Pubertät, na und ?

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Verständnis als Einbahnstrasse
von Libelle (Eltern), 08. Mär 08:28
Hallo, wo sind wir denn gelandet.Schüler verlangen jetzt Verständnis für die Lehrer? Oder schreibt da ein Lehrer statt Schüler? Samira verlangt nichts. Sie wundert sich doch nur! Kinder in der Pubertät hat es immer gegeben und es wird sie weiterhin geben. Allerdings wird nicht mehr drauf geachtet. Leistung muss weiterhin erbracht werden. Wenn Mädchen Probleme mit ihrem Körper haben (Brüste, Periode...) und Jungs mit ihrem Bewegungsdrang ist alles egal. Aber wenn der menschliche Körper in Bio dran sein sollte,ist es immer noch eine Pflicht des Lehrers, Eltern zu warnen: "Bitte sprechen Sie mit Ihren Kindern schon darüber". Glauben die Lehrer wirklich, dass Kinder so blöd sind und selber nichts mitkriegen? Dann ist der menschliche Körper dran und was? Thema wird meistens in der 5. Klasse genommen. Die Kinder sind ca. 12, also anfänglich oder voll in körperlichen Änderungen. Nichts über Pubertät, sondern total trocken und langweilig behandelt. Klar: Es wird von Lehrer zu Lehrer unterschiedlich behandelt. Darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren. Es heisst aber weiterhin in jedem Fach: Grundschule ist vorbei. Jetzt müssen die Kinder wirklich ran. Lehrer bitten um Verständnis für ein Lernstoff, der festgelegt wurde und auf Gymn um ein Jahr verkürzt wurde. Lehrer bitten um Verständnis für Strafe, wenn Kinder unruhig sind. Lehrer bitten um Verständnis für mangelnde Zeit als Grund für weniger Engagement. Lehrer bitten Eltern um Hilfe bei Erziehung der Kinder.
Dann frage ich jetzt: Wer zeigt Verständnis für die Kinder? Eltern sind heute für alles verantwortlich und Schuld an dem unruhigen Verhalten der Kinder! Was machen Eltern überhaupt noch richtig?
Welche Lösung? Ich bin nicht Pädagoge. Ich bin nicht Schulleiter. Aber ich bin Mutter und ich sehe meine Kinder jeden Tag weniger lachen. Ich sehe meine Kinder jeden Tag mehr unter Druck leiden. Statt neue Computerkurse an Schulen, lieber Gesprächsrunden. Schulleitungen sollten endlich das Problem der neuen Welt ins Auge sehen: soviele Jugendlichen wie heute waren noch nie in psychiatrische Behandlungen. Es gibt doch wohl ein Problem. Kinder wachsen nicht mehr wie früher auf. Sie haben viel mehr Verantwortung zu tragen als früher und sie sind in einigen Bereichen aufgeklärter als früher. Aber die Pubertät bleibt, was sie immer war: Eine verwirrende Zeit, die viel Gefühl und auch Rebellion mit sich trägt. Niemand sollte es ignorieren. Eltern müssen so gut es geht durch und versuchen, den Kontakt mit den Kindern zu halten. Lehrer sollten es auch. Es will nicht heissen, dass sie mehr Zeit inverstieren müssen. Niemand verlangt Erziehung seitens der Lehrer. Es verlangt einfach nur Respekt.
Mehr Leistung
von Whitesnake (Schüler), 26. Feb 02:17
mhm jo ok. Recht haben Sie da schon. Die Gelder für Bildung sind nunmal zurück gedreht worden. Aber wenn die Eltern mit den Lehrern reden wollen bzw einen Termin haben wollen, ist dies aber kein Problem. Bei uns an der RSP wird sowas immer gemacht und es gibt auch Regelmäßig Elterngespräche teils auch per Telefon. Also lieg es nicht immer am Lehrer. Die Eltern können sich ja auch jederzeit an den Lehrer wenden für einen Termin oder einen kurzen "Feedback" Ihrer Kinder.
Mehr Einbeziehung der Eltern
von samira (Eltern), 13. Feb 15:37
Naja, schön wäre es z.B. wenn die Eltern über Probleme rechtzeitig in Kenntnis gesetzt würden. Nicht wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Auch wenn es schwer ist für die Lehrer bei 30 Kindern alles unter einen Hut zu bringen, Erziehung ist Arbeit, für uns alle! Es würde vielleicht uns das Leben alle etwas erleichtern, wenn mehr Gespräche stattfinden würden, aber ich geb zu, in der heutigen Zeit und bei den wenigen Geldern vom Staat, ist auch keiner mehr bereit, mehr zu leisten.
