Klassenstärke: 30 sind zu viel!

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von MaxL. (Ehemalige), 27. Apr 17:43
Wie ich sagte, man müsste dann schon das Lernverhalten etc. ändern!

Fremdsprachen unterricht mit 100 Leuten?
Wie traumhaft, genug leute für eine geflegt diskussion, man lern das sprechen und das system mitdem in anderen Ländern agumentiert wird (was sich ja teilweise erheblich vom "Deutschen-System" unterscheidet.

Zusätzlich wäre es durchaus möglich das sich dadurch das eigenen Verhalten der Kinder ändern, weil sie vielleicht selbst sehen wie dämlich das ist wenn sie alle immer durcheinander schreien etc.

Das sie selten solch einen Unfug gelesen haben, spricht doch eigentlich nur dafür das sie nicht besonders viel lesen ( nicht alzu ernst nehmen)

Aber wenn die Lehrer in der Lage sind den Unterricht interessanter zu gestalten und die Schüler etwas mehr Eigenverantwortung ( und damit auch einmal das eigenen Nichts-tun einzugestehen)zu übernehmen, dann geht das.

Als Beispiel wäre da z.b. eine Uni zu nennen.

Klar kann und muss man ander Schule den Schwierigkeitsgrad runterschrauben, aber das ist doch relativ einfach.

Aber sich einfach über " Unfug" aufzuregen, geht ja immer am besten.
milchmädchen-rechnung
von Simeon (Schüler), 25. Apr 19:55
bei uns auf dem Gymnasium wird folgender maßen gerechnet:
Das Gesetz schreibt vor: Die Klassenstärke darf max. 30 Schüler betragen und darf bei mangel von Lehrkräften bis zu 10% überschritten werden...da "immer" Lehrkräfte fehlen wird diese Grenze immer um 10% überschritten-..bsp: Klassenstufe 8 mit 7 Klassen a 30 Schüler =210 Schüler insgeamt während des Schuljahrs gehen 10 Kinder ab.
Also sind noch 200 Kinder da in 7 Klassen ergibt das durchschnitlich 28,57 Schüler pro Klasse und wenn man 200 Schüler : 33 max. Schüler teilt kommt 6,0606 Raus also wird zu einer glatten Zahl gerundet =6 Klassen für mehr werden keine Lehrer zuverfügung gestellt. Nun sind in jeder Klasse durchschnittlich 33,333 Schüler abgerundet 33....das kann keiner verantworten ...:
1. Wer kann 33 Kinder nach sechs Stunden Unterricht noch für eine Doppelstunde Deutschgrammatik begeistern....(geht zwar mit 20 Schülern auch nicht besser...aber die Lautstärke von 33 Schülern ist höher als von 20)
2. Kann man als Lehrer auf einem Ausflug besser auf 33 oder 20 Schüler aufpassen?
3. Wo soll hier Klassengemeinschaft entstehen?
4. Wie oft kommt ein Schüler in der Stunde dran um etwas zu sagen?
5. Zusammenlegung führt oft dazu, dass homogen gewasene Klassengemeinschaften zerstört werden.
6......
ich könnte die Liste lange weiter führen....aber immer nur zu dem einen Ziel kommen....
Ich selbst habe das Glück in einer Klasse zu sein, die nur 26 Schüler zählt aber trotzdem noch zu groß ist :(
Kleine Klassen sind wichtig
von Nickname (Ehemalige), 24. Apr 23:39
Ziemlicher Unfug mit den 100 Leuten in einem Raum. Das Ergebnis wäre Unterricht wie im Mittelalter. Man denke da nur mal an den Fremdsprachenunterricht: ist es wirklich egal, ob 15 oder 100 Schüler in einem Raum sitzen? Wie oft kommen die einzelnen Schüler denn dann noch zu Wort (und im Sprachunterricht sollte man sprechen, wenn ich mich nicht irre...). Und wieviel Zeit hat der Lehrer dann überhaupt noch pro Schüler? (individuelle Förderung ist doch gerade das Schlagwort in der Bildungspolitik, wenn ich mich nicht irre.) 45:100, rechne mal selbst.
Habe selten so einen Unfug gelesen.
Da geht noch wesentlich mehr
von MaxL. (Ehemalige), 21. Apr 15:16
Ab der 8. oder 9. Klasse mit entsprechender Umstellung ist auch ein Klassenverband von 100 Leute nicht zuviel, man müsste halt den Stoff ändern und die Schüler zu einem anderen Lernverhalten erziehen.
aus vier mach drei
von Anonym, 15. Apr 15:00
Unserem Kind erging es so, dass von den Vorklassen an die 30 Schüler sitzen geblieben sind. Das hätte absolut gut und gerne eine neue Klasse gegeben. War aber offenbar nicht möglich. Also hat man diese Sitzenbleiber (die ich keinesfalls negativ kennzeichnen möchte)auf andere Klassen verteilt, die bereits schon Klassenstärken von annähernd 30 Schülern hatten. Nun ist mein Kind in einer Klasse von einigem mehr als 30 Schülern. Da hat man dann versucht, einige Schüler los zu werden, indem man sie fast bedrängt hat, doch die Schule zu wechseln (weil dies besser für sie sei). Nachdem das nicht hinreichend gelungen ist, wird einfach der Stoff angezogen, auf etwas schwächere Schüler garnicht eingegangen. Und jetzt dürfen Sie alle dreimal raten, wie sich das Problem für diese Klasse im nächsten Schuljahr löst. Das ist Schulpolitik auf Kosten unserer Kinder
genau das ist das Problem!
von anker (Eltern), 15. Apr 09:10
... sowas gibt es ja bereits an den Grundschulen. Und glaubt mir: den Kleinen macht das auch keine Spaß!
zu viele Kinder, zu viel Unruhe
von Sabine (Eltern), 15. Apr 09:02
Genau, das ist wohl landesweit in den 5. Klassen ein Problem. Und diese Situation macht weder Kindern noch Lehrern Spaß. Ich möchte unter diesen Bedingungen keinen Unterricht machen (und auch nicht "drin sitzen") müssen.
aus vier mach drei
von Muddi (Eltern), 14. Apr 19:41
Mein Kind und ihre Mitschüler hatten das Pech, dass aus ursprünglich vier 5. Klassen drei wurden, weil zwei Kinder wieder kurzfristig abgemeldet wurden. Dann sind im Laufe des Schuljahres wieder drei andere Schüler hinzugekommen. Aber es blieb natürlich bei den drei Klassen! Folge: Unruhe, Krach. Statt Unterricht lieber Schlichtungsgespräche usw.
große Klassen und keine Wahl
von Sabine (Eltern), 14. Apr 16:17
Bei uns hier in Köln können sich die Gymnasien nicht aussuchen, wie ihre Klassenstärken aussehen. Wenn sie selber die Klassen nicht "voll machen" (und das sind tatsächlich 33 Kinder pro Klasse!), werden sie voll gemacht. Und dann ist das Argument der Schule, dass sie sich die Schüler doch lieber selber aussucht, was ich auch nachvollziehen kann. Also eine non-win situation....
@RemusLupin
von Nie-Auslernerin (Eltern), 14. Apr 16:07
Das ist ein ausgezeichneter Vorschlag!
Es gibt leider gerade in den verantwortlichen Stellen reichlich Leute, die etwas praxisfern leben und entscheiden. Solche Leute muten z.B. Schulleitungen und Lehrkräften zu, mal eben 1 Schuljahr auf dem Gymnasium "einzusparen", ohne Qualität dabei einzubüßen. Natürlich ohne Ganztagsbetrieb (das kostet ja wieder).
Leute, die über sowas entscheiden, sollten zur Erteilung von Zwangsunterricht von mind. 4 Wochen pro Arbeitsjahr verpflichtet werden, damit sie wissen, worüber sie entscheiden!
Grüße

