denkt eig. auch mal jemand an die kinder??

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Gehts noch?
von FRANZI (Schüler), 12. Mai 19:47
Hallo,
auch wenn das hier jetzt nicht so zu dem passt , worüber hier gerade geredet wird , muss ich das jetzt loswerden.Ich gehe in die siebte Klasse eines Gymnasiums im Saarland und uns wurde heute gesagt , dass unsere Klasse(25 Schüler) nächstes Jahr auf die anderen Klassen aufgeteilt wird , weil die Regierung Lehrer einsparen muss.Dann sitzen wir nächstes Jahr alle in Klassen mit 35 Schülern . Toll oder? An unserer Schule betrifft das die jetzigen 5er,7er u. 9er Klassen. Eine Klasse des jeweiligen Jahrgangs wird dann aufgeteilt.Wir lagen uns in den Armen und viele haben geheult,denn wir wollen beieinander bleiben.Wir sammeln kräftig Unterschriften und am 12.Juni findet eine Demonstration von Schülern,Eltern und Lehrern statt.Wir hoffen dies wird erfolgreich sein.
zu Eltern graben das Kriegsbeil aus
von Schreihals (Eltern), 28. Jan 10:24
manchmal ist dieses Vorgehen auch von
Nöten, denn festzustellen ist, dass die Lehrer ja umgekehrt die Schuld für das Versagen der Kinder, nur allzugern und ausschließlich, gerne den Eltern unterjubeln wollen. Natürlich sind die Kinder heute respektloser als noch für 50 Jahren, aber diese Respektlosigkeit wurde auch durch den Pädagögischen-Bullschit der so genannten studierten Experten eingeführt und gefördert.
Macht Bildung dumm?;-)
Ergänzung zu den Pausen
von Mütterchen (Eltern), 01. Jan 23:16
Wichtig ist auch eine phasierte Gestaltung der Stunden, so dass die Schüler nicht die ganze Zeit hundertprozentige Aufmerksamkeit zeigen müssen: In bestimmten Unterrichtsphasen ist es für die Schüler auch mal leichter folgenlos "abzutauchen".

Die wirklichen Pausen sind ja bewusst auch länger, 15-30 Minuten (je nach Schule und Schultag). Nur dort ist eine wirkliche Erholung möglich.
Re: Pausen in der Schule
von Mütterchen (Eltern), 01. Jan 23:14
Hallo und frohes Neues Jahr

Jain!
Bei uns sind die 5-Minuten-Pausen nur zum Wechsel des Klassenraums, der Materialien usw. gedacht. Sobald der Lehrer da ist, das kann auch schon vor Ablauf der "Pause" sein, kann und wird er mit dem Unterricht beginnen.

Allerdings verschaffe ich den Schülern dann (wenn ich die Pause durch mein Zufrüh-Erscheinen verkürze, oder eine Doppelstunde in einer Klasse habe) an einer geeigneten Stelle eine "Denkpause", in der sie kurz miteinander quatschen können, etwas trinken können oder einfach mal kreuz und quer durch den Raum laufen können.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dazu irgendein Kultusminister etwas hat verlauten lassen. Manche Schulen haben noch nicht einmal 5-Minuten-Pausen, sondern "fahren" alles in Doppelstunden. Das hat den Vorteil, dass die Schüler weniger Zeit mit Raumwechsel vertun (siehe meine Alternative oben). Das bringt mehr Ruhe in die Schule, mein Unterricht ist nur zweitrangig davon betroffen.
Pausen in der Grundschule
von kingkelle (Eltern), 01. Jan 13:33
Kann mir jemend zu einer vermeintlich trivialen Frage eine Antwort geben (wenn möglich mit Bezug auf irgend welche Vorgaben des Kultusministeriums)?
Darf ein Lehrer in einer Grundschule die 5-Minuten-Pausen ausfallen lassen?
Ich habe im Rahmen meines Studiums, welches zugegebenermaßen nichts mit Lehramt zu tun hat, gelernt, dass insbesondere bei geistiger Tätigkeit das regelmäßige Regenerieren bzw. Abschalten immens wichtig ist für den Lernerfolg. Ich denke jeder kann aus eigener Erfahrung nachvollziehen, was ich meine. Ist es also rechtens bzw. sinnvoll, diese Pausen ausfallen zu lassen?
Für eine kurze Antwort wäre ich sehr dankbar!
Schnarch
von Nick Knatterton (Eltern), 02. Jul 06:49
tolle Theorie - absolut lebensnah - Kriegsbeil - Häuptling Schlappes Rohr schenkt uns einen ein!
Eltern graben das Kriegsbeil aus!
von Anonymus (Ehemalige), 24. Jun 09:38
Es ist wirklich erstaunlich in welcher Rechtschreib- und Formulierungsqualität Forenbeiträge veröffentlicht werden.
Hoffentlich entspricht die Leistungsfähigkeit der Beitragsschreiber nicht den Fähigkeiten ihrer Sprösslinge!
Für seine Kinder sollte man als Elternteil die volle Verantwortung übernehmen und diese nicht, wie so häufig an die Lehrerschaft abschieben als beginne die elterliche Verantwortung erst dann, wenn die Kinder nach der Schule wieder zu Hause sind.

Das Benehmen der Kinder in der Schule ist ein Spiegel der erzieherischen Fähigkeiten ihrer Eltern!

Eltern die an ihren Arbeitsstätten ungerechtfertigt unter unangemessenem Leistungsdruck leiden müssen, suchen sich die Lehrerschaft ihrer Kinder als Überdruckventil. Kein Aufwand ist zu hoch und keine Mühen werden gescheut um hier nun die Macht zu demonstrieren, die diesen "schwachen" Menschen am Arbeitsplatz versagt bleibt. Aber schauen Sie sie sich doch einmal auf einem Elternabend um. Dort finden sie immer die gleichen Eltern (eine Hand voll), nämlich die, für die Kindeserziehung aus Eigenverantwortung und Selbstkritik besteht! Deren Kinder sind in aller Regel nicht in ihrem Sozialverhalten eingeschränkt.
Zu meiner Schulzeit haben Eltern für ihre eigenen erzieherischen Fehlleistungen keine Anwaltskanzleien damit beauftragt, Lehrer juristisch zur Rechenschaft zu ziehen. Meine Eltern waren instinktiv dankbar für die erzieherische Unterstützung durch die Lehrer. Denn auch meine Eltern waren Schüler und konnten sich noch bewußt machen von wem Störungen und soziales Fehlverhalten ausgingen, nämlich von den Schülern. Ihre Kinder werden anstatt Erziehung nur die Gewissheit mitnehmen, das Lehrer juristisch belangt werden können. Also werden Grenzen überschritten anstatt diese einzuhalten!
Lehrer machen professionell ihren Job!!! Die Zeit ihre Kinder zu schikanieren bleibt wirklich nicht, machen sie sich nichts vor. Nicht alles dreht sich um ihr Kind. Noch nicht einmal ihnen geht es um ihr Kind, wenn sie juristisch vorgehen. Sie wollen Macht demonstrieren und behindern dadurch die wirklich wichtige Erziehung ihres Kindes statt diese zu fördern.
Ich kann hier nur die Anregung geben, Lehrer als Teil einer notwendigen Erziehung für ihre Kinder anzusehen. Bekämpfen sie diese nicht, sondern unterstützen sie deren Entscheidungen und Maßnahmen. Hören sie auf Pädagogen eines besseren belehren zu wollen. Es sind Profis, die Jahre studiert haben um es besser als sie zu können! Ihr Kind hat garantiert etwas verbrochen wenn es von Lehrern eingebremst wird.
Hören sie auf nach anderen Verantwortlichen zu suchen.
Sehen sie in den Spiegel bevor sie auf Lehrer losgehen oder Anwälte einschalten.

Mischen sie sich nicht in Erziehung ein, wenn sie nicht die Verantwortung dafür tragen wollen. Oder aber tragen sie die Verantwortung und erziehen sie verantwortungsvoll!
Die Generation die jetzt aufwächst ist nicht belastbar und damit zum scheitern verurteilt wenn sie weiterhin den einfachen Weg wählen. Selbstkritik fängt bei ihnen an, nicht bei anderen.
Das System versagt
von observer (Eltern), 20. Nov 18:05
und die Kinder sind die Leidtragenden. Schule und Bildunspolitik ist "Chefsache".
Voller Panik blicken die Politiker auf den internationalen Vergleich - und stellen ihr eigenes Versagen fest. Damit keiner auf Idee kommt die Politik trage womöglich die Schuld, werden beifallsheischend Nebenkriegsschauplätze eröffnet - überlastete Lehrer, migrationsverdächtige Kinder - soziale Brennpunkte, der Chef / die Chefin kümmert sich. Ein "Ungebildeter" Parlamentarier übertrumpft den Anderen mit immer neuem Schwachsinn. Operative Hektik übertüncht geistige Windstille. Es werden die Schulsysteme der anderen Länder zum Vergleich herangezogen und ungefiltert in die Tat umgesetzt. Natürlich ist unser Schulsystem nicht mehr zeitgerecht und ebenso natürlich sind die anderen Länder besser. Also, her mit deren Schulsystemen. Dabei wird ganz vergessen, es reicht nicht aus einfach mal so die Schulform zu reformieren. In den anderen Ländern wird auch eine, die Schule tragende Infrastruktur bereitgestellt. Wenn Kinder schon auf ihre Kindheit verzichten sollen, so ist notwendig ein adäquates Umfeld zu schaffen.
- Moderne und menschenwürdige Gebäude
- Eine gut ausgebildete und auf den Schulalltag vorbereitete Lehrerschaft
- Ein ausgewogenes Sport- und Freistundenangebot
- Informierte und motivierte Eltern
- Ein tragendes und zeitlich verlässliches Konzept, nicht jedes Halbjahr etwas Neues
- Und nicht zuletzt ein offenes Umfeld für die Ängste und Nöte der Schüler und Schülerinnen
Leistung kann nur von einem gesunden Körper erbracht werden. Den Nürnberger Trichter hat keiner von uns. Erst wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können die Schüler die in sie gesetzten Erwartungen auch erfüllen.

G8
von LOTUSHEART (Lehrer), 16. Nov 17:21
Hannah hat absolut Recht (nicht Rest, klar :-)).
Jedenfalls Herr August, der Ignoranz von Leuten Ihres Kalibers haben wir die Misere zu verdanken und es reicht mir wirklich mir weiterhin einen derartigen Schwachsinn, der jeglicher wissenschaftlich fundierter Argumentation entbehrt, anzuhören oder -lesen.
Um im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben, müsste vor allem eine Kursdirektion hinsichtlich der Lehrpläne (Inhalte) und Lehrstrukturen erfolgen, sowie Investitionen in denen für die Zukunft relevanten Wissenschaften an Hochschulen und Instituten.
MfG
G8
von LOTUSHEART (Lehrer), 16. Nov 17:09
Richtig und gut, dass wenigstens im Rahmen von öffentlichen Diskussionen berechtigte Kritik geübt wird.

G8 ist für mich eine riesige bildungspolitische Fehlentscheidung,geboren aus Profilierungssucht und Sparmaßnahmen am völlig falschen Ende.
Die ehemaligen Mängel unseres Schulsystems - welche nun bis zum Maximum gesteigert wurden - sind nun zudem völlig in Vergessenheit geraten!