Jo ist klar
von Whitesnake (Schüler), 04. Feb 22:36
Ja jut sit sehe ik ja och ein und so , bin ja selbst nicht mehr oder weniger in der Pupertät. Aber was sollen denn da die Schule bzw. das Schulsystem dazu bei Steuern? Bzw. was sollte man denn nach Ihrer Meinung ändern?
Wieso hä?
von samira (Eltern), 04. Feb 18:58
Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass die Lehrer die Erziehung der Kinder übernehmen soll, natürlich ist das Aufgabe der Eltern! Ich sage auch nicht, dass Aggressionen bei Kindern normal sind, aber sie sind zum größten Teil im normalen Rahmen altersbedingt. Auch Lehrer waren mal jung. Ich plädiere nur für Verständnis für diese Zeit und es ist nicht allein die Schuld der Lehrer, sondern unser ganzes Schulsystem krankt. Bitte etwas konstruktivere Kritik!
von Whitesnake (Schüler), 01. Feb 21:53
Kein Lehrer oder die Schulleitung kann und wird nicht auf jedes Kind das die pupertät durchmacht rücksicht nehmen. wenn ein kind agressiv ist ist das auch eine erziehungssache. und nicht sache des lehrers oder der schulleitung
Pubertät, na und ?
von samira (Eltern), 01. Feb 12:13
Als Mutter von 3 Kindern (2 Jungs, 1 Mädel)muss ich mich doch wirklich wundern, wie wenig Erfahrung und Verständnis Lehrer für die Zeit der Pubertät der Schüler finden. Wurde dieses Thema aus dem Studienplan gestrichen? Natürlich verläuft die Pubertät bei jedem Kind individuell ab, allerdings gibt es diverse Gleichheiten bzw. Verhaltensmuster der jeweiligen Geschlechter, welche sich nicht unterscheiden. Z.B. dummes Gekicher bei Mädchen oder Protzgehabe bei Jungs. Das geht auch vorbei. Gelegentlich "leichte" Buhlereien, Särkemessen sind ganz natürlich, werden aber von Lehrern und Schulleitung meistens total überbewertet. Das Kind wird als aggressiv eingestuft, Schulpsychologe wird eingeschaltet usw.
Hallo, geht`s denn noch?
Man muss das doch unterscheiden? Andererseits wird bei Mobbing durch Schüler oder auch gar Lehrer gegen Schüler weggeschaut.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Sympathie eine große Rolle spielt. Während mein Großer alle Sympathien auf seiner Seite hatte (sehr ruhig, angepasst, immer Hausaufgaben, schüchtern) und damit Liebling aller Lehrer war (Durchschnitt Grundschule 2,5) bekam er die Realschulempfehlung. Mein zweiter ist nicht so angepasst, sagt seine Meinung, macht keine Hausaufgaben hat aber den gleichen Durchschnitt nur ohne Lernen, bekam prompt die Hauptschulempfehlung. Er wurde von Anfang an gemobbt, weil er seine Meinung immer äußerte und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat. Auf einmal war ich schuld, weil Alleinerziehen, Scheidung usw. So ein Blödsinn, was die Lehrer da von sich geben. Bei meinem Großen war ich auch schon Alleinerziehend. Bei meiner Tochter läuft es wieder anders, ist ruhig und sagt trotzdem ihre Meinung, sieht aber allerliebst aus und hat immer ein Tränchen parat. Jetzt raten sie alle mal. Klar, die kommt überall durch, gute Noten runden das ganze ab und die Empfehlung steht noch aus. Alle Kinder gehen bzw. gingen in die gleiche Grundschule. Auf einmal bin ich nicht mehr schuld? Jetzt fragt nicht einmal jemand mehr, "sind sie alleinerziehend?". Keine Jugendamtsempfehlung. Hier sieht man wieder mal, was Sympathien bewirken. Übrigens mein og. Sohn (2.) hat ADHS und ich habe ihn jahrelang mit Medikamenten vollstopfen müssen, damit er nicht auf eine Sonderschule gemobbt wird. Sein IQ wurde auf 125 mehrmals getestet, das interessierte keinen. Abgesetzt habe ich die Medikamente, als er Selbstmordgedanken hatte. Er wurde bis heute der klassische Schulverweigerer! Ich bin nur froh, dass er die Haupschule dieses Jahr abschließen wird.
Diese Schule ist hier drinnen leider noch nicht verzeichnet, schade.

Grüße Samira

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