Nie-Auslernerin
es wird am falschen Ende gespart
von anker (Eltern), 14. Apr 11:36
Fakt ist doch ganz klar eines: es wird hier am falschen Ende gespart!
Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Also ist Bildung für sie zwingende Pflicht. Und nicht nur das: Bildung ist Zukunft für unsere Kinder (ohne Bildung haben sie ja kaum eine Chance, besser gesagt: eigentlich gar keine)!
Für alles mögliche Zeugs ist Geld da, aber nicht für Bildung. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze ist groß in aller Diskussion. Warum nicht neue Lehrerstellen? Das sind ja genauso Arbeitsplätze. Und wenn die Klasse anstatt 32 eben nur 15-16 Schüler hat, dann kann der Lehrer auch intensiver auf die Sorgen und Probleme seiner Schüler und der dazugehörigen Eltern eingehen. Aber im Falle von 26-32 Schülern ist das nicht möglich. Da reicht ja die Zeit gar nicht. Und schlussendlich bleiben dann natürlich meistens die Schlechten (Schüler) auf der Strecke.
Kleine Klasse - nicht nur ein Traum, das gibt es wirklich
Meine ältere Tochter hatte das Glück, in der 5. und 6. Klasse auf dem Gymnasialzweig ihrer Schule in einer Klasse mit nur 20 Mitschülern zu sein. Diese 2 Jahre waren traumhaft, die Kinder haben mehr gelernt als Kinder auf regulären Gymnasien (teilweise 33 Kinder pro Klasse), sowohl das Klassenklima als auch das Verhältnis zu den einzelnen Lehrern war traumhaft. Deswegen: es geht, wenn die Schullleitung mitspielt. Vielleicht sollte die Klassenstärke verstärkt bei der Auswahl der Schule mit in Betracht gezogen werden!
Kleine Klassen - keine Chance zum sozialen Lernen!
von Remus Lupin (Lehrer), 12. Apr 19:42
Ich bin ganz Ihrer Ansicht - allein kleine Klassen können Lern- und Lehrerfolg garantieren. Wie die Tatsache schöngeredet wird, dass größere Klassen einfach nur preisgünstiger sind, las ich neulich in der Zeitung: So fiel das Argument, dass in kleineren Klassen den Schülern die Chance zum sozialen Lernen genommen wird. Den entsprechenden Herren, der dieses unsägliche Zitat zum Besten gab, möchte ich gerne mal vor einer Klasse mit 32 Neuntklässlern in einer Hauptschule sehen - zum sozialen Lernen.
Quellen zum Thema Klassengröße
von Augusta (Eltern), 12. Apr 18:02
Zur Frage über den Zusammenhang zwischen Lerngruppengröße und Lernerfolg finden sich im Netz zahlreiche Quellen, die diesen Zusammenhang leugnen:

z.B. http://www.zeit.de/2005/36/B-Klassengr_9a_a7e?page=all

Davon ausgehend berichtet der folgende Text etwas differenzierter:

http://www.rechnungshof.gv.at/berichte/kernaussagen/kernaussagen/detail/zusammenhang-zwischen-klassengroesse-und-lernerfolg.html

"Die Auswertungen der Leistungsergebnisse sprechen eine recht deutliche Sprache. Ein Vergleich der Klassen miteinander zeigt, dass die Schüler kleiner Klassen insgesamt besser abschneiden als ihre Mitschüler aus regulären Klassen, sei es mit oder ohne Unterstützungskraft. Dieser Befund gilt sowohl für die Leistung im Lesen als auch für die Mathematikleistungen."
...

Für alle Schüler kleiner Klassen zeigt sich, dass die erzielten Leistungsvorsprünge (im Vergleichzu den Mitschülern aus regulären Klassen) am Ende der vier Jahre dann besonders hoch waren, wenn sie mindestens 3 Jahre (K-2 oder 1-3) in einer kleinen Klasse unterrichtet wurden. Daraus folgt, dass eine kurzfristige Senkung der Klassenfrequenzen in den unteren Klassenstufen keine bedeutsamen Leistungsvorteile bewirken und damit auch nicht als eine sinnvolle Investition aufgefasst werden kann.

Besonders interessant, speziell vor dem Hintergrund der zuletzt in PISA und IGLU festgestellten gravierenden Bildungsbenachteiligung von Schülern aufgrund ihrer sozialen Herkunft, erweist sich eine differenzierte Betrachtung der Ergebnisse aus STAR. So wird besonders deutlich, dass die Schüler in unterschiedlichem Umfang von der Klassengröße profitieren."
Klassenteiler 30?
von Remus Lupin (Lehrer), 12. Apr 17:38
Der Klassenteiler für Hauptschulen liegt in Baden-Württemberg nicht bei 30, sondern bei 32. Letztes Jahr hatte ich das "Vergnügen", eine Abschlussklasse in dieser Klassenstärke als Klassenlehrer zu betreuen. Niedrigere Klassenteiler würden bessere Arbeitsbedingungen bedeuten, wobei in einer Hauptschule jeder Klassenteiler, der über 16 geht, vollkommen inakzeptabel ist. 4 auffällige Schüler nur? Kommen Sie meine Klasse hospitieren, ich wage zu behaupten, ich habe 4 unauffällige Schüler.

(Ich mag meine Klasse trotzdem. :-))

Jeder einzelne Schüler, der dem Klassenteiler abgezogen wird, bedeutet unter Umständen die Neubildung einer Klasse, sprich, entsprechenden Lehrerstellen. Dafür ist kein Geld da (für anderes schon; Bildung sollte aber fast umsonst sein.)

Klassenstärke: 30 sind zu viel!
von Augusta (Eltern), 12. Apr 15:02
Ich bin davon überzeugt, dass wir nicht über PISA reden müssten, wenn als Obergrenze 20-24 Schüler pro Klasse gelten würde. Nicht nur, weil in diesen Tagen jeder 5. Schüler verhaltensauffällig ist (und mehr als 4 Zappelphilippe von einer Lehrperson nicht zu kontrollieren sind), sondern auch weil sich in Gesprächsrunden jeder Zweite ausklinkt, wenn die Runde zu groß ist. Dazu gibt es sicher auch Studien.

Damit Deutschland wieder konkurrenzfähig wird, brauchen wir kleinere Klassen!

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