Jedes Leistungsversagen wird neuergings nun nur noch und ausschließlich den Kindern und Jugendlichen in die Schuhe geschoben, welche eben dann zu faul sind, den internationalen Anforderungen zu entsprechen, denen aber entsprochen werden muss.
Absoluter Humbug, Herr August, was Sie da so schreiben!
Über leute wie Sie könnte ich mich stundenlang aufregen. Hannah hat absolut Rest und Sie, mit Ihrer Arroganz, schaffen es noch Leute, die Ihnen hochhaus überlegen sind, nachher als dämlich erscheinen zu lassen, unfassbar!
Ihre Argumente dabei sind fadenscheinig und schlichtweg falsch.
Lediglich Ihre Rethorik lässt vielleicht bei weniger politisch informierten Menschen einen Eindruck der Richtigkeit Ihrer Aussagen entstehen.
Doch da Sie auf diese Richtigkeit auch einen so großen Wert legen, möchte ich einmal grundsätzlich Folgendes richtig stellen:

Deutschland liegt im internationalen Standard immernoch ganz weit vorne und ist zudem einer der Hauptfinanzierer, der EU - auf Kosten des kleinen Mannes und des Mittelstandes und auf Kosten der Kinder, ihrer Bildung und ihrer Zukunftschancen.

MfG
hmmm...
von Nie-Auslernerin (Eltern), 06. Nov 16:58
Es liegt mir fern, der Lehrerschaft die Verantwortung für G8 in die Schuhe zu schieben. Bei den meisten Neuerungen stöhnen die Pädagogen genauso wie die Schülerschaft oder die Eltern.
Aber genau der Umstand, der unten beschrieben wurde, macht doch nachdenklich: Wieso lernen Kinder heute weniger, als vor 30 Jahren? Wieso haben Realschüler nach 10 Jahren bestenfalls die Kenntnisse, die vor 30 Jahren noch Hauptschüler hatten? Wir waren damals 36 Kinder in der 1. Klasse - an der Klassenstärke kann es also kaum liegen.
Der immense Druck ist m. E. das Hauptproblem. Darauf begründet sich auch der verzweifelte Kampf vieler Eltern, ihre Kinder beim eigentlich ungeeigneten Gymnasium unterzubringen. Heute muss man ja für alle möglichen Berufe, die man vor 30 Jahren mit Hauptschulabschluss erlernen konnte, ein Abi in der Tasche haben. Warum??? Diese Frage können weder Lehrer noch Eltern beantworten - das kann nur die Wirtschaft mit ihrer Personalpolitik erklären!
Solange nicht ähnliche Chancen für Real- und Hauptschüler auf einen guten Ausbildungsplatz bestehen wie für einen Abiturienten, solange werden Eltern ihre Kinder aufs Gym zwingen und Nachhilfe zahlen. Weil sie Angst haben, künftige HarzIV-Empfänger heran zu ziehen.
Wer wollte ihnen das verdenken?
Außerdem war es doch früher wohl auch so, dass ein Abi nach 13 Jahren erreicht wurde und nicht schon nach 12 Jahren. Was war da eigentlich so verwerflich dran? Ich sehe immer noch keinerlei Vorteile in der Schulzeitverkürzung.
Grüße
Nie-Auslernerin
Schulreform
von Birgit-Katharina (Ehemalige), 01. Nov 01:59
Ich muss sagen, dass ich - obwohl ich mich politisch informiere - schon von der Schulreform überrollt fühle. Ich studiere seit fast 5 Jahren das Lehramt für Realschule... nur, dass es diese Schulart nicht mehr gibt! Wenn ich später in die Schule gehe, dann weiß ich (wie wahrscheinlich der Rest der Lehrerschaft) überhaupt nicht, wie ich das machen soll. Der Unterschied ist nur, dass die übrige Lehrerschaft ein bißchen mehr Berufserfahrung hat als ich. Seminare gab es an unserer Uni dazu nicht. Selbst die Studenten der neuen Studiengänge (Bachelor/Master)mussten sich jetzt im Master entscheiden: Haupt- oder Realschule?

Meines Erachtens wird diese Reform auf dem Rücken der Lehrer, aber noch viel schlimmer auf dem Rücken der Schüler ausgetragen. Warum musste ein ganzes System umgestellt werden? Nach Pisa war doch klar, dass die deutsche Bildungspolitik gerade bei Kindern mit Migrationshintergrund oder besonderem Förderbedarf versagt hat! Ich denke, dass diese Reform rückschrittlich und destruktiv ist und finde es absolut schrecklich, wie die Kinder durch das System Schule geschleust werden. Wo bleibt da der Raum für spielerisches, entdeckendes Lernen? Kinder brauchen keinen permanenten Leistungsdruck und Zukunftsängste - das kommt noch früh genug!
Politisch aktive
von astra150 (Eltern), 30. Okt 10:12
Hallo, eigentlich bin ich nicht für Stammtisch Parolen. Aber diese gebe ich mal zu bedenken.
„Der liebe Gott weiß alles, Lehrer alles besser“.
Das es zu dieser Parole gekommen ist, ist sicherlich durch einige (nicht aller) Ihrer Berufskollegen entstanden.
Und auch in der Kommunal Politik ist in der Mehrzahl Lehrkräfte im Schulausschuss.
Das Frustrierende ist, wenn Eltern sich für Schulpolitik interessieren, das zwischen dem was die Politik vorgibt an Gesetzen oder Erlassen von einigen Lehrkräften nicht umgesetzt wird. Auch wenn ich persönlich nicht alle Erlasse pädagogisch für sinnvoll halte.

Ich hoffe, dass Sie weiter sich für die Interessen der Schule einsetzen.

Leider ist es aber auch unter uns Eltern so, das einige(ca. 1%) auf Missstände aufmerksam machen, anderen Eltern es egal ist und andere den Lehrkräften in den Hintern kriechen.
Wie soll jemand Vertrauen in eine Lehrkraft bekommen, wenn am ersten Elternabend schon gegen zehn Gesetze des Schulgesetz verstoßen wird. Das ist der Erste Eindruck.
Da hofft man doch nur noch, dass die pädagogische Leistung besser ist als die Kenntnis der
Schulgesetze. Wenn dann noch festgestellt wird, das gegen Erlasse des Ministeriums verstoßen wird, tröstet ja nur noch die Aussage des eigenen Kindes, das die Lehrkraft in Ordnung ist. ( Ich habe mit der Lehrkraft ein Gespräch unter vier Augen geführt)
Dann hält man den Mund und hofft ,dass das Kind den Unterrichtsstoff lernt.
Ich bin Politisch aktive, allerdings Parteilos.
@astra150 (Eltern),
von Joachim Wahl (Lehrer), 30. Okt 09:04
Liebe Astra,
klar, das mit den Ausschüssen stimmt schon. Mit "Inkompetenz" meinte ich auch die Tatsache, dass dieser Personenkreis gewiss nicht mehr (in vollem Umfang) unterrichtet, sondern sich in welt- und realitätsfernen Politkblasen bewegt.
Aber es ist wirklich wichtig, dass die Eltern sich politisch betätigen, im Kleinen wie im Großen.
An meiner eigenen Schule (und all den anderen, an denen ich bislang war) konnte / musste ich die Erfahrung machen, dass auf Fachleute wie Lehrer schlichtweg nicht gehört wird. Nicht in den Städten und Gemeinden, nicht in übergeordneten Gremien, nicht in den Oberschulämtern oder Regierungspräsidien. Alleine der politische Druck von Eltern ist geeignet, Wirkungen hervorzurufen. Nur die Eigenschaft von Eltern als Wählerinnen und Wähler bringt das schwerfällige Gebäude der Verwaltung dazu, ein wenig ins Schwanken, zumindest aber in Aufruhr zu geraten.
Liebe Grüße
Antwort auf G8
von astra150 (Eltern), 29. Okt 18:10
Hier erst einmal ein Lob.
Zitat:
„Hier könnten Eltern ansetzen: Sich als Erziehungspartner ersten Ranges verstehen zusammen mit dem Partner zweiten Ranges (Lehrer) und dann zum Wohle des eigenen und der anderen Kinder politisch tätig und wirksam werden.“

Dies sehen leider nicht alle in ihrem Berufstand so.

Zitat:
„Die dem System kohärenten Schwierigkeiten sind künstlich; sie sind auf Entscheidungen zurückzuführen, die von offensichtlich inkompetenten Leuten gefällt wurden, die nicht nach Inhalten fragten, sondern nach "Sparmodellen"; und ich vermute auch nach dem eigenen Fortkommen in ihrer Karriere.“
Und:
„Aber so lange es zwei Partner gibt, die von der Politik auseinander dividiert werden und so lange das auch noch gelingt: So lange wird die Politik sich nicht nach Inhalten fragen müssen, sondern unvermindert Sparkurse fahren können“

Es dürfte schwer fallen, da Fraktionsübergreifend der Berufstand der Lehrer in der Mehrheit des Schulausschuss vorhanden ist. Aber interessant, wie Sie über ihre Kollegen denken.
Leider sorgt der Berufstand der Lehrkräfte mithilfe seiner Verbände für unsere Schulpolitik.
Übrigens in NRW haben wir eine Lehrerin als zuständige Ministerin.

Zitat:
„die Folgerungen daraus und allgemeinen Frust auf dem Berufsbild "Lehrer" ab.“

Auf welches Berufsbild denn sonst?

