Der Anonymus (Ehemaliger) hat den gleichen Beitrag in mindestens 7 Foren eingestellt "Eltern graben das Kriegsbeil aus". Darin spricht er die Rechtschreibung an, ein Thema, das gern vom DIHK und Arbeitgeberverbänden runtergeleiert wird. Und dann kommt eine knallharte soziologische Studie darüber, dass der gesellschaftliche Druck auf die arbeitende Bevölkerung gnadenlos auf die lieben Lehrer umgeleitet wird. In Fachkreisen spricht man von der Ablösung der Kustodialfunktion durch die Blitzableiterfunktion.
Nun stehe ich im Gewissenskonflikt, ob ich gegen diesen Schwachsinn antrete und mir damit eine Einnahmequelle versaue, oder ob ich ins gleiche Horn tuten soll.
Ach, was soll's, schon entschieden: da ich selbst auch ein wenig klamm bin und gegen Bezahlung mein Negativgeseier über die Schule gern mit Lobhudelei für die Lehrer und Standpauken für die dämlichen Eltern austausche, bitte ich herzlich mir die Verbindungsstelle zu nennen, wo ich an derlei bezahlte Aufträge kommen kann!
Shadowman
(hoffe, die nehmen auch engl. Decknamen)
Ein anonymer Selbstplagiator - gefickt eingeschädelt
Kentucky schreit ficken .. kommen Sie .. sehen Sie .. der Herr Anonymus mit der Rechtschreibestärke und der Blitzableitertheorie haut den gleichen Text (hat er sich wohl von der Berliner Bildungslobby bezahlen lassen) nicht nur hier rein, sondern auch unter "Miserables Bildungssystem"!
Man hört, dass es gar keine freie Meinungsäußerung mehr im Internet gibt, weil immer mehr von der Industrie und der Lobby finanzierte Schreiberlinge sich unters Volk mischen. Da scheint doch was dran zu sein.
Oben geschriebene Beiträge lesen sich sehr interessant. Leider muss ich aber immer wieder feststellen, dass es auch sehr viele Eltern gibt, die erst mit dem Friseur und dem Bäcker über die Lehrer und ihr (angebliches?) Versagen reden und dann vielleicht auch mit der betroffenen Lehrperson. Auch stelle ich immer wieder fest, dass viele Elten unumwunden ihren Kindern glauben, egal, was der Lehrer dazu sagt. Das macht Diskussionen schwierig. Richtig bemerkt wurde allerdings, dass es fast unmöglich ist Lehrern, die offensichtlich Fehler machen, zur Verantwortung zu ziehen. Das finde ich sehr schade, da diese (Ich bin Angestellte aus dem Osten mit niedrigem Gehalt.) ganz ordentlich Geld verdienen, einen sicheren Arbeitsplatz haben und dazu noch eine gute Pension ohne eigenes Zutun kassieren. Das ärgert mich dann auch immer.
Es ist wirklich erstaunlich in welcher Rechtschreib- und Formulierungsqualität Forenbeiträge veröffentlicht werden.
Hoffentlich entspricht die Leistungsfähigkeit der Beitragsschreiber nicht den Fähigkeiten ihrer Sprösslinge!
Für seine Kinder sollte man als Elternteil die volle Verantwortung übernehmen und diese nicht, wie so häufig an die Lehrerschaft abschieben als beginne die elterliche Verantwortung erst dann, wenn die Kinder nach der Schule wieder zu Hause sind.
Das Benehmen der Kinder in der Schule ist ein Spiegel der erzieherischen Fähigkeiten ihrer Eltern!
Eltern die an ihren Arbeitsstätten ungerechtfertigt unter unangemessenem Leistungsdruck leiden müssen, suchen sich die Lehrerschaft ihrer Kinder als Überdruckventil. Kein Aufwand ist zu hoch und keine Mühen werden gescheut um hier nun die Macht zu demonstrieren, die diesen "schwachen" Menschen am Arbeitsplatz versagt bleibt. Aber schauen Sie sie sich doch einmal auf einem Elternabend um. Dort finden sie immer die gleichen Eltern (eine Hand voll), nämlich die, für die Kindeserziehung aus Eigenverantwortung und Selbstkritik besteht! Deren Kinder sind in aller Regel nicht in ihrem Sozialverhalten eingeschränkt.
