Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrer

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Frustration...
von Fiete (Eltern), 30. Jun 21:26
...auf allen Seiten.

@ Nick Knatterton
Ich kann Ihre Gemütslage nur zu gut nachvollziehen, meine Erfahrungen sind die Gleichen.

Agressionen, wie die von "Anonymus" sind nicht selten anzutreffen. Derartig einseitige Betrachtungsweisen, angefüllt mit zementierten Vorurteilen, ersticken jeden Versuch ins Gespräch zu kommen im Keim. Wenn dann noch ein Rektor - wie an dem Gymnasium unseres Kindes - ins Spiel kommt, der sämtliche Probleme zu ignorieren versucht und der öffentlich die Auffassung vertritt, dass Lehrer in ihren Entscheidungen fehlerfrei und nicht zu kritisieren sind, dann sind der Willkür Tür und Tor geöffnet. Unser Bildungssystem ist einfach ein Trauerspiel und den Preis zahlen Lehrer wie Schüler gleichermaßen. Ich bedauere sehr die eindeutig mangelhafte pädagogische Ausbildung des Personals an unseren Gymnasien. Das Aufbegehren der Kinder und Jugendlichen sehe ich als Gradmesser für die jahrelangen Versäumnisse in Ausbildung und Ausstattung unserer Schulen. Es bleibt uns wohl nur darauf zu achten, dass unsere Kinder die Schulzeit glimpflich überstehen und zu hoffen, dass sie anschließend ihren Weg im Leben machen werden. Denen, die ihr ganzes Arbeitsleben an unseren Schulen weiterhin fristen müssen, bleibt zu wünschen, dass sie es lernen werden reflektiert zu denken und darauf etwas an ihrer eigenen Misere zu ändern. In diesem Sinne wünsche ich allen Leidenden genügend Kraft zur Veränderung oder zum Durchhalten.
Actio gleich Reactio
von Nick Knatterton (Eltern), 29. Jun 16:52
Es wird viele erstaunen, aber natuerlich muss man den Lehrern zugestehen, dass sie selbst auch vom System Schule betroffen sind.

1. Die raeunlichen Bedingungen sind miserabel. In deuschen Schulraeumen fehlt die Schalldaemmung (kostet pro Raum ca. 12.000 Euro extra). Dadurch ist es sehr laut, was bei Lehrern und Schuelern zu Aufmerksamkeisstoerugnen fuehrt.
2. Unter Eltern gibt es keinen Konsens mehr. So wie man hier in den Foren jede gutgemeinte Aussage ins Absurde verkehrt und sich darueber eins feixt, so machen es die Eltern auch untereinander.
3. Die Schule ist damit zahnlos, denn weder juristisch, disziplinarisch noch durch Elternunterstuetzung kann man irgend eine Linie durchsetzen.

Ich habe mich monatelang mit der Schulleitung, der Schulbehoerde und auch anderen Eltern und Schuelern abgekaspert mit dem Ergebnis, dass man stets zwischen den Stuehlen sitzt, dieses ewige Gemuffel "Aber und gehabt worden waere ..." macht einen ganz missmutig. Also halte ich mich kuenftig an das chinesische Sprichwort "Wenn es genuegt, ein Haar auszureissen um die Welt zu retten, lass es sein!".

Die Schulprobleme meiner Kinder habe ich einfach durch die Schulwahl geloest. Mehr kann ich nicht tun.

Fuer unsere Rechtschreibungsgurus bitte verzeihe man mir die Verwendung eines auslaendischen Computers ohne Umlaute!
Arbeitsbedingungen an einer Schule
von Ottilie (Lehrer), 24. Jun 12:21
Unten beschrieben ist ganz wunderbar wie ien Arbeitsplatz für Lehrer und Schüler auszusehen hätte.
Ich wünsche mir zusätzlich Schüler, die gerne zur Schule kommen, denen ich nicht erst "Guten Tag" "Auf Wiedersehn" "Bitte" "Danke" beibringen muss. Eltern, die mit mir über Probleme reden wollen. Schulleiter, die mir die Freiheit lassen, so zu arbeiten wie ich es will. Geldmittel, um Unterricht praxisnah gestalten zu können (selbst kleine Ausflüge zum Bäcker, um zu sehen wie er arbeitet, kosten manchmal Geld für den Bus).
Eltern graben das Kriegsbeil aus!
von Anonymus (Ehemalige), 24. Jun 09:35
Es ist wirklich erstaunlich in welcher Rechtschreib- und Formulierungsqualität Forenbeiträge veröffentlicht werden.
Hoffentlich entspricht die Leistungsfähigkeit der Beitragsschreiber nicht den Fähigkeiten ihrer Sprösslinge!
Für seine Kinder sollte man als Elternteil die volle Verantwortung übernehmen und diese nicht, wie so häufig an die Lehrerschaft abschieben als beginne die elterliche Verantwortung erst dann, wenn die Kinder nach der Schule wieder zu Hause sind.