In mehreren Gesprächen mit Politikern aller Parteien, kommt es so rüber, dass nur Lehrkräfte Ahnung von Schule haben. Das wird auch so von einigen Lehrkräften suggeriert. Muss sich dann eine Lehrkraft wundern.
Der schwarze Peter kann also nur von Lehrkräften zu den Lehrkräften mit Politischem Mandat verschoben werden.
Seid der Einführung der Mengenlehre, ist die Schule nur noch ein Versuchsobjekt. In einem Gespräch mit einer Schulleitung, sagte man mir, dass die Anwendung des Satz des Pythagoras nur von Schülern mit Mathe Leistungskurs zu erwarten ist. Das bedeutet für mich, dass ein heutiger Realschüler weniger weiß, als ein Hauptschüler vor 30 Jahren nach der neunten Klasse.
Ich bedanke mich recht herzlich bei dem Berufstand der Lehrer, die persönlich nicht alle etwas dafür können.
G8
von Joachim Wahl (Lehrer), 29. Okt 09:20
Liebe Eltern und Schüler/innen,
G8 ist so, wie es eingeführt wurde (also planlos und aus Spargründen, selbstverständlich Unsinn und alle wissen das.
Aber es gibt auch Vorteile: G8 bringt zum Beispiel an die Oberfläche, dass zu viele Kinder mit Gymnasium überfordert sind. Nicht nur deshalb strebt die Politik seit etwa 15 Jahren danach, das Niveau der Anforderungen zu senken. Was wir als Schüler damals im Abitur als Prüfungsthemen hatten, kann ich heute als Lehrer nur den Besten der Besten vorlegen und hoffen, dass teilweise verstanden wird, worum es geht.
Andererseits müssen Kinder heute langfristig lernen. "Reinziehen" von Stoff und Abplappern haut nicht mehr hin; Nachhaltigkeit ist das Zauberwort: Und es liegt auf der Hand, dass bei nur noch 4 Klassenarbeiten in den Hauptfächern anders gelernt werden muss. Die Kinder müssen wenig, aber regelmäßig (jeden Tag) etwas tun, um dranbleiben zu können. Etwa ein Drittel meiner Schülerinnen und Schüler haben damit nicht die mindesten Probleme; ein weiters Drittel muss deutlich mehr Zeit aufwenden, kommt dann aber mit akzeptablen Lernfortschritten mit und ein weiters Drittel ist mit Quantität und inhaltlichem Anspruch auf dem Gymnasium schlichtweg überfordert. Hier wären die Eltern in die Verantwortung zu nehmen:Seit über 10 Jahren gab es G8-Pläne; der Widerstand war gleich null. Nun, da G8 eingeführt wurde, fühlt man sich überrollt. Vielleicht ist aber das eigene Kind auf der falschen Schule? Sollte es besser nicht auf das Gymnasium gegangen sein?
Selten stellen sich Eltern - nach meiner Erfahrung - diese Frage; viel zu selten. Und so quälen sich allzu viele Kinder an den Gymnasien.
Freizeit haben sie genug, glaube ich: Ein durchschnittlich begabtes Kind hat keine grundlegenden Probleme an einem deutschen Gymnasium (siehe: gesunkene Anforderungen); und daraus hätten wir alle früher Konsequenzen für die anderen Kinder ziehen sollen.
Und wenn ich sehe, welches Kontingent Kinder mit ICQ, Computerspielen, Fernsehen und so weiter verbringen, dann meine ich, dass hier durchaus noch raum für sinnvolle Zeitgestaltung frei wäre.
Es ist auch nicht so, dass die Lehrer sich nicht darum bekümmerten, ob die Kinder mitkommen; im Gegenteil. Wie alle wissen, ist seit 20 Jahren die Arbeitszeit des Lehrers ständig gestiegen und ist der Reallohn ständig gesunken. Ich kenne kaum einen Kollegen oder Kollegin, dem / der das Wohl der Kinder nicht am Herzen liegt. Aber es gestaltet sich sehr schwierig, bei den bekannten Klassengrößen Kinder individuell zu behandeln, zumal immer mehr mit dem Anspruch in die Schule kommen, NUR noch Individuum zu sein; keineswegs sich einordnen zu müssen oder gar als soziales Wesen funktionieren zu müssen.
Diese Minderzahl an Kindern bedarf aber immer mehr Zuwendung, Zeit und differenzierterem Unterrichten.
Das ist - selbst bei hohem Engagement - kaum zu leisten, zumal die Anzahl der o.g. Kindern ständig steigt.
Wenn ein Schulterschluss geschähe zwischen Eltern und Lehrern könnte m.E. etwas bewirkt werden. Aber in der Tat wurden in den letzten Jahren viele Eltern zunehmend ratlos, so scheint mir, und laden ihre eigenen negativen Schulerfahrungen (die mit denen der Kinder inhaltlich nichts mehr zu tun haben), die Folgerungen daraus und allgemeinen Frust auf dem Berufsbild "Lehrer" ab.
Das ist mir nur allzu verständlich, begann ja die Lehrerhetze vor nicht sehr langer Zeit mit Herrn Schröders Bemerkung über faule Lehrer und setzt sich seit jenem Zeitpunkt fort.
G8-Probleme können von der Lehrerschaft nicht gelöst werden. Die dem System kohärenten Schwierigkeiten sind künstlich; sie sind auf Entscheidungen zurückzuführen, die von offensichtlich inkompetenten Leuten gefällt wurden, die nicht nach Inhalten fragten, sondern nach "Sparmodellen"; und ich vermute auch nach dem eigenen Fortkommen in ihrer Karriere.
Hier könnten Eltern ansetzen: Sich als Erziehungspartner ersten Ranges verstehen zusammen mit dem Partner zweiten Ranges (Lehrer) und dann zum Wohle des eigenen und der anderen Kinder politisch tätig und wirksam werden.
Und zwar so, dass die Schwarte kracht.
Aber so lange es zwei Partner gibt, die von der Politik auseinander dividiert werden und so lange das auch noch gelingt: So lange wird die Politik sich nicht nach Inhalten fragen müssen, sondern unvermindert Sparkurse fahren können und einzelne sich daran bereichern können. denn: wo Zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
Liebe Grüße, Joachim Wahl


@ Black1
von Nena84 (Eltern), 25. Okt 15:30
Das siehst du ganz bestimmt nicht falsch. Wir hatten früher mehr Freizeit,waren ausgeglichener und offener für die Schule.
An der Schule meines Sohnes entfallen sogar die 5 Minuten Pausen, da seit diesem Schuljahr das sogenannte Lehrerraumprinzip gilt.
Die Schüler müssen sich nach jeder Stunde auf den Weg machen und den Unterrichtsraum des jeweiligen Fachlehrers aufsuchen.
Was zur Folge hat das,die Kinder noch nicht mal dazu kommen genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen,was dann manchmal mit Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten belohnt wird.

Da wundert man sich in diesem Land, das es so viele Schulschwänzer gibt. Ich weiß das ist nicht in Orndung, aber man kann diese Kinder verstehen,denn unser System fördert geradezu den Frust der Kinder heraus.

Unsere Bildungspolitik verheizt unsere Kinder schon in Jungen Jahren, so das schon Kinder am Burn-out-Sydrom leiden. Bei ihnen heißt es dann
banal "Schulangst"

So viel möchten viele nicht in der Woche arbeiten....
von Black1 (Eltern), 24. Okt 22:23
50 Wochenstunden setzen sich aus Schulstunden und Hausaufgaben zusammen. Wenn Arbeiten anstehen sind es mehr Stunden die Woche.
Mir stellt sich langsam die Frage: Kann das wirklich noch Spaß machen?
Ich bin gerne in die Schule gegangen und habe noch nebenbei Sport getrieben.
Wie soll mein Sohn das noch schaffen, mit 11 Jahren am Gymnasium?
Ich fühle mich schon zum Teil schuldig. Habe ich wirklich genug nachgedacht. Er hatte eine Gymnasiumsempfehlung. Bilderbuchnoten, ihm sind sie nur so zugeflogen. Er hatte Spaß an der Schule und war wissbegierig. Spaß an der Schule hat er nicht mehr, wissbegierig ist er noch, aber er sagt er hätte keine Freizeit mehr. Wenn er bis 15.00 Uhr Schule hat ist er ausgelaugt. Wer arbeitet eigentlich von morgens 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr mit einer Pausenzeit von 35 Minuten. Die 5 Minutenpausen habe ich nicht mitgerechnet. Die fallen eh aus, da ein Lehrer länger unterrichtet oder in dem großen Komplex die Klasse gewechselt werden muss. Stress pur, mit 11 Jahren. Ich hätte dazu keine Lust. Ich weiß nur was es für mich bedeutet 50 Stunden die Woche zu arbeiten, ich weiß nur wie ich mich da fühle. Die Lehrer wissen es doch auch und sind älter.
Wie denken andere Eltern darüber. Sehe ich das falsch?
Ganz bestimmt nicht
von Nena84 (Eltern), 24. Okt 18:12
Ich glaube die Bildungspolitik denkt mehr an Pisa.
Immer mehr Stoff soll in kürzerer Zeit gelernt und verinnerlicht werden.
Ob und wie die Schüler das schaffen ist egal und wer es nicht so schnell schafft wird aussortiert.

Im moment ist es so, das mein Sohn 6. Klasse Realschule eine Arbeit und ein Test nacheinander schreibt. Das heißt nach Mittagessen und regulären Hausaufgaben muß noch geübt werden.
Mit allem drum und dran ist er so gegen 17.00 Uhr fertig.

Da ist dann nicht mehr soviel Zeit für Freizeitbeschäftigung und Bewegung.

Das sogar Fächer zum Teil entfallen muß mein Sohn auch feststellen. in diesem Jahr betrifft das Musik, Erdkunde und Informatik.
Was diese Fehlenden Fächer für Auswirkungen für die späteren Prüfungen haben ist noch ungewiss.

Mal schauen was in der Zukunft noch so alles auf Eltern, Schüler und Lehrer zukommt.
@ Dia daylight
von Nie-Auslernerin (Eltern), 22. Okt 11:57
Warum auf G8 umgestellt wurde, ist ziemlich eindeutig: um Geld zu sparen!
Ein komplettes Schuljahr weniger für jeden Gymnasiasten mit den "am besten bezahlten" Pädagogen unserer Schullandschaft spart sicherlich eine Menge Geld. Und da man das Geld ja dringend für notleidende Bankiers braucht, ist das wirklich eine nötige Maßnahme gewesen.
Es kann mir keiner weismachen, dass in einer kürzeren Schulzeit das gleiche Niveau erreicht und der gleiche Stoff vermittelt wird.
Und wozu das Ganze? Damit die Abiturienten ein Jahr früher studieren können oder auch einfach ein Jahr früher arbeitslos sind.
Herzlichen Glückwunsch!
Grüße

Nie-Auslernerin
über den achtsamen Umgang mit Schülern, Eltern und Lehrern
von Lieschen (Eltern), 01. Okt 13:48
Diese Webseite kann ich wärmstens empfehlen!!!
http://www.prof-kurt-singer.de/index.htm
Der Druck wächst aber...
von Dia Daylight (Schüler), 30. Sep 19:41
Ehrlich gesagt finde ich dieses ganze G8-Zeugs da ziemlich unsinnig. Warum wurde das denn auch überhaupt eingeführt? Ich bin selbst Schülerin der Jahrgangsstufe 8 und schon bereits in 4 Jahren soll ich mein Abitur hinbekommen haben.

Uns fehlt ja nun ein Jahr. Von allen Lehrkräften, die ich zur Zeit habe, höre ich, dass der Stoff, den wir geade durchnehmen, in der 9. ebenfalls gerade durchgenommen wird Ist ja auch verständlich, schließlich fehlt uns ja ein Jahr. Jedoch in einzelnen Fächern wie z. B. in den Naturwissenschaften, können wir schon mit der 10. konkurrieren. Ist das denn noch normal?
Es fing ja schon damit an, dass wir die 2. Fremdsprache schon in der 6. Klasse dazubekommen haben [ an unserer Schule mussten wir zwischen Latein und Französisch entscheiden ]. Zu meinem [ dem Beruf aber vielleicht zugute kommendem ] "Pech", habe ich Latein gewählt. Gut, ich frage mich jetzt "warum hast du Latein gewählt? Du willst doch kein Arzt werden oder Journalistin?!". So weit, so gut. Wünsche ändern sich ja im Laufe der Zeit. Die "Franzosen" an unserer Schule haben jedoch nicht mehr die Möglichkeit, das kleine Latinum nchzuholen aufgrund fehlender Lehrkräfte.
Apropos Lehrkräfte:
Das Kollegium unserer Schule ist deutlich.. nun ja. Zu alt. Die meisten Lehrer sind schon über 50 bzw an die 60. Die neuen Referendare, die eingestellt werden unterrichten nur "Lala"-Fächer. Damit meine ich Fächer, bei denen es selbstverständlich ist, dass es daran nicht mangelt [ z. B. Mathe, Deutsch.. etc ]. Und den Franzosen damit die Chance genommen zu haben, wenigstens das kleine Latinum noch nachholen zu können, ist einfach gemein. Gut, mich kann es einen Dreck scheren, aber ich kann z. B. in der 9. Klasse noch Französisch wählen.