Zu meiner Schulzeit haben Eltern für ihre eigenen erzieherischen Fehlleistungen keine Anwaltskanzleien damit beauftragt, Lehrer juristisch zur Rechenschaft zu ziehen. Meine Eltern waren instinktiv dankbar für die erzieherische Unterstützung durch die Lehrer. Denn auch meine Eltern waren Schüler und konnten sich noch bewußt machen von wem Störungen und soziales Fehlverhalten ausgingen, nämlich von den Schülern. Ihre Kinder werden anstatt Erziehung nur die Gewissheit mitnehmen, das Lehrer juristisch belangt werden können. Also werden Grenzen überschritten anstatt diese einzuhalten!
Lehrer machen professionell ihren Job!!! Die Zeit ihre Kinder zu schikanieren bleibt wirklich nicht, machen sie sich nichts vor. Nicht alles dreht sich um ihr Kind. Noch nicht einmal ihnen geht es um ihr Kind, wenn sie juristisch vorgehen. Sie wollen Macht demonstrieren und behindern dadurch die wirklich wichtige Erziehung ihres Kindes statt diese zu fördern.
Ich kann hier nur die Anregung geben, Lehrer als Teil einer notwendigen Erziehung für ihre Kinder anzusehen. Bekämpfen sie diese nicht, sondern unterstützen sie deren Entscheidungen und Maßnahmen. Hören sie auf Pädagogen eines besseren belehren zu wollen. Es sind Profis, die Jahre studiert haben um es besser als sie zu können! Ihr Kind hat garantiert etwas verbrochen wenn es von Lehrern eingebremst wird.
Hören sie auf nach anderen Verantwortlichen zu suchen.
Sehen sie in den Spiegel bevor sie auf Lehrer losgehen oder Anwälte einschalten.
Mischen sie sich nicht in Erziehung ein, wenn sie nicht die Verantwortung dafür tragen wollen. Oder aber tragen sie die Verantwortung und erziehen sie verantwortungsvoll!
Die Generation die jetzt aufwächst ist nicht belastbar und damit zum scheitern verurteilt wenn sie weiterhin den einfachen Weg wählen. Selbstkritik fängt bei ihnen an, nicht bei anderen.
Ich wünschte es würde mehr Eltern geben,die so denken wie du. Dann hätten wir die Chance, Bewegung in die Schulpolitik zu bekommen.
Aber du hast auch leider recht das viele ihr eigenes Süppchen kochen wollen.
Ich verfolge die Diskussionen hier seit langem mit Entsetzen. Der aufgestaute Hass auf Lehrer, die für viele Eltern als Blitzableiter für verfehlte Politik herhalten müssen, ist erschreckend und beschämend.
Divide et impera - das hat schon bei Caesar funtioniert: spalte und herrsche.
Würden sich Lehrer und Eltern zusammentun und geschlossen gegen die Ausbeutung und Verwirtschaftlichung von Kindern, Lehrern und Schule stehen, wäre der ganze bildungspolitische Wahnsinn nicht möglich. Stattdessen hackt man sich gegenseitig die Augen aus, auf dem Rücken unserer Kinder. Weil wir alle zu feige sind, gegen die falschen politischen Entscheidungen zusammenzstehen (zum Beispiel in landesweiten Schulstreiks), weil schlussendlich doch jeder seine eigene Suppe kochen will.
So wird das nix in Deutschland.
