besseres Verständnis für einander entwickeln und sich mehr ineinander verweben.
Miserable jahrgansübergreifende Klassen
von spiderman (Eltern), 04. Jun 00:13
hier in bawü haben wir jahrgansübergreifende Schule 1/2 zusammen pro Klasse mind.25-30 Schüler und 1 Klassenlehrer+Tandem ein paar Stunden die Woche!!Leider ist das Schulsystem in unseren Augen gescheitert da die Lehrer keine zeit für einzelnen Schüler haben und die verweiler(sitzen bleiben) immer mehr werden ,aber die Lehrer und die Schulleitung verstehen uns Eltern nicht.Die Kinder sind dermassen überfordert von Unterrichtsstoff sitzen Stundenweise noch Nachmittags zum lernen,aber keiner fragt nach denn Kinder ob sie zurecht kommen es heisst nur "ich muß mein Stoff vom unterricht durziehen".Mir fühlen uns wie auf Gymi anstatt auf der Grundschule!!!!!Natürlich gibt es ganz verschiedene Kinder manche verstehen es sofort aber manche eben nach zehn mal wenn die lehrer keine Zeit haben ist das Kind verloren und an der weiterführende schule geht es weiter so.Ich denke wenn der Grundbaustein eines Kindes gut aufgebaut ist wird sich das ganz bestimmt später zeigen denn kein kind ist dumm auf die Welt gekommen!!!!
Die Klaasengröße ist einfach zu gross in unseren Augen wie soll es funktionieren in der theorie ja aber praktisch nein.Wer hat ähnliche Erfahrung gemacht???
nochmal :)
von Alberto (Lehrer), 31. Aug 14:02
Link wurde gelöscht. Warum weiß ich auch nicht.
statt dessen: youtube mit Suchbegriffen: Pispers Lehrer
führt zum erfolg
:)
von Alberto (Lehrer), 24. Aug 16:56
http://www.youtube.com/watch?v=yaDmjESm3aA
@Nick Knatterton
von happyfeet (Eltern), 23. Jul 18:31
Hallo Nick Knatterton!

Du schreibst in deinem Beitrag:

"Ich sehe noch heute die Gesichter der Kinder vor meinen Augen und wünschte mir, ich hätte ihnen Liebe und Bestärkung gegeben, statt die Hände überm Kopf zusammen zu schlagen.
Kinder sind unsere Zukunft, doch sie werden behandelt, als ob sie ein Problem seien. Viele Lehrer reagieren ihr eigenes Unterlegenheitsgefühl an Schülern ab, das habe ich in Norwegen und Deutschland beobachten können. Lehrer ist ein typischer Aufsteigerberuf für kleine Leute. Hier kompensieren viele maltraktierte "Kinder" ihre Minderwertigkeitsgefühle indem sie über Jahrzehnte hinweg Schülern zeigen, wie mangelhaft sie sind. Das ist der ganze Haken. Und natürlich sind Kinder ein Problem für jeden, der sie nicht gern hat und nach formalen Kriterien einen "Standard" erreichen will.

All das zu erkennen, hat mich 35 Jahre gekostet. Es schmerzt mich meine "fachliche" Verblendung, denn das Menschliche hat oberste Priorität. Jedoch gibt es weder in der Gesellschaft noch in der Schule für Menschlichkeit eine Priorität. Dabei - und das kann ich 40 Jahren nach dem Abitur und mindestens 4 verschiedenen Berufen sicher sagen - kann man gestrost 90% von all dem Gesülze, was die Schule vermittelt, einfach vergessen, man braucht es niemals wieder. Deshalb gilt der Spruch: Lehrer sind Menschen, die einem helfen Probleme zu lösen, die man ohne sie nicht hätte!"

Ich danke dir sehr für deine Worte!!! Endlich ein Lehrer, der wirklich erkannt hat (auch wenn es bei dir ein paar Jahre länger gedauert hat;-) ), worum es bei einem Beruf als Lehrer u.a. vor allem geht: Den Kindern den Spass am Lernen zu vermitteln und ihnen zu zeigen, dass sie etwas Wert sind, auch wenn sie vielleicht nicht das Mathe- oder Deutsch-As sind ...

Ich würde es super finden, wenn sich ganz viele deiner Berufskollegen ein Beispiel an dir nehmen würden ...

LG Happyfeet
Werte
von Sasapi (Eltern), 21. Jul 13:04
Also, was die Rechtschreibung angeht:
Mein Bruder hatte Zeit seines Schülerlebens arge Schwierigkeiten damit. Mit Sprachen im Allgemeinen. Dafür war er in naturwissenschaftlichen Fächern ( Mathe, Bio, Chemie, Physik )ein Ass.
Mittlerweile arbeitet er als Ingenieur. Er sieht das Ganze so: Müssen Briefe verfasst werden, sagt er der Sekretärin, was er dem Empfänger mitteilen möchte, sie setzt es in ein geschliffenes Schriftdeutsch um. Besucht er Kunden im Ausland, um ihnen ein von ihm entwickeltes Projekt zu erklären, wird ein Dolmetscher mitgeschickt.Die Rechtschreibung meines Bruders ist so schlecht wie eh und je, wie seine Urlaubskarten mir beweisen, er hat nur keine Nachteile dadurch.
Daher finde ich eine gute Rechtschreibung wichtig, man sollte sich nach Kräften darum bemühen, sie sollte auch vernünftig gelehrt werden- wenn jemand aber trotz allem große Probleme damit hat, sind Computer eine große Hilfe.....
Ich finde allgemein die Tendenz, daß nur gelehrt wird, was nützt bzw. als wichtig erachtet wird, bedenklich....
Aus dem Nähkästchen bzw. von Herzen
von Nick Knatterton (Eltern), 20. Jul 23:28
Als ich nach 6 Semestern Studium für höheres Lehramt Musik/Deutsch nach Norwegen geheiratet hatte und dort eine Stellung als Adjunkt (Assessor) an einer Grundschule in der Nähe von Hammerfest erhielt, war ich so froh.

Als ich jedoch in die Schule kam (Klassenlehrer der Klasse 8a), war ich verblüfft, dass die Kinder (es waren nur 14 Schüler in der Klasse) so demotiviert und träge waren. Ich stellte entsetzt fest, dass sie alle bei mir um eine Note abfielen, und bitte, ich habe entsetzlich viel Mühe auf mich genommen, dass genauestens statistisch zu untersuchen.

Nun, ich war so motiviert und wollte die Schüler gern aktivieren. Also gab ich ihnen z.B. als Hausaufgabe z.B. im Geschichtsbuch S. 14-16 zu lesen und wollte dann frei mit ihnen darüber sprechen. Es hakte und hinkte. Ich fragte nach. Sie sagten: "Warum machst du nicht so, wie dein Vorgänger?" - "Wie hat der's denn gemacht?" - "Ja, der hat im Unterricht aus dem Buch reihum vorlesen lassen und dann am nächsten Tag die Sachen abgefragt, die im kleinen schwarzen Kästchen standen!".

Ich ging zum Schulleiter, und der rang die Hände. verwies mich an den Schulrat, der war auch im gleichen Hause. Na, ich wieder die ganze Story abgelassen. Arne Haakland, so hieß der Gute, rieb ebenfalls die Hände. Dann sagte er: "Wenn es mit den Schülern Probleme gibt, haben wir dann als Pädagogen nicht versagt?". Au, das haute aber rein, doch ich konnte bei mir keinen Fehler entdecken.

Im Laufe des Schuljahres erfuhr ich von der Klasse, dass sie jedes Jahr einen neuen Klassenlehrer gehabt haben (Fluktuation in einer Grenzregion). Zudem war der angehende Schwiegersohn (der mit dem Vorlesen und Kästchen-Lernen) des Schulrates Klassenlehrer vor mir gewesen und die Schüler berichtetent ferner, dass die Tochter des Schulrates des öfteren mit Lockenwicklern in den Unterricht kam und bei Schwierigkeiten weinend aus dem Raum lief.

Trotz all dieses Murxes denke ich heute, das der schlaue Arne doch in einer Weise Recht hatte: als Lehrer muss man sich in die Gegebenheiten einfühlen und dort anknüpfen, wo die Kinder stehen, Standard hin, Standard her. Ich sehe noch heute die Gesichter der Kinder vor meinen Augen und wünschte mir, ich hätte ihnen Liebe und Bestärkung gegeben, statt die Hände überm Kopf zusammen zu schlagen.

Ich bin natürlich damals nach einem Jahr wieder dort weggegangen, doch eigentlich habe ich immer die gleiche Misere wieder angetroffen. Kinder sind unsere Zukunft, doch sie werden behandelt, als ob sie ein Problem seien. Viele Lehrer reagieren ihr eigenes Unterlegenheitsgefühl an Schülern ab, das habe ich in Norwegen und Deutschland beobachten können. Lehrer ist ein typischer Aufsteigerberuf für kleine Leute. Hier kompensieren viele maltraktierte "Kinder" ihre Minderwertigkeitsgefühle indem sie über Jahrzehnte hinweg Schülern zeigen, wie mangelhaft sie sind. Das ist der ganze Haken. Und natürlich sind Kinder ein Problem für jeden, der sie nicht gern hat und nach formalen Kriterien einen "Standard" erreichen will.

All das zu erkennen, hat mich 35 Jahre gekostet. Es schmerzt mich meine "fachliche" Verblendung, denn das Menschliche hat oberste Priorität. Jedoch gibt es weder in der Gesellschaft noch in der Schule für Menschlichkeit eine Priorität. Dabei - und das kann ich 40 Jahren nach dem Abitur und mindestens 4 verschiedenen Berufen sicher sagen - kann man gestrost 90% von all dem Gesülze, was die Schule vermittelt, einfach vergessen, man braucht es niemals wieder. Deshalb gilt der Spruch: Lehrer sind Menschen, die einem helfen Probleme zu lösen, die man ohne sie nicht hätte!
Werte
von Lieschen (Eltern), 20. Jul 15:14
Sind gute schriftliche Leistungen heute nichts mehr wert? Es scheint so, denn folgende Aussage einer Lehrkraft läßt keinen anderen Schluß zu:

„Rechtschreibung ist nicht mehr so wichtig, es gibt ja schließlich heute an jedem Arbeitsplatz einen PC mit einer Korrekturtaste“.

Unsere beiden Dichterfürsten Goethe und Schiller würde dieses Argument sehr erstaunen. Für sie war eine sichere Beherrschung der Sprache, die sich im schriftlichen Ausdruck wiederfindet, gleichzeitig auch der Respekt vor der eigenen Kultur.
An ihrem Denkmal in Weimar ist nicht nur die Wertschätzung ihrer Werke, sondern auch der Respekt vor der geistigen Größe zu erkennen. Obwohl Goethe kleiner war als Schiller, werden beide Herren in gleicher Körpergröße dargestellt, weil die Wertschätzung Goethes geistiger Größe nicht durch einen äußerlichen Eindruck geschmälert werden sollte.

Nick, danke für Ihren Beitrag, so ähnlich hat meine Tochter das auch erlebt. Uns wurde bei der Halbierung der Note im Halbjahr vom Schulleiter gesagt, das wäre rechtlich völlig in Ordnung. Obwohl der Referendar, der diese Note verbockt hatte, schließlich zugab, dass er da wohl einer falschen Einschätzung unterlag, blieb die Note und beeinflusste auch die abschließende Zeugnisnote!
Weil rechtlich IMMER alles in Ordnung ist, hat man keine Chance, denn pädagogische Fehler kann man einem Lehrer nicht nachweisen. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass immer dann, wenn bei einem Schüler sonderpädagogischer Förderbedarf gesehen wird, viel genauer auf die pädagogische Kompetenz der Lehrkräfte geschaut werden muss, die oft gar nicht vorhanden ist und den Schüler deswegen aussondert.
So sieht es aus!
von Sasapi (Eltern), 20. Jul 13:21
Hallo Herr Wahl,
Sie haben es schön in Worte gefasst, genauso sehe ich es auch!

Ich frage mich nur: Wo sind denn die Jungs, die eine Ausbildung zum Erzieher, beispielweise, machen, nach der Ausbildung? Oder die Lehramtsstudenten?
Interessant ist auch: Mir wird oft von den Lehrerinnen, gerade von den Lehrerinnen unserer Mittleren, vorgeworfen, ich sollte darauf achten, daß unsere Tochter "ihre Rolle als Mädchen akzeptiert". Meiner Meinung nach tut sie das. Ich sage meinen Töchtern- ich habe halt nur Töchter, was soll ich machen - immer, sie sind in Ordnung, so wie sie sind. Auch wenn die Mittlere in jeder freien Minute auf dem Fußballplatz hockt und die Kleiderordnung ihrer Mitschülerinnen nicht akzeptieren möchte. Ich sehe nicht ein, warum ich aus einem Mädchen, welches Hosen und Schuhe nach Robustheit und Bequemlichkeit aussucht, einen Kurzhaarschnitt - aber in eindeutig weiblicher Ausprägung- einer langen Mähne vorzieht eine rosa Prinzessin machen sollte? Sie hat einen großen Freundeskreis, nicht nur aus Jungs bestehend. Unsere Tochter erzählt mir allerdings oft, daß die Jungs bei Fehlverhalten anders bestraft werden als sie, wenn sie daran beteiligt war. Beispiel: Mit vereinten Kräften wurde der Fußball zum wiederholten Male aufs Turnhallendach geschossen. Das ist von Lehrerseite her bei Strafe verboten, da der Hausmeister dann extra auf die Leiter, aufs Dach muß etc.....Die Jungs müssen die weiteren Pausen an diesem Tag auf der Bank vorm Lehrerzimmer absitzen, unsere Tochter wird lediglich ermahnt, doch bitte mit dem Ball auf dem Bolzplatz zu spielen und nicht auf dem Schulhof. Logisch, wer daher ins Lehrerzimmer geht, um Bescheid zu sagen, daß der Ball mal wieder auf dem Dach liegt...Ich halte das ja für pädagogischen Schwachsinn!
Ich muß dazu sagen, unsere Tochter hat eine kleine Dorfgrundschule besucht, in der es, verglichen mit anderen Schulen, noch zugeht wie auf einer Insel der Seeligen. Es fällt kaum etwas vor, daher kann man sich gut an Kleinigkeiten aufhalten....

Die Laberkultur
von Nick Knatterton (Eltern), 20. Jul 13:05
Es stimmt, was Lieschen (Eltern) sagt: in der Schule wird einseitig die Wortdreherei geübt. Entsprechend können höhere Funktionäre und Beamte auch besser labern als arbeiten, das ist die Folge. Ebenso, dass die Menschen schriftliche Tatsachen weniger ernst nehmen, als rhetorische Glanzstücke in Medien.

Was die Rolle der Rederei in der Schule angeht, kann man zynisch dazu bemerken, dass das für Lehrer die wenigste Arbeit macht, da nämlich durch Aufdröselung eines jeden Fädchens an Aussage eine Schulstunde mit relativ wenig Stoff auskommt. Auch wird damit weniger die Betrachtung von Zusammenhängen geübet (was sogar für viele Erwachsene schwierig ist), als das Differenzieren und Auseinanderdividieren jeglichen Tatbestandes bis zu seiner absoluten Unkenntlichkeit. Einigungen sind damit praktisch nicht möglich, wie man nicht nur in der Schule sondern in der ganzen Gesellschaft sieht.