Jetzt, in der 8. Klasse wurden bei uns sogenannte Differenzierungskurse eingeführt. Mann konnte zwischen Spanisch, FRANZÖSISCH, Mathe/Informatik, Biologie/Chemie und Erdkunde/Geschichte wählen. Diese Fächer sollten - so die Schulleitung - "den Kindern ermöglichen, den eigenen Interessen verstärkt nachzugehen."

Nun ja. Ganz ehrlich: So richtig interessieren tue ich mich für keines dieser Fächer. Was für mich jedoch fest stand: Wenn eine Sprache angeboten wird, wähle ich eine Sprache. Ich bin der Meinung, dass man in der Schule alles Chancen ausnutzen sollte. Latein habe ich z. B. gewählt, weil es
1. keine Chance mehr für mich gäbe, wenigstens das kleine Latinum zu machen,
2. mir 2 Semester ersparen würde, wenn ich einen Beruf machen will, in dem Lateinische Kenntnisse gefordert sind und
3. weil es nur noch wenige Möglichkeiten gibt, Latein nach der Sekundarstufe I noch nachholen zu können.

Nun ja, jetzt habe ich Spanisch gewählt, wir haben auch ein unterrichtsbegleitendes Buch und ein dazugehöriges Arbeitsheft bekommen, aber so richtig beschäftigen tun wir uns ehrlich gesagt nicht damit. Da frage ich mich, warum denn nicht?
Da werden von der Lehrerin irgendwelche Vokabeln an die tafel geklatscht die wir für den nächsten Tag dann lernen sollen und die Grammatik können wir uns ja erschließen. Und wenn wir bei einer Bdeutung nicht mitgekommen sind, heißt es dann wohl: scheiße gelaufen.

Ich gebe Stoffel recht, die Lehrer reiern ihren Stoff einfach so runter, als wäre es ein Lied, was immer und immer wieder gespielt wird.
Wobei wir beim Thema Musik wären.

Unsere Schule hat in der 5. Klasse [ weiterführend dann in die 6. Klasse ] eine "Streicherklasse" eingeführt. Kinder, die interessiert sind, ein Cello, eine Viola oder eine Violine zu erlernen, melden sich bei der Streicherklasse an, wobei der normale Musik-Unterricht für die Betroffenen entfällt. Natürlich werden in der Streicherklasse andere Dinge gelernt als im normalen Musik-Unterricht. Man behandelt da z. B. nicht das Musical "Phantom der Oper" o. ä.
Da ich mich damals für die Streicherklasse entschieden hatte, entfiel also für mich er Musik-Unterricht. Nun hatte ich aber das Pech, dass im darauf folgendem Jahr kein Musik als Fach mehr unterrichtet wurde. Stattdessen hatten wir Kunst, was und aber auch schon bereits in der 5. und 6.Klasse begleitete. In der 8. - also jetzt musste ich mich zwischen Kunst und Musik entscheiden. Meine Wahl: Musik. Ich musste sehr viel nachholen, was Theorie und Praxis anging, weil ich davor kein Musik hatte. Zu meinem Pech musste ich dann noch erfahren, dass dieses Jahr, das letzte Musik-Jahr vor der oberstufe ist. Die Oberstufe fängt erst ab der 11. an, soweit ich weiß.. ?
Das heißt, ich hab jetzt Musik, in der 9. und 10. dann nicht mehr. Das sind 2 Jahre. Ich bin mir nicht sicher, ob ich in 2 Jahren noch weiß, wie der Vater von Raoul aus Phantom der Oper heißt...

Naja, wie dem auch sei.
Fakt ist, dass uns ein Jahr fehlt, wir also sehr viel aufholen müssen..
Und im Endeffekt steht uns dann noch der Kampf um Lehr-/Studien- und Arbeitsplätzen mit "denen über uns" bevor. Es wird also einen riesigen Konkurrenzkampf geben.

Und ganz zum Schluss frage ich mich dann auch:
Angenommen, wir [ der "Testjahrgang" ] schneiden miserabel ab bei der G8-Aktion. Was haben wir dann davon? Was haben die jungen Menschen, die nach uns kommen davon? Soll G8 dann einfach wieder abgeschafft werden oder wie?!

So. Musste mal ein bisschen Frust loswerden. (=.

MfG Schülerin
Ganztagesschule
von Betty (Eltern), 24. Jul 12:40
finde ich sogar richtig. Denn auch in der Vorzeigeländern ist dies eingeführt. Man sollte aber auch Musik, Sport usw. auch dort anbieten. Nachhilfepflicht für Lehrer einführen.
Lehrer sollten ihre ganze Arbeitszeit auch in der Schule verbringen.
Dann fällt endlich auch der gewinnbringende Maloch von Nachhilfeeinrichtungen weg. Den Nachhilfe gehört in die Schule,nicht jedes Kind lernt gleich schnell, dies muß unbedingt berücksichtigt werden.
Zeit
von Meistertroll (Eltern), 04. Jul 16:37
Schüler haben ein Recht auf Freizeit!
Jeder Mensch braucht Erholungsphasen. Der eine mehr der andere weniger. Das gilt auch für Schüler.
Unser Schulsystem verlagert immer mehr Unterricht in den Freizeitbereich der Kinder, diese Vorgehensweise ist falsch und schädlich für die Entwicklung unserer Kinder. Wir als Eltern müssen auch sicherstellen, das die soziale Komponente der Entwicklung eines Kindes nicht zu kurz kommt. Denn auch das Sozialverhalten muss ein Kind lernen.
Aber wie soll es das? Wenn die Schule den Kindern so viel Freizeit "klaut".
@August
von Hannah (Eltern), 27. Mai 18:47
Grüße Sie, August,


Wessen Grundeinstellung wozu stimmt nicht ?
Ich begrüße nicht JETZT G8, das begrüßte ich immer, ich kann mich auch nicht erinnern Gegenteiliges behauptet zu haben. Nein, ich muss den momentanen Zustand nicht akzeptieren, doch muss ich ihn wohl hinnehmen.
Nach wie vor gilt, G8 ist in Hessen seit 12 Jahren beschlossene Sache und von daher bin ich mit den Vorbereitungen und den Lehrplanänderungen, die nämlich nicht stattgefunden haben, nicht zufrieden. Nein, die Feldversuche, die an unseren Kindern durchgeführt werden, befriedigen mich nicht.
Scheinbar herrschen an der Schule Ihrer Jungs paradiesische Verhältnisse, anders kann ich mir Ihren Gleichmut nicht erklären.

Warum gehörte denn Deutschland zu den wenigen Ländern, in denen Schüler 13 Jahre benötigten um die allgemeine Hochschulreife zu erlangen? Weil es sich mit unnötigem Mist aufgehalten hat. Und nun ist man zu der Erkenntnis gekommen, dass man diesen Mist in 12 Jahre pressen möchte. Da begrüßen wir doch den Fortschritt und die Anpassung an den gesellschaftlich, wirtschaftlichen Wandel.
Gut, ich nehme zur Kenntnis, dass Sie den Expressionismus in seiner Gänze erst durch praktische Übungen erkannt haben. Dann hoffe ich, dass Ihre Söhne nicht erst beim Bau einer Atombombe entsprechendes Thema in Physik durchblicken.
Selbstverständlich stehe ich für theoretischen Unterricht im Fach Kunst, in einem 6-8 wöchigen Unterrichtsblock pro Schulhalbjahr. Aber in dem Fall müsste sich der Kunstlehrer wohlmöglich auf den Unterricht vorbereiten und dies möchten wir ihm nicht zumuten. Würde Unterricht in diesen Fächern in der Art gestaltet, hätten die Kinder und Jugendlichen auch wieder ein wenig mehr Raum für die von Ihnen so gepriesenen Arbeitsgemeinschaften. Denn im Moment sieht es so aus, dass die Jahrgangsstufen 7 und 8 an mindestens 3 Nachmittagen sehr spät heim kommen und dann angesichts der ihnen bevorstehenden Hausaufgaben dankend auf Arbeitsgemeinschaften verzichten. Noch besser, Jugendliche können häufig gar nicht an diesen teilnehmen, weil ihre Klasse zu dem Zeitpunkt gerade eine Doppelstunde Latein genießt.
Und ich muss Ihnen aber jetzt nicht wirklich erklären, aus welchem Grund Handballsportarten für Musiker empfindlichere Verletzungsgefahren darstellen als andere? Finger gebrochen, und das war es fürs Klavier! Möchten Sie einem leidenschaftlich musizierendem Kind das wirklich antun? Musiker betreiben häufig Kraftsport um ihre unnatürliche Körperhaltung während des Musizierens zu kompensieren. O.K., Ihre Kinder spielen ganz offensichtlich kein Instrument oder zumindest nicht so gut, dass man mehr erhoffen darf.
Was in der Oberstufe möglich ist, darf doch auch in der Mittelstufe erwartet werden können. Z.B. die Wahl zwischen Gymnastik, Turnen, Leichtathletik und Ballsportarten.
Was ich von Lehrern und Schülern erwarte? Von Lehrern erwarte ich zunächst das, wofür sie bezahlt werden: Zuverlässigkeit, optimale Unterrichtsvorbereitung, Flexibilität, Einfühlungsvermögen, vorbildliches Verhalten, Teilnahme an Schulungen während ihrer 13 wöchigen Ferien, Fachwissen und Mut zu Neuerungen.
Von Schülern erwarte ich, dass sie sich bestmöglich einbringen.
Ich bin im Übrigen nicht gegen Studiengebühren, allerdings erwarte ich dafür entsprechende Gegenleistungen.
Grüße Hannah
.....
von nikiundmario (Eltern), 27. Mai 13:49
Also ich finde es nur schlimm das alles nur auf dem Rücken unserer Kinder lastet sie werden meiner meinung nach zu hart ran genommen von ihnen wird zuviel gefordert sie sind doch keine maschinen sondern auch nur menschen und die langen schulzeiten sind auch nicht ok finde ich da sie dadurch nicht mehr freizeit haben um KIND zusein und sich austoben können.

Manche Kinder kommen erst um 16:30 uhr heim dann noch HA und Lernen für die anstehende Klassenarbeit wann ist da noch zeit zu spielen oder was für ein Hobby können sie dann noch ausüben??
Ich denke mal keins da sie die ganze zeit nur HA machen und lernen
desillusioniert, resigniert und traurig?
von August (Eltern), 04. Mai 08:14
Hallo Hannah,

wenn die in den u.g. Beiträgen geschilderten Schulerfahrungen zu einer solchen Haltung führen, dann stimmt die Grundeinstellung nicht. Was erwarten Sie in Folge eigentlich von Schülern und Lehrern?

Wenn Sie G8 jetzt tatsächlich begrüßen, dann sollten Sie damit verbundenen Veränderungsprozesse und Rahmenbedingungen für die heutige Schülergeneration akzeptieren. Auf Knopfdruck ist das nicht umgestellt, das sollte jetzt deutlich geworden sein. Außerdem beeindrucken mich die bis jetzt geschilderten Probleme nicht wirklich. Im Gegenteil: im Berufsleben sind die Schüler ständigem Wandel ausgesetzt, der erheblich signifikanter ausfallen wird als jetzt von G9 auf G8.