Im Prinzip gebe ich Ihnen ja Recht, aber unsere Einstellung als Eltern rührt ja schließlich auch nur aus unseren eigenen Erfahrungen. Und was für uns gut war, muss nicht automatisch für unsere Kinder gut sein. Es kommt auch immer auf das Kind an, finde ich. Ein Kind, das sehr viel hinterfragt, möchte konkrete Antworten und da hilft es ihm nicht, wenn man ihm sagt: Lerne einfach alles, was du lernen kannst. Außerdem spielt auch eine Rolle, wie das Kind sich in der Schule fühlt, ob es anerkannt wird, ob es dem Lehrer vertraut usw. Zum Lernen gehört nunmal auch das Lernen auf der zwischenmenschlichen Ebene und das wird oft einfach so übergangen, als ob Gefühle in der Schule keine Rolle spielen dürfen. Ein ganz junger Lehrer sagte mir mal: "Es kommt nicht darauf an, dass Kinder sich in der Schule wohlfühlen, sondern darauf, dass sie sich anstrengen." Dass das eine mit dem anderen verbunden ist, wird er vielleicht in seinem späteren Berufsleben noch lernen.
Nein, lieschen, kann er nicht. Ich selbst habe es am eigenen Leib erfahren, ich hatte einen echt gruseligen Lehrer in 11-1, und trotzdem hat der mir nicht den Spaß an dem Fach verdorben, welches er da "un"terrichtete - ich habe es trotzdem als Leistungsfach genommen und bin heute sogar (frei-)beruflich auf diesem Fachgebiet tätig.
Ich kann nur nochmal wiederholen: der Lernwille ist ausschlaggebend für den persönlichen Erfolg, und man kann niemand anderem die Schuld zuschieben, wenn man selbst zu träge ist, um in die Gänge zu kommen.
Und wenn man ein bestimmtes Ziel (z.B. einen bestimmten Abschluß) vor Augen hat, muss man eben auch in Fächern, die einen nicht so sehr interessieren, (in denen man also vielleicht nicht alles angebotene lernen möchte) trotzdem so viel an Arbeit investieren, dass man das Klassenziel zumindest mit einer durchschnittlichen oder ausreichenden Leistung schafft. Das muss man später während einer Berufsausbildung oder im Studium auch - und jeder wird mir wohl zustimmen, dass auch nicht alles, was der Meister im Ausbildungsbetrieb von einem verlangt, unbedingt mit "Spaß" verbunden ist...aber das muss ich in Kauf nehmen, wenn ich diesen Beruf gewählt habe. Und gleiches gilt auch für die Allgemeinbildung - das was ich später wirklich nicht mehr brauche, oder was mich nicht so interessiert, kann ich ja dann einfach wieder vergessen! Solange ich aber noch ein Schulkind war, wußte ich ja auch noch gar nicht, ob ich den angebotenen Lernstoff nicht vielleicht doch mal brauchen würde, und daher habe ich erst mal versucht, so viel Wissen wie möglich mitzunehmen. Im Nachhinein hat sich es auch als genau richtige Methode dargestellt...und jetzt versuchen meine Frau und ich genau diese goldrichtige Einstellung an unseren Kleinen weiter zu geben: Lernen kann man nie genug, und schon gar nicht zu viel!
Zitat:"wenn ein Kind Lernen WILL, kann das auch der schlechteste Lehrer nicht verderben"
Doch, er kann!!!!
Und ich setze jetzt einfach mal aus meinem Verständnis und meiner Erfahrung voraus, dass JEDES Kind mit einem Lernwillen zur Schule kommt. Ob es dann auch ALLES lernen will, was ihm da angeboten wird, ist eine andere Sache. Ob der Lehrende dann auch den "Willen" und die Fähigkeit hat, Kinder weiterhin für das Lernen zu begeistern, ist in manchen Fällen mehr als fraglich.
Gestern in einem Supermarkt gehört und hier (soweit die Erinnerung reicht) wörtlich zitiert, was eine offensichtlich überforderte Mutti ihrem kleinen ca. 5-jährigen Sohn antat, der - zugegebenermaßen sehr nervig - herumgequengelt hat:
"Wart Du nur ab bis Du im Sommer in die Schule kommst, da weht ein anderer Wind!"