Das Benehmen der Kinder in der Schule ist ein Spiegel der erzieherischen Fähigkeiten ihrer Eltern!

Eltern die an ihren Arbeitsstätten ungerechtfertigt unter unangemessenem Leistungsdruck leiden müssen, suchen sich die Lehrerschaft ihrer Kinder als Überdruckventil. Kein Aufwand ist zu hoch und keine Mühen werden gescheut um hier nun die Macht zu demonstrieren, die diesen "schwachen" Menschen am Arbeitsplatz versagt bleibt. Aber schauen Sie sie sich doch einmal auf einem Elternabend um. Dort finden sie immer die gleichen Eltern (eine Hand voll), nämlich die, für die Kindeserziehung aus Eigenverantwortung und Selbstkritik besteht! Deren Kinder sind in aller Regel nicht in ihrem Sozialverhalten eingeschränkt.
Zu meiner Schulzeit haben Eltern für ihre eigenen erzieherischen Fehlleistungen keine Anwaltskanzleien damit beauftragt, Lehrer juristisch zur Rechenschaft zu ziehen. Meine Eltern waren instinktiv dankbar für die erzieherische Unterstützung durch die Lehrer. Denn auch meine Eltern waren Schüler und konnten sich noch bewußt machen von wem Störungen und soziales Fehlverhalten ausgingen, nämlich von den Schülern. Ihre Kinder werden anstatt Erziehung nur die Gewissheit mitnehmen, das Lehrer juristisch belangt werden können. Also werden Grenzen überschritten anstatt diese einzuhalten!
Lehrer machen professionell ihren Job!!! Die Zeit ihre Kinder zu schikanieren bleibt wirklich nicht, machen sie sich nichts vor. Nicht alles dreht sich um ihr Kind. Noch nicht einmal ihnen geht es um ihr Kind, wenn sie juristisch vorgehen. Sie wollen Macht demonstrieren und behindern dadurch die wirklich wichtige Erziehung ihres Kindes statt diese zu fördern.
Ich kann hier nur die Anregung geben, Lehrer als Teil einer notwendigen Erziehung für ihre Kinder anzusehen. Bekämpfen sie diese nicht, sondern unterstützen sie deren Entscheidungen und Maßnahmen. Hören sie auf Pädagogen eines besseren belehren zu wollen. Es sind Profis, die Jahre studiert haben um es besser als sie zu können! Ihr Kind hat garantiert etwas verbrochen wenn es von Lehrern eingebremst wird.
Hören sie auf nach anderen Verantwortlichen zu suchen.
Sehen sie in den Spiegel bevor sie auf Lehrer losgehen oder Anwälte einschalten.

Mischen sie sich nicht in Erziehung ein, wenn sie nicht die Verantwortung dafür tragen wollen. Oder aber tragen sie die Verantwortung und erziehen sie verantwortungsvoll!
Die Generation die jetzt aufwächst ist nicht belastbar und damit zum scheitern verurteilt wenn sie weiterhin den einfachen Weg wählen. Selbstkritik fängt bei ihnen an, nicht bei anderen.
Absurditätenkabinett
von Nick Knatterton (Eltern), 12. Feb 11:36
Der Umzug der Regierung nach Berlin hat 10 Jahre gedauert und zig Milliarden gekostet, weil die "Beamten" ja ordentliche Bedingungen brauchten.

Diese selbstgeile Bande aber misst den Schulen Bedingungen zu, dass man sich schämen muss. Es ist schon grotesk! Im Museum in Dömitz steht ein Schülerpult von 1890, das bestand aus einem Stuhl, verbunden mit einem Pult, unter dessen Tischplatte ein Aufbewahrungsfach war (für einen Schüler!), und nun höre und staune man, das Ganze war sogar höhenverstellbar. Ein Auto können sie in jeder beliebigen Lackierung und Ausstattung bekommen, der Arbeitsplatz für den Schüler aber, nein, da herrscht der Rotstift!
Gute Vorschläge
von Nena84 (Eltern), 11. Feb 12:02
Wäre es nicht schön wenn man diese Vorschläge in die Tat umsetzen könnte?
Diese Vorschläge und Überlegungen gehören den jeweiligen Schulministerien der Länder vorgelegt.