Ich habe Sie schon sehr gut verstanden. Ich bleibe nur gerne bei dem ursprünglich von der Schülerin Stoffel aufgebrachten und Ihnen unterstützten Vorschlag einer Wahlfreiheit für Mittelstufenschüler um aufzuzeigen, dass Bildungspolitik aktiv zu gestalten ungleich schwieriger ist als schnell mal zu kritisieren oder Vorschläge in den Raum zu werfen.

In meinem letzten Beitrag bin ich auch nicht mehr davon ausgegangen, dass Sie Wahlfreiheit für alle Nebenfächer fordern, sondern nur noch für die von Ihnen gebrachten Beispiele Sport und Kunst. Inzwischen rudern Sie weiter zurück und wünschen, wenn ich Sie richtig verstanden habe, eine Wahlfreiheit für bestimmt Teile des Unterrichtes. (Abwahl von einzelnen Sportarten bzw. nur Kunsttheorie anstatt Praxis). Wie stellen Sie sich das denn nun praktisch vor? Wie werden dann Stundenpläne erstellt? Welche Sportarten sind ausgenommen? Und für wen? Wer wählt? Wer entscheidet? Sind Krafttraining und Tennis tatsächlich mit geringeren Verletzungsrisiken behaftet als Basketball? Welche Mannschaftssportarten (und die wollen Sie ja sicher auch) sind denn ok? Und wie wollen Sie den "Pummeln" in Zukunft klar machen Sport mitzumachen wenn es ständig Ausnahmen gibt? Und warum darf dann eigentlich auch nicht ein Pummel Basketball abwählen mit der Begründung, dass das Verletzungsrisiko für ihn besonders hoch ist... Mal abgesehen davon, dass ich finde am Ende profitiert nicht einmal die begnadete Klavierspielerin von solchen Regelungen, wie unten schon begründet.

Und nun zur Kunst: es soll also einige geben, die machen Kunsttheorie und andere, die dann zusätzlich malen? Dann also auch hier analog Fragen wie oben beim Sport... Ich selber habe die Kunstrichtungen erst dann wirklich verstanden, als meine Kunstlehrerin (Frau Delveaux, auch an dieser Stelle ein großes Lob posthum) uns gebeten hat Bilder in den verschiedenen Kunststilen zu malen, und zwar gerade auch Impressionismus und Expressionismus, die sich dafür hervorragend eignen. Es kommt doch gar nicht darauf an, dass es perfekt ist. Es sei denn das größte Ziel ist eine 1,y anstatt 1,x. Im Abi kann Kunst ja abgewählt werden, also auch das ist gut gelöst.

Gerne können wir das für konkrete weitere Fächer diskutieren. Es wird am Ergebnis nichts ändern. So wie es heute geregelt ist, zusätzliche AG's für besonders Interessierte, ist es prima. Und wenn etwas gut ist, dann sollten wir dies öfter einmal sagen.

Ich glaube nicht, dass es an einzelnen Lehrern liegt, dass denen nicht Respekt und Vertrauen geschenkt werden kann. Das sollten wir grundsätzlich tun. Einen Infarkt braucht man denen auch nicht unterstellen, denn die würden sich sicher nichts lieber vorstellen als dass mehr Geld in die Bildung fliesst und die Klassen kleiner werden. Und da Sie individuelle Förderung begrüßen kann ich nur empfehlen hier mit dem lokalen Förderverein an Ihrer Schule schon einmal anzufangen bevor wir jetzt wieder bei der Politik fordern bzw. resignieren.

Der Staat wird nicht die gesamte Bildung finanzieren können und so ist es auch nur konsequent, wenn ein Semester von mir aus auch 1.000 € kostet. Ein Kredit über 10.000 € wäre bei dem dann möglichen Verdienst schnell rück gezahlt, für ein Haus oder Auto geht das ja auch. Und warum sollen Familien, die von Unis (für sich selber und Kinder) null profitieren diese zu gleichen Teilen mittragen? Aber dies wäre jetzt eine neue Debatte.

Gruß
August
@August
von Hannah (Eltern), 02. Mai 20:56
>@ hannah, anker und alle verärgerten Eltern<

Hallo,

ich bin gar nicht verärgert. Ich bin desillusioniert, resigniert und traurig.

Auch negiere ich G8 nicht, ganz im Gegenteil, ich hätte mir für unsere Kinder nur von Herzen bessere Rahmenbedingungen gewünscht.
Es macht mich ausgesprochen unfroh in Aussicht gestellt zu bekommen, dass die Umwandlungsprozesse, die G8 mit sich bringen, vermutlich erst dann einigermaßen greifen werden, wenn meine Tochter für 500 Euro pro Semester(bis dahin sind es vermutlich 1000 Euro) in irgendeinem hoffnungslos überfüllten Hörsaal auf der Fensterbank sitzen wird und den Vorlesungen der Dozenten via Videoübertragung lauschen darf.
Sie sehen mein Vertrauen ins deutsche Bildungswesen ist erschöpft.


Dass Sie nun vermuten müssen, ich würde dafür plädieren, dass Kindern die Möglichkeit geboten werden muss, sich von sämtlichen Nebenfächern befreien zu können, ist meine Schuld. Hier habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich würde mir nur wünschen, dass sie wählen könnten.
Selbstverständlich möchte auch ich, dass der Leichtathlet lernt Impressionisten von Expressionisten zu unterscheiden, aber er muss sie doch nicht auch noch nachmalen müssen. Wenn er dazu in der Lage ist, umso besser, gehört gefördert!

Und wenn ich, als Sportlehrer, einen meiner Schüler zum wiederholten Male bei einer Aufführung des Schulorchesters eine Sonate von Mozart gefühlvoll auf die Tasten zaubern höre, nehme ich diesem Kind freiwillig den Basketball aus den Händen. Einen solchen Schüler könnte man doch in Ausdauer oder Krafttraining benoten.
Individuelle Förderung ist das Schlüsselwort. Bevor jetzt hier einige Lehrer kurz vor einem Hinterwandinfarkt stehen, ich weiß, dass soetwas bei Klassenstärken von über 30 Schülern nicht ganz einfach ist.
Mal unter uns, kennen sie auch nur einen Pummel, der durch Schulsport an Gewicht verloren hätte. Diese Kinder entwickeln eine nahezu überschäumende Kreativität und ungeahnte Energien, wenn es darum geht Ausreden zu erfinden, die dazu dienen dem Schulsport fernbleiben zu können.

Sehr gerne bringe ich Lehrern Respekt und Vertrauen entgegen, doch einige von Ihnen machen es mir wirklich nicht gerade leicht.



Grüße

Hannah
@ hannah, anker und alle verärgerten Eltern
von August (Eltern), 01. Mai 17:11
Hallo,

Sie haben recht, mein letzter Beitrag war teilweise zu persönlich und ich schätze es, wie gelassen Sie darauf reagiert haben.

Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: Der Roll-out des Großprojektes begann vor 2,5 Jahren und ist erst in 5 Jahren abgeschlossen, nämlich wenn die erste G8-Klasse Abi macht. Bis dahin strömt jedes Jahre neue G8 Klassen an die Gymnasien und Verlangen eine ständige Anpassung und Erweiterung der Infrastruktur (z.B. Schulspeisung) und Prozesse. Es sind tausende Zweigstellen (Schulen) und Millionen Anwender (Schüler, Lehrer, Verwaltung) betroffen. Nicht alles lässt sich nach einem Beschluss im Projektdesign regeln, sondern Erkenntnisse aus dem Roll-Out verlangt ständige Korrekturen. Ich schätze, dass dieses Großprojekt vielleicht in 10 Jahren abgeschlossen ist, aber selbst dann sind vermutlich noch nicht die letzte Mensa gebaut und alle Lehr- und Stundenpläne perfekt angepasst.

Unterm Strich bleibt der eingeschlagene Weg dennoch richtig und das Schulsystem stellt sich dem gesellschaftlichen Wandel. Erfolgreiche Großunternehmen passen auch ständig Ihre Strategie und Strukturen an um sich den Märkten zu stellen. Auch damit die Organisation wach bleibt und sich nicht allzu träge auf bestehende Strukturen einrichtet.

Wenn für Sie Sport und Kunst nicht zu den Kernfächern gehört, die ein Schüler abwählen kann, dann gehören Sie vermutlich zu einer Minderheit. Insbesondere bei der dramatischen Verfettung der Gesellschaft bin ich froh, dass dies nicht alleine den Eltern oder ehrenamtlichen Vereinstrainern überlassen bleibt, sondern durch ausgebildete Sportpädagogen ergänzt wird. Nicht alle Eltern fördern Ihre Kinder außerschulisch so intensiv wie Sie. Und ja, auch Dürers betende Hände gehören zum Bildungskanon. Ein Verständnis von Malerei, Skulptur und Architektur, wie auch deren Geschichte steht in meinen Augen keinem anderen Nebenfach nach. Aber selbst hier bietet die Schulpolitik eine Lösung und fördert Privatschulen, bei denen vielleicht (leider...) auch Konzepte ohne Kunst und Sport angeboten werden.

Wie im einzelnen Hefte korrigiert werden, Mathe mit Informatik gestützt wird (unser ältester Sohn arbeitet in Mathe z.B. mit www.dynageo.de) und im Schulelternrat diskutiert wird muss vor Ort mit den Lehrern und Schulen geregelt werden.

Und danke dafür, dass Sie mir erläutert haben, warum bei uns auf Doppelstunden umgestellt wurde. Offenbar wurde hier die Politik sehr schnell umgesetzt und das ist sicher auch an Ihrer Schule möglich.

Insgesamt plädiere ich dafür den Lehrern, Schulen und Bildungspolitik von Seiten der Eltern mehr Respekt und Vertrauen zu schenken, was sich dann sicher auch auf die Kinder auswirkt. Wenn die, um beim Beispiel zu bleiben, Endanwender das mittlere und Top Management auch nur annähernd so in Zweifel ziehen würden, dann würde in der Privatwirtschaft kein Projekt umgesetzt werden können. Es ist sicher zum geringsten Teil Unfähigkeit und Faulheit warum Lehrer so häufig vorzeitig in Rente gehen. Vielleicht sollten wir mal einen Lehrer in seinem Tagesablauf begleiten um wirklich beurteilen zu können was diese leisten. Ich meine die Lehrer, Schulen und Bildungspolitiker machen Ihren Job insgesamt gut und gehen auf Bedürfnisse ein. Wir sollten diese darin bestärken und auf die positiven Leistungen aufbauen.

Gruß
August
@August
von Hannah (Eltern), 30. Apr 14:51
Hallo,

nein, eigentlich beschreibe ich nicht einige Anfangsschwierigkeiten von G8, sondern eher aus welchem Grund sie existieren. Und wieso Anfangsschwierigkeiten? Beschlossen wurde G8 in Hessen bereits 1996! Wir schreiben das Jahr 2008. Es war also von Seiten des Kultusministeriums, wie der Schulen ausreichend Zeit Änderungen vorzunehmen. Sie kommen aus der IT Branche? O.K., designen Sie ein neues Netzwerk für einen Großkunden und verabschieden Sie sich von ihm mit den Worten:"Im Übrigen, ohne Probleme nutzen können Sie es, in sagen wir mal, 10 Jahren."