Meine ältere Tochter hatte jahrelang eine 1 in Englisch. Dann kam ein neuer Englischlehrer. Der hatte überhaupt kein Unterrichtskonzept. Meist kam er unvorbereitet. Dafür erzählte er dämlich Witze auf Englisch. Den ausbleibenden Lacher führte er auf mangelnde Englischkenntnisse zurück und fühlte sich so genötigt, den Witz ein weiteres Mal auf Deutsch zu erzählen. Da auch hier der Lacher ausblieb, erklärte er ihn dann sogar noch! Jeder weiß, wie lustig auf Paties Witze sind, die erklärt werden müssen!. Auch legte er zwei Schulstunden lang (an zwei Schultagen je eine) zwei Karikaturen auf den Tisch und ließ die Popel von Äußerungen durch ständige Rückfragen so in die Länge ziehen, bis sie ungefähr Atomdicke hatten. Meine Tochter sagte mir, dass ihr die Witze und die Fragen zu dämlich seinen und sie keine Lust hatte, sich zu beteiligen. Ergebnis: eine Drei in Englisch binnen eines Halbjahres. Geschrieben hatte sie Einsen und Zweien. Begründung der Drei: eine Vier für mangelnde mündliche Mitarbeit. So kann man die Schüler sogar dazu zwingen, sich durch Pseudobegeisterung und Pseudointeresse als Claquere für dämliche Inhalte zu betätigen.

Es gibt niemanden, der mal die Zeugnisse der letzten Jahre vergleicht und sagt, dass da etwas nicht stimmen könne. Ein Notenabstieg um zwei Noten binnen eines Halbjahres soll angeblich nicht zulässig sein, wohl aber bei Lehrerwechsel.

Glauben Sie, ich hätte Lust mich mit so einem Dämlack auch noch mündlich abzukaspern, wohlwissend a) dass er alles abstreiten würde und b) auch Beschwerde andernorts ohne Folge bliebe? Es ist sinnlos. Und mit einem Lehrer, der verständnisvoll ist, braucht man nicht zu sprechen, denn der macht von allein das richtige.
Gerne! ;-)
von Lieschen (Eltern), 20. Jul 10:43
Wie gerne würde ich das machen und ich bin mir sicher, wir würden gemeinsam etwas bewegen ;-)
Habe bisher in meinem Umfeld keinen Lehrer kennen gelernt, mit dem ich auf einer Linie lag - oder es hat sich bisher niemand getraut, seine wirkliche Meinung zu sagen, ich wurde bisher von Lehrern eher auf Abstand gehalten.
Naja, was soll's - meiner Jüngsten wollte man keine Abi-Chance einräumen, weil sie "zu still" ist, sie ist nach der 12. von der Schule gegangen und sucht eine Ausbildungsstelle, um dann auf Umwegen doch noch zu einem Abi zu kommen. Sie möchte unbedingt Geisteswissenschaften studieren, sie ist absolut kein praktisch veranlagter Mensch, aber das hat ihre Lehrer nie interessiert. Ihre Potentiale wurden einfach unterdrückt, indem man sich zu sehr darauf spezialsiert hatte, sie "zum Sprechen zu bringen" - notfalls eben mit schlechten Noten. Was das mit Pädagogik und Zukunftschancen zu tun hat, konnte mir auch das Schulamt nicht erklären. Und dabei heißt es doch immer: Zum Wohl des Kindes!?
Eigentlich mag ich von Schule gar nichts mehr hören oder lesen, bin schlichtweg menschlich enttäuscht - und doch schaue ich hier immer mal wieder rein und dann freue ich mich, wenn ich Ihre Beiträge lese - und natürlich auch die der anderen Foris ;-)
Mädchen sind anders, Jungs aber auch.
von Joachim Wahl (Lehrer), 20. Jul 09:48
Danke für die Zustimmung. Nun fehlte noch, dass Sie nach Ba-Wü ziehen, Ihre Kinder bei uns die Schule geben un dann könnten wir zusammenarbeiten ... ;-)
So isses!!!!!
von Lieschen (Eltern), 19. Jul 23:37
Lieber Herr Vahl,
obwohl ich Mutter zweier Töchter bin, stimme ich Ihrem Beitrag voll zu. Einerseits deshalb, weil meine Mädels das genauso sehen wie Sie und oft genug erzählt haben, wie es ihren Klassenkameraden in der Schule ergeht und andererseits, weil die Freunde meiner Mädels das genauso empfunden und erzählt haben.
Auch Ihre abschließenden Zeilen finden meine volle Zustimmung!
Mädchen sind anders, Jungs aber auch.
von Joachim Wahl (Lehrer), 19. Jul 11:34
Ich war 3 Jahre auf einem Internat interner Lehrer. Dort lebte ich neben, vor und nach dem Unterricht rund um die Uhr auf einem Stockwerk mit Jungs (und meinem Kollegen am anderen Ende des Flurs) zwischen 11 und 16 Jahren, 24 an der Zahl. In diesen Jahren habe ich gelernt, dass die Jungs sich mehrheitlich "verarscht" fühlen: Von der Mutterbrust weg, Kindergarten, Grundschule und / oder Vorschule, die ersten Klassen der weiterführenden Schule: Überall Frauen, die ihnen ihre weiblich geprägten Werte vermitteln, die sich an einer Frauenwelt orientieren. Schlagen darf man nicht, Rangordnungen festlegen auch nicht, klare Ansagen verschwimmen hinter: "Du, hör mal, das haben wir so nicht vereinbart", etc. Bitte, man verstehe mich nicht falsch; keineswegs halte ich das für pädagogisch verfehlt, aber eben als eine Seite von mindestens 2, wenn nicht noch mehr Bereichen von Erziehung, von Charakterbildung. Unsere Jungs sind in einer Welt aufgewachsen, in der nicht über die erste Erektion gesprochen wird oder über den ersten Flecken in der Unterhose, aber selbst in der Werbung mittags im Fernsehen die neuesten Flügelchen von Damenbinden präsentiert werden. Sie wachsen auf in einer Welt, in der ein Mädchen, über "Bauchschmerzen" klagend, beliebig die Unterrichtsstunde verlassen darf, aber ein Junge nicht thematisieren kann, wie unendlich peinlich es ihm ist, im Unterricht etwas sagen zu müssen, obwohl er eine Stimme hat, als redete jemand in eine rostige Gießkanne. Die Jungs wachsen in einer Welt auf, in der "demokratisch" in der Schule abgestimmt wird, welches Buch im Unterricht gelesen wird, obwohl bei einem weiblichen Überhang in der Klasse dann "Kopfweh auf dem Bauernhof" (ironisch gemeinter, erfundener Titel) als Gewinner über ""Atze-der Stärkste in der Bande" (Titel ebenso, s.o.) nicht wirklich überrascht; aber alle wundern sich, dass das die Jungs das einen S..... interessiert und sie nicht wirklich eine Chance haben, sich bei diesem Titel einzubringen. Sie leben in einer Schulwelt, in der sie von der Aufsicht in der Pause wegen einer harmlosen Keilerei der "Gewalt" bezichtigt werden, obwohl schon längst alles wieder klar war (x nimmt y die Yo-gi-yo-Karte weg, x kriegt eine gescheuert, y nimmt die Karte wieder an sich ... Alles gut). Sie leben in einer Welt, in der es keinen Elternprotest gibt, wenn "die Klasse" im koedukativen Sportunterricht (ein herrliches Kunstwort für "Sportlehrereinsparmaßnahme")Tanzgymnastik machen soll, aber Judo oder andere Sportarten mit betont sportlich-kämferischen Inhalten dürfen nicht stattfinden, weil die Jungs da Vorteile muskulärer Art hätten. Wenn sich ein Junge eine Baseballkappe im Unterricht aufzieht und dieses als Ausdruck seines modischen Empfindens bezeichnet, handelt er gegen die Schulregeln. Hat ein Mädchen ein Kopftuch oder ein Krönchen auf dem Kopf, gilt das als mädchenhaft süß, eben die Pubertät, sie zeige eben auf diese Weise ihr beginnendes Selbstbewusstsein auch als werdende Frau, hört man. Und die Jungs lernen, dass sie dem rein gar nichts entgegenzusetzen haben. Überall sind Mädchen und Frauen auf dem Vormarsch: in der Schule, auf den Universitäten, bei Preisverleihungen zum Abitur, bei den Notenabschlüssen nach den Examina; dabei sind die Frauen und Mädchen (jetzt kommt eine gewagte These!) geschützt und bevorteilt durch ehemals notwendige Maßnahmen (Frauenbeauftragte, etc.). Heute heißt das "Chancengerechtigkeitsbeauftragte (ohne "r" (!)), aber es ist das Gleiche. Als Lehrer etwa mit vollem Deputat habe ich gegen "Frauendenken", das ja nicht per se unangenehm wäre, aber eben nur eine Seite der Medaille, keine Chance, weil die Mehrheit des Kollegiums sich aus Frauen zusammensetzt, die aber wiederum mehrheitlich nur ein halbes Deputat oder ein paar Stunden mehr haben. Wir alle gemeinsam bestimmen aber gleichberechtigt in Konferenzen Sachverhalte, die mich 60 Stunden in der Woche betreffen, die Mehrheit meiner Kolleginnen aber nur 25 oder 30. Nicht nur an meiner Schule, sondern bundesweit. Die früher richtige Denkweise, dass Mädchen benachteiligt seien und eines besonderen und gesonderten Schutzes bedürfen hat sich m. E. ins Gegenteil verkehrt. Langsam, schleichend, kaum wahrgenommen. Selbst die Peudomaßnahme, dass der "Girl´s day" eine Entsprechung haben müsse mit dem "Boy´s day" ist Augenwischerei, denn die Mädchen wählen mehrheitlich traditionelle Mädchenbereiche an dem Aktionstag, während die Jungs keine traditionellen Männerbereiche abdecken können, weil es die schlicht nicht in ausreichendem Maße als Angebot gibt. Jungs wissen nicht mehr, "was Masse ist"; wie und wo sie sich positionieren sollen, männliche Vorbilder fehlen. In den zunehmend häufiger existierenden Familien mit defizitärem Sozialverhalten oder zerbrechenden oder zerbrochenen Sozialstrukturen suchen sie sich dann Typen wie "50Cent", "Sido" und andere, intellektuell eindimensionale Gestalten oder andere Vertreter pseudo-männlichen, platten Imponiergehabes. Richtig: Wenn dann ein Junge laut ist, agil, dann ist er in der Regel im Bereich "zeigt unerwünschtes Verhalten" einzustufen; ist ein Mädchen ebenso, dann ist sie "selbstbewusst" und so weiter. Als Lehrer beobachte ich täglich, dass die Jungs schlichtweg zunehmend untergehen. Typische Probleme von männlichen Heranwachsenden sind selten ein Thema; Pubertätserscheinungen von Mädchen schon. Kleinigkeiten wie die "schöne Schrift, typisch Mädchen" werden wahrgenommen; dass eine Junge gar mit Absicht miserabel schreibt, weil er Aufmerksamkeit will, auch mit einer schlechten Note, gilt zunächst als absurd, erlebe ich aber immer häufiger. Dass ich im Landheim mit Jungs aus der Stufe 7 auf ihrem Bett sitze nachts, weil sie über Dinge reden wollen, bei denen ihnen sonst offensichtlich keiner zuhört, mag überzogen klingen, ist aber so.
Wir müssen in der Tat umdenken: Unser Schulsystem ist miserabel, weil wir nicht differenziert wahrnehmen (dürfen, wollen, können), wo es dringend notwendig wäre: bei der Geschlechterrolle, bei Leistungsvermögen und so weiter. Wir müssen verstehen, dass Gewalt an Schulen sich schon längst anders äußert als in platten, durchsichtigen Schlägereien, sondern in vielschichtigen Strukturen auch im Internet (Cybermobbing) und dass das Schulleben schon seit langen untrennbar sich im Kinderzimmer im SchülerVZ und in ICQ fortsetzt - und umgekehrt. Und wie immer die alte Forderung: Wir alle müssen zusammenarbeiten, damit unsere Kinder gemeinsam, aber individuell; getrennt aber auch als soziales Wesen wahrgenommen werden. Alles, was es dazu braucht, sind kleine Klassen und mehr Lehrpersonal, das auch psychologisch und pädagogisch besser geschult ist. Was wir nicht brauchen: Blödes Politikergewäsch, das ausnahmslos an einer Kostenminimierung orientiert ist bei gleichzeitiger Ergebnisverbesserung im Bereich Pisa-Studie. Was wir weiter nicht brauchen: Ein Auseinander-Reden von Eltern und Unterrichtenden.
Vielen Dank, dass ich mir mal Luft machen durfte. Ich hoffe, dass ich niemandem mit meinem zugegebenermaßen undifferenzierten Artikel allgemeinen Inhalts ungerechtfertigt auf die Füße getreten bin und freue mich auf Reaktionen, so man ihn für würdig hält.
Ihr Joachim Wahl
@Nick Knatterton
von Sasapi (Eltern), 16. Jul 23:09
Sie entschuldigen schon, daß ich lauthals lache! Ich bin Mutter von drei Töchtern, einziges Mädchen in einer Geschwisterreihe von 5 Kindern. Unsere Älteste,17, ist aktives Mitglied unserer Feuerwehr, ein Verein, der sich bestimmt nicht um die Rechte der Frau verdient gemacht hat, unsere Mittlere kickt seit ihrem dritten Lebensjahr.
Wenn sich der Umgang mit den Jungs, schon in der Grundschule, nicht bald grundlegend ändert, werden wir eine Generation junger Männer haben, die von den gleichaltrigen Mädels nicht nur in Punkto Bildung sondern auch im Bereich Selbstbewusstsein abgehängt wird. Mädchen mit großer Klappe und lautem Mundwerk - wie es Meine durchaus sind - gelten als mutig und selbstbewusst, Jungs mit gleichen Attributen als höchst auffällig und reparaturbedürftig. Und- ich arbeite im Minijob am Tresen einer Discothek. Ich empfehle Ihnen bei Gelegenheit mal, so ein Lokal aufzusuchen. Daß zwei Mädchen sich mitten auf der Tanzfläche prügeln, weil die Eine den Freund der Anderen zu lange angeschaut hat, ist durchaus an der Tagesordnung. Und da geht mir die Gleichberechtigung nun eindeutig zu weit! Sie werden überall - wenn Sie nicht mit Blindheit geschlagen sind - Gruppen von Mädels finden, die wirklich gesamte Klassen terrorisieren....
Regeln sollten für beide Geschlechter gelten: Es wird sich nicht gepügelt, bepöbelt oder gemobbt. Und- Strafmaßnahmen sollten auch für beide Geschlechter gleich sein.
Ehrlich gesagt, meiner Meinung nach sollten schüchterne, ängstliche Naturen, egal ob Junge oder Mädchen, unterstützt und ermutigt werden. Die "Übermotivierten" dagegen gebremst und in ihre Schranken gewiesen.
Die armen Jungen
von Nick Knatterton (Eltern), 02. Jul 06:45
Nun weiß ich natürlich nicht, an welcher Schule es üblich ist, dass die Jungen von den Mädchen drangsaliert werden, bei meinen beiden Töchtern kommen jedenfalls auf ca. 20 Mädchen je vier Jungen. Und die armen Kerle können mit ihrer Faulheit, Renitenz und Dämlichkeit nicht so recht folgen, aber anderweitig werden sie nicht drangsaliert.