So was nennt man ...
von Nie-Auslernerin (Eltern), 10. Feb 17:19
...Galgenhumor ;-)

Den braucht man heutzutage als Elter oder Lehrer gleichermaßen!
Grüße

Nie-Auslernerin

....die zu 100 % für die genannten Mindeststandards ist!
das wäre traumhaft......!
von Lieschen (Eltern), 10. Feb 16:23
.....aber die Kosten dafür wären sicher mal wieder zu hoch. Unsere Politiker lassen lieber unsere Soldaten mit Schiffchen Piraten verscheuchen........ein Unternehmen, das sich eh schon als völlig unsinnig herausgestellt hat und viel Geld veschlingt.
Aber Vorsicht: Wenn irgendwann mal gesagt wird "Für unsere Schulen ist uns NICHTS zu teuer", dann könnte es ja sein, dass dieser Spruch ernst gemeint ist. Das würde bedeuten: wenn NICHTS schon zu teuer ist, was bleibt dann noch? Gibt es noch weniger als NICHTS? ;-)))
Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrer
von Alberto (Lehrer), 10. Feb 15:55
Die Arbeitsbedingungen sind für Schüler und Lehrer teilweise katastrophal und liegen meist weit unter den folgenden, meiner Meinung nach durchaus vernünftigen und maßvollen, Überlegungen.

Minimalforderung für Schüler:
Ein Stuhl und ein Tisch in körpergerechter Größe, wobei der Tisch so groß sein sollte, dass ein aufgeschlagenes A4-Heft, ein aufgeschlagenes A4-Buch, ein A4-Arbeitsblatt sowie eine geöffnete Federtasche so auf die Arbeitsfläche gelegt werden können, dass diese sich nicht überlappen. (minimal 0,9m x 0,9m)
Ein ausreichend großer Unterrichtsraum: 2m² pro Schüler für den Tisch und ausreichend Abstand zum Nachbarn (minimal 0,3m); pro Schüler 0,5m² um Wege frei halten und Gruppentische bilden zu können; 2,5m² für Schränke, Regale und ein Waschbecken; 3m² für den Lehrertisch inklusive Lehrer; 10m² an der Tafelwand um diese öffnen zu können und einen OHP abzustellen. Da mittlerweile bis zu 34 Schüler in einer Klasse sind, sollte ein Klassenraum also ca. 100m² haben, um ein zielgerichtetes Arbeiten auch in Kleingruppen zu ermöglichen.
Der Unterrichtsraum sollte grundlegende Schalldämmmaßnahmen haben, um ein ruhiges Arbeiten zu ermöglichen. Er sollte mit Jalousien oder dichten Vorhängen gegen Sonnenstrahlung, einer regelbaren Heizung, guter Beleuchtung sowie ausreichenden Lüftungsmöglichkeiten ausgestattet sein. (Großraumbürostandard)
Ein abschließbares Fach oder abschließbaren Spind auf dem Flur um Wertsachen, Helme und Mäntel halbwegs diebstahls- und beschädigungssicher unterzubringen.
Altersgerechte Pausenmöglichkeiten z.B. Klettergeräte (bis Klasse 7) und Sitzecken (ab Klasse8).
Ausreichend viele und saubere Toiletten mit Toilettenbrille und Toilettenpapier. (pro Klasse 1 Toilettenschüssel)
Ausreichend große Innenbereiche / Pausenhalle (ca. 1m² pro Schüler) und ausreichend große Außenbereiche (Schulhof) mit ca. 5m² pro Schüler.
Ein Schulkiosk mit günstigen und gesunden Angeboten.

Minimalforderungen für Lehrer:
Ein Arbeitsplatz, der ein Arbeiten in der Schule möglich macht: Schreibtisch 0,9m x 1,2m mit abschließbaren Schubladen; Stuhl in Büroqualität, Regalfläche 4m x 0,25m; ein abschließbarer Schrank 0,9m x 1,8m x 0,5m, PC mit Internet und Drucker (mind. 1 PC für 3 Lehrer), Papier und Kugelschreiber, Schulbücher und entsprechende Lehrerausgaben; ca. 8m² pro Lehrer; Großraumbürostandard
Lehrerzimmer (3m² pro Lehrer) mit nicht öffentlich zugänglichen Toiletten und Garderoben; Ein Sitzplatz und ca. 1m² Tischfläche; Postfach A4 mit 15cm Höhe; vollständiger Küchenbereich;

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