Oder lassen sie den Chirurgen einem Patienten eine neue Hüfte einsetzen und ihm dann sagen: "OP gelungen, in 12 Jahren werden Sie damit laufen können."
Aus welchem Grund eigentlich sollten wir ausgerechnet bei Schulen und Lehrern nachsichtig sein und uns in Geduld üben? Es geht um unsere Kinder.
Kurz vor den letzten Herbstferien beschloss das Kultusministerium in Hessen G8 für die Schüler ein wenig zu optimieren. Will heißen: Mehr Doppelstunden, weniger Hausaufgaben, bla, bla, bla. Dies wurde dann auch mit großem Spektakel in Presse und Medien publiziert, was man verschwieg war, dass man den Gymnasien die Möglichkeit bot einen entsprechenden Antrag zu stellen, mit der Bitte auf diese Änderungen verzichten zu dürfen, weil sie aus schulinternen Gründen nicht praktizierbar sind. Das zum Thema, Änderungen seien im vollen Gange.

Nein, ich mache mich nicht locker, das tue ich in den seltensten Fällen, wenn es um mein Kind geht.

Kernfächer abwählen, dagegen bin ich auch. Jedoch sind Sport und Kunst keine Kernfächer für mich. Ich sagte gar nicht, dass Religion der Informatik weichen soll, ich bin mir jedoch sicher, dass man die Informatik manchesmal mit in die Mathematik einbinden könnte, anstatt sie zweistündig pro Woche wie folgt zu unterrichten:" Macht mal ne Powerpoint Präsentation, Thema ist mir egal."
Selbstverständlich können Eltern beurteilen, ob ihr Kind das Klavier, die Violine, oder von mir aus auch die Triangel demnächst gegen einen iPod auszutauschen gedenkt. Und wieso überhaupt tauschen? Das eine schließt das andere ja wohl nicht aus. Fragen Sie mal Konzertmusiker, wann für sie klar war, dass sie sich nicht mehr freiwillig von ihrem Musikinstrument trennen werden. Sie werden erstaunt sein, welche Antworten Sie erhalten.

Hochleister lässt sich im Übrigen definieren. Versuchen Sie mal einen Hochleister dazu zu bringen mehr oder weniger Einsatz zu bringen. Diese Kinder fahren unbeirrt ihre Schiene.
Aber wie bereits erwähnt, Kinder von kritischen Eltern sind entweder leistungsschwach oder wenn das nicht zutrifft, werden sie von ihren ehrgeizigen Müttern durch die Schulzeit gepusht und getrieben.
Sie möchten bitte so gut sein und einfach einmal zur Kenntnis nehmen, dass es Kinder gibt, die sich leistungstechnisch über dem Durchschnitt bewegen und durchaus in der Lage sind in schulischen Belangen ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Im Übrigen kann ich nicht nachvollziehen, aus welchem Grund ein Gespräch über Schulbildung, Lehrer und Kinder persönlich werden muss.

Die unwichtigen Dinge, wie buntes Geschnörkel in Heften usw. zu beurteilen und zu benoten, erscheint diesen Lehrern nicht wirklich relevanter, sondern schlicht weg ist es für sie bequemer. Was geht am Nachmittag schneller, wenn ich noch meinen Tennispartner treffen muss? Kontrolliere ich die Inhalte des Geschriebenen oder konzentriere ich mich 15 Minuten lang auf farbenfrohe Rosengirlanden?
Unstrittig ist, dass es hervorragende Pädagogen gibt, Lehrer, die sich bestmöglich auf den Unterricht vorbereiten und auch Mensch sind.
Aber genauso ist Tatsache, dass es in kaum einem anderen Beruf möglich ist, sich für jeden Mist krankschreiben zu lassen, nachlässig zu arbeiten, unzuverlässig zu sein usw. und das ohne jede Konsequenz.
In keinem anderen Job können sie sich derart vehement gegen Neuerungen wehren. Und Leidtragende sind unsere Kinder.

Grüße

Hannah
@ August
von anker (Eltern), 30. Apr 08:24
Das ist ein sehr schöner Beitrag. Für viele Schüler und Eltern ist aber leider nur Wunschdenken.
Oft genug hat man das Gefühl, dass Lehrer und Schulen auf die Bedürfnisse der Schüler und Eltern überhaupt nicht eingehen wollen. Sie wollen ihre eingefahrene Schiene weiter fahren, weil das leichter ist, als alles neu zu bearbeiten.
Und Lehrpläne entrümpeln? Da denkt kaum einer dran. Die Prozentrechnung beherrscht kaum jemand, aber Hieroglyphen lesen, sowas muss auswendig gelernt werden (hilft auch sehr viel im späteren Leben, wenn man eben nicht Archäologie oder Geschichte studiert). :-)
Und diese nebensächlichen Bewertungen, wie Hannah sie beschreibt (ob eben Bilder und Verzierungen und ähnliches) in den Mappen sind, das erfolgt auch nicht nur in Einzelfällen. Dies scheint wirklich oft wichtiger zu sein, als die Vollständigkeit der Mappe.
Dass man in Religion und Ethik etwas in Sachen Sozialkompetenz lernt, schließt sicher niemand aus. Dennoch meine ich, dass auch hier die Lehrpläne gern um die Hälfte gekürzt werden könnten.
Was im Allgemeinen nicht passt, ist die Verhältnismäßigkeit. Das Unwichtige sollte reduziert werden, ggf. sollte Wichtiges ausgiebiger unterrichtet werden, dafür anderes eben als freiwillig zur Verfügung gestellt werden. Und teilweise -wenn auch in seltenen Fällen, aber immerhin scheint es nötig zu sein- müssen ganz und gar erstmal die absoluten Grundlagen beherzigt werden.

Es wäre schön, wenn es wirklich effektiv Sinn machen würde, im Schulelternrat seine Stimme zu erheben und auf eine Kooperation zu zu steuern. Nur leider hat man (und das gilt wirklich sehr allgemein) zu oft das Gefühl, dass hier eben nicht Diskussions'partner' sondern Diskussions'gegner' an einem Tisch sitzen.
@ anker und Hannah und Maxl
von August (Eltern), 30. Apr 01:07
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann beschreiben Sie jetzt einige der (Anfangs-)Schwierigkeiten nach der Umstellung auf G8 und einige individuelle Probleme unabhängig von G8. Klar müssen Hausaufgaben, Lehr- und Stundenpläne angepasst werden. Das ist auch voll im Gange, bei einigen Schulen mehr, bei einigen weniger.

Bei unserer Schule läuft sicher nicht alles glatt, aber meinen Söhnen, beides G8 Schüler aus Hessen, sieht es etwas anders aus: Außer 4 Stunden in der Woche sind es alles Doppelstunden, d.h. meist 3 unterschiedliche Fächer pro Tag und Hausaufgaben im Schnitt in 2 Fächern a ca. 30 Min. Aufwand pro Werktag. Die 2 Nachmittagsdoppelstunden sind Sport und Physik. Mein älterer Sohn (7. Klasse) kommt inkl. Sport auf 12 Fächer, mein jüngerer Sohn (6.Kl.) auf 10 Fächer. Dies insbes. daher, weil nicht jedes Nebenfach in jedem Jahr unterrichtet wird, sondern eben bevorzugt Doppelstunden. Also lohnt es, dass Sie sich an Ihrer Schule im Schulelternbeirat und der Schulkonferenz dafür einzusetzen, dass G8 vernünftig umgesetzt wird. Die Schule hat da schon Gestaltungsmöglichkeiten. Und bei der Umsetzung der Lehrpläne haben es die Lehrer auch.

Und ansonsten, an Hannah, bleiben Sie locker: Dann hat halt das Kind einmal vorgearbeitet und muss es für die nächste Stunde nicht mehr machen. Und wenn die Hausaufgaben mal nicht komplett gemacht sind (selten allerdings sind es mehrere Fächer von einem auf den anderen Tag), dann geht die Welt auch nicht unter. Wer den Schlag ins Gesicht und die Ohnmacht stärker empfindet, Sie oder Ihr Kind, sollten Sie sich vielleicht fragen... Wir sollten die ganze Aufgeregtheit nicht noch verstärken. Ihre Tochter gehört vermutlich auch deshalb zu den Höchstleistern, weil Sie Kleinkram überhöhen und von dem armen Kind jetzt schon eine 1,x im Abi erwarten. Sie machen Ihrem Kind und anderen Panik vor einer möglichen Warteschleife in 5 Jahren! Vielleicht sollte sich Ihre Tochter dann bei einem freiwilligen sozialen Jahr erst einmal ausruhen, die wird dann den Uniabschluss trotzdem noch superschnell und gut schaffen.

Und ehrlich gesagt, halte ich es, wie schon gesagt, für völligen Quark schon in der Mittelstufe Kernfächer abwählen zu können, und dann auch noch das den Kindern zu überlassen. Woher wissen Sie denn, dass die talentierte Klavierspielerin 1 Jahr später wegen ipod & Co. keinen Bock mehr hat auf Klavier aber später in allen Berufen Teamfähigkeit u.a. wegen des tollen Handballunterrichtes mitbringt, bei dem trotz Verletzungsgefahr alle miteinander gekämpft haben, auch die zierlichen Klavierspielerinnen? Und der geborene Leichtathlet erfolgreicher Kunstbroker wird, auch wenn er dann immer noch nicht zeichnen kann? Und ja, Religion und Ethik vermittelt die Grundlagen des menschlichen Miteinanders und sollte m.E. nicht für mehr Informatik geopfert werden, auch wenn ich aus der IT Branche komme. Google & Co. sind erfolgreich, weil es die kreativsten Kräfte bündelt, die ein Verständnis für soziale Netzwerke haben, nicht weil dort die besten Programmierer arbeiten.