Das alte Rollenbild, dass dem Mann per se ein Prä einräumte, ist am Aussterben, und so sollten vor allem die Muttis anfangen, dem Jungen etwas anderes als die Pascharolle beizubringen. Auch ist, was man mir in der Kindheit eingebläut hat, nämlich uner keinen Umständen zu jammern und zu heulen, heute ins Gegenteil verkehrt, und die Junen jammern und heulen, dass es ein Graus ist. Zu meiner Zeit haben wir Jungen selbst eine Heulsuse verdroschen.

Nun hat man an der Schule meine Töchter ein Programm aufgelegt, um den Jungen gerecher zu werden. In dem Punkt muss ich allerdings den Junen Recht geben, dass der Druck dahingeht, aus jedem ein fleißiges, immer zustimmendes und unkritisches Mädchen zu machen, denn die lassen sich eher ausbeuten. Und deshalb sollte man gleichzeitig am Rollenbild des Mädchens arbeiten. Aber das ist schwer, so lange Mädels im Haushalt helfen müssen während Jungen Egoshooterspiele am Computer machen.
...
von Nie-Auslernerin (Eltern), 28. Jun 17:18
"ist diese ewige Wortdrehrei und das Gesülze. Das scheint völlig kulturunabhängig zu sein"
sehr interessant, wer so etwas schreibt ;-)

Mein Sohn beklagt sich immer öfter darüber, wie gewalttätig die Mädchen an seiner Schule seien. Für sie ist treten und schlagen an der Tagesordnung, und zwar mit Vorliebe die Jungs, weil die sich ja nicht wehren dürfen. Sonst kriegen sie Ärger - weil... "man schlägt ja keine Mädchen!"
Erst recht keine, die ja schließlich lebendig und mutig sind.
Ich habe ihm den Rat gegeben, wenn er nochmal von einem Mädchen getreten wird (er hatte ein richtig blaues Schienbein), dann soll er mal kräftig zurück treten oder einfach mal einen ordentlichen Schwinger landen. Bei Problemen käme ich gerne persönlich bei der Schulleitung vorbei um dieses Thema ein für alle Male zu klären (was ich schon beim nächsten Pflegschaftsabend zur Sprache bringen werde). Wenn ein Mädchen tätlich wird muss es damit rechnen, dass man sich entsprechend wehrt. Oder sehen Sie als Vater einer Tochter das anders?
So weit zum Thema böse Jungen oder gar noch bösere Türken (mit oder ohne Kopftuch).
An unserer Schule brauchen die übrigens kaum Türken - da erledigen das die osteuropäischen oder spanischen oder allen voran: die deutschen Schüler/innen ganz alleine.
Grüße

Nie-Auslernerin
bitte keine Vorurteile
von tonyukuk (Eltern), 27. Jun 09:54
Zitat: "Tatsache ist, dass die Schule Rabauken schlecht in den Griff bekommt und das geht zu Lasten von wohlerzogenen Kindern."

Wenn Sie es so ausdrücken habe ich kein Problem damit.

Aber behalten Sie Ihre Vorurteile für sich. Bevor sie sich so auslassen, schlage ich Ihnen vor sich an einem Schüleraustauschprogramm in der Türkei zu beteiligen. Dann werden Sie sehen was es bedeutet Gastfreundschaft und Menschlichkeit bedeutet.

Die Jugendlichen über die Sie sich beschweren sind ein Produkt 40jähriger deutscher Einwanderungspolitik und haben mit der türkischen Kultur im entferntesten nichts zu tun.
Was alle sofort lernen
von Nick Knatterton (Eltern), 27. Jun 09:30
ist diese ewige Wortdrehrei und das Gesülze. Das scheint völlig kulturunabhängig zu sein.

Ich habe nicht vor, mit dem Schippchen eine Baggermatschschlacht zu veranstalten.

Tatsache ist, dass die Schule Rabauken schlecht in den Griff bekommt und das geht zu Lasten von wohlerzogenen Kindern.

Und wenn Sie meinen, dass Mädchen ihren Kopf verhüllen müssen und schüchtern zu schweigen hätten, naja, dann wissen wir ja, woher das kommt. Das ist weder gähnetisch noch kulturel, ja nicht ein Mal generell, sondern partikulär und substantiell profetisch.
rassistischer Unterton bleibt rassistisch
von tonyukuk (Eltern), 27. Jun 08:59
Lieber Knatterton,

egal welche Wörter Sie verwenden, "kulturell", "ethnisch" usw., solange Sie schlechte Eigenschaften mit der Volkszugehörigkeit begründen, ist es eine rassistische Verallgemeinerung. Daran ändert nichts, wenn man statt der biologischen Gene, die kulturellen Werte ins Gespräch einbringt.

Nach dem es auch „einige böse deutsche Jungens“ gibt, scheint die Machokultur auch in deutschen Seelen beheimatet zu sein. Ich bin gegen die Pauschalisierung. Übrigens kann man „lebendig und mutiges Mädchen“ auch als „vorlaut und arrogant“ interpretieren, wenn man nicht gerade die Brillen (Augen) des liebevollen Vaters an hat.

Ihr Wissen über die Türken scheint sich aus den Medien zu entnehmen, die keine Gelegenheit verpassen die Türkei im schlechten Licht zu thematisieren. CDU und ähnliche Parteien haben großen Zulauf durch diese Ängste und Feindbilder, anstatt den Menschen wieder Hoffnung und Glauben an die Politik zu geben.

Der einzige Rote Faden, den ich aus Ihren Beiträgen erkennen kann ist die Rechtstendenz.
Aber ich wollte Sie nicht stören, machen Sie ruhig weiter, wo waren wir stehen geblieben, natürlich wäre alles gaaaanz anders, wenn wir den Krieg gewonnen hätten.
Objektivität
von Nick Knatterton (Eltern), 26. Jun 23:40
Seit längerem bemühe ich mich, in diesem Forum Sachgesichtspunkte einzuführen. Das ist aber schier unmöglich.

Es ist durch ein Institut nachgewiesen, dass die Mehrheit der Klassenräume nicht angemessen schallisoliert sind (kostet ja such pro Raum 12.000 bis 20.000 Euro). Das führt zu Ermüdung, Konzentrationsmangel.

Auch hat eine Studie belegt, dass deutsche Lehrer im Schnitt bis zu 70% Redeanteil haben. Meine Tochter erzählte mir, dass bei einem Referat sich der Lehrer ständig einklinkt, Sachen erläutert oder differenziert, so dass die Schüler, die es halten sollen, oft wie Deppen und Statisten dastehen. Macht das Spaß? Motiviert das?

Welches Elternteil geht auf derlei ein? - Nein, man wird beschimpft, es wird Mitleid mit den Lehrern geäußert etc.. es scheint so, als seien dreckige Räume und inkompetentes Verhalten genau das, was junge Menschen für ihre Entwicklung brauchen. Ich muss immer an den dämlichen Satz denken: "Lehrjahre sind keine Herrenjahre!". Oder "Medizin muss bitter schmecken, sonst nutzt sie nichts!".

Dagegen sind ja Disziplin, Ordnung, Beteiligung an der Pflege der Räume etc. gaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz böse Sachen. Dazu kann man nur sagen: "Die spinnen, die Deutschen!".
Deitsches Sprack schweres Sprack
von Nick Knatterton (Eltern), 26. Jun 23:02
Ich zitiere:
"weil ihre mutige und lebendige Art nicht in das Werteschema von Türken bzw. bösartigen Jungen passte.".

Dort steht bzw. (Übersetzung: beziehungsweise ist gleichbedeutend mit und) bösartigen Jungs. Das bedeutet, einige türkische und einige bösartige deutsche Jungs. - Nun, zufrieden?

Zudem kenne ich keine türkische Familie, wo die Frau zu Hause die Hose an hat (hier die Übersetzung für Türken: wo die Frau bestimmt, wo es lang geht).

Es handelt sich also nicht um Rassismus, sondern um die Beschreibung einer Kultur.

Im übrigen ist mit dem "Rassismusgejammer" genügend erreicht worden. Wenn es in der Türkei genauso viele Kirchen gäbe wie Moscheen in Deutschland und wenn die Türken den Völkermord an den Albanern genauso offen zugeben würden, wie die Deutschen den Holokaust, dann hätten wir miteinander gar keine Probleme und dann würde die CDU dem Beitritt der Türkei zur EU auch zustimmen!
Aleykum salam!
Türken bzw. bösartige Jungen
von tonyukuk (Eltern), 25. Jun 15:47
"weil ihre mutige und lebendige Art nicht in das Werteschema von Türken bzw. bösartigen Jungen passte."

Man sollte mit solchen rassistischen Verallgemeinerungen vorsichtig sein. Nicht alle Türken sind „bösartige Jungs“. Die Deutschen kämpfen selbst am meisten mit Vorurteilen und sollten gerade deshalb nicht pauschalisieren, wenn es um andere Völker geht.
@anonymus
von Lieschen (Eltern), 25. Jun 10:05
"Es ist wirklich erstaunlich in welcher Rechtschreib- und Formulierungsqualität Forenbeiträge veröffentlicht werden.
Hoffentlich entspricht die Leistungsfähigkeit der Beitragsschreiber nicht den Fähigkeiten ihrer Sprösslinge!"

1.) Gilt Ihre Kritik auch den Legasthenikern?
2.) Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Legasthenie und elterlicher Erziehung?

Übrigens: Nicht alle Lehrer haben Pädagogik studiert und gerade diese besitzen meist auch keine "Führungsqualität".
Intelligenz vorhanden
von Anonymus (Ehemalige), 24. Jun 19:50
Ach wie süß. Was könnten sie alles mit ihrem Verstand anfangen, wenn sie ihn gebrauchen würden.
divide et impera
von Nick Knatterton (Eltern), 24. Jun 12:41
und vor allem: immer die Rechtschreibung heranziehen, denn merke, wer nicht recht schreibt auch keinen rechten (oh, hat nicht recht was mit rechts zu tun?) Charakter hat, und wer keinen Charakter nicht hat, der hat auch kein Recht(s), sich zu beschweren, denn der Zugang zum Klerus und den Fürsten geht nur über das Amtslatein. Und das soll man erst mal lernen, sonst kann man nicht mitreden.

Wollen wir hoffen, dass die hohen Herren die perfekte Rechtschreibung und die Verklausulierung von "Anonymus" bemerken und ihm/ihr endlich den Rang zukommen lassen, den er/sie sich von der Betätigung der moralischen Bremsbacken gegen den Pöbel verspricht!
Eltern graben das Kriegsbeil aus!
von Anonymus (Ehemalige), 24. Jun 09:25
Es ist wirklich erstaunlich in welcher Rechtschreib- und Formulierungsqualität Forenbeiträge veröffentlicht werden.
Hoffentlich entspricht die Leistungsfähigkeit der Beitragsschreiber nicht den Fähigkeiten ihrer Sprösslinge!
Für seine Kinder sollte man als Elternteil die volle Verantwortung übernehmen und diese nicht, wie so häufig an die Lehrerschaft abschieben als beginne die elterliche Verantwortung erst dann, wenn die Kinder nach der Schule wieder zu Hause sind.

Das Benehmen der Kinder in der Schule ist ein Spiegel der erzieherischen Fähigkeiten ihrer Eltern!

Eltern die an ihren Arbeitsstätten ungerechtfertigt unter unangemessenem Leistungsdruck leiden müssen, suchen sich die Lehrerschaft ihrer Kinder als Überdruckventil. Kein Aufwand ist zu hoch und keine Mühen werden gescheut um hier nun die Macht zu demonstrieren, die diesen "schwachen" Menschen am Arbeitsplatz versagt bleibt. Aber schauen Sie sie sich doch einmal auf einem Elternabend um. Dort finden sie immer die gleichen Eltern (eine Hand voll), nämlich die, für die Kindeserziehung aus Eigenverantwortung und Selbstkritik besteht! Deren Kinder sind in aller Regel nicht in ihrem Sozialverhalten eingeschränkt.
Zu meiner Schulzeit haben Eltern für ihre eigenen erzieherischen Fehlleistungen keine Anwaltskanzleien damit beauftragt, Lehrer juristisch zur Rechenschaft zu ziehen. Meine Eltern waren instinktiv dankbar für die erzieherische Unterstützung durch die Lehrer. Denn auch meine Eltern waren Schüler und konnten sich noch bewußt machen von wem Störungen und soziales Fehlverhalten ausgingen, nämlich von den Schülern. Ihre Kinder werden anstatt Erziehung nur die Gewissheit mitnehmen, das Lehrer juristisch belangt werden können. Also werden Grenzen überschritten anstatt diese einzuhalten!
Lehrer machen professionell ihren Job!!! Die Zeit ihre Kinder zu schikanieren bleibt wirklich nicht, machen sie sich nichts vor. Nicht alles dreht sich um ihr Kind. Noch nicht einmal ihnen geht es um ihr Kind, wenn sie juristisch vorgehen. Sie wollen Macht demonstrieren und behindern dadurch die wirklich wichtige Erziehung ihres Kindes statt diese zu fördern.
Ich kann hier nur die Anregung geben, Lehrer als Teil einer notwendigen Erziehung für ihre Kinder anzusehen. Bekämpfen sie diese nicht, sondern unterstützen sie deren Entscheidungen und Maßnahmen. Hören sie auf Pädagogen eines besseren belehren zu wollen. Es sind Profis, die Jahre studiert haben um es besser als sie zu können! Ihr Kind hat garantiert etwas verbrochen wenn es von Lehrern eingebremst wird.
Hören sie auf nach anderen Verantwortlichen zu suchen.
Sehen sie in den Spiegel bevor sie auf Lehrer losgehen oder Anwälte einschalten.

Mischen sie sich nicht in Erziehung ein, wenn sie nicht die Verantwortung dafür tragen wollen. Oder aber tragen sie die Verantwortung und erziehen sie verantwortungsvoll!
Die Generation die jetzt aufwächst ist nicht belastbar und damit zum scheitern verurteilt wenn sie weiterhin den einfachen Weg wählen. Selbstkritik fängt bei ihnen an, nicht bei anderen.
Grüße vom KuKluxKlan
von Nick Knatterton (Eltern), 10. Apr 07:59
Die Schilderung von Lieschen (Eltern) trifft für die gymnasiale Phase voll zu. In der Grundschule war es räumlich noch erträglich, jedoch wurde meine jüngere Tochter über zwei Jahre lang gemobbt und drangsaliert, weil ihre mutige und lebendige Art nicht in das Werteschema von Türken bzw. bösartigen Jungen passte. Dabei stellte sich heraus, dass die Schule nicht in der Lage ist, derlei zu regulieren. Ein Mädchen, das meine Tochter geschlagen hat, war bereits 28 Mal angezeigt worden. Man bekommt leicht den Eindruck, als wenn die Opfer von solchen Übelburschen/-mädels die Rolle von Fensterkitt spielen: sie dichten das System ab und federn die Spannungen weg, damit die Scheibe nicht zerspringt.