Wie, frage ich mich, soll so ein armes Kind denn Spaß an der Schule entwickeln, wenn eine derart unfähige Erziehungsberechtigte ihm schon VOR der Einschulung auf solche Weise Angst vor der Schule einflößt???
Wir Eltern sollten unsere Kinder mit Freude auf eine vernünftige Arbeitseinstellung (ja, ich meine die ach so verpönten Werte wie Fleiß, Ordnung, Pünktlichkeit, Leistungswille...) für ihre Schulzeit vorbereiten, denn wenn ein Kind Lernen WILL, kann das auch der schlechteste Lehrer nicht verderben. Ich bin heute noch meiner Mutter dankbar, die mir von Anfang an klargemacht hat, dass nur ich selbst für meine Erfolge oder auch für mein Versagen verantwortlich bin, und ich es nicht auf andere (in diesem Fall auf die Schule oder auf die Lehrer) schieben kann, wenn ich mein Leben nicht auf die Reihe kriege.
Die innere Einstellung der Kinder wird durch uns Eltern geprägt - packen wir uns doch mal alle an den eigenen Nasen und sehen wir zu, dass wir nicht unsere Vorurteile oder unsere eigenen manchmal vielleicht unangenehmen Erfahrungen auf unsere unschuldigen Kleinen projezieren!
die pflicht der eltern
von Anonym, 04. Feb 02:02
ich finde ihren beitrag klasse!
meine kinder sind mittlerweile fertig mit der schule und positiv im arbeitsalltag integriert, somit also keine schulgeiseln mehr.
trotzdem lässt mich erlebtes noch nicht in ruhe. die an mich gerichteten worte einer sozialarbeiterin an einer schule, über gebrochene kinder, welche erst einmal "notversorgt" werden müssen,um dann allmählich wieder schulfähig, reintegriert zu werden, hallen noch heute in mir nach!
damals waren mein mann und ich auch isoliert,unsere kinder waren
"die angeklagten", wir als ihre eltern somit die gegner und zwangsläufig schuldig. der spätere eindruck des "aussitzens" seitens der schule bewirkte auch bei uns ein gefühl der ohnmacht. als eltern, die position der vermittler einzunehmen, war unmöglich. wir wurden automatisch zu mittätern degradiert.
das schlimmste allerdings ist, das interpretieren von situationen seitens der pädagogen vetreten durch die lehrer, kontra den laienpädagogen, vertreten durch die eltern.schubladendenken ohne jegliche spur von idividualitäts- oder realitätstauglichkeit, aber ungemein praktisch. ich weiss bis heute nicht, was eigentlich der grund dieser haltung war.
wenn ich mir vorstelle, dass andere kinder und ihre eltern ähnliche behandlungen erfahren, fände ich es toll wenn es eine solche lobby gäbe.
man könnte vielleicht einige dinge abfangen bevor sie eskalieren schon allein, durch das vorhandensein einer solchen "institution transparenz".
ich will ja hier nicht behaupten, dass es immer die bösen lehrer sind, habe selbst meine schulzeit ehrlich genossen, meine lehrer waren engagiert und glaubwürdig, gerade deshalb ist es um so enttäuschender.
lehrer sind auch nur menschen, waren sogar mal schüler^^ allerdings trifft das auch auf schüler und eltern zu.
da ist er also, der kleinste gemeinsame nenner^^...ist schon mal ein anfang, oder?
Ich frage mich, ob sich bei diesen Schlaubergern mal jemand darüber Gedanken gemacht hat, was mit den armen Kindern geschieht, die von den Eltern aufgrund der Anwesenheitsprämie zur Schule befördert oder geschickt werden, die es aber doch schaffen, sich zu verdrücken, weil Sie einfach keinen Bock drauf haben?
Glauben die, Eltern, denen es egal ist, ob ihr Kind eine Schule besucht, die werden sich darüber freuen, wenn wegen des Kindes diese Knete verloren geht??? Manch ein verprügeltes Kind wird der Preis dafür sein!