Viele Grüße
August
@ August
von anker (Eltern), 29. Apr 10:25
Wer arbeitet vernachlässigt seine Kinder bestimmt nicht.
Sicher ist man froh, wenn man als Elternteil weiß, dass die Kinder sicher und versorgt sind und man trotzdem arbeiten kann.
Nur ob die Schule am Nachmittag der richtige Ort ist, zweifle ich deshalb an, weil ich schon Einiges in diesem Zusammenhang gelesen und gehört habe. Ist es nicht so, dass die Kinder trotz langem Unterricht noch Hausaufgaben bekommen? Dann kommen sie (genau wie die Eltern) um 17.00Uhr aus der Schule und machen dann nochmal 3-5 Stunden Hausaufgaben, Lernen, Referate usw. Das kann nicht Sinn und Zweck der Sache sein.
Auch meine Eltern waren zu meiner Schulzeit beide berufstätig. Ich wurde zur Selbständigkeit erzogen und erledigte meine Hausaufgaben allein zu Hause. (Ich hätte das auch in einer Einrichtung tun können, nur ging es dort immer laut und turbulent zu, so dass ich die häusliche Ruhe dafür am besten ausnutzen konnte.) D.h. allerdings auch nicht, dass meine berufstätigen Eltern mir nicht geholfen hätten. Nach Feierabend hatten sie (falls nötig) immer genügend Zeit für meine Belange (auch schulischer Art).
Es wird nie so weit kommen, dass Kinder ohne HA auskommen werden (das wäre ein Wunschdenken), nur befürchte ich, dass längerer Unterricht auch nicht zu weniger Hausaufgaben führt.
M.E. gibt es in den Lehrplänen jedoch einige Sachen, die auf die freiwillige Basis gelegt werden könnten. So dass hier eine 'Entrümpelung' sicher eine deutliche Erleichterung für die Kinder darstellen würde. Außerdem würde damit dann auch zur Senkung des Berufseintrittsalters beigetragen werden (und das ohne, dass die Kinder dafür einen noch längeren 'Arbeits-'Tag auf sich nehmen müssen).
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von MaxL. (Ehemalige), 28. Apr 10:59
zudem wird das Jahr indem die alten und die G8 Schüler gleichzeitig die Schule verlassen ein enormer Ansturm an die Universitäten stattfinden, was wiederum dazu führt das nochweniger Leute die es vielleicht verdient hätten einen guten Platz bekommen.
Also gibt es dann irgendwelche Wahnsinns NCs auf Standart-Studiengänge, na Prost-Mahlzeit
@August
von Hannah (Eltern), 27. Apr 22:55
Ja, es stimmt, G8 ist ein Fakt, der längst beschlossen wurde. Ich denke auch nicht, dass es G8 ist, das die Eltern erzürnt, sondern eher die Tatsache, dass bis zum heutigen Tage weder die Lehrpläne angepasst wurden, noch die Lehrer angehalten wurden ihren Unterrichtsstil der veränderten Situation anzugleichen. Der Vergleich mit anderen europäischen Ländern hinkt im Übrigen. Erstens ist Deutschland das einzige Land in dem der Weg zum Abitur mindestens 2 Fremdsprachen voraussetzt und zum Zweiten wurden in den anderen Ländern bereits vor Jahren die Lehrpläne angepasst.
Meine Tochter besucht die 7. Klasse eines hessischen Gymnasiums mit den Schwerpunkten Musik und Naturwissenschaften. Dies bedeutet im Moment für sie, dass sie in sage und schreibe 14 Fächern unterrichtet wird und an 3 Nachmittagen um 16.30 heimkommt. Trotz dieser langen Schultage oder gerade deswegen (weil viele Fächer) darf sie an diesen Tagen noch eine besondere Masse an Hauaufgaben bewältigen. Dann hat sie aber immer noch keine Englisch oder Lateinvokabeln gelernt, die am nächsten Tag abgefragt werden könnten. Da keiner der Lehrer, die ein sogenanntes Nebenfach unterrichten, weniger Beachtung erfahren möchte, erfreut sich meine Tochter auch in diesen Fächern an vielen schönen Hausaufgaben und aufwendigen Projekten, die dann aber weder bewertet, noch beachtet werden.
Abgabetermine für Referate und Projekte werden in Wochen gelegt, in denen bereits 3-4 Klassenarbeiten oder Tests anstehen. Die meisten Kinder quälen sich durch solche Situationen nur um dann am Abgabetermin zu hören:" Och ne, machen wir doch nächste Woche." Dies ist für ein Kind ein Schlag ins Gesicht, die Jugendlichen fühlen sich zunehmend ohnmächtig.
Besonders sinnvol finde ich, dass es tatsächlich noch etliche Lehrer gibt, die Schulhefte einsammeln um sie zu benoten, aber nicht etwa nach ihrem Inhalt oder ihrer Vollständigkeit, sondern danach ob die Schüler die Hefte mit Zeichnungen oder hübschen Glitzerstiftgirlanden dekorieren.
Nicht G8 macht unseren Kindern zu schaffen, sondern die Unfähigkeit mancher Schulen und mancher Lehrer sich umzustellen oder gar umzudenken.
Zu Stoffels Wunsch bereits in der Mittelstufe mehr Freiheit bei der Wahl von Fächerkombinationen zu haben: Selbstverständlich kommen wir nicht an Fächern, wie Mathe, Deutsch, Englisch, Latein, usw. vorbei, doch aus welchem Grund soll sich ein talentierter Klavierspieler 3 Stunden wöchentlich unter Angst vor Fingerbruch durch Handball quälen? Oder warum sollte sich ein geborener Leichtathlet ein Schulhalbjahr lang an einer Retrospektive von Dürers betenden Händen versuchen müssen, wenn er eh wenig künstlerisches Talent vorzuweisen hat?
Müssen Kinder unter G8 Druck wirklich 2 Stunden wöchentlich in Religion oder Ethik unterrichtet werden? Würde hier nicht ein Unterrichtsblock von 6 Wochen pro Schulhalbjahr ausreichen? Warum wird nicht zumindest wenn es das Thema zulässt, Mathematik mit Informatik kombiniert?
Im vielgepriesenen Finnland gibt es genau diese Unterrichtsblöcke und auch die Förderung nach Talent und Begabung.

Zum Nachmittagsunterricht:
Auch an dem werden unsere Kinder bei 14 Schulfächern nicht vorbeikommen, doch warum müssen Gymnasien miteinander wetteifern, wer die längste Mittagspause anzubieten hat? Die Schule meiner Tochter kommt mittlerweile auf stattliche 1 1/2 Stunden. Das bedeutet für die Kinder am Nachmittag keine Zeit für Klavier oder Violinenunterricht, keine Zeit für Tennis, Ballett und schon gar nicht zum Intensivieren sozialer Kontakte. Der Persönlichkeitsbildung junger Menschen dient nicht nur die Schule. Seit Einführen von G8 beklagen deutschlandweit Sportvereine und Musikschulen drastischen Mitgliederschwund.
Selbstverständlich wollen und sollen Mütter berufstätig sein, doch Schule sollte für Kinder und nicht für Mütter gemacht werden.
Um Mutmaßungen über die Schulleistungen meiner Tochter zuvorzukommen, (gern wird ja unterstellt, dass kritische Eltern leistungsschwache Kinder hätten), meine Tochter gehört zu den sogenannten Hochleistlern.
Auch haben viele Kinder der ersten Generation G8 realisiert, dass sie spätestens in der Oberstufe auf den letzten Jahrgang G9 stoßen werden und dass dann der große run auf die Hochschulen folgt. Wenn sich dann keine 1 vor dem Komma im Abidurchschnitt zeigt, droht ein endloses Verharren in der Warteschleife.

sorry, ist etwas länger ausgefallen, dennoch

m.f.G
@Stoffel
von Schäfchen (Eltern), 27. Apr 10:42
Hallo Stoffel,
genauso,wie Du den Schulalltag im ersten Beitrag beschrieben hast, habe ich es bei unserer Tochter miterlebt.Sie hat sich sehr viel Mühe gegeben immer gute Leistungen zu erbringen.Sie hat teilweise bis Mitternacht an den Hausaufgaben gesessen und dabei noch nicht mal für anstehende Tests lernen können.Freizeit??Ein Fremdwort!!
Nur das wir nicht zu den Eltern gehören die auch noch zusätzlich Druck ausüben und ständig dem Lehrer Recht geben.
Ihr müßt soviel Stoff Tag für Tag aufnehmen,ob ihr ihn begreift oder nicht,ist am Ende egal.Auch diese Erfahrung haben wir machen müssen.Wer es nicht kapiert,hat auf dem Gymnasium nichts zu suchen!Ganz einfach.Ihr seit überfordert,keine Frage und ihr habt auch ein Recht auf Freizeit.Ich als Mutter,kann dich sehr gut verstehen.Aber ändern wird sich wohl kaum was,es ist eine eingefahrene Schiene und die wird wohl auch nicht so schnell wieder verlassen.
Aber Hure auf Spanisch zu lernen ist immerhin noch besser als in den Vertretungsstunden Mandalas zu malen ;-)
Liebe Grüße und Kopf hoch!!!
Schäfchen
...
von Stoffel (Schüler), 26. Apr 21:53
Versicherungen, versichern nicht alles!!!!!
an Kinder denken?
von Toninus (Ehemalige), 26. Apr 09:35
Ich denke immer an Kinder - aber lieber an fremde als an eigene. (Für d i e kann ich Versicherungen abschchließen.)

Schülerpartei
von August (Eltern), 25. Apr 20:57
@ Stoffel, gute Idee, schau mal hier http://www.brandeins.de/home/inhalt_detail.asp?id=2102&MenuID=8&MagID=78&sid=su6624966197385 oder direkt auf der Homepage der Schüler/Jugendpartei Peto: http://www.peto.de/.

Aber vielleicht ist erst einmal die SV was für Dich, das geht auf allen Ebenen von Deiner Klasse bis zur Bundesebene, siehe hier http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%BClervertretung.

Zu Deiner Idee Kurse auch in der Mittelstufe frei zu wählen: Leider kommt man um ein Grundwissen in Mathe, Naturwissenschaften, Deutsch, Fremdsprachen, usw. nicht herum. Aber Du kannst ja schon mal in freiwillige AGs gehen, wenn es die an Eurer Schule gibt. Und wenn noch nicht, dann siehe oben.

@anker: Mit Ihrer Vermutung liegen Sie bei mir leider voll daneben, 2 Std. Überstunden täglich reichen selten. Jetzt können Sie gerne die Argumentation fahren, dass wir unsere Kinder vernachlässigen und daher G8 begrüßen.

Es ist so: G8 ist ein Fakt, der längst beschlossen ist. Die Schüler werden mit dem ständigen (typisch deutschen) Lamentieren unnötig verunsichert. Da werden sie in der passiven Meckerhaltung nur gestärkt anstatt die Dinge positiv anzugehen.

Nachmittagsunterricht ist keine besondere Qual an den deutschen Kindern, sondern Realität in allen westlichen Gesellschaften. Es ist ein Ergebnis des gesellschaftlichen Wandels, dass auch Mütter (außerhalb des Haushalts) arbeiten wollen und der Tatsache, dass wir es uns nicht mehr leisten können, wenn die Studenten erst Ende 20er in den Job gehen. Und zwar weil es immer mehr Rentner zu versorgen gibt (uns bald) und gleichzeitig Studenten in UK, USA, Asien und anderswo Anfang 20 den Beruf ergreifen. Da hilft auch das eine Jahr von G9 nach G8. An den Unis gibt es ja dankenswerterweise ähnliche Entwicklungen. Insofern unterstütze ich Bildungspolitiker, die sich hier umsehen. Klar gibt es während des Wandels Schwierigkeiten, die wir zusammen überwinden werden. Daran können schon jetzt alle mitwirken. Die Schüler werden daraus gestärkt hervorgehen. Den Psychologen brauchen eher manche Eltern, nicht die Schüler.

Uns @ Lischen: Ihre schöne Haltung und meine Punkte müssen, finde ich, keine Gegensätze sein. Deshalb passen Mütter und Väter ja auch so gut zusammen ;-)

Gruß
August
...
von Stoffel (Schüler), 24. Apr 19:41
@thoka:danke für die aufmunterung...
man sollte wirklich etwas ins leben rufen, dass viele Menschen erreicht, ich denke da an so etwas änliches wie eine partei...ja, eine partei, die sich für die interessen der schüler und eltern einsetzt. wie wäre dass? man könnte kompromisse finden... der Lehrplan muss eingehalten werden,aber die Schüler müssen spaß am lernen haben. Es sollte Kurse geben, wie in der Oberstufe und jeder sollte die Kurse besuchen sollen, für die er sich interessiert und die ihn ansprechen. Keiner soll überfordert werden, nicht die Schüler, nicht die Lehrer und auch nicht die Eltern, so was muss doch zu machen sein, oder?

das was nur so ein gedanke, der mir gerade so durch den kopf schwirrt
@stoffel
von thoka (Eltern), 24. Apr 16:15
Ich denke alle hier erkennen, dass du überfordert bist. Jeder deiner Beiträge macht dies deutlich. Wenn sich Bildungspolitiker hier umsehen,(nicht persönlich, aber durch Referenten, ist G8 wahrscheinlich tot. Dann kommt G14, wenns reicht. Aber leider zu spät für dich. Lass den Kopf nicht hängen, Stoffel!