Wenn eine Schulleiterin, die eiteitei spricht und mit Farah- und Fuhpuppen auf der Büne die Waldfee mimt, mir auf meinen Anruf, dass ich meine Tochter weinend und mit Kopfschmerzen abholen musste (sie hat nachts nicht geschlafen und sich im Auto hingelegt, damit sie niemand sieht) sagt: "Ich glaube, Ihre Tochter verarscht sie!", fällt mir nix mehr ein.

Doch nun zum eigentlichen Thema: der KuKluxKlan war ein Geheimbund von meist verarmten und heruntergekommenen Weißen, die sich mit Kapuzen über dem Kopf und flammenden Kreuzen für eine rassische Elite hielten, deren Aufgabe es ist, die Schwarzen im Zaum zu halten. Das Gymnasium erfüllt davon alle Kriterien (verarmt und heruntergekommen ist allerdings nur seelisch gemeint, denn materiell stehen sich Lehrer im internationalen Vergleich recht gut) bis auf die Tatsache, dass sie ihre "Haltung" gegenüber der Jugend zeigen.

Falls sich nun erwartungsgemäß einige aufregen: es gibt tatsächlich vereinzelt gute Schulleiter (Hörensagen) und gute Lehrer (Eigenerfahrung), nur wir reden hier über ein System, da interessieren Einzelschicksale nicht, so erläutern es doch die Politiker immer!
Puschen sind uncool
von Lieschen (Eltern), 09. Apr 10:35
Meine Kinder sind in den 90ern in einer Grundschule eingeschult worden, die zwar alt und ehrwürdig, aber eben auch von der Gebäudesubstanz wirklich alt und unzumutbar geworden war. Nach dem 1. Schuljahr in dieser "Ruine" war der Neubau um die Ecke fertig und die alte Schule wurde von Grund auf saniert und der angrenzenden Gesamtschule zugeordnet. Die Grundschule zog in den Neubau ein und dort "regierte" unser Schulleiter, der "seine" Schule liebte und sich dort zu Hause fühlte - mit Teppichböden in den Klassen und liebevoll und kindgerechter Ausstattung. Ein Muss an dieser Schule waren die Puschen. Vor den Klassenräumen waren großzügige Garderobenleisten und Abstellmöglichkeiten für die Straßenschuhe. Vor der Eingangshalle war eine riesengroße Schmutzfangmatte und die Kinder lernten schnell, sich vor dem Betreten ihrer Schule die Schuhe abzutreten. Die Flure und Aufenthaltsräume waren mit Holzfußböden ausgestattet und im Innenraum der Schule gab es viel Platz zum Toben und Spielen wie auch auf dem großzügigen Schulhof. Es gab zwar nur ein Unter- und Obergeschoß, aber es war auch ein kleiner Fahrstuhl vorhanden, der durfte aber nur im Beisein eines Erwachsenen benutzt werden und nur in außergewöhnlichen Fällen. Kein Kind MUSSTE die Pausen draußen sein, es DURFTE. Diese Schule hatte ca. 200 Kinder und jeder achtete darauf, dass die Regeln eingehalten wurden.
Und die Eltern?
Manche Mütter beklagten sich über den Puschen-Zwang, weil ihre Kinder sich noch nicht alleine die Schuhe zubinden konnten und forderten von den Lehrern hier Unterstützung, so wie sie das aus dem Kindergarten kannten. Auf einem Elternabend wurde dieses Thema angesprochen und manche Eltern mussten doch tatsächlich darauf hingewiesen werden, dass es schließlich auch Schuhe mit Klettverschluss gibt und dass es wünschenswert wäre, wenn Kinder bis zur Einschulung gelernt hätten, eine Schleife zu binden. Es gab sogar Kinder, die nicht einmal alleine ihre Jacke zumachen konnten und wenn sie dann im Winter ziemlich unterkühlt nach Hause kamen, wurde das der Lehrerin angelastet, weil sie sich nicht gekümmert hätte.
Manche Mütter wurden beim Betreten der Schule von ihren Kindern aufgefordert, auch die Schuhe auszuziehen, damit nichts schmutzig wurde. Diese Mütter lachten dann und meinten, das gelte aber nicht für Erwachsene. Soviel zur Vorbildfunktion!
Dann kam der Wechsel auf ein Gymnasium mit 900 Schülern. Das Schulgebäude war wieder alt und ehrwürdig und natürlich auch wieder ebenso schrottig. Die Schüler fühlen sich dort anscheinend so wohl, dass sie das mit Schmierereien an den Wänden kundtun müssen, diese Kunstwerke müssen regelmäßig fachmännisch und kostenträchtig beseitigt werden. In den Pausen dürfen die Kinder nicht in den Klassenräumen bleiben, die werden sogar oft abgeschlossen. Aufenthaltsräume sind winzig und meist nur den Älteren vorbehalten. Die Laubengänge vor den Klassen sind eng, aber die einzige Möglichkeit, sich vor Regen zu schützen, entsprechend ist das Gedränge. Nach jeder Schulstunde wird der Raum gewechselt, die Fachräume befinden sich auf 4 Etagen und es gibt keinen Fahrstuhl. Wer sich aufgrund einer Fußverletzung nicht so gut bewegen kann, hat eben Pech!
Wirkliche Pausen zur Erholung oder um in Ruhe ein Brot zu essen, gibt es durch den ständigen Raumwechsel nicht, es ist insgesamt unruhig und hektisch, keiner will sich einen Rüffel einfangen, weil er sich zur Schulstunde verspätet hat.
Die Oberstufenschüler vagabundieren durch die Schule, um einen Klassenraum zu finden, in dem sie ihren Leistungskurs abhalten können und wenn da die Kommunikation mit den Lehrern nicht klappt, wartet der Lehrer in einem Raum und die Schüler in einem anderen.
Das Klima an dieser Schule kann man einfach nur als "cool" bezeichnen, vielleicht noch mit einem elitären Touch. Das erste, was die Kinder im 5. Schuljahr zu hören bekamen, war, dass sie sich glücklich schätzen dürften, auf DIESER Schule zu sein und dass sie sich anstrengen und auf das Abi hinarbeiten müssen. Uns Eltern wurde bei der Einschulung in der Feierstunde dann auch gleich gesagt, wie müssten damit rechnen, dass früher oder später Nachhilfekosten auf uns zu kämen. Damals habe ich mir nicht viel dabei gedacht, aber es hat sich bewahrheitet.
In insgesamt 15 Jahren Schulerfahrung mit meinen Kindern habe ich vieles hinterfragt und meist keine konkreten Antworten bekommen.
Solidarität, Reinlichkeit und Lernerfolg - Kostenfrage
von Nick Knatterton (Eltern), 08. Apr 20:22
Man sieht es deutlich: so viel praktisches verschlägt allen die Sprache, deshalb sind allhier sämtliche Kommentare verstummt. Zur Ergänzung noch ein Ansatz unter dem Kostengesichtspunkt.

Es ist natürlich ein Privileg der deutschen Hochzivilisation mit Hundescheiße am Schuh durch's ganze Schulgebäude traben zu dürfen, das bei uns etwa den selben Status hat, wie die Bahnhofshalle. Und es ist natürlich absolut entwürdigend, die ehrwürdige Stätte des reinen Geistes in Puschen betreten zu müssen, klar. - Aber, gesetzt den Fall, man würde mal die Würde- und Ideologiefrage ignorieren, dann könnte man folgendes feststellen:

- es wird weniger Dreck in die Schule getragen
- das Herumlaufen wird wesentlich leiser
- der Verschleiß an den Fußböden wird geringer
- die Reinigungskosten sinken
- bei Selbstreinigung fallen die R.-Kosten ganz weg
- die Schüler erkennen den Wert von pfleglichem Umgang (ist natürlich altmodisch, klar)
- das Geld könnte z.B. für moderne Medien oder Computer mit einem neueren Betriebssystem als Windows95 benutzt, werden! Aber auch hier ist klar, dass viele Eltern gegen Computer sind, denn es ist besser, wenn die Kids nachmittags stundenlang Computerspiele machen, als wenn sie den Computer für Unterrichtszwecke nutzen würden, das verblödet nämlich nach Meinung vieler, wohingegen das Daddeln den Geist schärft, so steht's auf jeder Spielepackung.
Solidarität, Reinlichkeit und Lernerfolg
von Nick Knatterton (Eltern), 31. Mär 22:56
Also, nach vielen Ermutigungen:

meine beiden Töchter waren 14 Tage gastweise an der Grundschule in Aja, Naha, Okinawa, Japan.

1. Haben dort alle Schüler ein Fach, wo sie ihre Straßenschuhe abstellen und Pantoffeln anziehen.

2. Alle, vom kleinsten Schüler bis zum Lehrer sind richtig begeistert, wenn ich mit meinen 1,91 mich bemühe, die Türbalken nicht mit dem Kopf zu treffen.

3. Die Kinder machen einen frischen und adretten eindruck.

4. Meine Kinder wurden sehr herzlich begrüßt und jeder bemühte sich, es ihnen angenehm zu machen.

5. Am Ende des Unterrichts ist es selbstverständlich, dass jede Klasse ihren Raum saubermacht. Ich habe dabei zugesehen, alle Kinder machen mit, und offensichtlich tut es ihnen gut, sich praktisch zu betätigen, sie lachen und sausen z.B. mit einem großen Mop über den Fußboden.

Pädagogische Würdigung: es ist doch völlig logisch, dass die Kinder nicht Dreck dahin werfen, wo sie selbst geputzt haben. Und da alle Pantoffeln tragen, ist es auch nicht übermäßig dreckig.

Ich verweise auf die Höhne mit Kopfnüssen und Latrineschrubben - was soll dieser elende Scheiß? Meinen Sie, es sei besser, in einer total verdreckten Schule eine "Projektecke" einzurichten, wo zur "Bewusstseinsbildung" Fotos vom Dreck aufgehängt werden? - Wenn Sie glauben ich spinne, kann ich Ihnen die Schule gern nennen.

Ergebnis: enormer labermäßiger und materieller Aufwand für die einfach Feststellung, dass es dreckig ist - hach ist das aber aufregend. Praktischer Nutzen gleich Null, denn die meisten Lehrer fühlen sich für die Sauberkeit im Gebäude nicht zuständig.

Nun verstehen Sie vielleicht, warum diese ewige Ideologiedrehrei einen ankotzt, dem daran gelegen ist, dass es einfach sauber ist! Aber nein, in Deutschland mag man lieber Jahrzehntelang sich die Köpfe einhauen, nur damit der Dreck unbehelligt liegen bleiben kann und jedes Kind lernt: gehört ist noch nicht verstanden, verstanden ist noch nicht einverstanden und einverstanden ist noch nicht getan.
Re: Solidarität
von Hannah (Eltern), 31. Mär 00:07
"Da es hier nicht möglich ist, über eine einzige praktische Frage wie z.B. das Gewicht der Schulbücher im Medienzeitalter ernsthaft zu sprechen (ich habe Stundenausfälle, Verantwortlichkeit der Lehrer, Sauberkeit und viele andere praktische Fragen angerissen),lasse ich weitere Beiträge sein."

Wäre schade, denn ausgerechnet mit Ihrem letzten Beitrag zeigen Sie eine klare Linie auf und hieraus könnten sich sehr fruchtbare Gespräche ergeben. Überlegen Sie es sich noch einmal.
Später dazu mehr von mir, habe noch zu arbeiten.

Gruß

Hannah

PS.: Es wird in diesem Forum noch häufiger zu Gewittern kommen, da es naturgemäß, wenn es um unsere Kinder geht, ausgesprochen emotional werden kann.
Nick Kantterton
von gesche (Eltern), 30. Mär 11:16
*Da es hier nicht möglich ist, über eine einzige praktische Frage wie z.B. das Gewicht der Schulbücher im Medienzeitalter ernsthaft zu sprechen (ich habe Stundenausfälle, Verantwortlichkeit der Lehrer, Sauberkeit und viele andere praktische Fragen angerissen),lasse ich weitere Beiträge sein.

Jedes Volk bekommt das, was es verdient, und so wie die Leute hier rumhacken, kann jede Regierung einfach machen, was sie will, und dann natürlich auch jeder Lehrer! Wie der Herr, so's Gescherr.*

Bitte nicht aufgeben, zumindest ICH lese Ihre Beiträge gern, wenn ich auch durchaus nicht immer konform gehe.
Solidarität
von Nick Knatterton (Eltern), 29. Mär 21:27
Damit sind wir am Kern der ganzen Angelegenheit, danke für die Erläuterung, Lieschen (Eltern). Für mich ist das faszinierendste an der neueren deutschen Geschichte, dass ein Sozialdemokrat, nämlich Herr Schröder, nach 20 Jahren Stagnation unter Kohl (hier ist nur das Geld für die Schulen knapper geworden), das soziale Bild im Sinne der Konservativen gekippt hat.

Aus "Fördern" ist "Fordern" geworden. Man sprach von der sozialen Hängematte etc. und fing an, an allen Schrauben gleichzeitig zu drehen: Lohnverzicht, Steuererhöhung (hier stieg Lafontaine aus, dafür wird er noch heute verhöhnt; nein, ein Herr Kohl mit seiner Spendenaffäre, Herr Koch mit "den vererbten Geldern von jüdischen Bürgern" in Liechtenstein, ja die ziehen den Schwanz nicht ein, denen fährt keiner an die Karre!). Höhere Beiträge für AV, KV, Pflegeversicherung, und der Soli blieb. Auch praktisch ist das Klima umgeschlagen. In den Schulen, im Gesundheitswesen, beim Arbeitsamt: überall Computerabläufe und der einzelne Mensch, sein Empfinden, zählt nicht mehr. Das gilt natürlich auch für Lehrer. Nur die haben immerhin ein Mal Pädagogik studiert, sie können sich nicht darauf berufen, dass ihnen die Auswirkungen ihres Tuns nicht bekannt seien.

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass ein guter Klassenverband für die Entwicklung sehr wichtig ist. Der kommt häufig nicht mehr zu stande, je nach Klassen(Eltern)Zusammensetzung und Klassenlehrer. Und was soll denn das Kussystem bitte anderes bewirken, als dass der Schüler total vereinzelt und ganz dem Wohlwollen des Lehrers und dem Leistungsdruck ausgeliefert ist?

Durch alle Schichten zieht sich Missmut, Unwillen, Sektierertum etc.. Schon allein die Tasache, dass "Disziplin" als Wort so eine enorme Diskussion, ja Emotion, hervorruft, ist bezeichnend. Das ist "teile und herrsche" in Reinform. Weil man sich nicht einigen kann, gibts halt Lärm und Unruhe! Und der einzelne ist unsicher und fühlt sich unwohl. Wer darunter leidet, kriegt was auf'n Hut, wer tatsächlich oder aber gespielt den Coolen mimt, hat gewonnen. Es fehlt an Solidarität.

Ich habe hier im Board genügend Reaktionen ausgetestet, mich gelüstet's wirklich nicht, zwischen die Mühlsteine des Anpassertums und diverser kritischer Einstellungen zu geraten.