Grüße
Es kann doch wohl nicht wahrsein das Eltern belohnt werden nur weil sie ihre Kinder zur Schule schicken. Diese Eltern müssen nicht mit Geld sondern mit drastischen Sanktionen belohnt werden.
Natürlich sind die Kinder nicht so, wie wir Eltern sie gerne hätten. Sie tun Dinge, welche für uns unverständlich sind. So empfanden auch schon unsere Eltern und deren Eltern davor. Ich bin für einen Prozess der Abnabelung, der ist auch wichtig für unsere Kinder.
Aber das Problem liegt ja nicht in unserem Verständnis für unsere Kinder, sondern im Verständnis der Schule für sie. Wir sollten uns davor hüten das Problem wieder auf unsere Kinder und uns zu reflektieren.
Ich bin inzwischen, seit diesem Monat, dazu übergegangen und schreibe für mich selbst ein "Schultagebuch". Einfach um nicht zu vergessen. Es ist unglaublich, obwohl ich nicht jeden Tag einen Eintrag mache - weil einfach nichts passiert ist (weder positiv noch negativ), habe ich schon 5 DIN A4 Seiten zusammen.
Ich musste jedoch die Erfahrung machen, dass ich zunächst einmal unseren Sohn soweit "öffnen" musste, dass er mir / uns die Ereignisse in der Schule offenbarte. Inzwischen steht er auch dahinter und wir merken, wie das Gespräch über die Vorkomnisse in seinem "Berufsleben" zur Verarbeitung in ihm selbst beiträgt.
Aus meinem beruflichen Leben weiss ich, konkrete abrufbare Daten und Fakten sind wesentlich beeindruckender als die Aussagen wie z.B. "Vor einigen Wochen / Tagen etc".
Mir geht es da wie meiner Vorschreiberin. Ich bin auch ziemlich resigniert, dass wir als Eltern etwas bewirken können, zumal vielen Eltern ganz andere Lerninhalte wichtig sind als uns. Mir ist wichtig, dass die Mädels einen passablen Umgang miteinander lernen, das das Hauptthema im entsprechenden Alter nicht ist, was ich anhabe, sondern vielleicht, wo es herkommt, wer dafür ausgebeutet wurde; warum es sinnvoll ist, auch in der Schule fairen Kaffee zu trinken und faire Schokolade zu essen; dass es Kinder in Indien gibt, die in Steinbrüchen Steine für unsere Marktplätze klopfen müssen und die nicht in die Schule können; wie kommt es, dass Lidl und Aldi so billig verkaufen können, wer leidet dabei? Warum sollten sowohl das Kopierpapier als auch das Klopapier der Schule den blauben Engel tragen? Mir wäre eine Erziehung zur Empathiefähigkeit wichtig, Empathie mit Ausgebeuteten, mit Kindern in der sog. dritten Welt, mit gequälten Tieren in Labors, in Massentierhaltung; das sind Themen, die kommen in den Schulen meiner Kinder nicht vor. Wir müssen ihnen das selbst alles vermitteln. Andauernd dann die Rechtfertigung, warum wir VegetarierInnen sind; warum wir nicht den billigen Kaffee trinken, sondern den, der doppelt so viel kostet, warum wir nicht auf Schnäppchenjagd gehen, warum Geiz nicht geil ist.
Da stehen wir als Eltern ziemlich alleine und unsere Kinder sind immer die ,,Spielverderber", die bei bestimmten Sachen nicht mitmachen dürfen/sollen).
Mir sind Scheine und Prüfungen nicht wichtig, sondern ein menschlicher Umgang überall in einer Gesellschaft, die immer rauher, abgebrühter und empathieloser wird.
Ich glaube mit dieser meiner Haltung finde ich keine Elternlobby, da es vielen -- zumindest am Gymnasium, ich kenne nur Gymnasien -- um Leistung geht und darum, mein Kind muss das beste sein und möglichst viele Beweise seiner Leistungen sammeln, um sie dann irgendwann an der Uni vorlegen zu können.