@ August (Eltern)
von anker (Eltern), 24. Apr 13:33
Wie lange arbeiten Sie selbst? Gehören Sie auch zu denen, die auf der Straße herumstehen und streiken, für kürzere Arbeitszeiten usw. und die Ärger machen, wenn es mal um eine Überstunde (oder 2) geht????
Wenn ja, dann vergleichen Sie das mal, mit dem, was Sie von den Kindern fordern.
Die Kinder nachmittags in die Schule abzuschieben ist recht einfach. Warum erziehen die Lehrer unsere Kinder nicht komplett? Sie [die Lehrer] können die Kinder ja auch gleich noch baden, einkleiden, verpflegen usw., damit die Eltern auch ja nicht zu viel Arbeit haben.

Glauben Sie mir, wenn die Kinder ihre Ideen so umsetzen könnten, würde nicht nur Unfug, sondern sicher viel Interessantes dabei heraus kommen. Vielleicht sogar eine Schule, die alle begeistert. :-)
@Maxl
von Lieschen (Eltern), 24. Apr 10:14
@irgendwann werden sie sich wirklich anfangen zu wundern, wenn sie nochmehr Verhaltensgestörte Kinder haben, aber dann werden hastig die Kinder schnell zu den "richtigen" Pädagogen / Psychotherapeuten gebracht....

Frage an einen 15jährigen Jungen, der wegen ADHS in Therapie war: Was lernst du in der Therapie, welchen Nutzen hast du persönlich davon?
Antwort: Naja, ich soll lernen, mich so zu verhalten, dass ich meinen Eltern und den Lehrern nicht mehr so große Probleme mache.

Kernaussage: Ich MACHE Probleme!
Welche denn?
Aufmerksamkeits - DEFIZIT - Syndrom
WER hat ein Defizit? WEM mangelt es an Aufmerksamkeit?
Alles nur eine Frage der Sichtweise?

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von Lieschen (Eltern), 24. Apr 09:05
@Ich bin jetzt > 40 und denke, dass ich nie mehr soviel dazugelernt habe wie während meiner Schulzeit.

Ich bin jetzt 50 und habe durch die Schulzeit meiner Kinder viel dazugelernt. ;-)
Ich habe gelernt, meine eigene Schulzeit nicht zum Maß aller Dinge zu nehmen - ich habe gelernt, die Welt auch mal durch die Augen meiner Kinder zu betrachten - meine Kinder nicht als faul oder unwillig zu bewerten - ich habe gelernt, zuzuhören, hinzuschauen und Zusammenhänge zu erkennen, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden - ich habe gelernt, meine Kinder nicht als Erfüllungsgehilfen meiner eigenen Wünsche und Vorstellungen zu sehen, sondern unterstütze sie dabei, ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen verwirklichen zu können, damit sie ihr eigenes Leben leben können.
Ist es so schlimm?
von August (Eltern), 24. Apr 00:19
Was spricht dagegen dem Vater Physik einmal zu erklären? Erst dabei lernt man wirklich.

Und warum nicht einmal spanische Lieder im Spanischunterricht singen oder das Wort Hure übersetzen lernen?

Und seid Ihr täglich bis 5 Uhr in der Schule? Und wie viele Hausaufgaben sind es dann tatsächlich in der Woche. Wird mehr Zeit für Hausaufgaben oder am PC mit Spielen+Chatten verbracht? (bei meinen Jungs wäre das Urteil klar)

Die Belastungen durch G8, finde ich, werden übertrieben, nicht nur hier. Im Ausland gibt es schon immer Nachmittags Schule, hier müssen wir uns noch ein paar Jahre daran gewöhnen.

Und es ist doch prima, dass sich der Schulstoff verändert und der Zeit angepasst hat, manches davon würde ich gerne noch einmal lernen. Ich bin jetzt > 40 und denke, dass ich nie mehr soviel dazugelernt habe wie während meiner Schulzeit. Das werdet Ihr später eher positiv sehen und bedauern, dass Euch Job&Familie kaum noch Zeit dafür lässt wirklich Neues zu lernen, was nicht mit konkreten Notwendigkeiten verbunden ist.

Wenn Ihr meint, dass es alles Unfug ist mit dem Ihr Euch beschäftigen müsst, dann ändert doch was. Macht den Lehrern konkrete Vorschläge, lernt in Gruppen was Interessantes dazu, recherchiert im Internet. Warum sollen es nur die Lehrer in Eure Hirne pressen, das ist doch einseitig. Was ich von meinen Kindern mit bekomme sind nur interessante Themen (die sie selber allerdings auch meist langweilig finden). Es liegt an Euch was draus zu machen und zu bewegen!
ja
von MaxL. (Ehemalige), 23. Apr 21:07
ja ironischerweise hieß mein englisch-folter-klassenlehrer so.
...
von Stoffel (Schüler), 23. Apr 20:12
naja, aber schon mal was von FEIERABEND gehört??? dess will ich doch auch...
japs
von MaxL. (Ehemalige), 23. Apr 17:26
Grundsätzlich, nein haben wir nicht, so wie es die Arbeit unserer Eltern ist zu ihrer Arbeit zu gehen oder zu fahren so ist es unsere Arbeit sich jedesmal diesen Unfug anzutun und sich damit abzufinden und irgendwann werden sie sich wirklich anfangen zu wundern, wenn sie nochmehr Verhaltensgestörte Kinder haben, aber dann werden hastig die Kinder schnell zu den "richtigen" Pädagogen / Psychotherapeuten gebracht....
...
von Stoffel (Schüler), 23. Apr 15:07
was ich schade finde, ist das miemand sieht, oder sehen will, dass wir("Kinder") total überfortert sind....
ich meine, ich hab doch auch ein recht auf freizeit und leben, oder?
...
von MaxL. (Ehemalige), 22. Apr 21:34
Aber gerade was die Erfahrung mit deinem Vater und den Physik aufgaben angeht, so finde ich das genauso, die meisten Eltern realisieren einfach nicht das wir sachen z.b. in der Oberstufe lernen die zu ihren Zeiten gerade bei bei Science, Nature o.ä. veröffentlicht wurden, wenn überhaupt, von ihrem damals streitbaren Wahrheitsgehalt mal ganz zu schweigen.
Besonders was Physik und Biologie angeht diese Fächer haben sich um riesige bereiche verändert.
Dazu kamen neue Sachen, Pädagogik(Erziehungswissenschaften),Musiktherapie,Politik(nicht neu aber um einiges verändert)

Leider sehen das die meistens Erwachsenen nichtmehr, sie denken immernoch das wir in Kernphysik das Atom als Kugel definieren.

Aber das ist ja leider direkt proportional zum"guten Willen" der Erwachsenen
mmh
von MaxL. (Ehemalige), 22. Apr 21:28
Schüler sind Kinder und Kinder sind nunmal irgendwie doch Parasiten ;)
Schon alleine wenn man sich die gruslige entwicklung des Embryos ansieht.


Nein Scherz beiseite, aber du hast recht viele Erwachsenen verlieren gerade durch ihr gesteigerte Führsorge den blick für das gute und richtige, das Hausaufgaben eh nur minderwertige "Ersatzlehrkost" sind ist ja leider auch ziemlich bestätigt, zumindest in der Art und Weise wie sie gestellt aber auch bearbeitet werden.
denkt eig. auch mal jemand an die kinder??
von Stoffel (Schüler), 21. Apr 19:19
also, ich bin schülerin eines gymnasiums, 8.Klasse. ICh finde es von manchen Eltern von freunden und freundinnen von mir, derart dreist, dass sie sich in unsere angelegen einmischen. Es wird die ganze zeit dazu gedrängt, doch für die schule zu lernen. Bildung sei das a und o. Aber, dass wir auch ein Leben haben wollen, interessiert im prinzip, um es auf gut deutsch auszudrücken, doch kein schwein. Niemand, nicht die Eltern und eig. auch nicht die Lehrer wissen, was wir Tag für Tag durchmachen. Wie jeder hier bestimmt weiß, gibt es seit 2004 das neue System, welches sich G8 nennt. Ich gehöre also mit zum ersten Jahrgang, der verpflichtet ist, das gymnasium in 8 Jahren zu absolvieren.
Den Lehrern ist es gerade egal, ob man alles versteht und es schafft, sich dazu zu bringen 12 oder 13 stunden (wie es bei mir 3 mal in der Woche der Fall ist) am Tag aufnahmefähig zu sein. Die Lehrer leiern ihren Stoff eben runter, so auf die Art: "Ich mach ja nur meinen Job, mir hat keiner gesagt, dass die das hier auch verstehen müssen!!!".
Und nach den Elternabenden hört man von seinen Eltern dann immer: "Die Léhrer sind ja soooooo stolz auf euch, ihr seit teilweise sogar schon weiter als deren jetzige 10. Klässler!". So, und jetzt sag mir mal einer, dass das noch normal ist. Die Lehrer quetschen es uns eben alles in die Hirne... schreiben am Laufenden Band i-welche unangesagten Kurzarbeiten und Klassenarbeiten. Aber welche Arbeit damit verbunden ist, dass interessiert sie nicht die Bohne. Wir haben keinerlei Freizeit mehr. und wenn einmal ein Lehrer fehlt, wie zum beispiel heute bei meiner Klassenkameraden, in Spanisch, dann werden natürlich vertretungslehrer eingeholt. Bei denen man dann nichts anderes lernt, als perverse Lieder, in der jeweiligen Sprache. Anschließend bekommt man dann auch noch von der Aufsichtsführenden Referendarin eine Liste mit ausdrücken wie: HURE auf Spanisch. Hat sich dass etwa gelohnt??? dann hätte man doch auch freimachen können, oder??
Naja, insgesamt ist hier ja das, worüber ich schreibe, dass wir "kinder" keinerlei freizeit mehr haben. wir werden nur ständig von unseren eltern unter druck gesetzt, dass wir lernen sollen. Wobei diese keine Ahnung haben, was wir machen und ob wir es verstehen. Neulich zeigte ich meinem Vater, was wir gerade in Physik behandeln, und er sagte mir, dass er das nie gemacht hatte und mir deshalb auch nicht helfen könne.Klar wir müssen im Unterricht aufpassen und uns beteiligen, aber wir sollen die Sachen verstehen, die sie nicht mal behandelt haben.
Ich will mehr freizeit, und nicht i-welche versprechungen, von wegen: "Ja wir sind jetzt eine Ganztagsschule´, bis 5 schule und keine Hausaufgeben. Hausaufgebenstunden-Lautet das Motto!!". und am ende quält man sich um 5 uhr von der schule nach hause, und muss sich noch den ganzen abend mit seinen Hausaufgaben beschäftigen, FREIZEIT ADEE!!

Ich entschuldige mich für meine unziemliche Ausdrucksweise in manchen Abschnitten

MfG Schülerin

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