Meine Kinder liebe ich und ich sehe, dass es für sie schwer ist, sich natürlich und menschlich zu entwickeln. Das ist schade. jedoch weiß ich auch von Großeltern und Eltern, dass die wesentlich härter leiden mussten. Was mir nur nicht in den Kopf will: es gibt nicht die geringste Not materiell und es gibt auch nicht die geringste Notwendigkeit, über Kritik oder positive Erfahrungen aus anderen Ländern derart herzufallen.

Da es hier nicht möglich ist, über eine einzige praktische Frage wie z.B. das Gewicht der Schulbücher im Medienzeitalter ernsthaft zu sprechen (ich habe Stundenausfälle, Verantwortlichkeit der Lehrer, Sauberkeit und viele andere praktische Fragen angerissen),lasse ich weitere Beiträge sein.

Jedes Volk bekommt das, was es verdient, und so wie die Leute hier rumhacken, kann jede Regierung einfach machen, was sie will, und dann natürlich auch jeder Lehrer! Wie der Herr, so's Gescherr.
@nick
von Franka (Eltern), 29. Mär 12:44
Es heißt nicht "filosofus", sondern "philosophus"!Los, ärgere dich!
Disziplin & Co.
von Lieschen (Eltern), 29. Mär 12:39
„Interessant auch, dass Begriffe wie Disziplin, Sauberkeit, Freundlichkeit, Verantwortung, Unterstützung etc. nicht eines "Blickes" gewürdigt werden."

Das hat vielleicht weniger mit einer negativen geschichtsträchtigen Assoziation zu tun als damit, dass diese Begriffe wohl eher einem individuellen Anspruchsdenken unterliegen. Was der eine völlig ok. findet, kann beim anderen schon zum Ärgernis werden.
In Ihrer Aufzählung fehlt aber ein wichtiger Begriff: Diskretion
Nehmen wir mal das Beispiel der öffentlichen Bekanntgabe der mündlichen Zensuren. Hier wirken Lehrer oft suggestiv, indem sie fragen, ob jemand die Zensur lieber nicht öffentlich in der Klasse genannt haben möchte. Viele trauen sich gar nicht, sich dann zu melden und diejenigen, die es tun, werden dann von den Klassenkameraden als Geheimniskrämer und unsozial beschimpft.
Und noch etwas fehlt in Ihrer Aufzählung: Gemeinschaftssinn
Spätestens in der Oberstufe werden Schüler zu Einzelkämpfern, weil zum Konkurrenzkampf aufgerufen wird. Woraus besteht aber nun dieser Konkurrenzkampf? Meiner Erfahrung nach hat das alles nicht mehr viel mit Wissen und Können zu tun, sondern damit, wie sich ein Schüler darstellen und durchsetzen kann, das ist dann ein taffer Schüler, dem das Wohlwollen der Lehrer sicher ist. Hier wird mehr auf Äußerlichkeiten Wert gelegt, aber das ist ja nicht verwunderlich, ist im Grunde nur ein Spiegel unserer Gesellschaft.
Morgenstund hat Gold im Mund
von Nick Knatterton (Eltern), 29. Mär 09:54
Hach, was habe ich gelacht! Humiristische Toleranz in Verbindung mit Toiletten, Magengeschwüren, Kopfnüssen und Volksgenossen, das schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht!

Si tacuisses filosofus mansisses!
Betreff nicht nötig
von Hannah (Eltern), 29. Mär 00:18
„Es freut mich, in so illustrer Runde eingereiht zu werden"

Wüssten Sie wo genau ich Ihre Person einreihe, wären Sie weniger erfreut. Über die Intentionen des guten Herrn Lafontaine kann man wohl unterschiedlicher Meinung sein. Wenn man denn Personen schätzt, die in dem Moment, in dem sie Verantwortung übernehmen sollten, den Schwanz einkneifen, so denn....

Wie Sie die Schullaufbahn Ihrer Tochter gestalten, bleibt das Problem Ihrer Tochter. Der Rest Ihrer Sermone, das Ihre.


„Interessant auch, dass Begriffe wie Disziplin, Sauberkeit, Freundlichkeit, Verantwortung, Unterstützung etc. nicht eines "Blickes" gewürdigt werden."

Doch wurden sie: Schüler dürfen von ihren Lehrern künftig wieder mit Kopfnüssen sanktioniert werden, Schüler putzen nach Schulunterricht ihre Schule, nebst Toiletten und zur Freundlichkeit: Japan, das Land des Lächelns und der Magengeschwüre.

Sie sollten in diesem Forum aber wirklich Abstand davon nehmen mit eindeutig belegten Begriffen wie „echte Volksgenossen" um sich zu werfen! Denn hier endet dann auch meine Geduld und meine humoristische Toleranz!
Brandt, Lafontaine, und nun ich?
von Nick Knatterton (Eltern), 28. Mär 23:30
Es freut mich, in so illustrer Runde eingereiht zu werden: der Nobelpreisträger Brandt wurde seinerzeit von meinen Klassenkameraden immer Willy Weinbrand genannt und verlacht. Grund: der war im Krieg in Norwegen und nicht an der Ostfront gewesen. Und der gute Oskar Lafontaine, der wegen gebrochener Wahlversprechen aus der SPD austrat, erfreut sich auch enormer Verachtung, denn die Nibelungentreue scheint noch immer das wichtigste Charaktermerkmal eines echten Volksgenossen zu sein.

Wenn alle Deutschen so viel geistige Energie aufbringen würden, um sich mit ihrer Obrigkeit auseinanderzusetzen, wie hier Geistesschmalz über die Japanischkenntnisse meiner Tochter, Gesamtschulbesuch und andere Gegebenheiten verbraten wird, um mich und andere Kritiker lächerlich zu machen, hätten wir die ideale Schule schon längst.

Interessant auch, dass Begriffe wie Disziplin, Sauberkeit, Freundlichkeit, Verantwortung, Unterstützung etc. nicht eines "Blickes" gewürdigt werden. Man erkennt Menschen auch an dem, was sie nicht beachten. Interessant!
Wer es glaubt....
von Hannah (Eltern), 28. Mär 20:25
„Im Physikkurs eines meiner Kinder stehen alle Schüler zwischen 4 und 5."

Wirklich alle? Oder hat man da vielleicht die wenigen guten Schüler unter den Tisch fallen lassen?

„Von den Schülern wurde daraufhin der Oberstufenleiter....."

Da Sie einen Oberstufenleiter erwähnen, gehe ich davon aus, dass es sich bei der Schule Ihres Kindes um eine Gesamtschule handelt.
Es bleibt mir nichts anderes zu sagen als: Herzlich Willkommen in der gymnasialen Oberstufe!

Hannah
Realsatire
von Hannah (Eltern), 28. Mär 19:55
Nick Knatterton, für das, was Sie hier treiben, gibt es eine Diagnose.
Sie unterstellen Mitforisten ihre Beiträge gegen Bezahlung zu verfassen?
Welches Faktum hat Mitforistin Franka ignoriert? Meinten Sie damit Ihr gegenstandsloses, unstrukturiertes, unbelegtes Geschreibsel?
Verlorener Krieg....Japan.... Feindbild....Hier hat aber jemand im Geschichtsunterricht nicht richtig aufgepasst, wie? Japan war Deutschlands Kriegsverbündeter.
Ihre Tochter wird es sehr zu schätzen wissen, dass Sie ihr ANGEBLICH eine japanische Schulbildung zukommen lassen wollen, insbesondere jetzt, wo man in Japan kurz davor steht, an Schulen wieder körperliche Sanktionen durch Lehrer einzuführen. Ihre Tochter wird auch den japanischen Patriotismus und Nationalismus, zu dem japanische Schüler erzogen werden, zu schätzen wissen, ebenso wie das gemeinschaftliche Putzen der gesamten Schule nach Unterrichtsschluss. Die Japanischkenntnisse, die ihre Tochter vermutlich in einer Japanisch AG an ihrer Schule erworben hat, gereichen um eine Schullaufbahn in diesem Land erfolgreich zu meistern? Hat Ihr Fräulein Tochter bereits seine Fähigkeiten im Kaligrafieren (Pflichtfach an Japans Schulen) ausreichend ausgebaut?
Die Wörter „Amoklauf" und „lustig" in ein und demselben Satz zu nennen, muss ich nicht mehr bewerten, an dieser Stelle disqualifiziert sich der Schreiber selbst. Außerdem gab es nicht nur zwei Amokläufe in Deutschland, auch hier haben Sie nicht hinreichend recherchiert. Und diese tragischen, dramatischen Ereignisse sind nicht allein auf das deutsche Schulsystem zurückzuführen, sondern vielmehr auf einen beunruhigenden, gesellschaftlichen Wandel, abgewandt von jeglicher Ethik und der Unlust, bzw. der Unfähigkeit zu erziehen.

Ihre latente Agressivität, wie auch die Ihrer Mitforistin, Linda Knips, welche niemals auslernen möchte, könnte einem beinahe die Sprache verschlagen. Hier werden munter unterstellt: Lobbyismus, Propagandismus, Diffamierung, Mütter halten ihre Kinder dazu an, Konflikte gewalttätig zu lösen, Eltern von Gymnasiasten sind hochnäsig, Gymnasiasten sozial inkompetent.....

Difficile est satiram non scribere.


Hannah
happy-angel
von Lieschen (Eltern), 28. Mär 12:48
Rechtschreibfehler stören mich nicht, aber Tippfehler lassen sich korrigieren, wenn man sich die Zeit nimmt und das Geschriebene noch mal durchliest :-)
In welche Klasse gehst du, wenn man fragen darf?
Franka blanko war - nun kassieren von Staat Knete
von Nick Knatterton (Eltern), 27. Mär 23:09
Man denkt immer so kompliziert, doch irgndwann platzt der Knoten, wenn man es wie Nick Kantterton macht und 1+1 zusammenzählt:

1. die Dame geht nicht auf ein Faktum ein
2. ihre Äußerungen diffamieren Kritiker als
- nicht erwachsen
- überkandidelt
- verhätschelnd

Ist das nicht genau die Linie der Lobby: mit Druck erzeugt man Diamanten, wer zu soft ist, soll abgehen, wer sich um die Kinder sorgt, hat einen Gluckenwahn etc.

Neulich habe ich gelesen, dass es kein Forum mehr gibt, wo nicht von der Lobby bezahlte "Privatpersonen" die Meinungen im Sinne des Geldgebers aufmischen. Voilá!
Hauptsache das Feindbild stimmt
von Nick Knatterton (Eltern), 27. Mär 17:30
Ich finde es recht lustig, nach zwei Amokläufen in Deutschland die Selbstmordrate bei Schülern in Japan ins Feld zu führen.

Dafür hat die Kindertafel in Lüneburg mittlerweile 40 Mitarbeiter, weil das Kinderelend und die Verwahrlosung der Kinder so enorm zunimmt.

In der japanischen Kultur richtet sich die Aggression eher gegen die eigene Person, in unserer werden halt Telfonzellen oder Zähne eingeschlagen. And so what?

Ich habe selbst mit eigenen Augen zwei Schulen in Japan gesehen, also meine Kinder schicke ich lieber dorthin, was bei der älteren Tochter auch geschieht.

Was ist übrigens Propaganda? Das, was man selbst nicht hinbekommt (Sauberkeit und Disziplin) so zu verteufeln und mit "Selbstmord" zu verklinken, dass den Menschen vor Sauberkeit und Ordnung graut. Gratulation! Es ist gelungen. Wahrscheinlich assoziert das deutsche Volk Ordnung, Disziplin und Sauberkeit immer noch mit dem verlorenen Krieg, anders ist so viel Dreck und Ungepflegtheit nicht zu erklären.
Rechtschreibfehler@ Tippfehler
von happy_angel (Schüler), 26. Mär 20:19
Bitte nicht auf Rechtschreibfehler achten. Es sind Tippfehler!
LG happy_angel
Benotung
von happy_angel (Schüler), 26. Mär 20:18
Bei uns werden wir nach jeder stunde abgefragt. AUch das mündliche zählt sehr viel. Was es nicht gerade zu eminem Vorteil macht, da ich eher einen ruhigere Schülerin bin. Auch das Schriftliche reist es bei mir nicht mehr raus.
Außerdem muss ich noch dazusagen, dass die Benotung komplett unfair -zumindest bei den meißten Lehrern- durchgeführt wird. Die Lieblinge bekommen immer die bessere Note und die anderen können schauen womit sie außkommen.
Darauf sollten vielleicht mal die Lehrer schuaen, denn fasst alle aus meiner Kl. kommen sich in IRGENDEINEM fach verarscht vor!!
LG happy_angel
@nick knatterton
von Franka (Eltern), 26. Mär 19:43
Jetzt muss ich doch noch einmal schreiben. Glückwunsch, lieber Nick, du hast alle Beteiligten ja gründlich aufs Glatteis geführt! Wolltest du mal sehen, wie weit man es in so einem Forum treiben kann? (Oh Verzeihung, Sie wollten ja gesiezt werden!)Uns ausgerechnet Japan mit seinen enormen Selbstmordraten in den Schulen als Vorbild verkaufen zu wollen, dazu gehört schon Einiges an Advocatus- Diabolus- Mentalität! Tatsächlich kommt die Diskussion hier vom Hölzchen aufs Stöckchen und wird sicher endlos so weitergehen. Mal sehen, welches Thema sich hieraus in einer Woche entwickelt hat.
@ Nie- Auslernerin:
Es müsste eigentlich "Nie Dazulernerin" heißen!
Wie man aus dem kurzen Bericht über meine Kinder herauslesen kann, dass ich sie zu Gewalt erzogen habe, dazu gehört schon einiges an Ignoranz.
Meine Kinder waren und sind in der Lage, so mit Menschen zu reden, dass man ihnen zuhört und sie ernst nimmt, sogar die Lehrer!Das trifft natürlich nicht auf alle Lehrer zu, aber schwarze Schafe gibt es schließlich überall. Beide Kinder haben sich sogar teilweise in recht hitzige Diskussionen mit ihren Lehrern begeben und sind trotzdem sehr erfolgreich durch die Abiturprüfung gekommen. Aber dazu gehört sicher auch einiges an Kommunikationsfähigkeiten seitens der Eltern und der Kinder. Also noch mal: Lass Eure Kinder erwachsen werden und wachst und reift doch ein bisschen mit ihnen mit!
Nachtrag zu Sasapi
von Lieschen (Eltern), 26. Mär 16:14
Ein Lehrer muss sich auch gar nicht groß um die stilleren Schüler kümmern, er muss sie einfach nur mal wahrnehmen und ihre Leistungen anerkennen. Diese Schüler brauchen nämlich meist keine Hilfe, sondern nur ein bißchen Verständnis - und eine angemessene Bewertung, die sich nicht nur an der Redefreudigkeit der anderen orientiert.
Nick Knatterton
von Lieschen (Eltern), 26. Mär 16:03
Stimme Ihnen voll zu!
Und wenn das Reden an der Gesamtnote nur 50% ausmachen würde, hätten auch stille Schüler tatsächlich eine Chance. Aber leider ist das eben nicht so, sondern die "mündliche Note", die ja eigentlich nicht NUR eine mündliche Note ist, macht 70%, bei einigen Lehrern sogar 80% an der Gesamtnote aus. Um es noch einmal ganz klar zu machen: die 70% "mündliche Note" sind nicht mehr und nicht weniger als ALLE Unterrichtsbeiträge, die nicht als Klassenarbeit gelten, also alles, was im Unterricht erarbeitet wird, auch Hausaufgaben gehören dazu.
Fakt 1: Der Unterricht gibt aber oft gar nicht so viele unterschiedliche Unterrichtsbeiträge her, weil fast ausschließlich das Unterrichtsgespräch gepflegt wird. Das entscheidet jeder Lehrer nach seinem Gusto und nach persönlicher Einstellung.
Fakt 2: Selbst wenn der Unterricht viele unterschiedliche Unterrichtsbeiträge hergibt, heißt das noch nicht, dass stillen Schülern damit geholfen ist. Es bringt ihnen nämlich gar nichts, wenn der Lehrer diese Unterrichtsbeiträge nur zu einem geringen Prozentsatz wertet und die aktive mündliche Mitarbeit am höchsten gewichtet. Beispiel Englisch: Die 70% oder 80% setzen sich dann nämlich so zusammen - 90% aktive mündliche Mitarbeit / 5% Hausaufgaben und Vokabeltests / 5% schriftliche Unterrichtsbeiträge.
Auch hier entscheidet der Lehrer das nach persönlicher Einstellung.
Eltern, die Fragen stellen, wird meist ganz lapidar gesagt, die mündliche Mitarbeit des Schülers wäre ja sooo wichtig - ist sie ja auch, aber nur für den Lehrer, der entweder nicht weiß, was er da tut oder nicht anders will!
Reden ist Silber ....
von Nick Knatterton (Eltern), 26. Mär 15:18
Habe letzten Sonntag einen Austauschschüler gehört, der 1/2 Jahr in Japan war. Der wollte gar nicht wieder dort weg. Grund:
1. Disziplin und Ruhe im Unterricht
2. Lehrer als Partner: jeder Lehrer hat
Extraarbeit auf sich genommen, damit er mit
schwachen Japanischkenntnissen folgen kann,
z.B. Arbeitsblatt auf Englisch übersetzt.
3. Klassen sind dort über 40 Schüler (11.Klasse).
4. Das Schriftliche Arbeitsergebnis ist ent-
scheidend.
5. Es werden dort weniger schriftliche "Elaborate"
gewertet, sondern einfache Wissensfragen.
Unsere Schüler können labern wie ein Buch,
aber man frage ein Mal, was "liberal"
bedeutet, man erlebt sein blaues Wunder.