Und außerdem sind die LehrerInnen in der Regel verbeamtet, laut Heinz-Rudolf Kunze, dem Liedermacher, 30 Jahre Etappenschweine...
Ich bin in dieser Hinsicht ziemlich ratlos und inzwischen auch einigermaßen resigniert.
Die Schulleiter und das Lehrpersonal haben im Gegensatz zu den Kindern (und deren Eltern) alle Zeit der Welt, um die Probleme auszusitzen. Die sitzen - wenn man mal ehrlich ist - auch die unbequemen Schüler und Eltern aus. Sogar Kollegen, die sich definitiv unkorrekt verhalten und wo mehrere Dienstaufsichtsbeschwerden vorliegen, werden die letzten Dienstjahre "ausgesessen" und sogar von den Kollegen gedeckt - könnte es nicht in einigen Jahren auch jeden von ihnen treffen? Hier trifft das Sprichwort mit der Krähe zu.
Nur die Kollegen, die vermehrt krank sind, die versucht man schnell los zu werden, weil hier ja die Kollegen immer ärgerlicher Weise einspringen müssen. Da ist die Deckung ganz flott weg! Da triffts ja auch den eigenen Rücken und nicht den der Kinder :-(
Grüße
Ich denke es ist müßig über die geringe Leistungsbereitschaft des deutschen Schulsystems zu referieren. Auch die oftmals vorhandene Unfähigkeit der Lehrerschaft ist vielfach besprochen worden und verdient keine Erwähnung mehr. Dennoch trage ich die Verantwortung für das Wohl unseres Kindes und sehe mich daher in der Pflicht dem Missständen die Stirn zu bieten.
Dabei bin ich jedoch schnell an die Grenzen gestoßen. Dem Einzelnen geht es wie dem Rufer in der Wüste – sein Rufen verhallt ungehört. Das System profitiert nicht nur von der Isolation der Eltern, im Gegenteil, es baut sogar darauf auf. Bekannte Argumente werden gebetsmühlenartig wiederholt – wir arbeiten daran; es besteht Gesprächsbedarf usw.
Grundsätzlich ist der Tenor immer – nicht wir sind Teil des Problems, es sind die Kinder. Die Lehrerschaft vergisst dabei, dass ihre einzige Existenzberechtigung in der Unterrichtung eben dieser Kinder besteht. Andernfalls wären sie so überflüssig wie ein Kropf.
Mir geht jetzt schon seit einer ganzen Weile durch Kopf: Warum bilden die Eltern keine Lobby? Zugegeben, dass Problem löst sich spätestens mit dem Ende der Schulpflicht, bzw. dem Ende der Schule. Aber, ich denke nur durch die Vielzahl der Stimmen, welche sich erheben, findet man letztlich das notwendige Gehör für die immensen Probleme.
Ja, ich weiß es gibt die Elternpflegschaft. Dies ist jedoch, nach meiner Meinung, lediglich ein probates Mittel des Systems um den Unwillen der Eltern zu kanalisieren und die Welle der Empörung auslaufen zu lassen.
Meine Frage nun, wer denkt genauso – oder hat andere Ideen und Vorschläge?
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Übungsaufgaben für Nachhilfe und Förderung
Motivierende Materialien für die Förderung Ihres Kindes in den Fächer Mathe, Deutsch und Englisch. Alle Materialien wurden von Lehrern verfasst und haben sich in der Praxis bewährt.
www.foerdermaterialien.de
Nun stehe ich im Gewissenskonflikt, ob ich gegen diesen Schwachsinn antrete und mir damit eine Einnahmequelle versaue, oder ob ich ins gleiche Horn tuten soll.
Ach, was soll's, schon entschieden: da ich selbst auch ein wenig klamm bin und gegen Bezahlung mein Negativgeseier über die Schule gern mit Lobhudelei für die Lehrer und Standpauken für die dämlichen Eltern austausche, bitte ich herzlich mir die Verbindungsstelle zu nennen, wo ich an derlei bezahlte Aufträge kommen kann!
Shadowman
(hoffe, die nehmen auch engl. Decknamen)