Sie sehen, wenn Gelaber und Durchsetzungsvermögen im Krach nicht 50% der Note ausmachen, haben auch stille Schüler eine Chance. So einfach ist das. Und wenn Arbeit an der Bedeutung von Begriffen und Grundlagen mehr Gewicht hat, als Gedrühne auf der Metaebene, dann hat das sogar Vorteile für die Schüler und später für das Staatswesen, den die Funktionsträger würden nicht mehr unverständliches Zeug labern und sich über die Bedeutung desselben streiten, sondern sich über klare Fakten und Maßnahmen austauschen.
-
von Lieschen (Eltern), 26. Mär 12:15
Dass viele Lehrer sich Mühe geben und an der Klassengröße scheitern, ist nur ein schwacher Trost, finde ich. Das sollte auch kein Argument sein, stille Schüler nicht angemessen zu bewerten. Wenn Lehrer aber selbst sagen, dass sie nicht wissen, wie sie mit stillen Schülern umgehen sollen und sogar Angst haben, sie anzusprechen, dann ist es doch Sache des Lehrers, diese Ängste abzubauen. Wenn er in der Lehrerausbildung keine pädagogisch-psychologische Schulung erhalten hat und vielleicht sogar von Natur aus stillen Menschen skeptisch begegnet, dann darf das doch nicht dazu führen, dass ein Schüler abgewertet wird. Bei solchen Ängsten müssten Lehrer dazu verpflichtet werden können z.B. durch eine Supervision zu mehr Sicherheit zu gelangen, denn nur was bewußt geworden ist, kann man auch ändern. Stattdessen sehen Lehrer hier oft die eigene Verantwortung nicht und lasten das auf den Schüler ab nach dem Motto: Mach mir das Leben nicht schwer, ändere dich, dann bekommst du auch gute Zensuren von mir.
Die Klassen sind oft so groß,
von Sasapi (Eltern), 26. Mär 12:00
daß ein Lehrer, selbst wenn er es gerne möchte, sich gar nicht so um die stilleren Schüler kümmern kann. Bei im Schnitt 28-30 Schülern lässt es sich gar nicht vermeiden, daß stillere Schüler untergehen, da kann der Lehrer sich noch soviel Mühe geben...
Kompetenzen und Standards für die Lehrerausbildung
von Lieschen (Eltern), 26. Mär 11:08
Die ständige Kultusministerkonferenz hat schon 2004 einen Beschluss gefasst, in dem Kompetenzen und Standards der Lehrerausbildung für die 16 Bundesländer definiert werden: www.kmk.org/fileadmin/pdf/PresseUndAktuelles/Beschluesse_Veroeffentlichungen/allg_Schulwesen/standards_lehrerbildung.pdf
Aber wie meistens gehen Theorie und Praxis oft weit auseinander und das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Besonders die geforderte pädagogisch-psychologische Kompetenz fehlt vielen Lehrern völlig. Lehrer ignorieren introvertierte und stille Schüler, weil sie nach eigenen Aussagen nicht wissen, wie sie mit ihnen umgehen sollen. Sie werten solche Schüler durch schlechte mündliche Zensuren ab, weil sie der Meinung sind, dass die mündliche Zensur nur aus der aktiven mündlichen Mitarbeit besteht und nicht akzeptieren, dass diese "mündliche Zensur" sich lt. Schulgesetz aus ALLEN Unterrichtsbeiträgen zusammensetzt, die nicht Klausur/Klassenarbeiten sind. Und diese Unterrichtsbeiträge umfassen eben auch schriftliche Arbeiten und nicht nur die Redebeiträge! Vom Schulgesetz her ist das meiner Ansicht nach ja auch ein guter Ansatz, denn die Unterrichtsbeiträge sollen ein umfassenderes Leistungsbild ergeben als die meist wenigen Klassenarbeiten.
Aber was nützt das alles, wenn Lehrer trotzdem nach ihrem eigenen Ermessen und ihrer persönlichen Meinung bewerten dürfen? Wer kontrolliert denn, ob die geforderten Standards und Kompetenzen auch erreicht und eingehalten werden? Weder der Schulleiter noch die Schulbehörde kontrolliert dies, und schon gar nicht kann Lehrern vorgeschrieben werden, wie sie bewerten müssen.
Hier müsste das Entweder-Oder-Prinzip greifen: Entweder Lehrer werden so ausgebildet, dass sie auch mit stillen Kindern umgehen können und sie angemessen bewerten können, oder der Ermessensspielraum muss gesetzlich eingeschränkt werden.
Wenn man z.Zt. die Nachrichten verfolgt, will der Staat ja scheinbar überall kontrollieren und lenken, warum also nicht auch die Lehrer? Oder ist Lehrern vielleicht gar nicht bewußt, wieviel Freiheiten sie haben? :-)
verspätet
von Anonym, 25. Mär 20:21
nee,2stunden Hausaufgaben sind übertriben
@ Franka
von Nie-Auslernerin (Eltern), 24. Mär 17:54
Ich bedauere es sehr, aber landesweite Schulstreiks würde ich nun wirklich als unrealistisch bezeichnen. Wer glaubt denn, dass so etwas in den nächsten Jahren jemals zustande kommt? In jedem Bundesland andere Zuständige und andere Schulgesetze.
Das Eltern und Lehrer eigentlich zusammen gegen so manche Misere vorgehen sollten, da gebe ich Ihnen aus vollem Herzen Recht! Aber hier wurde das schon einmal versucht und Sie glauben gar nicht, wie sich die Schulleitung gewunden hat, um das zu vermeiden. Wie ein Wurm, der irgendwo noch ein Schlupfloch sucht um der miesen Stimmung zu entkommen.
Lehrer tun so was nicht gerne - Schulleiter noch weniger gern. Es geht da gegen ihren Dienstherren. Da streikt man bestenfalls mal wenn's ums Einkommen geht ;-)
Was verstehen Sie denn bitte unter "in Ruhe ihre Schule abschließen"?
Wollen wir das Kind doch mal beim Namen nennen: Eltern, die sich nicht für das, was in der Schule passiert, interessieren (mangelndes Interesse an den Kindern will ich mal gar nicht unterstellen) und die immer schön abnicken, was sich Schule so ausdenkt, die immer brav zahlen, auch wenn gar keine Pflicht dazu besteht, die sich auch auf Pflegschaftsabenden nie sehen lassen oder wenn, den Mund nicht aufbekommen sondern immer nur lieb lächeln - die sind den Kindern ganz sicher nicht peinlich, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht!
Die sieht und hört man ja auch nicht. Die sind gerade mal gut genug, alles am Laufen zu halten und zu finanzieren. Die zahlen auch jede Klassenfahrt nach dem Motto "Nur kein Ärger mit der Schule!!!" Absolut unspektakuläre und sehr pflegeleichte Eltern sind das - vor allem für die Schule!
Aber sind das auch die Eltern, wo Kinder hingehen, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen? Oder wenn sie tätlich angegriffen wurden? Oder von Mitschülern gepiesackt werden? Wohl kaum. Denn von solchen Eltern ist keinerlei Rückhalt geschweige denn Hilfe zu erwarten - das ist erstmal peinlich!!!
Ich gehöre nicht zu den Eltern, die ihren Kindern vom Kindergarten an predigen "wenn dir einer dein Schäufelchen wegnehmen will, hau sie ihm auf die Nase, dann lässt er's!" Das meinten Sie doch in etwa mit "Lasst sie ihre Schwierigkeiten selbst ausfechten"?
Der von mir geschilderte Fall mit dem Physikunterricht ist doch ein schönes Beispiel, dass ich meine Kinder durchaus ermuntere, solche Probleme selbst zu lösen. Aber der Erfolg dieser Bemühungen ist auch beschrieben. Er ist gleich Null! Es sind eben Kinder und Jugendliche und wenn die Autoritätsperson etwas sagt, dann gilt das als Gesetz. Und wer das nicht tut sondern weiter darüber diskutieren möchte, der riskiert einen Eintrag ins Klassenbuch. Wie stellen Sie sich eigentlich vor, dass Schüler solche Probleme lösen sollen? Schüler werden von den meisten Lehrkräften in keiner Weise ernst genommen. Wozu auch? Die haben ja keinerlei Möglichkeiten, ernsthaft etwas auszurichten. Da müssen schon ganz derbe Schnitzer passieren, bis Schüler wirklich ernst machen und einen Lehrer bzw. dessen Unterricht bestreiken. Man muss sich natürlich nicht wegen jeder Kleinigkeit einmischen. Meist mischt man sich ja gar nicht mal ein. Aber wenn sich Sachen immer wiederholen und nichts dagegen unternommen wird seitens der Schulleitung - was meinen Sie denn, was man dann tun soll? Die Hände in den Schoß legen und beten, dass die Schulzeit endlich vorbei sein soll, weil es sonst dem eigenen Kind peinlich sein könnte, wenn man auf das Übel öffentlich anspricht?
Also wenn ich schon Angst haben muss vor meinen eigenen Kindern, dann kann ich natürlich der Schule gegenüber nur in Deckung gehen und die Weiße Fahne hissen. Ehrlich gesagt: das wäre MIR zu peinlich!
...und hassen würde ich wenn, dann nur einzelne Personen, aber niemals eine ganze Personengruppe. So was sollte man doch trennen können. Ich kann das. Mancher offensichtlich leider nicht.
Grüße

Nie-Auslernerin
Wo se Recht hat, hat se Recht
von Nick Knatterton (Eltern), 18. Mär 21:49
Nun wurde aber mal, richtig der Nagel auf den Kopf getroffen: Eltern und Schüler und Lehrer sollten zusammenstehen, das sie nur gemeinsam die Probleme lösen können.

Vermutlich sind die Lehrer auf ihrer Seite genauso unglücklich, wie die Kinder und die Eltern, eben weil sie durch das System (u.a. auch durch den Stoffplan, Klassengrößen, Regelwerk etc.) gar nicht anders handeln können. Sie könnten es doch aber mal zugeben. Das wäre ja schon mal phänomenal.

Auch stimmt es, dass die Eltern selbst untereinander rumhacken. Ich musste schon mal zur Schulleitung, weil ich zwei sich schlagende Kinder getrennt hatte (ein Junge hat ein Mädchen getreten) und die Mutter des Jungen meinte, ich hätte ihrem Sprössling Gewalt angetan! Was will man in dieser Lage machen? Ich habe jedenfalls keine Lust, mir Arien über Selbstentfaltung oder den richtigen Grad der Strenge anzuhören. Es gibt heute keinen Konsens mehr, leider. Das sind die Medien, vor allem das Internet. Jeder hat seine eigene kleine virtuelle Welt. (Enter)

Auf jeden Fall hilft es nichts, immer ganz aufgeregt in die Hände zu klatschen und zu rufen: "Hach, was ist das alles toll!". Auch verstehe ich nicht, warum berechtigte Kritik als Hass angesehen wird. Wenn Ihr Wagen nicht richtig repariert ist, werden Sie das doch auch reklamieren, und werden erstaunt gucken, wenn der Meister fragt, warum Sie ihn hassen.

Auf jeden Fall kann ich hier nur eine emotionale Betroffenheit erkennen, aber nicht einen einzigen Sachgesichtspunkt, der aufgegriffen wurde.
@ nie-auslernerin und nick knatterton
von Franka (Eltern), 18. Mär 20:07
von Hilde (Eltern), 07. Feb 11:46
Ich verfolge die Diskussionen hier seit langem mit Entsetzen. Der aufgestaute Hass auf Lehrer, die für viele Eltern als Blitzableiter für verfehlte Politik herhalten müssen, ist erschreckend und beschämend.
Divide et impera - das hat schon bei Caesar funtioniert: spalte und herrsche.
Würden sich Lehrer und Eltern zusammentun und geschlossen gegen die Ausbeutung und Verwirtschaftlichung von Kindern, Lehrern und Schule stehen, wäre der ganze bildungspolitische Wahnsinn nicht möglich. Stattdessen hackt man sich gegenseitig die Augen aus, auf dem Rücken unserer Kinder. Weil wir alle zu feige sind, gegen die falschen politischen Entscheidungen zusammenstehen (zum Beispiel in landesweiten Schulstreiks), weil schlussendlich doch jeder seine eigene Suppe kochen will.
So wird das nix in Deutschland.

Das schrieb "Hilde" in einem anderen strang und ich kann ihr nur beipflichten. Lasst Eure Kinder erwachsen werden, ihre Schwierigkeiten selbst ausfechten, auch mal die Frustrationstoleranz etwas erhöhen und ansonsten wenigstens versuchen, in Ruhe die Schule abzuschließen. Mir als Kind wären solche Eltern peinlich.
Auch meine Kinder hatten durchaus nicht immer nur mit fairen, kompetenten Lehrern zu tun. Sie waren aber in der Lage, ihre Interessen selbstständig zu verfolgen und Ungerechtigkeiten nicht mit dem Untergang des Abendlandes zu verwechseln.
Zum Abschluss 2 Buchtipps:
1. "Generation Doof" von Stefan Bonner und Anne Weiss
2. "Global Players" von Sascha Lehnarzt; Untertitel "Warum wir nicht mehr erwachsen werden".
Keine Sorge, das war ganz bestimmt mein letzter Beitrag in diesem Forum!
Gibt es für Lehrer auch "Methodenlehre"?
von Nick Knatterton (Eltern), 18. Mär 06:15
Meine in Klasse 10 befindliche Tochter hat ständig irgendwelche Referate zu machen, teils allein, oft in Gruppen. Da ich selbst 10 Jahre lang als Schulungsleiter mit entsprechender Spezialausbildung gearbeitet habe, wundere ich mich, wie das angestellt wird. Wenn ich meine Tochter dazu frage, gibt's immer eine Verwirrung:

1. Das Thema ist nicht klar (Bsp.: Karl Barth)
2. Das Ziel des Referates ist nicht klar
3. Der Umfang a) des Handouts b) die Dauer sind unklar
4. Die Quellen/Hilfsmittel sind unklar
5. Arbeitsmethodik und Gruppendynamik sind nicht geregelt

Das führt mit sich:
1. Die Beiträge der Schüler sind nicht vergleichbar
2. Umfang und Qualität sind Zufall
3. Der Lehrer geht kaum darauf ein und coacht auch nicht bei der Gruppenarbeit/Erstellung
4. Der Lehrer benotet lediglich

Abgesehen davon, dass der Lehrer sich in der Vorbereitung einen schlanken Fuß macht, ist das kein Unterricht, sondern ein Selektionsprozess an den Schülern a) nach vererbtem Leistungsvermögen und b) nach der Unterstützung durch die Eltern bzw. c) nach der Fähigkeit abzuschreiben. Die Vorlage zu einer vom Lehrer mit 1 gewerteten Gedichtsinterpretation fand ich zufälligerweise bei einer Internetrecherche als Schülerhausarbeit.

Im Ergebnis ist die gesamte Verfahrensweise faul und dilletantisch. Dabei sind gerade Gruppenarbeiten eine große Bereicherung und Belebung beim Lernen, aber nur, wenn der Rennwagen auf einer definierten Piste fährt, nicht jedoch bei einem solchen Querfeldeinrennen!
gar nicht mal so falsch
von Nie-Auslernerin (Eltern), 16. Mär 11:27
finde ich Nicks Beiträge in diesem Thread. Sicherlich etwas überspitzt, aber das tut doch so manch anderer hier auch ganz gerne.
Und die Anmerkung, dass hierzulande leider kaum Leistungs-Überprüfungen der Lehrpersonen stattfinden, ist durchaus angebracht. Im Physikkurs eines meiner Kinder stehen alle Schüler zwischen 4 und 5. Wenn es vereinzelte wäre, würde man ja noch denken, dass es Faulpelze, Unwissende oder schlicht Dummköpfe sind. Aber alle??? Von den Schülern wurde daraufhin der Oberstufenleiter angesprochen, weil sie alle Probleme haben, das, was der Physiklehrer erklärt, nachzuvollziehen. Antwort: "Ihr seid einfach zu dumm um das zu kapieren!"
Komisch - mein Gedanke bei den Erzählungen meines Kindes waren (nachdem ich hörte, dass der komplette Kurs so schlecht dasteht) "Wenn es alle betrifft, könnte es ja vielleicht auch am Lehrer liegen...".
Und ich gehöre nicht zu den Eltern, die immer alles auf die Lehrer schieben. Meine Kinder müssen oft genug mit mir Differenzen austragen, weil ich der Meinung bin, sie hätten nicht genug gelernt wenn eine Arbeit daneben gegangen ist.
Nun stelle ich mal die Frage, welche Konsequenzen es für den Pädagogen hat, wenn er es nicht schafft, den nötigen Stoff zu vermitteln? Keine! Er bekommt sein Gehalt weiter, egal ob die Kinder was lernen oder nicht. Angst um seinen Arbeitsplatz muss er nicht haben. Physiklehrer sind inzwischen Mangelware und genau das weiß ein solcher "Fachmann" auch!
Auch in puncto Lose-Blatt-Sammlungen muss ich Nick recht geben. Andauernd wird geklagt, wie wenig Geld man zur Verfügung hat - aber hunderte Kopien täglich an die Schüler verteilen. Wieso reichen angeblich heutzutage die Bücher nicht mehr aus? Hat man früher nichts gelernt, wo es diese Kopierflut noch nicht gab? Gut - da wurde mehr abgeschrieben, aber das hat ja prinzipiell auch niemandem geschadet.
Grüße

Nie-Auslernerin
naja...
von Hilde (Eltern), 15. Mär 10:13
In Japan bringen sich die Schüler wegen des horrenden Leistungsdrucks serienweise selber um und der letzte Amokläufer kam aus Finnland.

Den Schulen können wir da die Schuld nicht zuschanzen, da fassen wir uns als Gesellschaft mal lieber selbst schön an die Nase.
Psychotherapie oder Sachdiskussion?
von Nick Knatterton (Eltern), 13. Mär 13:58
Was zu beweisen war: eine kritische Position wird mit du und therapeutischen Vermutungen pariert, so wie es sich gehört! Gerade nach dem neuerlichen Amoklauf muss nun ordentlich der Deckel drauf, oder? Alles Beknackte und Spinner, die mit dem System nicht zufrieden sind!

Dabei stehen doch eine Reihe praktischer Anregungen drin. Und Leistungskontrolle für Lehrer und Schulen ist sowohl in Norwegen als auch in Japan an der Tagesordnung. Man stelle sich vor, dass die Schüler in Japan einen verbindlichen Jahres-Unterrichtsplan bekommen, der auch eingehalten wird. Und die Lehrer sind auch noch so entsetzlich gedrillt, dass sie tatsächlich die Bücher durcharbeiten, ist das nicht schrecklich?

Bei uns macht jeder Lehrer was anderes (schon damit man ihn nicht vergleichen kann), wir dürfen pro Fach drei Bücher kaufen (Basisbuch, Arbeitsbuch und Grammatik), und weil der die Buchinhalte angesichts seiner gestalterischen Freiheit nur sporadisch zum einsatz bringen kann, muss noch reichlich Kopiergeld bezahlt werden. Als haben die Schüler nicht nur eine bis zu 8 kg schwere Schultasche, sondern massenweise lose Blätter, die sie in Hefter einhängen können. Find ich persönlich toll, denn das, was an Sport ausfällt bzw. mangels Fachlehrern unsachgemäß geübt wird, kann teilweise durch das Schleppen eines überschweren Tornisters wieder ausgeglichen werden.

Ich weiß, Ideologen und Pikierten fällt es schwer, so banale Tatbestände ins Auge zu fassen. Ergo, wer darüber redet hat eine Phobie! Und so wird es augenscheinlich, dass jemand, der wiederholt auf eine derartige Weise unsachgemäß und beleidigend abgekanzelt wird, einfach durchdreht. Ich jedoch drehe nicht durch! Das füge ich rechtsverbindlich an, damit nicht noch jemand auf die Idee kommt, ich würde jemanden bedrohen Tue ich nicht!
Schulphobie
von Franka (Eltern), 13. Mär 12:25
Armer Nick Knatterton, was muss dir früher in der Schule übel mitgespielt worden sein ,wenn du heute noch geradezu besessen hasserfüllt auf jeden Diskussionsbeitrag reagierst, der die Schule etwas relaxter sieht. So oft und so häufig, wie du in diesem Forum vertreten bist, das lässt fast vermuten, dass du kein anderes Hobby hast. Versuch´s doch mal mit Sport!
Deutsches System
von Nick Knatterton (Eltern), 12. Mär 19:49
Das geistige System der Deutschen zeichnet sich dadurch aus, dass es keine eigene Linie hat, sondern immer auf andere reagiert.
Deuschland schneidet bei Pisa schlecht ab:
klar, das Messystem ist Murks und gilt nicht!
Andere schneiden schlechter ab:
Klar, Deutschland ist nicht so schlecht!

Nun fragen wir doch aber einfach mal die Schüler als Hauptbetroffene, wie sie die Schule finden - hach ist das aber sensationell! Und fragen wir doch mal, welche Eltern die Schule toll fanden, hach wie aufregend! - Nein, es dürfen nur bierernste Bildungsexperten rumknödeln und die Worte drehen bis es passt, das tun die Lehrer ja auch. Das aller einfachste aber, Eltern und Schüler ernst nehmen und auf ihre Bedürfnisse eingehen sowie auch ein wenig von anderen Ländern lernen, nein, das geht nun wirklich nicht, wofür braucht man denn dann noch die teuren Experten? Mit dem freiwerdenden Geld könnte man glatt Lehrer einstellen, die Klassen verkleinern und einen ordentlichen Umgang untereinander aufbauen. Nein, dafür ist seit 30 Jahren kein Geld da und seit 30 Jahren kalkuliert man an Gymnasien den Verlust von 1/3 der Schüler ein, darum muss man mit 30ger Klassen anfangen, damit zum Abitur noch 20 übrig sind. Und trotz andersartigem Gesülze fördern die meisten Lehrer nicht, sondern schießen nur ab. Mein Vorschlag: für jeden Schüler, der gehen muss, wird dem Lehrer ein Hunderter abgezogen. Ihr sollt mal sehen, wie die Pädagogen plötzlich die Bedeutung ihrer Berufsbezeichnung wiederentdecken und um jeden kämpfen. Aber auf so 'ne tolle Idee können Experten nicht kommen, denn dann wären sie überflüssig.
Schweden- Pisa
von Franka (Eltern), 12. Mär 12:44
In der neuen Pisa- Untersuchung liegt merkwürdigerweise ausgerechnet Schweden - und Norwegen erst recht - deutlich hinter Deutschland. Was kann man denn da nun wieder draus schließen?
Vielleicht sogar, dass trotz des miserablen deutschen Schulsystems deutsche Schüler gar nicht sooo schlecht abschneiden? Aber nein, dann müsste man ja zugeben, dass deutsche Lehrer auch gar nicht soo einen schlechten Job machen! Das geht nicht!!!
Schulsystem
von raver (Ehemalige), 02. Feb 12:58
Ich persönlich finde, nur durch reden der Politiker und durch Pisa Studien wird dass Grundproblem nicht gelöst. Wie schon oft erwähnt muss eine individuelle, aber auich geregelte Form gefunden werden, wie mit Kindern umgegangen wird. Damit meine ich nicht nur die Lehrer. Aus meinen Erfahrungen gibt es genug Eltern die ihre Kinder entweder total überfordern oder total unterfordern. Es bringt nichts wenn Eltern ihre Kinder denn ganzen Tag Yugi Oh (oder den sonmstigen Pipapo) gucken lassen oder aber im Gegenteil: Ein Kind muss das ganze Wochenende am Stück üben schreibt trotzdem nur eine 3 und wird dann zusammengestaucht. ist das eine Lösung?...
Nun zu meiner zweiten Ansicht, wofür ich sicherlich einige Kritk einstecken muss... Aber egal. ich halte von der Pisa Studie überhaupt NICHTS!! Seit dem geht es in unsertem Bildungssystem immer mehr abwärts. Jedes Gesetz jeder Beschluss wird immer mit der Pisa Studie begründet. Es ist doch völlig egal! Irgendein komischer "Doktor-Diplom-sowieso" hatte wahrscheinlich zu viel Freizeit und erfand die Pisa Studie.Ich finde dsas wieder enmal typisch für unsere Regierung alle gucken jetzt aufs Ausland in jeder Diskussion (egal wo) hört man nur noch " OOOOOH die finnen oder sonst wer sind bessder als wir." Toll!! Es geht aber um UNSERE Kinder hier in Deutschland (" Hier in Deutschland" zehn mal unterstrichen) und nicht um irgendwelche anderen Schulsysteme die wir nicht kennen. Das z.b Finnische Kinder besser sind als wir liegt meines erachtens NICHT an der Pisa Studie sondern einfach daran, das Kinder dort völlig anders aufwachsen Ohne mediale Ablenkung, ohne Discos; ohne kiffen etc. (Es gibt genug Beispiele). Die kinder wachsen in der Natur auf, lernen dadurch auch kleine Sachen zu schätzen. und werden automatisch freundlicher und offener als die ganzen "Menschen" die hier rumlaufen. Für mich´sind hier einfach 90 % der jugendlichen die (angeblich) superschlau sind und die jeder Chef hier "freudestzrahlend" umarmt, einfach viel zu Oberflächlich. Toll! Mathe: 1+ naturwissenschaften 1++: sozial:......??? Häh was ist das?? Solche Leute werden hier "rangezüchtet". Völlig klar das uns Finnland auch in den nächsten 12 Studien überlegen ist (Churchills Spruch passt hier "traue nie einer Statistik die du nicht selbst gefälschst Hast. Die Pisa Studie ist doch nur Meinungsmache damit eine handvoll Leute (mit zu viel kohle in der tasche) wieder besser im Rampenlicht stehen als vorher. Prima alle quatschen se vom Ausland und merkel lacht sich wider eins ins Fäustchen "Man hat die inteligenten Bürger wieder unter kontrolle.Das Brot und Spele Prinzip hat wider einmal geklappt".
G8 und Pisa
von Anonym, 01. Feb 16:13
Allerdings muss man bei Pisa auch beachten, dass nicht alle Schulen den
Test durchgeführt haben.
Außerdem gebe ich Schuelerpapi recht,
dass an den Schülern viel ausprobiert wird und dass dies nicht nur bei den sechs Jahren Grundschulzeit schief geht: auch bei G8. Wir müssen täglich 2 Stunden Hausaufgaben machen, haben Ganztagsschule und schon ab der sechsten Klasse eine zweite Fremdsprache und das ist zu viel!

Schüler
Wie erwähnt
von MaxL. (Ehemalige), 21. Apr 15:47
Die skandinavischen Länder besitzen ganz ganz andere Regulationssystem die in Deutschland entweder nicht gern gesehen geschweige den gefordert werden.

z.B. Einen sehr ausführlich Sprachtest
einen Beleg für min. eine feste Arbeitsstelle
Finnland — Bevölkerungsdichte: 15,6 Einwohner pro km2
Deutschland — Bevölkerungsdichte: 231 Einwohner pro km2

ups, fast quadriert....

bei einigen Ländern werden sogar kapitalsicherheits verlangt !

Sollte das mal ein Politiker in Deutschland verlangen, autsch der kann sein Parteibüchlein gleich abgeben.
@Nie-Auslernerin
von schuelerpapi (Eltern), 21. Apr 14:53
http://www.zeit.de/2008/17/Interview-Lehmann?page=all
Lesen Sie sich das mal objektiv durch.

Gruß
schuelerpapi
Sehr interessant
von Nie-Auslernerin (Eltern), 21. Apr 12:44
Vielleicht lassen Sie uns Ihre neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse einmal teilhaben? Wie wäre es mit einem Link? Das wird Ihnen als Lehrer ja sicher möglich sein.
Wie Sie selbst schreiben, kann man finnische Verhältnisse hier nicht 1:1 umsetzen. Das ist vollkommen korrekt. Aber eine Statistik durch Weglassung zu verschönern wird doch wohl nicht auf bayerischen Gymnasien unterrichtet, hoffe ich. Aber vielleicht könnte man dann eine neue Pisa-Studie erstellen, die nur die Gymnasiasten prüft - aber bitte dann in allen teilnehmenden Ländern und nicht nur in Süddeutschland. Ob dann der Vergleich mit Finnland und anderen Ländern immer noch so super sein würde?
Gibt es übrigens auch neueste wissenschaftliche Untersuchungen, wonach ein Abiturient nach 12 Jahren deutlich mehr Bildung vermittelt bekommen hat als nach 13 Jahren?
Es gibt nunmal leider hier dieses Schuldurcheinander und auch ganz unterschiedliche Bevölkerungsstrukturen. Ich würde z.B. einfach mal vermuten, dass es in liberaleren Bundesländern evtl. auch einen höheren Migranten-Anteil in den Schulen gibt. Das muss nichts heißen, bedeutet aber sicherlich immer eine höhere Belastung des Bildungssystems, weil nicht alle deutsch als Muttersprache lernen zu Hause. Darüber brauchen wir hier aber nicht zu diskutieren.
Ob alleine ein höheres Fachwissen in der Lehrerausbildung auch eine höhere Bildung unter den Schülern bedeutet, wage ich anzuzweifeln. Was nützt mir der gebildete Professor, wenn er nicht in der Lage ist, es den Schülern beizubringen? Immer wieder macht man als Eltern die Erfahrung, dass die Nachhilfe, die ein Schüler gibt, manchmal mehr Erfolg zeigt als die, die von Lehrern erteilt wird. Gerade in Fächern wie Mathe, weil oft die Schüler erkennen, womit die Mitschüler Probleme haben. Gerade die Super-Fachleute stehen dann davor und schütteln die Köpfe, weil sie nicht nachvollziehen können, was der junge Mensch da nicht verstehen will. Weil es IHM alles klar ist.
Grüße

Nie-Auslernerin
@ Sabine
von schuelerpapi (Eltern), 19. Apr 17:38
Mangels Zeit nur einige Beispiele aus Bayern und BW:
1.Lehrerausbildung
Während andere Bundesländer gerade
die fachwissenschaftliche
Ausbildung an Hochschulen und Universitäten (unter dem Deckmantel der Stärkung des pädagogischen Anteils)rigoros beschneiden, tun dies die oben genannten nicht. Der Lehrer muss einen Wissensvorsprung vor seinen Schülern haben, was nützt sonst das ganze pädagogische Knowhow ?

2.Nicht deutschsprachige Schüler
Diese werden nicht nur in ihrem Sprachlernen gefördert, sondern es wird auch bis ins familiäre Umfeld hinein etwas gefordert ( Kontrolle der Teilnahme an Deutschkursen, Restriktionen bei Nicht-Teilnahme ).
Ohne ordentliche Sprachkenntnisse bleibt ein nicht unerheblicher Teil der Schüler außen vor.

3.Experimente auf dem Rücken aller Beteiligten
Beispiel: Sechs Jahre Grundschule
Nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen eindeutig gescheitert !
Ursprüngliches Argument: Schwächere Schüler sollen sich längere Zeit an den Leistungen besserer Schüler orientieren können.
Gegenargument: Was geschieht in dieser Zeit mit den besseren Schülern ?
Bayern und BW haben sich nie an solchen unausgereiften Ideen beteiligt.

Die Liste ließe sich fortsetzen.
Kleine Klassen und Schulpsychologen und Zwergschulen...
von schuelerpapi (Eltern), 19. Apr 17:13
Pädagogikwunder Finnland ?
Jede Schule, und sei sie auch noch so klein, verfügt über ihren eigenen Schulpsychologen. Manche Schule besteht gerade einmal aus zwei bis drei Klassen ( logisch aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte ). Die Klassen wiederum bestehen aus 15 bis 20 Schülern.
Politiker, gebt uns die finanzielle und personelle Ausstattung finnischer Schulen, und der schiefe Turm wird erbeben !!!
Dumm ist nur, dass sich Bevölkerungs- und Infrastruktur des sympathischen skandinavischen Landes nicht so ohne weiteres auf deutsche Verhältnisse übertragen lassen. Genau dies tun aber Pisa-Studie und OECD in sträflich vereinfachender Weise !
Kleine Klassen
von Muddi (Eltern), 19. Apr 13:38
Kleine Schulklassen sind absolut notwendig. Aber als Basis alleine genügt das auch nicht.
Finnland
von Michaela (Lehrer), 18. Apr 23:53
Erwiesenermaßen gibt es in Finnland sehr kleine Klassen, oft mit zwei Lehrern, deshalb das gute Ergebnis bei Pisa. Dieses Land hat viele Probleme nicht, die wir in Deutschland haben.
Unterschiede Bundesländer
von Sabine (Eltern), 17. Apr 08:55
@schülerpapi: Was machen denn Ihrer Meinung nach Bayern und BaWü anders/ besser als die anderen Bundesländer?

Das ist eine ernst gemeinte Frage!
@ MaMaBo
von schuelerpapi (Eltern), 16. Apr 15:11
Das eine schließt das andere nicht aus !!!
Solange Bildungspolitik nicht zentral gesteuert wird, sondern Ländersache ist, muss es legitim sein, die einzelnen Bundesländer miteinander zu vergleichen.
Da beißt keine Maus den Faden ab:
Bayern und Baden-Württemberg führen bezüglich der von der Pisa-Studie untersuchten Parameter haushoch vor den anderen Bundesländern !
Ob man das politisch sehen sollte ?
Ich denke schon, dass hier etwas richtig gemacht wird, was andere Bundesländer nicht zustande bringen !!

P.S. Bin kein "Kraus-Fan", nur ein vernünftig denkender und doppelt Betroffener !
@schuelerpapi
von MaMaBo (Eltern), 16. Apr 06:26
zitat:
"Aber das haben die linken Ideologen unter den Bildungspolitikern und in der OECD natürlich nicht gerne !
Die Welt ist ja soo schön, wenn alle gleich sind !"

was ist das denn für ein schuelerpapi - ein lehrer undercover? das sind doch die totschlagwörter vom lehrer-idol und "führer" josef kraus.
Schulsystem und Rechtschreibung
von Muddi (Eltern), 15. Apr 21:43
Der IQ berechnet sich sicherlich nicht aufgrund der Menge der Rechtschreibfehler. Allerdings sehe ich es so, dass unser Schulsystem auch für Bildungslücken verantwortlich ist. Und dazu gehört u.a. die (fehlerhafte) Rechtschreibung.
Schönreden nutzt gar nichts!
von anker (Eltern), 14. Apr 20:26
Ich bin der Meinung, dass man mit dem künstlichen Verschönern der Studien und Ergebnisse erst recht keinen Erfolg erzielt. Na klar könnte man jetzt die Reihe von 'schülerpapi' fortsetzen und sagen, dass man auch noch die Fächer X, Y und Z aus der Studie heraus nimmt, und dann auch die Klassen Stufen a), b), c) und d) [ich verzichte absichtlich auf irgendwelche direkten Beispiele], und dann sind wir doch schon komplett die Nummer 1 auf der ganzen Welt.
Ja toll! Freut mich! Und was hilft das meinem Kind, das nicht am Gymnasium um südlichen Deutschland in der Klassenstufe e), f) oder g) in den Fächern S, T, U und V unterrichtet wird???
Warum sollen nicht alle Schüler dieses Landes die gleichen Chancen erhalten? Und was nutzt es am Ende in der Praxis, wenn lediglich die Statistiken geschönt wurden, und sonst nichts bewegt wird???
Da ist mir ein Rechtschreibfehler von jemandem, der was bewegen will, schon lieber als eine künstlich geschönte Statistik für's Auge.

Im Übrigen benötige ich, um anders als andere zu sein, kein mangelhaftes Bildungssystem. Allein durch Sprache, Mentalität, Aussehen und Charakter unterscheidet man sich sicher schon ein Stück weit von den anderen (im eigenen Land, in der EU, in der OECD und auch weltweit).

Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen der Rechtschreibung und dem Denken der Leute? Sicher gibt es Menschen die die Orthographie ihrer Sprache besser beherrschen als andere. Aber deshalb sind meiner Meinung nach die Menschen, die ein paar mehr Fehler in ihren Texten erkennbar werden lassen, sicher nicht weniger wichtig. M. E. zählt die Meinung aller.
Rechtschreibung und Denken
von schuelerpapi (Eltern), 14. Apr 20:04
Rechtschreibung hat sehr wohl mit Denken zu tun, sieht man einmal von Rechtschreibschwächen wie Legasthenie ab.
Ich wehre mich aber vehement gegen die auch in den vorhandenen Beiträgen aktuelle Mode, alles im eigenen Lande so schlecht wie möglich zu reden.
Nehmen wir doch einmal aus der unsäglichen Pisa-Studie die Gymnasien der südlichen Bundesländer und lassen die Gesamtschulen und alle anderen Schulformen weg. Schon stehen wir europaweit mit an der Spitze !
Wie man sieht: alles ein Beispiel dafür, dass man sich Ergebnisse schönrechnen und interpretieren kann.

Aber das haben die linken Ideologen unter den Bildungspolitikern und in der OECD natürlich nicht gerne !
Die Welt ist ja soo schön, wenn alle gleich sind !
Miserables Schulsystem
von Anonym, 14. Apr 18:56
Vorab kurz zu „schülerpapi“. Wir diskutieren hier über das miserable Schulsystem. Auf dieses Thema sind Sie, „schülerpapi“, überhaupt nicht eingegangen, sondern haben sich lediglich auf die Rechtschreibung von „Conan“ konzentriert. Zum Thema selbst haben Sie absolut nichts beigetragen. Aufgrund Ihrer erneuten Ausführungen würde ich gerne die Frage in den Raum stellen, wie wohl für ihre ersteren Ausführung ein Lehrer einen Schüler benotet hätte. Vielleicht ist ein Lehrer im Forum, der das beantworten kann. Ich bin ja keinen!

Da kann ich „anker“ - Zitat: „Persönlich finde ich hier die Botschaft wichtiger, als die Rechtschreibfehler (vielleicht teils auch nur Tippfehler) aus den einzelnen Beiträgen heraus zu klauben“ nur beipflichten.

Tatsache ist und bleibt, dass in unserem Bildungssystem einiges schief läuft. Das sieht man, wenn man über den eigenen Tellerrand schaut. Wir müssen es ja nicht einmal ausprobieren, sondern andere Länder machen uns vor, dass es besser geht. Aber denen, die nun für die Bildung unserer Kinder zuständig sind, fehlt es offenbar selbst an Lernfähigkeit.
alles über einen Kamm geschert...
von anker (Eltern), 14. Apr 17:34
... ist wohl der richtige Titel dieser Diskussion. Ich weiß zum Einen nicht, ob der Verfasser selbst Chinese ist (oder aus einem Land, in dem es solche Namen noch gibt, stammt). Und gerade die Chinesen würde ich nicht über einen Kamm scheren. Dass bei der Bevölkerungszahl wirklich alle das Gleiche tun, ist von sehr geringer Wahrscheinlichkeit. [Die aktuell laufenden Ereignisse dürften diese Aussage lediglich unterstreichen.]

Sofern der Schreiber des Beitrags wirklich ein ausländischer Mitbürger ist, möchte ich nebenbei noch die zaghafte Frage nach den eigenen Fremdsprachenkenntnissen anfügen... Wie sieht es da mit der Rechtschreibung aus???

Außerdem finde ich die beabsichtigte Botschaft dieser Beiträge nicht abträglich. Welche Chancen hat denn heute ein Jugendlicher noch mit diesem Bildungssystem? Ist es nicht wirklich so, dass hier Einiges verkehrt läuft? Umsonst und ohne Grund kommen doch diese Diskussionen wirklich nicht auf.

Persönlich finde ich hier die Botschaft wichtiger, als die Rechtschreibfehler (vielleicht teils auch nur Tippfehler) aus den einzelnen Beiträgen heraus zu klauben.
Und wer nicht fehlerlos schreiben kann...
von Nie-Auslernerin (Eltern), 14. Apr 15:57
...ist auch zu dumm zum Denken, nicht wahr Papi?
Wenn einem kein Gegenargument einfällt, dann kann man ja wenigstens versuchen, den anderen lächerlich zu machen, um zumindest von den einfachen Gemütern noch Beifall zu erheischen.
Genau diese Art von Unterrichtsführung ist es, die Kindern hierzulande oft den Spaß an der Schule verdirbt. Das sind zwar nur "Einzeltäter", aber auch die sollte man entweder mal gründlich weiter bilden oder vielleicht auch gleich umschulen.
Grüße

Nie-Auslernerin

Wer hier Rechtschreibfehler findet, der darf sie getrost behalten ;-)
Miserables Schulsystem
von schuelerpapi (Eltern), 14. Apr 14:42
Warum ein Beitrag, der es sich erlaubt, die Rechtschreibung eines Verfassers zu kritisieren, welcher das deutsche Schulsystem als "mieserabel" und verblödend bezeichnet, am Thema vorbeigeht, bleibt wohl das Geheimnis
des Konfuzius.
Aber so ist das mit den Chinesen:
alles über einen Kamm scheren (Schularten), obrigkeitsgläubig (jeder Studie unkritisch Glauben schenken)und unangenehme Meinungen (Fakten) zensieren.
Mieserables Schulsystem
von Anonym, 14. Apr 08:54
Tatsache ist, dass in Schweden und auch vielen anderen Ländern das Schulsystem weit besser ist als in Deutschland."schuelerpapagei" hat es vorgezogen, nur auf nebensächliches einzugehen. Also am Thema vorbei!!!

In Deutschland haben wir nicht selten Klassen von über 30 Schülern. Dann fehlen nur noch einige Lehrer, die zwar fachlich nicht schlecht sind, aber die Schüler mehr demotivieren als zu motivieren, und schon haben wir Leistungen, wie sie ja internationale Studien zeigen. Gegen Unfähigkeit der Lehrer, Schulen, und Ministerien vorzugehen, ist ein Kampf, wie ihn Don Quijote geführt hat.
Rechtschreibung in Schweden?
von schuelerpapi (Eltern), 13. Apr 19:35
Ich hoffe doch, dass sich der Schreiber dieser Zeilen, "conan", nicht selbst diskriminiert und die schwedische Rechtschreibung besser beherrscht als die deutsche!
Mieserables Schulsystem
von Conan (Eltern), 13. Apr 14:53
Meine Kinder mußten 6 bzw. 7 Jahre unter den (Verblödungs)Schulsystem leiden.Sind jetzt in Schweden und siehe da ein steiler Aufstieg vom angeblich schlechten und hoffnungslosen Schüler(in) zu den Klassenbesten.
Hier können noch Kinder Kinder sein und das einzelne Individuum wird gefördert und das Selbstbewustsein gestärkt.
Ein wahrliches Schulsystem so wie es sein
sollte (kostenloses Schulessen,kostenloses
Schulmaterial,bessere ausgebildete Lehrer...usw.)

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